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Dienstag, 17. April 2012

Französische Landhausküche, Zitronentarte…

Dass eine meiner Lieblingslektüren Kochbücher sind, wisst Ihr ja. Sicher könnt Ihr Euch auch denken, dass das eine oder andere Kochbuch der französischen Küche in meiner Sammlung vorkommt. Aber was Euch sicher aus den Socken haut, wenn ich Euch jetzt verrate, dass ein super schönes Buch ins Büdchen gezogen ist, mit dem Titel „Die französische Landhausküche“ und ich in dieses Buch schon sage und schreibe 26 Rezepte mit Markierungsfähnchen kennzeichnete. 5 Rezepte bereits nachgekocht/gebacken habe und nur keine weiteren Fähnchen kleben konnte, weil mir die Fähnchen ausgegangen sind.
Ich mag dieses Buch aus dem Jan Thorbecke Verlag mit diesen hinreißenden Bildern die mich gedanklich in bäuerliche Landküchen oder gemütliche Rosengärten versetzen. Die Rezepte sind genauso bodenständig und ohne chi chi. Bilder und Rezepte sind im absoluten Einklang.
Nach der Einführung von der Autorin Laura Washburn folgt der Bereich der Vorspeisen der mit Leckereien wie Markrelen-Rillettes, Knoblauchgarnelen oder einer Ziegenfrischkäsetarte aufwartet. Okay den Ziegenkäse brauch ich jetzt nicht, aber man bekommt ja auch mal Besuch.
In der Rubrik der Suppen ist die klassische Zwiebelsuppe zu finden, aber auch eine Küchengartensuppe oder eine Gemüse-Bouillabaisse fehlt nicht.
Nach Suppe kommt Fleisch. Schweinefleisch in Apfelwein mit Kartoffeln und Äpfeln, seid froh dass Ihr das Bild nicht seht. Die Anleitung zum marinierten Schweinebraten, dessen Grundlage ein Schweinerücken ist, lässt mir das Wasser im Mund zusammen laufen. Das Bild vom geschmorten Steak mit Anchovis und Kapern muss ich vor Herrn GB verstecken.
Als nächstes werden Geflügel und Wildspeisen dargestellt. Wie bereits in den anderen Gruppierungen wird der Leser wieder mit genussvollen Anregungen gelockt. Ente, Hähnchen, Perlhuhn, Kaninchen machen Appetit.
Fisch und Meeresfrüchte kommen auch nicht zu kurz. Gebackener Seeteufel, Muscheln und geschmorter Wolfsbarsch sind zu finden.
Die Rubrik „Einfache Gerichte“ lässt mich schmunzeln. Hier erwartet mich Gemüse über Gemüse, aber teilweise so außergewöhnlich zubereitet, dass „einfach“ leicht untertrieben ist.
Salate und Beilagen komplettieren den Bereich des Herzhaften bis der süße Abschluss kommt.
Wie zu erwarten ist das süße Feld sehr umfangreich, allerdings zu meinem Wohlwollen genauso echt und ehrlich wie alle anderen Rezepte.
Sehr schön empfand ich die Erklärung zu einzelnen Käsesorten die gelegentlich in Rezepten vorkamen und vor allem die Alternativen die benutzt werden können.
Sicherlich ist dieses Buch nur ein kleiner Auszug aus der hervorragenden französischen Küche, doch mir verschafft es einen netten Einblick in die Landhausküche in der gradlinig gekocht wird und vor allem mit Zutaten die auf irgendeine Art in jeder Region zu finden sind.
Den Anfang aus diesem Buch mache ich mit einer Zitronentarte, doch eh ich die vorstelle verrate ich noch was der Verlag zu diesem Buch sagt:

Die französische Landhausküche
Die ländliche Küche Frankreichs ist außergewöhnlich. Sie basiert auf regionalen Zutaten und Rezepten und sehr viel Respekt für Tradition.
Viele der in der französischen Küche verwendeten Zutaten gibt es fast überall auf der Welt: Gartenfrisches Gemüse und Kräuter, Geflügel, Lamm und Rindfleisch etwa; in den Küstenregionen gibt es ein reichhaltiges Angebot an Fisch und Meeresfrüchten, und die französische Tradition der Käseherstellung ist weltweit bekannt.
Was also stellen die Franzosen mit diesen Grundzutaten an, sodass ihre Kochkunst sich von der anderer Länder abhebt?
Ein wesentliches Merkmal ist Einfachheit. Die ländliche französische Küche ist nicht kompliziert, sondern bietet alltägliches Essen für ganz normale Leute.
Die Franzosen nehmen sich außerdem für ihr Essen Zeit – Zeit, es herzustellen, einzukaufen und zuzubereiten.
Die Sammlung von Rezepten in diesem Buch ist ein Zeugnis für die Großartigkeit französischen Essens in all seiner Einfachheit, aber mit einem Geschmack, der auf der Welt seinesgleichen sucht.
Format 19 x 24 cm
160 Seiten mit zahlreichen Fotos
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7995-3577-9
Die Autorin Laura Washburn, geboren in Los Angeles, hat in Paris studiert und dort die namhafte »École de Cuisine La Varenne« besucht. Heute lebt sie als Kochbuch-Autorin in London.

Zitronentarte:
Standard Mürbeteig:
200 g Mehl
2 Teelöffel feiner Zucker
100 g Butter
1 Prise Salz
Für die Zitronentarte noch die Schale einer Zitrone, das macht den Teig schon richtig zitronig. Ist eine Empfehlung aus dem Büdchen und stand nicht im Rezept.
Aus allen Zutaten einen Teigkugel herstellen und dies gute 60 Minuten kühlen.
Anschließend ausrollen und eine gefettete Tarteform damit auskleiden.

Zitronenfüllung:
1 Saft und Schale einer Bio-Zitrone
Saft einer halben Orange
200 g feiner Zucker
3 große Eier und 2 Eigelb
200 ml Creme double
Eier, Eigelb mit Zucker und Creme double gründlich vermischen, den Zitronen- und Orangensaft, wie auch die Zitronenschale unter die Eiermasse geben und glattrühren.
Die Mischung in die Tarteform auf den Teig gießen und bei 150° C gute 25 Minuten im vorgeheizten Backofen backen bis der Belag gerade fest geworden ist. Etwas abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und lauwarm servieren.