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Donnerstag, 16. Januar 2014

Ich war essen in Essen…

…aber nicht nur essen, sondern auch trinken, schauen, lesen, zuhören und nicht zuletzt zum Quatschen. Ich, das Klärchen, war zur Buchpräsentation eingeladen!!! Es sollte köstlich in „lecker werden“ zugehen und es war vortrefflich in der Kochschule „lecker werden“.
Ja, genauso hieß der Veranstaltungsort, eine Kochschule, in der die ganze Darbietung stattfand, einfach nur ein Genuss.
Okay, dieser Event war schon im November! Du denkst gerade, nichts ist älter als die Nachricht von gestern und diese hier ist älter wie die von Vorgestern?! Das Argument hat durchaus Berechtigung, passt in diesem Fall aber nicht so ganz. Bücher haben immer Saison und gerade dieses.
Solltest Du im Laufe des Jahres mal ein “Männergeschenk“ benötigen, habe ich hier jetzt genau das richtige Mitbringsel und Du wirst Dich spätestens dann freuen heute von mir einen Tipp bekommen zu haben.
Veröffentlicht wurde ein “Männer“-kochbuch! Aber aus dem Frauen genauso gut kochen können und die Speisen, man höre und staune, sogar den Mädels schmecken. Das Buch stammt aus dem Fackelträgerverlag und der Autor ist kein geringerer wie Patrick Jabs der in NRW durch die Sendung Kochalarm im WDR bekannt wurde. Jetzt kannst Du Dir denken, dass Du im WDR nicht so einfach eine Sendung bekommst, wenn Du ein schlichter Wald- und Wiesenkochtopfrührer bist.
Ist Herr Jabs auch nicht!
Du glaubst, nur alleine sein Buch zu kennen reicht nicht für eine Meinung aus?!
Ich gebe Dir recht, aber Herr Jabs hat uns verwöhnt und zwar nach Strich und Faden. Vor meinen Augen werkelte er an den Töpfen und Pfannen, brutzelte und briet, rührte und probierte, verteilte und dekorierte.
Das Ergebnis durften wir probieren und ich kann Dir sagen, es hat sich gelohnt.
Die kleinen Probierköstlichkeiten machten Neugierde auf das neue Buch, das übrigens sein Erstes ist. Und es macht auch noch Lust auf selber Kochen. Natürlich hat er uns auch etwas zu dem Buch erzählt, wie es z.B. entstanden ist, oder dass jedes Gericht in der Kochschule gekocht, fotografiert und anschließen gegessen wurde.
Die drei Tenöre Meister ihren Fachs, Herr Patrick Jabs (Autor und Koch) Frau Bianca Killmann (Koautorin) und der Fotograph Philipp Schäfer werkelten eineinhalb Jahre an der Fertigstellung bis sie uns das Meisterstück präsentierten. Sämtliche Speisen wurden natürlich von Herrn Jabs persönlich gekocht und zusammen mit Herrn Schäfer gegessen. Die beiden Männer, der Koch und der Fotograph, waren manchmal so in ihren Elementen, dass die Teller schneller leer waren, als die Fotos gemacht wurden.
Wieso erinnerte mich das so sehr an Herrn GB?
Wie schon erwähnt, zur Buchpräsentation wurden wir so richtig verwöhnt. Nicht nur dass die Drei mit Rede und Antwort auf unsere Neugierde eingingen, jede Frage mit Geduld und Fachwissen beantworteten, wir wurden auch genussvoll bekocht und freundlichst bedient.  Herr Jabs und sein Team haben da wirklich in jeder Hinsicht eine tolle Leistung abgeliefert.
Das Buch trumpft auf mit 60 leicht umsetzbaren Rezepten auf und für die Einführung  hat sich Ralf Bos Verantwortlich gezeigt. Es werden Küchentechniken wie auch Zubehör erklärt. Unterschiedliche Garmethoden definiert, die Tiefen der Warenkunde angerissen, auf die Zubereitung und Verwendung von Fonds eingegangen, die Wichtigkeit von Saucen und Dressings erläutert
Es folgen Rubriken mit Suppen, Fleisch, Fisch, Pasta, Risotto, Gemüse und nicht zu vergessen die Desserts.
Am Ende gibt es für den Leser noch Einblicke in die Kochschule in Essen, Bilder vom Team, Angaben zur Internetseite und die Adresse der Kochschule.
Was natürlich auch nicht fehlen darf ist des Register der Rezepte.
Wie schon erwähnt ist das Buch im Fackelträger-Verlag erschienen, hat 224 Seiten und ist unter der ISBN-13: 978-3771645137 erhältlich. Es hat ein festes Hardcover und in sehr stabiler Ausführung
A
uch als Frau macht es Spaß Rezepte aus dem Männer-Buch nachzukochen und die Rouladen, die ich nachgekocht habe werden einen festen Platz auf unserem Speiseplan bekommen.
Rouladen:
4 Scheiben Rinderoberschale á 120 – 140 g
8 Scheiben durchwachsener Bauchspeck
2 Esslöffel Senf
2 Esslöffel geräuchertes Paprikapulver
1 dicke Essiggurke geviertelt
1 Zwiebel geviertelt
Salz und Pfeffer
Sonnenblumenöl
4 Möhren
½ Knollensellerie
6 Zwiebeln
2 Esslöfffel Tomatenmark
500 ml Rotwein
2 Liter Rinderbrühe
Den Senf mit dem Paprikapulver mischen. Die Rouladen ausbreiten und mit der Paprikamischung bestreichen.Je 2 Scheiben Speck, ein Viertel Gurke und ein Viertel Zwiebel auf die Rouladen legen und die Rouladen stramm aufrollen und mit einer Rouladennadel feststecken. Die Rouladen Salzen und Pfeffern und in einem großen Topf mit Sonnenblumenöl von allen Seiten kräftig anbraten.
Das Fleisch herausnehmen. Das Wurzelgemüse in kleine Würfel schneiden und ebenfalls anbraten. Tomatenmark zufügen und kurz mit anrösten. Mit etwas Rotwein ablöschen und etwas einkochen. Diesen Vorgang noch 3 x wiederholen bis ein dunkler Ansatz entstanden ist. Die Rouladen wieder in den Topf geben und mit der Brühe auffüllen. Den Topf mit einem Deckel verschließen und gut 1 bis 2 Stunden leicht köcheln lassen, bis die Rouladen weich sind. Die Rouladen aus den Topf nehmen und bei 80°C im Backofen warm stellen. Den Bratensatz durch ein Sieb streichen, wieder in den Topf geben und nochmals etwas einkochen lassen. Eine zusätzliche Bindung ist eigentlich nicht erforderlich wie die Sauce durch das Gemüse schon sehr gut abgebunden ist.

Die Rouladen habe ich auf Kartoffelstampf mit Spitzkohl angerichtet.

Montag, 16. Mai 2011

Alle durften mitessen…

Im Moment bin ich leicht im Stress! Der Blogger tickte letzte Woche im Dreieck, also nicht ich, der Autor dieses Blog´s, nein die Basis auf der ich meine Beiträge bzw. Rezepte veröffentliche. Blogger ist ausgefallen, warum? Woher soll ich das wissen, ich bin hier nur die Tippse bzw. die Köchin! Okay, okay natürlich bin ich hier auch die Putzi, vor allem wenn Besuch ins Büdchen kommt, oder wenn er nach einem gemütlichen Beisammensein wieder weg ist. Ja, dann komm ich als Putzi zum Einsatz. Vorher wird das Büdchen meistens auf Hochglanz gebracht, warum ich das mache, weiß ich auch nicht so recht, denn hinterher muss man ja auch wieder alles aufräumen und mal eben saugen und wischen, aber wem erzähle ich das!? Ich bin überzeugt, keinem von Euch geht es anders.
Als letztens wieder hier im Büdchen das Besteck für den Besuch poliert wurde, gab es diesen Tomatenauflauf mit Grissinis, doch als Hauptgericht musste ich ja Auberginen und Zucchini verarbeiten. Klar hätte ich Ratatouille machen können, aber das wollte ich nicht, nööö, das hätte mir zu meiner Vorspeise nicht gefallen. Also musste ich mir Gedanken machen. Ich bin ja seit neuestem auf dem Risottotrip und ich denke dieser Matschreis (oh oh, gleich gibt es sicher Prügel von anderen Köchen) kann klasse zu Kurzgebratenem kombiniert werden. Ich hatte nichts Kurzgebratenes, aber ich hatte eine wunderschöne Hüfte, also bitte! Natürlich eine wunderschöne Rinderhüfte die sich genial für Besuch eignete. Eben kurz in der Pfanne von allen Seiten gut anbräunen und anschließend in den vorgeheizten Backofen auf 90°C ca. 2 Stunden, dann in Alufolie einschlagen und in dem ausgeschalteten, geöffneten, noch warmen Backofen einfach vor sich hin meditieren lassen, also ich meine Entspannen. Das ist wie bei uns, entspannen egal wie lange, aber warm muss es sein, man darf nicht kalt werden.
Nun aber mal zu meinem Risotto. Dafür benötigte ich eine große Zucchini und eine große Aubergine in kleine gleichmäßige Würfel geschnitten. Eh man mit dem Risotto richtig anfängt, sollte ein Liter Gemüsebrühe parat stehen. Nun zwei Schalotten ebenfalls in kleine Würfel schneiden und ca. 400 g Risottoreis bereit stellen. In einem großen Topf 2 Esslöffel Butter auslassen, den Risotto mit den Schalottenwürfeln in der Butter glasig dünsten. Mit 250 ml Weißwein ablöschen und etwas einkochen. Dabei rühren. Nach und nach die Gemüsebrühe angießen und immer wieder verkochen lassen. In einer Pfanne in zwei weiteren Esslöffeln Butter die Zucchini- und Auberginenwürfel kurz anbraten. Hat der Reis ca. 20 Minuten gekocht, noch schnell die angedünsteten Gemüsewürfel zum Reis geben. Nicht vergessen, rühren! Brühe angießen bis sie aufgebraucht ist. Nach ca. 30 Minuten müsste der Reis sämtliche Flüssigkeit aufgezogen haben und die Reiskörner aufgequollen und bissfest weich sein. Jetzt mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Gute 50 g frisch geriebenen Pecorino untermischen.
Jetzt das warmgehaltene Fleisch in Scheiben schneiden und mit dem Risotto auf vorgewärmte Teller anrichten.
Dem Gatten und dem Besuch hat es geschmeckt und die Tippse, die Köchin, die Putze, die Autorin des Blog´s und auch Frau GB, alle durften mitessen…