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Sonntag, 31. März 2013

Frohe Ostern...

...wünsche ich allen meinen Lesern/Leserinnen und dass es jetzt ganz schnell Frühling wird...

Wer das Rezept für das Lämmchen haben möchte, verdoppelt einfach das Rezept vom Häschenkuchen das man hier findet.

Sonntag, 24. April 2011

Hasenzeit…

Ostern kam ja dann auch wieder so plötzlich wie Weihnachten und was weiß ich für Feste die in jedem Jahr wiederkehren.
Wir waren am Samstag ja im Sauerland und sind gleich bis zum Osterhasentag geblieben. Osterhasentag ist immer Ostersonntag und weil das Büdchen geschlossen war, konnte ich meinen Gästen leider keine Grüße schicken und den Zettel für den Eingang, auf dem darauf hingewiesen wurde, dass Herr und Frau GB mal wieder auf einem Ausflug sind, habe ich auf dem Tisch vergessen.
Wenn auch verspätet, aber wir hier im Büdchen wünschen allen unseren Lese-Gästen ein schönes Restosterfest und wünschen, dass alle ein so schönes Osterfest haben wie wir es bisher hier im Büdchen hatten.


Zu unserer Osterfeuereinladung haben wir natürlich die Soleier, die ich am Montag gemacht habe, mitgenommen. Doch wie auf jedem Treffen, jeder Gesellschaft und jeder Feier, mischen sich auch immer die Süßschnuten unter und für die hatten wir zum Glück auch noch eine Überraschung. Ein Osterhäschen und Toffeemuffins sind auch noch ins Schleckergepäck gewandert. Wir hatten ein wunderschönes Osterfeuer und die Osterfeier war genauso schön.
Ich schreib Euch einfach mal auf wie ich alles gemacht habe, vielleicht gefällt es Euch, noch ist ja Hasenzeit…
Toffeemuffins
60 g weiche Toffeebonbons (ca. 7 Stck.)
60 g Zartbitterkuvertüre
240 g Mehl
1 ½ Teelöffel Backpulver
¼ Teelöffel Kaiser Natron
1 Prise Salz
100 g Butter, flüssig und lauwarm
2 Eier
90 g brauner Zucker
220 g griechischer Joghurt

Evtl. Papierförmchen und für die Dekoration 12 Marzipanmöhren
Die Bonbons in kleine Würfel schneden, die Schokolade in kleine Stücke hacken und in eine Schüssel geben.
Das Mehl, Backpulver, Natron und Salz mit den Toffeewürfeln und der Schokolade mischen.
Zucker Eier schaumig schlagen, langsam die flüssige Butter zugeben und weiter schlagen. Den Jogurt mit der Eiermasse verrühren und nun in die Schüssel mit dem Mehl geben und alles gleichmäßig mit einem Kochlöffel verrühren.
Auf Muffinformen verteilen und 20 bis 25 Minuten im vorgeheizten Backofen auf 180°C Umluft backen.
Evtl. Marzipanmöhren mit etwas Puderzuckerglasur oder Zuckerschrift ankleben.


Häschenkuchen:
60 g Butter
60 g Zucker
2 Esslöffel Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
1 Teelöffel Rum
40 g gemahlene Mandeln
40 g Mehl
40 g Speisestärke
1 Teelöffel Backpulver
Puderzucker zum Bestäuben und eine Schleife
Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Rührteig vermischen. Eine Hasenform gut fetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig hineinfüllen und im unteren Bereich des Backofens auf ein Backblech stellen und bei 160°C Umluft im vorgeheizten Backofen ca. 35 Minuten backen.
Das Häschen aus der Form nehmen, abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und ein Schleifchen um den Hals binden.
So, nun aber super schöne Ostern!

Freitag, 22. April 2011

Heute tu ich mal Seezungenfiletröllchen machen...

Hier im Büdchen bin ich ja oft am Scheideweg, tu ich es oder tu ich es nicht. Wobei meine Lehrerin in der Grundschule früher immer sagte, das Wort „tu“ gibt es nicht, das steht noch nicht einmal im Duden! Soll ich Euch was sagen, die hat gelogen!!! Das steht drin! Ich meine, ich muss zwar etwas kleinlaut zugeben, dass meine Grundschulzeit schon etwas länger, ähhhm, oder vielleicht auch etwas sehr lange her ist, aber kann es denn echt möglich sein, dass dieses Wort erst später in den Duden aufgenommen wurde und ich es heute erst finde? Eh irgendwelche Fragen kommen, ja zu meiner Grundschulzeit gab es schon den Duden! Wenn ich das damals gewusst hätte das es das Wort doch gibt und in ihm steht, na ich kann Euch was verraten, dann hätte ich ihr aber den Duden auf die Nase gesetzt. Naja, eigentlich ist es ja auch egal, durch sie habe ich ja doch das eine oder andere gelernt. Ich kann es ja auch anders formulieren. Wie z.B.: nicht ich habe es getan, sondern, ich habe ihn gedämpft und zwar in meinem geliebten Dampfgarer. Genau, ich habe mir nicht einfach nur die Zeit in der Küche vertrieben, nein, ich habe für das leibliche Wohl im Büdchen gesorgt und weil der Gatte gerne Fisch ist, gab es Zunge. Seezunge, wie immer selbstverständlich Filet.
Mit Grätengedöns hat mein Schatz es ja nicht so, also gab es gefüllte Seezungenfiletröllchen auf grünem Spargel mit Weißweinsauce und Drillingen. Eigentlich isst der Gatte auch keinen Spargel, aber der Grüne ist ja nur so ein entfernter Verwandter, der schmeckt ja nicht so penetrant nach Spargel wie der Weiße (Worte des Gatten).
Damit mein Schätzchen sich langsam an den Spargelgeschmack gewöhnt, bekommt er natürlich nur die ganz zarten Spitzen, aber ich fange mit dem Rezept mal von Vorne an.
8 Seezungenfilets
120 g Lachsfilet
100 ml Sahne
1 - 2 Esslöffel Milch
Salz, Pfeffer
Grüner Spargel pro Person ca. 5-6 Stangen
Drillinge gekocht mit Schale
150 ml Weißwein
150 ml Fischfond
1 Esslöffel Zitronensaft
100 ml Sahne
2 - 3 Esslöffel eiskalte Butter
Pfeffer, Salz, Zucker


Aus dem Lachsfilet, der Sahne und der Milch eine Face herstellen. Wie das genau funktioniert habe ich hier schon mal erklärt. Nun die Seezungenfilets damit einstreichen und aufrollen. Mit Rouladennadeln feststecken oder mit Schnittlauch umwickeln und verknoten. Die Fischröllchen bei 85°C im Dampfgarer garen. Den Spargel kochen wie gewohnt, ich habe ihn auch im Dampfi gemacht, und wer einen Dampfgarer hat, kann sich schon denken, dass die Kartoffeln auch dorthinein gewandert sind.
Die Kartoffeln habe ich anschließend in Olivenöl gebraten, das war so lecker, noch schön gesalzen und fertig.
Für die Sauce Weißwein, Fischfond, Zitronensaft auf ca. 150 ml einkochen. Die Sahne zugeben und leicht köcheln lassen. Mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen. Die Butter unterschlagen bis die Sauce bindet. Ggf. nochmals mit den Gewürzen abschmecken.
Den Spargel auf Teller anrichten, die Seezungenfiletröllchen aufsetzen, die gebratenen Drillinge auf dem Teller anrichten und mit der Sauce garnieren.

Dienstag, 19. April 2011

Geburtstagsboykott...

Irgendwie stecke ich noch im März und Schuld ist eindeutig Ostern. Seit Wochen warte ich auf dieses Fest und will Osterstimmung im Büdchen machen. Nur es war doch immer noch nicht der richtige Zeitpunkt und nun ist es keine Woche mehr hin. Sämtliche Dekohasen vom letzten Jahr wohnen noch im Keller, in ihrem Winterquartier bzw. Sommerwohnsitz. In jedem Jahr zieht hier ein neuer Hase ein, manchmal auch zwei und nach Ostern ziehen sie zu den Anderen. Ja und in den letzten Tagen war ich nur mit dem kulinarischen Teil von Ostern beschäftigt und deshalb sind sie alle noch unten schön eingepackt vor Sonnenstrahlen und Bodenfrost. Außerdem ist die Vorfreude auf Ostern schon wieder etwas abgeklungen, weil ich mich jetzt auf etwas anderes freue will und zwar auf meinen Geburtstag.
In diesem Jahr ist Ostern blöd, erst so spät und dann hab ich Ostersonntag auch noch Geburtstag. An Geburtstagen gehen Herr und Frau GB eigentlich immer chic essen, Ostern auch an einem Tag, nur wir zwei, ganz gemütlich und schön. Aber Ostern ist eben Ostern und Geburtstag ist eben Geburtstag. Ich will nicht beides an einem Tag haben! Ich will mich erst auf Ostern freuen und dann auf meinen Geburtstag und zwar richtig lange auf jedes Fest einzeln, so.
Außerdem gibt es zu Ostern immer Osterglocken und schöne Zweige die geschmückt werden und zum Geburtstag sind die Tulpen dran. Allerdings gibt’s vom Schatz immer einen dicken Strauß Rosen, den werde ich mir in diesem Jahr wohl auch vonne Backe putzen können, ich sach nur Ostermontag!!! Wenn ich mir so überlege, ich soll zu meinem Geburtstag Eier färben, wie blöd ist das denn?
Nööö, die bunten Eier werde ich erstmal boykottieren, da mach ich nur Soleier und vielleicht boykottiere ich auch den Geburtstag und geh nicht hin...


Für 18 Soleier braucht man ein großes Glas mit Deckelverschluss in dem die Eier zwischen 3 Tagen und einer Woche ziehen können. Die Eier werden hart gekocht, und mit dem Griff eines Messers leicht angeklopft, dass die Schale reißt aber nicht auf- oder abspringt. Die Eier müssen abkühlen und in der Zwischenzeit kann die Sole hergestellt werden. Dafür mischt man 1Liter Wasser mit 200 g Meersalz, kocht es auf und löst das Salz darin auf. Die Eier werden mit Lorbeerblätter, Nelken und Piment in das große Glas gefüllt. Nun die Sole über die Eier gießen bis die Eier komplett bedeckt sind. Es ist normal, das die Eier oben schwimmen, das liegt an dem Salzgehalt im Wasser.
Da wir zu einem Osterfeuer gehen und jeder Leckereien mitbringt, habe ich außerdem auch noch ein Glas Soleier mit Wachteleier gemacht.
Das ist das gleiche Verfahren wie bei den großen Hühnereiern.

Aber wie werden sie gegessen?
Zu den großen Soleiern reicht man Essig, Öl, Senf und Pfeffer.
Man halbiert das Ei, nimmt das Eigelb heraus, gibt in die Aushöhlung Essig und Öl. Setzt das Eigelb wieder ein, betupft es mit Senf und mahlt feinen Pfeffer auf. Und nun kommt der Moment!!! Die ganze Hälfte mit einem Haps in den Mund schieben. Die ganz Harten trinken einen klaren Schnaps nach.
Die kleinen Wachteleier werden etwas anders gegessen. Allerdings das Wachtelei auch nach dem Pellen halbieren, nun aber auf das Eigelb Balsamicoessig träufeln. Kein Senf, kein Öl, kein Pfeffer, aber auch mit einem Haps in den Mund. Bei so einem edlen Haps sollte man schon Wert auf einen richtig guten Balsamicoessig legen.
Es muss zwar nicht der sündhaft teure, in alten Eichenfässer dachbodengelagerte Essig sein, aber auf handelsübliche Balsamicoreduktionen oder auf diese karamellisierten Billigessige, sollte man sich selbst zur Liebe verzichten. Dann lieber einen anderen aromatischen, gutgereiften Essig nehmen.