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Montag, 25. August 2014

Burrata, die Woche fängt mit Käse an…

…es ist wieder soweit, dreimal darfst Du raten was mal wieder auf den Tellern im Büdchen lag. Käse, richtig! Mozzarella, auch richtig! Büffelmozzarella, falsch!!! Kuhmilch Mozzarella oder besser gesagt eine Sorte aus der Gruppe der Mozzarella. Kennst Du Burrata? Sicher wird hier der eine oder andere das Zeug kennen, aber es ist schon verdammt schwer im Pott Burrata zu bekommen. Da musst Du schon die richtigen Adressen kennen, ebenso wie neulich mit der Belper Knolle.
Ich kann Dir sagen mit dem Burrata hast Du genauso ein Geschmackserlebnis wie mit der Knolle. Ich versuche ihn mal zu beschreiben. Ein super cremiger Genuss, innen im Kern. Außen hat er eine etwas festere Haut, vergleichbar mit der Festigkeit eines Dir bekannten Mozzarellas. Diese Außenhaut ist aber nur wenige Millimeter dick und der Kern ist zart schmelzend, buttrig. Genau, buttrig ist er und das ist auch mehr oder weniger die Übersetzung für Burrata. Wie schon erwähnt ist er aus Kuhmilch und hat einen Fettanteil von 44 % und Giovanni, jetzt auch mein sizilianischer Käsedealer (hörst Du Freundin), hat mir bei einem Caffé genau erklärt wo er herkommen muss, der Burrata, und vor allem wie er schmecken muss. Und nicht zu vergessen, war sich Giovanni sicher, dass Du nach diesem Genuss die Flummikugeln aus dem Supermarkt, ob Bio Kuh/Büffel oder auch nicht, im Leben nie mehr in Deinen Einkaufswagen legen möchtest. Giovanni hatte recht mit seiner Drohung, er hat einen neuen Stammkunden gefunden und ich konnte wieder den Speiseplan mit etwas ganz besonderem aufpeppen.
Linsensalat mit Burrata:
250 g Alb-Linsen
2 Lorbeerblätter
1 rote Zwiebel
3 San Marzano Tomaten, gehäutet, ohne Kerne in kleine Würfel geschnitten
2 Esslöffel Portwein
Salz und Pfeffer
Prise Zucker
2 Esslöffel Balsamicoessig
Eine Handvoll Russisches Strauchbasilikum, fein zerrissen.
5 kleine Eiszapfen, fein gewürfelt
Pro Person einen Burrata
Die Linsen in einem Topf mit frischem Wasser bedecken.
Mit etwas Salz, Pfeffer, Lorbeerblättern aufkochen und auf kleiner Temperatur etwa 20 Minuten garen. Abgießen und auskühlen lassen.
Die rote Zwiebel in feine Streifen schneiden. Linsen, Zwiebelstreifen, Tomatenwürfel und die Würfel von den Eiszapfen in einer Schüssel vermengen.

Portwein mit Balsamicoessig mischen und mit Pfeffer, Salz und einer Prise Zucker würzen. Die Basilikumblätter untermischen.
Den Linsensalat auf Teller anrichten und jeweils einen Burrata oben auf setzen.
Noch ein kleiner Tipp: den Burrata solltest Du auf jedem Fall in Zimmertemperatur servieren, noch cremiger wird er, wenn man ihn ganz kurz, vielleicht so 30 Sek. In die Mikrowelle gibt.

Montag, 11. November 2013

Ich glaub es geht schon wieder los, Buch eins…


Alle Rechte: Ariane Bille
Eigentlich war sie doch erst neulich, die Lesewoche "jeden Tag ein Buch" Du kannst Dich erinnern!? Im Juli hatten die Tochter vom Arthur  und Steph vom kleinen Kuriositätenladen die Idee jeden Tag ein Buch zu rezensieren. Wie sich das für einen Foodblog gehört, werden hier im Büdchen natürlich Kochbücher gelesen, rezensiert und gebloggt.
Wir stecken mitten im November uns so langsam gehen die Temperaturen Richtung Nullpunkt auf dem Thermometer. Genau die richtige Zeit für die Winterwohlfühlküche.
Da hatte der Thorbecke Verlag das richtige Näschen für die Vorlieben der kochenden Bevölkerung bewiesen. Wärmendes für kalte Tage und wenn ich an das derzeitige Sturm- und Regenwetter denke, möchte ich mich mit Wolldecke und diesem hübschen Kochbuch auf das Sofa verziehen. Mal so unter uns, ich hab es auch gemacht und viele Markierungsfähnchen in das Buch geklebt.
Nach der Einführung geht es auch gleichhier in diesem reizenden Buch mit Kleinigkeiten für Schneetage los. Weiter mit Trostspender für kalte Tage und Schlemmereien am Kamin die sicher auch ohne Kamin schmecken. Einen Vitaminstoß gibt es mit Wintersalate und mit der süßen Verführung wird auch der süße Zahn gestillt. Und sollte das Alles nicht über die dunklere Jahreszeit hinweghelfen gibt es noch die Rubrik Ein Becher Glück. Zum Schluss kannst du im alphabetischen Register alle Rezepte wiederfinden.
Ein Buch mit Hardcover und zahlreiche gemütlich wirkende Fotos, die aus dem kalten Zeitabschnitt des Jahres stammen. Es ist ein Buch mit über 150 Rezepten.  Schwierigkeitsgrade der Rezepte sind sehr vielseitig und finden sicher jeweils seinen Könner.
Es ist ein reines Rezeptbuch. Doch was ich unbedingt erwähnen möchte ist, dass die Speisenergebnisse wunderbar und liebevoll in Szene gesetzt wurden und damit ist ein warmes „Bilderbuch“ entstanden das ich immer wieder gerne zur Hand nehme. Was mir auch sehr gut gefällt, dass der Herbst jenseits von Halloween und Spukgeschichten sehr stimmungsvoll dargestellt wird. Es erinnert mich an die Jahreszeit wie sie in unserer Gegend eher angetreten wird. Sie steigert die Spannung auf die Adventzeit und erinnert etwas mehr an Erntedank und die Zeit in der man sich auf den Winter vorbereitet.
ISBN: 978-3-7995-0376-1

Ich habe mich an verschiedenen Rezepten in diesem Buch versucht und würde jedes Rezept als gut nachzuarbeiten bewerten.
Heute gibt es Linsensalat mit Schweinefilet:
200 g Puy-Linsen
1 Teelöffel Dijonsenf
2 Esslöffel Balsamicoessig
½ Teelöffel Meersalz
½ Teelöffel schwarzer Pfeffer
4 Esslöffel extra natives Olivenöl
250 g Champignons (ich habe Cremechampignons genommen)
1 Esslöffel Olivenöl
Schale einer abgeriebenen Zitrone (unbehandelt versteht sich wohl von selbst)
2 zerdrückte Knoblauchzehen
2 Esslöffel fein gehackte Rosmarinnadeln
350 g Schweinefilet (kann auch etwas mehr sein)
100 ml Rotwein
100 g junge Spinatblätter (weil sie aus waren mussten bei mir Rucolablätter herhalten)
16 Kirschtomaten, halbiert
Linsen mit reichlich kaltem Wasser in einem Topf aufkochen und bei reduzierter Hitze ca. 20 Minuten gar kochen. Abgießen und abkühlen lassen.
Aus Essig, Senf, je einem ¼ Teelöffel Salz und Pfeffer und zum Schluss das native Olivenöl ein Dressing rühren. Pilze in feine Scheiben schneiden, mit den Linsen mischen und dem Dressing marinieren.
Zitronenschale, Olivenöl, Knoblauch, Rosmarin, restliches Salz und restlichen Pfeffer mischen. Das Schweinefilet mit dem Gewürzöl einreiben.
Das Filet in einer erwärmten Pfanne bei mittlerer Temperatur von allen Seiten gute 5 Minuten braten. Zur Seite stellen und in der warmen Pfanne gut weitere 5 Minuten ziehen lassen. Das Filet aus der Pfanne nehmen und warmstellen.
Den Bratensatz mit dem Rotwein ablöschen und aufkochen. Sollte etwas von dem Gewürzöl übrig sein, den Rest einfach mit zu dem Rotwein geben.
Das Rotweingemisch zu den Linsen geben.

Linsen mit Salatblättern und Tomatenstücken auf einem Teller arrangieren, die Schweinefiletscheiben auf dem Salat anrichten und mit etwas Brot servieren.

Dienstag, 9. April 2013

Linsen bringen Glück, aber wohl nur in Italien und zum Jahreswechsel…


…wie ich auf diese wahnwitzige Idee komme willst Du wissen? Kann ich Dir ganz genau sagen, ich hatte neulich Linsen gekocht, aber mein Glück hält sich in Grenzen. Wobei die Definition von Glück ja doch sehr auf die Perspektive ankommt aus der man die Situation gerade betrachtet. Neulich als ich in der Küche meine ungeschickten Turnübungen machte, ja da, da hatte ich Glück. Das ich endlich alle Daten meiner unterschiedlichen Computer bzw. Notebooks auf eine Festplatte abgespeichert und die einzelnen Rechner aufgeräumt habe, da fühlte ich mich auch irgendwie glücklich etwas geschafft zu haben. Aber jetzt ist dieses portable schei.. Dingen abgeschmiert und jetzt frag mich bitte nicht nach Glück. Meine kompletten Daten sind weg, wobei sie eigentlich nicht weg sind, also sie sind noch da, aber diese Festplatte die per USB-Anschluss gestartet wird, fährt nur kurz an und dann bleibt sie hängen. Ich könnte schreien. Ich habe das komplette Internet schon nach Reparaturmöglichkeiten abgesucht, aber egal was ich gefunden habe, ganz gleich mit welchem Experten ich gesprochen habe, alle sagen mir das Gleich das ich nicht hören will. Ich könnte heulen, ach nee schreien. Ich habe beschlossen mein Linsengericht das ich neulich gekocht habe jetzt mal so aus dem Kopf aufzuschreiben. Vielleicht bringt es mir ja doch etwas Glück und einer von Euch hat noch einen Tipp, was ich wegen meiner defekten Festplatte veranstalten könnte.

Jetzt schreibe ich auf jedem Fall mal das Rezept von den Linsen auf die ich neulich gekocht habe, vielleicht möchtest Du sie nachkochen und ich wünsche diese Linsen bringen Dir Glück.

Sahnekartoffeln mit Tellerlinsen

500 g festkochende Kartoffeln
100 g mehlige Kartoffeln
2 Esslöffel Olivenöl
250 g Tellerlinsen
3 rote Zwiebeln in feine Würfel
30 g geriebenen Ingwer
1 Teelöffel gemahlenen Koriander
½ Teelöffel gemahlene Nelken
½ Teelöffel gemahlenen Muskatblüte
1 Teelöffel gemahlenes Ingwerpulver
½ Teelöffel gemahlenen Zimt
Pfeffer und Salz
2 Teelöffel getrocknetes Korianderkraut
1 Prise Chilipulver
500 g Sahne
750 ml Gemüsebrühe
Die Linsen in kaltem Wasser innerhalb von 15 bis 20 Minuten bissfest kochen. Inzwischen die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen, die Kartoffeln mit den Zwiebelwürfeln und dem geriebenen Ingwer anschmoren. Sämtliche Gewürze zugeben und mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen. Die Kartoffeln in dem Sahnegemisch knappe 20 Minuten garen.
Die gegarten Linsen abgießen und zu den Sahnekartoffeln geben.
Evtl. nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Reh-Maultäschle ohne Reh...

…gebastelt habe ich sie schon vor Wochen und ich wollte sie auch schon ewig verbloggen, ääährlich, doch dann holte mich die ganz große Entspannungs-Advendsstimmung-habkeineLustzuNix ein und außer essen und genießen passierte wenig. Also ich meine jetzt hier im Büdchen auf meinem Blog, aber das muss ich ja nicht erzählen, das habt Ihr ja selbst gemerkt.
Es ist jetzt nicht so als hätte ich den ganzen Dezember nichts getan, nööö, dann hätte ich sicher jemanden verärgert und wer riskiert so etwas schon vor Weihnachten? Nee,nee, ich habe wie gewohnt tolle Dinge ausprobiert und unter anderem gab es leckeren Nudeltaschen. Tja, und was soll ich sagen, wie so oft schon wurde ich bezüglich Anleitung ein weiteres Mal bei Herrn Klink fündig.
Reh-Maultäschle auf Linsensauce – alter Schwede Schwabe- wenn das kein Versuch wert ist.
Zutaten für die Linsensauce – waren im Hause.
Zutaten für den Nudelteig - waren im Hause.
Zutaten für die Füllung – waren nicht im Hause – verdammte Axt
Sollte meine Aktion jetzt tatsächlich an 100 g Rehfleisch scheitern? Ich hatte einen zarten ausgelösten Rehrücken in der Gefriertruhe, aber bitte Herr Klink, Sie können nicht ernstlich diese Hürde von mir verlangen. Ich kann unmöglich so einen schönen Rücken für eine Füllung rausrücken. Außerdem sollte es dann auch noch durch den Fleischwolf gedreht werden. Okay im Rezept stand Schulter, aber wo bitte sollte ich selbst eine Rehschulter auf einem Samstagnachmittag auftreiben, und dann auch noch 100 g? Den Rücken habe ich nicht rausgerückt und genau in diesem Moment stand fest, ich musste umdisponieren. Morgens hatte ich Rindertatar gekauft, eigentlich war es für etwas anderes bestimmt, aber egal man muss Opfer bringen.
Gesagt, getan, wir fangen an. Erst einmal die Linsensauce, das wäre auch ein gutes Silvesteressen gewesen, Ihr wisst schon "Linsen und Glück und so"
100 g Berglinsen zwei Stunden oder länger in Wasser einweichen. Das macht Herr Klink auch so. Zwei Zwiebeln mit einer Knoblauchzehe und zwei Möhren würfeln. Etwas Butter auslassen und erst Zwiebel und Knoblauchwürfel anrösten, dann die Möhren und die abgegossenen eingeweichten Linsen zugeben. Je einen ¼ Liter Rotwein und einen ¼ Liter Brühe dazugießen. Eine kleine geschälte rohe mehlige Kartoffel in die Linsen reiben. Jetzt langsam gar köcheln. Das dauert gute 30 Minuten. Wirklich langsam, die Linsen sollen ja nicht aufplatzen wie im Eintopf. Zwischenzeitlich Thymian und Petersilie säubern und fein hacken. Eine Tomate vom Stielansatz befreien und auch in kleine Würfel schneiden. Nach der Garzeit die gehackten Kräuter mit den Tomatenwürfeln zu den Linsen geben. Noch gut 2 Esslöffel Essig unterrühren und nochmals aufkochen lassen. Jetzt so viel Rotwein dazugießen bis die Sauce eine sämig-flüssige Konsistenz hat. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Das war der Anfang, jetzt kommen die Täschchen.
Du verknetest 150 g Mehl mit 30 g Hartweizenmehl, 3 Eigelben, einem ganzen Ei, einem Teelöffel Olivenöl und Salz zu einem schönen geschmeidigen Teig. Du kannst noch einen Esslöffel gehackte Petersilie unterkneten, wenn Du willst, ich wollte nicht.
Dann muss der Teig eingepackt in Folie 30 bis 60 Minuten im Kühlschrank entspannen. Zwischenzeitlich könntest Du die Sauce noch mal probieren, ob sie noch immer schmeckt, oder dich schon mal an die Füllung begeben.
Ich hatte mich für beides entschieden.
In eine Schüssel füllst Du das Rindertatar, oder wenn Du hast, das REHgehackte! Dazu kommen 100 g fein gewürfelter Räucherspeck. Nebenbei blanchierst Du 100 g frischen Spinat, den Du anschließend, natürlich auch so ganz beiläufig, schnell noch hackst. Die Milch hast Du garantiert schon erhitzt und das Brötchen vom Vortag badet schon in der Milch. Noch zwei kleine Hürden und du hast es geschafft. Noch schnell eine Zwiebel hacken und in etwas Butter glasig dünsten. Zu dem RehRindergehackten und den Speckwürfelchen gibst Du jetzt das eingeweichte, aber ausgedrückte Brötchen, den gehackten Spinat, die glasigen Zwiebeln und noch 2 Esslöffel fein gehackte Petersilie die noch bei Dir herumlungert. Sollte Dich das ganze wegen dem Aufwand etwas ungeduldig machen, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen in dem Du Deine überschüssige Kraft abarbeiten kannst. Mörser 3-4 Wachholderbeeren, mit Salz versteht sich. Das Gemörserte ab zum Rest der Füllung. Jetzt noch das Ganze mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
Wenn Du meinst Du bist jetzt fertig, vergiss es gleich wieder.
Den Teig musst Du nun ausrollen und ausstechen. Am Besten Kreise auf die du jeweils einen Klecks Füllung gibst, die Ränder mit verschlagenem Eigelb bestreichst und sie zu Halbmonden zusammenklappst.
Ich weiß nicht mehr wie viele Halbmonde Maultäschle ich gebastelt habe, aber es waren viele, sehr viele. Brauchst Du etwas für den Vorrat, gefrierst Du die Dinger einzeln ein und isst die Sauce immer mal so im Vorbeigehen, die geht sogar kalt. Solltest Du die Täschchen aber sofort essen wollen, gebe die Maultäschle einzeln in kochendes Salzwasser und lasse sie in zwei bis drei Minuten gar ziehen. Schwimmen sie oben, wollen sie aus dem Topf. Logischerweise servierst Du die Maultäschle mit der Linsensauce, die Du natürlich nicht aufgegessen hast, auch nicht so im Vorbeigehen.

Freitag, 9. November 2012

Worschtsalat wäre ihm lieber gewesen…

Die Zeit zwischen Oktober und Weihnachten ist die stressigste Zeit vom ganzen Jahr, finde ich. Die Straßen sind schon morgens früh brechendvoll und glaube jetzt nicht, dass es nachmittags besser wäre. Da kommt dann noch die frühzeitige Dunkelheit hinzu. Geht sie Dir auch so auf die Nerven? Ich mein jetzt die Dunkelheit. Außerdem hetze ich wie ein Flummi durch die Gegend. Wie Du weißt nicht was ein Flummi ist? Das sind diese kleinen Gummibälle die total unkontrolliert umher hüpfen, sich selten in eine Bahn lenken, oder gar einfangen lassen.
Angeblich fängt ja jetzt so langsam die ruhige Zeit an (doch nicht für Flummis) doch ich habe jeden Tag etwas anderes auf dem Kalender von dem ich eigentlich mal dringend berichten müsste.
Du erinnerst Dich, ich war in diesem Jahr mal irgendwann im Paradies, nicht ein Sterbenswörtchen habe ich davon berichtet.
Erst mit Herrn GB am Rheinfall
und dann weiter auf Robert´s Schritten geradewegs ins Paradies. Danke Robert für diesen tollen Tipp, es war dort nicht nur wunderschön, sondern auch lecker.
Erst wollten sie uns dort verscheuchen weil wir mit diesem "Monsterauto" angefahren kamen,
aber nach kurzem Smalltalk hatte es auch der Gärtner (Aufseher aller Park- und Gartenplätze) begriffen, dass wir keine unzivilisierten Wandervögel sind, sondern einfach nur gemütlich und gut essen wollten. Wir haben weder unseren Müll abgeladen noch die Chemietoilette im Rhein ausgeleert.
Wir haben einfach nur dort nett gesessen und hervorragend gegessen. Herr GB nutzte die Gelegenheit und bestellte sich Schnitzel, er liebt Schnitzel, (ach das hatte ich schon erwähnt) ich stürzte mich auf einen Schweizer Wurstsalat. Lecker, es war einfach nur lecker. Es ist erstaunlich wie man sich an so einem "einfachen" Salat ergötzen kann.
Zuhause im Büdchen kann Herr GB ja nicht einfach wählen was er zu essen haben möchte, da muss er sich schon mal den Launen seinem Klärchen ergeben. Und meine Laune stand in Richtung Salat. Nee, ich habe jetzt keinen Worschtsalat gemacht, mein Salat ging in Ziel Herbst. Steckrüben mit Linsen. Obwohl dem Gatten der Linsensalat sehr gut geschmeckt hat, hätte er sicher den Worschtsalat bevorzugt. Doch wenn er einen Worschtsalat essen will, dann wird er mich wohl oder übel mal wieder ins Paradies ausführen müssen…
Steckrüben mit Linsensalat
100 g Linsen von der Schwäbischen Alb
1 große Möhre
Von einer Stange Lauch nur das zarte Hellgrüne und Weiße
1 rote Zwiebel
4 Datteln
6 Esslöffel Olivenöl
Saft einer Zitrone
Salz, Pfeffer
½ Teelöffel gemahlenen Kreuzkümmel
400 g Steckrübe
1 Teelöffel Fenchelsamen
2 Esslöffel Honig
Die Linsen in einem halben Liter Wasser innerhalb von 20 Minuten gar kochen.
Die Möhre schälen und fein würfeln. Den Lauch putzen und auch in kleine Würfel schneiden. Beides ca. 3 Minuten kochen, abgießen und eiskalt abspülen. Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden und die Datteln ebenfalls fein würfeln. Das Gemüse mit den Zwiebeln und Datteln zu den Linsen geben.
Aus vier Esslöffeln Öl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer ein Dressing mischen. Mit Kreuzkümmel abschmecken und über die Linsen geben. Die Linsen mit dem Dressing gut vermischen und ca. 2 Stunden ziehen lassen.
Die Steckrübe schälen, achteln und in Scheiben schneiden. Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die Steckrübenscheiben darin von beiden Seiten 5 Minuten goldbraun anbraten.

Etwas Wasser angießen und bei starker Hitze innerhalb von 2 Minuten garen. Das Wasser sollte fast komplett verkocht sein. Die Steckrübenscheiben mit dem Fenchelsamen würzen und den Honig zugeben. Alles zusammen leicht karamellisieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zusammen mit dem Linsensalat anrichten.


Freitag, 30. Dezember 2011

Wenn das kein Glück bringt…

Na, in dieser Woche schon Linsen gegessen, oder für Silvester vorbereitet? Nein? Na dann wird es aber Zeit! Ach, keine Lust auf Linsen? Tja, dann würde ich mal sagen das kommende Jahr ist bezüglich Geld und Wohlstand bereits schon jetzt gelaufen.Wie ich auf diese Idee komme? Noch nie etwas von dem Linsenbrauch zu Silvester gehört?
Nein, wir hier im Büdchen sind nicht abergläubisch, aber wenn man das Glück unterstützen kann, sollte man doch besser keine Gelegenheit auslassen, oder?
Also wie gesagt es gibt da diesen Brauch, wer zwischen Weihnachten und Neujahr Linsen verspeist dem wird im nächsten Jahr der Wohlstand und das Geld hold sein.
Da man ja nie wissen kann ob es was bringt, kann ausprobieren ja auch nicht schaden.
In diesem Jahr versuchen wir es mit Berglinsen, sollte jemand mit anderen Sorten bessere Erfahrungen gemacht haben, würde ich mich über eine kurze Info freuen mit welchen Sorten ihr Erfolg hattet.
Sollte keine Linsensorte helfen, könnte man ja auch noch den Trick mit der Karpfenschuppe im Portemonnaie ausprobieren. Die genaue Erklärung hierzu gibt’s dann ggf. im nächsten Jahr zwischen den Jahren doch heute gibt es noch ein Linsenrezept das Glück bringen soll…
Berglinsengemüse:
250 g kleine Berglinsen
2 Schalotten in feine Würfel geschnitten
1 rote Paprikaschote in kleine Würfel
1 rote Chilischote fein gehackt
100 ml Rotwein
Wasser
Salz, Pfeffer frisch gemahlen
½ Bund glatte Petersilie fein gehackt
1 Esslöffel Öl
2 Esslöffel Balsamiko-Essig
Öl in einem Topf erhitzen und die Schalottenwürfel kurz andünsten. Die Linsen zugeben und auch kurz andünsten. Die Linsen mit kaltem Wasser gut bedecken und den Rotwein angießen. Etwas salzen und im geschlossenen Topf 15 Minuten garen. Die gehackte Chilischote und die Paprikawürfel zugeben und weitere 15 Minuten garen. Evtl. noch etwas Wasser angießen. Die Linsen sollten beim Garen die gesamte Flüssigkeit aufziehen. Die Petersilie unterziehen und dem Essig würzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Dazu habe ich ein Schweinefilet, das ich mit Balsamico-Essig eingepinselt und bei geringer Temperatur im Backofen gegart habe, gereicht.
Geschmeckt hat es uns ganz super, das war schon einmal das erste Glück…


Dienstag, 11. Oktober 2011

Linsensuppentellertalsperre...

Langsam wird es wieder kälter und ich packe die Hülsenfrüchte wieder aus. Ja Sommer hatten wir in der letzten Woche, und jetzt wird der Aperolspritz evtl. noch als Aperitif gereicht, aber nicht mehr als Terrassenschlürfgetränk. Zwar zeigten sich die Geranien noch mal in ihrer ganzen Pracht, aber damit sie sich mit dem Gedanken der Entsorgung anfreunden können, habe ich schon mal einige Gartengeräte in ihre Nähe gelegt (Skalpell, Pinzette, Tupfer) ähhh, Komposteimer, Handschuhe, Besen und sobald es aufgehört hat zu nieseln, sind sie fällig. Die Gartenstühle können auch so langsam das Winterlager anpeilen, denn ich hoffe nicht mehr auf 28°C, irgendwann muss auch mal Schluss sein. Außerdem will ich doch mit Hülsenfrüchten kochen. Der einzige Eintopf den ich schon im Laufe meiner Kindheit lieben gelernt habe, war der Linseneintopf. Den kochte meine Mutter allerdings mit Speck und Mettwürstchen. Die Mettwürstchen, wenn sie nicht zu fett waren, waren ganz okay, aber der Speck, wie ekelig war das denn!!! Mit der Erfindung der Moulinette, erfand meine Mutter den pürierten Speck extra für Klärchen. Ich weiß nicht ganz genau wie sie es gemacht hat, aber der Speck war in der Suppe, ganz klar, aber ich konnte ihn einfach nicht mehr wiederfinden. Das war gleichzeitig das Ende der Linsensuppentellertalsperren. Ich hatte keine Speckwürfel mehr für den Mauerbau. Ja ich lebe ja nicht umsonst im Ruhrgebiet, das Gebiet der unzähligen Talsperren. Zurück zu meiner Suppentalsperre. Also, vor der Pürierzeit sortierte ich den Speck von den Linsen, der Speck war bestens für den Talsperrenmauerbau geeignet, waren ja hübsche Würfel. Die Linsen wurden zu Bergen und Flussufern aufgebaut, für die Brühe wurde ein Flussbett ausgehoben, das logischerweise als großes Becken an der Specksperrmauer endete. Die Mettwurst in Scheiben geschnitten, bot sich hervorragend als einzelne Häuser an, die ich zu einem Ort arrangierte. Schade dass ich damals noch keine Küchenknipse hatte. Linsen kann ich noch heute in allen Variationen essen, allerdings die Speckwürfel und vor allem die fetten, die werden wohl nie mein Herz erobern.Tja, und deshalb gibt es jetzt hier keine Linsensuppe alla Mama, sondern lauwarmen Belugalinsensalat mit Schinken...
300 g Beluga-Linsen (schwarze Linsen) in einem Topf mit Wasser aufsetzen und ca. 30 Min. kochen. Erst dann etwas Salz zugeben.

Für die Vinaigrette:
1 Esslöffel Essig,
1 Esslöffel Sojasauce,
3 Esslöffel Traubenkernöl,
Salz und Pfeffer,
1 Teelöffel Dijon-Senf,
1 Teelöffel süßen Senf
1 Teelöffel Arganöl
Alle Zutaten gründlich verrühren.
Marinierte Peperoni:
1 rote Peperoni
1 rote Paprika
2 Frühlingszwiebeln
1 Esslöffel Sojasauce,
1 Teelöffel Worcestershire-Sauce,
1 Teelöffel Zucker,
1 Esslöffel Weißweinessig
Salz und Pfeffer
Die Peperoni und Paprika entkernen und die feinen Häute entfernen, anschließend in feine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und zu den Paprika- und Peperoniwürfel geben. Aus den restlichen Zutaten eine Marinade herstellen und über das Gemüse gießen. Gut 1 Stunde ziehen lassen.
Wenn die Linsen gar sind, diese in eine große Schüssel umfüllen und etwas ausdampfen lassen, Die Linsen mit der Vinaigrette überschütten.
Danach mit dem eingelegten Gemüse vermischen.
200 g Schinken in dickere Scheiben schneiden lassen und diese in grobe Streifen schneiden. In einer Bratpfanne ohne Fett kurz anbraten und mit den Linsen vermengen.
½ Bund glatte Petersilie fein hacken und den Linsen beifügen. Lauwarm mit Weißbrot servieren.
Nachdem alles verputzt war stellten wir fest, es schmeckte auch ohne Schinken, denn den hatte ich vergessen, ein Schelm der Böses dabei denkt...

Freitag, 3. Dezember 2010

Die Erbsen zum Eisbein, die Linsen zum Lachs, (Ein)topf eben...

Eigentlich suche ich ja immer nach total simplen Rezepten. Einfach zack in den Topf ohne großen Aufwand. Auch die Gewürze sollten sich im Rahmen bewegen. Im Büdchen sind zwar Geschmackserlebnisse ausdrücklich erwünscht, aber immer schön mit dem Würzen auf dem Teppich bleiben. Einzelne Geschmacksnuancen können nicht nur, sondern sollten durchaus erkennbar sein. Nicht einfach nur alles zusammen schmeißen. Eintopf ist nicht gleich “ein Pott“. Außerdem gibt es ja auch die berühmten Paarungen die einfach immer funktionieren, die darf man auch nicht so mir nichts dir nichts ignorieren. Ich rede jetzt von Bohnen und Speck, Sauerkraut und Kassler, Wirsing und Gehacktesbällchen oder Linsen und Lachs. Jaaa, um genau zu sagen, Stremellachs. Nicht immer nur Mettwürstkes und Linsen. Hab da aus irgendeinem Werbeblättchen mal einen echt leckeren Eintopf gekocht. Wie ich es genau gemacht habe, habe ich mal aufgeschrieben, aber man braucht schon 2 Töpfe...

Linsen mit Balsamiko und Stremellachs
250 g Sellerie
250 g Möhren
150 g Porree
2 Schalotten
2 Esslöffel Olivenöl
50 g mild geräucherten Speck in feine Würfel
1 Lorbeerblatt
1 Thymianzweig

300 g Puy-Linsen
Dunkler Balsamico
100 ml Weißwein
2 Liter Gemüsebrühe
200 ml Sahne
Salz und frisch gemahlenen Pfeffer
200 g Stremellachs
etwas Kerbel

Gemüse putzen und in kleine feine Würfel schneiden.
Öl in einem Topf erhitzen und Schalotten mit Speck, Lorbeer und Thymian darin anbraten. Die Hälfte der Sellerie- und Möhrenwürfel mit 250 g Linsen dazugeben und kurz mitdünsten. Mit etwas Balsamico ablöschen und den Weißwein angießen. Anschließend mit der Brühe auffüllen und ca. 40 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen, bis die Linsen gar sind.
Nun alles püriere und durch ein feines Sieb streichen. Nochmals aufkochen und die Sahne untermixen. Evtl. mit Salz, Pfeffer und Balsamico abschmecken.
Restliche Linsen mit der übrigen Hälfte der Möhren, dem Sellerie und die Lauchwürfel separat in Wasser garen, kurz abtropfen lassen und mit kalten Wasser abschrecken.

Den Lachs bei 50°C im Ofen erwärmen. Suppe mit Pürierstab aufschäumen, Linsen und Gemüsewürfel zufügen. Suppe in Schalen geben. Den erwärmten Lachs hineinsetzen und mit etwas Kerbel bestreuen.