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Freitag, 3. Februar 2012

Wir sind im Fischrausch, der Skrei ist aufgetaucht…

Na, wisst Ihr schon was Ihr am Wochenende kochen wollt? Ich weiß noch nichts. Außerdem wird es auch ein recht sparsames Kochwochenende im Büdchen. Der Samstag ist ausgebucht mit einer Geburtstagsfeier, allerdings darf ich Kuchen mitbringen. Tja, ob das jetzt ein Segen für die Gäste wird, muss sich noch herausstellen. Ich denke ich mache da mal lieber etwas in Richtung Kleingebäck. In kleinen Dingen bin ich groß. Kuchen und Torten –wenn diese nicht gerade im Kühlschrank gebacken werden- können sich bei mir eher in die Rubrik Fiasko einreihen. Das wäre überhaupt einmal eine Überlegung, vielleicht sollte ich mal explizit auf einer Seite hier im Büdchen meine Kochkatastrophen sammeln. Da gäbe es bestimmt so einiges zu lachen. Damit sich meine Küchenpannen minimieren, ist der Sonntag auch schon gleich ausgebucht. Da steht mal wieder ein Kochkurs auf Klärchens Terminkalender. Diesmal geht’s um Fleisch. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen und überzeugt, es wird höchst interessant. Ich erzähle Euch wie es war und ob meine Erwartung gehalten wurde. Nur für Herrn GB, da sehe ich am Sonntag schwarz. Entweder er hat großes Glück und kann sich am Samstag auf der Geburtstagsparty gleich für Sonntag mit satt essen, oder er wird wohl aus der Kühltruhe essen müssen. Wobei diese Alternative jetzt auch keine so schlechte ist. Da sind durchaus ganz passable Dinge zu finden. Neulich erst hatte ich eine Kürbiscremesuppe herausgefischt. Und die besagten Forellen dösen dort ja auch gelegentlich so vor sich hin bis sie zum zweiten Leben erweckt werden.Aber wo wir doch gerade bei Fisch sind, am letzten Wochenende ging es hier im Büdchen auch recht fischig zu. Von Januar bis April hat er Saison. Er ist so zart und schneeweiß vom Fleisch, auf der Haut gebraten ein Gedicht. Ich rede vom Skrei. Der Skrei ist der erste halbe Schritt in Richtung Frühling. Wenn der Fischhändler mit dem "Wanderer“ wedelt, sind auch bald die Tulpen im Anmarsch. Übrigens, die Schneeglöckchen treiben aus. Naja, auf jedem Fall konnte ich nicht widerstehen und habe mich zu Skrei auf Olivenkartoffelpüree mit gerösteten Chorizowürfel hinreißen lassen. Na? Wäre das nichts für Euch am Wochenende? Ich mein ja nur, schnell ist die Skreisaison vorbei und der Wanderer hat das Weite gesucht...
Skrei auf Olivenkartoffelpüree mit gerösteten Chorizowürfel
800g Skrei (kann auch 1 kg sein je nach Appetit)
Olivenöl
Salz
Kartoffeln
Grüne Oliven, ca. 100 g, ich habe Zitronenoliven bekommen, die werden mit Zitronensaft und Zitronenstücken eingelegt.
Pfeffer, Zitronensalz
Ca. ½ Teelöffel geriebene Zitronenschale einer Biozitrone
Butter
Gemüsebrühe
100 g Chorizo in kleine Würfel
Kartoffeln schälen und kochen, anschließend die Kartoffeln stampfen.
Oliven fein hacken und mit Butter und Zitronenschale unter die Kartoffeln mischen. Brühe zugeben und kurz mit dem Pürierstab durch mixen. Wirklich nur kurz, sonst wird es Kleister! Mit Pfeffer und Zitronensalz abschmecken.
Die Chorizowürfel in einer beschichteten Pfanne leicht braun und knusprig rösten.
Den Skrei portionieren. In ca. 1 Liter Wasser 5 Esslöffel Salz auflösen und die Skreiportionen gute 15 Minuten hineinlegen. Herausnehmen trocken tupfen und in einer weiteren Pfanne Olivenöl erhitzen und den Skrei auf der Hautseite kross anbraten, den Fisch wenden und weiter braten. Den Fisch in eine ofenfeste Form mit der Hautseite nach oben legen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C noch ungefähr 4 Minuten weiterbraten bis sie gerade durchgegart sind.
Die Fischstücke mit dem Püree und den Chorizowürfeln anrichten. Wer glatte Petersilie hat kann diese noch fein hacken und darüber streuen. So einen kleinen Farbtupfer kann der Fisch durchaus vertragen…


Mittwoch, 24. August 2011

Ich backe mal wieder...

Ist ja schon lustig, alle Welt redet vom Abnehmen, von gesunder Ernährung, Ernährungsumstellung mit und ohne Kohlehydrate. Mit und ohne Eiweiß. Mit und ohne Fett. Mit und ohne Kalorien. Mit und ohne Essen und Trinken, aber vitaminreich und nährstoffhaltig sollte es sein. Je mehr ich hier im Büdchen diese Themen auseinander nehme, umso weniger Leser hängen hier herum. Aber sobald ich auf meine Speisekarte etwas von Kuchen schreibe, ist es hier rappelvoll.Leute, auch wenn die ersten Freibäder bereits wieder geschlossen haben, es gibt auch noch Hallenbäder und diverse Meere, Seen und Ozeane.

Ja bin ich denn die Einzige die auch noch im Badeanzug eine gute Figur machen will? Ich versuche hier ernste Themen anzusprechen und was ist? Nein, es werden sich hier nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen gemopst, hier besteht man nur wenn man gleich ein ganzes Kuchenbuffet auffährt. Na ja, ich will jetzt nicht alle über einen Kamm scheren und ich weiß dass es hier auch Leser gibt die sich über figurfreundliche Rezepte freuen, weil evtl. ein Rock zu platzen droht oder ein Bikini etwas stramm sitzt. Wobei ich mir sicher bin, bei dem Bikini waren diese Schokokekse schuld.
Mein Leid mit den lesenden Kuchenessern habe ich Herrn GB geklagt. Na das war ja Wasser auf seinen Mühlen. Ich habe schon die Überlegung angestellt, ob er vielleicht hinterrücks mit meinen Lesern in Verbindung steht und den ganzen Boykott anzettelt?! Okay, Ihr habt es nicht anderes gewollt, ich backe mal wieder...

Herzhafte Blätterteigtörtchen mit Auberginen, Tomaten und Oliven:
4 Quadratische Blätterteigplatten (ca. 150 g, ggf. TK-Ware)
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Aubergine
Olivenöl
50 g Oliven ohne Steine
50 g getrocknete Tomaten
2 Teelöffel Kapern
30 g Pinienkerne
Pfeffer und Salz
200 g Mozzarella
1 Teelöffel Kräuter der Provence
½ Bund Basilikum, fein gehackt
Etwas Öl zum bestreichen

Schalotten und Knoblauchzehe schälen und würfeln. Aubergine waschen, putzen, trocknen und in Stücke schneiden. Nun noch die Oliven und die Tomaten klein hacken. Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben, erwärmen und die Schalotte-Knoblauchwürfel kurz andünsten. Die Auberginenwürfel dazugeben und alles zusammen etwas weich garen. Nun die Tomaten und Olivenwürfen zu den Auberginenstücken geben und mit dünsten. Jetzt alles mit Pfeffer, Salz, Kräuter der Provence und dem gehackten Basilikum kräftig abschmecken. Die Pinienkerne und Kapern untermischen und zum Abkühlen zur Seite stellen.

Den Mozzarella in kleine Würfel schneiden und ebenfalls unter die Auberginenmasse mischen. Den Blätterteig auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen (TK-Ware ggf. auftauen), die Auberginenfüllung jeweils in die Mitte auf den Quadraten gleichmäßig verteilen. Die Ränder des Blätterteigs wie zu einer kleinen Schale/Schüssel hochklappen.

Der Backofen sollte bereits auf 180°C vorgeheizt sein. Die Blätterteigtörtchen 20 Minuten bei 180°C goldbraun backen.

Übrigens, ich habe das Rezept aus dem Buch, Donnerstag ist Veggitag, allerdings habe ich es leicht abgewandelt.


Freitag, 29. Juli 2011

Neue Folge: Ravioli aus Hartweizengrieß - das Dreamteam!!! Oder wie mache ich Nudelteig?

Habt Ihr ne Ahnung wie oft ich in meinem Leben schon Nudeln gemacht habe? Ha, viel öfter! Habt Ihr ne Ahnung wie oft ich schon an diesem ...... hmm, sagen wir mal Hartweizengrieß gescheitert bin? Ha, noch öfter! Doch damit ist jetzt Schluss!
Ich habe ihn gefunden, jawohl, in einem kleinen italienischen Laden. Ich wollte es erst nicht glauben, aber dort waren sogar zwei unterschiedliche Hersteller im Angebot. Die junge Frau in diesem wunderschönen Laden riet mir zu dem Preiswerteren. Ich konnte es kaum glauben, diesen Laden gibt es bereits seit 30 Jahren und immer in derselben Straße und im selben Haus. Leider hatte ich wenig Zeit und konnte nicht richtig durch die Regale schnüffeln, aber was ich so auf einen Blick erkennen konnte, war schon klasse. Verschiedene Käse und Wurstsorten im Angebot, das alleine ist ja jetzt nicht so spektakulär, aber es waren alles Produkte aus Italien, wie sollte es auch anders sein, wenn es ein italienischer Laden ist. Salze von verschiedenen Regionen, Reis für Risotto, die unterschiedlichsten Oliven, gesalzene Kapern, Sardellen und eben Hartweizengrieß. Ich stehe mit Hartweizengrieß bei meiner Nudelherstellung ja sehr auf Kriegsfuß. Er mag mich nicht und ich ihn eigentlich auch nicht. So gerne wie wir Nudeln aus Hartweizen essen, so sehr verabscheu ich die Nudelherstellung mit ihm. Das war bisher so, wie schon erwähnt, ist das Vergangenheit. Mit dem richtigen Mehl und den richtigen Tipps von lieben Bloggerkollegen klappte es wie am Schnürchen. Sach ich doch immer, es kommt auf die richtigen Zutaten an und diesmal waren sie richtig.
Allerdings darf ich meine leichte Kost nicht aus den Augen verlieren und trotz lauter Euphorie lauert täglich der Lügenbaron auf mich und will mir einen Dämpfer geben. Das lasse ich erst gar nicht zu und fabriziere direkt wieder etwas für die Figur, aber leicht muss es sein.
Das Rezept ist für 4 Personen

Schafskäseravioli mit Tomatensauce
Für den Nudelteig:
260g Hartweizenmehl
1 Ei
½ Teelöffel Salz
max. 120 ml Wasser
Etwas Mehl zum ausrollen
Das Mehl mit dem Ei und dem Salz vermischen und nach und nach etwas Wasser angießen. Alles zu einem elastischen, aber festen Teig verkneten. Bei der Wasserzugabe muss man selbst entscheiden wann genug ist, je nach Mehl benötigt man mehr oder weniger Flüssigkeit. Wenn der Teig fertig zu einer Kugel geknetet ist, in Frischhaltefolie verpackt in den Kühlschrank legen. Dort sollte er eine gute Stunde ruhen. Ich habe mir sagen lassen, noch besser wäre es über Nacht.
Für die Füllung;
10 grüne entkernte Oliven
120 g Frischkäse
120 g Schafskäse
2 Esslöffel Creme fraiche
1 Teelöffel Honig
1 gehäufter Teelöffel fein gehackter frischer Rosmarinnadeln
Oliven hacken. Frischkäse, Schafskäse, Creme fraiche und Honig mit den fein gehackten frischen Rosmarinnadeln glatt rühren.
Für die Tomatensauce:
8 mittelgroße Tomaten
200 ml Gemüsebrühe
1 gehäufter Esslöffel fein gehackter frischer Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei, Basilikum, glatte Petersilie)
Pfeffer, evtl. Salz
1 Esslöffel Balsamicoessig
1 Prise Zucker
1 confierte Knoblauchzehe
Tomaten würfeln, Knoblauch zerdrücken und zusammen mit der Gemüsebrühe in einen Topf geben. Aufkochen lassen und nun die Kräuter, den Balsamicoessig und die Prise Zucker zufügen.
Mit Pfeffer und vielleicht etwas Salz abschmecken. Nun weitere 10 Minuten köcheln lassen.
Ravioli-Herstellung:
1 verschlagenes Eiweiß
Zwischenzeitlich den Nudelteig ausrollen und die Füllung auf die Nudelplatten geben.
Die Ränder mit dem Eiweiß einpinseln, die nächste Nudelplatte auflegen und den Teig fest aufeinander drücken. Jetzt Ravioli ausstechen oder ausradeln.
Die Ravioli in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten garen. Ravioli mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen und mit der Tomatensauce anrichten.
Wenn es figurfreundlich sein soll versteht sich die Verwendung von fettreduzierten Produkten wohl von selbst.

Dienstag, 5. Juli 2011

Schatz, wir sind kein Restaurant mit Karte!

Das Thema Nudeln ist ja so unerschöpflich, darüber könnte man eigentlich täglich schreiben. Aber es gibt wiederum auch noch Tausend andere Sachen die man auch gerne kochen möchte und die sind auch erwähnenswert.Neulich war eine ganz liebe junge Freundin mit ihrem Schatz hier im Büdchen und schaute sich etwas irritiert mein Bücherregal im Esszimmer an. Irgendwann kam dann ein fassungsloses "Sind das echt alles Kochbücher“ aus ihr heraus geschossen und als ich es bestätigte, dachte ich schon, ich müsste mich um eine Herzlungenmaschine mit Sauerstoffzelt bemühen. Mensch was hab ich das junge Girly geschockt, war doch jetzt echt nicht meine Absicht, hätte ich vorher von der Wirkung des Kochbuch-Bücherregals gewusst, hätte ich doch ein Bettlacken oder so vorhängen können. Aber ihre Frage, ob ich die alle brauche, war auch nicht von schlechten Eltern und erzeugte wiederum bei mir Schnappatmung. Jetzt muss man wissen, dass diese Freundin sich fast ausschließlich von Nudeln ernährt und wenn diese, kurz in Knoblauchöl geschwenkt wurden evtl. noch ein Cherrytomätchen anbei mit einem Blättchen Basilikum haben, dann grenzt es schon an einem Festmahl. Okay, Salat mit drei Nudeln beiliegend verachtet sie auch nicht. Da sieht es bei Herrn GB und mir natürlich ein ganz kleinwenig anders aus, allerdings auch auf der Personenwaage. Klar, auch bei uns vergeht keine Woche in der nicht wenigstens einmal Nudeln auf den Tisch kommen. Natürlich am liebsten selbst gemachte. Im Netz schwirren ja so einige herum die auf einen Nudelteig mit Hartweizengrieß schwören. Von meinem Fiasko letztens hatte ich Euch ja erzählt, nur zwischenzeitlich ist ja einiges an Zeit vergangen und ich bin wieder etwas schlauer. Meine Versuche gingen immer in die Richtung richtigen Grieß zu verwenden, doch mittlerweile bin ich dahinter gekommen, dass Hartweizengrießmehl gemeint ist. Na klasse! Könnt Ihr Euch vorstellen was mich die Suche nach dem Zeug bereits gekostet hat? Benzin fürs Auto, Stunden an Freizeit die ich mit der Suche nach einem geeigneten italienischen Laden verbrachte, Schustergeld für die abgelaufenen Sohlen, letztendlich sogar neue Schuhe. Ich will Euch meine ganze Ausgabenlist gar nicht präsentieren! Worauf führte es hinaus? Ich habe Nudeln halb Weizenmehl und halb Vollkornweizenmehl gemacht. Aber es waren nicht einfach nur Nudeln. Nö, Nö, feine überbackene Cannelloni gab es im Büdchen. Na gut, ganz so fein wie die Ravioli beim Robert waren sie jetzt nicht, aber geschmeckt haben sie ausgesprochen herrlich. Herr GB meinte, die kannst Du noch mal machen. Er weiß es noch immer nicht bzw. er will es sich einfach nicht merken. Schatz, wir sind kein Restaurant mit Karte!Doch es war nicht nur richtig lecker, es war auch schön bunt und da erinnerte ich mich doch gleich an den Kochevent bei Zorra im Kochtopf der diesen Monat von Silvia ausgerichtet wird. Sie ist sonst immer auf ihrem Blog Rock the Kitchen zu finden ist. Das Motto lautet diesen Monat „farbenfrohe Gerichte“. Also treibe ich es auch bunt und spendiere ihr mein Rezept von überbackenen Auberginen-Cannelloni.
Blog-Event LXIX - Farbenfrohe Gerichte (Einsendeschluss 15. Juli 2011)

Auberginen-Cannelloni
Nudelteig:
100 g Weizenmehl (Typ 405) und etwas mehr zum ausrollen
100 g Vollkornweizenmehl
2 Eier
1 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Öl
Füllung:
2 große Auberginen
2 Knoblauchzehen confiert
10 mittelgroße Tomaten ohne Haut und Kerne
Ca. 20 schwarze entkernte Oliven
Olivenöl
200 ml Gemüsebrühe
150 g Mozarella
500 g pürierte Tomaten
3 Esslöffel Paniermehl
3 Esslöffel Parmesan
Einige Blätter Basilikum
2 Zweige Thymian
2 Zweige Rosmarin
1 Lorbeerblatt
Einige Stielchen Oregano
4 Tomaten
Aus Mehl, Eier, Salz und Öl einen geschmeidigen Nudelteig herstellen und zu einer Kugel formen. Diese Kugel 30 bis 45 Minuten in den Kühlschrank legen. Die Nudelkugel in vier kleinere Portionen teilen und ausrollen. Wie immer habe ich es mit meiner Haushaltshilfe der Kitty gemacht. Die einzelnen Nudelplatten in 12 gleichgroße eckige Stücke teilen.
Während der Nudelteig im Kühlschrank sich entspannte, schuftete ich weiter.
Die Auberginen und die gehäuteten Tomaten in kleine Würfel schneiden. Die Oliven in Ringe und die Kräuter, bis auf das Basilikum, fein hacken.

Die Auberginen in heißem Olivenöl rundherum anbraten.

Die Tomaten und den confierten Knoblauch zugeben. Den Knoblauch etwas zerdrücken. Nun alles mit der Gemüsebrühe ablöschen und etwas einkochen lassen. Sollte es vorher zu wenige Flüssigkeit gewesen sein, dann 300 ml Gemüsebrühe nehmen oder 200 ml und 100ml Wein.
Mozzarella in schmale Stifte schneiden.
Nun auf die einzelnen Scheiben jeweils etwas von der Auberginenfüllung geben und von den Mozzarellastiften.

Dann die Nudelplatten aufrollen und in die gefettete Auflaufform geben.

Sobald alle Nudelplatten zu Rollen verarbeitet sind und die Schale entsprechend gefüllt ist,

die pürierten Tomaten angießen. Parmesan mit dem Paniermehl mischen und oben auf dem Auflauf verteilen. Die 4 Tomaten in Scheiben schneiden, auf der Käsepanade verteilen und einige Basilikumblätter auflegen.
Evtl. Butterflöckchen noch obenauf.
Den Backofen vorheizen und die Cannelloni bei 160°C gute 45 Minuten überbacken.


Mittwoch, 29. Juni 2011

Das hätte sich der Wolfsbarsch im Leben nicht träumen lassen…

Es ist noch immer warm, aber wir haben Hunger und wollen mal was Richtiges essen. Gemüse und Obst ist leicht und beschwingt, aber Fleisch, Geflügel und Fisch machen satt. Klar machen Gemüse und Obst auch satt, aber eben anders. Wer eine Fleischfressendepflanze kennt, oder gar selbst eine ist, weiß was ich meine. Ich habe ja so eine Fleischfressendepflanze hier im Büdchen. Wobei meine Pflanze den Fisch auch nicht verschmäht. Neulich auf dem Markt haben wir ja mal wieder Wahllosshopping betrieben. Ihr wisst nicht was das ist? Ganz einfach, es wird gekauft was einen anlacht und danach werden Zuhause Rezepte gesucht, findet man nichts passendes, wird das gute Stück eingefroren.Ich schlich mal wieder um den Fischstand rum und dann sah er mich und ich sah ihn. Ich bin davon überzeug, dass ganz besonders schöne Fische sich ihre Käufer aussuchen. Sie wollen ihr Koch-Brat-Dampfdasein beeinflussen. Tja, und ich denke, sie denken, sie sehen es ihren Käufern an, ob sie vom Käufer einfach nur in die Pfanne gehauen werden, oder ob sie noch liebevoll gefüllt und auf Gemüse gebettet werden. Sicherlich haben sie eine Vorahnung, ich meine die Fische, sie haben sicherlich eine Vorahnung. Unserem Fisch ging es sicher ganz genauso, wobei da gehörte er uns ja noch nicht. Also, wie ich ja schon erwähnte, ich schlich um den Fischstand herum und blinzelte den einen oder anderen Fisch an und dann plötzlich lag da dieser wirklich hübsche Wolfsbarsch, ich meine die Taille war jetzt nicht wie bei Twiggy, aber das wollten wir ja auch nicht. Nee, ganz im Gegenteil, wir mögen es lieber etwas molliger auf den Gräten, aber nicht zu fett, lieber schönes saftiges Fleisch. Hmmm, wie heißt das eigentlich bei Fischen, nennt man das Fischfleisch? Bei Geflügel redet man ja auch vom Gänse-, Enten oder Hühnerfleisch. Na ja, auf jedem Fall ist der gutgebaute Fisch in unsere Einkaufstasche gewandert, okay, beim Wandern haben wir ihm geholfen, weil er bereits geschuppt und ausgenommen war. In so einem Zustand ist es durchaus zu entschuldigen, wenn man nicht mehr ganz so sicher auf den Flossen ist. Zuhause angekommen habe ich ihn erstmal in den Kühlschrank gelegt, gegen Abend stand dann fest, es wird etwas anderes gegessen. Also musste er in die Gefriertruhe umziehen. Da konnte er jetzt erstmal liegen bis ich mich dann jetzt an ihn erinnerte. Plötzlich wie aus heiterem Himmel fiel mir dieser hübsche Wolfsbarsch wieder ein und jetzt kommt er auch noch ins Internet, das hätte sich der Wolfsbarsch im Leben nicht träumen lassen…

Ein Wolfsbarsch hat ca. 500 bis 600 g und reicht für ca. 2 Personen.
Wolfsbarsch im Folienbett mit spanischen Backofenkartoffeln
1 hübscher Wolfsbarsch
Einige Zweige Rosmarin
Einige Zweige Thymian
2 frische Lorbeerblätter
Schwarze und grüne Oliven in Stücke geschnitten
Drillinge
1 rote Paprikaschote in kleine Würfel
1 rote Chilischote, fein gehackt
Confierte Knoblauchzehen
Einige Esslöffel Knoblauchöl
4 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
2 rote Zwiebeln in Scheiben geschnitten
Einige Basilikumblätter
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
Evtl. Minzeblätter
Ein Backblech mit Alufolie auslegen und die Seitenränder wie eine Schale hochklappen. Die Folie mit Öl einpinseln.
Die Drillinge mit der gesäuberten Schale gute 15 Minuten vorkochen und dann einmal quer durchschneiden.
Den Fisch mit Rosmarin, Thymian, einem Lorbeerblatt und confierten Knoblauch füllen und auf die Folie legen.
Die durchgeschnittenen Drillinge um den Fisch legen. Auf die Kartoffeln sämtliche anderen Zutaten geben, mit Salz und Pfeffer würzen, darauf nochmals Kräuter wie Rosmarin und Thymian verteilen.
Einige Esslöffel Knoblauchöl aufträufeln und Basilikumblätter ausgeben.

Den Fisch in den Backofen schieben und bei 120°C ca. 40 Minuten garen.

Wer den Fisch nicht so gerne innen glasig mag, sollte ihn bei 140°C garen, ich bin überzeugt er wird es niemanden übel nehmen...

Mittwoch, 18. Mai 2011

Pastel de Choclo – Maisauflauf extra für Robert, Du machst glatt die Schüssel leer...

Heute ist wieder wünsch Dir was Essen dran. Ja ja, ist schon richtig, nicht nur Herr GB darf sich hier etwas wünschen, nein, auch die Besucher vom Büdchen, etwas genauer ist es hier beschrieben.
Jetzt aber mal zu dem Maisauflauf. Auf was ich mich da eingelassen habe, war mir nicht wirklich klar. Ich hatte diesen Auflauf mal beim Mexikaner vor Jahren auf der Speisekarte gelesen, aber zwischenzeitlich hat er sein Restaurant geschlossen. Jetzt hoffe ich mal nicht der Ruin hatte etwas mit diesem Auflauf zutun. Leider bin ich nie dazu gekommen Pastel de Choclo zu bestellen, aber wer weiß, wenn ich ihn vielleicht schon gegessen hätte, wäre der Robert jetzt leer ausgegangen.
Das einzige Problem das es gibt, von dem Maisauflauf, von dem ich das Rezept habe, der kommt nicht aus Mexiko, mein Rezept kommt aus Chile. Ursprünglich wollte ich einen Maisauflauf nach Anleitung aus Peru machen, aber das hatte so wenig Pepp, da hätte man mich hier ausgebuht. Am liebsten hätte ich ja mal eben schnell eine kleine Rundreise durch Mexiko, Chile und Peru gestartet und jeden einzelnen vor Ort probiert, aber Herr GB meinte ich sollte mir die Spesen dann mal lieber vom Robert zahlen lassen, denn schließlich hätte sich der Robert den Auflauf gewünscht und nicht er.
Das kann ich ja nicht machen, mein frisch eingerichteter Service ist doch kostenlos. Da wäre der Robert aber ganz schön bedient gewesen.
Also habe ich den Maisauflauf mal gemacht wie er in Mexiko gegessen wird, wobei es hier doch auch wieder x-Varianten gibt. Ich denke es verhält sich ähnlich wie mit unserem Kartoffelsalat. Der Eine isst ihn mit Mayo, der Andere will ihn mit Specksauce, der Nächste mit Essig und ein Vierter will Schlangengurken statt Essiggurken.
Für den Maisauflauf benötigt man eigentlich frischen Mais, der wird im April/ Mai gepflanzt, aber nicht geerntet, also auf jedem Fall hier bei uns. Geerntet wird der erst im Herbst. Außerdem ist Mais kein Gemüse, sondern ein Getreide, genaues liest man hier.
Na ja, ist auch eigentlich egal, ich hatte ein Versprechen einzulösen und das wollte ich nicht erst im Herbst erledigen.
Ich musste von Maiskolben auf Mais aus dem Glas zurückgreifen, war so verkehrt auch nicht, so hatte ich weniger Arbeit.
250 g Hackfleisch vom Rind
1200 g gekochte Maiskörner ,das waren 3 Gläser á 400 Gramm
50 g Rosinen (ich habe Korinthen genommen, die sind feiner und aromatischer)
2 klein geschnittene Zwiebeln
2 Hähnchenbrustfilets
2 Teelöffel Paprikapulver
1 Teelöffel Kümmel ganz fein gemahlen
60 g schwarze Oliven ohne Kerne
knappe ½ Tasse Milch
Öl
Salz
Pfeffer
Zuerst das Hackfleisch in Öl mit den Zwiebeln anbraten. Den Kümmel, 1 Teelöffel Paprikapulver, die Rosinen, Salz und Pfeffer dazugeben. Gut durchmischen. Das Ganze ca. 10 Minuten weiter dünsten. Anschließend in eine Auflaufform geben.

Die Oliven hacken und auf den Gehackteskrümeln verteilen.
Nun das Hähnchenfleisch in Stücke schneiden, nochmals etwas Öl in die Pfanne geben und auch anbraten. Mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen. Bei geringer Hitze und mit Deckel etwa 10 Minuten schmoren lassen und dann ebenfalls in die Auflaufform schichten. Alles im Backofen bei ca. 120° C warm halten.
In der Zwischenzeit die Maiskörner mit der Milch vermischen und mit dem Mixstab zu Püree vermischen.
Dieses Püree nun gleichmäßig in der Auflaufform über dem Fleisch verstreichen.
Als Oberstes die Butterflocken auf den Auflauf geben und nun das Ganze im Backofen bei 180° C ca. 35 Minuten backen. Er sollte goldgelb sein.
Geschmeckt hat es, Herr GB war ganz glücklich nachdem er unter der Maiskruste das Fleisch fand. Die Korinthen und Oliven habe ich ihm mal wieder untergejubelt.
Robert, wenn Du es süßlich magst mit einem scharfen Nachgang, dann ist es genau richtig. Mein Schatz meinte, der erste Bissen ist gewöhnungsbedürftig, der zweite Bissen ruft nach mehr und wenn Du den dritten Bissen erreicht hast, machst Du glatt die Schüssel leer…

Montag, 21. Juni 2010

Der Nachbar macht in Öl


Welcher selbsternannte Gourmet kennt nicht die einschlägige Pflichtlektüre die einem suggeriert was man verspeisen muss um mitreden zu können. Und so ist es dass wir uns verschiedene Salze aus allen Herrenländern, Zuckersorten verschiedenster Kristalle und Farben, Essige in ungeahnter Variation und Öle aus Kernen uns besorgen, wo die Kerne früher bestenfalls zum Weitspuckwettbewerb her-halten durften. Aber man besinnt sich wieder auf den Ursprung und versucht aus allem etwas zu gewinnen. So verkehrt ist der Gedanke ja auch nicht, warum sollten wir bei Nahrung nicht auch von Nachhaltigkeit reden, der Ausdruck ist im Moment doch eh in aller Munde.
Ich glaube angefangen hat die Ölmanie ja vor zig Jahren als die Oliven eingeführt wurden. Die Olive selbst ist für den einen oder anderen Anfängergourmet ja etwas zu streng, die Bitterstoffe sind es die einem den Geschmack versauen. Aber wer kein Olivenöl mag, kann sich den Fortgeschrittenen-Gourmettitel abschminken. Also tastet man sich heran wie sich ein guter Weintrinker zu einem Weinkenner herantrinken kann.
Nun werden erstmal die Öle, die in der Presse empfohlen werden ausprobiert, bis eine Besserwisserzeitung kommt und alle vorherigen grundlegenden Erkenntnisse über den Haufen wirft. Spätestens dann wird man sich besinnen und wieder auf seine Geschmacksknospen hören. Probieren geht über studieren. Auf diversen Kulinarischen Märkten, in Fachgeschäften die sich auf Genussprodukte spezialisiert haben, auf Urlaubsreisen, in Restaurants, wo man durchaus fragen darf welches hervorragende Öl verwendet wird, jeder Koch fühlt sich geschmeichelt. Tja oder wie ich, einfach mal mit dem Nachbarn reden. Meiner macht in Öl und zwar hervorragendes, sorten-reines Öl. Nein es kommt nicht aus Italien oder Spanien, der Willi und sein Schatz haben Oliven-bäume in Griechenland, um genau zusagen, auf der Halbinsel Peloponnes in Alfioussa ganz in der Nähe von Olympia.
Das Dörfchen liegt direkt am Fluß Alfios und hat ca. 1500 Einwohner und eben auch den Olivenhain im bergischen Hinterland. Darum kümmert sich Willi´s Schatz. Sie sorgt sich um die Ernte und auch um die Pressung, die Ausbeute ist schon verplant eh die Oliven gepresst sind. Das ist echtes Kaltgepresstes, einfach ein Genuss von super Qualität aus der Olivensorte Koronéiki.


Willi´s Schatz macht ja alles damit, selbst Kuchen backen. Hätte ich mir ja nicht vorstellen können, ist aber lecker. Für mich ist es ja DAS Öl und in unserem Freundeskreis hat es sich auch schon herum gesprochen wie klasse es schmeckt, und fehlt mir mal ein kleines Gastgeschenk für eine spontane Einladung, ich fülle das Tröpfchen in eine nette Flasche ab und schwups schon habe ich ein Mitbringsel das immer wieder gerne genommen wird. Der Willi ist auch echt stolz auf das Öl und freut sich wie sich alle darum reißen und von schwärmen.
Ein kleines Bisschen beneide ich den Willi und seinen Schatz ja auch um die Olivenbäume, weil die machen ja nicht nur Olivenöl daraus, sondern legen die frisch geernteten Oliven nach dem tagelangem Wässern in eine leckere Lake und die dann zu frischen Tomaten, gerösteten Weißbrot, beträufelt mit Olivenöl... Jeder Gourmet, auch der Anfänger, weiß jetzt was ich meine....

Aber neulich hat der Willi mal meinen Schatz und mich beneidet, denn wir lagern das kostbare Olivenöl vom Willi nicht mehr nur einfach in Ölkanistern, nee, nee, wir haben uns eine Amphore mit Auslasshahn gekauft. Hervorragend für das Olivenöl zum Lagern und perfekt mit dem Auslasshahn zum umfüllen.

Na da hat der Willi aber Augen gemacht und wenn Willi`s Schatz im Herbst mal wieder aus Griechenland zurückkommt, dann werden wir ihr unser Prunkstück zeigen und sie wird sich sicher freuen wie umsichtig wir mit dem edlen Tröpfchen umgehen.......



Rezept: eingelegte Oliven
500 g schwarze Oliven in Salzlake
60 ml frischgepressten Zitronensaft
Zitronenschale von 4 ungespritzten Zitronen
einige Zweige frischen Oregano
gutes Olivenöl
1 rote Chilischote
lauwarmes Wasser

Zubereitung
Die Oliven über Nacht in lauwarmem Wasser wässern.
Das Wasser am nächsten Tag abgießen und die Oliven gut trocknen, auf 4 Einmachgläser á 125g Fassungsvermögen, verteilen. Die Chilischote entkernen und die weißen Häute innen entfernen. Die Schote in feine Streifen schneiden und ebenfalls in die Gläser geben. In jedes Glas ein Stück Zitronenschale und einige Oregano-Zweige auf die Oliven geben. Zitronensaft verteilen und die Gläser mit Olivenöl auffüllen. Die Oliven sollten bedeckt sein.
Mindestens 3 Tage stehen lassen, zwischendurch immer mal etwas schütteln. Je länger sie ziehen umso schmackhafter werden sie.