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Freitag, 22. Februar 2013

Hööömmmaaa, warst Du schon mal im Kachelofa?

…du hast gar keine Ahnung was oder wo Kachelofa ist? Dann kläre ich Dich jetzt auf. Also Kachelofa ist ein schwäbisches Hotel und war das Domizil einer super tollen Kochtruppe, die aus einer Gruppe bei Facebook entstanden ist. Alles genusssüchtige Reisebiester und Reisebengel. Doch soll ich Dir was sagen, irgendwie muss ein böser Dämon über uns gehangen haben, der nicht wollte dass wir uns treffen. Angefangen hat es damit, dass auf verschiedenen Flughäfen gestreikt wurde, aber das weißte wohl eh schon, war ja in den Nachrichten. Das somit einige Flüge ausfallen mussten ist wohl klar, aber dass es eine Maschine sein sollte mit der Greta reisen wollte, war schon eine Unverschämtheit. Jetzt halt dich fest, auf dem Flughafen wo zwar nicht gestreikt wurde, aber Sandra abfliegen wollte, brannte es in der gebuchten Maschine, also auch hier zittern und bangen. Das war jetzt nicht so wirklich vertrauenswürdig, zumal es für Sandra der erste Flug war. Aber als Entschädigung ist sie über Frankfurt geflogen und hatte somit fast einen Rundflug über Deutschland gewonnen. Das Profireisebiest Sanne aus unserer Mitte kümmerte sich ganz rührend um alles und alle, damit wirklich auch jeder gut ankommen konnte. Wir haben Staus, Schneestürme und Wartezeiten auf Flug- bzw. Bahnhöfen bestens überstanden. Aus vollem Herzen, danke Sanne!

So nu aber weiter, ging ja schließlich nicht ums Reisen sondern ums Kochen. Eine ganz reizende Truppe überfiel mit Messern, Kochlöffeln und Schürzen das Schwabenland. Für die genussvollen Ausführungen hat jeder was er brauchte selbst mitgebracht, vorausgesetzt er war nicht so Hibbelig, dass die Hälfte vergessen wurde. Also, man kann sagen zum größten Teil wurde an alles gedacht und mitgebracht, bis auf so ein paar Kleinigkeiten. Okay, das eine oder andere wurde evtl. vergessen. Aber wie wir gelernt haben, ist es zwar schön einen Koffer mit Kleidung und diversen Hygiene Artikeln an frau man zu haben, wird aber durchaus überbewertet und ist nicht unbedingt überlebenswichtig, gell? Außerdem wollten wir nicht auf den Laufsteg, sondern auf den Kochsteg.

So, und jetzt hoffe ich Du bist stark, um genau zu sagen sehr stark, denn für das was ich Dir jetzt zeige musst Du stark sein und satt!
Am Freitagabend legten die ersten Kochverrückten schon gleich los und versetzten die Küche in einen chaotischen anderen Zustand.
Heraus gekommen sind unglaubliche Gaumenkitzel.
Wunderbare Oliven von Sandra die uns gleich schon beim Start in mediterrane Stimmung versetzten.
Marions Rippchen auffe Faust, also nicht ihre Rippchen, sondern von Marion zubereitet, passten wunderbar zu den Oliven und stellten eine köstliche Kombination dar.
Westerwälder Grumbeernsalat von Tom unserem Käpt´n, er weiß wie er seine Mannschaft genussvoll satt bekommt.
Zypriotischer Salata Patates von Sanne. Auf der Zunge hatten wir den Sommer, eigentlich hätten wir nur den Schnee gegen die Sonne austauschen müssen und das rundum Sommergefühl hätte sich ganz von selbst eingestellt.
Graupensalat mit Lachs von Eva, nicht nur ein Fest für den Gaumen, wie man sieht auch fürs Auge. Voller Eifer wurden mit Skalpell und Sonde die Fischchen gebastelt.
Eine fantastische Senfverköstigung von Sandra´s selbstgemachtem Senf. Sie konnte es nicht lassen und musste ihren Senf dazugeben. Wir waren von den verschiedenen Kreationen ganz begeistert und forderten mehr.
Frühlingsrollen zum niederknien von Supanika, ich kann mich nicht erinnern jemals bessere Frühlingsrollen gegessen zu haben, also Süße schieß das Rezept rüber ich will den Frühling locken.
Das gaumenkitzelnde Forellenquintett von Petra. Ich glaube bei diesem Anblick muss ich keine weiteren Worte und Erklärungen verlieren. Ich hätte mich hineinlegen können, aber dafür wäre es zu schade gewesen und die Teller definitiv zu klein.
Während der Planung kam die Frage nach einem Dessert auf. Der subjektive Eindruck, kaum einer interessierte sich wirklich für einen süßen Gaumenkitzel. Aber als dann keins da war, gab es lange Gesichter. Bis Eva, Corinna und Petra in Kooperation einen Apfelkuchen mit Vanillesabayon zauberten. Die Süßschnuten bekamen Glanz auf den Augen.
Eh es am nächsten Tag in der Küche weiterging mussten wir uns erst einmal um die Getränke kümmern. Wenn Du glaubst wir hätten nur gekocht und gegessen, dann irrst Du dich. So ganz nebenbei haben wir noch eine kleine Wanderung/Spazierfahrt und eine Weinprobe auf dem Sonnenhof gemacht und uns einige hübsche Flaschen Wein besorgt, aber nur weil sie so hübsch anzusehen waren. Übrigens ist es ein guter Tipp dort mal vorbei zu schauen, ich bin überzeugt Du würdest dort auch das eine oder andere Tröpfchen Fläschchen finden. Mich überzeugte der Gelbe Muskateller, den kannst Du so richtig herrlich wegschlürfen auf den Tisch stellen. Der macht was her mit seinem goldenen Inhalt und schmecken soll er auch.
Nach der Weinprobe und kurzer Wartepause, Du weißt, die Wanderung, wurden wir mit diesem herrlichen Beef Brisket mit Meerrettichsoße in Empfang genommen. Eine Rinderbrust ca. 16-18 Stunden bei 100°C geraucht von unseren Grillengeln Silvia und Thomas serviert . Die Küchenknipse hatte mal wieder keine Zeit auf die Sauce zu warten. Doch Ihr könnt mir glauben, sie war ein Gedicht.
Von Stefan gab es einen griechischen Kraken mit Tomate und Zimt, ein Genuss den ich sicher nicht vergessen werde. Das Rezept stammt aus einem griechischen Kochbuch, das sicher in den nächsten Tagen im Büdchen einziehen wird.
Kurzfristig wurden einige Jakobsmuscheln geordert (mein letzter Wissenstand, es waren so um die 600) und Marion hat sie unter einer Gratinhaube mit Morcheln geschickt versteckt. Morcheln sind ja schon Gaumenkitzel, aber die in Kombination mit Muscheln, ich sag jetzt nichts mehr, probier es doch selber. Ach und mal so ganz unter uns, solltest Du einen Profi im Muschelöffnen benötigen, spreche mal den Käpt´n Tom an.
Doch die richtige, echte Sauerei hat eindeutig der Stefan veranstaltet, eine Ferkelei auf die ich im Leben nicht verzichten wollte. Er hat das Schwein auf den Grill geschickt und nicht eher heruntergelassen bis es zart rosa war. Tja, so müssen rosa Schweinchen aussehen.
Von Barbie Greta wurden wir mit einem bunten Glasnudelsalat verwöhnt. So eine tolle Farbe und ich muss gestehen ich habe nicht aufgepasst wie sie ihn so „pinki“ bekommen hat. Aber ich bin sicher, sie wird es mir noch verraten.
Ein Träumchen von Chiraz, sie verhätschelte uns mit Magret de Canard séché, Ziegenkäsecreme mit einem Topping aus Apfel und karamellisierten Walnüssen. Ein Genuss auch wenn ich kein Ziegenkäsefan bin. Doch je häufiger ich Ziegenkäse esse, je mehr geht es mit meiner Abneigung. Ob beim Ziegenkäse ein heran essen möglich ist, wie beim Wein das heran trinken?!
Salzwiesenhuhn mit Gugelhupf servierte uns der Claus. Zugegeben der Gugelhupf war mehr als clever, hatte er sich doch versteckt und tauchte erst wieder gegen Mitternacht auf. Doch das war sein Tod, wir haben erbarmungslos zugeschlagen und er wurde von uns als Mitternachtskuchen erlegt.
Der Claus ließ es sich ja nicht nehmen und servierte ein weiteres Gericht.
Im Entenfett pochierter Lachs auf Entenkeulenkompott und Kümmelkaffee. Ach ja, ein kleines Salätchen war auch dabei.
Verpasst habe ich den Thai-Papaya-Salat von Supanika. Zum Glück hatte wenigstens die Küchenknipse bei der Herstellung aufgepasst, sonst hätten wir noch nicht einmal einen Beweis.
Da die Küchenknipse aber auch noch nicht den richtigen Rhythmus gefunden hat, waren die wunderbaren Würstchen von Sylvia und Thomas schneller verspeist, wie wir schauen und die Knipse knipsen konnten.

Ich kann mir gut vorstellen was Du jetzt denkst, Du glaubst ich wäre nur ein Reisebiest und hätte mich an der Küchenaktion nicht beteiligt. Hömmmaaa, das glaubst auch nur Du, ich habe mich auch ins Zeug gelegt. Für Freitag hatte ich eine Ententerrine gebastelt an der wir aber auch noch am Samstag Gefallen gefunden haben.
Aber das Wochenende war ja mit dem Freitag nicht beendet und am Samstag sollte es natürlich nach all den herzhaften Leckereien auch noch etwas für die Süßschnuten geben. Nein, Herr GB war nicht mit, aber glaub mir Süßschnuten gibt es überall und gegen Eva ist Herr GB ein Süßschnutenweisenknabe.
Der Ruf nach Creme-Brüller war so laut dass ich mich ergab und mich auf abgefackelte Creme einließ. Doch so ein ganz kleines Bisschen musste ich die Creme aufpeppen, also gab es noch Marzipanbaumkuchentörtchen und Kürbiskernparfait. Das ganz bestreut mit karamellisiertem Kürbiskernstaub.

Doch während der Planung gaben sich die Süßschnuten mit diesem einfachen Dessert nicht zufrieden, sie schrien noch nach Wackelpudding. Waldmeister sollte es sein und frisch! Hömmmaaa wir stecken noch mitten im Winta! Okay, ich hätte jetzt so ein Tütchen vom Doktor öffnen können, aber in meiner Küche gibt es keine Drogen, man hat ja Stolz. Ich habe aus Traubensaft, Waldmeistersirup und TK-Waldmeister einen Wackeldackeldessert geklöppelt. Als Topping eine schlichte, einfache, kurz angeschlagene Vanillesahne. Warum die Küchenknipse hier gestreikt hat, kann ich mir bis heute nicht erkläre. Hatte ich ein Glück, dass mir Corinna ein Bild zur Verfügung stellen konnte. An dieser Stelle „ganz lieben Dank Corinna“.
Corinna war vorher schon mein rettender Engel, denn mein Flammenwerfer für die Brüller-Creme stand wohlbehalten zuhause im Schrank. Nein der Brenner sollte nicht geschont werden! Mit Corinnas Brenner kam dann auch die schöne knackige Zuckerkruste auf die Creme, sieht man doch, dass es ihr Brenner war, oder?!
Sicher bist Du jetzt auf den Geschmack gekommen und Dir plätschern die Pfützchen im Schäutzchen hin und her, also dafür kann ich jetzt wirklich keine Verantwortung übernehmen. Doch ich könnte als Trostpflaster wenigstens ein Rezept herausrücken. Was hältst Du von Kürkiskern-Parfait.

Kürbiskernparfait:
125 g Kürbiskerne
100 g Zucker
Kerne in trockener Pfanne rösten, herausnehmen und in der warmen Pfanne den Zucker schmelzen. Kerne zum geschmolzenen Zucker geben und zusammen karamellisieren.
Die karamellisierten Kürbiskerne auf Backpapier streichen und auskühlen lassen. Ausgekühlt in Stücke brechen und in der Mühle sehr fein mahlen.
5 Eigelbe
1 Prise Salz
5 Esslöffel Wasser
100 g Puderzucker
4 Esslöffel Kürbiskernöl
600 ml bis 800 ml Sahne
Die Eigelbe mit Salz, Wasser und Puderzucker in einem Schlagkessel über sanft kochendem Wasser schaumig steif schlagen. Vom Wasserbad nehmen und kalt schlagen. Nun das feine Kürbiskernmehl  zusammen mit dem Kürbiskernöl untermischen. Sahne steif schlagen und vorsichtig unterheben. In eine Kasten-, Terrinenform, oder in eine Metallschüssel geben. Mit Klarsichtfolie abdecken und mindestens 6 Stunden gefrieren. Sollte Dir das Kürbiskernöl ausgegangen sein, oder Du hast es evtl. irgendwo vergessen (z.B. zuhause), ist das schlimm genug, aber kein Weltuntergang. Zur Not kannst Du es auch ohne machen.

Weitere Berichte findest Du hier:

Obers trifft Sahne
...in Frau Kampis Küche
Doc.Evas Kochlatein
razziescorner


Mittwoch, 4. Januar 2012

Frühjahrsdiät mit Resten…

Nein, natürlich haben wir es nicht nötig diättechnisch kürzer zu treten, haben wir doch erst im letzten Jahr versucht, ähhh erfolgreich abgeschlossen, oder so.Also im Büdchen gibt es keine Diät, da wird sich nach Möglichkeit gesund ernährt und diesmal werden Reste verwertet. Gelegentlich passiert es mir ja immer wiedermal, dass ich zu viel einkaufe, diesmal waren es einfach mehr Orangen als wir essen konnten. Da hier alles vor dem Vergammeln gerettet wird, konnten die Orangen sich noch nicht einmal mit dem Gedanken des Schimmelns vertraut machen, da lagen sie schon unterm Messer.
Gepresst, filetiert und bis auf die Haut wurden sie ausgehöhlt.
Hätten das die Orangen vorher gewusst, ich bin überzeugt es wäre genau das Ende gewesen das sie freiwillig gewählt hätten. Welche Orange hat schon das große Glück als Orangenparfait zu enden?
Zuckersüßer Orangensaft in Verbindung mit Eiern und Sahne brachte ein Parfait hervor, das auf der Speisekarte im Winter sich einen festen Platz errungen hat.
Das Parfait serviert mit Maronencreme auf Orangenpudding und als i-Tüpfelchen einen schmelzenden Vanilletrüffel. Frühjahrsdiät mit Resten müssen manchmal eben so aussehen…
Orangenparfait:
5 Eigelbe
200 ml Orangensaft, frisch gepresst
50 ml Orangenlikör
400 ml Schlagsahne, geschlagen
Mark einer ½ Vanillestange
1 Esslöffel Vanillezucker
130 g Zucker
12 ausgehöhlte Orangenschalenhälften
Eigelbe über einem warmen Wasserbad mit dem Zucker schaumig schlagen und dabei erwärmen. Vanillezucker und das Vanillemark unterschlagen. Nach und nach den Orangensaft und den Orangenlikör unterschlagen. Den Orangenschaum nun auf einem kalten Wasserbad weiterschlagen bis es gut abgekühlt ist.
Die geschlagene Sahne unterheben und in die Orangenschalen füllen. Das Parfait nun mindestens abgedeckt 6 Stunden gefrieren.
Das Rezept von der Maronencreme spare ich mir, das war nicht so gut wie ich es mir vorgestellt habe, also muss ich daran noch üben.

 

Montag, 21. März 2011

Wir sitzen noch einen Moment auf der Schlemmerwolke...

Wirklich super schönes Wochenende gewesen. Wir haben noch frei und können die Genießertage nachklingen lassen. Darf ich das hier eigentlich erzählen? Ich meine ja nur, wir haben ja eigentlich Fastenzeit. War auch nur ein Ausrutscher.
Selbst eine kleine Reise mit zwei, drei Übernachtungen ist so erholsam, man könnte meinen man hätte richtig lange Urlaub gehabt. Ich weiß ja nicht ob es Euch auch so geht, aber wir brauchen meistens etwas Zeit um wieder in den alten Rhythmus zu finden. Damit wir noch ein bisschen schwelgen können habe ich uns ein Dessert gemacht. Das stand eh noch auf meinem Plan und damit sitzen wir noch einen Moment auf der Schlemmerwolke...
Himbeerparfait mit schokogefüllte Himbeeren auf Baumkuchen:
2 Eigelbe
70 g Zucker
2 Blatt Gelatine
250 g Himbeeren
1 Eiweiß
200 ml steifgeschlagene Sahne
1 Esslöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Quark
1 Teelöffel Zucker
Einige Blätter Zitronenmelisse
200 g Himbeeren mit dem Zitronensaft mischen und mit dem Pürierstab pürieren. Das Püree durch ein Sieb streichen und zur Seite stellen.
Die Eigelbe mit dem Zucker über einem Wasserbad aufschlagen.
Die Gelatine einweichen und quellen lassen, ausdrücken und mit etwas Himbeerpüree erwärmen und auflösen.
Die Sahne schlagen und ebenfalls das Eiweiß zu Schnee schlagen. Das Himbeerpüree und die aufgelöste Gelatine unter die Eigelbmasse schlagen. Die Sahne unterheben und anschließend den Eischnee. Alles in Eisförmchen füllen und gefrieren.
Himbeeren gefüllt mit Schokosoße:
80 g Zucker
150 ml Wasser
30 g Kakaopulver
50 g Zartbitterkuvertüre

Zucker mit Wasser in einem Topf verrühren und etwas einkochen. Den Kakao hineingeben und auflösen. Den Topf vom Herd nehmen und die Kuvertüre in dem heißen Kakaozuckergemisch auflösen.
Die restlichen Himbeeren mit der Schokosoße füllen.
4 Scheiben Baumkuchen auf Teller anrichten. Den Quark mit einem Teelöffel Zucker verrühren kleine Tupfen auf den Baumkuchen geben und die gefüllten Himbeeren aufkleben.
Je eine Portion von dem gefrorenen Parfait auf den Teller stürzen, mit etwas Puderzucker bestäuben und mit etwas Schokosoße anrichten.
Schuldbewusst gebe ich zu, die Himbeeren kamen nicht aus Deutschland, das war dann wohl der nächste Ausrutscher.

Montag, 21. Februar 2011

Frucht des Winters, Vitamin C ohne Ende…

Die Grippeschutzimpfung im letzten Herbst hab ich total verpasst, wobei diese Impfung ja auch nicht vor Erkältung schützt und erkältet waren in meinem Umfeld so Einige. Da gab es kaum noch jemanden der nicht gehustet oder herum geschnupft hat. Im Büdchen war von alledem nichts zu vermelden. Puppenlustig und quietschfidel geht’s hier im Büdchen zu. Aber ich habe da auch so meine Vermutung, das liegt bestimmt am vielen Vitamin C. An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Aussage medizinisch nicht von unserer Seite belegbar ist.
Wie ich auf die Idee komme, dass wir hier alle so gesund und vergnügt sind liege am Vitamin C? Also:
Wir nehmen dieses Zeugs ständig zu uns, mal in Zitronen, mal im Gemüse und natürlich in Orangen. Die Säure macht lustig und das Vitamin hält gesund, so einfach ist das.
Orangen so ganz normal als Obst essen finde ich einfach nur langweilig und außerdem Gemansche pur. Das ist nix für mich. Eine Birne, einen Apfel oder eine Kiwi kann man auch mal gut mit ins Büro nehmen, aber Orangen???
Nee, lieber nicht, also gibt’s die nur im Büdchen, Punkt, Aus, Ende.
Wir kaufen die immer Kistenweise und deshalb war ich für das Kochevent zu dem Sus vom Gärtnerblog aufgerufen hat, bestens gerüstet.
Alles was ich brauchte war im Hause. Ja und dann hab ich es wieder getan, ich habe den Kochlöffel geschwungen. Ach hat das wieder Spaß gemacht.
Sag ich doch, puppenlustig und quietschfidel, sicher wegen Vitamin C ohne Ende…

Garten-Koch-Event Februar 2011: Orangen [28.02.2011]

Ich habe mal wieder etwas fürs Dessert gemacht, eine Orangentrilogie
Orangen-Dattel-Süppchen mit Vanille, Orangenmousse mit Orangenlikör und Orangenparfait mit Tonkabohne

Geeistes Orangen-Dattel-Süppchen mit Vanille:


4 Orangen
5Datteln fein gehackt
250 ml Weißwein
250 ml Orangensaft frisch gepresst
60 g Zucker
2 cm Zimtrinde
Mark einer Vanilleschote
3 Blatt Gelatine
Etwas Zitronensaft


Zwei Orangen filetieren. Die Filets zur Seite stellen und den Saft auffangen. Die restlichen zwei Orangen auspressen.
Den Wein mit dem Orangensaft, den fein gehackten Datteln, der Zimtrinde, dem Zitronensaft und dem Zucker aufkochen. Die Gelatine in etwas Wasser quellen lassen, ausdrücken und zu dem Wein-Orangensaft-Gemisch geben. Gute 30 Minuten ziehen lassen. Den Zimt entfernen und nun das Mark der Vanilleschote zufügen. Unterrühren und die Orangenfilets in das Süppchen legen. Im Das Süppchen im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. In kleinen Gläsern anrichten und je nach Festigkeit etwas Sekt angießen.



Orangenmousse mit Orangenlikör auf Biskuitboden:
Für den Boden:
1 Ei
1 Esslöffel Zucker
40 g Mehl
1 Prise Salz
40 g Orangenmarmelade
Das Ei mit dem Zucker und eine Prise Salz zu einer luftigen Creme schlagen. Das Mehl sieben und vorsichtig unter die Eiercreme heben.
Die Masse auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist, streichen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-Unterhitze knappe 10 Minuten backen. Bitte auf die Bräunung achten, er soll goldgelb sein. Auf einem Tuch stützen und etwas auskühlen lassen. Mit einem Dessertring, oder Glas passende Kreise zu den Portionsformen ausstechen. Die kleinen Gebäckplatten mit der Orangenmarmelade bestreichen und zur Seite stellen.



Für die Creme:
2 Eigelbe
2 Esslöffel Zucker
1 Orange unbehandelt
2 Esslöffel Orangenlikör
Etwas abgeriebene Orangenschale
100 ml Sahne
100 ml Schmand
1 Eiweiß
1 Prise Salz
4 Blätter Gelatine

Die Eigelbe mit dem Zucker auf einem Wasserbad schaumig schlagen. Anschließend auf Eiswasser wieder kalt schlagen. Die Orange auspressen, die Schale abreiben. Die Gelatineblätter in Wasser einweichen und quellen lassen. Sahne schlagen. Eiweiß mit einer Prise Salz ebenfalls aufschlagen. Den Schmand mit dem Orangensaft und der Orangenschale glattrühren und unter die Eiercreme mischen. Den Orangenlikör erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Ebenfalls in die Creme geben. Geschlagene Sahne und den Eischnee unter die Creme heben.



Nun die Creme in Portionsformen füllen und einige Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Kurz vor dem Servieren die Creme mit einem Messer vorsichtig aus die Formen lösen und jeweils auf ein mit Marmelade eingestrichenes Gebäckteil stürzen.



Orangenparfait mit Tonkabohne:


2 Eigelbe
50 g Akazienhonig
25 ml Milch
1 Teelöffel Tonkabohnenabrieb
200 ml Sahne
2 Eiweiß
1 Prise Salz
1 Esslöffel Zucker
1 Esslöffel Orangenlikör
Abrieb einer unbehandelten Orange


Eigelbe mit dem Honig und der Milch im warmen Wasserbad zu einer dicklichen Masse aufschlagen. Anschließend in Eiswasser wieder kalt schlagen. Tonkabohnenabrieb, Abrieb der unbehandelten Orange und den Likör dazugeben. Sahne schlagen und unterheben. Das Eiweiß mit Salz und Zucker zu Schnee schlagen und ebenfalls unter die Masse ziehen.
Die Parfaitmasse in Portionsformen geben und im Gefrierschrank 4-5 Stunden gefrieren lassen.