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Dienstag, 12. Juni 2012

Hast Du schon einmal italienischen Ohren mit Morcheln gegessen?

Wir hier im Büdchen schon! War aber echt nicht einfach die zubekommen. Also ich meine jetzt die Ohren und auch die Morcheln.
Ich glaube Du weißt gar nicht von welchen Ohren ich spreche, oder? Ich meine diese Nudelohren aus Hartweißengrieß. Klar woraus sollen auch sonst italienische Nudeln sein. Diese Öhrkes kann man ja auch selber machen, wenn man kann. Ich könnte schon wenn ich wollte, aber ich wollte nicht und ich hatte auch keine Zeit, ich musste Fußball gucken. Die Öhrkes gab es am letzten Freitag und da war das Eröffnungsspiel von der EM, gibt es noch Fragen? Verstehst Du doch das ich mich bei solch einem Spaßprogramm nicht Stundenlang in der Küche aufhalten kann, oder? Womöglich tobt im Fernsehen das zweite Sommermärchen und ich verpasse alles weil ich Öhrkes bastel.
Nee, lass mal, außerdem lagen die Öhrkes bei meinem Weindealer in dem Fach "muss ich alles mal probieren" und da dort alle Produkte gequetscht liegen wie die Ölsardinen habe ich mich zu einer guten Tat bewogen gefühlt, sie aus dem Regal befreit und ihnen bei mir zu Hause vorrübergehend eine neue Bleibe gewährt. Wie gesagt vorrübergehend. Man könnte sie auch als lecker Notfallnudeln bezeichnen. Letzten Freitag hatte ich dann diesen Notfall. Seit ca. drei Jahren halte ich Ausschau nach schönen Spitzmorcheln und jedes Jahr verging die Morchelsaison ohne Klärchen und Herrn GB. Okay Morcheln sind jetzt nicht überlebensnotwendig, aber schon fein sie wenigstens einmal im Jahr zu essen.
Dann auch noch in Kombination mit herrlichem Spargel und super frischen Erbsen. Die Pilze leicht angedünstet in Butter mit einer Zwiebel in kleinen Würfeln. Das alleine duftete schon durch die ganze Küche. Den Spargel schnell schräg in Scheiben geschnitten und mit den gekochten Erbsen unter die Morcheln heben. Alles zusammen weiterdünsten.
Mit etwas Gemüsebrühe und Weißwein ablöschen. Etwas einkochen lassen und anschließend Creme double unterheben. Mit frischem Pfeffer und Salz abschmecken. Ich habe mal wieder mein Zitronensalz genommen. Ich bin ein totaler Fan von diesem Zeug und die frische zitronige Note passt so genial zu frischem Gemüse, dass ich für sämtliche Spargelgerichte dieses Salz sowieso verwende. So ganz nebenbei habe ich diese Nudelöhrkes gekocht, alles zusammen angerichtet damit man es gut mit dem Löffel essen konnte.
Warum mit dem Löffel? Wir mussten doch das Eröffnungsspiel schauen und haben vorm Fernseher gegessen. Der Tisch dort ist so niedrig, da bist Du nach dem dritten Habs satt, weil man in gebückter Haltung essen müsste. Alternative den Teller auf die Knie stellen, aber hast Du schon mal Deinen Teller auf den Knien gehabt und dann mit Messer und Gabel gegessen? Nach genauer Überlegung stimmst Du mir jetzt sicher zu, ein Löffelessen ist in machen Lebenslagen einfach die beste Alternative.