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Samstag, 28. Februar 2015

Halb Winter- und halb Frühlingsessen, Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse...

Also bei aller Liebe, aber der Februar ist definitiv ein Wintermonat und auch wenn die Schneeglöckchen sich der Sonne entgegen recken, es ist und bleib noch Winter. Ja, ich habe eigentlich auch keine Lust mehr auf Schnee und Kälte, aber zum Glück haben wir ja noch keine Wettermaschine an der man mal eben auf Frühling schalten kann. Sicherlich könnte man schon in der Küche das Frühlingsprogramm abspulen, aber das wollen wir nicht. Im Moment genießen wir noch Wintergemüse. Rote Beete, Steckrübe und als kleine Schmuggelware noch Kohlraben. Lange habe ich überlegt, ob ich tatsächlich Skrei kaufen will. Er hat schon ein ganz besonderes saftiges Fleisch, die Skreizeit ist kurz und es könnte sein, dass ich mich hinterher ärgere, wenn die Saison für Skrei vorbei ist.
Keine langen Diskusionen, ich habe ihn gekauft.
Bei dem Rote Bete-Kauf stand Herrn GB ganz geduldig neben mir. Ich möchte gar nicht wissen was er so dachte als ich total begeistert auf die Bete stürmte. Du weißt schon, er isst sie zwar mittlerweile, aber enge Freunde werden die zwei nie.
Aber ich kann Dir versichern, Herrn GB hat der Skrei samt Beilagen auch Spaß gemacht und selbst bei der roten Bete hat er Nachschlag verlangt.
Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse
Skrei, pro Person 200 g. mit Haut
Rote Beete, pro Person eine ½ Beete
Steckrübe, pro Person ca. eine Scheibe von 1 cm dicke
Kohlrabi, pro Person eine ½ Knolle
Rote Beete mit Schale in einem Topf mit Salzwasser garen. Achte darauf dass die Schale auf keinem Fall beschädigt ist, sonst blutet sie aus und wird unschön. Ist sie gar, schäle sie,, aber ziehe Dir vorher Handschuhe an!!! Das Zeug färbt! Geschält schneidest Du sie in fingerdicke Stücke.
Steckrübe und Kohlraben schälen und ebenfalls in fingerdicke Stifte schneiden. Wenn Du einen Dampfgarer hast dann gare sie 10 Minuten im Dampf, sonst wie gewohnt in wenig Wasser.
Für die Marinade vermischt Du einfach einen Teil Balsamessig mit 3 Teilen gutem Olivenöl. Diese Mischung würzt Du mit Salz und Pfeffer. Sobald das Gemüse gegart ist, gießt Du es ab und gibst es jeweils in eine Schale. Nun löffelst Du etwas von der Marinade über jede Gemüsesorte. Das kann man gut vorbereiten.

Für die Meerrettichmousse benötigst Du:
50 g Meerrettich aus dem Glas
100 g Joghurt mit hohem Fettanteil
150 g Sauerrahm
50 g geschlagene Sahne
2 Blatt Gelatine
Pfeffer und Salz
Alle Zutaten bis auf die Gelatine gründlich verrühren. Die Gelatine nach Anweisung in Wasser quellen lassen. Ausdrücken und im Wasserbad oder Mikrowelle kurz erwärmen bis sie flüssig ist. Etwas Meerrettichgemisch in die Gelatine geben, verrühren und zurück in die Meerrettichcreme geben. Gut untermischen, mit Folie abdecken und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden erstarren lassen.

Petersilienöl:
200 ml Olivenöl
100 g Petersilienblätter
Beides in einen Mixer, oder Blender geben und fein pürieren.
Kleiner Tipp, in Petersilienöl kannst Du auch wunderbar Nudeltaschen schwenken, oder Du kannst es als Grundlage für eine Salatsauce verwenden.

Den Skrei schneidest Du in schmale Streifen. Er wird lediglich mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Butterschmalz gebraten. Zuerst einige Minuten auf der Hautseite, dann 1-2 weitere Minuten auf der Fleischseite.

Fürs Anrichten hast Du auch noch pro Person eins bis zwei Büschchen Feldsalat besorgt.
Nun geht es los. Von jeder Sorte Gemüse legst Du 3 Stifte auf den Teller. Von der Meerrettichmousse stichst Du pro Person mit zwei Esslöffeln eine Nocke ab. Nun legst Du den Feldsalat an und träufelst über den Teller einige Tropfen von dem Petersilienöl.
Jetzt noch auf jedes Gemüsepäckchen ein Stück Fisch legen und schnell servieren eh der Fisch kalt ist.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Ein Forellenhof ganz in der Nähe, das muss man doch nutzen…

Seit Monaten sage ich zu Herrn GB, wir müssen unbedingt zu diesem Forellenhof, der auf der anderen Seite der Ruhr ist, fahren. Herr GB als zuvorkommender Gatte, erfüllt mir jeden Wunsch und wir fahren dort hin. Bei unserem ersten Besuch waren wir zu früh (Du weißt schon Öffnungszeiten und sonn Gedöns), beim zweiten Mal waren Betriebsferien, doch der dritte Anlauf war dann endlich erfolgreich und sie hatten geöffnet.
Was uns erwartete, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt.
Nicht einfach Fischteiche, Räucherkammer und Verkaufstresen.
Ein richtig nettes kleines Lokal mit einer sehr schönen Speisekarte.
Wie hier kann man auch essen!?
Gegessen haben wir dort nicht, aber ganz hervorragende geräucherte Forellen und einen sehr schmackhaften geräucherten Saibling erworben. In welcher Form die den Weg auf unseren Tisch gefunden haben erzähle ich Euch demnächst. Aber was dieser Besuch noch so mit sich brachte war sehr interessant. Wir sind mit den Besitzern ins Gespräch gekommen und die Infos über ihre Produkte, über ihr Anwesen, die Art der Vermarktung, was und wie sie ihre Produkte anbieten hat uns begeistert. Um es für Euch auf den Punkt zu bringen, es geht nicht nur Geräuchertes über den Tresen, auch frisch geschlachtete Forellen, Lachsforellen und Saiblinge sind im Angebot. Das halten wir im Hinterkopf.
Tja und jetzt kannst Du Dir sicher schon denken was passierte. Wieder einige Wochen später, eine Idee nahm ihren Lauf.
Irgendwo hatte ich mal von Lachsforelle auf Rieslingkraut gelesen. Bei mir wurde kurzerhand daraus ein Filet und aus dem Rieslingkraut ein Rieslingrahmkraut.
Noch schnell ein Wan Tan dazu und fertig. Aber jetzt musste ich erstmal eine vernünftige Lachsforelle bekommen. Jetzt kommt wieder der Forellenhof ins Spiel. Ein Anruf genügte und die Forelle, die zum Zeitpunkt des Anrufs noch ihre morgendlichen Bahnen schwamm, lag pünktlich zur vereinbarten Zeit filetiert abholbereit. Jetzt sag mal, geht es noch frischer und regionaler?
Was ich daraus gemacht habe? Schau mal!
Lachsforellenfilet auf Rieslingrahmkraut und Blutwurst-Apfel Wan Tan
Rieslingrahmkraut:
500 g gewaschenes Sauerkraut
1 Zwiebel in ganz feine Streifen geschnitten
1 Esslöffel Butterschmalz
200 ml klare Gemüsebrühe
200 ml trockener Riesling
1 mittelgroße rohe mehlige Kartoffel, fein gerieben
70 g säuerlicher Apfel, ebenfalls fein gerieben
5 Wachholderbeeren
2 Nelken
3 kleine Lorbeerblätter
200 g Crème fraîche
Salz und Pfeffer
Im erhitzten Butterschmalz die Zwiebelstreifen glasig dünsten. Das Sauerkraut zugeben und auch ganz kurz andünsten. Mit dem Wein und der Brühe ablöschen. Die Gewürze, wie auch den geriebenen Apfel als auch die geriebene Kartoffel zugeben. Mit Salz und Pfeffer etwas würzen und mit geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten auf kleiner Temperatur garen.
Die Gewürze entfernen und Crème fraîche unterrühren. Evtl. nochmals abschmecken. 
Blutwurst-Apfel Wan Tan:
Wan Tan-Blätter
1 Esslöffel Butter
1 Schalotte, ganz besonders fein gewürfelt
3 Esslöffel fein gewürfelte Blutwurst
½ säuerlichen Apfel fein gewürfelt
1 Teelöffel Thymianblättchen
1 verquirltes Ei
Butterschmalz
Butter auslassen und die Schalottenwürfel glasig dünsten. Die Blutwurstwürfel und Apfelstückchen zugeben und mit Thymianblätter würzen. Alles gut vermischen und 10 Minuten dünsten. Die Wan Tan-Blätter auslegen und in die Mitte jeweils einen Teelöffel Blutwurstmischung geben. Die Ränder vom Wan Tan-Blatt mit den verquirlten Ei bestreichen und zu einem Dreieck zusammen falten.
Die Wan Tan-Taschen in heißem Butterschmalz von beiden Seiten fritieren.
Das Lachsforellenfilet mit etwas Salz und Pfeffer würzen und in Butter, mit der Haut zuerst, braten.
Das Rieslingrahmkraut auf Teller anrichten, darauf das gebratene Lachsforellenfilet legen und mit einem Wan Tan obenauf dekorieren. Noch ein Salatblättchen anlegen und fertig.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Jäger, Sammler, Männeressen, oder einfach Büdchenschnitzel …



Frage jeden Mann den du kennst, ob er Schnitzel mag und ich bin überzeugt der eine oder andere bekommt leuchtende Augen und Speichelfluss. Männeressen!
Herr GB ist auch so einer, er liebt Schnitzel und es gab Zeiten, da hätte er wohl kaum eine Woche überstanden, ohne nicht wenigstens einmal ein Schnitzel gegessen zu haben. Natürlich ganz klassisch das Wiener. Heutzutage ist der Speiseplan wesentlich vielseitiger geworden und der Fleischkonsum weitaus geringer. Aber wenn es ein Schnitzel sein soll, dann gibt es unverändert ganz klare Vorgaben. Kalb, Panade und Buttergeschmack. Dem Drumherum sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, da darf ich meinen Phantasien freien Lauf lassen.
Passend zur Schnitzeljagd beim Peter, lag im Büdchen ein Schnitzel auf dem Teller. Was für ein Zufall.
In Peters Kochtopf wurde zur Schnitzeljagd aufgerufen und ihm ist jedes Schnitzel willkommen.
Blogevent Schnitzeljagd
Da hat der eine oder andere schon ganz schön gezaubert und bei jeder weiteren Schnitzelpräsentation lief mir das Wasser im Mund zusammen. Denn nicht nur Herr GB liebt Schnitzel.
Also vom Peter animiert, habe ich nicht nur für den Gatten und für mich ein Schnitzel gebraten, sondern der Peter bekommt auch etwas ab. Wenn auch nur den Beitrag und die Bilder, aber er wollte es ja so und nun kann er alle Beiträge beherzt sammeln.
Aus dem Büdchen gibt es Büdchenschnitzel auf Wildkräutersalat mit Kirschenvinaigrette und Polentanocken
Zutaten Schnitzel:
2 Kalbschnitzel aus der Oberschale
Mehl
Ei
Paniermehl
1 - 2 Esslöffel geschlagene Sahne
Gewürzmischung: Salz, Pfeffer, Senfkörner, Koriandersamen, etwas Chili, Paprika, Knoblauch
Butterschmalz, oder halb Öl und Butter, aber reichlich!
Die Gewürzmischung mörsern oder fein mahlen. Das Ei zusammen mit der Gewürzmischung und der Sahne verschlagen.
Die Schnitzel gut mit Küchenrolle abtrocknen.
Jetzt baust Du Dir eine Panierstraße.
Einen Teller mit Mehl, einen mit dem verschlagenen Ei und den Dritten mit Paniermehl. Das Kalbfleisch erst in Mehl wenden und etwas abklopfen, dann in dem Ei wenden und zu guter Letzt ab ins Paniermehl. Die Panade nicht andrücken, sonst geht sie nicht auf!
Das Fett hast Du bereits in einer großen Pfanne erhitzt. Nun die Schnitzel hinein, sie müssen schwimmen können. Du denkst jetzt sicher, boah so viel Fett! Ja, so muss das, keiner hat gesagt dass Schnitzel ein Diätessen ist!!!
Also die Dinger schwimmen und nun kommt der richtige Trick, mit einem Esslöffel schaufelst Du immer wieder das heiße Fett auf die Oberseite der Schnitzel, selbstverständlich drehst Du sie auch mal um und lässt sie von der anderen Seite braten. Schließlich muss sich ja die ganze Panade mit Fett vollsaugen! *hüstel*
Aber wie gesagt, immer wieder mit heißem Fett begießen! Ein richtig gutes Schnitzel erkennst Du an der luftigen Panade, richtige Luftblasen müssen entstehen. Dieses angeklatschte gepresste Zeugs ist nicht richtig. Sind die Schnitzel goldbraun gibst Du sie auf einen Teller den Du mit Küchenrolle ausgelegt hast. Die Küchenrolle saugt einiges von dem Fett auf. Also Du kannst Dich wieder beruhigen.
Jetzt kommt der diätische Ausgleich, Wildkräutersalat:

Wildkräuter pro Person eine Handvoll (Sauerampfer, Löwenzahn, Giersch etc.)
1 Teil Zitronensaft
1-2 Esslöffel Kirschbalsamessig, oder Himbeeressig
Salz, Pfeffer,
½ Teelöffel Zucker
3 Teile Walnussöl
½ Schalotte kleingewürfelt
2 Esslöffel Gartenkräuter (Petersilie, Dill, Schnittlauch, Kerbel etc.)
Wildkräuter waschen und trockenschleudern. Salz, Pfeffer und Zucker im Zitronensaft auflösen. Kirschbalsamessig zugeben. Das Walnussöl unterschlagen.
Die Gartenkräuter und die Schalottenwürfel hinzufügen und über die Wildkräuter geben.
Kleiner Tipp: Wildkräuter mögen Frucht und Süße, also es ist auch durchaus okay etwas mehr zu süßen. Probiere es einfach aus.

Für die Polentanocken kochst Du 500 ml Wasser und da rührst Du 100 g Polentagrieß hinein. Polenta wird kräftig mit Salz gewürzt und dann muss er ausquellen. Eh die Polenta zu fest wird müssen schnell noch zwei Esslöffel Butter untergerührt werden und dann die Polenta luftig aufschlagen.

Den Salat mit der Vinaigrette beträufeln und zusammen mit den Schnitzeln und den abgestochenen Polentanocken anrichten. Na, dann lass es Dir mal schmecken.

Dienstag, 24. Februar 2015

Jutta kocht vor, Kartoffelpüree mit Zitronennote an geräucherten Lachs und marinierten Radieschen, oder so ähnlich…

Ich hab mir gedacht, was die Jutta kann, kann ich schon lange und jetzt mal ganz ehrlich! Wir haben alles gegeben! Wobei es für uns nun auch nicht wirklich so unmöglich war, es nicht zu schaffen. Juttas Vorkochen hat nichts mit der Vorratshaltung zutun, oder so. Es war auch nur bedingt so, dass sie vorkochte und ich nach, aber irgendwie ging es dann doch um etwas ganz anderes.
Ach warte, ich erzähl mal von Anfang an.
Jutta, ich nehme an Du kennst Jutta? Jutta hat gekocht. Das an sich ist nichts Ungewöhnliches. Das was Jutta gekocht hat war wiederum eine schöne Anregung um es nach zu basteln, sehr delikat und äußerst schmackhaft, aber auch das ist nichts Ungewöhnliches, denn so kennen wir Jutta. Doch eine Speise die für 4 Personen vorgesehen ist, mit 2 Personen zu verputzen, das nenne ich mal ne Hausnummer.
Jutta hat mit ihrem Gatten vorgelegt, also mussten wir auch alles geben! Obwohl unsere Zusammenstellung in einigen Punkten abgewandelt wurde, haben Herr GB und ich so kräftig reingehauen, dass dann letztendlich auch alles verputzt war.
Sag ich doch, was die Jutta kann, kann ich schon lange, zusammengerechnet haben wir also für acht Personen gegessen.
Wie sag ich immer: uns könnte man besser kleiden statt ernähren, das würde preiswerter ;-)

Kartoffelpüree mit Zitronennote an geräucherten Lachs und marinierten Radieschen
Radieschen:
2 Bund Radieschen (die waren klein, ehrlich)
4 Esslöffel Grenadine
20 g Zucker
100 ml Apfelessig (Jutta hatte Walnussessig)
1 Esslöffel Kirschbalsamessig (nur wenn Du hast)
Radieschen fein hobeln. Apfelessig, Zucker und Grenadine mischen und aufkochen. Den Kirschbalsamessig zur Marinade geben und unterrühren. Alles über die Radieschen gießen und ziehen lassen.
Kartoffelpüree mit Zitronennote
600 kg Kartoffeln, mehlig
Ca. 150 ml -250 ml klare Gemüsebrühe
1 Esslöffel Rapsöl
Salz und einen Hauch Pfeffer
Gut einen Esslöffel geriebene Zitronenschale, kann auch mehr sein.
Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Die Kartoffeln abgießen und mit einem Kartoffelstampfer stampfen. Das Rapsöl untermischen. Nach und nach die Gemüsebrühe in den Stampf rühren. Da musst Du schauen wieviel Deine Kartoffeln aufnehmen, es kann auch sein, dass die 250 ml Brühe nicht reichen und Du mehr benötigst. Die Konsistenz sollte schön cremig bzw. geschmeidig sein. Nun noch die geriebene Zitronenschale untermischen und fertig.

Pro Person ein Stück Graved Lachs von ca. 150 g

Die Radieschen abtropfen lassen und zusammen mit dem Kartoffelpüree auf einen Teller anrichten. Den Lachs anlegen, oder wie Jutta es gemacht hat, mit geräucherter Forelle belegen. Als Deko Petersilie oder sonstige grüne Blättchen auf die Kartoffeln stecken und servieren.
Ach ja, ich habe Juttas Tipp beherzigt und die Radieschen auf dem Teller mit etwas Salz bestreut, das war perfekt.

Dienstag, 11. November 2014

Ich habe den Kaffee auf, oder Hähnchenschnitzel mit Gemüse in Kaffeesauce…

…bist Du eher ein Kaffeetrinker oder doch lieber ein Teegenießer? Also ich habe mich mit der Zeit eher zum Teetrinker entwickelt. Geplant war das so nicht, früher habe ich täglich mindestens eine Kanne Kaffee getrunken, aber jetzt nur noch so zwei große Tassen. Okay, wenn es Kuchen gibt kann es auch mal mehr sein und während der kalten Jahreszeit, die wir derzeit zweifelsohne haben, auch wenn sich draußen die Temperaturen noch immer im zweistelligen Bereich tummeln, brauche ich den Kaffee morgens nur schon alleine um wach zu werden.
Letztens ist mir mal eine Kaffeelektüre in die Hände gefallen. So ein kleines Heftchen mit Unmengen an Informationen über die schwarzen Bohnen. Wo er überall angebaut wird, über die unterschiedlichsten Zubereitungsarten, Aufklärungen der verschiedenen Röstungsarten und natürlich in welchen Rezepten er in der Küche verwendet wird.
In Desserts wird er ja sehr häufig verwendet. Beim Kaffeeeis angefangen, über Espressomousse, Cappuccinoparfait bis hin zur Mokkatorte und andere Köstlichkeiten ist das ja nichts Neues. Aber von Kaffeechips zu Fisch hatte ich bisher noch nichts gehört und auch nur am Rande von einer Kaffeemarinade in der Fleisch eingelegt wurde. Doch richtig interessant fand ich Gemüse in Kaffeesauce. Das Rezept habe ich aufs Büdchen zugeschnitten und ich muss sagen, echt toll! Erst konnte ich es mir gar nicht so recht vorstellen, aber in der Kombination zu den Hähnchenschnitzeln hat es mich vollkommen überzeugt.
Ach ja, außerdem ging es rasend schnell, ist alltagstauglich und entsprach auch dem Geschmack von Herrn GB. Aber der mag Kaffee sowieso sehr gerne.
Hähnchenschnitzel mit Gemüse in Kaffeesauce
4 Geflügelfilets
3 kleine Zucchini
2 Bund Frühlingszwiebeln
6 mittelgroße Möhren
1 Ei
Mehl
Salz, Pfeffer
Butter und Erdnussöl zu gleichen Teilen
1/8 Liter Weißwein
1/8 Liter Espresso
30 ml Portwein
1 Teelöffel braunen Zucker
1 -2 Messerspitze/n Zimt
Saft einer halben Zitrone
Zitronenzesten
1 Esslöffel glatte Petersilie fein gehackt
Die Geflügelfilets mit Pfeffer und Salz würzen. Das Ei in einem tiefen Teller mit einer Gabel kräftig aufschlagen. Das Mehl ebenfalls auf einen Teller geben. Nun das gewürzte Filet mit Ei und Mehl panieren. Butter und Erdnussöl erhitzen und die panierten Geflügelfilets rundherum braun braten. Die gebratenen Filets zur Seite stellen und warm halten.
Das Gemüse putzen und in gleichgroße, mundgerechte Stücke schneiden. Die Gemüsestücke im restlichen Fett in der Pfanne unter rühren einige Minuten braten. Mit Portwein ablöschen, den Zucker zugeben, zusammen etwas einkochen lassen und dabei leicht karamellisieren. Mit dem Weißwein und dem Espresso ablöschen. Mit Zimt nach Geschmack würzen. Die Zitronenzesten unter mischen und ggf. mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Die gebratenen Geflügelfilets auf das Gemüse geben, mit Zitronensaft beträufeln und zugedeckt zusammen mit dem Gemüse knappe 5 bis 10 Minuten garen bzw. wärmen.
Wer gerne eine Beilage möchte, sollte sich etwas Wildreis dazu kochen. Alles zusammen mit der glatten Petersilie anrichten.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Erst Panne dann Penne, oder Orangenbutternudeln und andere Gewinne…

…Du glaubst nicht was hier in der letzten Woche los war. Erst war ich mega sauer weil der achso geliebte Paketbringmann ein Paket verschlammt hatte. Im Paket steckte das Geburtstagsgeschenk für Herrn GB. Also gab es zum Geburtstag ein Notgeschenk. Das wiederaufgefundene Präsent gibt es jetzt vom Christkind. Wie sich dann doch noch herausstellte war für die Schlamperei auch nicht der Lieblingspaketbringmann verantwortlich (hätte ich mir auch gar nicht denken können) sondern seine Urlaubsvertretung. Liebe DHL, die Urlaubsvertretung braucht Ihr mir nicht mehr schicken!!!
Dann habe ich mir ein Kochbuch bestellt das schon seit Jahren in meinem Regal steht, aber unter anderem Titel. Wer billig kauft, kauft zweimal. Und zu guter Letzt waren die Marshmallow, die ich ausprobiert habe, etwas für die Tonne. Aber das erzähle ich Euch demnächst.
Eine Woche voller Pannen und dann der Wochenhöhepunkt der alles heraus gehauen hat.
Ich habe gewonnen!!! Kannst Du dich erinnern, ich habe bei PE von oberstrifftsahne beim Würzevent mitgemacht und wurde prompt von ihrem Glücksboten aus dem Lostopf gefischt. Dann am letzten Freitag, der Höhepunkt der Woche, jetzt kommt wieder mein Lieblingspaketbringmann ins Spiel, erhalte ich das gewonnene Paket mit den köstlichen Produkten der Firma activcooking, Du weißt schon, dieses junge Unternehmen mit der tollen Idee, Catering im Baukastensatz, oder so ähnlich. Du solltest Dich auf jedem Fall mal hier informieren, denn dort findest Du auch die fantastischen Zutaten die ich in meinem Päckchen hatte. Im September beim Kochtreffen hatte uns Frau PE in homöopathischen Dosen von dem genialen Orangenöl probieren lassen und mir klingt es noch immer in den Ohren, wie sie schwärmte. So und jetzt schwärme ich Frau PE, hörst Du!?
Direkt noch am Freitag war es beschlossene Sache, damit wird gekocht und zwar sofort! Nicht gleich mit allen Zutaten, aber das Orangenöl, das musste sofort herhalten, okay bis Samstag musste es sich gedulden.
Im Kühlschrank lag noch ein Hokkaido-Kürbis, Bandnudeln lungern immer im Schrank herum und am Samstag auf dem Markt jaulten die Jakobsmuscheln dass sie unbedingt mit ins Büdchen wollten. Ungern lass ich mich lange bitten!
Die Bandnudeln wurden zu Orangenbutterbandnudeln, der Kürbis machte Bekanntschaft mit dem großen, scharfen Messer und wurde zu Coulis geschnibbelt und eine Orange schäumte vor Wut, weil ich sie auspresste wie eine Zitrone.
Also nochmal zum Mitschreiben:
Orangenbutternudeln mit Kürbis-Coulis an Orangenschaum auf Jakobsmuscheln.
Zutaten:
Pro Person 3 Jakobsmuscheln
Feine Bandnudeln
½ Hokkaido-Kürbis
Rapsöl
Gemahlenen Koriandersamen
Gemahlenen Fenchelsamen
Salz, weißer Pfeffer, Cayenne
¼ Bund Petersilie
50 ml frischen Orangesaft
50 ml Sahne
Orangenöl
1 Esslöffel Butter
Bandnudeln kochen.
Den Kürbis mit Schale in kleine Coulis schneiden. Rapsöl erhitzen, den Kürbis anbraten und mit Koriandersamen, Fenchelsamen, Salz, Pfeffer und Cayenne würzen.
Orangensaft mit der Sahne erhitzen, mit einem Pürierstab aufschäumen und mit einem ½ Teelöffel Orangenöl würzen. Ggf. nochmals aufschäumen.
Die Jakobsmuscheln mit einem Hauch Cayenne würzen und in erhitztem Rapsöl von beiden Seiten zügig gar braten.
Die gekochten Bandnudeln mit der Butter mischen und mit einen ½ Esslöffel Orangenöl aromatisieren. Die Petersilie fein hacken und ebenfalls unter die Bandnudeln geben.
Die Orangenbutternudeln zusammen mit den Kürbiscoulis, den Jakobsmuscheln und dem Orangenschaum anrichten.


Mittwoch, 22. Oktober 2014

Herbstessen, Spitzkohlauflauf mit Bier…

…hast Du es auch schon gemerkt, er gibt sich alle Mühe sich unbeliebt zu machen. Ungemütlich, unangenehm stürmisch und unberechenbar. Morgens noch nett und freundlich, mittags so lala und abends, ja abends wenn es eigentlich nett werden sollte, dann haut er mal so richtig rein und versaut Dir den Feierabend. Von den Wochenenden will ich gar nicht reden. Hast Du dich gerade auf richtig schöne leuchtende Stunden gefreut, wird es genauso wie Du es im Leben nicht wolltest, trübe und unausstehlich grau. Du fragst Dich die ganze Zeit von wem oder was ich hier herum fasle? Vom Herbst natürlich! Er treibt es im Moment nicht nur recht bunt, sondern auch stürmisch. Wobei mal so ganz unter uns, ich mag den Herbst ja ausgesprochen gerne. Der Geruch von feuchtem Laub, im Wald duftet es nach Pilzen und der Appetit auf herzhafte Gerichte steigt von Tag zu Tag. In Weingegenden duften ganze Orte nach geerntetem Wein der frisch angesetzt wurde. Und dann die weiten Felder voller Kohl.
Herbst hat genauso einen ganz speziellen Duft wie jede andere Jahreszeit auch, aber eben vergleichbar mit Nichts. Herbst ist halt Herbst und riecht auch wie Herbst. Und mein Spitzkohlauflauf mit Bier schmeckt auch am besten jetzt. Okay, vielleicht auch noch in den Wintermonaten, aber dann ist auch gut. Im Frühling tischen wir dann wieder etwas Frisches auf, aber bis dahin dauert es noch einige Monate und deshalb gibt es den heute, hier und jetzt.
Den Spitzkohlauflauf mit Bier:
1 kg Spitzkohl fein gehobelt
250 g Schinkenwürfel
3 Zwiebeln in kleine Würfel
Rapsöl
1 Flasche 0,5 Liter Alt-Bier
400 g Schmand
3 Eier
Pfeffer, Salz, Muskatnuss
1 Teelöffel Zucker
8 mittelgroße Pellkartoffeln
Nochmal 2 Zwiebeln in Ringe geschnitten
2 Esslöffel Rapsöl
1 Esslöffel Butter
Rapsöl in einen großen Topf geben. Zwiebel- und Schinkenwürfel leicht dünsten bis die Zwiebelwürfel glasig sind. Nun den fein gehobelten Spitzkohl zugeben, den Zucker untermischen und anbraten.
Das muss schnell und auf hoher Temperatur geschehen. Nun mit der Hälfte des Altbiers ablöschen und einkochen lassen. Wenn das Bier herunter gekocht ist, den Rest des Alts zugeben. Nochmals aufkochen lassen.
Die frisch gekochten Pellkartoffeln heiß schälen, grob in Scheiben schneiden und leicht quetschen. In eine große Auflaufschale geben. Die Kartoffeln mit Salz und Pfeffer würzen. Die Spitzkohlmischung mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf die Kartoffeln geben. Den Schmand und die Eier verquirlen, mit Pfeffer, Salz und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Die Eiermischung über den Spitzkohl gießen und die Auflaufschale in den vorgeheizten Backofen stellen. Den Auflauf bei 180°C gute 30 Minuten garen, zwischendurch mal schauen das er nicht zu braun wird, sonst mit Alufolie abdecken.
In einer kleinen Pfanne Rapsöl und Butter erhitzen und im Fett die Zwiebelringe braun frittieren.
Anrichten: Jeweils eine Portion von dem Auflauf auf einen Teller geben und mit den braunen Zwiebelringen belegen, fertig!