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Mittwoch, 3. April 2013

Fastenzeit ist vorbei, jetzt beginnt *Grüner Kochen*….


Du meinst bestimmt mir sind die Ostertage zu Kopfe gestiegen, habe zu viele Ostereier gegessen, oder mein Küchensturz neulich ist mir schlecht bekommen. Stimmt alles nicht! Also meinen Küchensturz habe ich mittlerweile gut überstanden, ach Du weiß von nichts? Ich habe in der Küche das Fenster geputzt und dabei bin ich auf der Arbeitsplatte auf der ich gestanden habe ausgerutscht. Im freien Fall bin ich ungebremst Richtung Fußbodenfliesen geflogen. In der Spüle bin ich mit dem linken Arm hängengeblieben und wurde so zum Glück in meinem Flug etwas gebremst und habe den Fußboden, Gott sei Dank, nicht geküsst. Es gab Stimmen die behaupteten, ich wollte das Bodenküssen üben um mich als Anwärterin als Päpstin zu bewerben. Aber ich kann Euch beruhigen, ich bleibe Euch im Büdchen erhalten und ich kann auch wieder auf Düvel komm raus tippen bis die Balken krachen. Ich kann Euch was sagen, ich habe gekocht und gelesen, dann wieder gelesen und gekocht. Tja und eins der ganz tollen Bücher liegt vor mir und ich muss sagen da sind so schöne Rezepte drin, im Moment ist das mein ganz großer Favorit.

Der Titel lautet *Grüner Kochen* und ist aus dem Jan Thorbecke-Verlag. Nicht das Du bei dem Titel falsche Schlüsse ziehst, es ist kein Vegetarisches Kochbuch, es animiert lediglich dazu weniger Fleisch und mehr Gemüse zu essen. Das ist genau das was mir vorschwebt, Fleisch als Beilage zu sehen, aber nicht gänzlich darauf verzichten zu wollen, oder gar müssen. Dieses Buch hängt sich nicht missionarisch an die Fersen der Verbote, sondern ist eher in Sachen Aufrüttelung zum bewussten Umgang mit Fleisch. Informationen zu *Statussymbol Fleisch*, *Verantwortungsvoller Tierhaltung*, *weniger Fleisch – mehr Gesundheit*, aber auch zum *Umweltaspekt* sind in diesem Buch zu finden. Die Autoren Juliana Neumann und Alexandra Medwedeff möchten mit diesem Buch an die Essgewohnheiten unserer Großeltern anknüpfen. Sie weisen darauf hin, dass regional und saisonal gekocht wurde, dass die Woche am Freitag mit Fisch endete, am Sonntag ein guter Braten auf dem Tisch stand und mit viel Glück die Woche mit Fleischresten startete. Sie verdeutlichen wie wichtig Gemüsegerichte sind um Krankheiten vorzubeugen.

Wie gesagt, ein Buch ganz nach meinem Geschmack.
Es startet mit einer Einleitung in der der Sinn und der Zweck des Buches aufgeführt wird, welches Ziel die Autorinnen verfolgen.
Dann geht es auch schon gleich weiter mit Kleinen Köstlichkeiten. Suppen, verschiedene Sorten Bruschette, Aufstriche und Dips, wunderschöne Salate, eben Einiges um die Sinne für einen genussvollen Hauptgang zu locken.
Dann hat Gemüse in einigen Rezepten seinen Auftritt als Hauptgang. Nicht ein Rezept das ich aus diesem Bereich ausprobiert habe, dem Fleisch fehlte. Das Rezept vom Blumenkohl ist auch aus diesem Buch und wie lecker es war hast Du bestimmt schon im März gelesen.
Nach den Gemüsehauptrezepten kommen Rezepte für den Freitagsfisch und da das Buch ja an Großmutters Gewohnheiten angelehnt ist, folgt logischerweise das Kapitel mit den Sonntagsbraten. Als Abschluss dürfen natürlich auch die süßen Genüsse nicht fehlen und auch hier gibt es eine wirklich köstliche Auswahl.
Am Ende wirst Du in diesem Buch noch mit Anregungen für Wochenmenüs für jede Jahreszeit verwöhnt. Also nur für den Fall das sich mal die Kochleere in Deinem Kopf breit macht. Wie in jedem guten Buch findest Du natürlich auch hier ein richtig gutes Register das keine Wünsche offen lässt.
Nun zu den Rezepten die mit hübschen natürlichen Bildern begleitet werden. Wie schon erwähnt, ich habe reichliche Rezepte nachgebastelt die ich hier im Gourmet-Büdchen bei Gelegenheit auch immer mal wieder vorstellen werde. Die Rezepte sind gut verständlich, schnell nachzuarbeiten und auch für überzeugte Fleischesser äußerst schmackhaft und wie ich von Herrn GB (der aus der Fraktion Fleischesser stammt) erfahren habe, fehlte ihm einfach nichts.
Das Buch ist als Erstauflage 2013 erschienen, hat ein Format von 22 x 25 cm mit 160 Seiten und zahlreichen Fotos. Es hat ein Hardcover mit Schutzumschlag und ist unter folgenden Daten zu erwerben:
ISBN: 978-3-7995-0228-3

Als kleinen Leckerbissen habe ich heute Polenta mit Kräuterkruste für Euch
4 rote Paprika
3 Esslöffel Schlagsahne
Thymianblättchen von 6 Zweigen
500 ml Gemüsebrühe
125 g Maisgries für Polenta
2 Esslöffel geriebenen Parmesan
50 g gemischte Kräuter
Kräutersalz, Pfeffer
4 Esslöffel geriebenen Parmesan
Olivenöl
Die Paprika putzen und in Stücke schneiden. Mit der Schnittseite nach unten auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 250° C solange braten bis die Haut braun ist und Blasen wirft. Die Paprikastücke mit nassem Küchenpapier, das unter kaltem Wasser angefeuchtet wurde, abdecken. Die Paprikahaut lässt sich jetzt ganz leicht abziehen. Die abgezogene Paprikastücke mit den Thymianblättchen und der Sahne pürieren.

Den Maisgries mit der heißen Gemüsebrühe übergießen und quellen lassen. Die zwei Esslöffel Parmesankäse unterrühren und in eine eckige Schale füllen, die vorher mit Backpapier ausgelegt wurde. Wenn man das am Tag vorher macht, wird sie in aller Ruhe schon fest zum Ausstechen.

Aus den Kräutern, dem Olivenöl und dem Parmesan eine schöne Kräuterpaste rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Aus der Polenta Blumen, oder andere Formen ausstechen in eine gebutterte Auflaufschale legen und mit der Kräuterpaste bestreichen. Die Polentablumen gute 20 Minuten im Backofen bei 220° C im vorgeheizten Backofen backen.
Zwischenzeitlich die Paprikasauce erwärmen. Alles zusammen auf Teller anrichten und servieren. Bei solch tollen Rezepten kann die Fastenzeit doch ruhig weitergehen, oder!?


Montag, 14. Januar 2013

Schaschlik herrlich leicht und doch gemütlich…

...so zwischendurch muss man ja auch mal wieder was Frischeres essen. Also ich meine jetzt nicht was Frisches, frisch ist ja alles was es im Büdchen gibt, ich meine etwas Frisches das auch gleich erfrischt. Natürlich soll es auch satt machen, aber eben frisch satt machen. Nicht so satt machen ohne erfrischt zu sein. Wisst Ihr jetzt was ich meine? Ich rede mich gerade um Kopf und Kragen, dabei versteht Ihr mich womöglich gar nicht. In der Weihnachtszeit füllt man sich ja gerne mit warmen molligen Speisen, die dieses gemütliche, heimelige Gefühl in uns wach rufen. Man neigt zur Völlerei weil es so wohlig macht. Warme Gewürze in den Speisen vertiefen den Geschmack des Wohlgefühls.
Doch jetzt so frisch im neuen Jahr angekommen, will man nicht nur den Muff der letzten Weihnachtszeit aus den Räumen haben, so schön die Zeit auch war, jetzt will man auch Frische in die Kochtöpfe einziehen lassen.
Einen kleinen Start habe ich mit Schaschlik auf Couscousgemüse in die frische Richtung getan, aber ich könnte mir vorstellen bis der richtige frische Frühling Einzug hält, verfalle ich sicher noch das eine oder andere Mal in die warme Winterzeit.
Schaschlik auf Couscousgemüse für 2 Personen
250 g Schweinefilet
Je eine rote und gelbe Paprika
1 Zucchini
4 kleine Schalotten
Das Schweinefilet in Würfel schneiden, die Paprika und die Zucchini in gleich große Stücke schneiden und die Schalotten schälen. Alles abwechselnd auf Holzstäbchen spießen.
In einer Pfanne mit Öl rundherum braun braten.
In eine Schale geben und im Backofen warm halten.
Für das Couscousgemüse ca. 100 g Couscous mit 250 ml Gemüsebrühe aufgießen und quellen lassen.Hier solltest Du Dich an der Anleitung auf Deiner Couscous-Packung orientieren.
Das Gemüse das von den Spießen übrig geblieben ist in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten.
Hier bietet sich die Pfanne natürlich an in der Du vorher die Spieße gebraten hast. Die Gemüsewürfel nach dem anbraten gar dünsten und anschließend den Couscous unter das Gemüse mischen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Couscousgemüse mit Spieße anrichten und einen Knoblauchquark wie Zaziki dazu reichen.


Freitag, 3. August 2012

Als sommerliche Vorspeise vielleicht ein Gemüsesülzchen?

Im Büdchen ist leichte Küche angesagt. Wir wollen den Sommer solang wie möglich genießen. Doch wenn ich ganz ehrlich bin fällt es mir, bei den nicht gerade hochsommerlichen Temperaturen, auch nicht einfach. Ich habe mich jetzt dazu entschloss öfters Vorspeisen auszuprobieren. Idealerweise mit einer Mengenangabe für 4 Personen, das ist häufig genau das richtige Maß für einen Hauptgang für zwei Personen. Die meisten Vorspeisen sind richtig schön leicht und somit ein geniales Sommeressen. Die Auswahl an Vegetarischen Gerichten ist schier unendlich und sollte Herr GB mal wieder jenseits der fleischlosen Speisen flanieren wollen, sind Kombinationen mit Schinkenröllchen oder Kurzgebratenen immer möglich. Außerdem habe ich so auch immer wieder mal die Gelegenheit meinem Schatz unliebsames Gemüse unterzuschieben. Diesmal war es der Fenchel der fast unbemerkt verspeist wurde. Doch weil Fenchel sehr gesund sein soll musste Herr GB da durch. Das Rezept hatte ich wieder aus dem Buch „Meine Küche“ vom Vinc, ähhh, ich meine natürlich von Herrn Klink.
Für die Sülze brauchte ich Agar-Agar. Ein pflanzliches Geliermittel aus dem Reformhaus oder Bio-Laden. Ich verwende es auch immer nur in Pulverform, da soll es gelingsicher sein. Dieses Sago ist nicht mein Fall und wird nicht mehr über unsere Schwelle getragen. Als Alternative greife ich gelegentlich auch noch auf Gelatine zurück, zugegeben immer seltener.
Für vier Sülzchen braucht man je einen ½ grünen und ½ roten Paprika. Den putzen und in 3 cm große Stücke schneiden. Eine Fenchelknolle waschen, in Scheiben schneiden und dann die Scheiben vierteln. Das Gemüse in 500 ml kochender Gemüsebrühe innerhalb von 4 Minuten garen.
In der Zwischenzeit die Vorbereitungen für die Sülze treffen. 125 ml Weißwein mit einem Teelöffel Agar-Agar verrühren. Nun das gegarte Gemüse aus der Brühe nehmen und ablaufen lassen. Im Anschluss das Gemüse auf Tassen oder Portionsformen verteilen. In die Gemüsebrühe den Weißwein mit dem Geliermittel geben und 2 Minuten kochen lassen. Einen Esslöffel gehackter Petersilie, ein Esslöffel Schnittlauchröllchen und einen Teelöffel fein gehackter Thymianblättchen in die Brühe geben. Noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf die Gemüsetassen gleichmäßig verteilen.
Ich habe die Tassen etwas stehen lassen, dann mit Frischhaltefolie abgedeckt und über Nacht im Kühlschrank erstarren lassen. Genau nach Anweisung von Herrn Klink habe ich natürlich auch einen Dip dazu gereicht. Dafür wurden 150 ml saure Sahne mit 50 ml Joghurt verrührt. Je einen Esslöffel gehackter glatter Petersilie und ein Esslöffel feiner Schnittlauchröllchen untergemischt. Mit einem Spritzer Zitronensaft, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
Mit etwas Brot ein tolles Sommeressen.

Dieses Rezept habe ich nach einem Rezept von Vinzent Klink gebastelt und es passt super zu dem Event von foodfreak. Ein Ganzjahresevent den die Eigentümerin von Foodfreak ins Leben gerufen hat. Liebe Petra, herzlichen Dank dafür.


Freitag, 20. Juli 2012

Etwas warmes braucht der Mensch, Schoten die einheizen…

Ich hänge gerade etwas durch. Alle Kollegen gehen so nach und nach in Urlaub und ich bin noch lange nicht dran. Ich tröste mich ja immer damit, wenn sie alle den Urlaub längst verbraten haben, bin ich dran und dann können sie mal alle lange Gesichter machen. Frei nach dem Motto, wer zuletzt lacht… usw. Außerdem habe ich ja auch dann einen ganz entscheidenden Vorteil, wenn ich Urlaub habe, ist schönes Wetter! Jahaa, jetzt willst Du wissen wann ich Urlaub mache um dich direkt in mein schönes Wetter einzuklinken. Sag ich aber nicht, wirst Du schon merken wenn Du schwitzt und permanent nach Wasser lechzt. Ja, ich weiß, dieser Zustand ist Dir in diesem Jahr kaum vorstellbar, weil er Dir noch nicht untergekommen ist!?
Dem können wir Abhilfe schaffen, Du musst nur die Paprikaschoten kochen die ich neulich hatte und schon wird Dir warm und Du könntest Dir eine Pipeline zum Wasserkasten legen.
Gefüllte Paprikaschoten
6 Paprikaschoten, verschiedene Farben
800 g Hackfleisch
2 Zwiebeln
2 gehäufte Esslöffel Basilikum
2 Esslöffel Paniermehl
2 Eier
2 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß und rosenscharf gemischt
1 Prise Cayennepfeffer
1 Teelöffel Salz
2 Esslöffel gekörnte Brühe
500 ml Wasser
2 Esslöffel Tomatenmark
Etwas schwarzen Pfeffer
1 rote Chilischote, fein gehackt
Die Paprikaschoten waschen und an der Stilblüte einen Deckel abschneiden. Kerne und Seitenwände in den Schoten entfernen.
Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden.
Hackfleisch in eine Schüssel geben, die Hälfte der Zwiebeln und die Hälfte der Chilischote zum Fleisch geben. Basilikum, Eier, Paniermehl, Paprikapulver, Salz und Pfeffer ebenfalls zum Fleisch geben und alles zusammen zu einem geschmeidigen Fleischteig verkneten.
Wasser mit Tomatenmark, den restlichen Zwiebel und Chiliwürfeln und der Brühe verrühren. Den Fleischteig gleichmäßig in die ausgehöhlten Schoten verteilen, in einen Backofengeeigneten Bräter setzen und mit der Tomatenbrühe angießen.
Den Topf in den Backofen schieben und bei 160°C gute 30 Minuten die gefüllten Paprikaschoten garen. Nach diesen 30 Minuten die abgeschnittenen Deckel der Schoten auf die gefüllten Paprika legen, mit dem Topfdeckel den Topf verschließen und weitere 15 – 20 Minuten bei gleicher Temperatur weitergaren.
Die Schoten sind lecker mit Brot oder Reis.


Freitag, 15. Juni 2012

Ach, jetzt hör aber auf, Matjes ist doch nicht nur einfach Fisch…

Letzte Woche wurde traditionell von der holländischen Königin Beatrix die Matjessaison für 2012 eröffnet und wenn ich sage eröffnet, dann meine ich auch eröffnet. Der Stichtag war in Holland am letzten Mittwoch und nur der Matjes, der seit Mittwoch in den Handel kommt ist der ganz frische Matjes. Vergiss sämtlichen Matjes den Du bisher in diesem Jahr gesehen oder vielleicht sogar gegessen hast, der war nicht frisch! Also Du hast ihn sicher frisch gekauft, aber er war nicht aus diesem Jahr, denn der erste Matjes, also der aus den neuen Fässern, gehört der Majestät. Sie bekommt den allerersten Hering und erst dann können sich die Untertanen bedienen. So wurde am letzten Dienstag im WDR bei "daheim und unterwegs" berichtet. Es gibt sogar eigens eine Internetseite zum Matjestag, da wird man auch zu verschiedenen Informationen fündig. Sicher fragst Du Dich jetzt wieso es hier im Büdchen schon wieder Matjes gibt, ja soll ich denn die frischen Fischchen allen anderen überlassen, oder womöglich noch darauf warten dass er alt wird? Obendrein möchte ich Dir einen Matjessalat vorstellen der mal ganz anders ist als üblich, doch nicht weniger köstlich wie der Letzte
Pikanter Matjessalat:
4 Matjes, gründlich filetieren
1 Zwiebel
1 gelbe Paprika
6 Tomaten
100 g Gewürzgurken
1 Esslöffel Rapsöl
1 Esslöffel Weißweinessig
Salz und Pfeffer
Den gründlich filetierten Matjes in Würfel schneiden. Ebenfalls alle anderen Gemüsesorten fein Würfeln. Fisch mit Gemüsewürfel mischen. Mit dem Öl, Essig, Pfeffer und Salz würzen und gut 45 Minuten ziehen lassen.
Den Salat mit Pellkartoffeln oder kräftigem Brot servieren. Du wirst sehen, dieser Matjessalat ist so lecker pikant, da wirst Du keinen Königinnen-Matjeseröffnungstag mehr versäumen.


Samstag, 19. Mai 2012

Eisbeine und Auberginensalat, ich will grillen…

So langsam soll ja die Grillsaison gestartet werden, aber hier im Büdchen kommt irgendwie noch nicht die richtige Stimmung auf. Ich sitze hier mit Eisbeinen und starre verkrampft vor Kälte gebannt auf das Außenthermostat. Sämtliche hypnotisierenden Blicke treiben die Temperatur auch nicht in die Höhe. Im Wetterbericht sprachen sie von einem Temperaturanstieg auf ca. 20° bis 25°C, doch mit Regenschauern ist auch zu rechnen. Jetzt könnte ich mich ja auf Spargelrezepte einschießen, will ich aber nicht, ich will grillen, grillen und nichts anderes! So!!!Herrn GB kann ich nicht überzeugen mit Winterjacke und Regenschirm vor die Tür zu gehen und den Sonnentanz um den Grill zu veranstalten, er hat keine Lust auf „Wintergrillen“ Ich werde wohl den Grill im Backofen anschmeißen müssen. Wobei das ist nun beim besten Willen kein Ersatz für echtes Grillen. Ich dachte ich könnte Herrn GB mit einer Grillmatte locken. Eigens extra für ihn gekauft. Die wird einfach nur auf den Grill gelegt und anschließend nur ab mit ihr in die Spülmachine, kein schrubben und kein kratzen. Selbst diese tolle Idee konnte sein Grillinteresse nicht gerade ködern.
Vor lauter Verzweiflung habe ich mich für eine kurzgebratene Rinderhüfte entschieden und stimme mich mit lauwarmen Auberginensalat auf die Grillsaison ein. Irgendwann in diesem Jahr wird es sicher noch Tage geben an denen wir nicht mit Regenschirm durch die Gegend laufen müssen und die einzigen Eisbeine die es geben wird, werden vielleicht auf dem Grill liegen, das Klärchen sich auf der Liege in der Sonne aalen und über die hohen Sommertemperaturen klagen. Ach ja, nie ist es so richtig richtig…
Lauwarmer Auberginensalat
4 Auberginen
Salz
Saft einer Zitrone
2 Bund Schnittlauch in Röllchen geschnitten.
1 Esslöffel Vejus
2 Esslöffel Olivenöl
Schwarzer Pfeffer
5 aromatische Tomaten
1 rote Paprika
1 Schlangengurke (Salatgurke)
1 Bund glatte Petersilie, fein gehackt
1 Esslöffel Ahornsirup
1 Chilischote in kleine Würfel gehackt
Auberginen in mittelgroße gleichmäßige Würfel schneiden, mit dem Saft der Zitrone beträufeln und in wenig Salzwasser knappe 10 Minuten garen.
Die Tomaten entkernen und in kleine Würfel schneiden. Ebenfalls die Salatgurke in kleine Würfel schneiden. Die Paprika entkernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden, 4 Esslöffel Paprikawürfel zur Seite stellen..
Die restlichen Paprikawürfel mit den Tomatenwürfeln, mit den Gurkenwürfeln, dem Öl, Vejus, der Petersilie, den Chilischotenwürfeln und dem Ahornsirup mischen und mit einem Mixstab zu einer feinen Soße pürieren. Noch mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken.
Die lauwarmen Auberginwürfel mit den Schnittlauchröllchen mischen, auf Teller anrichten. Mit der Soße übergießen und die zur Seite gestellten Paprikawürfel aufstreuen.



Mittwoch, 2. Mai 2012

Hähnchenrollen auf Salat mit Avocadodressing

Eigentlich sollte hier schon am Montag mein Geburtstagsbericht stehen, aber ich habe die Anweisung bekommen in meinen Report nichts, aber auch gar nichts zu vergessen, ich muss alles berichten und zwar von A bis Z. Schnuppchnüss will alles ganz genau wissen, denn ich habe ihr erzählt wo ich mich letzte Woche mit Herrn GB rumgetrieben habe, lückenlos werde ich erzählen. Doch weil ich dafür etwas mehr Zeit brauche gibt es heute den Bericht auch nicht, doch ganz leer ausgehen sollt Ihr nicht.
Ich bin ja noch immer auf dem Grüntripp und wie ich neulich erfahren habe steht Grün für das Sternzeichen Stier. Das erklärt mir natürlich einiges und deshalb mache ich in meiner grünen Phase weiter und serviere heute gefüllte Hähnchenrollen auf Salat mit Avocadodressing.
Frühlingszwiebeln
Grünen Paprika
Lollo Bianco
Schlangengurke
Basilikum
Avocado
Zitronensaft und –schale einer Zitrone
3-4 Esslöffel Vejus und zu gleichen Teilen Wasser
Pfeffer, Salz
Hähnchenbrust zu flachen Schnitzel geschnitten. Frischkäse doppelrahm 1 Ei Prise Zucker Frischhaltefolie Die Hähnchenbrust zu flachen Schnitzel schneiden. Frischkäse mit etwas Zitronensaft, die Hälfte Zitronenschale und dem Ei gründlich vermischen. Mit Pfeffer und Salz würzen. Basilikum fein hacken und in die Käsemasse rühren. Auf jedes Schnitzel etwas von der Käsemasse geben jeweils einige Blätter Basilikum auflegen und die Schnitzel auf Frischhaltefolie legen.
Die Schnitzel eng aufrollen und fest in die Folie einwickeln. Die Geflügelröllchen bei 65°C im Dampfgarer oder bei gleicher Temperatur im Backofen ca. 55 Minuten garen.
In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Paprika in kleine Würfel und die Schlangengurke in Scheiben schneiden. Den Lollo Bianco waschen und in mundgerechte Stücke reißen. Das Gemüse auf Teller anrichten. Die Avocado schälen, entkernen und in Würfel schneiden. In einen Mixbecher geben, restlichen Zitronensaft und Zitronenschale zufügen. Vejus mit dem Wasser zufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit einer Prise Zucker abschmecken. Das Dressing über den Salat träufeln, von den Hähnchenrollen die Folie entfernen und die Rollen in feine Scheiben schneiden. Die Scheiben oben auf dem Salat drapieren.




Dienstag, 27. März 2012

Hühnchen mit Gemüse und Cashewnüsse aus dem Wok…

Kaum scheint die Sonne schon macht sich der Hunger auf leichte Gerichte bemerkbar, was der Frühling so alles mit sich bringt ist schon erstaunlich. Erstaunlich ist auch mit welchem Durchhaltevermögen in Deutschland seit Jahren im Frühling die Uhr umgestellt wird. Untersuchungen haben ergeben, dass die erhoffte Stromersparnis nicht eingetreten ist. Doch was erwiesen ist, dass die Umstellung so manch einem Zeitgenossen zu schaffen macht. Kinder sind abends zur angesagten Uhrzeit noch nicht müde und morgens, wenn sie raus müssen, weil Kindergarten und Schule rufen, hundekaputt und nörgelig, Ja, und in der Tierwelt ist es auch nichts anderes, der Hund einer Arbeitskollegin wusste am Montagmorgen gar nicht was Frauchen von ihm wollte, eigentlich weckt er doch sie und nicht umgekehrt. Außerdem war ich gestern Morgen auch verstimmt, wo bitte waren die Rehe die ich letzte Woche noch täglich auf dem Weg zur Arbeit gesehen habe? Unbedingt wollte ich ein Bild von ihnen machen sobald die Sonne richtig schön scheint. Jetzt scheint die Sonne wie Bolle nur leider eine Stunde später und die Rehe sind noch im Wald. Also kümmere ich mich jetzt um unseren frühlingshaften Appetit, mache weiter Bilder von meinen Kochmisserfolgen und warte bis sich die Rehe wieder blicken lassen und die Küchenknipse zweckentfremdet wird…
Hühnchen mit Gemüse und Cashewnüsse aus dem Wok
Zutaten für 2 Personen:
2 Teelöffel Pflanzenöl
1 Teelöffel Sesamöl
1 cm Ingwer, fein gerieben
1 Zehe Knoblauch, gehackt, oder eine confierte Zehe
2 Stangen Frühlingszwiebeln
300 g Hähnchenfilet
1 rote Paprika, in kleine Stücke
500 g Broccoli, in kleinen Röschen
2 EL Sojasauce
1 Esslöffel Cashewnüsse
Reis gekocht
Das Pflanzenöl in einem vorgeheizten Wok geben, Ingwer und Knoblauch zufügen und kurz anbraten. Das Hühnchen in Würfel schneiden und mit anbraten. Es sollte leicht bräunen. Anschließend aus dem Wok heben und zur Seite stellen.
Nun Paprika und Brokkoli in den Wok geben und mit dem Sesamöl beträufeln. Etwa 3 min. anbraten. Jetzt das Hühnchen wieder zugeben und ebenfalls die Sojasauce. Unter vorsichtigem Rühren garen.
Zum Schluss die Cashewnüsse zusammen mit den, in Röllchen geschnittenen, Frühlingszwiebeln auch in den Wok geben, Wenige Minuten unter rühren garen. Alles zusammen mit Reis auf angewärmten Tellern anrichten und servieren.