Posts mit dem Label Mehl werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mehl werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 6. September 2014

Brioche, jetzt ist die Vorspeise komplett…

…erst hatte ich Dich mit dem Geflügellebercreme brûlée bespaßt, dann mit den Gewürzbirnen und wie versprochen bekommst Du heute das Rezept von der Brioche. Brioche ist eigentlich nichts anderes als ein Hefezopf nur eben nicht als Zopf. Ach ja, eine ganze kleine Kleinigkeit macht die Brioche dann doch wieder zu einem einzigartigen großen Gebäck das unvergleichbar ist. Es trieft förmlich von Butter. Zwei Teile Mehl, ein Teil Butter und Hefe ist die Grundlage des französischen Hefegebäcks. Nach Möglichkeit wenig Hefe, dafür aber lange gehen lassen und wenn ich sage lange gehen lassen, dann meine ich lange gehen lassen. Neulich bei unserem Kochtreffen reichte die Zeit nicht so richtig und irgendwie wollte er mit der ursprünglichen Hefezugabe nicht gehen, also wurde die Hefe verdoppelt und ab da hatte er keine Chance mehr. Er ging, und wie er ging! Dann hatten wir noch das Glück dass uns ein Heißluftdämpfer zur Verfügung stand. Das ist nichts anderes als ein Backofen mit Umluft und Dampf. Kannst Dir ja vorstellen wie die Brioche blubberte. Hefeteig braucht nichts anderes wie Wärme und Feuchte, ach ja und Du solltest ihn liebevoll behandeln. Auch wenn Du ihn zusammenschlägst, mache es mit Liebe, er wird es Dir danken.
Du glaubst jetzt Du würdest ihn nie, nieeemals zusammen schlagen, Du musst aber!!! Ob Du nun willst oder nicht, er wird sonst recht beleidigt in seiner Schüssel hocken bleiben und kein bisschen neugierig über den Schüsselrand linsen. Er will dass Du Dich dauernd mit ihm beschäftigst.
Pass auf, ich erkläre Dir das Rezept mal haarklein und von Anfang an.
Du brauchst folgende Zutaten:
500 g Mehl und Mehl fürs Zusammenschlagen
20 g Hefe
10 g Salz
60 g Zucker
6 Eier
50 g lauwarmes Wasser
250 g Butter
1 Ei
1 Dotter
Du gibst das Mehl in eine Schüssel, drückst in das Mehl eine Mulde. Du bröckelst die Hefe in die Mulde. Streust den Zucker auf die Hefe. Jetzt verquirlst du die 6 Eier mit dem Wasser und gibst das Gemisch auf die Hefekrümmel. Lass es einen Moment stehen bis die Hefe etwas schäumt. Nun noch das Salz zufügen, alles vermischen und zu einem glatten Teig verkneten. Du bist noch nicht fertig!
Du hast die Butter etwas angewärmt und zwar so dass sie gut zimmerwarm ist. Die knetest Du jetzt nach und nach unter den Teig. Wenn der Teig seidig glänzend schimmernd mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Er soll sich verdoppeln, evtl. musst Du ihn noch einige Zeit in der warmen Küche gehen lassen. Jetzt streust Du Mehl auf Deine Arbeitsfläche, gibst den Teig dazu, bemehlst in auch von oben und schlägst ihn von allen Seiten zur Mitte zusammen. Sei nicht zimperlich, aber knete ihn auch nicht, oder klatsche ihn gar zusammen, denn dann drückst Du die schönen Luftbläschen aus den Teig die er über Nacht gebildet hat. Du musst halt das richtige Fingerspitzengefühl entwickeln. Mir hat das ein Kochkollege aus unserer Kochgruppe gezeigt. Jetzt deckst Du ein feuchtes Tuch auf den Teig und lässt ihn wieder gehen er soll sich wieder um einiges vergrößern.
Ist er wieder auf das Doppelte seiner Größe gewachsen? Gut so, dann kannst Du den Teig in kleine Portionen teilen und wenn Du hast in Briocheformen geben. Es gehen aber auch Muffinformen. Meines Wissens werden die Originale aus zwei Kugeln geformt. Eine etwas größere und auf die wird eine kleine Kugel gesetzt.
Egal wie Du es machst, Du lässt den Teig jetzt nochmals etwas gehen. Während der Teig geht verquirlst Du das Ei mit dem Dotter und bestreichst den gegangenen Teig damit.
Den Backofen solltest Du auf 200°C vorheizen. Sobald der Backofen die Temperatur erreicht hat gibst Du das Gebäck hinein und backst die Brioche gute 20 Minuten bei 200°C, danach schaltest Du den Ofen herunter auf 180°C und backst weitere 15 bis 20 Minuten. Goldgelb soll das Gebäck werden, lass es nicht zu braun werden sonst wird es innen zu trocken.
Brioche schmeckt nicht nur zur Geflügellebercreme brûlée. Auch zum Frühstück, oder in Scheiben geschnitten in einer Eiermilch getränkt und in Butter gebraten ist Brioche regelrecht eine Delikatesse.


Dienstag, 25. Juni 2013

Holunderblütenbrot, den Bäcker musst Du suchen der das im Angebot hat...

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, könnte er aber. Wobei Herr GB ja immer ganz gerne Brot beim Bäcker kauft um mir die Arbeit zu ersparen und sich selbst das Fiasko meiner Brotbackkunst. Aber diesmal ist mir wirklich ein ganz großer Clou gelungen. Ich war selbst ganz von den Socken.
Während der Holunderblütezeit gehört im Büdchen zum Standardprogramm Holunderblütensirup, Holunderblütenessig und Holunderblütenzucker. Manchmal mache ich auch zwei oder drei Gläser Holunderblütengelee. Auf dem Programm stehen noch kandierte Holunderblüten und jetzt ganz neu Holunderblütenbrot. Ausgerechnet ich Brotbackdepp habe dieses leckere Brot hinbekommen.
Wir haben es mit einem milden Käse probiert, ging, aber etwas mit kräftigerem Geschmack wäre besser. Herr GB hat sich an würzige gekochte Mettwurst getraut, Du denkst jetzt sicher das Gleiche was ich auch gedacht habe. Iiiiiii, das geht doch gar nicht, aber es ging und wie das ging, einfach genial. Tja und mit etwas Süßem, wie z.B. Aprikosenkonfitüre war es natürlich auch genial. Schade eigentlich dass es nicht das ganze Jahr Holunderblüten gibt. Wenn Du dich beeilst, kannst Du es auch noch backen, noch gibt es Holunderblüten.

Holunderblütenbrot:
400 g Weißenmehl
100 g Buchweizenmehl
30 g Hefe
1 Prise Zucker
¼ Liter Milch, lauwarm
Blüten von 6 Holunderdolden
½ Teelöffel Salz
Schale einer unbehandelten Limette
1 Eigelb

Die Mehle mit einander vermischen. In die Mitte eine Kuhle drücken und die Hefe hinein krümeln. Die Prise Zucker auf die Hefe geben und mit etwas lauwarmer Milch angießen. 30 Minuten warten und die Hefe etwas gehen lassen. Sie schäumt etwas auf.
Die restliche Milch angießen Salz, Holunderblüten und Limettenschale zufügen. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig zum Brotlaib formen und gut 60 Minuten gehen lassen. Wenn es sich größenmäßig verdoppelt hat mit einem verquirlten Eigelb einpinseln und bei  Umluft im vorgeheizten Backofen bei 180°C gute 50 Minuten backen. Das Brot vor dem Aufschneiden auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.



Montag, 24. Juni 2013

Sommersturm oder Windbeutel mit Limocellocreme...

Das Unwetter von letzter Woche haben wir überstanden, der Kirschbaum hinterm Haus ist in kleine Stücke gesägt und entsorgt. Der Bach ist wieder zurück in seinem Bett und der Nachbar wird wohl demnächst drei Meter weniger Rasen mähen müssen.
Ach Du weiß gar nicht wovon ich rede? Aber das Unwetter in der letzten Woche hast Du schon mitbekommen und dass das halbe Ruhrgebiet abgesoffen ist weißt Du auch, oder?
Du glaubst nicht wie es hier in der letzten Woche zuging, es regnete und hörte einfach nicht auf. Mittags um 13:00 Uhr war es so dunkel, als hätten wir es bereits 22 Uhr. Ich war logischerweise im Büro. Ich kann ja schließlich nicht nur Urlaub machen. Tja, aber das Wetter vergönnte mir einen frühen Feierabend durch Stromausfall. Telefonanlage fiel aus, Computer aus und wir saßen kurz im Dunkeln. Wie gesagt die Helligkeit entsprach 22 Uhr. Doch was soll ich da wenn nichts funktioniert? Also ich ab nach Hause. Noch um einiges vom trauten Heim entfernt sah ich schon was ich eigentlich nicht glauben wollte. Einige Felder bzw. Wiesen waren überschwemmt wo am Morgen noch ein hübsches Bächlein plätscherte. Der Bauer sammelte sein herunter gespültes Feld von der Straße ein. Eine ortsansässige Firma war komplett überflutet der sonst plätschernde Bach rauschte wie ein kleines Flüsschen über das Firmengelände. Ich ahnte Böses.
Aber was soll ich sagen, obwohl der Bach der hinter unserem Haus her fließt, von 1 Meter auf locker 5 Meter Breite gewachsen ist, war zum Glück das Wasser vom Haus noch weit entfernt. Beim Nachbarn links ist ein Kirschbaum umgekippt, aber vorher haute noch ein Blitz rein um das ganze Dorf in Angst und Schrecken zu setzen. Der Garten des Nachbarn von rechts verkürzte sich vorrübergehend um gute drei Meter. Alles überschwemmt und die gepflanzten Blumen schwimmen jetzt sicherlich in der Ruhr als Wasserpflanzen.
Ich weiß, das Alles ist ein Sandkorn gegen das was im Süden bzw. im Osten unseres Landes passiert ist.  Ich glaube nicht annähernd zu wissen was die Menschen dort durchmachen, aber was es heißt vor einer Naturgewalt Angst zu haben und keinen Einfluss nehmen zu können, das ist mir mehr als klar geworden.
Der Regen hat Gott sei Dank nicht so lange angehalten wie in den anderen Bundesländern, dafür haben wir jetzt seit Samstag einen Dauerwind. Passend zum Wind draußen gibt es heute im Büdchen Windbeutel. Ein Brandteiggebäck mit einer wundervollfrischen Füllung.
Windbeutel mit Limoncellocreme
200 ml Milch
60 g Butter
Eine Prise Salz
120 g Weizenmehl
3 Eier
Die Milch mit der Butter und dem Salz aufkochen. Das Mehl auf einmal in die kochende Milch geben und mit einem Holzkochlöffel kräftig verrühren. So lange rühren bis sich eine Brandteigkugel gebildet hat und der Topfboden mit einer weißen Schicht überzogen ist. Diese Kugel in eine Rührschüssel geben und etwas abkühlen lassen. Die Eier nach und nach mit den Knethaken des Handrührgeräts in den Teig arbeiten. Den Brandteig in einen Spritzbeutel mit gezackter Tülle füllen.
Auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist, 20 kleine Teigtürmchen spritzen. Die Windbeutel auf mittlerer Schiene bei 180°C gute 40 Minuten backen. Sie sollen goldbraun werden.

(Super Wichtig: auf keinem Fall während des Backvorgangs den Backofen öffnen!!!)
Die gebackenen Windbeutel auf einem Rost geben und auskühlen lassen.

Für die Limoncellocreme benötigst Du folgende Zutaten:
2 Eigelbe
2 Esslöffel Vollmilch
2 Esslöffel Vanillezucker
1 Esslöffel Puderzucker
4 Blatt Gelatine, weiß
125 ml Limoncello (italienischer Zitronenlikör)
250 ml Sahne, schlagen
Die Eigelbe mit dem Vanillezucker, dem Puderzucker und der Milch in einem warmen Wasserbad schaumig schlagen und zu einer Rose abziehen. Zwischenzeitig hast Du die Gelatineblätter in etwas Wasser quellen lassen. Die Gelatine entweder in der warmen Eiercreme auflösen (mir gelingt das nicht wirklich), oder kurz im Wasserbad erwärmen und dabei auflösen. Nun kannst die aufgelöste Gelatine in die Eiercreme gegeben werden. Gut unterrühren und einige Minuten kaltstellen. Sobald die Creme anfängt zu gelieren, die geschlagene Sahne unter die Creme rühren. Die Creme in einen Spritzbeutel geben, die Windbeutel aufschneiden und die Windbeutel mit der Creme aus dem Spritzbeutel füllen.
Als kleines i-Tüpfelchen kannst Du noch feingehackte kandierte Zitronenschale auf die Creme streuen und dann setzt Du erst das Deckelchen wieder auf.
Windbeutel schmecken auch bei Sturm und mit Limoncellocreme bringen sie etwas Sommer zurück.


Montag, 27. August 2012

Butterkuchen mit Aprikosen und Ingwergeschmack…

Herr GB ist eine Zuckerschnute, aber die Stammleser wissen das ja bereits. So ganz beiläufig hat er mal wieder passend zum Wochenende erwähnt das ein Butterkuchen neulich in irgendeiner Zeitung abgebildet war. Der sah natürlich super lecker aus und vor allem so sehr saftig. Kurzerhand habe ich das Altpapier durchsucht und das Blättchen gefunden. Mein Schatz hatte Recht, der Kuchen sah wirklich sehr saftig aus. Die Zutaten hatte ich im Haus und laut Rezept dauerte die Zubereitung 15 Minuten. Ich habe zwar jetzt nicht auf die Uhr geschaut, aber mit Hilfe meiner Kitty brauchte ich gefühlte 10 Minuten.

250 g Mehl, 175 g feinen Zucker, 1 Prise Salz und 225 g Süßrahmbutter (schön kalt und in kleine Würfel geschnitten) hat die Kitty zu einer Teigkugel geknetet.
Diese Teigkugel habe ich in zwei Teile geschnitten. Mit einem Teil habe ich eine Tarteform ausgekleidet.
Den zweiten Teil habe ich zwischen zwei Seiten Frischhaltefolie zu eine glatten Platte, in Größe der Tarteform ausgerollt.
Während die Kitty am Teig arbeitete habe ich 100 g getrocknete Aprikosen mit zwei Esslöffeln Ingwersirup und 50 g Mandelblätter vermischt. Die Aprikosen habe ich vorher schön fein gehackt, dann nehmen sie besser den Ingwersirup auf. Diese Aprikosenmasse in die mit Teig ausgekleideten Form geben, gleichmäßig verteilen und mit der ausgerollten Teigplatte abdecken. Am Rand der Form den überstehenden Teig in die Form drücken. Mit der stumpfen Seite, also dem Rücken eines Messers ein Kreuzmuster in den Teig drücken.
Als Abschluss die Oberseite mit einem Esslöffel Milch bepinseln und bei 180°C gute 20 Minuten im vorgeheiztem Backofen goldbraun backen.
Das Längste was an diesem Kuchen dauert ist das Abkühlen bis man ihn essen kann.

Mittwoch, 15. August 2012

Ich übe für die Pflaumenzeit...

Im Büdchen wird ja so einiges an Obst verputzt. Also das Obst wird hier nicht nur in der Küche verarbeitet, wir verputzen auch Unmengen davon frisch. Auf Anhieb fällt mir jetzt keine Obstsorte ein die wir nicht mögen, nur richtig schön frisch muss es sein und auf keinem Fall überreif. Lieber beiße ich mir an einer Nektarine fast den Zahn aus eh ich irgendeine Schlabberfrucht esse. Herrn GB geht es ähnlich, wobei er Obst am liebsten isst, wenn es noch etwas Säure hat. Aprikosen nur leicht fest und etwas säuerlich, sonst kann ich sie alleine essen. Bei Pflaumen ist es genauso. Ihn stört es auch nicht wenn sie noch leicht grün sind, nur sauer müssen sie eben sein. Aus Mangel an Zeit hatte Herr GB am letzten Freitag einen Teil unseres Wochenendeinkaufs übernommen und unter anderem ist ein Körbchen mit ca. 2 Kg Pflaumen in den Einkauf gewandert. Die wollte er so als Zwischendurchsnack wegknabbern. Ich dachte so bei mir, oha, hoffentlich macht das sein Magen mit und er wird am Wochenende nicht Dauergast des stillen Örtchens. Meine Sorge war gänzlich umsonst. Er hatte sich an den Pflaumen verkauft. Zuckersüß waren sie, aber dabei trotzdem schön fest. So mag er Pflaumen aber nicht und jetzt gebe ich Euch zu raten wem er die Pflaumen zur freien Verfügung geschenkt hat!
Genau, ich durfte sie haben und so ganz nebenbei gab er mir auch noch den Tipp, ich könnte ja einen Kuchen daraus backen.
Was sollte ich mir jetzt noch großartig Gedanken machen, natürlich habe ich einen Kuchen gebacken und zwar einen Pflaumenkuchen mit Kokosraspel. Eigentlich bin ich ja kein Fan von Kokos, aber dieser Streuselkuchen war so saftig, ich freue mich schon auf die Pflaumenzeit, denn den backe ich nochmal.
Pflaumenkrümmelkuchen:
Ca. 1 kg Pflaumen
350 g Zucker
2 Esslöffel Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Esslöffel Rum (ich mache es wie Herr Lafer und nehme Strohrum)
2 Eier
275 ml Rapsöl
500 g Weizenmehl
100 g Buchweizenmehl
150 g Kokosraspel
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
Pflaumen waschen, entsteinen und einmal durchschneiden. Pflaumen zur Seite stellen.
Aus allen anderen Zutaten einen krümeligen Teig herstellen. Zweidrittel des Teiges auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausrollen. Die Pflaumenhälften auf den Teig ziegelartig auflegen. Den restlichen Teig auf die Pflaumen krümeln.
Bei 180°C ca. 40 Minuten goldgelb backen.
Mit Schlagsahne oder einer Vanillecreme servieren.


Dienstag, 17. Juli 2012

Brezeln in Lauge versenkt…

Das war mal so richtig cool. In der Küche stehen, herum experimentieren und nicht wissen ob es nicht ein winziges kleines Bisschen gefährlich ist. Nein, ich habe meine Küche nicht zur neuesten Raketenabschussbahn umfunktioniert, ich habe lediglich ein paar Laugenbrezeln gebacken. Das Herzhafte liegt mir eh viel mehr, als diese süßen Törtchen.
Noch nie habe ich in meiner Küche etwas mit Lauge gemacht und auf der Packungsanleitung des Kaiser-Natrons wurde auch ausdrücklich hingewiesen, dass es sich um LAUGE handelt und man mit ihr bedächtig umgehen sollte.
Wie Ihr lesen könnt, das Büdchen steht noch, Herrn GB geht es gut und mir ist auch nichts passiert, allerdings habe ich jetzt wieder einen weiteren Auftrag bekommen. Zukünftig werden Laugenbretzeln nicht mehr gekauft, sondern nur noch selber gebacken.
Ich finde es ja langsam echt lustig, ich entwickle mich in Sachen Backen immer mehr und es gelingt auch immer besser.

Gez hat die Tochter vom Atthur (mecker nich, so sachse eben im Pott wennse vom Atthur, oder auch vom Atthur seine Tochter sprichs.)
Also nochma, Atthur seine Tochter macht ma widda sonn Event, jetzt hätte se gerne ein Geschenk und zwar ne 3. Ich hätte gez das Lied singen können, wähle drei, drei, drei auffem Telefon, wähle drei, drei, drei und Du hast mich schon…..lalalalala… und dann glaube mir, ich bin ein, zwei, drei schon bei Dir…usw.

Und gez bin ich hier mit meinem Geschenk, ich hab ihr nämlich ne 3 gebacken!!! Genau, aus Hefeteig, dann kunstvoll eine drei geformt und zur Krönung noch in Lauge aufgekocht. Der Abschluss war dann das Backen im Backofen und gez siehsse se hier auffem Foto, die Drei nich die Tochter...
Na, Tochter, freusse Dich?
Für süßes Gebäck bisse ja nich so, abber vielleicht willse ja auch mal was Herzhaftes backen und damitte nich lange nachem Rezept suchen muss, schreibbich das mal gez hier gleich auf. Ach ja, und zu Deinen 3 Anlässen, auch hier aussem Büdchen alle lieben Wünsche und natürlich herzliche Glückwünsche...

Also Laugendreienbrezeln machse so:
1 Würfel Hefe
300 ml Milch
1 Teelöffel Zucker
500 g Weizenmehl
1 Teelöffel Salz
40 g Schmalz oder Butter

1 Liter Wasser
3 Esslöffel Kaiser-Natron

Die Hefe in etwas Milch auflösen und den Zucker unterrühren. Diesen Vorteig gut 15 Minuten ziehen lassen bis er etwas schäumt.
Nun die restliche Milch mit dem Mehl, dem Salz und der Butter vermischen und den Hefeansatz zufügen. Alles zu einem weichen elastischen Teig verkneten, diesen mit einem feuchten Tuch abdecken und gute 30 bis 40 Minuten gehen lassen bis er sich gut verdoppelt hat. Dann noch mal auf einer bemehlten Unterlagen den Teig kräftig durchkneten.
Den Teig in 15 gleichgroße Stücke teilen und jedes einzelne Stück zu einem langen Strang rollen. Dieser Strang sollte sich zu den Enden hin verjüngen.
Aus den Strängen 15 gleiche Brezeln oder Dreien formen und diese weitere 20 Minuten, auch wieder abgedeckt unter einem feuchten Tuch, gehen lassen.
Zwischenzeitlich das Wasser in einem hohen Topf zum Kochen bringen und 3 Esslöffel Kaiser-Natron darin auflösen. Aber Vorsicht!!! Wenn das Natron in das Wasser kommt braust es zunächst gewaltig auf. Dann jeweils eine Brezel oder Drei auf einen Schaumlöffel legen und jede Brezel oder Drei 30 Sekunden ins kochende Natronwasser geben und abkochen.
Die Brezeln oder Dreien nach dem Natronwasserbad abtropfen lassen, auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech geben und mit groben Salz betreuen.
Wenn alle Brezeln oder Dreien auf dem Backblech liegen, dieses in den kalten Backofen schieben und bei 220 °C eine gute Viertelstunde schön goldbraun backen.
Ich hatte noch eingefrorene Bärlauchbutter die ganz hervorragend dazu passt, aber Dir fällt doch sicher auch etwas ein.


Mittwoch, 6. Juni 2012

Glaskuchen, ist der gut verschlossen kommt da so schnell keiner dran…

Im Büdchen habe ich ja so gewisse Lager für verschiedene Leckereien die nur mir bekannt sind, dachte ich! Ich glaube Herr GB kennt jedes von mir angelegte Arsenal und will bei mir aber als Unschuld vom Lande erscheinen. Falls ich mal etwas vermissen sollte ist er ja aus dem Schneider, denn er weiß ja angeblich von nichts. Neulich hatten wir im Hofladen in Wattenscheid nicht nur Spargel gekauft. Neben Eier, Tomaten und Schinken sind auch noch drei Weckgläser mit Kuchen in den Einkaufskorb gewandert. Blaubeer-, Rotwein- und Apfelkuchen. Ich weiß dass man ihn auch selber machen kann und dass er schnell gemacht ist, aber manchmal ist kaufen eben doch noch ein Ideechen schneller. Außerdem wollte ich mal ausprobieren wie dieser Kuchen hier so schmeckte und ob ich mir auch mal wieder die Mühe machen sollte Kuchen einzukochen.
Wie teuer jetzt so ein Glas jeweils war weiß ich nicht mehr, aber sie sahen sehr appetitlich aus und da ich meine Zuckerschnute gerne mal mit solchen Leckereien überrasche, musste ich nicht lange überlegen und habe sie gekauft. Eigentlich ist es eine sehr einfache Art der Haltbarkeit und diese Kuchen sind so "pflegeleicht" in ihrer Aufbewahrung, dass es normal Pflicht sein müsste diese Süßigkeit im Vorrat zu haben. Wie ich gelesen habe, kann jeder feste Kuchen verwendet werden, Hauptsache er ist auch schön saftig. Der Einkauf in diesem besagten Laden ist ja jetzt nun schon einige Wochen wieder her und am Sonntag erwähnte Herr GB etwas eindringlich, das es das letzte Glas Kuchen ist das wir haben! Ach was er nicht so alles weiß! Das war kein Wink mit dem Zaunpfahl, das war schon ein ganzer Lattenzaun! Oki,  ich habe verstanden, also backe ich jetzt Glaskuchen, oder besser gesagt Möhrenkuchen mit Kürbiskernen, schön saftig. Natürlich genauso hermetisch abgeriegelt wie der Gekaufte. Nur müsste ich mir mal wieder eine neue Lagerstätte suchen, die alten Geheimplätzchen scheinen nicht mehr richtig geheim zu sein…
Möhrenkuchen mit Kürbiskernen im Glas
(der Teig reicht für 3 Gläser á 400ml)
200 g fein geraspelte Möhren
50 g Walnüsse, fein gemahlen
175 g Rohrzucker
2 Eier
150 ml Rapsöl
60 g Kürbiskerne, fein gemahlen
½ Teelöffel Zimt
2 Prisen Muskatnuss
1 Prise Salz
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Natron
200 g Mehl
Butter zum ausfetten der Gläser
Mehl zum bemehlen der Gläser
Zucker und Eier schaumig schlagen bis eine weiße cremige Masse entstanden ist. Das Öl langsam unter die Eiermasse schlagen das es sich gut mit der Eiercreme verbindet. Möhrenraspel, Kürbiskerne und Walnüsse in die Masse geben und unterrühren. Zimt, Muskatnuss und Salz zufügen. Backpulver, Natron und Backpulver vermischen und ebenfalls zur Eiermasse geben. Alles gut untermischen.
Einkochgläser mit der Butter kräftig einfetten und mit Mehl gut bestäuben, damit nichts kleben bleibt. Wer möchte, kann statt Mehl auch gemahlene Kürbiskerne, gemahlene Nüsse oder Panierbrösel verwenden.
Die Gläser maximal mit 2/3 Teig füllen. (in meinen Gläsern waren das jeweils 270 g)
Die Gläser in den vorgeheizten Backofen ca. 35 Minuten bei 160°C Umluft backen.
Mit einem Holzstäbchen eine Probe machen und wenn kein Teig mehr am Holzstäbchen kleben bleibt ist der Kuchen fertig. Die Gläser aus dem Backofen nehmen, leicht abkühlen lassen und den Rand ggf. fein säuberlich reinigen.
Ein Einmachgummi auf den Rand auflegen, darauf einen Deckel und mit Einmachklemmen festklemmen. Bei 100°C im Einkochkessel 30 Minuten einkochen, oder wie ich es gemacht habe im Dampfgarer die Gläser bei 100°C 30 Minuten einkochen.
Der Glaskuchen funktioniert übrigens auch mit Twist-off-Gläsern, nur dann bitte die Gläser nach dem Backen umgehend aus dem Backofen nehmen und sofort mit dem Twist-off-Deckel verschließen.
Die Gläser abkühlen lassen und am nächsten Tag kontrollieren, ob sich die Deckel nach innen gezogen haben und ein Vakuum bilden konnten. Nur mit dem Vakuum sind die Kuchen festverschlossen und gut 6 Monate haltbar.
Ganz wichtig! Bitte nur Sturzgläser verwenden, sonst bekommt man den Kuchen nicht einwandfrei aus den Gläsern. Die Gläser müssen eine gerade Form haben und einen glatten Rand.