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Freitag, 13. April 2012

Radieschenblättercremesuppe, kein Aprilscherz…

April, der macht was er will! Der April ist eindeutig mein Lieblingsmonat. Er ist eigenwillig und das Einzige auf das man sich im April verlassen kann, es kommt garantiert anders als man denkt, sich erhofft oder gar plant.So war es auch Ostern. Die Wetterfrösche in den Medien wollten wissen, dass der Freitag der schönste Tag des Osterwochenendes sein sollte. Naja, hinterher ist man ja immer schlauer. Auf jedem Fall konnten wir am Ostersamstag das Osterfeuer ohne Regenschirm betrachten und die Ostereier am Ostersonntag unter blauem Himmel suchen. Okay, auf die Winterjacken konnten wir jetzt noch nicht wirklich verzichten, aber die dicken Stiefel sind bereits verpackt und werden erst wieder beim nächsten Schnee ausgegraben. Hoffentlich nicht noch in diesem Monat, Ihr wisst schon –der April macht was er will!
Auf jedem Fall haben wir schon einmal Ostern ohne Schnee überlebt und die bunten Eier im Trockenen nach Hause gebracht. Und jetzt eiern sie hier in der Küche herum, werden von einer Ecke in die andere gestellt und warten auf ihr buntes Ende.
Wie in jedem Jahr sind einige der gekochten Eier übrig und jetzt heißt es wieder improvisieren. Einen Eiersalat gibt es auf keinen Fall, Eier in Senfsoße würden mir schon eher gefallen, gefüllte Eier werden auch gerne gegessen. Doch wie wäre es mit Radieschenblättersuppe? Die Blätter von den Radieschen habe ich aufgehoben und rein zufällig noch zwei Bund Radieschenblätter (da waren allerdings noch die Radieschen dran) im Kühlschrank entdeckt. Das nenn ich doch mal einen Glücksfall. Also gab es ein grünes Süppchen mit einem gelb/weißen Eierhälften und zarten Radieschenscheiben. Ein Ende das sich bestimmt einige übrig gebliebene Ostereier vorstellen können.
Radieschenblättercremesuppe:
1 große, milde Zwiebel
1 Esslöffel Butter
200 g Kartoffeln
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
500 ml Gemüsebrühe
250 ml Milch
1 Lorbeerblatt
1 Prise Cayennepfeffer
1 Esslöffel Creme double
Salz, Pfeffer
Die zarten Blätter von 2 Bund Radieschen
Einige Radieschen
Etwas Zitronensaft und geriebene Zitronenschale
Ein gekochtes Ei
Die Zwiebel fein würfeln und in der Butter weich dünsten. Die Kartoffeln ebenfalls würfeln zu den Zwiebeln geben und genauso die Knoblauchwürfel. Gemüsebrühe und Milch angießen, Lorbeer und Cayennepfeffer zufügen und zugedeckt 20 Minuten leise köcheln, bis die Kartoffelwürfel zerfallen. Mit Salz, Pfeffer sowie geriebener Zitronenschale und -saft würzen. Das Lorbeerblatt anschließend wieder herausfischen. Die gewaschenen Radieschenblätter in den Suppenansatz rühren und zusammenfallen lassen. Die Suppe mit dem Mixstab glatt pürieren, nochmals kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe auf Teller verteilen und als Einlage jeweils in jeden Suppenteller ein halbiertes Ei geben. Noch einige Scheiben Radieschen zufügen und servieren.
Ach übrigens, heute sagte die Wetterfroschfrau im Radio, im Laufe des Tages kann es immer mal wieder „gewitteln“! Herrlich dieser Versprecher, ein richtiges Aprilwort.


Donnerstag, 12. April 2012

Kohlrabicarpaccio mit Radieschen und Pinienkerne

An den letzten Rezepten hat man ja schon gemerkt, der Frühling hat mich voll im Griff. Die ganzen fantastischen Kräuter und Gemüsesorten. Endlich ist die Zeit vorbei wo mir mein Gemüsekalender lediglich als regionale Saisonware Topinambur und rote Bete vorgeschlagen hat. Die Bete liegt noch immer gehäutet, abgekocht und vakuumiert versteckt im Kalten. Ihr wisst schon, Herr GB zickt bei Rote Bete rum. Er hat sie schon so oft gegessen, aber will ich sie auf den Teller bringen, bittet er um Aufschub. Ähnlich war es früher auch mit Radieschen. Also so pur aus der Hand überzeugen sie ihn nicht, vielleicht mal so als kleinen Snack eine oder zwei, mehr aber auf keinem Fall. Bereite ich Radieschen als Suppe, Gemüsebeilage oder als Salat sieht das Ganz schon etwas anders aus. Dann isst Herr GB die kleinen scharfen Dinger ohne mit der Wimper zu zucken und verlangt sogar Nachschub.Radieschen sind das passende Gegenstück zu Kohlrabi.
Diese beiden Wurzeln als Carpaccio mit einem frischen Dressing sind unschlagbar. Na wenn das kein Frühling ist…
Kohlrabicarpaccio mit Radieschen und Pinienkerne
2 Kohlrabis
5 große Radieschen
40 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Apfelsaft
2 Esslöffel Balsamicoessig, weiß
Salz und Pfeffer
Prise Zucker
1 Esslöffel Pinienkerne in eine Pfanne ohne Öl geröstet.
2 Esslöffel Basilikum feingehackt
Kohlrabi schälen, Radieschen waschen und beides in hauchdünne Scheiben schneiden, idealerweise mit einem Hobel. Brühe mit Apfelsaft und Essig verquirlen, salzen und pfeffern und mit einer Prise Zucker abschmecken.
Die Kohlrabi- und Radieschenscheiben ziegelartig auf einem Teller verteilen und mit Dressing beträufeln. Das Kohlrabi-Radieschencarpaccio mit dem gehacktem Basilikum und den gerösteten Pinienkernen bestreuen und servieren.
Das ist doch ein schöner Einstieg zu einem Frühlingsmenü, oder?


Dienstag, 20. Dezember 2011

Eier im Grünen…

Ja man könnte meinen ich bin der Zeit voraus und beschäftige mich mit Ostern, aber nein, ganz so weit bin ich dann doch noch nicht. Aber um den Genüssen des Weihnachtsfestes etwas vorzubeugen, habe ich gedacht vor den Festtagen geht es mal etwas leichter im Büdchen zu. Herrn GB mache ich damit auch eine Freude, denn wenn es vegetarisch zugeht, dann sind Eier nicht unbedingt die schlechteste Alternative, meint Herr GB. Pochierte Eier mit Salat sind leicht und steigern die Vorfreude auf die fleischigen Feiertage. Außerdem sind die schnell gemacht, die Küche bleibt zum größten Teil sauber und man hat noch Zeit für Weihnachtseinkäufe.Pochierte Eier auf Salat mit Pinienkernsauce
50 g Pinienkerne über Nacht in kaltem Wasser einweichen.
Pinienkerne abtropfen lassen, wenig Einweichwasser auffangen.
1 1/2 Bd. glatter Petersilie (ein paar Blättchen zum Garnieren beiseitelegen) fein hacken und mit 1 Esslöffel Einweichwasser verrühren. Die Pinienkerne im Mörser oder im Cutter zu einer Paste verarbeiten. Falls nötig auch hier etwas Einweichwasser beigeben.
Pinienkernpaste mit der gehackten Petersilie mischen und mit 2 Teelöffel Aceto balsamico,1 Esslöffel Austernsauce, 3 Teelöffel Fischsauce, 1 Esslöffel flüssigen Honig abschmecken.
2 Liter Wasser mit einem großen Schuss Weißweinessig aufkochen (Wasser nicht salzen).
4 Eier einzeln in eine Tasse aufschlagen, nacheinander in das Wasser gleiten lassen. Vor dem Kochpunkt ziehen lassen. Nach 1 Minute mit einem Löffel das Eigelb mit dem Eiweiß umhüllen. Nach 4–5 Minuten herausheben und abtropfen lassen.
Mit der Piniensauce auf Salat anrichten und mit den beiseitegelegten Blättchen garnieren. Etwas Weißbrot dazu reichen.

Montag, 23. Mai 2011

Basilikum-Gnocchi ohne Tomaten und Mozzarella…

Also ich habe beschlossen, jetzt wo hier renoviert wird, muss vorgekocht werden. Die Vorarbeit ist ja die halbe Miete, oder anders gesagt, vor Beginn muss ein vernünftiger Plan her. So etwas wie eine Aufstellung, das sogenannte Gerüst auf das man aufbauen kann. Ihr merkt es sicher, ich bin nach 3 Tagen schon renovierungsgeschädigt. Nein, nein, nicht renovierungsbedürftig, zum Glück ist es noch nicht soweit. Doch ich denke spätestens wenn ich die letzte Tasse in die neuen Schränke stelle, das letzte Kinkerlitzchen als Dekoration aufgetrieben habe, endlich die passenden Bilder gefunden und ich das erste Menü im neuen Esszimmer serviert habe, wird mein derzeitiger Albtraum mich in der Realität einholen und mir gehen die Ideen zum Kochen aus. Das wäre natürlich die Katastrophe schlechthin. Wobei ich bekomme ja dann auch mein neues Bücherregal ins Esszimmer. Soll ich Euch was sagen, dieses Regal wird eigens nur für die Kochbücher angeschafft und die blöden Gesetzbücher und Ratgeber von Herrn GB sollen es mal wagen auch nur annähernd in die Nähe dieses schönen Regals zu kommen, dann könnt Ihr mich mal erleben. Ich werde jeden Zentimeter in den Regalen für die Kochbuchcombo verteidigen. War ja schon der Hammer, dass Herr GB neulich unseren Wein als Buchstützen missbraucht hat.
Diese Idee hat mich zu der Überlegung genötigt, ob ich mein Schlepptop in die Ecke schmeiß und mich wieder mal öfter am Computer direkt am Schreibtisch setzen soll, denn direkt in greifbarer Nähe stehen diese neuen Buchstützen und ich denke so wären sie besser unter Beobachtung. Außerdem mussten für diese Weinboxen schon Reiseführer von mir Platz machen, dann versteht Ihr jetzt sicher umso mehr, warum ich mich mit der Kochbuchgang verbünden werde. Und wie ich die Fraktion kenne, werden sie es mir mit tollen Rezepten danken, die ich beim immer wieder durchblättern in ihnen finden werde. Ein Mitglied dieser Vereinigung ist das delicious days von Nicole Stich. Ihr erinnert Euch, da hatte ich mir neulich auch schon Anregungen herausgefischt. Hier das Risotto und hier das Frühlingsroastbeef und diesmal war ich wieder in dem Buch unterwegs und habe ein Kartoffelgericht gefunden. Basilikum-Gnocchi mit Pinienkernbutter.

Ich brauchte 1 kg mehlige Kartoffeln
1 gute Handvoll Basilikumblätter
1 Ei und 1 Eigelb
Meersalz
Und 75 – 125 g Mehl, das kommt aber auf die Kartoffeln an, bzw. darauf, wie mehlig sie sind. Je mehliger die Kartoffeln umso weniger Mehl muss man hinzufügen.
Ja und dann braucht man noch Mehl zum Formen.
Und wer hat, benutzt zum Formen ein Butterbrettchen.
Die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser kochen. Sobald sie gar sind, schnell abgießen, ruck zuck pellen und so warm wie es geht durch eine Kartoffelpresse drücken.
Nun die zerpflückten Basilikumblätter mit dem Ei und dem Eigelb mit dem Mixstab pürieren. Das Ei und das Eigelb vorher gut salzen.
Lasst Euch nicht irritieren wenn dieses Püree bräunlich aussieht, das wird schon. Nun das Basilikumpüree zu den zerdrückten Kartoffeln geben und beides vermischen.
Nun diese Masse kräftig salzen und nach und nach Mehl zugeben und untermischen. Man sollte nicht zu sehr den Teig kneten, es ist eher ein Matschteig als ein Knetteig. Ihr werdet es merken wann der Teig gut ist, dann hat er eine gewisse Geschmeidigkeit, aber er klebt nicht mehr. Nun kleine Rollen aus dem Teig formen, in ca. 2 cm dicke Scheibchen schneiden und über den Rücken einer Gabel oder über ein Butterbrettchen rollen. Dann bekommen sie diese hübschen Rillen.
Die Gnocchi auf ein bemehltes Brett oder eine bemehlte Folie legen. Salzwasser zum Kochen bringen und die Gnocchi in wenigen Minuten in dem Salzwasser gar ziehen lassen. Das Wasser darf nicht zu stark kochen wenn die Gnocchi im Wasser sind, sonst zerkochen sie.
Doch eh man die Gnocchi ins Wasser gibt sollte man die Pinienbutter machen. Für 4 Personen gut 125 g Butter in einem Pfännchen auslassen, mit etwas Meersalz würzen und ca. 50 g fein gehackte Pinienkerne in die geschmolzene Butter geben. Auf kleiner Hitze die Pinienkerne leicht anbräunen.
Die Gnocchi auf einen angewärmten Teller geben und die Pinienbutter darüber geben. Wir haben einen grünen Salat dazu gegessen.
Aus einem Kilo Kartoffeln habe ich gut Portionen für 6 Personen bekommen, den Rest den wir nicht gegessen haben, habe ich ungekocht eingefroren.
Demnächst werde ich sie mal auftauen und mit geschmolzenen Tomaten und Mozzarella servieren, mal sehen wie es schmeckt, aber diesmal noch ohne…
Übrigens, der Wein aus dem Regal passte auch zu unserem Essen und sie sind ja so praktisch diese Buchstützen.

Mittwoch, 2. März 2011

Die Ravioli-Rivalen, Ravioli-Ausradelrädchen, Ravioligebiss, Raviolibrett, Ravioliteigrädchen…

Sicher haut sich immer noch der Eine oder Andere aus der Bloggergemeinde auf die Schenkel, wenn er an meine letzte Ravioli-Bastelstunde denkt.
Bei meinen Blutwurstravioli ist ja doch Einiges in die Hose gegangen. Aber genau mit diesen Erfahrungen konnte ich ganz gelassen an meine Spinatravioli gehen. Diesmal habe ich Herrn GB erst mal nichts erzählt, heimlich habe ich mich in die Küche geschlichen, den Teig vorbereitet, die Füllung zusammengematscht und die Nudelplatten schön dünn ausgerollt. Na okay, das dünne Ausrollen hat die Küchenhilfe “Kitty“ übernommen, aber ich war dabei und habe Handlangerdienste geleistet.
Anschließend kam natürlich das bekannte Prozedere dran, sprich Teigplatte auslegen, grob die Ravioli auf den Teigplatten einteilen, löffelweise die Füllung auf den Teig verteilen, aufgeschlagenes Ei rundherum um die Füllung pinseln und nächste Teigplatte vorsichtig auflegen und etwas aufdrücken.
Und jetzt kam der Moment, wo die Kuh ins Wasser… plumpst, oder rennt.
Griffbereit lag das Ravioli-Ausradelrädchen. So nun aber mal zackig! Schnell, oder doch besser etwas besonnen mit dem Rädchen die einzelnen Taschen ausradeln. Eindeutig, das Ravioliausradelrädchen ist klasse, damit geht es echt gut.



Das Ravioligebiss ist nach meiner letzten Aktion gleich in den Tiefen des Küchenschranks verschwunden, bzw. im Küchenverlies verbannt worden. Wie es damit nicht funktioniert, weiß ich ja.


Als nächstes kam das neuerworbene Raviolibrett zum Einsatz. Wieder Teigplatte ausrollen, Form gut mehlen, Teigplatte auflegen, den Teig etwas in die Mulden drücken, das geht übrigens mit etwas längeren Fingernägeln gar nicht, dann gibt’s Löcher. (Ich rede von etwas längeren Nägeln, nicht von Nagelschüppen!) Nun in die Vertiefungen das Spinatgemisch füllen, die zweite Teigplatte auflegen und mit dem winzigen Nudelholz über die Teigplatte kräftig rollen. Das Raviolibrett umdrehen und die Raviolis fallen aus der Form. An manchen Ecken musste man beim Fallen etwas nachhelfen, aber sonst ganz okay.





Zum Schluss noch das Teigrädchen. Hier macht man alles genau wie beim Ravioliausradelrädchen, nur zum ausradeln nun das Teigrad verwenden. Das geht auch ganz gut, allerdings müssen die Ränder etwas nachgedrückt werden.


Es gibt auch noch Ravioliausstecher, in rund und eckig, nur die konnte ich bisher noch zu keinem akzeptablen Preis finden.

Sollte jemand für mich einen guten Tipp haben, womit ich die Ravioli idealerweise noch besser herstellen kann, würde ich mich super freuen. Also ich suchen einen Gegner für mein Ravioliausradelrädchen.


Spinatravioli mit Pinienkern auf Butterspinat:
Nudelteig:
250 g Mehl
2 Eier (Gewichtsklasse M)
1 knappen Esslöffel Olivenöl
Etwas Salz

Aus Mehl, Eier, Öl und Salz einen geschmeidigen Teig herstellen.

Raviolifüllung:
300 g Blattspinat frisch (oder 250 g tiefgekühlt)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Esslöffel Öl
50 g Bergkäse gerieben
100 g Ricotta
Pfeffer, Salz, Muskatnuss
Zwiebel und Knoblauch in feine Würfel schneiden. Das Öl erhitzen und die Würfelchen darin glasig dünsten. Den geputzten und gewaschenen Spinat dazugeben und auch kurz dünsten. Den Ricotta unterrühren. Mit einem Pürierstab alles pürieren. Den Bergkäse untermischen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die Füllung abkühlen lassen.

Die Ravioli anfertigen wie oben beschrieben und anschließend in Salzwasser ca. 7 -9 Minuten gar ziehen lassen.

Beilage:
300 g Blattspinat
3 Esslöffel Pinienkerne
2 Esslöffel Butter
Pfeffer, Salz, Muskatnuss

Butter auslassen, die Pinienkerne kurz darin bräunen und den Spinat dazugeben und kurz zusammenfallen lassen.
Den Spinat auf Teller anrichten und die Ravioli auflegen, nun noch die Pinienkernen obenauf geben.