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Sonntag, 30. Oktober 2011

Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Löffelken Kompott...

Ein Löffel geht auf die Reise. Verrückt. Weltbekannt. Prominent.
Guten Tag, ich möchte mich vorstellen. Mein Name ist Löffelken Kompott. Wie ich zu meinem Namen kam ist eine lange Geschichte, ich hoffe Ihr habt Zeit.
Ich fange mal ganz von vorne an...
Geboren bin ich im Juli 2011, meine eigentlichen Eltern leben in Rheinland-Pfalz am linken Ufer des Rheins und heißen mit Nachnamen Paul. Meine Mutter, mit Vornamen Astrid, das ist die Tochter vom Attur (so sagt man in meiner neuen Wahlzwangsheimat). Geschwister habe ich unendliche, die Brüder und Schwestern ersten Grades sind alle gleich tätowiert. Aber unter den Verwandten zweiten und dritten Grades gibt es auch ganz nette, aber die sind ohne Tattoo.
Soviel zur Einleitung, damit Ihr auch einen Durchblickt habt wo meine Ursprungswurzeln sind.
Also an irgendeinem Tag X meinte meine Mutter, die Astrid, ich müsste hinaus in die große weite Welt, Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Die Idee an sich war nicht schlecht, aber so richtig gefiel sie mir auch nicht, da ich doch eher der Typ bin, der gerne am Schürzenzipfel hängt. Na ja, mir blieb es nicht erspart, ich wurde in einen dunklen Behälter, das man Briefumschlag nennt, gepackt, bekam eine Briefmarke auf den Allerwertesten und ab ging die Post. Mensch hatte ich Heimweh, außerdem war es so sehr dunkel und dauend wurde ich auch geschupst und gequetscht. Die reinste Tortur. Meine Walz hatte ich mir anders vorgestellt. Nach relativ kurzer Zeit bin ich dann wohl doch endlich angekommen und meine Transportkapsel wurde mit Schwung aufgerissen. Ich kann Euch gar nicht beschreiben welche Angst in mir steckte. Wo bin ich gelandet, was sind das für Leute, stecken die mich in einen Kochtopf, oder haben die womöglich einen Kamin und verwenden mich als Anzünder?! Ich zitterte wie Espenlaub. Eh ich die Menschen sah, hörte ich ihre Stimmen. Aus dem freudigen Gespräch entnahm ich, ich wurde bereits sehnsüchtig erwartet. Die Frau schaute behutsam in meine Transporthülle und ich lugte vorsichtig über den Öffnungsrand des Briefumschlages. Voller Freude sagte die Frau, da bist du ja endlich, willkommen im Büdchen, wie schön dass Du Deine Reise schadlos überstanden hast. Na mit so einem Willkommensausbruch habe ich ja jetzt nicht gerechnet, denn in meiner Familie lebten ja so viele Geschwister, da hatte meine Mutter wirklich keine Zeit für jeden Einzelnen von uns. Diese noch unbekannte Frau frage wie ich heiße, doch eh ich eine Antwort geben konnte meinte sie, du bist jetzt das Löffelken und bleibst für immer im Büdchen. Na das wird sich noch herausstellen, ob es mir hier gefällt und ich auch bleiben will.
Gleich vom ersten Augenblick an hat sie mich vorsichtig auf Watte gelegt und mich nicht mehr aus den Augen gelassen. Außerdem habe ich seit meiner Ankunft bei größeren Reisen immer einen Stammplatz in der Handtasche meiner Adoptivmutter.
Sie gibt sich aber auch alle Mühe für mein Wohlfühlgefühl. Doch ich soll mich nicht nur in den eigenen vier Wänden auskennen und wohl fühlen, sie zeigt mir auch die Region, meine neue Heimat und ich werde immer mehr zum Ruhrgebietler.
Durch meine Adoption habe ich jetzt auch den Nachnamen der Familie bekommen, ich heiße jetzt genauso wie meine Adoptivmutter. Nein nicht Klärchen, sondern Kompott! Um genau zusagen, Löffelken Kompott! Habe aber nichts mit Marmelade oder Gelee gemein...
Meine neuen Eltern geben sich alle Mühe und zeigen mir jedes Fleckchen hier in dieser Ecke der Welt. Damit ich etwas über diese Region erfahre in der ich jetzt lebe, sind wir als erstes zum Bergbau-Museum gefahren.
Dort habe ich alles über das schwarze Gold der Region erfahren. Das Klärchen nimmt mich immer mit und so habe ich schon einiges kennengelernt unter anderem auch die bekannte Ruhr-Universität,
Ihr seht sie im Hintergrund, ich bin leider etwas verschwommen. Dort kann man einiges studieren, na aber ob ich dort mal eine Ausbildung mache stelle ich eher in Frage, ich bin wohl besser bei der DEHOGA in Dortmund aufgehoben, aber das Klärchen hat gesagt bis dahin habe ich noch Zeit.
Aber mit ganz ernster Stimme hat sie mir auch eines ganz strikt verboten. Löffelken, hat sie gesagt, Du darfst nie, niemals alleine ins Bermuda3eck, da könntest Du verloren gehen und das will ich auf keinem Fall!
Neulich war ich mal mit ihr in der Nähe von diesem besagten Dreieck, aber sie hat mich einfach nicht aus der Tasche gelassen, ich konnte nur einen kleinen Blick erhaschen und sah eine riesige Baustelle.
Ich verspreche Euch, sobald ich dort mal wieder hinkommen werde und nicht verschütt gehe, hört Ihr von mir und ich berichte über dieses ominöse 3eck…
Für heute sage ich bis denne euer Löffelken Kompott und …