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Montag, 14. März 2011

Versteckte Jakobsmuscheln, die Freundin war´s…

Neulich während der Pause im Büro: Ganz leger in der einen Hand das Schnittchen, die andere Hand an der Tastatur, griffbereit daneben die Kaffeetasse. Ach da fällt mir gerade ein, ich muss doch noch meine Kaffeetasse fotografieren, okay, andere Baustelle. Wieder zurück zum Schnittchen oder besser gesagt zur Freundin, nein nicht zur Freundin vom Büdchen, sondern zur Freundin des guten Geschmacks, wobei sie ist auch mit dem Büdchen befreundet, allerdings anders. Ach menno, das heutige Thema hat aber Stolpersteine, ich muss doch mal beim Thema bleiben!
Also nochmal, Pause, Schnittchen, Tastatur, Kaffeetasse und dieser Eintrag von der Freundin d.g.G.. Ihr wisst jetzt welche ich meine??? Die Freundin d.g.G. schreibt da was von eingefrorenen Jakobsmuscheln und Ende der Muschelzeit und sowas wie, nur noch versteckt lecker.
War ich froh, dass ich alleine in meinem Büro war, ich hätte wahrscheinlich mit meinem schockierten Gesichtsausdruck jedes Gegenüber zur Erstarrung erschreckt. Nein nicht wegen dem leckeren Rezept von der Freundin d.g.G., das hörte sich alles ganz toll an. Ich erinnerte mich an meine eingefrorenen Jakobsmuscheln, wahrscheinlich sind es wieder solche Teile die bis zur Unkenntlichkeit eingefroren sind.
Ihr könnt Euch denken was meine erste Amtshandlung war als ich nach der Arbeit in die Küche stürmte? Richtig, Inspektion der Gefriertruhe und ich habe sie auf Anhieb gefunden und noch besser, direkt erkannt!!! Die Jakobsmuscheln sahen auch noch aus wie Jakobsmuscheln.
Und jetzt erst mal ein großes Danke an die Freundin d.g.G., ich habe zwar nicht ihr Rezept nachgekocht, aber die erste Lage Jakobsmuscheln sind verarbeitet weil sie mich wachgerüttelt hat. Die Zweite Lage Jakobsmuscheln, die noch ihren Winterschlaf in der Truhe hält, könnte ich mir aber in ihrer Version gut vorstellen.
Versteckt habe ich meine Muscheln genauso wie die Freundin d.g.G. es auch gemacht hat, nur habe ich sie nicht kleingehackt. Bei mir bekamen sie einen Speckmantel…
Jakobsmuscheln im Speckmantel mit Käseschaum und Rucola:
12 ausgelöste Jakobsmuscheln
12 dünne Scheiben würzigen Schinkenspeck
2 Esslöffel Öl
100 g würzigen Bergkäse gerieben
50 ml Sahne
2 Esslöffel Creme fraiche
Etwas Milch
Zitronensaft, Cayennepfeffer und Salz zum Abschmecken
200 g Rucola
8 Cherrytomaten
6 Esslöffel Olivenöl
3 Esslöffel Weißweinessig
2 Teelöffel Senf
1 Esslöffel frische Salatkräuter gehackt
1 Schalotte fein gewürfelt
Jede Jakobsmuschel mit je einer Scheibe Schinkenspeck umwickeln. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Jakobsmuscheln von beiden Seiten schnell und zügig braten. Noch kurz die Cherrytomaten in der Pfanne schwenken und warm stellen.
Aus Bergkäse, Sahne und Creme fraiche mit dem Pürierstab einen Schaum herstellen. Die Käsecreme ggf. mit etwas Milch verdünnen. Mit Zitronensaft, Cayennepfeffer und Salz abschmecken.
Den Rucola säubern und aus Olivenöl, Weißweinessig, Senf, Salatkräutern und der Schalottenwürfel eine Vinaigrette mischen.
Die gebratenen Jakobsmuscheln mit dem Rucola und den Tomaten anrichten. Den Käseschaum zu den Muscheln geben, die Vinaigrette auf den Rucola träufeln.
Ich habe dazu gebratene Polenta gereicht.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Resteessen mit Kürbis, Crevetten und Safran…

Ach wie grausig, kaum hat das Jahr angefangen, schon holen mich kleine Einkaufssünden vom letzten Jahr ein. Um genau zusagen handelt es sich um einen Kürbis und um eine Tüte mit gefrorenen Crevetten. Der Kürbis sah so schön aus und eh ich mich versah, habe ich das ganze Ding gekauft, frei nach dem Motto, der hält sich ja. Klar hält der sich, aber eben auch nicht ewig und Kürbis gehört jetzt nicht zu dem Gemüse, das ich jede Woche auf den Speisezettel bringen mag. Jetzt steht aber der Winterurlaub vor der Tür und der restliche Kürbis liegt hinter der Tür und zwar hinter der Kühlschranktür und muss noch vor den Ferien verarbeitet werden. Beim Blick in die Gefriertruhe ereilte mich dann gleich die nächste Einkaufssünde, eine große Tüte mit den besagten gefrorenen Crevetten. Die waren natürlich auch fällig.
Zu Crevetten passt geschmacklich Safran recht gut, aber wie passt Safran zu Kürbis, farblich ausgezeichnet. Das helle Gelb einer Safransoße zu einem orangen Kürbistörtchen mit leicht gebräunten Crevetten, also farblich schon nicht schlecht. Jetzt kam es auf die richtige Zubereitung an damit die Zusammenstellung nicht nur gut aussah, sondern auch noch gut schmeckte.
Ich habe dann mal wieder in Rezepten gestöbert und dachte ein Kürbistörtchen mit Crevettenspieß auf Safranschäumchen könnte ein schönes Resteessen werden…


Kürbistörtchen:
500 g Kürbis, geschält und entkernt
2 Eier
100 g Blauschimmelkäse
2 Esslöffel Creme Double
1 ½ Teelöffel gesiebtes Mehl
Salz, gemahlene Nelken
Butter für die Form

Den geputzten Kürbis in kleine Stücke schneiden und in Salzwasser ca. 25 Minuten garen. Die Eier trennen. Die Kürbisstücke pürieren. Die Eigelbe mit dem Creme Double und dem Blauschimmelkäse aufschlagen. Das Kürbispüree in die Eigelbcreme mischen, das gesiebte Mehl auch in die Masse geben und unterrühren. Nun mit Salz und Nelkenpulver würzen. Die Eiweiße mit etwas Salz zu Schnee aufschlagen und anschließend unter die Eigelbkürbismasse heben.
Souffléförmchen oder Muffinförmchen mit Butter ausfetten und die Teigmasse in die Formen füllen.
Bei 100°C im Dampfgarer abgedeckt 25 Minuten garen oder im vorgeheizten Backofen in einer mit wassergefüllten Fettpfanne bei 200°C etwa 25 Minuten backen.


Crevetten am Spieß
5 Crevetten pro Person (wenn gefroren, dann vorher auftauen)
Etwas Chilipulver
1 Esslöffel Butterschmalz
4 kleine Spieße (z.B. Holz oder Bambus)

Jeweils 5 Crevetten auf einen Spieß aufspießen, leicht mit etwas Chilipulver bestäuben. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Spieße von beiden Seiten je ca. 3 Minuten braten.

Safranschäumchen:
1 Schalotte
1 Esslöffel Butter
Einige Fäden Safran (ein Tütchen)
50 ml Weißwein
1 Cognac
200 ml Sahne
Salz, Cayennepfeffer, 1 Teelöffel Zitronensaft

Safran in den Wein geben und darin etwas auflösen. Die Schalotte schälen und in ganz feine Würfel schneiden. Butter in einem kleinen Topf erwärmen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten. Mit dem aufgelösten Safran, dem Wein, dem Cognac und der Sahne die Schalotten ablöschen. Die Soße aufkochen und anschließend durch ein Sieb filtern. Nun die Soße mit Salz, Cayennepeffer und dem Zitronensaft abschmecken. Im Anschluss mit dem Pürierstab aufschäumen.

Das Kürbistörtchen mit einem Crevettenspieß und dem Safranschäumchen hübsch auf einem Teller anrichten und servieren.

Freitag, 10. September 2010

Aus der Fülle mache ich eine Hülle

Seit Tagen streife ich durch mein Bücherregal mit den Kochbüchern, auf der Suche nach dem ultimativen Rezept, passend zum Blog-Kochevent bei Kochtopf today. Total spannend was die Leute alles so verpacken, doch vor lauter Bäumen und Wald und so…...
Alles was mir so in den Sinn gekommen ist war nie so das Richtige. Wenn ich auch mit einem Kalbsschnitzel in der Panade den Gatten begeistern kann, so wäre es mir für dieses Kochevent dann doch etwas, na sagen wir mal, einfach gewesen. Von der Fülle der Rezepte förmlich erschlagen, habe ich mich dann mal mehr auf die Hülle konzentriert.
Da kam mir ja so einiges unter, Wan tan, Blätterteigtaschen, gefüllte Klöße, ausgehöhlte gefüllte Gemüse, Fleischrollen mit Fülle, Ravioli, Maultaschen und was weiß ich nicht noch alles. Lesen macht hungrig und da ich noch einige Crevetten auf Lager hatte, waren die fällig.


Habe dann einfach mal die Füllung von neulich, von den gefüllten Zucchiniblüten, als Grundlage für meine Hülle genommen und etwas abgewandelt. Mit diesem Teig durften sich dann die Crevetten einhüllen und in heißem Fett baden bis sie goldbraun waren. Hmmm, einfach lecker, diese kleinen Dinger zum Salat, köstlich. Wobei in diesem Fall haben sie es bis zum Salat leider nicht mehr geschafft…



Blog-Event LX - In Hülle und Fülle (Einsendeschluss 15. September 2010)

Rezept: Crevetten in der Hülle
12 Crevetten
125 g Schichtkäse
2 Esslöffel Mehl
1 Ei
1 Eigelb
1 Eiweiß
Salz und Pfeffer
1 Bund glatte Petersilie
ggf. etwas Sahne

Schichtkäse mit dem Eigelb und dem ganzen Ei verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Petersilie fein hacken und in die Schichtkäsemasse geben. Das Mehl unterrühren. Sollte die Masse zu dicklich sein mit etwas Sahne verdünnen. Den Teig ca. 30 Minuten quellen lassen. Das Eiweiß steif schlagen und unter den Teig heben. Die Crevetten putzen, durch den Teig ziehen und in heißem Fett ausbacken. Die Crevetten müssen vom Teig sehr gut ummantelt sein, sonst noch etwas Teig während des Bratens auf die Crevetten geben.
Auf einem Bogen Küchenpapier abtropfen lassen.