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Freitag, 27. März 2015

Fremdländische Tomatensuppe mit einheimischen Hühnchen…

Ich hatte es ja neulich hier verkündet, mindestens einmal in der Woche gibt’s einen Teller oder eine Tasse Suppe. Zwar ist im Moment nun absolut keine Tomatenzeit, aber ich hatte bei meinem Gemüsehändler Herrn Weitz auf dem Markt Aromatomaten gekauft. Die stammten zwar aus dem Gewächshaus aber machten ihrem Namen trotzdem alle Ehre. Okay, die eigentliche Suppe war wirklich etwas blass, warum das jetzt so war, weiß ich auch nicht, aber im Sommer werde ich die Suppe nochmals kochen, na vielleicht jetzt nicht ganz genau die gleiche Suppe, aber auch eine Tomatensuppe und dann will ich mal sehen, ob sie im Sommer auch so blass ist. Glaubst Du es liegt an der Jahreszeit dass sie so blass geblieben ist?
Als Einlage bei einer Tomatensuppe war mir bisher Reis oder Nudeln bekannt, aber Hühnchenfleisch war mir neu, fand ich aber eine tolle Idee. Ich habe dem Hühnchenfleisch durch Sojasoße eine kleine Asianote verliehen. Herr GB war erst sehr skeptisch, Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch im Asiastyle hatte er noch nie gehört, geschweige denn je gegessen und jetzt würde ich wieder mit solch einer Nummer um die Ecke kommen. Ja, ich weiß, Herr GB hat es im Büdchen wirklich nicht einfach, aber ich kann Dir versichern, nicht ein Löffel Suppe ist übrig geblieben und glaub nicht dass ich alles gegessen habe.
Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch
1 rote Zwiebel, ca. 50 g
1 Schalotte
1 Esslöffel Butter
1000 g geschälte und entkernte Tomaten
400 g Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
1Teelöffel Paprikapulver
1 Prise Zucker
Pfeffer und Salz zum abschmecken
Zwiebel und Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Restliche Zutaten zufügen und gute 30 Minuten garen. Die Suppe pürieren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
1 Hühnerbrustfilet
1 Teelöffel englisches Currypulver
1 Teelöffel dunkle Sojasauce
1 Teelöffel Akazienhonig
Frischhaltefolie
Currypulver mit Sojasauce und Honig vermischen. Das Hühnchenfilet komplett mit der Marinade bestreichen und ganz stramm in Frischhaltefolie einwickeln. Einige Zeit, mindestens 60 Minuten, marinieren lassen und anschließend in einem Dampfkörbchen oder Dampfgarer 15 bis 20 Minuten garen.
Das Hühnchenfleisch aus der Folie nehmen und in Scheiben schneiden. Jeweils eins- zwei Scheiben Hühnchenfleisch in einen Suppenteller legen und mit Tomatensuppe auffüllen. Mit Basilikum- oder Petersilienöl dekorieren.

Donnerstag, 26. März 2015

Jetzt haste den Salat, mit Linsen und Steckrübenpüree auf dem Weg der Gesundheit...

Neulich hatte ich für eine gute Woche eine unfreiwillige Kochpause. Die Gesundheit spielte nicht so richtig mit, aber als ich dann wieder zurück im Büdchen war kribbelte es in den Fingern. Einkaufen war nicht wirklich nötig, denn da gibt es noch so einiges in diversen Vorratsschränken. Im Kühlschrank lag eine Steckrübe und eine Porreestange, Kartoffeln sind Standard, im Tiefkühler noch ein großes Lachsforellenfilet und im Vorratsregal noch eine Packung mit Linsen, um genau zusagen grüne Le Puy Linsen und jetzt halt Dich fest, abgelaufen im Oktober 2014.
Verdammt, wie konnte mir das passieren. Mich ärgert es wenn ich Lebensmittel vergesse. Die wurden aber trotzdem in die Pfanne den Topf gehauen.
Als ich in die Küche ging hatte ich eigentlich noch keinen wirklichen Plan, das einzige was klar war, der Fisch wird gebraten. Während ich dann die Steckrübe schälte ergab sich eine Bastelanleitung für lauwarmen Linsensalat auf Steckrübenpüree mit Lachsforellenfilet
Linsensalat:
200 g Puy Er Linsen
5 -6 getrocknete Tomaten in Öl eingelegt
1 Stange Porree
2-3 Esslöffel Olivenöl oder das Öl von den eingelegten Tomaten wenn es hochwertig ist
1 Teelöffel Honig
Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer
4 Esslöffel Tomatenessig, alternativ 3 Esslöffel Tomatensaft und zwei Esslöffel Weißweinessig
Tomaten und Porree in kleine Stücke schneiden. Restliche Zutaten, bis auf die Linsen, zu den Tomaten geben und etwas marinieren. Zwischenzeitlich die Linsen kochen. Sobald die Linsen gar sind, diese abgießen und noch warm zu dem Tomatengemisch geben. 
Steckrübenpüree:
600 g Steckrübenwürfel
400 g mehlige Kartoffelwürfel
150 ml Milch
Blütensalz (nur wenn Du hast)
Schale einer halben Zitrone
30 g Butter
Evtl. noch etwas warme Milch
Die Steckrübenwürfel und die Kartoffelwürfel in der Milch gar kochen. Mit Salz und Zitronenschale würzen. Die Butter zugeben und die Würfel mit einem Kartoffelstampfer kräftig stampfen bis es ein feines Püree ist. Evtl. musst Du noch warme Milch angießen damit es richtig schön geschmeidig wird.
Aber ACHTUNG: nicht mit dem Mixer oder dem Zauberstab pürieren, sonst gibt es Kleister!
Sollte Dir das Püree nicht fein genug sein, streiche es durch ein Sieb. 
Die Lachsforellenfilets würzt Du lediglich mit Salz. Ich habe mir mal eine Gewürzmischung für gebratenen Fisch gemacht, das habe ich immer im Vorrat.
Du brauchst Salz, Basilikum, Zitronengras, Dill, Rosmarin, Knoblauch und Petersilie.
Das Filet habe ich in etwas Butterschmalz auf der Hautseite gebraten bis sie schön braun war. Dann umdrehen und nur ganz kurz anziehen lassen. Brate ihn nicht zu lange, sonst wird er trocken.
Alles zusammen auf angewärmten Tellern anrichten.

Mittwoch, 18. März 2015

Das Auge isst mit, schön sollte es werden, Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation…

…man hatte ich mir Mühe gegeben und dann war es doch nicht so wie ich es gerne gehabt hätte. Herr GB war ganz begeistert, aber mir war es nicht genug frühlingsfröhlich. Wenn ich an Frühling denke kommt mir sofort ein helles leuchtendes Grün in den Sinn und so sollten auch eigentlich meine Crêpes werden. Aber dafür hätte ich dann wohl eher Lauch statt Spinat verwenden sollen. Aber der Spinat war jetzt fällig, also wurde er auch ins Spiel gebracht.
Vor ewigen Zeiten konnte ich die Schokoladenschwester von einem Dörrgerät überzeugen und jetzt macht sie nicht nur ihre Gemüsebrühe selber, sondern sämtliches Gemüse findet den Weg in den Dörrautomaten. So auch Spinat. Sie trocknete einen ganzen Schwung Spinatblätter und anschließend wurden die getrockneten Blätter zu feinem Pulver gemahlen. Ein Teil ihrer Ausbeute wanderte ins Büdchen und nun in meine Crêpes.
Das Spinatpulver war so farbintensiv, dass der Crêpesteig nach dem Abbacken ein tiefes dunkelgrün hatte, also nicht frühlingsfröhlich, aber durchaus ein guter Vorschlag für Karfreitag.
Ja, bald ist Ostern und so langsam kann man mal an ein Ostermenü denken, oder aber mal zumindest an ein Karfreitag-Essen.
Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation:
Crêpes:
1 Ei, groß
40 g Mehl
200 ml Milch
1 Esslöffel Spinatpulver
Salz
Die Milch mit dem Spinatpulver vermischen und aufkochen, abkühlen lassen und ca. 2 Stunden ziehen lassen. Die Milch durch ein Sieb geben.
Die restlichen Zutaten vermischen und nach und nach die grüne Milch zufügen. Mit Salz würzen. Mit einem Crêpes-Eisen oder in einer Crêpes-Pfanne vier Crêpes backen.

Quarkfüllung:
200 g Quark
1 Ei
100 g Frischkäse
1 Esslöffel Orangenöl
½ Teelöffel Orangenschale, gerieben.
Salz und Pfeffer
Alle Zutaten zu einer geschmeidigen Creme verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Crêpes einzeln jeweils auf ein großes Stück hitzebeständige Frischhaltefolie legen, Quarkcreme aufstreichen und mit Hilfe der Folie aufrollen. Jede Crêpesrolle stramm einzeln in Frischhaltefolie einpacken. Die eingepackten Rollen in ein Dampfkörbchen, oder wenn Du hast in einen Dampfgarer geben und 15 bis 20 Minuten dämpfen. Ich habe es im Dampfgarer bei 85°C gute 15 Minuten gemacht.
Für die Gemüsevariation benötigst Du folgende Zutaten:
1 große Aubergine
1 Thymianzweig
1 großen Zucchino
Zitronensalz
1 Teelöffel Rapsöl
200 g Prinzessbohnen
Bohnenkraut
50 g geräucherter Schinken, fein gewürfelt
Etwas Butter
500 g Tomatenwürfel, (unbedingt die Tomaten häuten und entkernen)
2 Esslöffel Basilikumstreifen
Zucker
Blütensalz
Fleur de Sel, Pfeffer
Olivenöl
Bergkäse oder Parmesan gerieben

Aubergine:
Aubergine in kleine Würfel schneiden und mit Zitronensalz mischen, den Thymian fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Auberginenwürfel zusammen mit dem Thymian gute 10 Minuten weich dünsten.

Zucchino:
Zucchino in kleine Würfel schneiden und in einen Topf geben. Mit Blütensalz vermischen und Wasser ziehen lassen, das dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten. Rapsöl zugeben und ebenfalls wie die Aubergine gute 10 Minuten weich dünsten.
Bohnen:
Bohnen putzen und ca. 10 Minuten in Salzwasser garen. Abgießen und in kleine Stücke schneiden. Den Schinken mit ganz wenig Butter auslassen und die Bohnenstücke zufügen. Mit Bohnenkraut, Fleur de Sel und Pfeffer würzen.
Tomaten:
Etwas Olivenöl erhitzen und die Tomatenwürfel darin kurz anschmelzen bis sie warm sind. Mit einer Prise Zucker, Fleur de Sel und einem Hauch Pfeffer würzen. Kurz vor dem Servieren die Basilikumstreifen untermischen.
Teller anwärmen. Mit einem Dessertring jeweils von jedem Gemüse kleine Taler formen. Die Crêpesrollen schräg in Stücke schneiden und auf jedem Gemüsetaler ein Stück von der Crêpesrolle legen.
Leicht mit geriebenem Käse bestreuen. Schnell servieren denn es kühlt schnell aus.
PS: Soll es vegetarisch sein, einfach auf den Schinken verzichten ;-)

Montag, 16. März 2015

Neulich bei der Schnitzeljagd oder Polentaschnitzel auf wildem Salat…

…letztens war ja diese Schnitzeljagd beim Peter und ich ließ es mir nicht nehmen und habe auch ein Schnitzel geliefert. Ein schönes zartes Kalbsschnitzel, der Gatte hatte seine helle Freude. Ein Schnitzel mit Wildsalat und Polentanocken kombiniert. Wie immer wenn es im Büdchen Polenta gibt, habe ich immer ungewöhnlich viel übrig. Ich verschätze mich da regelmäßig. Kannst Dir sicher vorstellen, dass es mir unmöglich war die restliche Polenta einfach mal so zu entsorgen.
Als erfahrener Büdchenleser weißt Du, Herr GB liebt Schnitzel!
Die restliche Polenta hatte ich in eine flache Schale, die ich vorher mit Frischhaltefolie ausgelegt hatte, gestrichen.
Über Nacht konnte die Polenta abgedeckt aushärten, um am nächsten Tag fest genug zu sein, um sie ausstechen zu können.
Okay, ich hatte jetzt keinen Schnitzelausstecher, aber ein Dessertring hat auch gute Dienste geleistet.
Also mit einem Dessertring wurde die Polenta ausgestochen und in ein aufgeschlagenes Ei gegeben. Gut mit Ei überzogen und anschließend rundherum mit Paniermehl bestreut. In einer Pfanne hatte ich bereits Butterschmalz erhitzt, in das ich die panierten Polentaschnitten legte und rundherum goldgelb, ebenso wie die Kalbsschnitzel, gebraten habe.
Den Salat habe ich genau wie hier gemacht, aber da denke ich, solltest Du ganz nach Deinem Gusto handeln.
Den Salat habe ich zusammen mit den Polentaschnitzel auf Teller angerichtet und Herrn GB servieren. Auch wenn ihm sofort auffiel dass es eindeutig keine Kalbsschnitzel waren, hat es ihm trotzdem sehr gut geschmeckt und als vegetarisches Gericht darf ich es ihm bei Gelegenheit durchaus mal wieder vorsetzen. Ging doch schnell und ist obendrein auch noch eine perfekte Polentaverwertung, oder?

Donnerstag, 12. März 2015

Orangen, Orangen, Orangen mit Lachs und Spinat…

auf meinem Saisonkalender für Obst sind definitiv keine Orangen oder Apfelsinen auffindbar, aber ist ja auch logisch, es ist nicht nur ein saisonaler sondern auch regionaler Kalender. Also müssen Zitrusfrüchte eigentlich draußen bleiben. Eigentlich!!!
Doch dann ist mir der Lachs in den Korb geschwommen gekommen. Im Moment liegt uns der Fisch irgendwie sehr nahe und die saftigen Orangen auf dem Markt haben förmlich geschrien kauf mich! Lachs mit Orangen ist eine herrliche Kombination.
Ach schau mal selbst.
Orangenlachs auf Spinat (2 Portionen)
500 g Lachs
4 dünne Bio-Orangenscheiben mit Schale
1 Esslöffel Butterschmalz
Orangenfilets einer großen Orange (ca. 8 Filets)
300 g Babyspinat
2 Esslöffel Butter

Sauce:
2 feingehackte Schalotten
1 Esslöffel Butter
100 ml Orangensaft
100 ml Gemüsebrühe
75 ml Noilly Prat
Pfeffer, Cayennepfeffer, Zucker, Salz
150 g geschlagene Sahne
Schalotten in ausgelassener Butter glasig dünsten. Mit Noilly Prat ablöschen und den Orangensaft zugeben. Alles auf die Hälfte reduzieren. Die Gemüsebrühe zufügen und nochmals etwas einkochen lassen. Mit Pfeffer, Cayennepfeffer, Zucker und Salz würzen. Die geschlagene Sahne unterschlagen und mit einem Mixstab alles kräftig aufschlagen. Ggf. nochmals abschmecken.
Butter in einem Topf erwärmen, den Spinat zugeben und ganz kurz zusammenfallen lassen. Erst unmittelbar vor dem Servieren mit Salz würzen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Orangenscheiben in die Pfanne geben und auf jede Scheibe ein Stück Lachs legen. Anbräunen lassen und sofort umdrehen. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen und nur noch ganz kurz braten. Er sollte innen noch leicht glasig sein. Also nicht zulange, sonst wird er trocken.
Spinat auf einen Teller anrichten, einige Orangenfiletstücke um den Spinat verteilen und sie Sauce angießen. Den Lachs mit der Orangenscheibe oben auf legen.

Samstag, 28. Februar 2015

Halb Winter- und halb Frühlingsessen, Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse...

Also bei aller Liebe, aber der Februar ist definitiv ein Wintermonat und auch wenn die Schneeglöckchen sich der Sonne entgegen recken, es ist und bleib noch Winter. Ja, ich habe eigentlich auch keine Lust mehr auf Schnee und Kälte, aber zum Glück haben wir ja noch keine Wettermaschine an der man mal eben auf Frühling schalten kann. Sicherlich könnte man schon in der Küche das Frühlingsprogramm abspulen, aber das wollen wir nicht. Im Moment genießen wir noch Wintergemüse. Rote Beete, Steckrübe und als kleine Schmuggelware noch Kohlraben. Lange habe ich überlegt, ob ich tatsächlich Skrei kaufen will. Er hat schon ein ganz besonderes saftiges Fleisch, die Skreizeit ist kurz und es könnte sein, dass ich mich hinterher ärgere, wenn die Saison für Skrei vorbei ist.
Keine langen Diskusionen, ich habe ihn gekauft.
Bei dem Rote Bete-Kauf stand Herrn GB ganz geduldig neben mir. Ich möchte gar nicht wissen was er so dachte als ich total begeistert auf die Bete stürmte. Du weißt schon, er isst sie zwar mittlerweile, aber enge Freunde werden die zwei nie.
Aber ich kann Dir versichern, Herrn GB hat der Skrei samt Beilagen auch Spaß gemacht und selbst bei der roten Bete hat er Nachschlag verlangt.
Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse
Skrei, pro Person 200 g. mit Haut
Rote Beete, pro Person eine ½ Beete
Steckrübe, pro Person ca. eine Scheibe von 1 cm dicke
Kohlrabi, pro Person eine ½ Knolle
Rote Beete mit Schale in einem Topf mit Salzwasser garen. Achte darauf dass die Schale auf keinem Fall beschädigt ist, sonst blutet sie aus und wird unschön. Ist sie gar, schäle sie,, aber ziehe Dir vorher Handschuhe an!!! Das Zeug färbt! Geschält schneidest Du sie in fingerdicke Stücke.
Steckrübe und Kohlraben schälen und ebenfalls in fingerdicke Stifte schneiden. Wenn Du einen Dampfgarer hast dann gare sie 10 Minuten im Dampf, sonst wie gewohnt in wenig Wasser.
Für die Marinade vermischt Du einfach einen Teil Balsamessig mit 3 Teilen gutem Olivenöl. Diese Mischung würzt Du mit Salz und Pfeffer. Sobald das Gemüse gegart ist, gießt Du es ab und gibst es jeweils in eine Schale. Nun löffelst Du etwas von der Marinade über jede Gemüsesorte. Das kann man gut vorbereiten.

Für die Meerrettichmousse benötigst Du:
50 g Meerrettich aus dem Glas
100 g Joghurt mit hohem Fettanteil
150 g Sauerrahm
50 g geschlagene Sahne
2 Blatt Gelatine
Pfeffer und Salz
Alle Zutaten bis auf die Gelatine gründlich verrühren. Die Gelatine nach Anweisung in Wasser quellen lassen. Ausdrücken und im Wasserbad oder Mikrowelle kurz erwärmen bis sie flüssig ist. Etwas Meerrettichgemisch in die Gelatine geben, verrühren und zurück in die Meerrettichcreme geben. Gut untermischen, mit Folie abdecken und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden erstarren lassen.

Petersilienöl:
200 ml Olivenöl
100 g Petersilienblätter
Beides in einen Mixer, oder Blender geben und fein pürieren.
Kleiner Tipp, in Petersilienöl kannst Du auch wunderbar Nudeltaschen schwenken, oder Du kannst es als Grundlage für eine Salatsauce verwenden.

Den Skrei schneidest Du in schmale Streifen. Er wird lediglich mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Butterschmalz gebraten. Zuerst einige Minuten auf der Hautseite, dann 1-2 weitere Minuten auf der Fleischseite.

Fürs Anrichten hast Du auch noch pro Person eins bis zwei Büschchen Feldsalat besorgt.
Nun geht es los. Von jeder Sorte Gemüse legst Du 3 Stifte auf den Teller. Von der Meerrettichmousse stichst Du pro Person mit zwei Esslöffeln eine Nocke ab. Nun legst Du den Feldsalat an und träufelst über den Teller einige Tropfen von dem Petersilienöl.
Jetzt noch auf jedes Gemüsepäckchen ein Stück Fisch legen und schnell servieren eh der Fisch kalt ist.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Ein Forellenhof ganz in der Nähe, das muss man doch nutzen…

Seit Monaten sage ich zu Herrn GB, wir müssen unbedingt zu diesem Forellenhof, der auf der anderen Seite der Ruhr ist, fahren. Herr GB als zuvorkommender Gatte, erfüllt mir jeden Wunsch und wir fahren dort hin. Bei unserem ersten Besuch waren wir zu früh (Du weißt schon Öffnungszeiten und sonn Gedöns), beim zweiten Mal waren Betriebsferien, doch der dritte Anlauf war dann endlich erfolgreich und sie hatten geöffnet.
Was uns erwartete, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt.
Nicht einfach Fischteiche, Räucherkammer und Verkaufstresen.
Ein richtig nettes kleines Lokal mit einer sehr schönen Speisekarte.
Wie hier kann man auch essen!?
Gegessen haben wir dort nicht, aber ganz hervorragende geräucherte Forellen und einen sehr schmackhaften geräucherten Saibling erworben. In welcher Form die den Weg auf unseren Tisch gefunden haben erzähle ich Euch demnächst. Aber was dieser Besuch noch so mit sich brachte war sehr interessant. Wir sind mit den Besitzern ins Gespräch gekommen und die Infos über ihre Produkte, über ihr Anwesen, die Art der Vermarktung, was und wie sie ihre Produkte anbieten hat uns begeistert. Um es für Euch auf den Punkt zu bringen, es geht nicht nur Geräuchertes über den Tresen, auch frisch geschlachtete Forellen, Lachsforellen und Saiblinge sind im Angebot. Das halten wir im Hinterkopf.
Tja und jetzt kannst Du Dir sicher schon denken was passierte. Wieder einige Wochen später, eine Idee nahm ihren Lauf.
Irgendwo hatte ich mal von Lachsforelle auf Rieslingkraut gelesen. Bei mir wurde kurzerhand daraus ein Filet und aus dem Rieslingkraut ein Rieslingrahmkraut.
Noch schnell ein Wan Tan dazu und fertig. Aber jetzt musste ich erstmal eine vernünftige Lachsforelle bekommen. Jetzt kommt wieder der Forellenhof ins Spiel. Ein Anruf genügte und die Forelle, die zum Zeitpunkt des Anrufs noch ihre morgendlichen Bahnen schwamm, lag pünktlich zur vereinbarten Zeit filetiert abholbereit. Jetzt sag mal, geht es noch frischer und regionaler?
Was ich daraus gemacht habe? Schau mal!
Lachsforellenfilet auf Rieslingrahmkraut und Blutwurst-Apfel Wan Tan
Rieslingrahmkraut:
500 g gewaschenes Sauerkraut
1 Zwiebel in ganz feine Streifen geschnitten
1 Esslöffel Butterschmalz
200 ml klare Gemüsebrühe
200 ml trockener Riesling
1 mittelgroße rohe mehlige Kartoffel, fein gerieben
70 g säuerlicher Apfel, ebenfalls fein gerieben
5 Wachholderbeeren
2 Nelken
3 kleine Lorbeerblätter
200 g Crème fraîche
Salz und Pfeffer
Im erhitzten Butterschmalz die Zwiebelstreifen glasig dünsten. Das Sauerkraut zugeben und auch ganz kurz andünsten. Mit dem Wein und der Brühe ablöschen. Die Gewürze, wie auch den geriebenen Apfel als auch die geriebene Kartoffel zugeben. Mit Salz und Pfeffer etwas würzen und mit geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten auf kleiner Temperatur garen.
Die Gewürze entfernen und Crème fraîche unterrühren. Evtl. nochmals abschmecken. 
Blutwurst-Apfel Wan Tan:
Wan Tan-Blätter
1 Esslöffel Butter
1 Schalotte, ganz besonders fein gewürfelt
3 Esslöffel fein gewürfelte Blutwurst
½ säuerlichen Apfel fein gewürfelt
1 Teelöffel Thymianblättchen
1 verquirltes Ei
Butterschmalz
Butter auslassen und die Schalottenwürfel glasig dünsten. Die Blutwurstwürfel und Apfelstückchen zugeben und mit Thymianblätter würzen. Alles gut vermischen und 10 Minuten dünsten. Die Wan Tan-Blätter auslegen und in die Mitte jeweils einen Teelöffel Blutwurstmischung geben. Die Ränder vom Wan Tan-Blatt mit den verquirlten Ei bestreichen und zu einem Dreieck zusammen falten.
Die Wan Tan-Taschen in heißem Butterschmalz von beiden Seiten fritieren.
Das Lachsforellenfilet mit etwas Salz und Pfeffer würzen und in Butter, mit der Haut zuerst, braten.
Das Rieslingrahmkraut auf Teller anrichten, darauf das gebratene Lachsforellenfilet legen und mit einem Wan Tan obenauf dekorieren. Noch ein Salatblättchen anlegen und fertig.