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Mittwoch, 17. November 2010

Ein Dessert ohne Menü...

Alles verpasst am Wochenende, na klasse. So geht es mir ja öfters.
Am letzten Wochenende war in Köln die eat & style und in Essen die Mode, Heim und Handwerk. Ist mir aber erst aufgefallen als es schon vorbei war. Wie gesagt, passiert mir ja öfters, das liegt bestimmt daran, dass wir das Wochenende immer ganz ruhig angehen und uns relativ kurzfristig für Aktivitäten entscheiden. Tja und da am letzten Wochenende eh der halbe Pott vom Regen überschwemmt war und es auch nicht mal annähernd aufhörte zu regnen, haben wir es uns im Büdchen total gemütlich gemacht. Außerdem hatte ich noch einiges von meinem Einkauf auf dem Kappesmarkt in Raesfeld zu verwerten. Fast hätte ich die ganzen Kohlköpfe im Keller vergessen, aber dazu gibt’s ein anderes Mal genauere Auskünfte.
Also wie gesagt, die Kohlköpfe belagerten meine Küche und irgendwie war ich nur mit ihnen beschäftigt, bis mir siedendheiß einfiel, ich hatte doch meinem Schatz ein Dessert versprochen. Vor lauter Kohl im Kopf gab es eh nur ein schnelles Süppchen, also musste ich auf jedem Fall mein Versprechen einhalten.
Vor Wochen ist mir ein Glas Nougathonig in die Hände gefallen. Kurz vor Verfall habe ich mich für spontane Verwertung entschieden. Ich kann ja so schlecht etwas wegschmeißen. Also erstmal auf ein frisches Brötchen geschmiert, das war schon mal nix. Der Versuch auf frischem Brot, ging auch daneben. Erwärmt über Vanilleeis, einfach zu süß.
So langsam wurde es schwierig und das Glas wurde einfach nicht leerer.
Okay, nun der letzte Versuch, ich mache Eis. Ein Nougathonigeis mit flambierten Bananen.
Na, das hat mal richtig gut geschmeckt, ist schon fast schade, dass das Glas bald leer ist.
Herr GB hat gleich ne extra große Portion Dessert gegessen, aber muss man doch auch verstehen, gab ja lediglich auch nur ein Süppchen und kein Menü, man muss doch satt werden...


Nougathonigeis mit flambierten Bananen:

Nougathonigeis
300 ml Milch
100 ml Sahne
110 g Nougathonig
(als Alternative 70 g milden Honig und 50 g Nougatwürfelchen.
Die Milch mit der Sahne aufkochen. Den Nougathonig in der warmen Sahnemilch auflösen. Erst im Wasserbad abkühlen, dann im Kühlschrank gut auf 5°C abkühlen lassen und gelegentlich rühren, damit sich keine Haut bildet.
Die Sahnemilch in eine Eismaschine geben und 30 bis 35 Minuten gefrieren.


Flambierte Bananen:
1 Esslöffel Butter
2 Esslöffel Zucker
Saft von zwei Orangen
100 ml Sahne
4 Bananen
4 Esslöffel Bananenlikör
2 Esslöffel Calvados zum flambieren
Den Zucker in der Butter karamellisieren. Mit dem Orangensaft ablöschen und so lange köcheln, bis sich die Karamellstückchen aufgelöst haben. Die Bananen in die Sauce geben und von beiden Seiten leicht dünsten. Mit dem Bananenlikör übergießen. Den Calvados ebenfalls zugeben und anzünden. Kurz brennen lassen. (geht eigentlich von selbst wieder aus, sonst löffelweise mit der Orangesauce ersticken) Die Bananen auf einen Teller legen und warm halten. Die Sahne in die Orangensauce geben und etwas einköcheln lassen.

Die Bananen mit dem Nougathonigeis und der Sauce auf Teller anrichten.

Freitag, 12. November 2010

Zusatzstoffe, will ich nicht...

In letzter Zeit wird der Verbraucher ja immer häufiger darauf aufmerksam gemacht, was er so alles zu sich nimmt und welchen Schaden er sich und der Umwelt damit verabreicht. Das ist genau mein Ding und ich meine, aufgeklärte Verbraucher grenzen fahrlässige unüberlegte Profitgier von Herstellern auch etwas mehr ein.
Aber ich denke auch, es wird dem Konsumenten nicht wirklich leicht gemacht. Tagtäglich erlebe ich es selbst wie ich oftmals scheitere mit noch so guten Vorsätzen.
Ich hatte da mal neulich so einen Fall. Wir im Büdchen hatten von der Scholadenschwester und ihrem Schatz Besuch.
War ja klar, dass ich auch etwas wirklich Leckeres zu essen servieren wollte. Da hatte ich z.B. zum Aperitif Lachsröllchen (der Lachs war BIO) mit Jakobsmuscheln gefüllt, Feldsalat (BIO) mit Sherrygelee und gebratenen Pilzen, als Hauptspeise Geflügel (BIO) und zum guten Schluss eine Schokocreme, denn es war ja, wie schon erwähnt, die Schokoladenschwester zu Besuch.
Für die Schokocreme brauchte ich Sahne. Im ganzen Pott keine Sahne aufzutreiben die laktosefrei (muss sein) und ohne Carrageen war. Entweder das eine oder das andere. Nach der Europäischen Öko Verordnung ist das umstrittene Carrageen sogar für Bio-Produkte zugelassen, jaha, da bekommt man große Augen, gell? Verbraucher mutieren ungewollt zu zweibeinigen Versuchskaninchen.
Eigentlich wollte ich meinen Dessertplan umschmeißen, aber ging ja nicht, die Schokoladenschwester kam doch...
Ich habe dann die Schokocreme laktosefrei gemacht, man muss sich ja entscheiden. Heute habe ich wieder ein Dessert ausprobiert, diesmal mit Nougat. Damit will ich die Schokoladenschwester und ihren Schatz das nächste Mal ins Büdchen locken.
Aber laktosefreie Sahne ohne Carrageen habe ich immer noch nicht gefunden...


Rezept Nougatgefüllte Quarkklöße mit echter Vanillerahmsoße
350 g Speisequark
2 Brötchen altbacken
45 g weiche Butter
2 Esslöffel Vanillezucker
Mark einer Vanillestange
½ Teelöffel Zitronenabrieb einer unbehandelten Zitrone
1 Prise Salz
1 Eigelb
1 Ei
100 g Nougatmasse

Ein Sieb mit einem nassen Küchentuch auslegen und den Speisequark zum abtropfen hineinfüllen. Ideal über Nacht. Anschließend noch gut ausdrücken. Von den 350 g sollten 200 g übrig bleiben.
Die Brötchen zu Brösel zerkleinern.
Die Butter mit dem Vanillezucker und dem Vanillemark, dem Zitronenabrieb und der Prise Salz cremig rühren. Das Eigelb und das Ei unterrühren. Den ausgepressten Quark und die Brösel untermischen und zu einer glatten Masse verarbeiten.
Gut eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Aus der Nougatmasse 8 kleine Kugeln formen und auch im Kühlschrank kühlen. Die Nougatkugeln sollten so feste wie möglich sein, dann lassen sie sich am Besten weiterverarbeiten.
Wenn alles gut gekühlt wurde aus dem Quarkteig 8 gleichgroße Klöße formen und jeweils in die Mitte jedes Kloßes eine Nougatkugel geben und gut schließen. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Herrn GB, er hat die fantastisch schönen Klöße geformt.


Für den Kochsud:
80 g Zucker
1 ausgekratzte Vanilleschote
2-3 Streifen Zitronenschale einer unbehandelten Zitrone


Die Zutaten für den Kochsud in einen Topf geben und mit ca. 2 Liter Wasser auffüllen. Das Gemisch aufkochen und die Klöße in den Sud geben. Sie sollten ca. 10 bis 12 Minuten leicht unter dem Siedepunkt garen.


Vanillerahmsoße:
250 ml Milch
250 ml Sahne
90 g Zucker
3 Eigelb
2 Eier
Prise Salz
Mark einer Vanillestange

Die Milch mit der Sahne in einen Topf geben. Das Mark aus der Vanillestange kratzen und in die Milch-Sahne geben, ebenfalls die Hälfte des Zuckers und die Prise Salz. Alles gut verrühren und aufkochen.

Zwischenzeitlich die Eigelbe und die Eier mit dem restlichen Zucker schaumig aufschlagen.
Nach und nach die heiße Milch zu dem Eierschaum geben und dabei gut rühren.
Anschließend im heißen Wasserbad die Eiersahnemilch auf max. 80°C erhitzen und dabei ständig rühren.
Abkühlen lassen und anschließend in den Kühlschrank stellen. Vanillesoße schmeckt super eiskalt.
Die warmen Klöße mit der kalten Vanillesoße anrichten und mit etwas Kakaopulver bestreuen.