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Dienstag, 26. August 2014

Parmesanflan, die Käsewoche geht weiter…

…wie Du hier gelesen hast habe ich seit neuestem einen sizilianischen Käsedealer. Bei Giovanni bekomme ich nicht nur Burrata sondern auch erstklassigen Parmesan. Natürlich am Stück und der wird ganz nach Belieben gerieben oder auch Stückeweise gebrochen. Ebenso wie man ihn gerade braucht bzw. bevorzugt. Laut Giovanni ist er Monateeeee im Kühlschrank haltbar, aber es ist noch nie dazugekommen Giovannis Aussage auf die Probe zu stellen. Höchstens zwei Wochen hat bisher mal ein Stück überlebt, aber dann auch nur weil er weder Herrn GB noch mir in die Hände gefallen ist, also der Käse, nicht der Giovanni. Kaum zu glauben, dass Herr GB früher Käse komplett verschmäht hat, noch nicht einmal zerlaufen auf der Pizza hätte ihn der Käse locken können.
Diese käsefreie Zeit war echt Käse, keine Planung für eine Käseplatte nach Käseuhr oder Spagetti mit Spänen der Käseknolle, selbst ein Nudelauflauf mit zerlaufenen Käse überbacken, wie es heutzutage von Herrn GB geliebt wird, hätte zum Käseeklat geführt. Damals hätte Giovanni wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und etwas von nicht genussfähige Deutsche gefaselt, wir hätte nie wieder seinen Laden betreten dürfen und Italienische Genüsse wären uns zeitlebens verschlossen geblieben, auf jedem Fall die, die Giovanni in seinem Laden hat.
Doch zum Glück ist alles anders gekommen und in dem genussreichen Leben mit Herrn GB habe ich ihm dann irgendwann so peu à peu Käse untergeschoben. Angefangen habe ich mit Frischkäse, den ganz Milden. Es folgte zarter Butterkäse, natürlich auch der Milde usw. bis er sich irgendwann an die Kräftigen traute. Erst nur ein kleines Fisselchen, dann mal ein etwas Größeres bis heute immer etwas mehr und jetzt ist der Tag gekommen, ich serviere einen Käseflan um genau zu sagen einen Parmesanflan. Kräftig im Geschmack, cremig in der Konsistenz und in Verbindung mit Ruccola und Tomaten eine frische Vorspeise. Ach übrigens, Tomaten gingen früher auch nicht und von dem bitteren Ruccola will ich erst gar nicht reden…
Parmesanflan:
2 Schalotten
2 Esslöffel Butter
200 g Champignons
1 Zehe Knoblauch
Salz und Pfeffer (frisch gemahlen)
50 g schwarze Oliven
1 Zweig Zitronenthymian
80 g Parmesan
4 Eier
200 ml Milch
Muskatnuss frisch gerieben
Schalotten schälen, fein hacken und in der Butter weich dünsten. Die Champignons putzen, in kleine Würfel schneiden, und zu den Schalotten geben. Knoblauch schälen, auch fein hacken und zusammen mit Salz und Pfeffer zu den Champignons geben. Alles zusammen solange dünsten bis die ganze Flüssigkeit verdunstet ist.
Zwischenzeitlich die Oliven fein hacken und mit dem abgezupften Thymianblättchen zu den Pilzen geben. Alles etwas abkühlen lassen. Den Parmesan darüber reiben.
Souffléförmchen mit Butter einfetten.
Die Eier mit der Milch verquirlen und unter die Pilzmischung geben. Noch mit Muskatnuss würzen. Die Pilzmasse in die Förmchen füllen und mit Alufolie abdecken. Im Dampfgarer bei 90° C die Masse 30 Minuten stocken lassen. Kann auch im Backofen gemacht werden. Da musst Du in die Bratenpfanne Wasser füllen und die Förmchen hineinstellen. Bei 160° C Umluft ebenfalls 30 Minuten garen.
Die Flan etwas abkühlen lassen mit einem spitzen Messer vom Rand lösen und stürzen.
Die Flan auf Ruccola und mit Cherrytomaten anrichten.

Dienstag, 18. Juni 2013

Kartoffelspaghetti ohne Eier und ohne Mehl...

Gleich hinter dem Reschenpass das kleinste Städtchen Südtirols ist Glurns. Es ist nicht nur das kleinste hinterm Reschenpass, es ist auch das Kleinste von ganz Südtirol und laut unterschiedlichsten Reiseführern wäre es sogar das Kleinste von ganz Italien.
Ein wirklich kleines Städtchen, doch in verschiedener Hinsicht sehr beachtenswert.
Es hat eine Stadtmauer, drei Stadttore, ein tolles Schuhgeschäft, drei Hotels, eine richtig tolle Konditorei und noch einige andere Geschäfte, wie auch diverse Lokalitäten. Natürlich darf ich die Kirche nicht vergessen und den wunderschönen Laubengang. Dass auch hier die Landschaft traumhaftschön ist, muss ich wohl nicht extra erwähnen.
Es war ganz lustig wie wir auf dieses Örtchen gekommen sind. Im letzten Jahr habe ich mir das Buch von Monika Kellermann „Südtirol kulinarisch“ besorgt. Ein Buch mit wirklich schönen Bildern und Reisevorschlägen. Herr GB und ich hatten die Idee wir nehmen das Buch mit auf unsere Südtirol Reise.
Das war schon mal eine sehr gute Entscheidung. An verschiedenen Vorschlägen orientierte ich mich schon bei der Tourenausarbeitung. Was sich wiederum als ein Pluspunkt darstellte, denn so entstand eine eigens für uns gebastelte kulinarische Südtirol Reise.
Glurns war ein Stopp auf unserer Fahrt und zwar mussten wir Mäuse besorgen. Du glaubst uns wäre die Kohle direkt am Anfang ausgegangen und wir brauchten Nachschub? Weit gefehlt, hier ist nicht die Rede von Kies, Kröten, Moneten, Zaster oder auch Geld genannt. Nein, richtige Mäuse. Da es eine Genussreise war, versteht sich wohl von selbst das es sich um eine Art Gaumenschmaus handeln musste, oder?!
Göttlich schmeckende Mäuse, nicht gekocht, gebraten oder gegrillt, sondern vom handwerklich geschickten Konditor, ehemals Bürgermeister persönlich hergestellt.
Hochglänzende Schokoladenmäuse gefüllt mit einer zartschmelzenden Nougatcreme und in der Creme zwei geröstete Haselnüsse.

Meister Riedl der Ex-Bürgermeister orientierte sich bei der Erfindung seiner Mäuse an den berühmten Glurnser Mäuseprozess und trifft mit der Herstellung dieser Leckerei eine wunderbare Entscheidung. Wenn Du wissen willst was es mit diesem Mäuseprozess auf sich hat, musst Du hier lesen. In meiner Reisebibliothek fand sich auch noch eine Empfehlung für das Hotel bzw. das Restaurant Grüner Baum. Unsere Wahl war treffsicher, gut dass wir auch diesem Tipp folgten.
Ein wirklich nettes Lokal. Für Herrn GB gab es Tomatensuppe und einen butterzarten Zwiebelrostbraten. Mir wurde die erste Vinschgauer Weißweinsuppe meines Lebens serviert und im Anschluss noch Spargel, ich kam einfach nicht an ihm vorbei.
Dessert schafften wir nicht, wir mussten ja noch Mäuse essen.

Jetzt lange nach unserem Urlaub, während ich mir die ganzen Urlaubsbilder anschaute, viel mir ein, dass ich auf irgendeiner Speisekarte etwas von Kartoffelnudeln  gelesen habe.  Ob das im Grünen Baum war weiß ich nicht mehr so ganz genau. Also gemeint war Nudelteig aus Kartoffeln. Ein Rezept für derartige Nudeln habe ich persönlich von Monika Schölzhorn, sie führt den Schlosswirt Juval, bekommen, aber das ist eine andere Geschichte.
Doch da Kartoffeln in Südtirol eine der Hauptzutaten ist und wir noch etwas in den Urlaubswogen schwelgen wollen, gibt es heute im Büdchen Kartoffelspaghetti. Na, was sagste jetzt?

Kartoffelspaghetti:
1,2 kg Kartoffeln, festkochend
1 große Zwiebel (ca.40 – 50g) in feine Würfel schneiden
Zu gleichen Teilen Butter und Öl
Etwas Olivenöl
150 g Schinkenwürfel
1 Esslöffel Knoblauchöl (dafür nimmst Du vielleicht das Öl von dem confierten Knoblauch)
½ Bund glatte Petersilie, fein gehackt
100 ml Gemüsefond
200 g Butter, eiskalt
Parmesan oder würziger Bergkäse
Kartoffeln schälen und mit dem Spirali in feine Spaghetti schneiden. Die Kartoffelnudeln in reichlich Salzwasser 2 Minuten kochen.
Die Zwiebelwürfel in dem Butter-Ölgemisch glasig dünsten.
Die Schinkenwürfel in Olivenöl andünsten. Knoblauchöl, Zwiebeln und Petersilie vermengen.
Gemüsefond erhitzen und mit der eiskalten Butter zu einer Buttersauce verschlagen bzw. einkochen. Die Speckmischung mit der Buttersauce vermischen und die gut abgetropften Spaghetti in die Saucenmischung geben. Alles verrühren und 15 Minuten im geschlossenen Topf auf kleinster Hitzezufuhr garen.
Zum Anrichten die Kartoffelspaghetti auf Teller verteilen und mit frisch geriebenem Parmesan oder würzigem Bergkäse servieren.



Montag, 9. Mai 2011

Grissinis, das italienische Brotgebäck, weg mit einem Happs…

Bekomme ich Besuch und schaffe es nicht Brot zu backen, kaufe ich bei einem Bäcker in Bochum immer Brötchen-Konfekt. Das sind so kleine Minibrötchen die sind ratz fatz mit einem Happs weg. Mal so ganz unter uns, ich kaufe sowieso von vorneherein die doppelte Menge, denn eh wir zuhause sind ist die Hälfte eh schon weg. Mein Schatz ist sie ja gerne mal ebenso auf dem Weg nach Hause. Sie eignen sich aber auch genial als Car-Food weil sie ja nicht krümeln, können sie ja auch nicht, sind ja, wie schon erwähnt, mit einem Happs weg.
Gestern kam Besuch ins Büdchen, nee nee, nicht weil Muttertag war, das Büdchen ist ohne Kinder, abgesehen von den Patenkindern bzw. Nichten, Neffen und eine kleine Großnichte die gerade mal ein Jahr alt ist. Ach das ist eine süße Knutschebacke, ich denke dieses Brötchen-Konfekt würde ihr auch schmecken, allerdings nicht mit einem Happs. Die kleine Maus würde es sich wohl erst mal mundgerecht zusammen sabbern.
Dabei fällt mir gerade ein, was haben Babys mit ihren Opis gemeinsam? Na, habt ihr eine Ahnung?
Während Ihr überlegt kann ich Euch ja mal erzählen, dass diesmal aus meinem Brötchen-Konfekt nichts geworden ist. Irgendwie ist mir alles Mögliche dazwischen gekommen nach Bochum zu fahren. Kein Ausflug nach Bochum, also auch kein Brötchen-Konfekt. Kurzerhand habe ich schnell selbst gebacken. Ein Gebäck, das auch mit einem Happs in den Mund passt, wenn man es nicht zu groß macht. Grissinis, das italienische Brotgebäck, weg mit einem Happs…

½ Würfel frische Hefe
1 Teelöffel Honig
250 ml lauwarmes Wasser
1 Esslöffel Olivenöl
420 g Mehl und Mehl zum ausrollen
1 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Parmesan gerieben
3 Esslöffel Gruyère gerieben
1 Zweig frischen Rosmarin gehackt
1 Messerspitze Cayennepfeffer
2 Messerspitzen Fenchelsamen gemahlen
1 Teelöffel Paprika edelsüß
Grobkörniges Meersalz

Hefe in dem Honig und dem Wasser auflösen. Mehl mit Salz, Öl und der angesetzten Hefe gut vermischen und verkneten.
Den Teig zu einer Kugel formen, die Rührschüssel mit Olivenöl ausschwenken und anschließend die Teigkugel durch die Schüssel schwenken bis die ganze Teigkugel mit einem leichten Ölfilm bedeckt ist. Nun den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und locker 1-2 Stunden gehen lassen. Noch besser wer eine Gärstufe am Herd hat, sollte die nutzen.
Wenn der Teig gut sich verdoppelt hat ihn zusammen boxen und auf einer gut bemehlten Arbeitsplatte ausrollen. Nicht zu dick! Aus dem Teig bekommt man gut 2 Platten á 15x40cm.
Während der Gehzeit konnte man schon den Käse mit den Gewürzen vermischen.
Diesen nun auf die Teigplatten streuen. Den Teig von der breiten Seite aus einrollen und die Teigstange nun in lange Stäbe schneiden.
Die Stäbe in sich leicht verdrehen und auf ein mit Backpapier ausgelegtem Ofenblech legen. So vorgehen bis der ganze Teig verbraucht ist.
Die Stangen mit etwas Öl beträufeln und bei 200°C Ober- und Unterhitze im vorgeheizten Backofen 10-15 Minuten backen bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.

Übrigens die Antwort zu meiner Frage, was die Babys mit ihren Opis gemeinsam haben lautet: keine Haare und keine Zähne. Na hättet Ihr es gewusst?

Sonntag, 1. Mai 2011

Wir waren eingeladen und ich hatte Käsefüße…

…im Gepäck. Boah, die waren so lecker und natürlich super frisch. Ich schenke ja gerne was aus meiner Küche, oder besser gesagt, etwas das in der Büdchenküche gefertigt wurde. Für kurzfristige Geschenke habe ich ja immer einen Joker im Ärmel, oder Blätterteig in der Gefriertruhe und jetzt im Frühling gedeiht das Basilikum auch wieder prächtig auf der Fensterbank.
Was Blätterteig mit Basilikum zu tun hat? Diese zwei Zutaten sind die beste Voraussetzung für ein spontanes Mitbringsel. Okay, das Olivenöl will ich Euch nicht unterschlagen und damit es ein richtig nettes Geschenk wird braucht man Ausstecher in Form von Füßen. Ja, richtig, Füße!
Jetzt ist nur noch die Frage wie Blätterteig, Basilikum, Olivenöl und Fußausstecher zu einer Überraschung werden und was das Ganze mit diesen Käsefüßen auf sich hat! Des Rätsels Lösung lautet: Parmesan! Aber ppppppssssst! Der Gatte vom Büdchen isst doch eigentlich keinen Parmesan.
Ich schreib Euch das Rezept, was eigentlich keins ist, mal auf. Eins ist sicher, der der dieses Gebäck nachbastelt hat dann auch Käsefüße…
Käsefüße:
5 Scheiben Blätterteig
2 Hände voll Basilikumblätter
50 bis 100 ml Olivenöl
3-5 Esslöffel geriebenen Parmesan
Basilikumblätter und Olivenöl mit dem Pürierstab pürieren.
Nun den geriebenen Parmesan zufügen bis eine sämige Masse entstanden ist.
5 Scheiben Blätterteig etwas ausrollen. Mit den Ausstechern Füße ausstechen und die einzelnen Füßchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Gut 1 bis 1,5 cm Platz zwischen den einzelnen Gebäckstücken lassen. Nun die Blätterteigfüße mit der Basilikummasse bestreichen und im vorgeheizten Backofen auf 180°C ca. 15 Minuten backen.
Das Gebäck gut auskühlen lassen und anschließend in kleine Klarsichttüten verpacken.