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Mittwoch, 8. Oktober 2014

Vom Rapsöl begeistert oder einfach Maronenrisotto mit Steinpilzen…

…ist ja schon einige Tage, um nicht Wochen zu sagen her, als Peggy Schatz von multikulinarisches zum Rapsölevent aufgerufen hat.
Als ich von dem Aufruf hörte, war ich sofort begeistert, weil Rapsöl in unserem Büdchen genauso einen festen Platz hat wie Olivenöl und natürlich auch Butter. Es gibt Speisen die verbinde ich mit einem ganz bestimmten Geschmack und fehlt diese eine gravierende Note ist es nicht richtig, Also für meine Zunge ist es nicht richtig. Eine andere Geschmacksrichtung einzuschlagen ist ja jetzt nicht unbedingt das verkehrteste, aber so ein ganz kleines bisschen Gewohnheit ist ja so schlimm nun auch nicht. Was wäre ein Wiener Schnitzel ohne feinen Buttergeschmack, oder kennst Du eine richtig gute Aioli die ohne den runden Geschmack eines aromatischen Olivenöls auskommt?
Experimentierfreudig wie ich bin, Du weißt schon „Jugend forscht“ bin ich das ganz große Wagnis eingegangen und habe Risotto für diesen interessanten Event gezaubert gekocht. Du schlägst schon die Hände über dem Kopf zusammen und denkst, Grundlage für Risotto ist Olivenöl. Ich kann Dich ja verstehen und irgendwie denke ich ganz genauso, aber probieren geht über studieren. Also war die erste Amtshandlung die ich tätigte, Rapsöl in den Topf. Der Reis wird bei Risotto immer vorher in Öl glasig angedünstet, daran geht kein Weg vorbei! Das Nächste was Du Dir für Risotto noch merken musst, immer warme Flüssigkeit zugeben. Gießt Du kalte Flüssigkeit an wird der Garprozess des Korns gestoppt und irgendwann ist das einzelne Reiskorn zwar außen gar, aber innen der Kern bleibt hart. Das Ergebnis ist ein halbrohrer Reismatsch. Das will keiner und da hilft dann auch das beste Öl nichts mehr und es ist einfach nur ärgerlich um die Zutaten. Aber da Du ja Stammleser im Büdchen bist weißt Du das schon lange, denn das erwähne ich fast immer wenn ich ein Risottorezept poste.
Eben, ärgerlich um die Zutaten und Zutaten ist das Stichwort. Ich verwende zwei verschiedene Sorten Rapsöl. Zum einen das aus der Teutoburger Ölmühle und zum anderen das Rapsöl der Geistenbecker Ölmühle. Der Bezug vom Teutoburger ist einfach, das bekomme ich auch im gutsortierten Supermarkt. Da ist es mit der Beschaffung von dem Rapsöl aus der Geistenbecker Ölmühle schon etwas schwieriger. Aber da es sich um ein regionales Öl handelt hat eine regionsansässige Supermarktkette das tolle Öl in sein Programm aufgenommen. Ich finde das gleich dreifach klasse, zum ersten wie schon erwähnt ist es regional. Zum zweiten wird der Volksverein Mönchengladbach unterstützt der sich wiederum um Langzeitarbeitslose kümmert und zum dritten was ja gerade den Sinn des regionalen ausmacht, kurze Wege. Da reist kein Fläschchen Öl erst über den halben Kontinent um von uns letztendlich verbraten zu werden.
Während ich mich ausgiebig mit dem Thema Rapsöl beschäftigt habe, ist mir aufgefallen wie häufig ich gerade dieses Öl einsetze. Beide Öle die im Büdchen verwendet werden haben einen nussigen Geschmack. Gerade für Gebäck finde ich Rapsöl unschlagbar. Auch Rühreier in Rapsöl gebraten entwickeln ganz eigene besondere Geschmäcker. Mir scheint, als würde der eigentliche Eiergeschmack noch kräftiger hervorgehoben. Aber auch der Duft, ja ich spreche wirklich von Duft, ist aromatisch, rund und weich. Gerade das Öl aus der Geistenbecker Ölmühle ist sehr harmonisch rund. Du wirst es nicht glauben, aber da ist auch schnell mal ein Löffel abgeschleckert wenn noch ein Tröpfchen drauf ist.
Nun aber mal zurück zu meinem Rezept. So mitten im Herbst, schließlich haben wir Oktober, wird es mal langsam Zeit für Maronen. Wie Du weißt liebe ich Südtirol, eigentlich zu jeder Jahreszeit, aber so ganz besonders ist der Herbst dort. Ich mag die Törggele-Feste, die eigentlich nichts anderes untermahlen, wie ein bewusstes Erntedank. Kennst Du den Duft von Erntedankfesten? Es riecht nach Trauben, Birnen und reifen Äpfeln, ein Geruch von erster Weingärung liegt in der Luft und ganz wichtig, das Aroma frischgerösteter Kastanien.
Ups, fast hätte ich es vergessen die Würze von feuchtem Laub und frischen Pilzen zu erwähnen.
Nur wie bekomme ich diese wunderbaren Zutaten in ein Gericht? Ich gestehe, es hat nicht jede genannte Herbst-Zutat in meinem Rezept seinen Platz gefunden, aber der Herbst ist noch lang, die Rapsölflaschen noch gut gefüllt und das Risotto mit Maronen und Steinpilzen wird Dir sicher auch ohne Äpfel und Birnen gefallen.
Maronenrisotto mit Steinpilzen (für 4 Pers.)
300 g Risottoreis
3 Esslöffel Rapsöl
1 Zwiebel
200 g Maronen, gegart
50 g getrocknete Steinpilze
150 ml Riesling
650 ml Gemüsebrühe, evtl. etwas mehr
1 Teelöffel Thymianblättchen
Cubebenpfeffer und Salz
1 Esslöffel Butter
30 g Parmesankäse gerieben
Einige Thymianblätter für die Deko
Die Steinpilze in Riesling einlegen und quellen lassen. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden.
Das Rapsöl erwärmen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Nun den Risottoreis zufügen und zusammen mit den Zwiebelwürfeln andünsten bis auch die Reiskörner glasig sind. Mit dem gesamten Riesling der eingeweichten Steinpilze die Reiskörner ablöschen. Die Maronen, die Steinpilze und die Thymianblättchen ebenfalls zufügen und untermischen. Mit etwas Salz und Cubebenpfeffer würzen, aber erst nur wenig, Du kannst später nachwürzen. Jetzt nach und nach die Brühe angießen und von den Reiskörnern aufsaugen lassen.
Rühren nicht vergessen. In guten 20 bis 25 Minuten müsste Dein Risotto fast fertig sein, jetzt kommen noch die Butter und der geriebene Parmesan hinein. Beides gut unterrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Auf Teller anrichten und mit wenigen Thymianblättchen bestreuen.

Einige Zeit vor unserem Urlaub habe ich ein kleines Überraschungspaket mit richtig schönen Produkten bekommen. Es war so passend, weil kurz vorher hatten wir doch das Vergnügen beim Kochtreffen, mal eben drüben im kulinarischen Frankreich, auf Lebensmittelfang gegangen zu sein. Da hatte ich noch so bei mir gedacht, es wäre nicht verkehrt eine gute Adresse im Internet zu haben, wo man für die eine oder andere Delikatesse mal herumschnüffeln könnte.
Mit dem Päckchen ist eine hervorragende Bezugsadresse ins Büdchen eingezogen. Ich denke der verwöhnte Gaumen wird hier mit Sicherheit diverse Leckerbissen finden. Den Cubebenpfeffer findest du garantiert und zwar in hervorragender Qualität.
Auch wenn mir das Päckchen kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, ist meine Meinung davon unberührt. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch bei Edélices bedanken und ja, mir gefällt Ihr Onlineshop , und zwar sehr gut.

Mittwoch, 23. April 2014

Zucchinirisotto und Seeteufelfilet, das etwas andere Osteressen…

…am letzten Wochenende zum Osterfest wusste ich mal wieder nicht was ich kochen sollte. In den verdächtigen Foren konntest Du alles finden. Fleisch, Fisch, Gemüse, mehrgängige Menüs in denen alles vertreten war was Du Dir denken kannst. Da gab es die einen die Tage vorher mit einkaufen beschäftigt waren und dann die, oder besser die EINE die mal eben einfach in Ihren Garten ging um auf die Schnelle kurzfristig die dollsten Delikatessen zu ernten.
Unbeirrt von all dem Hype habe ich nur das gekauft was mir so einfiel und war überzeugt, dass Gefrier- und Kühlschrank, wie auch Vorratsschränke und Kellerregale mir den Weg zeigen werden. In der Gefriertruhe lungerte Seeteufelfilet herum. Fisch zum Osterfest ist ja jetzt nicht so verkehrt, aber was dazu? Nudeln! Nee, Nudeln fand ich jetzt blöd. Kartoffeln, ja kleine Drillinge waren noch in der Vorratskammer. Aber dann hätte ich auch noch schönes frisches Gemüse gebraucht. Eine Stange Lauch, fünf Möhren, eine Knoblauchknolle und zwei entzückende Zucchini hatte ich im Kühlschrank deponiert. Neee, das war alles nicht das was ich mir so vorstellte.
Dann kam der Geistesblitz, Seeteufelfilet in Butter gebraten auf schlotzigem Zucchinirisotto. Risotto kann ich zu jeder Tages- und Nachtzeit essen, und das nicht nur weil ich die Zutaten immer im Hause habe, sondern weil ich Risotto liebe.
Risotto ist nicht nur einfach Reis, sondern eine spezielle Art der Zubereitung wie man es aus der italienischen Küche kennt. Zwar ist die Konsistenz von Region zu Region recht unterschiedlich, aber die Garmethode ist immer gleich. Der Reis wird bei geringer Temperatur in Öl oder Butter glasig gedünstet. Dann mit etwas Säure, das kann Wein oder Zitronenwasser sein, angegossen. Anschließend mit warmer Gemüsebrühe, Kelle für Kelle, gar gekocht. Doch das Wichtigste ist die Reissorte. Wenn Du glaubst es geht mit jedem Reis, Hauptsache es ist ein Rundkornkreis, dann geh jetzt lieber Kartoffeln kochen. Die Sorten Arborio oder Carnaroli sind ideal, sie haben die nötige Stärke mit denen die cremige Konsistenz erreicht wird.
Meine Wahl, Arborio.
Ich dünste den Reis immer aus einem Gemisch von Butter und Olivenöl an, in dem ich vorher eine fein gewürfelte Schalotte glasig gedünstet habe. Die Gemüsebrühe ist schnell gemacht. Einige Löffel meines Brühpulvers in knapp 1,5 Liter kochendem Wasser aufgelöst und schon kann es losgehen. Halt stopp, fast das Wichtigste vergessen, ich brauche doch noch zwei Gläser Wein, diesmal Weißwein. Eins fürs Risotto, eins für mich. Das ist auch noch so etwas, was ich am Risotto mag, er teilt mit mir den Wein.
So, jetzt aber weiter. Der Reis ist mit der Schalotte glasig gedünstet und wird nun mit dem Wein abgelöscht. Jetzt gieße ich nach und nach die Gemüsebrühe an. Der Reis saugt bei geringer Temperatur die Brühe auf, aber ich gieße nie zu viel auf einmal an. Wirklich immer nur ein wenig, das ist wichtig. Und rühren muss ich auch, damit er nicht anhängt. Ach ja, was ich auch noch berücksichtige. Niemals mit kalter Brühe angießen, sonst erschrecken sich die warmen Reiskörner und sie nehmen die Flüssigkeit nicht bis in den Kern auf. Denn wenn ich Pech habe werden die Reiskörner außen matschig und der eigentliche Kern bleibt hart wie Stein. Das ist kein Genuss.
Mittlerweile ist der Reis weich, die Brühe aufgesogen und zwei kleine Zucchini sind in Würfel geschnitten. Die Zucchiniwürfel sind unter den Reis gerührt und garen im heißen Risotto. Was natürlich nicht fehlen darf ist Käse. Gut zwei bis drei Esslöffel fein geriebenen Parmesan habe ich ins Risotto gestreut und gründlich untergerührt. Und jetzt kommt das i-Tüpfelchen, zwei Esslöffel Sahne.
Sicherlich hätte ich auch einen Stich Butter untermischen können, aber in Butter hatte ich ja schon eingangs die Reiskörner glasig gedünstet, doch jetzt der kleine Schuss Sahne unterstreicht die Schlotzigkeit. Zum Finale noch das Ganze mit etwas Salz abgeschmeckt und fertig. So ganz nebenbei hatte ich das Seeteufelfilet gesalzen, in Mehl gewälzt und in Butter gar ziehen lassen. Na, was sagst Du jetzt, geht ein ungeplantes Osteressen noch besser?

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Die Reiswoche geht weiter…Kürbisrisotto

Gerade hat die Kürbissaison angefangen und Herr GB fragt mal so ganz vorsichtig „Wie viel Kürbis haben wir denn noch?“ Im Klartext lautete die Frage wie oft muss ich das Zeug denn noch essen? Aber ich bin da komplett erbarmungslos, da muss er jetzt durch.
Wobei ich ihn ja nicht vergraulen will, hinterher bucht er noch ein Jahresabonnement bei Tante Teichmann.
Aber jetzt mal ganz ehrlich, hättest Du beim Lesen des Rezeptes nicht auch Hunger auf das Kürbisrisotto bekommen?

Ca. 1 Kg Hokkaido Kürbis
2 Zwiebeln
2 Esslöffel Kokosöl
1 Teelöffel Fenchelsamen
1 Liter Gemüsebrühe
1 Zweig Rosmarin
1 unbehandelte Zitrone
100 g Basmatireis
1 Teelöffel Kurkuma
1 Prise Kreuzkümmel
Salz und frischgemahlenen Pfeffer
Den Kürbis waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Würfel sollten eine Größe von etwa 2-3 cm haben. Die Zwiebeln in kleine feine Würfel schneiden.
Das Kokosöl in einem Topf erwärmen, den Reis mit den Zwiebel- und Kürbiswürfel anschwitzen. Für ein bis zwei Minuten den Fenchelsamen mit andünsten bzw. rösten.
Nun einen Teil der Brühe angießen und den Rosmarinzweig hineingeben, verrühren und einkochen lassen. Die Brühe nach und nach dazugeben, bis der Reis die komplette Brühe aufgesogen hat. Zwischenzeitlich an den Reis das Kurkuma und den Kreuzkümmel geben und unterrühren.
Die Zitronenschale abreiben und das Risotto mit Zitronenschale, Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren der Zweig Rosmarin entfernen.
Zart gegarte Rinderhüfte runden das ganbze sehr schön ab und belustigen auch noch obendrein den Gatten.





 

Dienstag, 13. März 2012

Schon wieder Risotto, neee, da brauch ich einen Whiskey...

Also so langsam hinterlässt das Büdchen den Eindruck eines Einheitsbreies, finde ich. Herr GB sieht das ganz anders. Ich bin ja der Meinung dieses ständige Risotto und dieses ewige Fleisch und dann auch noch in Kombination ist doch immer das Gleiche.Wie bereits erwähnt, Herr GB ist anderer Meinung und hat sogar noch Spaß dabei. Ach welche Freude machen ihm die wiederkehrenden Fleischportionen und die Beilagen gefallen ihm natürlich auch. Mein Schatz liebt Zwiebelrostbraten. Ich glaube den könnte er jede Woche essen. Kriegt er aber nicht, also er bekommt schon Rostbraten, aber diese Woche ohne Zwiebeln. Wobei so ganz richtig ist das auch nicht. Zu dem Rostbraten habe ich noch ein fantastisches Risotto gemacht. Kennt Ihr BBQ-Risotto? Ich kann Euch was erzählen, echt lecker, angelehnt habe ich mich bei diesem Rezept bei dem “Damenkochbuch“ von Frau Geisler und Frau Sitzwohl. Natürlich war in meinem BBQ-Risotto auch eine Zwiebel, oder besser gesagt eine Schalotte. Doch Rostbraten so ganz ohne Sößken (wie man im Ruhrgebiet sagt) geht mal gar nicht. Die Whiskeysauce war die absolute Krönung die das Risotto mit dem Rostbraten zu einer Einheit verband. (pssst, so ganz unter uns, mein Schatz hat den Rest Sauce mit dem Löffel verputzt, er dachte ich merke es nicht)
Übrigens, ich habe mich belehren lassen, Whiskey ist nicht gleich Whisky! Abgesehen davon dass lediglich der irische Whiskey sich mit “e“ schreibt wird er auch dreimal destilliert. Der Whisky ohne “e“ wird zweimal destilliert und ist nicht so mild wie der Irische. Für jeden Whisk(e)ykenner hört sich diese Erklärung natürlich äußerst laienhaft an, aber für die absoluten Whisk(e)ynieten ist das durchaus schon einmal eine Hilfestellung, find ich.
BBQ-Risotto mit Whiskeysauce und Rostbraten
200 g Risotto
1 Esslöffel Olivenöl
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
200 ml Weißwein
550 ml Gemüsebrühe
30 g Butter
3 Esslöffel frisch geriebenen Parmesan
½ Teelöffel geräuchertes Paprikapulver
1 cm geschälte Ingwerknolle, fein gehackt
1 Chilischote, fein gehackt
1 Msp. Koriander
1 Msp. Kreuzkümmel
1 Msp. Kurkuma
½ Teelöffel Oregano
½ Teelöffel Zucker, braun
½ Teelöffel. Thymian
3 Esslöffel Mais (gekocht)
3 Esslöffel rote Bohnen (gekocht)
Salz und schwarzen Pfeffer frisch gemahlen
Öl erhitzen, Schalotten und Knoblauch fein hacken und kurz im heißen Öl anschwitzen. Den Risotto dazu und leicht glasig andünsten. Mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Nach und nach die warme Gemüsebrühe angießen und das Risotto aufsaugen lassen. Sobald die ganze Gemüsebrühe aufgesogen ist, die Gewürze unterrühren und den Mais, wie auch die roten Bohnen zugeben. Alles zusammen weiter erwärmen und nun die Butter und den Parmesan cremig unterrühren.
Für die Whiskeysauce:
2 Schalotten in feine Würfel geschnitten
1 Esslöffel brauner Zucker
40 ml Whiskey
125 ml bis 175 ml Kalbsfond
50 g bis 100 g Butter, die Menge sollte man von der Menge des Kalbsfonds abhängig machen
Zucker zusammen mit den Schalottenwürfeln in eine Kasserolle geben. Die Schalottenwürfel im Zucker leicht karamellisieren. VORSICHT, sie dürfen nicht zu braun werden, sie sollen glasig bleiben. Jetzt langsam und sehr vorsichtig den Whiskey angießen. Das Ganze soll natürlich nur bei geringer Wärme geschehen. Nun noch den Fond zugeben und alles etwas einkochen. Kurz vor dem Servieren die Sauce mit der eiskalten Butter aufmontieren.
Die Rostbratenscheiben in einer mit Olivenöl erhitzten Eisenpfanne von beiden Seiten scharf anbraten und auf einer vorgewärmten Platte im Vorgeheizten Backofen bei 90°C runde 20 Minuten gar ziehen lassen. Sollte sich beim Anbraten in der Pfanne oder auch beim Garziehen im Backofen Fleischsaft in den Bratgefäßen sammeln, diesen dann bitte in die Sauce geben und mit einkochen lassen.
Alles zusammen auf vorgewärmte Teller anrichten und in den Risottohimmel schweben...


Montag, 5. März 2012

Espressorisotto mit Rotwein-Schalotten, das Sitzwohl verfolgt mich...

Wir im Büdchen sind ja solche Allrounder was das Essen und Trinken angeht, da gibt es kaum etwas, was wir nicht ausprobieren. Genauso ist es mit Risotto gewesen. Erst war Risotto so gar nicht unser Fall, aber weil mir andere Genießer immer wieder von einem leckeren Risotto vorschwärmten, ließ ich nicht locker und suchte nach dem ultimativen Rezept das auch uns die Vorliebe für diese Beilage brachte.
Ihr habt es auch schon gemerkt? Ja, das ungeliebte Risotto gehört längst zur Vergangenheit an und wenn ich es mir so recht überlege, gibt es im Büdchen häufiger Risotto als Kartoffeln.
Jetzt mache ich nicht immer das gleiche Risotto, denn das wäre ja langweilig, nööö die Variation ist so breit gefächert, da gehen mir die Ideen sicher in den nächsten 10 Jahren nicht aus. Außerdem gint es hier so viele Kochbücher, die sorgen für Nachschub. So ist es auch mit diesem Rezept, inspiriert vom Sitzwohl.
Herr GB trinkt ja seit kürzester Zeit Espresso, aber das ist eine andere Geschichte, doch war der Espresso die Grundvoraussetzung für mein heutiges Gericht. Denn würde er keinen Espresso mögen, oder besser gesagt den Kaffeegeschmack verabscheuen, dann hätte ich mein Vorhaben mal gleich knicken können.
Doch so gab es Espressorisotto mit Rotwein-Schalotten und ein kleines Stückchen Rind...
200 g Risotto
1 Esslöffel Olivenöl
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
200 ml Weißwein
500 ml Gemüsebrühe
1 kräftiger Espresso
30 g Butter
3 Esslöffel frisch geriebenen Parmesan
Einige Espressobohnen
Etwas braunen Zucker
Salz und schwarzen Pfeffer frisch gemahlen
Öl erhitzen, Schalotten und Knoblauch fein hacken und kurz im heißen Öl anschwitzen. Den Risotto dazu und leicht glasig andünsten. Mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Nach und nach die warme Gemüsebrühe angießen und das Risotto aufsaugen lassen. Sobald die ganze Gemüsebrühe aufgesogen ist den Espresso einrühren. Auch den wieder vollständig aufsaugen lassen. Butter und Parmesan cremig unterrühren.
Zucker in einer Pfanne schmelzen und leicht bräunen, Espressobohnen dazugeben und karamellisieren. Auf Backpapier geben, auskühlen lassen und fein hacken.
Rotweinschalotten:
250 g Schalotten
50 g brauner Zucker
400 ml kräftigen Rotwein
50 ml Kalbsfond
Schalotten schälen. Zucker in eine Kasserolle geben und karamellisieren. Mit dem Rotwein ablöschen und etwas einkochen. Nun die geschälten Schalotten dazugeben und unter rühren aufkochen lassen. Der Karamell sollte sich im Wein komplett aufgelöst haben. Die Temperatur auf klein stellen, den Kalbsfond ebenfalls angießen und die Zwiebeln im Wein-Fondgemisch weich kochen. Dabei die Flüssigkeit so weit wie möglich einkochen.
Das Risotto auf angewärmte Teller geben, mit den karamellisierten Espressobohnen bestreuen und einige Rotweinzwiebeln dazugeben.
Dazu passt ein Kalbsfilet, Steak oder ein schönes Roastbeef, doch ich bin überzeugt, dass es noch einiges mehr gibt was mit dieser Zusammenstellung harmoniert.


Donnerstag, 29. Dezember 2011

Zitronenrisotto mit Lachs…

So zwischen den Festtagen muss man ja auch essen. Okay, nach dem Festschmaus kann es ruhig etwas leichter sein, aber nicht weniger schmackhaft. Außerdem muss man ja auch irgendwie an Vitamin C kommen, klar könnte man jetzt Caipirinha mit viel Limettensaft bis zum abwinken trinken, aber das würde die Leber sicher übelnehmen. Also wird es zwischen den Festtagen keinen Alkohol geben und die Vitamine werden anders zugeführt. Fleisch gab es ja neulich erst und bringt jetzt auch nicht wirklich dieses Erkältungsabwehrvitamin mit, folglich muss ich mir etwas anderes ausdenken. In diesem Jahr ist Risotto ja öfters im Büdchen auf den Teller gelandet, zwar jedes Mal anders, doch immer wieder sehr schmackhaft. Diesmal jubel ich Herrn GB das Risotto unter dem Vorwand der Gesundheit unter. In der kalten Jahreszeit ist manch eine Erkältung nicht weit und wer will schon zum Silvesterfeuerwerk mit einer Grippe im Bett liegen. Willenlos, mit der Angst vor der Grippe im Nacken, hat er das Zitronenrisotto gegessen. Serviert habe ich es mit Zitronenpfefferlachs. Herr GB hat scheinbar großen Respekt vor Erkältungen, denn er nahm vom Risotto nicht nur einmal Nachschlag, ganz im Gegenteil, er meinte dass ich das Risotto unbedingt nochmals kochen müsste. oder sollte es ihm doch so gut geschmeckt haben.
Zitronenrisotto:
200 g Risottoreis
2 Schalotten
2 Stangen Staudensellerie
1 Esslöffel Olivenöl
250 ml Weißwein
750 ml Gemüsebrühe
Geriebene Schale einer ½ unbehandelten Zitrone
1 Esslöffel Zitronensaft
3 Esslöffel Parmesankäse
2 Esslöffel Butter
50 ml Sahne
Weißer Pfeffer frisch gemahlen
Schalotten und Staudensellerie in kleine feine Würfel schneiden. Öl erhitzen und die Gemüsewürfel andünsten. Den Reis zugeben und alles gut mischen und mit dem Öl überziehen. Mit Weißwein ablöschen und nach und nach die Gemüsebrühe angießen. Immer wieder die Brühe bei kleiner Hitze vom Reis aufsaugen lassen. Mit Zitronensaft und Schale würzen, Käse, Butter und Sahne untermischen, mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Evtl. mit etwas Salz nachwürzen.
Lachsfilet in Butter von beiden Seiten zügig garen und mir Zitronenpfeffer würzen. Den Lachs auf dem Risotto anrichten und etwas von der Butter in dem der Lachs gebraten wurde aufträufeln.
Ein Salat würde hierzu auch noch eine gute Figur machen.


Mittwoch, 7. September 2011

Mediterranes Leben mit Steinpilzrisotto

Eigentlich war die letzte lange Woche ja dann doch reichlich kurz. Erst habe ich Pläne gemacht. Mensch was ich in der letzten Woche alles machen wollte, mehrtägige Kochkurse, Wellnessbesuch in einem schönen Hotel, mindestens jeden zweiten Tag zum Zeltfestival nach Bochum, jeden Tag etwas kochen was Herr GB partout nicht mag, hardcourt shopping und was weiß ich nicht noch alles. Ich hatte ja sturmfreie Bude denn Herr GB war ja aus zum Wandern.
Meine Realität sah dann doch etwas anderes aus. Ich habe einen Kochkurs von 4 Stunden gemacht, mein Shoppingerlebnis spielte sich in einem Lebensmittelladen ab, weil ich Obst brauchte. Das Wellnesserlebnis genoss ich jeweils morgens und abends im heimischen Badezimmer, das Zeltfestival minimierte sich auf einen super schönen Abend mit der Freundin. Aber gekocht habe ich täglich, zu mindestens Kaffee, wobei Kaffee mag Herr GB. Also was soll ich sagen, Herr GB ist die Berge rauf und runter, hat sich ausgepowert (sagt er) und ich war fleißig im Büro. Habe mich nach der Arbeit erholt und fühle mich entspannt wie nach einem einwöchigen Urlaub in Südtirol.
Aber weil ich auch ein ganz kleines Bisschen mediterranes Leben in den vier Wänden haben wollte, gab es Steinpilzrisotto...
200 g Risottoreis
1 kleine Zwiebel
2 Esslöffel Olivenöl
Salz, Pfeffer, ½ Teelöffel gehackten frischen Thymian
1/8 Liter Weißwein
1 Liter Gemüsebrühe
200 g Steinpilze
50 g Parmesan gerieben
2 Esslöffel Butter
Die Zwiebel fein hacken und das Öl erhitzen. Den Reis und die Zwiebel anschwitzen. Die Pilze zugeben, zusammen etwas dünsten. Mit dem Wein ablöschen und die Gewürze zufügen. Die Gemüsebrühe nach und nach hinzugießen und auf kleiner Hitze bei gelegentlichem Rühren das Risotto ca. 20 bis 25 Minuten garen. Den Topf von der Hitzequelle nehmen, den Parmesan und die Butter unterrühren und noch eine Minute ruhen lassen. Das Risotto anrichten und sofort servieren.