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Mittwoch, 18. Mai 2011

Pastel de Choclo – Maisauflauf extra für Robert, Du machst glatt die Schüssel leer...

Heute ist wieder wünsch Dir was Essen dran. Ja ja, ist schon richtig, nicht nur Herr GB darf sich hier etwas wünschen, nein, auch die Besucher vom Büdchen, etwas genauer ist es hier beschrieben.
Jetzt aber mal zu dem Maisauflauf. Auf was ich mich da eingelassen habe, war mir nicht wirklich klar. Ich hatte diesen Auflauf mal beim Mexikaner vor Jahren auf der Speisekarte gelesen, aber zwischenzeitlich hat er sein Restaurant geschlossen. Jetzt hoffe ich mal nicht der Ruin hatte etwas mit diesem Auflauf zutun. Leider bin ich nie dazu gekommen Pastel de Choclo zu bestellen, aber wer weiß, wenn ich ihn vielleicht schon gegessen hätte, wäre der Robert jetzt leer ausgegangen.
Das einzige Problem das es gibt, von dem Maisauflauf, von dem ich das Rezept habe, der kommt nicht aus Mexiko, mein Rezept kommt aus Chile. Ursprünglich wollte ich einen Maisauflauf nach Anleitung aus Peru machen, aber das hatte so wenig Pepp, da hätte man mich hier ausgebuht. Am liebsten hätte ich ja mal eben schnell eine kleine Rundreise durch Mexiko, Chile und Peru gestartet und jeden einzelnen vor Ort probiert, aber Herr GB meinte ich sollte mir die Spesen dann mal lieber vom Robert zahlen lassen, denn schließlich hätte sich der Robert den Auflauf gewünscht und nicht er.
Das kann ich ja nicht machen, mein frisch eingerichteter Service ist doch kostenlos. Da wäre der Robert aber ganz schön bedient gewesen.
Also habe ich den Maisauflauf mal gemacht wie er in Mexiko gegessen wird, wobei es hier doch auch wieder x-Varianten gibt. Ich denke es verhält sich ähnlich wie mit unserem Kartoffelsalat. Der Eine isst ihn mit Mayo, der Andere will ihn mit Specksauce, der Nächste mit Essig und ein Vierter will Schlangengurken statt Essiggurken.
Für den Maisauflauf benötigt man eigentlich frischen Mais, der wird im April/ Mai gepflanzt, aber nicht geerntet, also auf jedem Fall hier bei uns. Geerntet wird der erst im Herbst. Außerdem ist Mais kein Gemüse, sondern ein Getreide, genaues liest man hier.
Na ja, ist auch eigentlich egal, ich hatte ein Versprechen einzulösen und das wollte ich nicht erst im Herbst erledigen.
Ich musste von Maiskolben auf Mais aus dem Glas zurückgreifen, war so verkehrt auch nicht, so hatte ich weniger Arbeit.
250 g Hackfleisch vom Rind
1200 g gekochte Maiskörner ,das waren 3 Gläser á 400 Gramm
50 g Rosinen (ich habe Korinthen genommen, die sind feiner und aromatischer)
2 klein geschnittene Zwiebeln
2 Hähnchenbrustfilets
2 Teelöffel Paprikapulver
1 Teelöffel Kümmel ganz fein gemahlen
60 g schwarze Oliven ohne Kerne
knappe ½ Tasse Milch
Öl
Salz
Pfeffer
Zuerst das Hackfleisch in Öl mit den Zwiebeln anbraten. Den Kümmel, 1 Teelöffel Paprikapulver, die Rosinen, Salz und Pfeffer dazugeben. Gut durchmischen. Das Ganze ca. 10 Minuten weiter dünsten. Anschließend in eine Auflaufform geben.

Die Oliven hacken und auf den Gehackteskrümeln verteilen.
Nun das Hähnchenfleisch in Stücke schneiden, nochmals etwas Öl in die Pfanne geben und auch anbraten. Mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen. Bei geringer Hitze und mit Deckel etwa 10 Minuten schmoren lassen und dann ebenfalls in die Auflaufform schichten. Alles im Backofen bei ca. 120° C warm halten.
In der Zwischenzeit die Maiskörner mit der Milch vermischen und mit dem Mixstab zu Püree vermischen.
Dieses Püree nun gleichmäßig in der Auflaufform über dem Fleisch verstreichen.
Als Oberstes die Butterflocken auf den Auflauf geben und nun das Ganze im Backofen bei 180° C ca. 35 Minuten backen. Er sollte goldgelb sein.
Geschmeckt hat es, Herr GB war ganz glücklich nachdem er unter der Maiskruste das Fleisch fand. Die Korinthen und Oliven habe ich ihm mal wieder untergejubelt.
Robert, wenn Du es süßlich magst mit einem scharfen Nachgang, dann ist es genau richtig. Mein Schatz meinte, der erste Bissen ist gewöhnungsbedürftig, der zweite Bissen ruft nach mehr und wenn Du den dritten Bissen erreicht hast, machst Du glatt die Schüssel leer…