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Donnerstag, 4. Februar 2016

Ohne ihn geht nichts, oder Auberginenröllchen in Paprikaingwerrahm…

…hast Du jetzt echt gedacht ich wäre schon fertig mit ihm? Mit ihm, der Dir die Erkältung vom Hals halten soll, Dich vor Reisekrankheit bewahrt und Dich jedes Bauchweh ruck zuck vergessen lässt, oder gar schon im Vorfeld der Verhinderer für Magendrücken ist!? Witzige Vorstellung!
Hehe, wir sind zwar schon im Februar angekommen – ja, echt jetzt, der Januar ist schon vorbei – aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
Wer hat sich nicht schon alles in der fünften Jahreszeit, an den tollen Tagen, die dollste Grippe eingefangen.
Nee, nee, ich zieh das jetzt durch. Jeden Tag gibt es eine kleine Portion, mal im Essen, mal im Getränk.
Falls Du Dich fragst von wem ich spreche, ich habe den Ingwer noch immer nicht verbraucht.
Na so ganz ist das ja auch wieder nicht richtig, ich besorge mir eher ständig Nachschub, denn die Wurzeln sind nicht wirklich für lange Lagerung geeignet. Im Kühlschrank verschimmeln sie, draußen im Gewächshaus werden sie wie Gummi, im Keller werden sie holzig und eingefroren verlieren sie an Geschmack. Sand, oder Blumenerde mögen diese Diven auch nicht. Als nächstes werde ich sie einfach mal in Scheiben schneiden, in Gläser schichten, mit Wasser auffüllen und einkochen. Mal sehen wie das wird, ich werde berichten. Aber im Moment verwende ich ihn frisch!
Und frisch heiß, er wird fein gerieben und anschließend durch ein Sieb gestrichen. Ja, ich weiß, habe ich schon tausendmal erwähnt und nein, ich habe keine kaputte Schallplatte verschluckt (falls Du überhaupt weiß was eine Schallplatte ist) auch wenn es Dich nervt, nochmals, streiche den Ingwer durch ein Sieb, die Fasern zwischen den Zähnen zu haben ist KEIN Vergnügen.
Und noch eins, dosiere vorsichtig!!! Ich sag das nicht umsonst, Folgende Geschichte: Der Mitesser Lebensabschnittsbegleiter einer Kollegin, Bekannten, oder sonst irgendeiner mir bekannten weiblichen Person war der Meinung er müsste in den Töpfen der besagten weiblichen Person rühren. Gerne wird Ingwer in Kürbissuppen verwendet, wohl auch in diesem Fall ging es um Selbige.
Herr Lab (Lebensabschnittsbegleiter) fühlte sich fürs Würzen verantwortlich und meinte ein großes Stück Ingwer müsste in die Suppe. Frei nach dem Motto, nicht kleckern, sondern klotzen. Ende vom Lied. Die Familie war am………… Abend des Verzehrs echt übel dran. Die weibliche Person, dessen Kind wie auch der würzende Herr Lab mussten sich übergeben und seitdem ist der Ingwer, der Kürbis und die Kürbissuppe von den Herrschaften auf immer und ewig in die Verbannung geschickt.
Schade um ihn, also um den Ingwer.
Doch hier in der Büdchenküche kommt er weiterhin zum Einsatz, aber was erzähl ich Dir, Du liest es ja ständig.
Heute ist er mal wieder versteckt. Versteckt im Paprikarahmsößchen, wie genau kommt jetzt.
Auberginenröllchen in Paprikaingwerrahm
2 Auberginen in dünne Scheiben geschnitten
2 Esslöffel Balsamicoessig
Salz
50 ml Olivenöl
½ Liter Gemüsebrühe
70 g Polenta
200 g fein geriebener Parmesan
1 rote Paprikaschote
1/8 Liter Weißwein
1/8 Liter Sahne
1 Esslöffel geriebener Ingwer
Die Auberginenscheiben mit Salz und Balsamicoessig würzen. Mit Olivenöl beträufeln und auf ein Backbleck legen. Im Backofen bei 160°C Heißluft im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten weich garen. Zwischenzeitlich die Gemüsebrühe erhitzen und Polenta einstreuen. Etwas stocken lassen und anschließend, bis auf 3 Esslöffel, Parmesan in die Polenta rühren.

Die Auberginenscheiben mit der Polenta bestreichen und aufrollen.
Die Röllchen in eine Auflaufform legen. Die Paprikaschote putzen und in kleine Würfel schneiden. 
Den Weißwein zusammen mit der Sahne und den Paprika in einen Topf geben und aufkochen lassen. Etwas einkochen und den Paprika weich garen. Den Ingwer zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Über die Röllchen die Paprikarahmsauce gießen. Die restlichen 3 Esslöffel Parmesan aufstreuen. Die Auflaufschale in den vorgeheizten Backofen stellen und bei 190° C ca. 15 bis 20 Minuten backen. Zusammen mit Weißbrot und einem Glas Weißwein servieren.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Mit frischem Grün den Frühling locken, oder Spaghetti mit Basilikum im Winter…

…neulich hatte ich es eilig, ist ja jetzt auch keine Seltenheit bei mir. Ich glaube, ich lasse mich zu sehr vom Zahn der Zeit einwickeln. Wenn es um mich herum schnell zugeht, springe ich auf den Zug auf und fahre mit. Also ich bin jetzt nicht mit der Deutschen Bahn unterwegs gewesen, bei denen geht es ja eh etwas ruhiger zu *hüstel*, sondern ich meine mit Zug aufspringen, dass ich mich gerne anstecken lasse. Also jetzt nicht in allen Lebenslagen, nö, ganz im Gegenteil, da bin ich immer zum Leidwesen meiner Mitmenschen, sehr fest in meinem Standpunkt. Aber wenn ich z. B. auf der Autobahn bin, fahre ich selten rechts, immer bin ich auf der Überholspur. Mehr oder weniger angesteckt von den anderen Rasern. Du kannst jetzt denken, was Du willst, aber auf Butterfahrt habe ich nun wirklich keine Lust und auch keine Zeit. Und schwupp, sind wir wieder bei der lieben Zeit die einem quasi durch die Finger rinnt.
Ich habe oft einen straffen Zeitplan, nicht in der Küche, da hab ich Zeit. Auf dem Markt, da hab ich Zeit. Im Urlaub, da hab ich Zeit. Für meine Liebsten um mich herum, da hab ich Zeit. Für die Kollegin die ein offenes Ohr braucht, da hab ich Zeit. Aber eben nicht im alltäglichen Leben, wenn die Zeitfresser zuschlagen. Das macht mich ärgerlich und Zeitfresser versuche ich zu umschiffen umfahren. Staus z.B. sind manchmal total unerklärlich. Da stehen Autos angereiht kilometerweit auf der Autobahn herum, frei nach dem Motto *aber natürlich dürfen Sie hier parken, was sollte man sonst den ganzen Nachmittag machen* und Du kommst nicht vorbei und parkst stehst auch. Dann bekommst Du Hunger, gedanklich gehst Du den Kühlschrank durch und anschließend die Vorratsschränke. Auf Deiner Reise triffst Du Mozzarella und Spaghetti, auf der Fensterbank steht noch ein Töpfchen angewelkter Basilikum. Der Parmesan lungert sowieso immer in Deinem Kühlschrank rum, ein Stück Ingwer ist noch von der letzten Erkältungsabwehraktion übrig. Creme fraiche, Zitronen, Pinienkerne und Olivenöl gehören eh ins Standardvorratsprogramm. Vor meinem geistigen Auge sehe ich einen hübsch angerichteten Teller voller Spaghetti. Eigentlich genau das Richtige nach einem frustrierenden Stau auf der Autobahn. Unterwegs habe ich noch einen kurzen Stopp beim Gemüsehändler gemacht, um das gammelige Kraut zuhause mit frischem zu unterstützen. Okay, das Basilikum was ich erstehen konnte war jetzt nicht das, was ich mir vorgestellt hatte, aber wir haben eben auch noch Winter.
Jetzt kannst Du Dir vorstellen wie schnell ich das Essen fertig hatte, oder!? Und soll ich Dir was sagen, so ein Stau kann auch durchaus sehr bereichernd sein. Da fallen mir durchaus auch mal ganz gute Rezepte ein.
Spaghetti mit Basilikumingwerpesto in Zitronenrahm:
Spaghetti pro Person 125 g
Saft einer ½ Zitrone
150 g Creme frâiche
100 g Basilikum
30 g Pinienkerne
Ein Stück Ingwerknolle, daumengroß, fein gerieben
75 ml Olivenöl
3 Esslöffel fein geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer
Pro Person einen kleinen Burrata
Spaghetti bissfest garen, abgießen und in den Topf zurück geben. Creme frâiche zusammen mit dem Zitronensaft zu den Spaghetti geben und gut verrühren.
Für das Pesto das Basilikum, die Pinienkerne, den geriebenen Ingwer, das Olivenöl mit dem Stabmixer zerkleinern. Den Parmesan unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Spaghetti zusammen mit dem Burrata und dem Pesto anrichten und servieren.


Donnerstag, 14. Januar 2016

Ein Huhn kommt selten allein, oder Landhuhn trifft Ingwer…

…haa, Du denkst jetzt bestimmt ich will Dir was von einer Hühnersuppe berichten in der ich Ingwer ausgekocht habe, so frei nach dem Motto, doppelt gemoppelt hält besser.
In der Erkältungszeit Hühnersuppe zu essen ist ja nicht das verkehrteste und dann auch noch Ingwer, da halten keine Erkältungskrankheiten stand – sagt man.
Aber all die guten Gesundheitstipps will ich gar nicht weiter geben, da gibt es richtig schlaue Leute die das besser können.
Ich habe Dir ja gestern schon von so einigen netten Menschen in meinem Umfeld erzählt. Partout wollen sie Rezepte von mir haben. Ich zeige ihnen ein Bild von meinem Mittagessen und zack kommt die Frage *Gibt es ein Rezept?* Ganz Clevere würden sich am Liebsten direkt an meinen Tisch beamen und über Töpfe und Teller herfallen.
Nun das Büdchen ist ja kein Restaurant, auch wenn es da solche Experten gibt, die mir das immer noch nicht glauben.
Aber nehmen wir mal an es wäre anderes, dann hätte ich für mein Landhuhn einige Gäste locken können. Ob sie genauso begeistert wären wie der Gatte und ich kann ich ja nun nicht sagen, denn wir haben es ja alleine gegessen, aber auf einen Versuch käme es garantiert mal an. Also jetzt nicht hier bei mir, sondern Du kochst es und berichtest mir, ob es geschmeckt hat, oder nicht. Aber Du musst Dir schon mindestens die gleiche Mühe machen, die ich mir gemacht habe. Mein Huhn hat quasi eine Wellnessbehandlung vorher bekommen. Wie in einem Hühnerkosmetiksalon wurde es behandelt. Erst mit frischem GesichtsWasser gereinigt. Dann das die eine oder andere Haar Feder gezupft. Eine Massage mit Duftöl guter Butter bekommen, anschließend ein Peeling mit Meersalz.
Als Krönung wurde es auf einem Meer aus Rosen Kartoffeln, Karotten, Ingwer und Zitronen gebettet. Und damit die Wellnessbehandlung rund wurde, ging es eine Zeitlang gut temperiert auf dem Wasserbett mit Weißwein angegossen ins Solarium in den Backofen. Tiefenentspannt und knackig gebräunt konnte es anschließend seinem ganz großen Auftritt entgegenfiebern. Ach Fiebern ist ja doof, wir hatten doch mit Ingwer vorgebeugt. Also das Huhn faszinierte in seiner ganzen Darbietung, aber wie man es richtig zubereitet kommt jetzt:
Landhuhn mit Ingwerzitronenkartoffeln:
1 dickes geputztes Landhuhn
Meersalz
100 g Ingwer, geschält und in Stücke geschnitten
300 g Drillinge (kleine Kartoffeln) gründlich gewaschen, aber mit Schale
2 unbehandelte Zitronen, geviertelt
1 Bund kleine Möhren, geputzt und in 3 cm große Stücke geschnitten
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll geschälte Perlzwiebeln
15 weiße Pfefferkörner
2 Esslöffel Olivenöl
50 g warme weiche Butter
¼ Liter Weißwein
Ingwer, Drillinge, Zitronen, Möhren, Knoblauchzehe, Perlzwiebeln und Pfefferkörner in einen Bräter mit Deckel geben. Den Weißwein angießen. Butter mit Olivenöl vermischen und in die Haut vom Huhn einmassieren. Nun das Huhn mit Meersalz einreiben und in den Topf auf das Gemüse legen. Den Bräter mit dem Deckel verschließen und in den auf 190°C vorgeheizten Backofen schieben. Im geschlossenen Topf das Huhn 1 Stunde garen, den Topf öffnen und 10 bis 15 Minuten unterm Grill nach bräunen.


Mittwoch, 13. Januar 2016

Jetzt ist es soweit, oder wir fangen mal mit Ingwer an…

…wenn Du jetzt denkst ich würde mit guten Vorsätzen das Büdchen wieder beleben wollen, kennst Du mich nicht. Ich opfere mich ja für viele Schandtaten, aber mit Sicherheit nicht für gute Vorsätze am Anfang eines Jahres. Was die Schreiberei angeht, so habe ich ja schon das eine oder andere Mal die Fortsetzungen angekündigt. Aber das es nicht richtig geklappt hat, lag eindeutig daran, dass ich die Kurve nicht bekommen habe. Du weißt schon, eine der wichtigen Zutaten um nicht zu sagen, mir fehlte der Hauptdarsteller des Rezepts. Aber am letzten Wochenende war es dann soweit, ein guter Freund hatte Einsicht mit mir und von ihm habe ich ganz spontan die Kurve bekommen, schaust Du hier:
Was meinst Du, das ist doch schon eine schöne Voraussetzung um in die Küche zu gehen und etwas zusammen zu kochen, oder!?
Aber mit so einer Kurve allein ist es ja jetzt auch nicht wirklich getan. Man muss schon noch einen weiteren Antrieb bekommen. Der kam eigentlich schon im Dezember. Immer wenn ich irgendetwas zusammengekocht, -gerührt, oder -gebacken habe, es auf einer dieser social networking sites zeigte, wurde oftmals nach dem Rezept gefragt. Das für sich ist ja eigentlich schon ein Grund diese Rezepte im Büdchen niederzuschreiben. Dann tauschte ich mich auch noch mit einer ganz lieben Freundin über Ingwerrezepte aus und während ich nach allem was mit Ingwer zutun hatte suchte, wurde mir bewusst wie vielseitig der Ingwer ist.
Dann probierte ich aus!
Wunderschöne schmackhafte Rezepte sind dabei zustande gekommen und auch welche von mir wiederendeckt worden. Na und wie gesund Ingwer ist, brauche ich Dir ja sicher nicht erzählen. Gerade jetzt in der Erkältungszeit ist er nahezu eine der Top-Ergänzung zu Hühnerbrühe und den üblichen Verdächtigen, die die Erkältungen schon im Keim vernichten. Ich habe kandierten Ingwer oder Ingwer mit Schokolade überzogen schon als Kind geliebt. Süß und scharf. Keiner meiner Freundinnen mochte ihn, selbst heute habe ich ihn meistens für mich ganz alleine, ich verstehe gar nicht warum. Auch Herrn GB kann ich von den Ingwerschokostäbchen nicht überzeugen. Er probiert mal, aber dann ist er auch damit durch. Doch ist der Ingwer, egal in welcher Form, in Speisen verarbeitet, schwärmt er geradezu. So auch am letzten Sonntag als ich ihm das Erdnusshähnchen mit Nudeln an Ingwer-Mango-Gemüse präsentierte. Ich hatte ja so meine Bedenken, weil frischer Koriander hinein sollte. Aber ich war clever, nur eine homöopathische Dosis kam direkt hinein ins Gemüse und Herr GB, der dem Koriander ausgelassen entgegen frönte, konnte ihn sich ungebremst aufs Essen schaufeln. Wenn Du auch kein Freund dieses unsäglichen Krauts bist, mach es so wie ich, ansonsten streue es Dir haufenweise oben auf.
Erdnusshühnchen mit Nudeln an Ingwer-Mango-Gemüse:
4 Hühnchenfilets (a´ca.130 -150 g)
Salz, Pfeffer
2 Esslöffel Sesamöl
1 rote Zwiebel
2 Esslöffel Olivenöl
200 g Erbsenschoten
1 große Mango
1 Chilischote, fein gehackt
2 Esslöffel Sojasoße
2-3 Esslöffel gehackten Koriander
50 g Ingwer (gerieben und durch ein Sieb gestrichen)
4 Teelöffel Erdnussbutter
4 Esslöffel gehackte Erdnüsse
150 g Mie-Nudel
Nudeln kochen und zur Seite stellen.
Die Hühnchenfilets salzen und pfeffern und in einer Pfanne in je einem Esslöffel Sesam- und Olivenöl von beiden Seiten bei milder Hitze braten. Aus der Pfanne nehmen, mit der Erdnussbutter bestreichen und warm stellen.
Die Zwiebel schälen, in Streifen schneiden und zusammen mit den restlichen Ölen in der Pfanne, im Bratensatz, anbraten.
Die Erbsenschoten halbieren und zu den Zwiebeln geben. Die Mango schälen und in Würfel schneiden, die Würfel auch in die Pfanne geben. Ebenfalls den Ingwer zusammen mit der gehackten Chilischote zugeben.
Alles zusammen kurz anbraten und mit Sojasoße ablöschen.
Nun noch die Nudeln zufügen und alles gut vermischen.
Jetzt kannst Du den Koriander noch untermischen, oder Du richtest das Nudelgemüse mit dem Hühnchenfilet an und streust zusammen mit den gehackten Erdnüssen den Koriander drüber.


Donnerstag, 23. April 2015

Gute Vorarbeit ist halb gekocht, Pizza Ciabatta mit Frischkäse und Schinken…

Weißt Du womit ich die meiste Zeit in der Küche verbringe? Mit Grundlagenzubereitung! Jetzt fragst Du Dich, was isn das? Das sind die verschiedenen Fonds, Suppen, Grundsoßen, Nudelteige und, und, und…die ich für meine Speise brauche.
Nur durch die guten Vorbereitungen ist es möglich, mal eben ratzfatz im alltäglich Kochleben, schnell etwas auf den Tisch zu bekommen. Eine Vinaigrette und eine Buttersauce steht immer griffbereit im Kühlschrank und neuerdings auch immer ein Würfel Hefe. Denn man weiß ja nie, ob ich nicht mal eben ein Ciabatta backen muss.
Das Ciabatta von neulich ist hier im Büdchen eingeschlagen wie ne Bombe und ich hatte echt Glück dass einige Scheiben übrig blieben, um das mega Rezept von den Pizza Ciabatta ausprobieren zu können. Ich kann Dir was sagen, so schade wäre es gewesen, hätte ich diese kleinen Pizza Ciabatta nicht gemacht. Total schnell gemacht, wenn Du vorgearbeitet hast. Die Variante mit gefrorenen Ciabatta funktioniert übrigens auch sehr gut. Du frierst das Ciabatta scheibenweise ein und auch wieder scheibenweise auf, nur Du musst es direkt backen, auskühlen lassen und sofort einfrieren, dann klappt’s.
Jetzt gehen wir mal ans komplette Rezept.
Also, wie schon geschrieben, Du brauchst einige Scheiben Ciabatta, jetzt noch ein Tomatensugo (der steht bei Dir natürlich auch schon vorbereitet herum) Frischkäse und Parmaschinken und schon kann es losgehen.
Du bestreichst die Ciabattascheiben mit dem Tomatensugo, verteilst jeweils einen Esslöffel Frischkäse auf jede Scheibe und obenauf noch zerpflückten Parmaschinken. Die Ciabatta-Pizzen legst Du auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech und überbackst die Brote 15-20 Minuten bei 250°C im vorgeheizten Backofen Ober-/Unterhitze auf der untersten Schiene.
Auf jedem Fall warm servieren und mit einem Glas Wein ein Genuss, also bereite mal gleich eins, zwei Scheiben mehr zu.

Dienstag, 21. April 2015

Ich sage es jetzt nicht, dass es schon wieder kein Fleisch gab - Blumenkohl in roter Sauce an Kräuterkartoffelpüree mit Backofentomaten…

Eigentlich wäre der Blumenkohl heute noch gar nicht dran gewesen. Aber ich habe eins der bunten Bilder vom Blumenkohl bei Frazebuck veröffentlicht und damit war schon klar, das Rezept muss so schnell wie möglich online.
Jeder kennt sicher Blumenkohl mit brauner Butter oder einer Holländischen Sauce, auch Schinkensahnesauce ist nicht unbekannt, aber wer isst Blumenkohl schon in Tomatensauce!? Tja, und dann auch noch mit einem Kräuterkartoffelpüree. Ein hübscher Teller in den Farben Italiens. Aber es hat nicht nur hübsch ausgesehen, der Geschmack war ebenfalls sehr außergewöhnlich gut und nicht zu Letzt alles in allem recht Figur freundlich und gesund. Ich würde mal sagen, so geht vegetarische Küche, endlich das Zeitalter vorbei, wo Gemüse paniert in Fritteusen baden musste, oder bis zur Unkenntlichkeit in Auflaufschalen geschichtet und mit dicker Sahnesauce überbacken wurden. So jetzt aber genug der Ansprache, hier endlich das Rezept:
Blumenkohl in roter Sauce an Kräuterkartoffelpüree mit Backofentomaten
Kräuterkartoffelpüree:
600 g Kartoffeln
2 Esslöffel gehackte Petersilie
1 Esslöffel gehackte Basilikumblätter
1 Esslöffel fein geschnittener Schnittlauch
1 Teelöffel Thymianblätter, fein gehackt
100 ml Olivenöl
Pfeffer und Salz
Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Die Kräuter mit etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl mischen und mit einem Mixstab fein pürieren. Die Kartoffeln abgießen und etwas Kartoffelwasser auffangen.
Die Kartoffeln stampfen und die Kräuterölcreme zu den gestampften Kartoffeln geben.
Alles gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ggf. etwas Kartoffelwasser angießen und unter das Kartoffelpüree rühren. Aber wirklich nur so viel zugeben, bis das Püree schön geschmeidig und eine einheitliche Masse ist.
Blumenkohl in Tomatensauce:
1 Blumenkohl
1 Zwiebel
1 Esslöffel Öl
1 Esslöffel Butter
500 ml passierte Tomaten
1 Esslöffel Öl
Pfeffer und Salz
Den Blumenkohl putzen und in kleine Röschen teilen, gute 100 g Blumenkohlröschen zurückhalten und in ganz kleine Röschen teilen. Den Blumenkohlstrunk schälen und in kleine Würfel schneiden.
1 Esslöffel Öl mit der Butter in einen Topf geben und erwärmen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und im Ölbuttergemisch glasig dünsten. Die Passierte Tomaten zugeben und mit den Zwiebeln vermischen. Nun die großen Blumenkohlröschen in die Tomatensauce geben und auf kleiner Hitze gar kochen.
Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die kleinen Blumenkohlröschen mit den Blumenkohlwürfeln zugeben. Mit Pfeffer und Salz würzen und kräftig anbraten und anschließen gar ziehen lassen.
Backofentomaten:
Ca. 20 Cherrytomaten
Einige Blätter Basilikum
2 Esslöffel Thymianblätter
3-4 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, Zucker
Olivenöl, oder noch besser wäre Knoblauchöl
Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, abgießen und sofort in Eiswasser geben. Abgießen und die Haut der Tomaten abpellen.
Die Tomaten in eine Auflaufschale dicht nebeneinander legen. Die Kräuter aufstreuen, mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen. Die geschälten Knoblauchzehen zwischen die Tomaten stecken und mit dem Öl beträufeln. Bei 130°C im vorgeheizten Backofen gute 60 Minuten garen. (Übrigens, die Tomaten kann man auch sehr gut auf Vorrat machen, die schmecken auch so sehr lecker)

Anrichten:
Das Kräuterkartoffelpüree in die Mitte eines Tellers geben. Darauf die Blumenkohlwürfel geben. Den Blumenkohl mit der Tomatensauce rund herum zum Püree geben. Darauf noch kleine gebratene Blumenkohlröschen verteilen. Zwischen den Blumenkohl noch die Tomaten anrichten. Fertig, Essen kommen!!!

Sonntag, 5. April 2015

Auf dem Weg in den Frühling mit Lachsspießen und Zitronenkartoffeln…

….wunderschönes Osterwetter das wir im Moment haben, zwar kalt, nur so 6 oder 7,5 Grad, aber die Sonne drängt sich immer mehr in den Vordergrund. Das musste jetzt mal festgehalten werden, denn schließlich ist ein Blog eine Art Tagebuch.
So, nun aber zum eigentlichen Thema, ich habe gekocht! Du denkst jetzt, ach was!? Ja, Lachsspieße mit Zitronenkartoffeln gab es. Die Zutaten hatte ich vom Markt. Dort gibt es einen phantastischen Stand, der italienische Produkte führt und ich alles erhalten habe, was ich für mein Vorhaben brauchte. Schließlich bekommt man auch nicht gleich an jeder Ecke Scamorza, oder Taleggio und das von hervorragender Qualität.
Das Rezept habe ich aus dem Buch von Herrn Henze, es verfolgt mich regelrecht. Es gibt noch so einige ansprechende Rezepte in dem Buch die ich unbedingt nachkochen möchte, hatte ich ja auch schon angedroht.
Also der Scamorza war gekauft und genau den brauchte ich für meine Lachsspieße. Ich habe mir mit den Lachsspießen und den Zitronenkartoffeln regelrechtes Frühlingswetter gekocht. Herrlich frisch und irgendwie frühlingsleicht schmeckte es,, wenn Du es auch mal ausprobieren willst:
Lachsspießen und Zitronenkartoffeln:
4 Pers.
600 g Lachsfilet in Würfel geschnitten
1 Kugel Scamorza ebenfalls in Würfel geschnitten
12 Scheiben Parmaschinken
12 getrocknete Tomaten
12 Salbeiblätter
8 Spieße
Alle Zutaten gleichmäßig verteilt auf die Spieße stecken und die Spieße auf ein Backblech legen.
2 Esslöffel Oliventapenade
2 Esslöffel Olivenöl
1 rote Chilischote, fein gewürfelt
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Alle Zutaten gut vermischen und auf die Fischspieße streichen.
Ich habe die Spieße abgedeckt gute 45 Minuten marinieren lassen, eh ich sie im vorgeheizten Backofen bei 200° C Ober-/Unterhitze auf zweiter Schiene 15 Minuten gegart habe.
Zwischenzeitlich habe ich die Kartoffel zubereitet.

Zitronenkartoffeln:
700 g kleine festkochende Kartoffeln
Salz
Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, abgießen und schälen. Aus folgenden Zutaten eine Gewürzmischung zubereiten.
Saft und Schale einer Bio-Zitrone
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote, fein gehackt
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
In eine Pfanne 5 Esslöffel Olivenöl geben und erhitzen. Die Kartoffeln in die Pfanne geben und die Zitronenmischung auf die Kartoffeln geben. Die Kartoffel von allen Seiten leicht gebräunt anbraten.
Die Kartoffeln zusammen mit den Fischspießen anrichten und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Freitag, 27. März 2015

Fremdländische Tomatensuppe mit einheimischen Hühnchen…

Ich hatte es ja neulich hier verkündet, mindestens einmal in der Woche gibt’s einen Teller oder eine Tasse Suppe. Zwar ist im Moment nun absolut keine Tomatenzeit, aber ich hatte bei meinem Gemüsehändler Herrn Weitz auf dem Markt Aromatomaten gekauft. Die stammten zwar aus dem Gewächshaus aber machten ihrem Namen trotzdem alle Ehre. Okay, die eigentliche Suppe war wirklich etwas blass, warum das jetzt so war, weiß ich auch nicht, aber im Sommer werde ich die Suppe nochmals kochen, na vielleicht jetzt nicht ganz genau die gleiche Suppe, aber auch eine Tomatensuppe und dann will ich mal sehen, ob sie im Sommer auch so blass ist. Glaubst Du es liegt an der Jahreszeit dass sie so blass geblieben ist?
Als Einlage bei einer Tomatensuppe war mir bisher Reis oder Nudeln bekannt, aber Hühnchenfleisch war mir neu, fand ich aber eine tolle Idee. Ich habe dem Hühnchenfleisch durch Sojasoße eine kleine Asianote verliehen. Herr GB war erst sehr skeptisch, Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch im Asiastyle hatte er noch nie gehört, geschweige denn je gegessen und jetzt würde ich wieder mit solch einer Nummer um die Ecke kommen. Ja, ich weiß, Herr GB hat es im Büdchen wirklich nicht einfach, aber ich kann Dir versichern, nicht ein Löffel Suppe ist übrig geblieben und glaub nicht dass ich alles gegessen habe.
Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch
1 rote Zwiebel, ca. 50 g
1 Schalotte
1 Esslöffel Butter
1000 g geschälte und entkernte Tomaten
400 g Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
1Teelöffel Paprikapulver
1 Prise Zucker
Pfeffer und Salz zum abschmecken
Zwiebel und Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Restliche Zutaten zufügen und gute 30 Minuten garen. Die Suppe pürieren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
1 Hühnerbrustfilet
1 Teelöffel englisches Currypulver
1 Teelöffel dunkle Sojasauce
1 Teelöffel Akazienhonig
Frischhaltefolie
Currypulver mit Sojasauce und Honig vermischen. Das Hühnchenfilet komplett mit der Marinade bestreichen und ganz stramm in Frischhaltefolie einwickeln. Einige Zeit, mindestens 60 Minuten, marinieren lassen und anschließend in einem Dampfkörbchen oder Dampfgarer 15 bis 20 Minuten garen.
Das Hühnchenfleisch aus der Folie nehmen und in Scheiben schneiden. Jeweils eins- zwei Scheiben Hühnchenfleisch in einen Suppenteller legen und mit Tomatensuppe auffüllen. Mit Basilikum- oder Petersilienöl dekorieren.