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Samstag, 28. Februar 2015

Halb Winter- und halb Frühlingsessen, Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse...

Also bei aller Liebe, aber der Februar ist definitiv ein Wintermonat und auch wenn die Schneeglöckchen sich der Sonne entgegen recken, es ist und bleib noch Winter. Ja, ich habe eigentlich auch keine Lust mehr auf Schnee und Kälte, aber zum Glück haben wir ja noch keine Wettermaschine an der man mal eben auf Frühling schalten kann. Sicherlich könnte man schon in der Küche das Frühlingsprogramm abspulen, aber das wollen wir nicht. Im Moment genießen wir noch Wintergemüse. Rote Beete, Steckrübe und als kleine Schmuggelware noch Kohlraben. Lange habe ich überlegt, ob ich tatsächlich Skrei kaufen will. Er hat schon ein ganz besonderes saftiges Fleisch, die Skreizeit ist kurz und es könnte sein, dass ich mich hinterher ärgere, wenn die Saison für Skrei vorbei ist.
Keine langen Diskusionen, ich habe ihn gekauft.
Bei dem Rote Bete-Kauf stand Herrn GB ganz geduldig neben mir. Ich möchte gar nicht wissen was er so dachte als ich total begeistert auf die Bete stürmte. Du weißt schon, er isst sie zwar mittlerweile, aber enge Freunde werden die zwei nie.
Aber ich kann Dir versichern, Herrn GB hat der Skrei samt Beilagen auch Spaß gemacht und selbst bei der roten Bete hat er Nachschlag verlangt.
Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse
Skrei, pro Person 200 g. mit Haut
Rote Beete, pro Person eine ½ Beete
Steckrübe, pro Person ca. eine Scheibe von 1 cm dicke
Kohlrabi, pro Person eine ½ Knolle
Rote Beete mit Schale in einem Topf mit Salzwasser garen. Achte darauf dass die Schale auf keinem Fall beschädigt ist, sonst blutet sie aus und wird unschön. Ist sie gar, schäle sie,, aber ziehe Dir vorher Handschuhe an!!! Das Zeug färbt! Geschält schneidest Du sie in fingerdicke Stücke.
Steckrübe und Kohlraben schälen und ebenfalls in fingerdicke Stifte schneiden. Wenn Du einen Dampfgarer hast dann gare sie 10 Minuten im Dampf, sonst wie gewohnt in wenig Wasser.
Für die Marinade vermischt Du einfach einen Teil Balsamessig mit 3 Teilen gutem Olivenöl. Diese Mischung würzt Du mit Salz und Pfeffer. Sobald das Gemüse gegart ist, gießt Du es ab und gibst es jeweils in eine Schale. Nun löffelst Du etwas von der Marinade über jede Gemüsesorte. Das kann man gut vorbereiten.

Für die Meerrettichmousse benötigst Du:
50 g Meerrettich aus dem Glas
100 g Joghurt mit hohem Fettanteil
150 g Sauerrahm
50 g geschlagene Sahne
2 Blatt Gelatine
Pfeffer und Salz
Alle Zutaten bis auf die Gelatine gründlich verrühren. Die Gelatine nach Anweisung in Wasser quellen lassen. Ausdrücken und im Wasserbad oder Mikrowelle kurz erwärmen bis sie flüssig ist. Etwas Meerrettichgemisch in die Gelatine geben, verrühren und zurück in die Meerrettichcreme geben. Gut untermischen, mit Folie abdecken und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden erstarren lassen.

Petersilienöl:
200 ml Olivenöl
100 g Petersilienblätter
Beides in einen Mixer, oder Blender geben und fein pürieren.
Kleiner Tipp, in Petersilienöl kannst Du auch wunderbar Nudeltaschen schwenken, oder Du kannst es als Grundlage für eine Salatsauce verwenden.

Den Skrei schneidest Du in schmale Streifen. Er wird lediglich mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Butterschmalz gebraten. Zuerst einige Minuten auf der Hautseite, dann 1-2 weitere Minuten auf der Fleischseite.

Fürs Anrichten hast Du auch noch pro Person eins bis zwei Büschchen Feldsalat besorgt.
Nun geht es los. Von jeder Sorte Gemüse legst Du 3 Stifte auf den Teller. Von der Meerrettichmousse stichst Du pro Person mit zwei Esslöffeln eine Nocke ab. Nun legst Du den Feldsalat an und träufelst über den Teller einige Tropfen von dem Petersilienöl.
Jetzt noch auf jedes Gemüsepäckchen ein Stück Fisch legen und schnell servieren eh der Fisch kalt ist.

Freitag, 12. September 2014

Es wird würzig, Schweinefilet im Kräutermantel, Blumenkohlcurrypüree usw. usw….würzig halt...

…eigentlich habe ich im Moment gar keine Zeit hier rumzuschreiben, ich habe noch soooo viel auf meiner Nachkochliste, aber dieses Event kann ich mir nun wirklich nicht entgehen lassen. Es geht ums Würzen und ich schwärme geradezu für Gewürze, also verstehst Du meine Freude.
Frau P. von Oberst trifft Sahne hatte mit der Königin Doc Eva auf dem Weg zu unserem gemeinsamen Kochtreffen ein richtig tolles Erlebnis, sie waren bei active cooking und sie schwärmten das ganze Wochenende, wenn sie nicht gerade selbst kochten, von diesen zwei jungen Männern die eine richtig tolle Idee in die Tat umgesetzt haben. Von der Idee hat Frau P. hier erzählt und Du kannst ja mal bei Gelegenheit zu ihr rüber springen und Dich informieren. Aber erst einmal bleib mal noch hier, das eine oder andere könnte Dich nämlich durchaus noch interessieren.
Also zurück zu den Reisemädels. Du kannst Dir vorstellen wenn zwei Mädels so begeistert sind dass sie kaum ein anderes Thema haben, dann haben sie auch das Shoppen nicht ausgelassen. Ich gehörte zu den Glücklichen die auch eine großzügige Kostprobe einige Tropfen probieren durfte und ich kann nur sagen, KÖSTLICH! Dass die Kostprobe recht mickrig ausgefallen ist, konnte ich durchaus verstehen, ich hätte auch nicht mehr abgegeben von den vortrefflichen Delikatessen. Diese wenigen Tropfen der Kostprobe sind es mir wert beim Event, zu dem Frau P. aufgerufen hat, mitzumachen.
Frau P. will wissen ob ich nur mit Pfeffer und Salz würze, oder ob ich auch noch andere Gewürze verwende. Ja Frau P., ich habe tatsächlich Unmengen von Gewürzen im Gebrauch. Sie will nicht nur wissen wie ich würze, sie möchte auch noch gerne in meinen Gewürzschrank schauen, neugieriges Weib. Okay Frau P., Du hast es so gewollt!
Aber auch Salze sind mir äußerst wichtig, und Gewürzmühlen hätte ich sicherlich im Dutzend hier stehen, hätte ich nur mehr Platz. Zum Würzen gehören für mich auch Essige und Öle.
Nicht dass Du jetzt denkst mein Essen ist komplett überwürzt. Frau P. weiß dass ich gut dosiert würze. Das Wichtigste ist für mich das Produkt, egal ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder sonstiges, das Produkt selbst steht absolut auf Platz eins und das Letzte was ich möchte, den eigentlichen Geschmack mit Gewürzen übertünchen. Ganz schlimm wenn Speisen nur noch nach Gewürzen schmecken und der eigentliche Geschmack ganz verloren geht. Mit Gewürzen spielen, das Eigentliche damit unterstreichen, oder auch den Ursprungsgeschmack verstärken. Zum Glück ist der Wahn des Überwürzens wieder in seine Schranken zurück gedrängt und der Genuss steht wieder im Vordergrund.
Genuss soll Spaß machen und uns bespaßte ein Schweinefilet im Kräutermantel auf Blumenkohlcurrypüree an würzigem Knuspergemüse mit brauner Sauce. Ja Frau P. jetzt staunst Du nicht schlecht, da hättest Du jetzt sicher auch gerne etwas von gehabt. Heute müssen Bilder reichen, aber wenn ich Dich mal wieder treffe, dann lass ich mir etwas einfallen, so wie Du es auch für uns mich immer machst, aromatisch-genussvoll-feinwürzig, eben mit Gewürzen gespielt. So, Frau P. jetzt bekommst Du noch ein Rezept zum Event und dann muss ich aber wieder in die Küche.
Schweinefilet im Kräutermantel auf Blumenkohlcurrypüree an würzigem Knuspergemüse mit brauner Sauce
Schweinefilet im Kräutermantel
Zutaten:
Schweinefilet pro Person ca. 150 g
1 Esslöffel Butter
2 Scheiben Toastbrot ohne Rinde gerieben
50 g geriebenen Parmesankäse
2 Esslöffel Naturjoghurt
Eine Handvoll gehackte Kräuter (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Dill, Kerbel, Liebstöckel)
Pfeffer und Salz
Das Schweinefilet in der Butter von allen Seiten anbraten und leicht bräunen.
Aus dem geriebenen Toastbrot, dem Parmesankäse, den Kräutern und dem Joghurt eine Creme herstellen. Mit Pfeffer und Salz würzen. Ruhig etwas kräftiger, denn der Joghurt braucht Salz und Pfeffer.
Das angebratene Schweinefilet in eine Auflaufform geben und die Joghurtmasse auf das Filet streichen. Das Filet soll komplett rundherum bedeckt sein. Den Backofen auf 180°C vorheizen und das umhüllte Filet gute 30 bis 35 Minuten im Backofen garen.
Nach der Garzeit aus dem Backofen holen und ca. 5 Minuten ruhen lassen eh es angeschnitten wird.
Blumenkohlcurrypüree
Zutaten:
Blumenkohl
Kartoffeln
Creme frâiché
Milch
Salz und englische Currypulver
Blumenkohl in kleine Röschen geteilt und in Salzwasser kochen. Gewichtsmäßig den gleichen Anteil Kartoffeln schälen und ebenfalls kochen. Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse geben und den Blumenkohl mit einem Mixstab pürieren. Beides miteinander vermengen, mit etwas Milch und Creme frâiché glatt rühren. Mit Salz und Currypulver würzen.
Würziges Knuspergemüse
Zutaten:
Pro Person je eine große Möhre, ein Viertel einer großen Kohlrabe, ein großes Blumenkohlröschen in kleine Röschen geteilt.
Etwas Zucker
Etwas Salz
Butter und Paniermehl
Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Ingwerpulver, Nelkenpulver, schwarzer Kardamom, Senfkörner, Muskatnuss, Muskatblüte und langer Pfeffer jeweils nur ein Prise
Die Möhren und die Kohlrabe in kleine Würfel schneiden, anschließend zusammen mit den kleinen Blumenkohlröschen in einen Topf geben. Mit Salz und Zucker bestäuben. Gut eine 1/4 Stunde stehen lassen damit das Gemüse Wasser ziehen kann. Jetzt das Gemüse aufkochen und auf kleiner Hitze gar ziehen lassen. Die Butter erwärmen und das Paniermehl zufügen. Das Paniermehl anbräunen. Die Gewürze zusammen in einen Mörser geben und zu feinen Gewürzstaub mahlen. Das Gewürzmehl zur Paniermehlbutter geben und verrühren.
Die Paniermehlbutter beim Anrichten tropfenweise auf dem Gemüse verteilen.
Braune Sauce:
Zutaten:
1 Schalotte
1 Teelöffel Butter
250 ml Rinderfond (ich hatte noch einen Fond von Ochsenbäckchen)
50 ml Madeira
100 ml kräftigen Rotwein
100 g eiskalte Butterflöckchen
Pfeffer und Salz
Die Schalotte in feine Würfelchen hacken. Die Butter erwärmen und die Schalottenwürfel glasig dünsten. Mit Madeira und Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Den Fond hinzufügen und alles zusammen auf gute 175 ml einkochen. Mit den Butterflöckchen aufschlagen bis eine gute Bindung erreicht ist. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Bis zum Servieren warmhalten.
Alle Einzelkomponenten zusammen anrichten.

Montag, 28. Juli 2014

Bald ist das nächste Kochtreffen und mir fällt nichts ein als Kohlrabispagetti…

…seit Tagen wälze ich hier Bücher und Hefte, ich suche nach etwas richtig tollem womit ich mein Kochfreunde, die gefräßige Bande, verwöhnen kann. Im August ist wieder ein Kochtreffen angesagt und mir will einfach nichts Richtiges einfallen. Ich glaub ja das liegt an den warmen Temperaturen, man hat zwar hier und da ein Hüngerchen, aber eigentlich isst man nur Kleinigkeiten. Ich kann doch unmöglich mit Kleinigkeiten bei denen aufkreuzen und wer weiß wie das Wetter im August ist, vielleicht sollte ich mir bis dahin doch besser ein schmackhaftes Schmorgericht überlegen. Doch noch genialer wäre es, ich hätte für jede Wetterlage etwas im Ärmel Kochtopf.
Gestern war es ja auch so warm, obwohl eigentlich Gewitter angesagt waren die Abkühlung bringen sollten. Aber nix da, hier ging noch nicht einmal ein leichtes Lüftchen. Also habe ich die Ochsenbäckchen, die ich durch Zufall am Samstag ergattern konnte, in Rotwein und Madeira eingelegt und die Garnelen, die eigentlich für heute vorgesehen waren, wurden hemmungslos gedämpft. Es waren schon recht hübsche Tierchen die ich da gekauft hatte.
Mit Haut und Haaren, oder doch eher mit Kopf und Darm. Und genau das ist ja so mein Problem. Eine ganz liebe Kochfreundin macht die kleinen Flutschis ja ruck zuck sauber, entfernt Kopf und Darm und stört sich nicht im Geringsten an dieser, na sagen wir mal, unangenehmen Arbeit. Ich muss mich da schon etwas mehr überwinden, doch wer genießen will muss auch mal so die eine oder andere Hürde nehmen und die Freundin wohnt eh am gefühlten Ende der Welt, die kommt nicht mal eben vorbei und hilft. Nachdem ich die Garnelen aufgehübscht hatte kamen sie noch schnell für 5 Minuten in den Dampf. So fertig, jetzt waren die Kohlrabis dran.
Kohlraben haben selbstverständlich keinen Darm und das macht sie mir auch so sympathisch. Schälen ging schnell und dann wurden sie in den Lurchi eingespannt und zu Spagetti gedreht.
Heißes Wasser stand schon bereit und die Spagetti wurden mal eben schnell 5 Minuten ins heiße Wasser geschmissen. Ich sag doch, schnelle leichte Kost.

Eine Sauce wurde noch so ganz nebenbei schnell aus etwas Gemüsebrühe (bitte koche Dir Gemüseschalen aus und verwende nicht das Fertigzeugs), Weißwein, Noilly Prat, einer Schalotte, und einem Bund gehacktem Basilikum geklöppelt. Aufmontiert mit eiskalter Butter und mit Salz abgeschmeckt.
Die Kohlrabispagetti zusammen mit den gedämpften Garnelen auf Teller anrichten, etwas Sauce darüber und servieren, ach ja ein Basilikumblättchen als Deko macht sich auch noch ganz gut…

Dienstag, 20. August 2013

Gefüllte Kohlrabis, aber diesmal mit Bulgur…

…gefühlt war es erst so knapp vor fünf oder sechs Wochen, aber es ist tatsächlich über ein Jahr her, dass ich Kohlrabis gefüllt habe. Es muss mächtig lecker gewesen sein. Woher ich diese unglaubliche Weisheit nehme? Muss ja wohl so sein, sonst hätte ich mich nach so langer Zeit garantiert nicht erinnern können. Okay, ich konnte mich jetzt nicht so genau an die Füllung erinnern, aber ich wusste mit Sicherheit, es war kein Bulgur im Spiel. Rein theoretisch hätte es auch Couscous sein können, aber war es auch nicht. Wo wir gerade beim Thema sind, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Couscous und Bulgur? Auf beiden Packungen steht Hartweizengrieß. Wikipedia will mir weismachen dass Bulgur Hartweizengrütze ist. Jetzt sach mal, wer von beiden will mich denn da jetzt täuschen, Wiki oder der Hersteller? Hast Du eine Erklärung? Bitte lass mich nicht dumm sterben, ich hab auch ein schönes Rezept für Dich…
Kohlrabi mit Bulgur gefüllt für zwei:
100 g Bulgur, trocken
200 ml Wasser, kochend
2 Knollen Kohlrabi
Salz, Pfeffer
2-3 Frühlingszwiebeln
250 g Tatar
100 g Erbsen, frisch oder TK
100 g Ajvar
80 ml Cidre
Bulgur in einer kleinen Schüssel mit dem kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten quellen lassen. Kohlrabi putzen, schälen und in kochendem Salzwasser ca. 30-40 Minuten bissfest garen. Hängt natürlich von der Größe ab. Zum prüfen, mal mit dem Messer einstechen. Abgießen, abschrecken und auskühlen lassen.
Bei TK-Erbsen die Erbsen auftauen. Frühlingszwiebeln waschen und in sehr feine Ringe schneiden. Tatar, Bulgur, Erbsen und Frühlingszwiebeln zusammen verkneten und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Kohlrabi mit einem Kugelausstecher großzügig aushöhlen. Das Bulgurtatargemisch hineinfüllen. Ausgelöstes Kohlrabifleisch mit Ajvar und Cidre pürieren. Das Püree (es ist saucenartig) in eine Auflaufform geben und gefüllte Kohlrabi draufsetzen.
Die Kohlraben im vorgeheizten Backofen bei 180° C (Umluft: 160° C) auf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten goldbraun garen.
Sollte etwas von der Füllung übrigbleiben, so kann man sie mit in die Sauce geben, oder kleine Bällchen formen und diese in etwas Öl zu kleinen Buletten braten.



Freitag, 1. Juni 2012

Jetzt sag mal, hätten die Kohlraben nicht auch Äpfel sein können?

Spargel, Spargel, Spargel, gibt es eigentlich auch noch ein anderes Gemüse? Spargel als Vorspeise, im Hauptgang und nicht zu vergessen, neuerdings auch unbedingt noch als Dessert. Als Mousse, Sorbet, Creme oder Eis. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Obwohl mein Schatz ja auch hier und da jetzt Spargel isst, ich hatte berichtet, ist die Zeit bis zum 24.Juni für ihn doch etwas erschreckend und sie zeichnet sich für ihn als unendlich ab. Erzählt man im Freundeskreis von einem neueroberten Restaurant wird gleich gefragt ob es Spargel gab. Kein Restaurant das der guten Landhausküche frönt kommt derzeit ohne eine chic aufgepeppte Spargelkarte aus. Wie, Du findest das jetzt etwas übertrieben? Na dann frag mal jemanden der keinen Spargel mag.
Der nichtspargelessende Genießer fühlt sich bedrängt als wäre ein Stalker hinter ihm her und irgendwie ist da ja auch etwas dran. Herr GB will von keinen Spargelstalker verfolgt werden und er steht kurz vor der Spargelverweigerung. Kaum habe ich ihm das Zeug näher bringen können, schon zeigen sich wieder die ersten Abwehrreaktionen.
Also habe ich mir etwas einfallen lassen und ihn mit eins seiner Lieblingsgemüse verwöhnt. Na? Na? Wisst Ihr welches Gemüse ich meine? Möhren? Nein diesmal nicht, diesmal gab es mal wieder Kohlraben. Erst sollte es ja dazu die klassische "Spargelsauce", auch Hollandaise genannt, geben, aber dann habe ich mich mal richtig ins Zeug gelegt und das Kugelgemüse, das aussieht wie knackig grüne Äpfel, mit einer super tollen Gemüsefüllung vollgestopft. Mein Schatz war von den genialen Kohlrabiapfelkugeln so sehr begeistert, dass sie jetzt auf die Wiederholungsliste gelandet sind und das ist eine Premiumauszeichnung, denn eigentlich wird im Büdchen nichts doppelt gekocht…
Gefüllter Kohlrabi:
4 Kohlraben
1 Möhre
5 kleine Kartoffeln
1 rote Paprikaschote
250 g Champignons
1 Esslöffel Butter
300 ml Gemüsebrühe
200 ml Creme fraiche
2 Esslöffel Petersilie gehackt
2 Esslöffel Schnittlauchröllchen
1 confierte Knoblauchzehe
Die Kohlraben schälen, am Boden glatt schneiden damit sie stehen bleiben. Am Oberteil der Kohlraben je einen Deckel abschneiden und die Deckel zur Seite legen. Die Kohlraben mit einem Kugelausstecher aushöhlen.
Die ausgehöhlten Kohlraben und die Deckel in wenig Salzwasser mittelfest garen, oder im Dampfgarer bei 100° knappe 8 Minuten garen. Das komplette Gemüse in kleine Würfel schneiden und mit den Kohlrabiabschnitte  in der Butter anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und garen. Sobald die Gemüsebrühe auf knapp die Hälfte reduziert ist, Creme fraiche und die Petersilie unterrühren.
Die Gemüsemasse in die gegarten Kohlraben füllen mit je einem Kohlrabendeckel abdecken und zusammen mit Sauce anrichten. Mit Schnittlauchröllchen betreuen und servieren.


Freitag, 13. April 2012

Radieschenblättercremesuppe, kein Aprilscherz…

April, der macht was er will! Der April ist eindeutig mein Lieblingsmonat. Er ist eigenwillig und das Einzige auf das man sich im April verlassen kann, es kommt garantiert anders als man denkt, sich erhofft oder gar plant.So war es auch Ostern. Die Wetterfrösche in den Medien wollten wissen, dass der Freitag der schönste Tag des Osterwochenendes sein sollte. Naja, hinterher ist man ja immer schlauer. Auf jedem Fall konnten wir am Ostersamstag das Osterfeuer ohne Regenschirm betrachten und die Ostereier am Ostersonntag unter blauem Himmel suchen. Okay, auf die Winterjacken konnten wir jetzt noch nicht wirklich verzichten, aber die dicken Stiefel sind bereits verpackt und werden erst wieder beim nächsten Schnee ausgegraben. Hoffentlich nicht noch in diesem Monat, Ihr wisst schon –der April macht was er will!
Auf jedem Fall haben wir schon einmal Ostern ohne Schnee überlebt und die bunten Eier im Trockenen nach Hause gebracht. Und jetzt eiern sie hier in der Küche herum, werden von einer Ecke in die andere gestellt und warten auf ihr buntes Ende.
Wie in jedem Jahr sind einige der gekochten Eier übrig und jetzt heißt es wieder improvisieren. Einen Eiersalat gibt es auf keinen Fall, Eier in Senfsoße würden mir schon eher gefallen, gefüllte Eier werden auch gerne gegessen. Doch wie wäre es mit Radieschenblättersuppe? Die Blätter von den Radieschen habe ich aufgehoben und rein zufällig noch zwei Bund Radieschenblätter (da waren allerdings noch die Radieschen dran) im Kühlschrank entdeckt. Das nenn ich doch mal einen Glücksfall. Also gab es ein grünes Süppchen mit einem gelb/weißen Eierhälften und zarten Radieschenscheiben. Ein Ende das sich bestimmt einige übrig gebliebene Ostereier vorstellen können.
Radieschenblättercremesuppe:
1 große, milde Zwiebel
1 Esslöffel Butter
200 g Kartoffeln
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
500 ml Gemüsebrühe
250 ml Milch
1 Lorbeerblatt
1 Prise Cayennepfeffer
1 Esslöffel Creme double
Salz, Pfeffer
Die zarten Blätter von 2 Bund Radieschen
Einige Radieschen
Etwas Zitronensaft und geriebene Zitronenschale
Ein gekochtes Ei
Die Zwiebel fein würfeln und in der Butter weich dünsten. Die Kartoffeln ebenfalls würfeln zu den Zwiebeln geben und genauso die Knoblauchwürfel. Gemüsebrühe und Milch angießen, Lorbeer und Cayennepfeffer zufügen und zugedeckt 20 Minuten leise köcheln, bis die Kartoffelwürfel zerfallen. Mit Salz, Pfeffer sowie geriebener Zitronenschale und -saft würzen. Das Lorbeerblatt anschließend wieder herausfischen. Die gewaschenen Radieschenblätter in den Suppenansatz rühren und zusammenfallen lassen. Die Suppe mit dem Mixstab glatt pürieren, nochmals kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe auf Teller verteilen und als Einlage jeweils in jeden Suppenteller ein halbiertes Ei geben. Noch einige Scheiben Radieschen zufügen und servieren.
Ach übrigens, heute sagte die Wetterfroschfrau im Radio, im Laufe des Tages kann es immer mal wieder „gewitteln“! Herrlich dieser Versprecher, ein richtiges Aprilwort.


Donnerstag, 12. April 2012

Kohlrabicarpaccio mit Radieschen und Pinienkerne

An den letzten Rezepten hat man ja schon gemerkt, der Frühling hat mich voll im Griff. Die ganzen fantastischen Kräuter und Gemüsesorten. Endlich ist die Zeit vorbei wo mir mein Gemüsekalender lediglich als regionale Saisonware Topinambur und rote Bete vorgeschlagen hat. Die Bete liegt noch immer gehäutet, abgekocht und vakuumiert versteckt im Kalten. Ihr wisst schon, Herr GB zickt bei Rote Bete rum. Er hat sie schon so oft gegessen, aber will ich sie auf den Teller bringen, bittet er um Aufschub. Ähnlich war es früher auch mit Radieschen. Also so pur aus der Hand überzeugen sie ihn nicht, vielleicht mal so als kleinen Snack eine oder zwei, mehr aber auf keinem Fall. Bereite ich Radieschen als Suppe, Gemüsebeilage oder als Salat sieht das Ganz schon etwas anders aus. Dann isst Herr GB die kleinen scharfen Dinger ohne mit der Wimper zu zucken und verlangt sogar Nachschub.Radieschen sind das passende Gegenstück zu Kohlrabi.
Diese beiden Wurzeln als Carpaccio mit einem frischen Dressing sind unschlagbar. Na wenn das kein Frühling ist…
Kohlrabicarpaccio mit Radieschen und Pinienkerne
2 Kohlrabis
5 große Radieschen
40 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Apfelsaft
2 Esslöffel Balsamicoessig, weiß
Salz und Pfeffer
Prise Zucker
1 Esslöffel Pinienkerne in eine Pfanne ohne Öl geröstet.
2 Esslöffel Basilikum feingehackt
Kohlrabi schälen, Radieschen waschen und beides in hauchdünne Scheiben schneiden, idealerweise mit einem Hobel. Brühe mit Apfelsaft und Essig verquirlen, salzen und pfeffern und mit einer Prise Zucker abschmecken.
Die Kohlrabi- und Radieschenscheiben ziegelartig auf einem Teller verteilen und mit Dressing beträufeln. Das Kohlrabi-Radieschencarpaccio mit dem gehacktem Basilikum und den gerösteten Pinienkernen bestreuen und servieren.
Das ist doch ein schöner Einstieg zu einem Frühlingsmenü, oder?