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Dienstag, 22. April 2014

Die Mango hat mich noch voll im Griff, Kokos-Crumble mit Mango…

…ich weiß, ich weiß, die Mango ist nicht regional und die Kokosnuss auch nicht, aber lecker und in Kombination einfach genial. Und außerdem ist sie im Moment DIE Frucht der Exoten, die Saison hat.
Wie mittlerweile jeder Besucher des Büdchen wissen dürfte, brauche ich für meinen Schatz am Wochenende immer eine süße Überraschung und einen Crumble mal eben zu backen ist ja nun auch kein Hexenwerk. Naja und Walpurgisnacht ist ja auch erst in einigen Tagen.
Aber nicht nur Herr GB hat Freude an so einem Crumble, nur schon alleine die Herstellung ist Genuss. Du fragst Dich was mir an Arbeit genussvoll erscheint? Einfach das Abschalten während ich so eine Mango schäle. Sich mal keine Gedanken machen zu müssen und auch nicht zu überlegen was noch alles erledigt werden muss. Beim Mango schälen konzentriere ich mich schlicht und einfach nur auf die Mango, allerdings schweifen auch mal die Gedanken ab und ich überlege wo ich erstmals eine Mango gegessen habe. Viele exotische Früchte haben wir zum ersten Mal auf unseren Reisen probiert, so auch die Mango und ich kann mich noch ziemlich genau erinnern wie ich von dieser leckeren Frucht fasziniert war. Ich hatte sie allerdings in Kombination mit Fisch gegessen und der Fisch war in Kokosnussmilch gegart. Nicht die Milch die wir aus der Dose, oder dem Tetrapack kennen, sondern die Milch, die direkt aus der Kokosnuss getrunken werden kann. Eine köstliche Erfrischung die es so in keinem Supermarkt gibt.
So ein Crumble findet seinen Ursprung zwar in der englischen Küche, aber im Rahmen der Seefahrt und der Eroberungen weltweit wurde der Crumble überall hingeschleppt und je nach Region verändert. Der Kokos-Crumble mit Mango ist eine Abänderung der klassischen Variante die ihre Wurzeln auf den kleinen Antillen findet. In das Ursprungsrezept wurden einfach andere Zutaten gemischt und schon gab es einen neuen Crumble.
Der Crumble ist für mich ein Beispiel für weltweite Akzeptanz und Weiterentwicklung von Esskultur. Die Kokos-Mango-Variante erinnert mich an wunderschöne Urlaubsmomente und animiert zur Reiseplanung. Na mal sehen wo wir in den nächsten Ferien landen und sicher gibt es wieder etwas, das ich noch nicht kannte. Aber um Kokos-Crumble mit Mango zu probieren muss nicht mehr in die Karibik, dafür geh ich einfach in meine Küche ;-)
Kokos-Crumble mit Mangos:
1 kg Mango in geschält und in Würfel geschnitten
Saft einer Limette (die Schale nicht wegschmeißen, die brauchst Du noch)
Mark einer Vanilleschote
½ Teelöffel Kardamon-Körner (die Körner stecken in einer Kardamon-Kapsel)
Mangowürfel, Limettensaft, Mark der Vanilleschote und die Kardamonkörner vermischen und gute 30 Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit kannst Du den Streuselteig machen.
Du vermischt 150 g Mehl mit 100 g eiskalte Butterwürfel, streust noch 70 g Kokosnussraspel und 120 g Rohrzucker hinzu und nicht zu vergessen die geriebene Schale der schon erwähnten Limette. Alle Zutaten zu einem krümeligen Teig verkneten.
Die Mangowürfel auf hitzebeständige Formen verteilen, wie Würfel mit dem Streuselteig bedecken und im vorgeheizten Backofen bei 180° C ca. 25 Minuten backen. Aus dem Backofen holen und etwas abkühlen lassen. Genial schmeckt der Crumble lauwarm mit etwas Vanillesahne serviert.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss…

geklaut…? Also ich war es nicht!!! Wenn es im Büdchen tatsächlich mal Kokosnuss gibt, wurde sie höchstpersönlich von Herrn GB oder von mir gekauft und ehrlich bezahlt, Word!!!
Ja, Ihr habt richtig gelesen "wenn es im Büdchen tatsächlich mal Kokosnuss gibt"! Kokosnuss ist im Büdchen nun wirklich keine alltägliche Zutat. Denn das Büdchen steht im Ruhrpott und nicht in der Karibik.
Aber nichts destotrotz, jetzt habe ich demnächst einen Kaffeeklatsch auf dem Programm stehen und zum Kaffeeklatschgedöns gehört auf jedem Fall ein Likörchen. In dem gestern vorgestelltem Buch sind so schöne Rezepte da kam ich an den Likörrezepten unmöglich vorbei.
Wird ein Kaffeklatsch mal eben so im Handumdrehen geplant, muss es schnell und unproblematisch zugehen. Also ist ein "Zauberrezept" genau das Richtige.
Frau Reichel, die Autorin des Buches, hat mich mit dem Karamell-Kokoslikör eingefangen. Ein Likör der mir für spontane Überraschungsgeschenke auch sehr willkommen ist. Die Zubereitung ist fix und simpel, dagegen das Ergebnis einfach genial und mit Suchtfaktor.
Als erstes werden 120 g Zucker in einem Topf hellbraun karamellisiert. Vorsichtig 300 ml Kokosnussmilch, 6 Esslöffel Kokosflocken und ein Teelöffel Meersalz hinzugeben und die Mischung 5 Minuten bei schwacher Hitze köcheln. Dann gute 20 Minuten bei ausgeschalteter Hitzequelle ziehen lassen. Das Gemisch durch ein Sieb filtern und mit 200 ml weißem oder braunem Rum auffüllen. Alles gut vermischen, in eine sterile Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Aber glaub mir, der wird sicher nicht alt.


Mittwoch, 15. August 2012

Ich übe für die Pflaumenzeit...

Im Büdchen wird ja so einiges an Obst verputzt. Also das Obst wird hier nicht nur in der Küche verarbeitet, wir verputzen auch Unmengen davon frisch. Auf Anhieb fällt mir jetzt keine Obstsorte ein die wir nicht mögen, nur richtig schön frisch muss es sein und auf keinem Fall überreif. Lieber beiße ich mir an einer Nektarine fast den Zahn aus eh ich irgendeine Schlabberfrucht esse. Herrn GB geht es ähnlich, wobei er Obst am liebsten isst, wenn es noch etwas Säure hat. Aprikosen nur leicht fest und etwas säuerlich, sonst kann ich sie alleine essen. Bei Pflaumen ist es genauso. Ihn stört es auch nicht wenn sie noch leicht grün sind, nur sauer müssen sie eben sein. Aus Mangel an Zeit hatte Herr GB am letzten Freitag einen Teil unseres Wochenendeinkaufs übernommen und unter anderem ist ein Körbchen mit ca. 2 Kg Pflaumen in den Einkauf gewandert. Die wollte er so als Zwischendurchsnack wegknabbern. Ich dachte so bei mir, oha, hoffentlich macht das sein Magen mit und er wird am Wochenende nicht Dauergast des stillen Örtchens. Meine Sorge war gänzlich umsonst. Er hatte sich an den Pflaumen verkauft. Zuckersüß waren sie, aber dabei trotzdem schön fest. So mag er Pflaumen aber nicht und jetzt gebe ich Euch zu raten wem er die Pflaumen zur freien Verfügung geschenkt hat!
Genau, ich durfte sie haben und so ganz nebenbei gab er mir auch noch den Tipp, ich könnte ja einen Kuchen daraus backen.
Was sollte ich mir jetzt noch großartig Gedanken machen, natürlich habe ich einen Kuchen gebacken und zwar einen Pflaumenkuchen mit Kokosraspel. Eigentlich bin ich ja kein Fan von Kokos, aber dieser Streuselkuchen war so saftig, ich freue mich schon auf die Pflaumenzeit, denn den backe ich nochmal.
Pflaumenkrümmelkuchen:
Ca. 1 kg Pflaumen
350 g Zucker
2 Esslöffel Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Esslöffel Rum (ich mache es wie Herr Lafer und nehme Strohrum)
2 Eier
275 ml Rapsöl
500 g Weizenmehl
100 g Buchweizenmehl
150 g Kokosraspel
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
Pflaumen waschen, entsteinen und einmal durchschneiden. Pflaumen zur Seite stellen.
Aus allen anderen Zutaten einen krümeligen Teig herstellen. Zweidrittel des Teiges auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausrollen. Die Pflaumenhälften auf den Teig ziegelartig auflegen. Den restlichen Teig auf die Pflaumen krümeln.
Bei 180°C ca. 40 Minuten goldgelb backen.
Mit Schlagsahne oder einer Vanillecreme servieren.


Freitag, 22. Juli 2011

Sommerzeit, Grillzeit, Kokosnusszeit

Neulich beim Einkauf sind mir doch tatsächlich zwei Ananas in den Korb gefallen, na wie das passieren konnte kann ich mir auch nicht erklären, zumal im Büdchen ja fast nur regionale Produkte verarbeitet werden. Nur die Ananas kenn ich schon seit meiner Kindheit, allerdings da gab es die nur aus der Konserve, aber seitdem mag ich nicht mehr drauf verzichten. Es war früher schon etwas besonderes, wenn es einen Tortenboden gab, der mit Ananas belegt war. Jeden Sonntag wurde gebacken und wenn es eben nur ein Tortenboden war der dann wie gesagt belegt wurde. Ich weiß gar nicht mehr wann ich meine erste frische Ananas gegessen habe, aber ich weiß meine erste Ananas frisch vom Feld habe ich auf einer unserer fernen Reisen in den 80igern kosten dürfen. Das war eine der ersten Situation bei der mir bewusst wurde, was es heißt sich von regionaler Nahrung zu ernähren. Anfang der 80iger machte ich bereits diese Erfahrungen mit Bananen auf den Kanaren. Dort wurden sie nicht nur pur gegessen sondern flambiert serviert, ein Genuss der unbeschreiblich ist. Mal so ganz im Vertrauen, flambierte Bananen mit einer zarten Orangensoße und Vanilleeis, ist eines der Lieblingsdesserts von Herrn GB.
Seit neulich hat er noch ein weiteres, nee, nichts mit Bananen. Ich habe ihm Ananas serviert! Die wurde gegrillt und mit zartschmelzendem Kokosnusseis serviert. Wirklich ein richtiger Sommergenuss. Passte doch wunderbar. Sommerzeit, Grillzeit, Kokosnusszeit…
Kokosnusseis:
200 ml Kokosnussmilch
200 ml Sahne
70 g Akazienhonig
2 Esslöffel Puderzucker
Alle Zutaten vermischen und leicht erwärmen damit sich der Honig auflösen kann. Im Kühlschrank wieder gut abkühlen lassen und anschließend in die Eismaschine geben. Meine Gina braucht gute 50 Minuten bis das Eis schön cremig zum Verzehr fertig ist.
Eine Ananas durchschneiden, den Strunk in der Mitte keilförmig herausschneiden und in Zwölftel teilen. Ganz leicht mit etwas Puderzucker bestäuben und grillen bis sie leicht gebräunt sind.
Pro Person einen Esslöffel Kokosraspel in einer Pfanne anrösten bis auch er leicht gebräunt ist.
Nun Eis mit gegrillter Ananas anrichten, das Eis mit den Kokosraspeln betreuen und servieren.

Dienstag, 7. Juni 2011

Ein Geschenk, ganz ohne Rosinen und ohne Marzipan…

Hab ich ja gestern voller Stolz schon angekündigt, genau heute pünktlich vor einem Jahr wurde dem Büdchen Leben eingehaucht. Das Gourmet-Büdchen feiert heute den ersten Geburtstag und ich habe eine riesige Freude wenn ich sehe, was in dem kleinen Büdchen alles bereits steckt.
Gekocht habe ich ja schon immer super gerne, ein Faible für Kochbücher muss einer meiner Gene sein und das Verlangen lebe ich seit Urzeiten aus. Die erste Tupperschüssel mit Gelinggarantie für Hefeteige habe ich mir im stolzen Alter von 17 Jahren zugelegt. Ich weiß sie hatte damals einen stolzen Preis von über 20 DM, was für mich schon fast ein kleines Vermögen war. Das ist über 30 Jahre her und ich habe sie noch immer. Interessant finde ich die Geschmacksepochen die wir durchgemacht haben und noch schöner wie das eine oder andere Gericht in moderner Version die Auferstehung derzeitig feiert. Der Hawaii-Toast darf selbst heute in keiner Studentenbude fehlen. Das letzte Jahr mit dem Gourmet-Büdchen hat mir so enormen Spaß gemacht und ich frage mich mal wieder wo ist die Zeit geblieben. Gelegentlich schaue ich meine Fotoalben durch und stelle immer wieder fest wie viel von mir nicht veröffentlicht wurde. Außerdem bin ich mit so vielen liebenswerten Menschen in Kontakt gekommen, die mittlerweile genauso zu meinem Alltag gehören wie das Büdchen. Aber ich denke das ist nun mal so bei Stammkundschaft.

Zum Festtag gibt es heute hier im Büdchen etwas ganz besonderes, natürlich ein Geschenk.
Außerdem läuft ja auch noch immer der Geschenke-Event bei Zorra im Kochtopf-Blog und ich denke dieses leckere Geschenk sollte über die Grenzen des Büdchens hinausgetragen werden.
Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche
Kokos-Keks-Kugeln sehen nicht nur wunderschön aus, sie sind auch wirklich sehr lecker. Ein Geschenk, ganz ohne Rosinen und ohne Marzipan…

50 g Löffelbiskuits
1 Esslöffel Rum (ich nehme immer Stohrum wie Herr Lafer)
150 g weiße Schokolade
50 g Sahne
30 g Kokosraspel

Die Löffelbiskuits zerbröseln ( z.B. im Blitzhacker, hier kommt der Elektrogerätejunkie durch). Die Schokolade in Stücke hacken und mit der Sahne in eine kleine Metallschüssel geben und über ein heißes Wasserbad langsam unter rühren schmelzen. Nun die Keksbrösel einrühren und ebenfalls den Rum tröpfchenweise dazugeben. Alles gut verrühren. Nun im Kühlschrank gute 2 Stunden kühlen. Wenn die Masse fest ist, mit einem Teelöffel kleine Kugeln abstechen, mit kalten Händen schnell zu Kugeln formen. Die Kokosraspeln sollen parat in einem Schüsselchen bereit stehen. Die Kugeln in die Kokosraspeln geben, das Schüsselchen schwenken und die Kugeln so rundherum mit Kokosraspeln bedecken. Die Kugeln auf eine Klarsichtfolie geben und wieder in den Kühlschrank stellen. Zum Lagern bis die Kugeln verschenkt werden in eine luftdichte Dose füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Man kann auch klein die doppelte Menge herstellen. Die einfach Menge ergibt ca. 20 Stück und sind bis zu 2 Wochen haltbar.

Verpackungstipp: Auf Trödelmärkten gibt es oft wunderschöne alte Kristallschälchen, hauchdünne Porzellantassen, kleine Bonbonieren oder Einzelteile von unvollständigen Service. Diese meistens für wirklich kleines Geld, ich denke über so ein Geschenk kann man sich auch durchaus freuen.