Posts mit dem Label Radieschen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Radieschen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 27. Juni 2012

Eine Idee von Mario Kotaska und trotzdem ganz anders…

Vor Wochen, jetzt frag bloß nicht wann das war, habe ich mit einem Auge freitags abends den Lanz geschaut als er wieder kochen ließ. Neben den üblichen verdächtigen Fernsehköchen, ob mit oder ohne Stern, kochte auch Mario Kotaska. Ich hörte nur etwas von geräucherten Forellen und schon schnellte mein Blick vom Buch, das ich gerade las, hoch zum Fernsehbildschirm. Er servierte die Forellen auf Bratkartoffeln mit Kopfsalat, Radieschen und Wachteleier…. Na das hörte sich doch mal echt wiederholungsbedürftig an. Jetzt sind natürlich so viele Wochen vergangen und ich habe hier nur einen kleinen Schmierzettel auf dem einzelne Bestandteile stehen. Eine Große Anleitung und den Rest musste ich mir selbst zusammenbasteln. Die Bastelstunde hat sich gelohnt und es war wirklich sehr schmackhaft, allerdings habe ich die Wachteleier weggelassen, das war auch so sehr köstlich. Ich sag Dir, es ist garantiert eine schöne Vorspeise wenn Du diese Zusammenstellung in Miniformat anrichtest und wer es gerne als Hauptgang serviert, darf die Portion ruhig etwas größer machen, alles schreit förmlich nach mehr. Es ist übrigens ein sehr schönes Sommergericht und wenn die Sonne mal wieder scheint, wie man es im Sommer erwarten darf, dann zeige ich wie ich meine Forellen selber räucher…
Geräucherte Forelle auf Kartoffelsalat:
3 Esslöffel Schmand
1 Esslöffel Essig
Saft und Schalenabrieb einer Zitrone
Salz, Pfeffer, Zucker, Muskatnuss, etwas Senf
Forellenfilets
Kartoffeln, Salz und etwas Kümmel
Sonnenblumenöl
Zwiebeln
Kopfsalat
Radieschen
Frühlingszwiebeln in Ringe
Aus Schmand, Essig, Saft und Schalenabrieb der Zitrone, und den Gewürzen eine Salatsoße herstellen. Den gewaschenen und trocken geschleuderten Kopfsalat in die Marinade geben. Die Radieschen fein hobeln und mit dem Kopfsalat vermischen.
Die Kartoffeln schälen und in gleichmäßige Scheiben schneiden. In etwas Sonnenblumenöl garen und dabei schön bräunen.
Die Zwiebel in feine Ringe schneiden und zu den Kartoffeln, zum braten geben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf kleiner Temperatur bräunen bis alles schön kross ist. Nun die Ringe der Frühlingszwiebeln unter die Kartoffeln mischen und die Forellenfilets oben auf die Bratkartoffeln legen, die Pfanne mit einem Deckel abdecken und die Filets leicht Temperatur annehmen lassen.
Die Bratkartoffeln zusammen mit den Forellenfilets und dem Kopfsalat anrichten und wer mag kann noch Wachteleier dazu braten.


Freitag, 13. April 2012

Radieschenblättercremesuppe, kein Aprilscherz…

April, der macht was er will! Der April ist eindeutig mein Lieblingsmonat. Er ist eigenwillig und das Einzige auf das man sich im April verlassen kann, es kommt garantiert anders als man denkt, sich erhofft oder gar plant.So war es auch Ostern. Die Wetterfrösche in den Medien wollten wissen, dass der Freitag der schönste Tag des Osterwochenendes sein sollte. Naja, hinterher ist man ja immer schlauer. Auf jedem Fall konnten wir am Ostersamstag das Osterfeuer ohne Regenschirm betrachten und die Ostereier am Ostersonntag unter blauem Himmel suchen. Okay, auf die Winterjacken konnten wir jetzt noch nicht wirklich verzichten, aber die dicken Stiefel sind bereits verpackt und werden erst wieder beim nächsten Schnee ausgegraben. Hoffentlich nicht noch in diesem Monat, Ihr wisst schon –der April macht was er will!
Auf jedem Fall haben wir schon einmal Ostern ohne Schnee überlebt und die bunten Eier im Trockenen nach Hause gebracht. Und jetzt eiern sie hier in der Küche herum, werden von einer Ecke in die andere gestellt und warten auf ihr buntes Ende.
Wie in jedem Jahr sind einige der gekochten Eier übrig und jetzt heißt es wieder improvisieren. Einen Eiersalat gibt es auf keinen Fall, Eier in Senfsoße würden mir schon eher gefallen, gefüllte Eier werden auch gerne gegessen. Doch wie wäre es mit Radieschenblättersuppe? Die Blätter von den Radieschen habe ich aufgehoben und rein zufällig noch zwei Bund Radieschenblätter (da waren allerdings noch die Radieschen dran) im Kühlschrank entdeckt. Das nenn ich doch mal einen Glücksfall. Also gab es ein grünes Süppchen mit einem gelb/weißen Eierhälften und zarten Radieschenscheiben. Ein Ende das sich bestimmt einige übrig gebliebene Ostereier vorstellen können.
Radieschenblättercremesuppe:
1 große, milde Zwiebel
1 Esslöffel Butter
200 g Kartoffeln
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
500 ml Gemüsebrühe
250 ml Milch
1 Lorbeerblatt
1 Prise Cayennepfeffer
1 Esslöffel Creme double
Salz, Pfeffer
Die zarten Blätter von 2 Bund Radieschen
Einige Radieschen
Etwas Zitronensaft und geriebene Zitronenschale
Ein gekochtes Ei
Die Zwiebel fein würfeln und in der Butter weich dünsten. Die Kartoffeln ebenfalls würfeln zu den Zwiebeln geben und genauso die Knoblauchwürfel. Gemüsebrühe und Milch angießen, Lorbeer und Cayennepfeffer zufügen und zugedeckt 20 Minuten leise köcheln, bis die Kartoffelwürfel zerfallen. Mit Salz, Pfeffer sowie geriebener Zitronenschale und -saft würzen. Das Lorbeerblatt anschließend wieder herausfischen. Die gewaschenen Radieschenblätter in den Suppenansatz rühren und zusammenfallen lassen. Die Suppe mit dem Mixstab glatt pürieren, nochmals kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe auf Teller verteilen und als Einlage jeweils in jeden Suppenteller ein halbiertes Ei geben. Noch einige Scheiben Radieschen zufügen und servieren.
Ach übrigens, heute sagte die Wetterfroschfrau im Radio, im Laufe des Tages kann es immer mal wieder „gewitteln“! Herrlich dieser Versprecher, ein richtiges Aprilwort.


Donnerstag, 12. April 2012

Kohlrabicarpaccio mit Radieschen und Pinienkerne

An den letzten Rezepten hat man ja schon gemerkt, der Frühling hat mich voll im Griff. Die ganzen fantastischen Kräuter und Gemüsesorten. Endlich ist die Zeit vorbei wo mir mein Gemüsekalender lediglich als regionale Saisonware Topinambur und rote Bete vorgeschlagen hat. Die Bete liegt noch immer gehäutet, abgekocht und vakuumiert versteckt im Kalten. Ihr wisst schon, Herr GB zickt bei Rote Bete rum. Er hat sie schon so oft gegessen, aber will ich sie auf den Teller bringen, bittet er um Aufschub. Ähnlich war es früher auch mit Radieschen. Also so pur aus der Hand überzeugen sie ihn nicht, vielleicht mal so als kleinen Snack eine oder zwei, mehr aber auf keinem Fall. Bereite ich Radieschen als Suppe, Gemüsebeilage oder als Salat sieht das Ganz schon etwas anders aus. Dann isst Herr GB die kleinen scharfen Dinger ohne mit der Wimper zu zucken und verlangt sogar Nachschub.Radieschen sind das passende Gegenstück zu Kohlrabi.
Diese beiden Wurzeln als Carpaccio mit einem frischen Dressing sind unschlagbar. Na wenn das kein Frühling ist…
Kohlrabicarpaccio mit Radieschen und Pinienkerne
2 Kohlrabis
5 große Radieschen
40 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Apfelsaft
2 Esslöffel Balsamicoessig, weiß
Salz und Pfeffer
Prise Zucker
1 Esslöffel Pinienkerne in eine Pfanne ohne Öl geröstet.
2 Esslöffel Basilikum feingehackt
Kohlrabi schälen, Radieschen waschen und beides in hauchdünne Scheiben schneiden, idealerweise mit einem Hobel. Brühe mit Apfelsaft und Essig verquirlen, salzen und pfeffern und mit einer Prise Zucker abschmecken.
Die Kohlrabi- und Radieschenscheiben ziegelartig auf einem Teller verteilen und mit Dressing beträufeln. Das Kohlrabi-Radieschencarpaccio mit dem gehacktem Basilikum und den gerösteten Pinienkernen bestreuen und servieren.
Das ist doch ein schöner Einstieg zu einem Frühlingsmenü, oder?


Freitag, 8. Juli 2011

Hähnchenspieße mit Safran und buntem Salat, dreimal besser wie der Käsekuchen...

Ich habe beschlossen ich backe nur noch altbekannte Rezepte die ich aus dem Backbuch meiner Mutter kenne, Modernes nur in muffinform und evtl. noch Modetorten. Wobei hier weise ich ausdrücklich daraufhin, dass es ein gewaltiger Unterschied ist, ob man Modetorten backt oder Motivtorten!!! Das Letztere würde ich im Leben nicht können!
Dass der Honigkäsekuchen von dem Bill aus Australien bei mir nix geworden ist lag sicher daran, weil wir geographisch auf der anderen Seite der Erdkugel hausen. Es gibt ganz schlaue Leute die behaupten, bei denen läuft das Wasser im Ausguss nicht rechts sondern linksherum ab. Na wer das glaubt. Aber nichts ist abwegig, denn ich habe ihm ja auch geglaubt dass sein Käsekuchen schmeckt. Tja, jetzt glaube ich ihm schon wieder und lasse mich auf sein nächstes Rezept ein. Nein keine Angst, ich backe nicht!
Die Silvia von rock the kitchen ist doch noch immer mit ihrem Event beschäftigt den sie noch bis zum 15.07.2011 als Gastgeberin auf Zorra´s Kochtopfblog betreuen darf. Ein Rezept hab ich ihr ja schon gespendet und weil farbenfrohe Gerichte so ein schönes Thema ist, treibe ich es jetzt auch noch mal bunt und spendiere Hähnchenspieße mit Safran und einem gemischten Salat.
Blog-Event LXIX - Farbenfrohe Gerichte (Einsendeschluss 15. Juli 2011)
Ich hoffe sie freut sich und soll ich Euch was sagen wer sich noch freu?! Herr GB!!! Er ist richtig froh, dass er kein neumodisches Gedöns von anderen Kontinenten, das sich Kuchen nennt, mehr probieren muss. Außerdem freut er sich auf den nächsten klassischen altbekannten Kuchen und auf sämtliches was im Büdchen gekocht wird. Auf meine Kochkünste verlässt er sich fast blind. Denn er weiß, dass ich weiß was ihm schmeckt und ich weiß, dass er weiß, dass ich will dass es ihm schmeckt.
Hähnchenspieße mit Safran und buntem Salat, dreimal besser wie der Käsekuchen...
Spieße:
1 Teelöffel Safranfäden
250 g Joghurt
2 Knoblauchzehen
2 Esslöffel Zitronensaft
400 g Hähnchenbrust
1 Teelöffel Sumach
Salz
Safranfäden im Mörser etwas zermahlen, mit 2 Esslöffeln heißem Wasser vermischen und 5 Minuten ziehen lassen. Knoblauch hacken, mit dem Safranwasser, dem Zitronensaft, dem Sumach und dem Joghurt vermischen. Die Hähnchenbrust hineinlegen und rundherum in der Marinade wenden.
Mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Noch besser wenn man es über Nacht ziehen lässt. 4 Holzspieße 30 Minuten in Wasser legen, dann verbrennen sie auf dem Grill nicht.
Das Hähnchenfleisch aus der Marinade nehmen, in Stücke schneiden und auf die Spieße stecken. Die Spieße von beiden Seiten grillen bis sie leicht gebräunt sind, oder wie ich es gemacht habe, 6 Minuten im Kontaktgrill.
Bunter Salat:
1-2 Romanasalatherzen
8 Radieschen in feine Stifte geschnitten
1 Schlangengurke in kleine Würfel geschnitten
8 Cherrytomaten halbiert


60 ml gutes Olivenöl
2 El Zitronensaft
Salz und frisch gemahlenen Pfeffer
Salatherzen putzen und in kleine Stücke zupfen. Die Radieschenstifte, die Gurkenwürfel und die Tomatenstücke mit den Salatherzen mischen. Aus dem Olivenöl und dem Zitronensaft ein Dressing mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend über den Salat geben.
Zitronenspalten, Minzblätter und eine rote Zwiebel in feien Ringe geschnitten für die Dekoration
Hähnchenspieße mit Minzblätter und den feinen Zwiebelringen auf Teller anrichten und den Salat dazu reichen.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radieschen…

Gab ja schon länger kein Fleisch mehr im Büdchen, aber die Kalbshaxe bei Robert ließ kleine Pfützchen im Mund zusammenlaufen und wie jetzt der Beitrag bei Slow Food Ruhrgebiet über den Schultenhof kam, den ich auch persönlich kenne, also ich meine jetzt den Schultenhof, den kenne ich, da war es um mich geschehen. Tief in meinem Herzen scheine ich Jäger zu sein und doch kein Sammler. Gibt ja auch immer mehr Frauen die die Flinte in die Hand nehmen und sich ihre Nächte auf Hochsitzen um die Ohren schlagen. Wobei ich anmerken möchte das es sich hierbei noch lange nicht um Flintenweiber handelt.
Also nichts desto trotz, der Appetit war jetzt da und wollte gestillt werden, aber es sollte etwas sehr schön Zartes sein und wie immer ist Fleisch, auf jedem Fall bei mir, die Beilage. Herr GB ist da ja anders verpackt, nur bluten darf es nicht mehr.
Dann hatte ich ne echt scharfe Idee, ich könnte ja mal eins meiner 2 Kochbücher, oder waren es doch mehr, zu Rate ziehen. Also habe ich das Buch delicious days von Nicole Stich mal durchgeblättert und prompt bin ich auf Seite 88 hängengeblieben. Okay, das kann eigentlich auch ganz egal sein, so egal wie eben 88 ist, ist es aber nicht. Genau auf Seite 88 steht ein echt tolles Rezept und auf der nächsten Seite, also 89, ist ein wirklich schönes Bild und genau dieses Bild hatte es mir angetan.
Fleisch! Zart! Und frühlingsfrisch.
Ruck zuck habe ich Roastbeef gekauft, Frühlingszwiebeln und Radischen, alles andere hatte ich im Haus. Die Ölsorte für das Dressing habe ich ausgetauscht, Ihr wisst schon, lieber Omega 3 statt Omega 6. Das Roastbeef hat sich genau nach Anleitung einige Runden im Pfeffer gewälzt und mit dem Frühlingszwiebel-Radieschensalat war es ein echtes Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radischen…
1 kg. Roastbeef
2-3 Esslöffel Pfefferkörner, frisch gemahlen
1 Teelöffel feines Meersalz
2 Esslöffel Butterschmalz
Nun zum Gemüse:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Bund Radieschen
10 Esslöffel Rapsöl
1 ½ Esslöffel Weißweinessig
Feines Meersalz
Küchengarn und Fleischthermometer
Das Fleisch gut eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen damit es Temperatur annimmt. Nun das Roastbeef mit dem Küchengarn fest verschnüren, damit es in Form bleibt und anschließen in dem frischgemahlenen Pfeffer wälzen. Den Backofen auf 100°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Fleisch in einer Pfanne von allen Seiten mit starker Hitze gut anbraten, anschließend in eine vorgewärmte hitzebeständige Form mit der Fettschicht nach oben setzen. Das Fleisch in den Backofen schieben und die Hitze auf ca. 85°-90°C herunter regulieren. Das Roastbeef 2 bis 2 ½ Stunden garen. Wenn das Roastbeef eine Innentemperatur von 60°C erreicht hat ist das Fleisch genauso wie Herr GB es mag, schön rosa und zart. Nun das Fleischstück in Alufolie einschlagen und gut 10 Minuten ruhen lassen.
Zwischenzeitlich Die Radieschen und die Frühlingszwiebeln klein schneiden, ein Dressing aus Essig, Öl und feinem Meersalz herstellen. Das Dressing ca. 5-10 Minutenvor dem Verzehr über das Gemüse geben und durchmischen.
Ich habe dazu Rosmarinkartoffeln gemacht. Die Radieschen habe ich auf etwas Feldsalat angerichtet. Trotz Feldsalat war es ein herrliches Frühlingsessen.