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Montag, 6. Juni 2011

Sicher kommt morgen auch Überraschungsbesuch, da muss man doch was anbieten…

Jetzt ist es morgen doch glatt ein Jahr her und mein Baby kann schon etwas laufen. Okay, an manchen Tagen geht es eher etwas schleppend, aber dafür geht es an anderen Tagen ab wie ein Ferrari. Anfangs habe ich ja gedacht, das wird so eine Selbstbespassung und keiner will was von meinem kleinen Drops wissen. Herr GB war ja auch gleich von der ersten Stunde an Feuer und Flamme, aber er ist ja auch nicht neutral. Erschaffer sind eh immer voreingenommen, das schönste Kind von allen ist natürlich immer das Eigene. Auch wenn es etwas schrumpelig ist, oder die vollendete Schönheit noch auf sich warten lässt, sieht der Erfinder / Hersteller / Erzeuger die Kleinigkeiten an seinem hübsch-hässlichen Entchen und es schmilzt zu einem vollkommenden Bild zusammen. Der Erzeuger ist einfach situationsblind. So geht es uns hier ja auch. Aber so ein ganz kleines Bisschen ist ja auch Stolz dabei. Anfangs habe ich ja noch gedacht, wie blöd ist das denn, ständig laufe ich mit einem Fotoapparat herum, aber ich wollte auf keinen Fall irgendeinen wichtigen Moment verpassen. Irgendwie geht man auch mit einem anderen Blickwinkel durchs Leben. Wenn ich früher in der Stadt war, habe ich skrupellos nach Schuhen und Handtaschen für mich geschaut, heute schaue ich was zu meinem kleinen Sprössling passt. Ja, ich liebe Bücher, aber ich habe bestimmt schon seit einem Jahr keinen Roman mehr gelesen. Immerzu Lektüre die auch was für meinen Zögling ist. Mensch kann sich das Leben durch so einen Ableger verändern. Aber es macht Spaß und wie es Spaß macht, im Moment könnte ich mir gar nicht vorstellen wie es ohne ihn wäre. Sicher, ich hätte wieder jede Menge mehr Zeit, aber will ich ja gar nicht. Bestimmt ist es beruhigend, wenn das Schätzchen mal ganz von alleine laufen kann und man weiß es wird von den Mitmenschen angenommen, akzeptiert, geschätzt und wäre er nicht mehr da, würde er vermisst. Ja, wenn es erst mal so ist, dann ist mir ein Traum erfüllt. Nein, er soll nicht der Nabel der Welt werden und nein wir haben hier auch keinen Höhenflug. In erster Linie ist er nur für Herrn GB und für mich, aber Einflüsse anderer Mitmenschen sind herzlich Willkommen und über jeden Kontakt wird sich gefreut.Ihr fragt Euch die ganze Zeit von wem ist hier eigentlich die Rede??? Na vom Büdchen, morgen wird das Gourmet-Büdchen ein Jahr und wir freuen uns riesig auf die Feier, leider hat es zum Geburtstag mit dem neuen Esszimmer ja nicht ganz hingehauen, aber trotzdem habe ich mal Geburtstagsmuffin gebacken. Sicher kommt morgen auch Überraschungsbesuch, da muss man doch was anbieten…

Marzipanmuffin:
60 g Marzipanrohmasse
60 g weiße Schokolade
240 g Mehl
1 ½ Teelöffel Backpulver
¼ Teelöffel Kaiser Natron
1 Prise Salz
100 g Butter, flüssig und lauwarm
2 Eier
90 g Zucker
200 g Sauerrahm

Evtl. Papierförmchen und für die Dekoration 100 g Zartbitterkuvertüre und Zuckerkonfetti
Die weiße Schokolade schmelzen und die Butter erwärmen. In der warmen flüssigen Butter das Marzipan auflösen.
Das Mehl, Backpulver, Natron und Salz mischen.
Zucker und Eier schaumig schlagen, langsam die flüssige Butter mit dem Marzipan zugeben und weiter schlagen. Den Sauerrahm mit der Eiermasse verrühren und nun in die Schüssel mit dem Mehl geben und alles gleichmäßig verrühren. Nun noch die Schokolade untermischen und auf Muffinformen verteilen und ca. 25 Minuten im vorgeheizten Backofen auf 180°C Umluft backen.
Die Zartbitterkuvertüre schmelzen und die Muffin damit bestreichen. Solange die Schokolade noch nicht fest ist, einige Zuckerkonfetti aufstreuen.
Passt doch ins Büdchen, oder?

Sonntag, 10. April 2011

Suppengeneralprobe für Ostern mit Mälzer und Co…

Ich liebe den Frühling, für mich ist er die schönste Jahreszeit. Alles erwacht zur Blüte und krabbelt aus dem Winterschlaf. Die Luft ist rein und klar, die Sonne wärmt, aber piekt noch nicht auf der Haut. Morgens ist es zwar noch kühl, doch im Laufe des Tages erwärmt sich die Luft und die zarte Wärme ist schmeichelnd und nicht stickig. Natürlich hat jede Jahreszeit seinen Reiz und ist wunderschön, nur der Frühling hat für mich einen klitzekleinen Kick mehr. Hmm, ob es daran liegen könnte, dass ich im Frühling geboren bin, oder weil ich nur schöne Erinnerungen an den Frühling habe? Es ist müßig das zu erforschen, also wird es wohl immer ein Geheimnis bleiben.
Im Frühling gibt es auch die ersten frischen Kräuter wieder und gestern auf dem Markt konnte ich mich fast wieder nicht entscheiden welche Kräuter ich kaufen soll. Hinterher habe ich mich für Kerbel, Sauerampfer, Estragon, Schnittlauch, Bärlauch und Petersilie, natürlich die Glatte, entschieden.
An einem Anderen Stand sah ich diese super schönen Wachteleier, also gingen die auch noch mit.
Ich klapperte mit Herrn GB noch den einen oder anderen Stand ab und die Taschen wurden immer voller!
Tja und dann hatte ich ein Blackout, was soll ich denn jetzt kochen?
In solchen Fällen hilft mir immer der Stapel neue, unbenutzte, noch nicht gelesene Kochbücher. Ich bringe es nur nochmal eben kurz und bündig in Erinnerung, meine Lieblingslektüre: Kochbücher, Kochbücher, Kochbücher.
Im Stapel habe ich das Buch vom Mälzer und Witzigmann gefunden.
Die Zwei haben darin eine legierte Kräutersuppe mit Wachteleier. Die Zutaten waren wie maßgeschneidert und überschaubar, solche Rezepte gefallen mir.
Ich habe das Süppchen mit Abwandlungen nachgebastelt und bin zum Entschluss gekommen, das ist ein Süppchen für Ostern, dann aber ohne Mälzer und Co…
1 Bund Kerbel
1 Bund Estragon
1 Bund Sauerampfer
1 Bund glatte Petersilie
1 Scheibe Toastbrot ohne Rinde
1 Esslöffel Butter
400 ml Gemüsebrühe
Salz und Muskatnuss
200 ml Sahne
200 ml Milch
14 Wachteleier
4 Eigelbe
3 Esslöffel eiskalte Butter
Die Kräuter hacken und 8 Teelöffel für die Dekoration zur Seite stellen. Das Toastbrot in kleine Würfel schneiden, ein Esslöffel Butter in einer Pfanne erhitzen und die Würfel rundherum braun anbraten, ebenfalls zur Seite stellen. Die Wachteleier in kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten kochen, in kaltem Wasser sofort abspülen und pellen.
Die Milch mit der Sahne und den Eigelben verschlagen.
Die Gemüsebrühe erhitzen, die Kräuter in die Brühe geben und nicht mehr kochen. Nun etwas Brühe in die Sahne-Milchmischung geben, verrühren und anschließend alles nach und nach in die Brühe gießen. Nun die Suppe nur noch ganz langsam erwärmen und dabei ständig rühren. Die Suppe darf nicht mehr kochen sonst gerinnt sie. Nun noch die eiskalte Butter in die Suppe schlagen und so die Suppe binden. Suppe in vorgewärmte Teller geben, Wachteleier halbieren und jeweils 7 Hälften in die Suppenteller geben, mit den restlichen Kräutern bestreuen und wenn man hat, noch Schnittlauch auflegen. Die gerösteten Brotwürfel nach Bedarf zur Suppe reichen. *ich habe die Brotwürfel zwar gemacht, aber prompt vergessen*