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Montag, 10. Februar 2014

Schokoladenravioli, ich hab mal wieder genudelt…

…ja wie nennt man es eigentlich, den Vorgang Nudeln selber herzustellen? Heißt es jetzt tatsächlich nudeln? Irgendwie habe ich gerade ein Vakuum im Kopf, selbst Tante Google findet keinen anderen Ausdruck.
Na auf jedem Fall war wieder Nudelbasteltag angesagt, aber diesmal gab es keine Hauptspeise. Also es gab schon etwas Richtiges auf die Gabel, aber der Hauptgang war nudelfrei.
Ich fabrizierte Nudeln fürs Dessert. Ich kann mir lebhaft vorstellen wie Deine Augen jetzt immer größer werden, Du den Mund verziehst und skeptisch schaust. Denn genauso schaute Herr GB.
Der Gatte der Büdchen-Chefin, der bekennende Dessertspezialist, ausgerechnet er sollte Nudeln zum Nachtisch bekommen. Selbst die Bezeichnung Schokoladenravioli konnte den Skeptiker in ihm nicht beruhigen. Ich sah ihm an was er dachte, schob ihn aus der Küche und knetete Nudelteig mit Schokoladengeschmack. Ich hatte auch so meine Bedenken, aber es war der erste Nudelteig den man auch im rohen Zustand probieren konnte ohne einen, na du weißt schon, … diesen Reiz zu bekommen. Er schmeckte tatsächlich. Kakao kam rein, aber nur der Gute, der Echte. Da sollte man wirklich nicht sparen.
Erst fand ich es ja auch etwas fraglich, ob der Teig die gewohnte Konsistenz bekommt, die ich von anderen Pastateigen her kannte, aber jetzt halt Dich fest. Ich habe selten so einen
geschmeidigen Teig verarbeitet. Natürlich musste er sich auch ausruhen, das kennst Du von den anderen Nudelteigen. Eigentlich hätte ich mich jetzt nach so einem Kraftaufwand auch ausruhen müssen, doch mit geballter letzter Kraft hab ich in der Zwischenzeit eine Füllung aus Äpfeln fabriziert, dem Granatapfel die Kerne aus dem Kopf geschlagen und eine Zabaione vorbereitet. Sollte ja schließlich ein Dessert werden das den Zweifler überzeugen musste.
Nachdem der Nudelteig und ich wieder entspannt waren, wurden Täschchen gebaut. Das Täschchen falten war wie immer Fusselarbeit und für mich als Teilgrobmotoriker mal wieder eine Herausforderung, die aber auch wirklich Spaß macht. Ich sagte es ja schon, der Teig hatte eine Top-Konsistenz.
Die Ravioli kochst Du in Salzwasser, ja, das muss so! Mit Granatapfelkernen und der aufgeschlagenen Creme richtest Du an. Geschmacklich war es ein schönes Erlebnis, aber an meiner Anrichtweise muss ich noch etwas arbeiten.
Eh ich es vergesse, hier noch das Rezept.
Schokoladenravioli mit Zabaione:
Nudelteig:
125 g Mehl
50 g Kakaopulver
15 g Puderzucker
2 Eier
½ bis 1 Esslöffel Wasser
Mark von ½ Vanillestange
Als allen Zutaten einen geschmeidigen Teig kneten und mindestens ein Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. 
Füllung:
1 Apfel
1 Esslöffel Zucker
Etwas Butter
2 bis 3 Datteln
Den Apfel und die Datteln fein würfeln. Zucker in einer Pfanne karamellisieren, das Obst zugeben und im Karamell gar ziehen lassen.
Den Nudelteig dünn ausrollen und Ravioli ausstechen.
Jeweils einen kleinen Teelöffel mit Füllung auf ein Ravioli geben, die Ränder mit Eiweiß bepinseln und die Quadrate zu Dreiecken zusammen falten und fest zusammendrücken.
Im heißen Salzwasser garen bis sie oben schwimmen.
Ich habe dazu eine Zabaione mit einem Gemisch aus Grenadinsirup und Portwein gemacht. Als Topping wurden Granatapfelkerne aufgestreut.


Dienstag, 12. November 2013

Bis zum letzten Krümel, Buch zwei…


Alle Rechte: Ariane Bille
…und schon geht es heute gleich weiter mit der nächsten Buchvorstellung, um genau zusagen es geht um jeden Krümel und zwar bis zum Letzten. Gestern gab es schon eine Buchpräsentation hier im Büdchen, die findest Du hier!
Leider passiert es auch im Büdchen gelegentlich dass etwas über den Abfalleimer entsorgt werden muss. Es bricht mir zwar immer das Herz und ich versuche es für mich so gut es geht zu erklären, aber Lebensmittel wegzuschmeißen ist so eine Sache die bei mir mal so gar nicht geht. Doch das Allerletzte was entsorgt wird ist Brot. Weder süß noch herzhaft wird vernichtet. Nein das geht gar nicht. Brötchen werden zu Paniermehl verarbeitet, Brot eignet sich für arme Ritter oder mit Käse gemischt für Aufläufe.
Jedes Rezept in dem Brotreste verarbeitet werden, ist mir Willkommen. Ein fester Bestandteil sind die Semmelknödel im Büdchen geworden.
Durch Zufall bin ich auf das neueste Werk von Camille Antoine gestoßen. Der Titel ist schon sehr aussagekräftigt „Bis zum letzten Krümel“ Süße und herzhafte Rezepte mit Brot vom Vortag. Diese hübsche Lektüre im Hardcover und handlichen Format, die mit 30 Rezepten aufwartet und zahlreiche appetitliche Fotos beinhaltet ist im Jan Thorbecke Verlag erschienen.
Die Autorin Camille Antoine liebt die unkomplizierte Alltagsküche und das kommt mir sehr entgegen. Die Rezepte hören sich eher schlicht und wenig üppig an. Also durchaus auch für Anfänger.
Das Buch startet mit dem Inhaltsverzeichnis und ab Seite 4 bis Seite 40 geht es süß zur Sache. Die letzten Seiten sind mit herzhaften Rezepten gefüllt. Mich überraschte die Vielzahl der unterschiedlichen Rezepte der armen Ritter. Vermisst habe ich ein Semmelknödelrezept und eine Anleitung für eine Brotsuppe.
Ich habe das Rezept für Tiramisu mit süßem Weißbrot ausprobiert. Die Handhabung bzw. die Umsetzung der Anleitung war simpel und einfach. Allerdings etwas unpräzise, wobei das natürlich wieder entsprechenden Spielraum bietet.
Das Rezept war für 4 Personen gedacht, aber ich denke selbst bei großzügiger Verteilung reicht es locker für 6 Personen.
Tiramisu mit süßem Weißbrot
3 Eier
80 g Zucker
300 g Mascarpone
Abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone (lieber einen Esslöffel Amaretto)
1 Prise Salz
6 Scheiben süßes Hefeweißbrot
200 ml kalter starker Kaffee
Entöltes Kakaopulver
Die Eier trennen. Eigelb mit Zucker zu einer dicklichen Creme schlagen. Nach und nach die Mascarpone unterrühren.
Eiweiß mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen und unter die Mascaponecreme heben. Ebenfalls den Amarettolikör unter die Creme rühren.
Das süße Hefebrot in eine Auflaufschale legen und mit dem Kaffee tränken. Mit einem Teil der Creme bestreichen. Als nächstes wieder Hefebrotscheiben einschichten, die wieder tränken und mit der restlichen Creme bestreichen. Die Schale mit Frischhaltefolie abdecken und idealerweise über Nacht ziehen lassen. Vor dem Verzehr dick mit Kakaopulver bestreuen.
Es ist nicht mit dem Original vergleichbar, aber durchaus eine gute Alternative und vor allem schnell gemacht.
Als nächstes Rezept steht noch ein Auberginenauflauf auf dem Programm, und um die knusprigen Brotschnitten mit Pfifferlingen und Scamorza komme ich sicherlich auch nicht Drumherum.
Falls ich jetzt Dein Interesse geweckt habe, bekommst Du nun noch von mir die ISBN, dann bist Du auf der sicheren Seite: 978-3-7995-0435-5

Mittwoch, 14. August 2013

Ein beeriges Dessert, Himbeeren und nochmals Himbeeren…

…eigentlich mag ich keine Himbeeren, wobei mögen mag ich sie schon. Nur die blöden Kerne, die in den süßen Dingern stecken, brauch ich nicht. Herr GB liebt Himbeeren, ihn stören auch keine Kerne die angeblich gar nicht drin sind. Tja, und genau aus diesem Grund muss ich für den Herrn mindestens einmal während der Beerensaison ein Dessert, das förmlich von Himbeeren überquillt, zubereiten.
Kannst Du Dir denken was auf die Sommerdessertkarte kommt?
Himbeeren machen Arbeit, also sie machen Arbeit wenn sie auch mir schmecken sollen. Dann müssen sie nämlich Kernsaniert werden. Jetzt denkst Du Dir sicher dass Himbeeren ohne Kerne so ganz alleine auf einem weißen Teller einer zweitbesseren Baustelle nachkommen? Also müssen noch weitere Bausteine eingebaut werden. Pfirsiche passen immer zu Himbeeren und Holunder. Ja, Holunder! Nein, nicht die Beeren, sondern der Sirup aus den Blüten. Daraus mach ich was. Hippen bieten sich an und Vanilleeis wäre jetzt nicht die schlechteste Beigabe. Noch ein Sorbet. Zur Krönung einige Himbeeren wie noch ein Minzblättchen und fertig ist die Laube das Dessert. Wenn Du willst, kannst Du es nachbasteln.
Himbeersorbet in der Hippe mit gedünstetem Vanilleeispfirsich gepaart mit Himbeersauce und Holunderblütengelee

Himbeersorbet

Hippe

Gedünstete Pfirsiche:
4 Pfirsiche (wenn es geht, bitte welche mit einer zarten roten Haut)
300 ml Wasser
2 Esslöffel Zucker
4 Teelöffel Pfirsichlikör
Die Pfirsiche waschen und oben eine „Hut“ abschneiden. (2/3 Pfirsich, 1/3 Hut). Das Wasser mit dem Zucker mischen und zum Kochen bringen. Die Pfirsiche in die Zuckerlösung setzen und auf kleiner Hitze ca. 15 bis 20 Minuten garen. Die Garzeit ist abhängig von der Reife der Pfirsiche.

Vanilleeis
Himbeersauce:
250 g Himbeeren
2 Esslöffel Zucker
Himbeeren mit Zucker mischen und pürieren. Das Püree durch ein Sieb streichen.

Holunderblütengelee:
100 ml kaltes Wasser
100 ml HolunderblütengeleeSIRUP!!!
3 Blatt Gelatine
Die Gelatine in dem kalten Wasser quellen lassen. Nach der Quellzeit den Sirup zufügen und alles zusammen erwärmen und die Gelatine auflösen.
Wenn möglich in eine eckige Silikonform gießen (aus Silikon bekommt man das Gelee besonders leicht heraus) und im Kühlschrank erstarren lassen.

Jetzt heißt es nur noch die einzelnen Komponenten hübsch zu arrangieren:
Eine Nocke Himbeersorbet richtest Du in einer Hippe an. In bzw. auf den Pfirsich gibst Du eine Kugel Vanilleeis. Das Holunderblütengelee wird gestürzt und in kleine Würfel geschnitten. Die werden auf dem Teller verteilt. Dazwischen setzt du noch einzelne frische Himbeeren. Nun noch die Himbeersauce auf den Teller klecksen und schon ist das Sommerdessert fertig, wenn da nicht noch das Minzeblättchen wäre. Also noch schnell das Minzeblättchen drauf und alles ist klar. Ach ja, ein Hauch von Puderzucker drüberstäuben kann auch nicht schaden.


Mittwoch, 24. Juli 2013

Ingwer nicht nur für den Magen gut…

…wusstest Du dass Ingwer das Mittel für Reisekrankheit ist? Gerade jetzt wo doch alle in den Urlaub aufbrechen ist es doch die ultimative Hilfe die Anreise gut zu überstehen. Aber jetzt sag mal ehrlich, kennst Du jemanden der gerne an einem Stück Ingwerwurzel nagt? Schon als Kind möchte ich Ingwerstäbchen in Zartbitterschokolade, oder auch kandierte Ingwerstäbchen. In unserer Familie mussten sich lediglich meine Mutter und ich mir die ungewöhnliche Leckerei teilen, alle anderen machten gleich Reißaus, boten wir diese Süßigkeit an. Ingwer als Gewürz bzw. als frische Wurzel ist in meiner Küche erst in den letzten 10-15 Jahren eingezogen. Mit dem Appetit auf asiatische Küche war auch der Ingwer immer präsenter. Die pikante Schärfe lässt sich auch fantastisch in Süßspeisen einbinden, man sieht es ja schon an der Kombination von Ingwer und Schokolade. Auch in Ginger Ale ist das Aroma des Ingwers. Heute zeige ich Dir ein Eis, das meine Ingwergerichteliste erweitert hat. Es ist süß, aber nicht widerlich. Es ist scharf, aber nicht schmerzhaft. Es ist eine Leckerei, aber erfrischend.
Ingwereistörtchen:
200 g Puffreiskekse mit Vollmilchschokolade
50 g Zartbitterschokolade 85%
2 Esslöffel Sahne
Alle Zutaten zusammen in eine Schüssel geben und im warmen Wasser schmelzen bzw. erwärmen. Alles gut miteinander verrühren bis es eine einheitliche Masse ergibt. Diese Schokopuffreiscreme in eine Quadratische Form geben und im Kühlschrank erhärten lassen.
150 ml Milch
½ Vanilleschote aufgeschlitzt
10 g geriebene Ingwerwurzel
Milch mit Vanilleschote und Ingwer vermischen und aufkochen. Die Milch durch ein Sieb geben und abkühlen lassen.
3 Eier getrennt
100 g Zucker
1 Prise Salz
300 ml Sahne
100 g kandierten Ingwer gehackt
Eigelbe mit 50 g Zucker auf einem warmen Wasserbad aufschlagen Nach und nach die Milch zugeben und die Eiercreme zu einer Rose abziehen. Die Eiweiße mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Die Sahne ebenfalls aufschlagen. Erst die Sahne in die Eigelbcreme geben und anschließend den Eischnee unter heben.
Zum Schluss noch die Ingwerstückchen in die Eiscreme geben. Die Eismasse auf den Puffreisboden geben und im Eisschrank gefrieren lassen.



Freitag, 19. Juli 2013

Kirschenschwämme versteckt im Quarkreisauflauf…

…hah, jetzt hast Du dich sicher gefragt was sind den Kirschenschwäemme? Schon mal etwas von Überhang oder Überschuss gehört? Letztes Wochenende hat Herr GB doch über die Stränge geschlagen. Wie, Du weißt von nichts? Aber klar doch, er hat mir doch Unmengen von Kirschen angeschleppt und ich wusste schon gar nicht mehr wohin mit dem ganzen Zeug. Hast Du doch gelesen! Ach Du hattest keine Zeit? Okay, kannste alles hier nachlesen.
Wenn Du sehr aufmerksam gelesen hast, weißt Du ja auch dass ich Dir einen Quarkreisauflauf mit Kirschen angedroht habe. Übrigens mal so ganz nebenbei, das Rezept von der Kirschkaltschale mit den Mehlklößchen habe ich wiedergefunden. Aber nachdem ich es mir durchgelesen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich das unmöglich bloggen kann. Das ist auf gar keinem Fall etwas für das Gourmet-Büdchen. Also für die Schleckermäuler hier im Büdchen schon, aber es ist eben kein Rezept zum Veröffentlichen. Es ist zwar wirklich sehr lecker, aber ich denke nur alleine schon bei dem Wort "Mehlklößchen" drehen sich meinen Lesern die Mägen um. Mal so ganz im Vertrauen, wenn das super Sommerwetter weiter anhält werde ich diese Kaltschale garantiert machen. Denn mal angenommen, ich würde dieses Mehlkloßsüppchen nicht mindestens einmal während der Kirschzeit machen, würde das Gefühl keinen richtigen Sommer gehabt zu haben, nicht verschwinden und mit diesen trostlosen Gedanken müsste ich mich Richtung Herbst begeben, durch den nächsten Winter kommen, dann auch noch einen Frühling überstehen bis wir endlich wieder Sommer hätten. Geht doch nicht, oder? Also werde ich die Kirschkaltschale mit Mehlklößchen in der abgedunkelten Küche fabrizieren, nur Herrn GB etwas abgeben und das Zeug hier im Blog mit keinem Sterbenswörtchen erwähnen. Ich denke selbst die Küchenknipse würde sich zu keinem Foto hinreißen lassen. Doch ein Kirschbastelrezept habe ich Dir ja versprochen und das sollst Du auch bekommen.

Quarkreisauflauf mit Kirschen:
750 g Kirschen
1 Esslöffel Zucker
50 ml Wasser
2 Esslöffel Grenadinesirup
Die Kirschen mit den anderen Zutaten in einen Topf geben, kurz aufkochen und bei kleiner Hitze gar köcheln lassen. Die Kirschen abkühlen lassen, in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Übrigens der Saft soll total lecker als Getränk sein, fragt mal Herrn GB. Die Kirschen waren im Übrigen entsteint, ist doch angenehmer als das Kirschsteinspucken.
1 Liter Milch
175 g Milchreis
Ein großes Stück Zitronenschale
½ Vanilleschote aufgeschlitzt und ausgeschabt
Die Milch zusammen mit der Zitronenschale und der Vanilleschote und dem Vanillemark das Du ausgeschabt hast erhitzen. Den Milchreis einrühren und gute 30 bis 35 Minuten ausquellen lassen. Schale und Schote entfernen und die Schüssel auf ein Eisbett stellen, dann kühlt der Reis schneller aus.

4 Eier
250 g Magerquark
50 g zimmerwarme Butter
100 g Zucker
Butter für die Auflaufformen
Puderzucker zum bestäuben
Prise Salz
Du trennst vier Eier. Das Eiweiß schlägst Du mit dem Salz zu festem Schnee und stellst es kalt.

Die Eigelbe vermischt Du mit dem Zucker und schlägst sie kräftig zu Schaum. Du schlägst noch die Butter unter und anschließend wird noch der Quark eingerührt. Den abgekühlten Milchreis rührst Du in die Eigelbquarkmasse. Zum Schluss hebst Du den Eischnee unter den Quarkmilchreis. Jetzt verteilst Du die Masse auf die ausgebutterten Auflaufförmchen und obenauf kommen die abgetropften Kirschen.

Den Backofen hattest Du bereits vorgeheizt und kannst jetzt die Formen in den Backofen schieben und bei 180°C Umluft 30 – 40 Minuten backen.
Die Auflaufportionen kannst Du heiß oder kalt servieren, aber vorher noch eben schnell mit Puderzucker bestäuben. Du weißt doch, das Auge isst mit…



Dienstag, 16. Juli 2013

Fruchtig, frisches Sommerdessert, Melonenkugeln unter Erdbeersauce…

...für diese Woche ist Sommer angesagt, Temperaturen bis 27°C da geht nur leichte Küche. Vielleicht ein Stückchen Fleisch auf dem Grill oder ein Salat mit fruchtigem Dressing. Ein leichter Pudding oder eine Kaltschale. Seit Tagen suche ich mein Rezept von einer Kirschkaltschale mit kleinen Mehlklößchen, ich mache jede Wette, das Rezept taucht wieder auf, wenn wir Winter haben und die Zeit der Kaltschalen und natürlich der frischen Kirschen vorbei ist. Am letzten Wochenende hat sich Herr GB auf dem Kirschbaum eines Freundes getummelt. Ich hatte mich so auf zwei oder drei Kilo Kirschen gefreut, angeschleppt kam er locker mit der vierfachen Menge.
Jetzt habe ich zwar Unmengen an Kirschkompott und Kirschkonfitüre, einen tollen Quarkauflauf mit Kirschen gab es auch noch, aber die Kirschkaltschale wartet noch, wie gesagt, das Rezept ist noch nicht aufzufinden. Das derzeitige Wetter tut nicht nur den Kirschen gut, auch die Erdbeeren schießen wie Pilze aus dem Boden. Ich komme täglich an einem Erdbeerfeld vorbei und da ist es doch naheliegend mal das eine oder andere Körbchen mit nach Hause zu schleppen fahren.
Herr GB liebt Erdbeersirup für seinen Quark oder Joghurt, aber er schmeckt auch wunderbar über Pudding oder Eis. Aber jetzt habe ich den leckeren Sirup über eisgekühlte Melonenkugeln gegossen, das Ganze noch mit Minze dekoriert und schon hatte ich eine fantastische Sommerspeise fertig. Genau das Richtige für heiße Sommertage. Du benötigst lediglich eine Honig-oder Galiamelone (oder eine Melone Deiner Wahl) und den Erdbeersirup.
Als Alternative für den Erdbeersirup kannst Du aber auch aus 500 g Erdbeeren eine Erdbeersauce herstellen. Die Erdbeeren pürierst Du mit dem Saft einer Zitrone und 100 g Zucker. Wir mögen die Erdbeersauce am liebsten ohne diese feinen Kerne (Nüsschen) darum streiche ich die pürierten Erdbeeren immer durch ein Sieb. Aus dem Melonenfleisch stichst Du mit einem Melonenausstecher kleine Kugeln ab. Diese Kugeln füllst Du in die ausgehölte Melone und nicht vergessen, wie ich schon schrieb, nun die Erdbeersauce noch über die Kugeln gießen. Fertig! Jetzt hast Du Zeit für ein Stündchen Sonne, so kann es von mir aus weitergehen…


Samstag, 22. Juni 2013

Orangengratin, irgendwo ist jetzt Orangenzeit…

Ich habe in dieser Woche ja noch gar nichts Süßes fabriziert. Das muss ich schnellstens nachholen, nicht das uns der Zuckerspiegel in den Keller fährt und wir den Boden unter den Füssen verlieren. Es reicht schon wenn der Schwindel durch die hohen Außentemperaturen gefördert wird. Ja, ja, ist ja schon gut. Ich freue mich auch über den Sommer und hab auch nichts gegen sommerliche Temperaturen. Das Einzige was mich stört, dass ich wenig Lust zum kochen habe. Nur so kleine Kleinigkeiten, schnell gemacht und schnell gegessen.
Ich hatte ja mal eine Liste, sortiert nach Jahreszeiten, auf der sämtliche Dinge zu finden waren, die ich unbedingt mal, zu passenden Anlässen, ausprobieren wollte.
Dann ereilte mich mein Festplattenabsturz!!!
Manche Gegebenheiten machen es einem total einfach sich mal wieder neu zu strukturieren, oder etwas auszuprobieren.
So ging es mir nicht nur mit meinen verlorenen Daten, so geht es mir auch gelegentlich wenn ich meine Vorräte betrachte.
So erst neulich, mit den zu viel gekauften Orangen. Eigentlich brauchte ich nur eine Orange, aber wie der Teufel Supermarkt es so will, musste ich ein Netz mit fünf Orangen kaufen. Normal kaufe ich mein Obst auf dem Markt einzeln, aber manchmal geht es nicht anders. Soviel zu meiner Verteidigung.
Also ich hatte genau vier Orangen übrig und ein Rezept für das ich vier Orangen benötigte. Es passt zwar nicht direkt jetzt in die Jahreszeit, aber irgendwo auf der Welt ist gerade Orangenzeit und da passt es dann wieder.
Orangengratin mit Eierschaum
4 Orangen
2 Esslöffel Orangenlikör
Butter für die Förmchen
3 Eier
Salz
50 g Zucker
3 Esslöffel Speisestärke
150 g Crème fraìche
1 zusätzlichen Esslöffel Orangenlikör
Die Orangen komplett abschälen, inkl. der weißen Haut und einzelne Filets heraustrennen. Den Saft dabei auffangen und auch den Saft aus den Orangenhäuten mit der Hand kräftig ausdrücken. Den aufgefangenen Saft mit dem Likör mischen und über die Orangenfilets geben. Ruhig einige Zeit marinieren.
Die Filets mit Saft auf vier gefettete Förmchen verteilen. Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.
Die Eier trennen. Die Eiweiße mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Die Eigelbe zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Speisestärke über den Eigelbschaum sieben und unterheben. Die Crème fraìche und den Löffel Orangenlikör untermischen. Den Eischnee auf die Eigelbcreme geben und vorsichtig unterheben.
Die Eierschaummasse auf die Orangenfilets geben und im Backofen in der Mitte auf einem Rost 15 Minuten goldbraun gratinieren. Heiß servieren.
Als Alternative bieten sich reife, weiche Früchte der Saison an und Beeren sowieso.