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Dienstag, 28. Januar 2014

Wut auf die Filoteigtante….

Es war einfach nicht mein Wochenende. Samstags hatte ich einen Ciabattateig angesetzt den ich am Sonntag backen wollte. Extra Samstag vorbereitet denn die Hefe sollte über Nacht aufgehen und in dem Teig herrliche Luftblasen bilden. Fluffig wie das Original in Italien sollte es werden. Sonntagmorgen ein Blick in den Rührtopf, der Teig hatte nicht eine Luftblase gebildet und er ist auch nicht einen Zentimeter gegangen. Okay dachte ich, gibst Du ihm jetzt noch eine Chance außerhalb des Kühlschranks. Aber so wie sich herausstellte, wurden wir keine Freunde, er bewegte sich keinen Millimeter von alleine, also beförderte ich ihn und zwar in den Abfall. Ich weiß, normal ist das der pure Frevel, doch ich weiß auch wann ich verloren habe und jegliche Mühe vergebens ist.
Das Wochenende war noch nicht vorbei und es hatte noch diverse Überraschungen für mich parat.
Es sollte Garnelen im Bananenblatt geben. Eigentlich schon seit drei Wochen, doch ständig kam etwas dazwischen. Mal bekam ich kein Thai-Basilikum, mal war das Bananenblatt braun geworden. Diesmal hatte ich alle Zutaten im perfekten Zustand zusammen. Also nur noch die Garnelen auftauen. Ich hatte sie vor einigen Tagen auf dem Markt gekauft und eingefroren. Jetzt frag mich nicht wieso ich die Garnelen zum auftauen nicht in den Kühlschrank gestellt habe, das ist mir noch nie passiert. Du kannst Dir nicht annähernd vorstellen wie schlechtgewordene Garnelen stinken können. Also hatte sich das Bananenblattschmankerl auch erledigt.
Wenn Du jetzt glaubst ich war mit den Pannen für dieses Wochenende fertigt, hast Du dir in den Finger geschnitten.
Eigentlich wollten Herr GB und ich jetzt essen gehen, doch es war so gemütlich zuhause und im Kühlschrank lungerten noch Möhren und Frühlingszwiebeln herum. In der Gefriertruhe noch eine Packung fertiger Filoteig von dieser Tante.
Also schnell mal eben aus Frühlingszwiebeln und Möhren eine Füllung hergestellt, die aufgetauten Filoblätter mit einem Gewürzöl eingepinselt, die Füllung auf die geölten Blätter verteilen und zu kleinen Taschen falten. Das funktioniert allerdings auch nur, sofern die Teigblätter nicht wie bekloppt aneinanderkleben oder an den verschiedenen Stellen brechen.
Kannst Du dir vorstellen welch prickelndes Gefühl in dir aufkommt wenn Du nur noch einen Klumpen Irgendwas vor dir liegen hast? Du die Füllung über die Arbeitsplatte verteilst, weil diese verdammten Taschen an allen Ecken auseinanderbrechen? Du aber trotzdem am Ende froh bist etwas aufs Blech legen zu können, weil Du inzwischen richtigen Hunger bekommen hast?

Die Idee für die knusprigen Taschen hatte ich neulich mal als ich aus dem Teig eine Art Flammkuchen machte, davon erzähl ich Dir demnächst mal. Doch für die Taschen kannst Du heute schon das Rezept bekommen. Aber beherzige auf jedem Fall einen Rat. Verwende keinen aufgetauten Filoteig, gönn Dir für diese Päckchen nur frischen, hörst Du!!! Nur absolut frischen Teig!!!
Knusprige Filoteigtaschen:
4 Möhren
5 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Teelöffel Fenchelsamen
1 Teelöffel Koriandersamen
2 Teelöffel Zucker
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1 Packung frischen Filoteig
Möhren in kleine Würfel schneiden, Frühlingszwiebeln in dünne Ringe und die Knoblauchzehen fein hacken. Alles drei gut vermischen.
Fenchelsamen und Koriander in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Die angerösteten Gewürze mit Salz, Zucker und Pfeffer fein mörsern. Die Gewürze mit Olivenöl verrühren und anschließend die Filoteigblätter damit einpinseln.
Die Gemüsemischung auf die eingepinselten Blätter geben und zu kleinen Taschen falten. Die Taschen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180° C im vorgeheiztem Backofen 15 Minuten garen.

Die Taschen können heiß, warm oder kalt gegessen werden.


Mittwoch, 23. Januar 2013

Nicht wirklich regional, Garnelen auf Bandnudeln in Möhrensafransauce…

…kennst Du das auch, dass Du je kritischer Du wirst, Du umso verwöhnter bist? Ich meine jetzt nicht, dass nichts mehr gut genug für Dir ist, sondern Du feststellst, gewisse Lebensmittel auch nur noch in einer bestimmten Qualität haben willst, Du aber ansonsten lieber darauf verzichtest?
Im November letzten Jahres war ich ja mit der Freundin in Bremen auf der Slowfood Fisch und wir hatten die Gelegenheit Garnelen aus Vietnam, aus einer Biozucht zu probieren. Die schmeckten wirklich sehr gut, die Konsistenz des Fleisches war fest und sehr aromatisch. Dann servierte man uns frei gefangene Ostseegarnelen. So etwas Delikates habe ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gegessen. Den Geschmack kann ich gar nicht beschreiben, aber sie erinnerten mich an die Garnelen die ich vor über 30 Jahren auf den Kanarischen Inseln gegessen habe. Ich kann mich noch gut erinnern wie begeistert ich damals war. Ich hätte täglich etwas mit Garnelen essen können. Von Zuhause kannte ich sie nicht, schließlich gab es im Ruhrgebiet kein Gewässer das diese kleinen Krabbeltiere beherbergte. Aus Erzählungen weiß ich, dass es früher hier in den Bächen und Flüssen Flusskrebse gab. Doch die haben natürlich nicht mit Garnelen zutun. Also wieder zurück zur Ostsee und diesen kleinen schmackhaften Genussbomben.
Jetzt ließ mich der Gedanke ja nicht los, ein schmackhaftes Essen für Herrn GB, mit diesen Tierchen, zu machen. Ich kann Dir was sagen, das halbe Ruhrgebiet habe ich seit November umgekrempelt und nach Ostseegarnelen aus freiem Fang gesucht. Sicher hätte ich auch noch die andere Hälfte durchsuchen können, aber eigentlich verließ mich schon die Hoffnung als ich mit meiner Aktion startete, denn die Fachleute auf der Messe in Bremen machten uns schon von vorneherein keine Hoffnung auf freiverkäufliche Garnelen in dieser Qualität. Sie sollten Recht behalten.
Nach langem Suchen habe ich Garnelen aus Vietnam bekommen die aus Biozucht stammten (naja, das glaube ich jetzt auch mal). Normal essen wir so gut wie nie Garnelen, doch ich wollte Herrn GB unbedingt eine Kombination aus Garnelen mit Möhren und Safran servieren. Was passte da besser als Nudeln, um genau zu sagen Bandnudeln. Die habe ich natürlich wie immer selbst gemacht und weil ich zu faul war den Nudeltrockner aufzustellen mussten die Stangengriffe meiner Küchenschubladen herhalten. Folie über die Griffe und darauf die frischen Nudeln. Dort konnten sie dann vor sich hin trocknen.
Die Garnelen quetschte ich einfach in meinen Kontaktgrill und rasend schnell waren die gar. Mit der Sauce habe ich mich auch nicht lange aufgehalten. Möhren geputzt und in Würfel geschnitten. Die Würfel in einen Topf geben und mit einer Prise Zucker und Salz würzen. Ein Esslöffel Wasser zugeben und knappe 15 Minuten stehen lassen. Jetzt haben die Möhren Zeit noch etwas Wasser ziehen zu können, so braucht man keine zusätzliche Flüssigkeit und die Mähren garen im eigenen Sud. In ungefähr 200 ml Sahne einige Fäden Safran auflösen. Die Möhren zum Kochen bringen und anschließend auf niedrige Hitze herunter schalten. Die Safransahne zu den Möhren geben und die Möhren garziehen lassen.
Die Bandnudeln garst Du in Salzwasser bissfest. Gießt sie ab und richtest die Nudeln mit den Möhren, etwas Safransauce und den Garnelen an.
Ging doch schnell und die Zeit die Du bei der Garnelensuche vergeudet hast, die hast Du doch jetzt locker wieder raus.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Reh-Maultäschle ohne Reh...

…gebastelt habe ich sie schon vor Wochen und ich wollte sie auch schon ewig verbloggen, ääährlich, doch dann holte mich die ganz große Entspannungs-Advendsstimmung-habkeineLustzuNix ein und außer essen und genießen passierte wenig. Also ich meine jetzt hier im Büdchen auf meinem Blog, aber das muss ich ja nicht erzählen, das habt Ihr ja selbst gemerkt.
Es ist jetzt nicht so als hätte ich den ganzen Dezember nichts getan, nööö, dann hätte ich sicher jemanden verärgert und wer riskiert so etwas schon vor Weihnachten? Nee,nee, ich habe wie gewohnt tolle Dinge ausprobiert und unter anderem gab es leckeren Nudeltaschen. Tja, und was soll ich sagen, wie so oft schon wurde ich bezüglich Anleitung ein weiteres Mal bei Herrn Klink fündig.
Reh-Maultäschle auf Linsensauce – alter Schwede Schwabe- wenn das kein Versuch wert ist.
Zutaten für die Linsensauce – waren im Hause.
Zutaten für den Nudelteig - waren im Hause.
Zutaten für die Füllung – waren nicht im Hause – verdammte Axt
Sollte meine Aktion jetzt tatsächlich an 100 g Rehfleisch scheitern? Ich hatte einen zarten ausgelösten Rehrücken in der Gefriertruhe, aber bitte Herr Klink, Sie können nicht ernstlich diese Hürde von mir verlangen. Ich kann unmöglich so einen schönen Rücken für eine Füllung rausrücken. Außerdem sollte es dann auch noch durch den Fleischwolf gedreht werden. Okay im Rezept stand Schulter, aber wo bitte sollte ich selbst eine Rehschulter auf einem Samstagnachmittag auftreiben, und dann auch noch 100 g? Den Rücken habe ich nicht rausgerückt und genau in diesem Moment stand fest, ich musste umdisponieren. Morgens hatte ich Rindertatar gekauft, eigentlich war es für etwas anderes bestimmt, aber egal man muss Opfer bringen.
Gesagt, getan, wir fangen an. Erst einmal die Linsensauce, das wäre auch ein gutes Silvesteressen gewesen, Ihr wisst schon "Linsen und Glück und so"
100 g Berglinsen zwei Stunden oder länger in Wasser einweichen. Das macht Herr Klink auch so. Zwei Zwiebeln mit einer Knoblauchzehe und zwei Möhren würfeln. Etwas Butter auslassen und erst Zwiebel und Knoblauchwürfel anrösten, dann die Möhren und die abgegossenen eingeweichten Linsen zugeben. Je einen ¼ Liter Rotwein und einen ¼ Liter Brühe dazugießen. Eine kleine geschälte rohe mehlige Kartoffel in die Linsen reiben. Jetzt langsam gar köcheln. Das dauert gute 30 Minuten. Wirklich langsam, die Linsen sollen ja nicht aufplatzen wie im Eintopf. Zwischenzeitlich Thymian und Petersilie säubern und fein hacken. Eine Tomate vom Stielansatz befreien und auch in kleine Würfel schneiden. Nach der Garzeit die gehackten Kräuter mit den Tomatenwürfeln zu den Linsen geben. Noch gut 2 Esslöffel Essig unterrühren und nochmals aufkochen lassen. Jetzt so viel Rotwein dazugießen bis die Sauce eine sämig-flüssige Konsistenz hat. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Das war der Anfang, jetzt kommen die Täschchen.
Du verknetest 150 g Mehl mit 30 g Hartweizenmehl, 3 Eigelben, einem ganzen Ei, einem Teelöffel Olivenöl und Salz zu einem schönen geschmeidigen Teig. Du kannst noch einen Esslöffel gehackte Petersilie unterkneten, wenn Du willst, ich wollte nicht.
Dann muss der Teig eingepackt in Folie 30 bis 60 Minuten im Kühlschrank entspannen. Zwischenzeitlich könntest Du die Sauce noch mal probieren, ob sie noch immer schmeckt, oder dich schon mal an die Füllung begeben.
Ich hatte mich für beides entschieden.
In eine Schüssel füllst Du das Rindertatar, oder wenn Du hast, das REHgehackte! Dazu kommen 100 g fein gewürfelter Räucherspeck. Nebenbei blanchierst Du 100 g frischen Spinat, den Du anschließend, natürlich auch so ganz beiläufig, schnell noch hackst. Die Milch hast Du garantiert schon erhitzt und das Brötchen vom Vortag badet schon in der Milch. Noch zwei kleine Hürden und du hast es geschafft. Noch schnell eine Zwiebel hacken und in etwas Butter glasig dünsten. Zu dem RehRindergehackten und den Speckwürfelchen gibst Du jetzt das eingeweichte, aber ausgedrückte Brötchen, den gehackten Spinat, die glasigen Zwiebeln und noch 2 Esslöffel fein gehackte Petersilie die noch bei Dir herumlungert. Sollte Dich das ganze wegen dem Aufwand etwas ungeduldig machen, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen in dem Du Deine überschüssige Kraft abarbeiten kannst. Mörser 3-4 Wachholderbeeren, mit Salz versteht sich. Das Gemörserte ab zum Rest der Füllung. Jetzt noch das Ganze mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
Wenn Du meinst Du bist jetzt fertig, vergiss es gleich wieder.
Den Teig musst Du nun ausrollen und ausstechen. Am Besten Kreise auf die du jeweils einen Klecks Füllung gibst, die Ränder mit verschlagenem Eigelb bestreichst und sie zu Halbmonden zusammenklappst.
Ich weiß nicht mehr wie viele Halbmonde Maultäschle ich gebastelt habe, aber es waren viele, sehr viele. Brauchst Du etwas für den Vorrat, gefrierst Du die Dinger einzeln ein und isst die Sauce immer mal so im Vorbeigehen, die geht sogar kalt. Solltest Du die Täschchen aber sofort essen wollen, gebe die Maultäschle einzeln in kochendes Salzwasser und lasse sie in zwei bis drei Minuten gar ziehen. Schwimmen sie oben, wollen sie aus dem Topf. Logischerweise servierst Du die Maultäschle mit der Linsensauce, die Du natürlich nicht aufgegessen hast, auch nicht so im Vorbeigehen.

Montag, 7. Januar 2013

Ich glaub es geht jetzt wieder los…

…der Urlaub ist vorbei und ich werde Euch wieder in meine Kochtöpfe, aber auch in meinem Backofen schauen lassen. Gleich heute fange ich damit an und habe ein Rezept von Zitronengrasspieß mit Rinderfilet an Honigmöhren und Vanille-Kartoffel-Dip. Viele unterschiedliche Aromen die auf dem Teller wunderbar miteinander harmonierten. Eigentlich bin ich ja jetzt nicht der Fan von unzähligen Gewürzen innerhalb eines Menüganges. Aber Ende dieses Monats steht ein Kochkurs an, wieder ein Kochkurs mit der Freundin und diesmal geht es um Gewürze, da wollte ich mich einfach schon mal etwas einstimmen. Ich bin schon so gespannt was die Freundin da wieder aus dem Ärmel zaubert. Freundin, ich freu mich…
Zitronengrasspieß mit Rinderfilet an Honigmöhren und Vanille-Kartoffel-Dip
Rinderfiletspieß:
Pro Person 3 Stücke Rinderfilet á ca. 50 g zwischen zwei Folien flach plattieren
Für die Marinade:
Sesamöl und Sojasauce, je 2 Esslöffel
1 Teelöffel Honig
2 Esslöffel feingehacktes Koriandergrün
1 Knoblauchzehe fein gehackt
1 kleine rote entkernte Chilischote, fein gehackt
Die Rinderfiletscheiben mit der Marinade einstreichen. An den Zitronengrasstangen die äußeren 2-3 Blätter entfernen.
Die marinierten Fleischscheiben um die Zitronengrasstangen wickeln und mit Küchengarn festbinden. Die Spieße in eine Schale geben und mit der restlichen Marinade einstreichen. Mindestens eine Stunde ziehen lassen.
Gebraten werden sie übrigens kurz vor dem Essen in Sesamöl innerhalb von 5-6 Minuten von allen Seiten.
Für das Dip 200 g Kartoffelwürfel von mehligen Kartoffel in Salzwasser garen.
Die Kartoffeln abgießen und warm durch ein feines Sieb streichen.
Die die Schneekartoffeln 100 g Saure Sahne rühren. Schale einer ½ Limette und 2 Esslöffel Limettensaft unterrühren. Ein daumengroßes Stück Ingwer fein reiben und zusammen mit dem Mark einer Vanillestange ebenfalls unter die Kartoffel geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Möhren in Scheiben schneiden, mit einem Esslöffel Wasser in einen Topf geben und salzen. Gute 15 Minuten stehen lassen und weiteres Wasser ziehen lassen. Die Möhren ca. 20 Minuten garen. Zwischenzeitlich eine Stange Lauch ebenfalls in Scheiben schneiden und zu den Möhren geben. Die Möhren mit einem Teelöffel Honig und etwas Butter würzen. Weitere 5 Minuten bei minimaler Hitze warmhalten.
Anmerkung: noch etwas (ca. ein Teelöffel) geriebene Galgantwurzel unter die Möhren mischen, das gibt einen ganz besonderen Geschmack der mit leichter schärfe das Aroma unterstreicht.

Jetzt die Rinderspieße braten und zusammen mit den Honigmöhren und dem Kartoffeldip anrichten und servieren.
 

Mittwoch, 6. Juni 2012

Glaskuchen, ist der gut verschlossen kommt da so schnell keiner dran…

Im Büdchen habe ich ja so gewisse Lager für verschiedene Leckereien die nur mir bekannt sind, dachte ich! Ich glaube Herr GB kennt jedes von mir angelegte Arsenal und will bei mir aber als Unschuld vom Lande erscheinen. Falls ich mal etwas vermissen sollte ist er ja aus dem Schneider, denn er weiß ja angeblich von nichts. Neulich hatten wir im Hofladen in Wattenscheid nicht nur Spargel gekauft. Neben Eier, Tomaten und Schinken sind auch noch drei Weckgläser mit Kuchen in den Einkaufskorb gewandert. Blaubeer-, Rotwein- und Apfelkuchen. Ich weiß dass man ihn auch selber machen kann und dass er schnell gemacht ist, aber manchmal ist kaufen eben doch noch ein Ideechen schneller. Außerdem wollte ich mal ausprobieren wie dieser Kuchen hier so schmeckte und ob ich mir auch mal wieder die Mühe machen sollte Kuchen einzukochen.
Wie teuer jetzt so ein Glas jeweils war weiß ich nicht mehr, aber sie sahen sehr appetitlich aus und da ich meine Zuckerschnute gerne mal mit solchen Leckereien überrasche, musste ich nicht lange überlegen und habe sie gekauft. Eigentlich ist es eine sehr einfache Art der Haltbarkeit und diese Kuchen sind so "pflegeleicht" in ihrer Aufbewahrung, dass es normal Pflicht sein müsste diese Süßigkeit im Vorrat zu haben. Wie ich gelesen habe, kann jeder feste Kuchen verwendet werden, Hauptsache er ist auch schön saftig. Der Einkauf in diesem besagten Laden ist ja jetzt nun schon einige Wochen wieder her und am Sonntag erwähnte Herr GB etwas eindringlich, das es das letzte Glas Kuchen ist das wir haben! Ach was er nicht so alles weiß! Das war kein Wink mit dem Zaunpfahl, das war schon ein ganzer Lattenzaun! Oki,  ich habe verstanden, also backe ich jetzt Glaskuchen, oder besser gesagt Möhrenkuchen mit Kürbiskernen, schön saftig. Natürlich genauso hermetisch abgeriegelt wie der Gekaufte. Nur müsste ich mir mal wieder eine neue Lagerstätte suchen, die alten Geheimplätzchen scheinen nicht mehr richtig geheim zu sein…
Möhrenkuchen mit Kürbiskernen im Glas
(der Teig reicht für 3 Gläser á 400ml)
200 g fein geraspelte Möhren
50 g Walnüsse, fein gemahlen
175 g Rohrzucker
2 Eier
150 ml Rapsöl
60 g Kürbiskerne, fein gemahlen
½ Teelöffel Zimt
2 Prisen Muskatnuss
1 Prise Salz
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Natron
200 g Mehl
Butter zum ausfetten der Gläser
Mehl zum bemehlen der Gläser
Zucker und Eier schaumig schlagen bis eine weiße cremige Masse entstanden ist. Das Öl langsam unter die Eiermasse schlagen das es sich gut mit der Eiercreme verbindet. Möhrenraspel, Kürbiskerne und Walnüsse in die Masse geben und unterrühren. Zimt, Muskatnuss und Salz zufügen. Backpulver, Natron und Backpulver vermischen und ebenfalls zur Eiermasse geben. Alles gut untermischen.
Einkochgläser mit der Butter kräftig einfetten und mit Mehl gut bestäuben, damit nichts kleben bleibt. Wer möchte, kann statt Mehl auch gemahlene Kürbiskerne, gemahlene Nüsse oder Panierbrösel verwenden.
Die Gläser maximal mit 2/3 Teig füllen. (in meinen Gläsern waren das jeweils 270 g)
Die Gläser in den vorgeheizten Backofen ca. 35 Minuten bei 160°C Umluft backen.
Mit einem Holzstäbchen eine Probe machen und wenn kein Teig mehr am Holzstäbchen kleben bleibt ist der Kuchen fertig. Die Gläser aus dem Backofen nehmen, leicht abkühlen lassen und den Rand ggf. fein säuberlich reinigen.
Ein Einmachgummi auf den Rand auflegen, darauf einen Deckel und mit Einmachklemmen festklemmen. Bei 100°C im Einkochkessel 30 Minuten einkochen, oder wie ich es gemacht habe im Dampfgarer die Gläser bei 100°C 30 Minuten einkochen.
Der Glaskuchen funktioniert übrigens auch mit Twist-off-Gläsern, nur dann bitte die Gläser nach dem Backen umgehend aus dem Backofen nehmen und sofort mit dem Twist-off-Deckel verschließen.
Die Gläser abkühlen lassen und am nächsten Tag kontrollieren, ob sich die Deckel nach innen gezogen haben und ein Vakuum bilden konnten. Nur mit dem Vakuum sind die Kuchen festverschlossen und gut 6 Monate haltbar.
Ganz wichtig! Bitte nur Sturzgläser verwenden, sonst bekommt man den Kuchen nicht einwandfrei aus den Gläsern. Die Gläser müssen eine gerade Form haben und einen glatten Rand.


Freitag, 4. Mai 2012

Jetzt sehe ich orange, oder besser gesagt Kräutermöhren...

Nach grün kommt orange, manche sagen auch orosch. Ich hatte gedacht ich kann Eure und Herrn GB’s Nerven nicht weiter strapazieren und auf der grünen Welle weiter fahren, äh kochen natürlich. Möhren gehören zu den Stammgemüsesorten im Büdchen. Wenn nichts geht, Möhren gehen immer und ich bin oft erstaunt wie vielseitig sie zubereitet werden können. Das ist die Geschmacksbreite bei z.B. Kohlraben schon begrenzter. Ich habe auch schon hier und da mal ein Möhrenrezept mit Kohlraben versucht, aber Kohlraben sind eben Kohlraben und Möhren sind Möhren. Da kann man nicht einfach mal das eine Gemüse gegen das andere austauchen. Tomatensalat ist ja auch etwas ganz anders als Gurkensalat, ist zwar beides Salat, doch wenn ich mir vorstelle ich sollte Tomaten mit einer Dillsahnesoße zubereiten, ich denke ich würde mich weigern. Aber vielleicht hat jemand von Euch Lust auf Tomatensalat mit Dillsahnesoße und probiert es mal aus, über Berichte würde ich mich freuen. Vielleicht habt Ihr ja auch schon ein typisches Möhrenrezept mit Kohlraben ausprobiert und es ist der Renner. Keine Panik, ich bin nicht kochtechnisch durchgeknallt ich würde mich nur freuen es könnte mich jemand vom Gegenteil überzeugen. Also ich freue mich auf gute Ideen, aber vorher gibt es bei mir Kräutermöhren
800g Möhren geputzt
50 g Butter
1 Zweig Thymian
2 Esslöffel Crème frâiche
Einige Zweige glatte Petersilie gehackt
2 Esslöffel frische Schnittlauchröllchen
Salz
Die Möhren in einen Topf mit großem Boden geben. Die Möhren sollen nach Möglichkeit alle recht flach auf dem Boden liegen, je weniger gestapelt ist, umso besser. Die Möhren mit wenig Wasser angießen. Sie sollten nicht bedeckt sein. Noch etwas Salz zufügen. Die Butter und den Zweig Thymian ebenfalls in den Topf geben, einmal kurz aufkochen und dann bei milder Hitze im geschlossenen Topf 10 bis 20 Minuten dünsten. Das Wasser sollte beim garen etwas reduziert werden. Den Thymianzweig entfernen.
Die Crème frâche, die gehackte Petersilie und die Schnittlauchröllchen unterrühren und nochmals mit Salz abschmecken.
Für Herrn GB gab es die Möhren natürlich mit einem Stückchen Fleisch, aber die Möhren in Kombination mit Kartoffeln machen sich auch recht gut…


Freitag, 2. März 2012

Fischröllchen auf Möhren-Ingwer-Püree...

Also nicht jedes Fischröllchen ist gleich ein Rollmops, wobei beim Gedanken an so einem herzhaften säuerlichen kleinen gerollten Fisch mir das Wasser im Mund zusammen läuft. Rollmöpse haben bei mir immer die Wirkung, wie sie auch Zitronen haben. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Habt Ihr schon mal vor einem Blasinstrumentenspieler gestanden und eine Zitronenscheibe ausgelutscht? Ha, das solltet ihr mal machen, aber nur wenn ihr mindestens über dem Rekord eines Mittelklassesprinters liegt, denn der Musikus findet das sicher nicht lustig. Ich kann Euch verraten Schnelligkeit ist angesagt. Fast genauso wie bei meinem heutigen Rezept. Nur hierbei müsst Ihr nicht schnell sein, sondern dieses Gericht ist blitzschnell fertig und weil es so lecker war auch blitzschnell aufgegessen. Außerdem hatte es die Leichtigkeit eines spurtenden Sprinters...

Fischröllchen auf Karotten-Ingwer-Püree...
Pro Person zwei Seezungenfilets
Spinatblätter
Sahnemeerrettich
Sahne
Gebeizte Lachsscheiben
Frischhaltefolie
Frischhaltefolie so groß auslegen, dass die Seezugenfilets großzügig damit eingerollt werden können.
Den Spinat nur Sekunden blanchieren, trocknen und auf der Folie so breit auslegen, dass die Seezungenfilets darauf gebettet werden können. Als nächste Lage wieder Spinatblätter, als letzte Lage Lachsscheiben auflegen.
Meerrettich mit etwas Sahne glatt rühren und die Lachsscheiben damit einstreichen. Mit Hilfe der Folie die Lagen zu einem Röllchen aufrollen. Die Folie fest um das Röllchen spannen und gut verschließen.
Ich habe die Rollen im Dampfgarer bei 75°C 10 Minuten gegart.
Für das Karotten-Ingwerpüree ca.750g Karotten in kleine Würfel schneiden. In einem Topf mit knappen 200 ml Karottensaft, Saft einer Zitrone und einem Stück Butter (ca. 1 Esslöffel) weich garen. Zwei Teelöffel geriebenen Ingwer zugeben und alles gut durchmischen. Mit dem Mixstab Pürieren und mit Salz und frischem Pfeffer abschmecken.
Püree mit einem Fischröllchen und kleinen Schnittlauchröllchen anrichten und servieren.