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Freitag, 19. Juli 2013

Kirschenschwämme versteckt im Quarkreisauflauf…

…hah, jetzt hast Du dich sicher gefragt was sind den Kirschenschwäemme? Schon mal etwas von Überhang oder Überschuss gehört? Letztes Wochenende hat Herr GB doch über die Stränge geschlagen. Wie, Du weißt von nichts? Aber klar doch, er hat mir doch Unmengen von Kirschen angeschleppt und ich wusste schon gar nicht mehr wohin mit dem ganzen Zeug. Hast Du doch gelesen! Ach Du hattest keine Zeit? Okay, kannste alles hier nachlesen.
Wenn Du sehr aufmerksam gelesen hast, weißt Du ja auch dass ich Dir einen Quarkreisauflauf mit Kirschen angedroht habe. Übrigens mal so ganz nebenbei, das Rezept von der Kirschkaltschale mit den Mehlklößchen habe ich wiedergefunden. Aber nachdem ich es mir durchgelesen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich das unmöglich bloggen kann. Das ist auf gar keinem Fall etwas für das Gourmet-Büdchen. Also für die Schleckermäuler hier im Büdchen schon, aber es ist eben kein Rezept zum Veröffentlichen. Es ist zwar wirklich sehr lecker, aber ich denke nur alleine schon bei dem Wort "Mehlklößchen" drehen sich meinen Lesern die Mägen um. Mal so ganz im Vertrauen, wenn das super Sommerwetter weiter anhält werde ich diese Kaltschale garantiert machen. Denn mal angenommen, ich würde dieses Mehlkloßsüppchen nicht mindestens einmal während der Kirschzeit machen, würde das Gefühl keinen richtigen Sommer gehabt zu haben, nicht verschwinden und mit diesen trostlosen Gedanken müsste ich mich Richtung Herbst begeben, durch den nächsten Winter kommen, dann auch noch einen Frühling überstehen bis wir endlich wieder Sommer hätten. Geht doch nicht, oder? Also werde ich die Kirschkaltschale mit Mehlklößchen in der abgedunkelten Küche fabrizieren, nur Herrn GB etwas abgeben und das Zeug hier im Blog mit keinem Sterbenswörtchen erwähnen. Ich denke selbst die Küchenknipse würde sich zu keinem Foto hinreißen lassen. Doch ein Kirschbastelrezept habe ich Dir ja versprochen und das sollst Du auch bekommen.

Quarkreisauflauf mit Kirschen:
750 g Kirschen
1 Esslöffel Zucker
50 ml Wasser
2 Esslöffel Grenadinesirup
Die Kirschen mit den anderen Zutaten in einen Topf geben, kurz aufkochen und bei kleiner Hitze gar köcheln lassen. Die Kirschen abkühlen lassen, in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Übrigens der Saft soll total lecker als Getränk sein, fragt mal Herrn GB. Die Kirschen waren im Übrigen entsteint, ist doch angenehmer als das Kirschsteinspucken.
1 Liter Milch
175 g Milchreis
Ein großes Stück Zitronenschale
½ Vanilleschote aufgeschlitzt und ausgeschabt
Die Milch zusammen mit der Zitronenschale und der Vanilleschote und dem Vanillemark das Du ausgeschabt hast erhitzen. Den Milchreis einrühren und gute 30 bis 35 Minuten ausquellen lassen. Schale und Schote entfernen und die Schüssel auf ein Eisbett stellen, dann kühlt der Reis schneller aus.

4 Eier
250 g Magerquark
50 g zimmerwarme Butter
100 g Zucker
Butter für die Auflaufformen
Puderzucker zum bestäuben
Prise Salz
Du trennst vier Eier. Das Eiweiß schlägst Du mit dem Salz zu festem Schnee und stellst es kalt.

Die Eigelbe vermischt Du mit dem Zucker und schlägst sie kräftig zu Schaum. Du schlägst noch die Butter unter und anschließend wird noch der Quark eingerührt. Den abgekühlten Milchreis rührst Du in die Eigelbquarkmasse. Zum Schluss hebst Du den Eischnee unter den Quarkmilchreis. Jetzt verteilst Du die Masse auf die ausgebutterten Auflaufförmchen und obenauf kommen die abgetropften Kirschen.

Den Backofen hattest Du bereits vorgeheizt und kannst jetzt die Formen in den Backofen schieben und bei 180°C Umluft 30 – 40 Minuten backen.
Die Auflaufportionen kannst Du heiß oder kalt servieren, aber vorher noch eben schnell mit Puderzucker bestäuben. Du weißt doch, das Auge isst mit…



Montag, 13. Februar 2012

Milchreisdessert mit Sherrykirschen...

Ich weiß selber dass wir gerade keine Kirschzeit haben, aber in meiner Gefriertruhe sieht das noch anderes aus. Eigentlich wollte ich mal wieder richtig schön für den Vorrat einkaufen, und die Gefriertruhe mit leckeren Dingen aufhübschen, aber nicht bevor das alte Zeugs raus ist. Also alt in dem Sinne dass die Waren zwar schon etwas länger dort gebunkert werden, aber vom Verfalldatum noch weit entfernt sind. Mindesthaltbarkeitsdatum hin oder her, das Zeug ist fällig. Ein ganzer Beutel Kirschen ist mir in die Hände gefallen. Auf die Schnelle würde ich sagen Filet mit Kirschsoße, Kirschenmichel, Kirschsuppe mit Schaumklößchen, Kirschmarmelade, Kirschkompott mit Lavendel, aber halt stopp, so viele Kirschen hab ich doch gar nicht, ist doch wirklich nur ein Beutel!Das Filet mit der Kirschsoße gefällt mir schon sehr gut und Herrn GB natürlich auch, aber er liegt mir seit Tagen mit Milchreis in den Ohren und Filet ist auch keins im Haus!
Also noch mal alles auf Null.
Herr GB möchte Milchreis, außerdem liegen hier noch Boskop herum. Die ultimative Lösung:
Milchreisdessert mit Boskop und für hübsch obenauf einige Sherrykirschen
400 ml Milch
100 ml Sahne
100 g Milchreis
10 g Butter
1 ½ Esslöffel Zucker
Kleines Stück Zitronenschale
Die Milch mit der Sahne, der Zitronenschale und dem Zucker erhitzen. Den Milchreis in die kochende Flüssigkeit geben und auf kleiner Temperatur gute 30 Minuten quellen lassen.
2 Boskop-Äpfel
Saft einer Zitrone
2 Esslöffel Zucker
Die Äpfel schälen, in kleine Würfel schneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln. In eine flache Schale geben und mit Zucker bestreuen. Im Backofen bei 140° gute 20 bis 30 Minuten garen.
20 Kirschen (gefrorene)
2 Esslöffel Zucker
4 cl Sherry
Die Kirschen zusammen mit dem Zucker in den Sherry geben und erhitzen. Die Kirschen solange köcheln lassen bis die Hälfte der Flüssigkeit eingekocht ist.
Den Milchreis abwechselnd mit den gegarten Äpfeln in Gläser schichten und mit Kirschen und dem eingekochten Sherry dekorieren.
Und jetzt gehe ich Filet kaufen, ich muss ja noch die letzten Kirschen verbraten...


Montag, 11. Oktober 2010

Gesunde (Milch) Reiskur

Neulich war ich mal wieder auf Reisen, in eine Gegend, die ich erstmalig im zarten Alter von 5 Jahren, damals allerdings eher unfreiwillig, bereiste. Ich weiß nicht, ob es in allen Bundesländern üblich war, aber in NRW, um genau zu sagen, im Ruhrgebiet verschickte man die Blagen, damit sie gesund blieben oder wurden, also einfach mal raus aus der dicken Luft, mal blauen Himmel sehen. Nein, es war kein Menschenhandel, sondern es nannte sich Kinderlandverschickung. Ich hatte ja das große Glück gleich 3 Jahre später nochmals verschickt zu werden, wie gehabt, natürlich wieder meinerseits unfreiwillig. Das erste Mal ging es Richtung Nordsee das zweite Mal Richtung Berge. Ich war ein Fall zum Aufpäppeln. Hat aber beide Male nicht geklappt, vor lauter Heimweh verlor ich zum Ärger der Kurärzte eher das eine oder andere Gramm, das brachte mir echt Unmut ein.
Was auch gleich war, waren die Methoden des Aufpäppelns.
Im Norden gab es Milchreis mit Zimt und Zucker und im Süden gab es Pockenpudding. Der Milchreis war wohl ganz ok, denn ich habe ihn nicht negativ in Erinnerung, eigentlich habe ich überhaupt keine Erinnerung was es im Norden so alles gab, außer eben diesen Milchreis. Ich erkläre es mir damit, dass ich zu diesem Zeitpunkt damals an Lebensmittel und Nahrung gänzlich uninteressiert war. Anders war es dann wohl drei Jahre später, in kühnster Erinnerung ist mir dieser Pockenpudding. Es war wohl eine Köchin am Werke die das Puddingpulver nicht richtig verrühren konnte, die ganzen Klumpen lagen oben auf dem Pudding der eine dicke feste Haut hatte die schon förmlich lederartig wurde. Ich möchte diese köstliche Speise nicht weiter ausmalen, aber heute weiß ich das geht besser.
Natürlich benutze ich für einen Pudding auch mal eben schnell das bekannte Tütchen, aber wenn es fein sein soll, dann wird die echte Vanille oder der original Kakao ausgepackt und ein schöner Pudding, mit Stärkemehl und frischem Eigelb, gekocht. Ähnlich ist es mit dem Milchreis. Der wird mit Vollmilch und Sahne gekocht, der schmeckt so lecker, damit könnte ich glatt eine (Milch) Reiskur machen…

Rezept: Milchreisterrine
250 g Milchreis
1 Liter Milch
1 Teelöffel Butter
250 ml Sahne
2 Esslöffel Rohrzucker
250 ml frisch gepresster Orangensaft
2 Orangen
2 Esslöffel Orangenlikör
1 große Prise Zimt
Zitronenmelisseblättchen

Die Milch aufkochen, den Milchreis mit einem Esslöffel Rohrzucker einrühren und gute 35 bis 45 Minuten auf geringer Stufe ausquellen lassen. In den fertigen Milchreis die Butter rühren und je nach Festigkeit die Sahne einrühren.
Die Orangen filetieren, mit einem Esslöffel Orangenlikör und der Prise Zimt marinieren.
Den frischen Orangensaft mit einem Orangenlikör und einem Esslöffel Rohrzucker aufkochen und auf kleiner Stufe zu einer dicklichen Soße einkochen lassen.
Eine Terrine großzügig mit Frischhaltefolie auskleiden. An allen Seiten sollte die Folie gut überstehen.
Einen Teil des Milchreises in die ausgekleidete Terrinenform geben, einige Orangenfilets mittig der Länge nach auf den Reis geben, den Rest des Milchreises ebenfalls in die Terrine geben, anschließend mit der überstehenden Folie abdecken und gut verschließen. Im Kühlschrank, am Besten über Nacht, auskühlen lassen.


Die Terrine stürzen und in Scheiben schneiden. Die einzelnen Milchreisscheiben mit der Orangensoße und den restlichen marinierten Orangenfilets anrichten und mit Zitronenmelisseblättchen dekorieren