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Mittwoch, 15. August 2012

Ich übe für die Pflaumenzeit...

Im Büdchen wird ja so einiges an Obst verputzt. Also das Obst wird hier nicht nur in der Küche verarbeitet, wir verputzen auch Unmengen davon frisch. Auf Anhieb fällt mir jetzt keine Obstsorte ein die wir nicht mögen, nur richtig schön frisch muss es sein und auf keinem Fall überreif. Lieber beiße ich mir an einer Nektarine fast den Zahn aus eh ich irgendeine Schlabberfrucht esse. Herrn GB geht es ähnlich, wobei er Obst am liebsten isst, wenn es noch etwas Säure hat. Aprikosen nur leicht fest und etwas säuerlich, sonst kann ich sie alleine essen. Bei Pflaumen ist es genauso. Ihn stört es auch nicht wenn sie noch leicht grün sind, nur sauer müssen sie eben sein. Aus Mangel an Zeit hatte Herr GB am letzten Freitag einen Teil unseres Wochenendeinkaufs übernommen und unter anderem ist ein Körbchen mit ca. 2 Kg Pflaumen in den Einkauf gewandert. Die wollte er so als Zwischendurchsnack wegknabbern. Ich dachte so bei mir, oha, hoffentlich macht das sein Magen mit und er wird am Wochenende nicht Dauergast des stillen Örtchens. Meine Sorge war gänzlich umsonst. Er hatte sich an den Pflaumen verkauft. Zuckersüß waren sie, aber dabei trotzdem schön fest. So mag er Pflaumen aber nicht und jetzt gebe ich Euch zu raten wem er die Pflaumen zur freien Verfügung geschenkt hat!
Genau, ich durfte sie haben und so ganz nebenbei gab er mir auch noch den Tipp, ich könnte ja einen Kuchen daraus backen.
Was sollte ich mir jetzt noch großartig Gedanken machen, natürlich habe ich einen Kuchen gebacken und zwar einen Pflaumenkuchen mit Kokosraspel. Eigentlich bin ich ja kein Fan von Kokos, aber dieser Streuselkuchen war so saftig, ich freue mich schon auf die Pflaumenzeit, denn den backe ich nochmal.
Pflaumenkrümmelkuchen:
Ca. 1 kg Pflaumen
350 g Zucker
2 Esslöffel Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Esslöffel Rum (ich mache es wie Herr Lafer und nehme Strohrum)
2 Eier
275 ml Rapsöl
500 g Weizenmehl
100 g Buchweizenmehl
150 g Kokosraspel
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
Pflaumen waschen, entsteinen und einmal durchschneiden. Pflaumen zur Seite stellen.
Aus allen anderen Zutaten einen krümeligen Teig herstellen. Zweidrittel des Teiges auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausrollen. Die Pflaumenhälften auf den Teig ziegelartig auflegen. Den restlichen Teig auf die Pflaumen krümeln.
Bei 180°C ca. 40 Minuten goldgelb backen.
Mit Schlagsahne oder einer Vanillecreme servieren.


Mittwoch, 25. Mai 2011

Der Kopf ist leer und die Backen voll Roastbeef...

Ist es nicht grausig, ich sitze hier und mein Kopf ist leer. Die Zeit zu unserem Arbeitsurlaub rückt immer näher und ich merke so langsam geht mir der Zustand, tagsüber arbeiten, nach der Arbeit im Chaos Ordnung zu schaffen, auf die Nerven. Irgendwann hat man echt keine Lust mehr diese blöden Kartons, die im Weg stehen, von links nach rechts zu schieben.Außerdem wird mein Essensplan langweilig wenn ich wenig Zeit habe, allerdings Herr GB freut sich.
Ganz spontan gab es gestern nochmals dieses leckere Roastbeef aber nicht als Frühlingsgedöns, nööö, also etwas Abwechslung muss schon sein, ich habe zwar einen Salat dazu gemacht, aber Herr GB wollte auch eine Sauce dazu haben, Aber da es schnell gehen musste, gab es eine kalte Meerrettichsauce auf Mayonnaisebasis, schnell aber lecker.
Ein Ei mit 3 Teelöffeln Sahnemeerrettich in einen hohen Mixtopf geben. Salz und Pfeffer zugeben, 2 Esslöffel frisch geriebenen Meerrettich ebenfalls dazu. Mit ca. 150 ml Rapsöl auffüllen.
Mit dem Pürierstab alles zu einer Art Mayonnaise aufmixen.
Das Fleisch in feine Scheiben schneiden mit der Sauce anrichten und servieren.
Ich kann Euch sagen, da kann der Kopf ruhig mal leer sein, aber Hauptsache die Backen sind voll...


Donnerstag, 5. Mai 2011

Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radieschen…

Gab ja schon länger kein Fleisch mehr im Büdchen, aber die Kalbshaxe bei Robert ließ kleine Pfützchen im Mund zusammenlaufen und wie jetzt der Beitrag bei Slow Food Ruhrgebiet über den Schultenhof kam, den ich auch persönlich kenne, also ich meine jetzt den Schultenhof, den kenne ich, da war es um mich geschehen. Tief in meinem Herzen scheine ich Jäger zu sein und doch kein Sammler. Gibt ja auch immer mehr Frauen die die Flinte in die Hand nehmen und sich ihre Nächte auf Hochsitzen um die Ohren schlagen. Wobei ich anmerken möchte das es sich hierbei noch lange nicht um Flintenweiber handelt.
Also nichts desto trotz, der Appetit war jetzt da und wollte gestillt werden, aber es sollte etwas sehr schön Zartes sein und wie immer ist Fleisch, auf jedem Fall bei mir, die Beilage. Herr GB ist da ja anders verpackt, nur bluten darf es nicht mehr.
Dann hatte ich ne echt scharfe Idee, ich könnte ja mal eins meiner 2 Kochbücher, oder waren es doch mehr, zu Rate ziehen. Also habe ich das Buch delicious days von Nicole Stich mal durchgeblättert und prompt bin ich auf Seite 88 hängengeblieben. Okay, das kann eigentlich auch ganz egal sein, so egal wie eben 88 ist, ist es aber nicht. Genau auf Seite 88 steht ein echt tolles Rezept und auf der nächsten Seite, also 89, ist ein wirklich schönes Bild und genau dieses Bild hatte es mir angetan.
Fleisch! Zart! Und frühlingsfrisch.
Ruck zuck habe ich Roastbeef gekauft, Frühlingszwiebeln und Radischen, alles andere hatte ich im Haus. Die Ölsorte für das Dressing habe ich ausgetauscht, Ihr wisst schon, lieber Omega 3 statt Omega 6. Das Roastbeef hat sich genau nach Anleitung einige Runden im Pfeffer gewälzt und mit dem Frühlingszwiebel-Radieschensalat war es ein echtes Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radischen…
1 kg. Roastbeef
2-3 Esslöffel Pfefferkörner, frisch gemahlen
1 Teelöffel feines Meersalz
2 Esslöffel Butterschmalz
Nun zum Gemüse:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Bund Radieschen
10 Esslöffel Rapsöl
1 ½ Esslöffel Weißweinessig
Feines Meersalz
Küchengarn und Fleischthermometer
Das Fleisch gut eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen damit es Temperatur annimmt. Nun das Roastbeef mit dem Küchengarn fest verschnüren, damit es in Form bleibt und anschließen in dem frischgemahlenen Pfeffer wälzen. Den Backofen auf 100°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Fleisch in einer Pfanne von allen Seiten mit starker Hitze gut anbraten, anschließend in eine vorgewärmte hitzebeständige Form mit der Fettschicht nach oben setzen. Das Fleisch in den Backofen schieben und die Hitze auf ca. 85°-90°C herunter regulieren. Das Roastbeef 2 bis 2 ½ Stunden garen. Wenn das Roastbeef eine Innentemperatur von 60°C erreicht hat ist das Fleisch genauso wie Herr GB es mag, schön rosa und zart. Nun das Fleischstück in Alufolie einschlagen und gut 10 Minuten ruhen lassen.
Zwischenzeitlich Die Radieschen und die Frühlingszwiebeln klein schneiden, ein Dressing aus Essig, Öl und feinem Meersalz herstellen. Das Dressing ca. 5-10 Minutenvor dem Verzehr über das Gemüse geben und durchmischen.
Ich habe dazu Rosmarinkartoffeln gemacht. Die Radieschen habe ich auf etwas Feldsalat angerichtet. Trotz Feldsalat war es ein herrliches Frühlingsessen.