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Montag, 26. September 2011

Roastbeef mit Senfcreme auf Zucchiniplätzchen...

Ich habe im Supermarkt ein Gespräch belauscht! Um genau zusagen zwischen Kunde und Fleischverkäuferin (Fachverkäuferin setze ich jetzt mal voraus).
Kunde: Ich hätte gerne Rinderfilet.
F-Verkäuferin: Welches hätten Sie denn gerne, das Deutsche oder das Argentinische?
Kunde: was ist denn der Unterschied?
F-Verkäuferin: Das Deutsche haben wir im Angebot!
Kunde: Und Qualitativ? Welches ist da besser?
F-Verkäuferin: Selbstverständlich das Argentinische!
Kunde: Was unterscheidet sich denn in der Qualität?
F-Verkäuferin: Das zeigt schon der Preis!
AAAHA!!!!!
Ich kaufte in diesem Laden wie immer nur das Allernötigste, alles andere kaufe ich auf dem Markt, im Hofladen auf meinem Weg, bei meinem Lieblingsbäcker bzw. dem Metzger meines Vertrauens und die befinden sich leider nicht im Supermarkt nebenan, sonder ich muss für gewisse Qualität schon den einen oder anderen Weg in Kauf nehmen. Wie sagte schon Ludwig Mies van der Rohe, ein deutscher Architekt, "Weniger ist mehr“ und diese "Weisheit“ ist durchaus auf alle möglichen Lebensbereiche übertragbar.
Mein Roastbeef habe ich nicht bei der Fleischerfachverkäuferin im Supermarkt gekauft sondern, Ihr wisst schon, beim Metzger meines Vertrauens!
Roastbeef mit Senfcreme auf Zucchiniplätzchen
300 g Kartoffeln
2 Eier
100 g Mehl
150 g Zucchini
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Öl zum ausbacken
Kartoffeln schälen, weich garen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Eier mit Mehl unterrühren. Zucchini fein raspeln und unter die Kartoffelmasse kneten.
Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Öl erhitzen, mit einem Esslöffel kleine Plätzchen in das heiße Fett geben und von beiden Seiten goldgelb braten.
Senfcreme:
100 g Creme fraiche
100 g Senf
Etwas Zucker und Salz
Creme fraiche mit Senf gut vermischen, mit Zucker und Salz abschmecken.
Zum Anrichten benötigt man einen dicken Bund Schnittlauch, etwas Petersilie, feine Tomatenschnitze und 16 dünne Scheiben Roastbeef. Ich brate Roastbeef gerne auf Niedrigtemperatur selber, aber als schnelle Alternative ist Roastbeef-Aufschnitt durchaus okay.
Teller mit Schittlauchhalmen auslegen, jeweils zwei Zucchiniplätzchen aufsetzen, einen Klecks Senfcreme aufs Plätzchen geben und darauf eine Scheibe Roastbeef als Blüte anrichten

Mittwoch, 25. Mai 2011

Der Kopf ist leer und die Backen voll Roastbeef...

Ist es nicht grausig, ich sitze hier und mein Kopf ist leer. Die Zeit zu unserem Arbeitsurlaub rückt immer näher und ich merke so langsam geht mir der Zustand, tagsüber arbeiten, nach der Arbeit im Chaos Ordnung zu schaffen, auf die Nerven. Irgendwann hat man echt keine Lust mehr diese blöden Kartons, die im Weg stehen, von links nach rechts zu schieben.Außerdem wird mein Essensplan langweilig wenn ich wenig Zeit habe, allerdings Herr GB freut sich.
Ganz spontan gab es gestern nochmals dieses leckere Roastbeef aber nicht als Frühlingsgedöns, nööö, also etwas Abwechslung muss schon sein, ich habe zwar einen Salat dazu gemacht, aber Herr GB wollte auch eine Sauce dazu haben, Aber da es schnell gehen musste, gab es eine kalte Meerrettichsauce auf Mayonnaisebasis, schnell aber lecker.
Ein Ei mit 3 Teelöffeln Sahnemeerrettich in einen hohen Mixtopf geben. Salz und Pfeffer zugeben, 2 Esslöffel frisch geriebenen Meerrettich ebenfalls dazu. Mit ca. 150 ml Rapsöl auffüllen.
Mit dem Pürierstab alles zu einer Art Mayonnaise aufmixen.
Das Fleisch in feine Scheiben schneiden mit der Sauce anrichten und servieren.
Ich kann Euch sagen, da kann der Kopf ruhig mal leer sein, aber Hauptsache die Backen sind voll...


Donnerstag, 5. Mai 2011

Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radieschen…

Gab ja schon länger kein Fleisch mehr im Büdchen, aber die Kalbshaxe bei Robert ließ kleine Pfützchen im Mund zusammenlaufen und wie jetzt der Beitrag bei Slow Food Ruhrgebiet über den Schultenhof kam, den ich auch persönlich kenne, also ich meine jetzt den Schultenhof, den kenne ich, da war es um mich geschehen. Tief in meinem Herzen scheine ich Jäger zu sein und doch kein Sammler. Gibt ja auch immer mehr Frauen die die Flinte in die Hand nehmen und sich ihre Nächte auf Hochsitzen um die Ohren schlagen. Wobei ich anmerken möchte das es sich hierbei noch lange nicht um Flintenweiber handelt.
Also nichts desto trotz, der Appetit war jetzt da und wollte gestillt werden, aber es sollte etwas sehr schön Zartes sein und wie immer ist Fleisch, auf jedem Fall bei mir, die Beilage. Herr GB ist da ja anders verpackt, nur bluten darf es nicht mehr.
Dann hatte ich ne echt scharfe Idee, ich könnte ja mal eins meiner 2 Kochbücher, oder waren es doch mehr, zu Rate ziehen. Also habe ich das Buch delicious days von Nicole Stich mal durchgeblättert und prompt bin ich auf Seite 88 hängengeblieben. Okay, das kann eigentlich auch ganz egal sein, so egal wie eben 88 ist, ist es aber nicht. Genau auf Seite 88 steht ein echt tolles Rezept und auf der nächsten Seite, also 89, ist ein wirklich schönes Bild und genau dieses Bild hatte es mir angetan.
Fleisch! Zart! Und frühlingsfrisch.
Ruck zuck habe ich Roastbeef gekauft, Frühlingszwiebeln und Radischen, alles andere hatte ich im Haus. Die Ölsorte für das Dressing habe ich ausgetauscht, Ihr wisst schon, lieber Omega 3 statt Omega 6. Das Roastbeef hat sich genau nach Anleitung einige Runden im Pfeffer gewälzt und mit dem Frühlingszwiebel-Radieschensalat war es ein echtes Frühlingsroastbeef und auch noch scharf wie ein Radischen…
1 kg. Roastbeef
2-3 Esslöffel Pfefferkörner, frisch gemahlen
1 Teelöffel feines Meersalz
2 Esslöffel Butterschmalz
Nun zum Gemüse:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Bund Radieschen
10 Esslöffel Rapsöl
1 ½ Esslöffel Weißweinessig
Feines Meersalz
Küchengarn und Fleischthermometer
Das Fleisch gut eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen damit es Temperatur annimmt. Nun das Roastbeef mit dem Küchengarn fest verschnüren, damit es in Form bleibt und anschließen in dem frischgemahlenen Pfeffer wälzen. Den Backofen auf 100°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Fleisch in einer Pfanne von allen Seiten mit starker Hitze gut anbraten, anschließend in eine vorgewärmte hitzebeständige Form mit der Fettschicht nach oben setzen. Das Fleisch in den Backofen schieben und die Hitze auf ca. 85°-90°C herunter regulieren. Das Roastbeef 2 bis 2 ½ Stunden garen. Wenn das Roastbeef eine Innentemperatur von 60°C erreicht hat ist das Fleisch genauso wie Herr GB es mag, schön rosa und zart. Nun das Fleischstück in Alufolie einschlagen und gut 10 Minuten ruhen lassen.
Zwischenzeitlich Die Radieschen und die Frühlingszwiebeln klein schneiden, ein Dressing aus Essig, Öl und feinem Meersalz herstellen. Das Dressing ca. 5-10 Minutenvor dem Verzehr über das Gemüse geben und durchmischen.
Ich habe dazu Rosmarinkartoffeln gemacht. Die Radieschen habe ich auf etwas Feldsalat angerichtet. Trotz Feldsalat war es ein herrliches Frühlingsessen.