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Mittwoch, 13. August 2014

Gugelchen hüpf, oder auch Spring ins Schnütchen genannt…

…ich habe gebacken, keinen großen Kuchen, nein viele kleine, um genau zu sagen viele kleine Gugelhüpfchen. So winzig kleine die Herrn GB förmlich wie von Zauberhand nach und nach ins Mäulchen hüpften. Keine original Gugelhupfen, sondern Fälschungen. Die Echten sollen eigentlich aus Hefeteig sein.
Bei Wikipedia kannst Du folgende Erklärung lesen:
Der Gugelhupf (abgeleitet von Gugel „Kapuze“) ist ein Kuchen aus Hefeteig, oft mit Rosinen. Ursprünglich wohl in einem rundlichen Napf oder kleinen Kessel zubereitet, wird er in einer typischen, hohen Kranzform aus Metall oder Keramik mit einer kaminartigen Öffnung in der Mitte gebacken, die klassischen Puddingformen ähnelt und den Teig gleichmäßiger garen lässt. Besonders in Österreich ist Gugelhupf allerdings keine Bezeichnung für einen bestimmten Teig, sondern für die charakteristische Form.
Gugelhupf ist eine süddeutsch-österreichisch-schweizerische Bezeichnung. In der Schweiz ist die Variante Gugelhopf üblich. Im niederdeutschen und mitteldeutschen Raum spricht man von Napfkuchen oder Topfkuchen, bezogen auf die Backform. Im Rheinland und in der Pfalz spricht man auch von Bundkuchen, in Südwestdeutschland von Bäbe. Im Raum zwischen Thüringen und Schlesien ist die Bezeichnung Aschkuchen üblich, in Nordwestdeutschland auch Rodonkuchen.
Also Varianten ohne Ende nur eins haben sie gemeinsam, wie schon erwähnt haben sie die Form eines Kamins. Da ist es auch pipegal ob mit Hefe oder ohne. Die Idee für meine Gugelhüpfchen kam mir ganz spontan in den Sinn, als mir mein abgetropfter Quark in die Hände fiel. Dann habe ich in den Weiten des Internets nach Rezepten gesucht, verschiedene gefunden, hier und da etwas geklaut, gemischt, abgewandelt und gebastelt und zu guter Letzt ihnen den Namen „Spring ins Schnütchen“ gegeben. 
Spring ins Schnütchen:
2 Eier
40 g Zucker
160 g abgetropfter Quark
(Magerstufe, ich lasse den Quark über Nacht in einem Sieb abtropfen)
1 Esslöffel Vanillezucker (ca. 20 g)
30 g Speisestärke
50 g weiße Kuvertüre
Eier zusammen mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Den abgetropften Quark gut unterrühren.
Die Kuvertüre fein raspeln und unter die Quarkmasse ziehen.
Die Speisestärke auf den Teig sieben und vorsichtig unterheben.
Den Backofen hast Du hoffentlich schon auf 160°C Ober- und Unterhitze vorgeheizt.
Den Teig in die einzelnen Gugelhüpfchen verteilen und im Backofen ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.
Die Gugelhüpfchen gut auskühlen lassen und im Anschluss vorsichtig aus der Form lösen. Holst Du sie zu früh aus der Form sehen sie so aus:
Für meine Form benötigt man 250 g Teig, dieses Rezept ergibt ca. 420 g Teig. Deshalb ist die Ausbeute etwas größer und ich bin gut auf die Anzahl von ca. 24 Stück gekommen.


Donnerstag, 27. März 2014

Moccabuttercremtörtchen wie früher…

…aber ganz anders als beim Bäcker. Hast Du schon einmal beim Bäcker ein Stück Buttercremetorte gekauft? Also mein Geschmack ist das ja nicht, wobei das ja sicher auch auf dem Bäcker ankommt. Aber jetzt mal ehrlich, eine gute Buttercreme mal eben herzustellen ist ja jetzt so auch nicht gerade Teufelswerk, das einzige Problem was wir im Büdchen haben, wer soll die ganze Torte nur essen? Außerdem hatte ich mal irgendwann so einen hübschen Törtchenausstecher gekauft und der musst doch endlich mal zum Einsatz kommen. Ein wunderschöner Ausstecher in Blütenform. Ganz einfach hatte ich mir das vorgestellt.
Teig backen, einzelne Böden ausstechen, Buttercreme rühren, Böden zusammen mit der Creme stapeln und noch mal eben schnell rundherum mit Creme einschmieren, fertig ist der Blümchenkuchen.
Haste aber nur gedacht.
Den Teig backen – einfach
Die Böden ausstechen – einfach
Die Creme herstellen – einfach
Die Böden mit Creme bestreichen – einfach
Die Böden mit Creme stapeln – einfach
Die gestapelten Böden von außen bestreichen – einfach
Dabei die Form der Blüte einhalten – nix für mich.
Man war das fummelig, mal war die Creme zu dick aufgetragen, mal zu dünn. Irgendwann war es mir egal und ich habe einfach kleine runde Törtchen gehabt.
Okay, schön ist anders, aber lecker waren sie. Optisch konnte ich sie dann doch noch mit den Mokkabohnen und mit der Tortenspitze rausreißen.
Mokkabuttercremetörtchen:
Biskuitteig
4 Eier mit 4 Esslöffeln heißes Wasser schaumig schlagen. 150 g Zucker und einen Esslöffel Vanillezucker hinein rieseln lassen und weiter schaumig schlagen.
100 g Mehl mit 100g Speisestärke und 3 gestrichenen Teelöffeln Backpulver mischen und auf die Eierschaummasse sieben. Das Mehlgemisch sorgfältig unterheben.
Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und im vorgeheizten Backofen bei 200° C Ober- Unterhitze ca. 20 Minuten goldgelb backen.
Nach der angegebenen Backzeit aus dem Ofen holen und direkt kleine Tortenböden ausstechen.
Während der Boden auskühlt die Buttercreme anfertigen.
Hierzu einen Schokoladenpudding aus einem halben Liter Milch und einem Beutel Puddingpulver mit zwei Esslöffel Zucker kochen. In den warmen Pudding 100 g Schokolade mit ca. 70 % schmelzen und gut unterrühren. In den Schokoladenpudding einen gehäuften Esslöffel Instandkaffee rühren und den Pudding auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Dabei immer mal wieder umrühren damit sich keine Haut bilden kann. 250 g zimmerwarme Butter schaumig rühren und nach und nach löffelweise den Pudding unterrühren.
Pro Törtchen jeweils 3 Biskuitböden mit der Creme einstreichen und aufeinander stapeln. Nun noch rundherum die Seitenränder mit Creme einstreichen und mit Mokkabohnen dekorieren. Die kleinen Torten im Kühlschrank gute 3 Stunden auskühlen bzw. festwerden lassen.
Das Gebäck auf kleine Tortenspitzen setzen und servieren, aber vorher noch den Kaffee kochen!

Dienstag, 25. Februar 2014

Birnentarte für die Kuchenesser unter uns…

…eine Birnentarte ist nicht irgendein Birnenkuchen, oder gar mit einer Apfeltarte zu verwechseln. Wie heißt es doch so schön, man soll nicht Äppel mit Birnen vergleichen.
Also kein Kuchen, sondern eine Tarte.
Als Tarte wird ein Kuchen bezeichnet, der aus einer besonderen Art Mürbeteig hergestellt wird. Der Teig beinhaltet weder Salz noch Zucker und sollte geschmacksneutral sein. Diese Tatsache kannst Du bei meiner Tarte heute getrost vergessen.
Tarten gibt es süß belegt, aber auch in der herzhaften Variante. Ein weiteres Merkmal, die Tarte wird in einer speziellen flachen Form gebacken die mit einem geriffelten Rand ausgestattet ist. Okay, wer keine Tarteform hat kann natürlich auch eine Springform nehmen, aber es ist dann doch eben keine original Tarte mehr. Aber ist meine ja auch nicht.
Wie bereits erwähnt, gibt es unzählige Varianten von würzig mit Fisch, Fleisch oder Gemüse, übergossen mit einer Mischung aus Eiern, Milch oder Sahne, aber auch manchmal mit geriebenen Käse in der Eiermischung, bis hin zu den Süßen die mit Obst, Cremes, Puddings oder sonstigen Pasten gefüllt sind. Herzhafte Tartes werden durchaus als richtige Hauptmahlzeit serviert, sind sie doch oft üppig. Was nicht heißt, dass eine Süße nicht satt macht, ganz im Gegenteil. Oft sind sie so reichhaltig, da ist man froh vorher nichts gegessen zu haben. Ich erinnere da an diesen und jenen Gaumenkitzel.
Doch heute gibt es nichts pompöses, nur eine schlichte einfache Birnentarte, Du weißt schon, für den süßen Zahn von Herrn GB.
Der Countdown läuft, in etwa einer Wochen ist Aschermittwoch und dann geht der Run auf die Fastenzeit wieder los, der Süßkonsum wird in den Keller gefahren. Der Alkohol wird bis Ostern verteufelt, Fleisch steht eh auf der roten Liste und am besten wird das Essen ganz eingestellt.
Ob es am kommenden Frühling liegt, dass es Leute gibt die sich von innen und von außen reinigen möchten und dabei auch gleich alle Welt verändern wollen? Auch wenn Frühling ist wird es im Büdchen auch dann nicht anders zugehen. Sicherlich halten wir hier nicht an alten Zöpfen fest, aber das Rad wird auch nicht neu erfunden. Sollte es dem Chef oder der Chefin vom Büdchen auf etwas Besonderem gelüsten, ist es total egal welche Zeit gerade angesagt ist. Generell denke ich, ist es nicht verkehrt mal etwas kürzer zu treten, wobei ich das nur für mich persönlich entscheiden kann. Ich muss auch nicht etwas veranstalten, nur weil es auf dem Kalender steht, irgendeinen Zweig in der Industrie förderlich ist oder gar von Gutmenschen inszenierte Kampagnen unterstützt.
Was mich allerdings immer wieder amüsiert, sind Mitmenschen die etwas verändern wollen weil es Trend ist, aber sobald sie merken sie müssen einen gewissen Aufwand betreiben, genau diesen Kurs, wenn sie nicht mehr wollen, verteufeln.
Aber lassen wir das, mir geht es schlicht und einfach nur um eine schlichte einfache Birnentarte mit Birnen aus der Region. Da ich den Markt nur samstags besuche musste ich mitten in der Woche zum Supermarkt in meinem Dorf. Sag ich doch, Birnentarte mit Birnen aus der Region und das im herannahenden Frühling…
Frei nach dem Motto von Udo Lindenberg: "und ich mach mein Ding, egal was die Andren sagen…"
Birnentarte und dann auch noch mit gekauftem Blätterteig:
300 g Blätterteig aus der Kühltheke
40 g Butter
125 g Mascarpone
3 Esslöffel Zucker
Schale einer kleinen Bio-Orange
75 g gemahlene Mandeln
1 Eigelb der Größe L
4 reife Birnen, ohne Kerngehäuse und in schmale Spalten geschnitten (ich habe die Sorte Abate genommen)
4 Esslöffel Aprikosenkonfitüre
4 Esslöffel Mandelblätter trocken in der Pfanne geröstet 
Eine Tarteform mit Backpapier auslegen und anschließend mit den Blätterteigblättern auskleiden.
Mascarpone,  Zucker, Schale der Orange, die gemahlenen Mandeln und das Eigelb zu einer glatten Creme vermischen. Die Creme auf den Blätterteig geben.
Die Birnenspalten auf der Mascarponecreme drapieren und die überstehenden Teigränder umklappen.
Die Butter schmälzen und die ganze Tarte, inkl. der  Teigränder, mit der Butter bepinseln. Noch mit etwas Zucker bestreuen, dann werden die Ränder auch schön knusprig.
Nun im vorgeheizten Backofen bei 220°C  ca. 25 – 30 Minuten goldgelb und knusprig backen.
Die Tarte auf einem Rost legen, die Aprikosenkonfitüre in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle erwärmen und die Birnenspalten damit bestreichen. Nun noch die Mandelblätter aufstreuen und auskühlen lassen. 

Dienstag, 19. November 2013

Törtchen wie im Schwarzwald…

…kennst Du das, Du hast Appetit auf Gebäck aber einen ganzen Kuchen backen willst Du nicht? Es soll so einfach wie möglich sein, und Du hast einfach keine Lust auf pompöses Gedöns?
Ich habe kleine Törtchen ausgegraben, ich dachte was in groß lecker ist kann in klein nicht schlechter schmecken und ich hatte mit meiner Theorie tatsächlich recht.
Magst Du auch Kleingebäck das Du mal eben so mit einem oder zwei Habs wegputzen kannst? Dann habe ich für Dich genau das Richtige. Ich hatte die kleinen Gaumenkitzler schon mal irgendwann im März gemacht und jetzt kamen sie mir genau richtig als es mal wieder schnelles Naschwerk geben musste.
Du musst auch nicht viel machen, Du backst einen Boden, Du machst eine Creme, eine Schokoglasur und bastelst alles zusammen, fertig.
Du brauchst einen Bastelplan? Okay, fangen wir mal langsam an, am besten mit den Zutaten:
185 g Süßrahmbutter
330 g Feinster Zucker
6 getrennte Eier
2 Esslöffel Milch
Prise Salz
110 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
70 g Kakao
125 ml Kirschwasser oder noch besser Kirschlikör
320 g Schwarzkirschkonfitüre
300 g geschlagene Schlagsahne
200 g entsteinte Sauerkirschen abgetropft
Butter mit dem Zucker, der Milch und den Eigelben schaumig schlagen. Mehl mit Backpulver und Kakao mischen und zu dem Eigelbschaum geben. In zwei Portionen das Mehlgemisch unterrühren. Nun das Eiweiß mit der Prise Salz zu Eischnee schlagen und unter den Teig heben.
Eine rechteckige Backform in der Größe 20 x 30 cm fetten und den Teig in die Form füllen. Die Backform in den vorgeheizten Backofen schieben und bei 160°C ca. 35 Minuten backen.
Nach der Backzeit den Kuchen auskühlen lassen und einmal quer durchschneiden.
Beide Kuchenplatten mit dem Likör tränken und in 40 kleine Würfel schneiden. Die untere mit der Konfitüre einstreichen und Sahne aufstreichen. Nun den oberen Würfel aufsetzen.
Für die Schokoglasur 220 g dunkle Schokolade (halbbitter) in 125 ml warmer Sahne auflösen. Die Schokolade muss komplett aufgelöst sein. Die Ganache abkühlen lassen, aber sie muss noch gut streichfähig sein. Die Oberseite der Kuchenwürfel mit der Ganache bestreichen, jeweils ein Kirsche aufsetzen, in kleine Papierförmchen geben und bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

Für ein schnelles Kaffeegebäck doch echt keine schlechte Idee, oder!?

Montag, 2. September 2013

Schwarzplententorte, ein Stück Südtirol…

…nach süßsauren Gurken wird es jetzt nussigsüß. Weiß Du was Schwarzplenten ist? Was glaubst Du ist es ein Gemüse? Sind es Früchte, oder gar eine Art Nüsse? Alles falsch! Ich kannte das Zeugs auch nicht und hatte nicht den leisesten Schimmer was es sein könnte, aber als ich das Kleingedruckte auf der Packung las, war wieder alles klar. Schwarzplenten ist nichts anderes wie Buchweizen. Sicherlich hast Du schon einmal etwas von Buchweizenpfannkuchen gehört, denn die gibt es nicht nur in Südtirol. Aber wenn Du glaubst Buchweizen ist eine Art Getreide, dann bist Du jetzt auf dem Holzweg. Es ist ein Knöterichgewächs und verwandt mit Sauerampfer. Jetzt bist Du platt, wie? Außerdem ist er eine super Alternative für Leute die eine Glutenunverträglichkeit haben. Buchweizenmehl kann man verarbeiten wie Weizenmehl, allerdings ist er intensiver im Geschmack. Den Ursprung findet man in Ostasien und nicht in Südtirol. Ich habe gelesen, das eine Kur mit Buchweizentee sich zur Bekämpfung von Durchblutungsstörungen eignen soll und so eine Kur soll Krampfadern verhindern, vielleicht ein Tipp für Menschen, die viel stehen müssen. Tee hab ich jetzt nicht gekocht, dafür aber eine Torte gebacken. Wobei ich ja unter Torte etwas anderes verstehe. In meinen Augen ist eine Torte gefüllt mit Creme oder Sahne, also eher ein üppiges Gebäck. In Österreich und in Südtirol versteht man auch unter Festgebackenem durchaus eine Torte. Das musste ich erst einmal lernen. Was ich auch noch lernen muss, wie und wo ich Preiselbeeren finde. Klar habe ich welche gefunden, im Supermarkt, denn die brauchte ich für meine Torte, aber ich würde sie ja auch gerne mal richtig aus der Natur verarbeiten. Na ja, in meinem Fall war der Supermarkt eine ganz gute Alternative und nachdem Herr GB sich opferte und nochmal eben schnell losflitze um sie zu besorgen, klappe alles wie am Schnürchen, aber schau selber…
Schwarzplententorte:
250 g Butter
250 g Zucker
6 Eier, getrennt
250 g Mandeln, gerieben
250 g Buchweizenmehl
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
1 ½ Esslöffel Vanillezucker
Prise Salz
Butter für die Form
2 Esslöffel Rum
Preiselbeeren
Puderzucker
Sahne oder Schlagoberst wie es so schön in Österreich heißt
Butter mit 100g Zucker und Eigelbe schaumig schlagen. Buchweizenmehl, Mandeln, Vanillezucker und Backpulver mit der schaumigen Butter/Eiercreme verrühren.
Das Eiweiß steif schlagen, dabei den restlichen Zucker und die Prise Salz zufügen. Den steifen Schnee unter die Masse heben, in eine gebutterte Springform füllen und bei 180°C 45 bis 50 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.

Erkalten lassen und einmal quer durchschneiden. Den unteren Boden mit dem Rum beträufeln und mit Preiselbeeren bestreichen.
Das Oberteil des Kuchens wieder aufsetzen und mit Puderzucker bestäuben. Mit einem Häubchen Sahne servieren
Kuchen kann sooooo gesund sein…




Mittwoch, 10. Juli 2013

Alle guten Dinge sind Drei, "Zum Dahinschmelzen“, oder "Kleine Kuchen mit flüssigem Kern“

…ja richtig, heute ist Tag DREI von der Buchwoche „jeden Tag ein Buch“ Du weißt doch, die Aktion von Arthurs Tochter, hab ich doch hier schon erzählt!
Heute ist ein ganz entzückendes Buch dran und der Titel „Zum Dahinschmelzen“ Ja, ist schon richtig, der Titel ist Programm. Kleine Kuchen, ähnlich wie Muffins, aber viel besser. Zwar auch so klein, aber Du kannst bedenkenlos wunderbar Deine Muffinförmchen verwenden. Die Kuchen die Du nach den Rezepten aus diesem Büchlein zauberst sind einfach genial. Ich schreibe extra zauberst, weil alles andere würde dem kleinen Gebäck nicht gerecht werden. Auf dem Hardcover steht folgendes:
Man isst sie am besten warm, wenn sie aus dem Ofen kommen. Wenn der Löffel die äußere Kruste durchbricht, quillt die duftende warme Creme aus dem Kuchen hervor: Kuchen mit flüssigem Kern sind eine ganz besondere Leckerei aus Frankreich, wo sie «moelleux» oder  «fondants» genannt werden. Die Kreationen sind schier unglaublich, aber eben alle flüssig und warm. Sie waren in Frankreich schon ewig als ein besonderes Dessert bekannt und der Unterschied zu Muffins ist wohl klar. In irgendeiner Fernsehsendung erzählte mal ein Fernsehkoch wie er jedes Mal die Augen verdreht, wenn wieder ein Gast in seinem Restaurant diese Törtchen bestellt und sie reklamiert weil der Kuchen nicht durchgebacken ist. Mal so ganz unter uns, das würde doch jeden Kochverrückten in den Wahnsinn treiben, oder?
Aber ich wollte Dir ja etwas von dem zauberhaften Buch erzählen. Also, es ist im Jan Thorbecke-Verlag erschienen und der Autor Paul Simon hat sich alle Mühe mit dem Buch gegeben und ihm ist es gelungen bei mir eine „kleine-Kuchen-Euphorie“ auszulösen.
Die Grundlage seines Gebäcks ist in etwa immer der gleiche Teig, aber mit wenig Aufwand köstlich abgewandelt. Der Höhepunkt ist dann natürlich wieder der flüssige Kern.
Herr Simon wartet mit Variationen wie: Karamell, Nougat, Kirschen auf. Okay, ich stimme Dir zu, das ist jetzt nicht gerade ungewöhnlich, aber was denkst Du über Pistazienküchlein mit einem Kern aus Mandelkonfekt? Nicht ganz so schlecht hört sich doch auch ein Gebäck mit Maronenfüllung an. Na mach ich Dir schon Appetit? Nicht? Dann vielleicht mit einer Marzipan, Sahne, weißer Schokoladen-Füllung? Bitterschokoladenküchlein mit Orangenfüllung vielleicht? Wenn Dir jetzt auch schon das Wasser im Mund zusammen läuft, hätte ich noch das i-Tüpfelchen: Ein Schokoladenküchlein mit Vanillefüllung, und glaub mir die Vanillefüllung ist so was von cremig, Du möchtest nicht aufhören zu essen. Sicher könnte ich Dir jetzt sämtliche Füllungen aufzählen, aber damit ist Dir ja auch nicht geholfen. Mensch ich schweife schon wieder ab, ich wollte Dir doch etwas über das Buch erzählen.
Direkt am Anfang des Buches ist eine kleine Erklärung zu dieser Art von Gebäck. Es geht gleich mit dem Hinweis auf unterschiedliche Backöfen und deren individuellen Backtemperaturen weiter und das es ratsam ist das Gebäck genau im Auge zu behalten damit es nicht versehentlich durchgebacken wird. Gleich im Anschluss folgt das Inhaltsverzeichnis. Diese Rubrik gibt Aufschluss darüber, dass Dich in diesem Buch vier Bereiche erwarten. Die Klassiker, Kuchen mit Ganachefüllung, mit Fruchtfüllung und das letzte Kapitel zeichnet sich durch englische Cremes, Schlagsahnecremes und Fruchtpürees aus. Nach dem Inhaltsverzeichnis gibt Herr Simon noch Auskünfte zu Backutensilien bzw. über das benötigte Material das man haben sollte. Utensilien die sicher in irgendeiner Art in jedem Haushalt zu finden sind, also nichts Außergewöhnliches. Dann kommen Rezepte über Rezepte. Das Buch schließt mit einem Bezugsquellennachweis. Na das nenne ich mal Service. Übrigens, zu jedem Rezept gibt es ein Bild und eh Du jetzt los läufst um Dir das Buch zu besorgen schreib Dir vorher die ISBN auf:
1. Auflage
Format 19 x 19 cm
64 Seiten
mit zahlreichen Fotos
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7995-0231-3
Erschienen 2013
€ 12,99
Kleiner Tipp von mir, schaue Dir das Buch nur an, wenn Du absolut satt bist, ansonsten schaffst Du es sicher noch nicht einmal bis zur Buchmitte. Ich verspreche Dir, Du bist schneller in der Küche als Du denkst.
Ein Rezept hat es mir ganz besonders angetan und wenn Du Ingwer magst solltest Du es unbedingt ausprobieren.
Ingwerküchlein mit Mangofüllung:
30 g geriebenen Ingwer
100 g geschmolzene Butter
110 g Mehl
½ Päckchen Backpulver
2 Eier
110 g Zucker
Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zu dem Eierschaum geben. Die Butter und den Ingwer ebenfalls untermischen und alles zu einem einheitlichen Teig verrühren.
Für die Mangofüllung 50 g Fruchtfleisch mit einem Teelöffel Honig und 50 g weißer geschmolzener Schokolade vermischen. Die Creme in eine Halbkugelform (Herzform) füllen und ca. 1 Stunde gefrieren.
Dessertringe mit Backpapier auskleiden (oder Muffinförmchen verwenden), den Teig 2/3 in die Formen einfüllen, dann in die Mitte zwei Halbkugeln Mangofüllung geben und die Förmchen mit Teig auffüllen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C gute 10 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und erst lauwarm aus der Form nehmen.



Montag, 24. Juni 2013

Sommersturm oder Windbeutel mit Limocellocreme...

Das Unwetter von letzter Woche haben wir überstanden, der Kirschbaum hinterm Haus ist in kleine Stücke gesägt und entsorgt. Der Bach ist wieder zurück in seinem Bett und der Nachbar wird wohl demnächst drei Meter weniger Rasen mähen müssen.
Ach Du weiß gar nicht wovon ich rede? Aber das Unwetter in der letzten Woche hast Du schon mitbekommen und dass das halbe Ruhrgebiet abgesoffen ist weißt Du auch, oder?
Du glaubst nicht wie es hier in der letzten Woche zuging, es regnete und hörte einfach nicht auf. Mittags um 13:00 Uhr war es so dunkel, als hätten wir es bereits 22 Uhr. Ich war logischerweise im Büro. Ich kann ja schließlich nicht nur Urlaub machen. Tja, aber das Wetter vergönnte mir einen frühen Feierabend durch Stromausfall. Telefonanlage fiel aus, Computer aus und wir saßen kurz im Dunkeln. Wie gesagt die Helligkeit entsprach 22 Uhr. Doch was soll ich da wenn nichts funktioniert? Also ich ab nach Hause. Noch um einiges vom trauten Heim entfernt sah ich schon was ich eigentlich nicht glauben wollte. Einige Felder bzw. Wiesen waren überschwemmt wo am Morgen noch ein hübsches Bächlein plätscherte. Der Bauer sammelte sein herunter gespültes Feld von der Straße ein. Eine ortsansässige Firma war komplett überflutet der sonst plätschernde Bach rauschte wie ein kleines Flüsschen über das Firmengelände. Ich ahnte Böses.
Aber was soll ich sagen, obwohl der Bach der hinter unserem Haus her fließt, von 1 Meter auf locker 5 Meter Breite gewachsen ist, war zum Glück das Wasser vom Haus noch weit entfernt. Beim Nachbarn links ist ein Kirschbaum umgekippt, aber vorher haute noch ein Blitz rein um das ganze Dorf in Angst und Schrecken zu setzen. Der Garten des Nachbarn von rechts verkürzte sich vorrübergehend um gute drei Meter. Alles überschwemmt und die gepflanzten Blumen schwimmen jetzt sicherlich in der Ruhr als Wasserpflanzen.
Ich weiß, das Alles ist ein Sandkorn gegen das was im Süden bzw. im Osten unseres Landes passiert ist.  Ich glaube nicht annähernd zu wissen was die Menschen dort durchmachen, aber was es heißt vor einer Naturgewalt Angst zu haben und keinen Einfluss nehmen zu können, das ist mir mehr als klar geworden.
Der Regen hat Gott sei Dank nicht so lange angehalten wie in den anderen Bundesländern, dafür haben wir jetzt seit Samstag einen Dauerwind. Passend zum Wind draußen gibt es heute im Büdchen Windbeutel. Ein Brandteiggebäck mit einer wundervollfrischen Füllung.
Windbeutel mit Limoncellocreme
200 ml Milch
60 g Butter
Eine Prise Salz
120 g Weizenmehl
3 Eier
Die Milch mit der Butter und dem Salz aufkochen. Das Mehl auf einmal in die kochende Milch geben und mit einem Holzkochlöffel kräftig verrühren. So lange rühren bis sich eine Brandteigkugel gebildet hat und der Topfboden mit einer weißen Schicht überzogen ist. Diese Kugel in eine Rührschüssel geben und etwas abkühlen lassen. Die Eier nach und nach mit den Knethaken des Handrührgeräts in den Teig arbeiten. Den Brandteig in einen Spritzbeutel mit gezackter Tülle füllen.
Auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist, 20 kleine Teigtürmchen spritzen. Die Windbeutel auf mittlerer Schiene bei 180°C gute 40 Minuten backen. Sie sollen goldbraun werden.

(Super Wichtig: auf keinem Fall während des Backvorgangs den Backofen öffnen!!!)
Die gebackenen Windbeutel auf einem Rost geben und auskühlen lassen.

Für die Limoncellocreme benötigst Du folgende Zutaten:
2 Eigelbe
2 Esslöffel Vollmilch
2 Esslöffel Vanillezucker
1 Esslöffel Puderzucker
4 Blatt Gelatine, weiß
125 ml Limoncello (italienischer Zitronenlikör)
250 ml Sahne, schlagen
Die Eigelbe mit dem Vanillezucker, dem Puderzucker und der Milch in einem warmen Wasserbad schaumig schlagen und zu einer Rose abziehen. Zwischenzeitig hast Du die Gelatineblätter in etwas Wasser quellen lassen. Die Gelatine entweder in der warmen Eiercreme auflösen (mir gelingt das nicht wirklich), oder kurz im Wasserbad erwärmen und dabei auflösen. Nun kannst die aufgelöste Gelatine in die Eiercreme gegeben werden. Gut unterrühren und einige Minuten kaltstellen. Sobald die Creme anfängt zu gelieren, die geschlagene Sahne unter die Creme rühren. Die Creme in einen Spritzbeutel geben, die Windbeutel aufschneiden und die Windbeutel mit der Creme aus dem Spritzbeutel füllen.
Als kleines i-Tüpfelchen kannst Du noch feingehackte kandierte Zitronenschale auf die Creme streuen und dann setzt Du erst das Deckelchen wieder auf.
Windbeutel schmecken auch bei Sturm und mit Limoncellocreme bringen sie etwas Sommer zurück.