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Freitag, 1. Juli 2011

Die Küche kocht und ich auch…

Neulich im Büdchen, wie es so heiß war:
Das Thermometer in meiner Küche zeigte eine Raumtemperatur von 31,8° C, die Fenster waren zu, die Rollläden runter, es konnte keine Sonne herein und den Raum weiter aufheizen. Die Außentemperaturen lagen bei 35° C im Schatten…und es ist Sommer! Ich höre doch jetzt wohl kein Genörgel, oder? Der Magen sagt: Hunger, der Kopf sagt: lass das Kochen geh zu Tante Teichmann. Tante Teichmann??? Dazu habe ich Euch ja bereits im letzten Jahr etwas geschrieben, also bei dieser Hitze werde ich Euch jetzt nicht nochmal erklären wer Tante Teichmann ist.
Da ich ein gutgefülltes Vorratsregal habe beschränkte sich mein Kochakt auf Penne, Jakobsmuscheln, Garnelen und Paprikaschoten leicht gedünstet. Der Rucola, die Tomaten und das Bärlauchpesto steuerten mit einem eiskalten Auftritt ihren Beitrag dazu.
Mein Bärlauchpesto vom Frühling musste eh langsam fürs sommerliche Basilikumpesto im Regal Platz machen, deshalb war ich auch mal etwas großzügiger damit.
Dieses Gericht habe ich so ähnlich das erste Mal bei der Landpartie auf Schloss Lembeck im letzten Jahr gegessen. Herr Steinheuer und sein Team lassen grüßen. Es war so einfach und simpel, dabei aber auch ein absoluter Hochgenuss, logisch das ich es nachbastel musste.
Für die gedünsteten Paprika lege ich mir gerne einen Vorrat von geschälten Paprikaschoten im Gefrierschrank an. Paprika schälen ist fast so schlimm wie bei knappe 32°C Hitze ein Menü zu kochen.
Am letzten Samstag habe ich auf dem Bochumer Markt bei Herrn Langrock, dem Fischhändler meines Vertrauens, frische Jakobsmuscheln und Garnelen erstanden. Da mussten die jetzt durch, die wurden erbarmungslos gebraten, trotz der Hitze. Ich überlegte wenn ich sie nicht in den Kühlschrank gelegt hätte, ob sie dann auf NT gegart wären? Knappe 32°C Raumtemperatur plus 35°C Außen, zusammen 67°C, ok, lassen wir das und ich widmete mich wieder meinem Sommergericht.
Jetzt aber mal langsam loslegen, also Nudeltopf, Pfanne für Jakobsmuscheln und Garnelen. Trotz der Wärme durften sie mal Ausnahmsweise zusammen in einer Pfanne kuscheln. Nun noch die Pfanne für die Paprikaschoten. Die Küche kochte und ich auch…
Nudeln kochen, eine Knoblauchzehe hacken. In die Pfannen jeweils etwas Olivenöl. Die Jakobsmuschel und Garnelen mit dem gehackten Knoblauch und bestäubt mit etwas Chili erst auf hoher, dann auf niedriger Temperatur gar braten.
In der anderen Pfanne die Paprikaschoten mit etwas Vanillepuderzucker bestäuben und leicht dünsten. Mit etwas Salz, langen Pfeffer und Orangen-Champagner-Essig abschmecken. Der Orangen-Champagner-Essig war ein Geschenk der Schwägerin, aber er passte wie ein Geschenk des Himmels. Mir wurde immer wärmer…
Nun aber weiter. Die gekochten Nudeln mit etwas Öl und einem Esslöffel Bärlauchpesto schwenken. Dann war alles bereit zum Anrichten.
Paprikaschoten eigentlich links und rechts auf einem Teller verteilen, dazwischen die Nudeln. Den gewaschenen und geschleuderten (ich hasse nassen Salat) Rucola auf die Nudeln geben.
Ich legte den Paprika obenauf, weil ich ihn vorher vergessen hatte. Die super leckeren Tomaten, die ich ebenfalls auf dem Mark erstanden habe, nee, nee, nicht beim Fischhändler, sondern bei Herrn Weitz, dem Obst und Gemüsehändler mit Eigenanbau, werden hübsch auf dem Teller verteilt. Nun noch nach Bedarf einige Tupfer Bärlauchpesto verteilen und als Krönung die Jakobsmuscheln und die Garnelen in das Nudel-Rucola-Tomatennest setzen.
Die Tomaten noch mit Pfeffer und Salz bestreuen. Die Jakobsmuscheln mussten früher aus der Pfannenhitze und haben es nicht mehr auf die Teller geschafft.
Trotz der Temperaturen haben wir uns einen Wein dazu gegönnt, einen kühlen Weißwein, Grauer Burgunder von Diehl, aber den haben wir ja im Schatten getrunken.


Freitag, 1. April 2011

Pizza, Flammkuchen, Fladenbrot, Focaccio??? Wie heißt das bloß?

Einfach war’s, schnell ging’s, geschmeckt hat’s auch noch. Aber wie es jetzt richtig heißt, oder wie man es nennt, weiß ich auch nicht. War ja ein Rezept „frei Schnauze“
Der Teig war aus einem Rezept von einem Firmgödkuchen. Bitte keine Fragen was Firmgödkuchen ist!
Aber ich beschreib mal wie man ihn macht. Also, aus 200 g Weizenvollkornmehl, 100 ml Wasser, 3 Esslöffel Öl, 1 Ei und Salz einen Teig herstellen. Alles gut zusammen matschen bis es ein richtiger Teig zum Ausrollen ist.
So, nun hatte ich also schon mal die Basis. Auf diesem Firmgödkuchen gehört gekochter Schinken und Zwiebeln. Auf meinem FirmgödDingenskuchen waren Rucola und Cherrytomaten. Was sie aber gemeinsam hatten, war Crème fraiche. Ich habe so ca. 2 dicke Esslöffel mit etwas Milch glattgerührt und auf den Teig gegeben, dann kam erst das Gemüsezeugs drauf. Kräftig mit Pfeffer und Salz gewürzt und gebacken habe ich das Ganze gute 20 Minuten bei 200°C Ober- und Unterhitze.
War wirklich lecker und ging schnell und weil es so schnell ging, musste der Gatte im Affentempo in den Keller flitzen um ein Fläschchen Weißwein zu besorgen.
Aber egal wie es sich auch nennt, das machen wir demnächst wieder…

Montag, 14. März 2011

Versteckte Jakobsmuscheln, die Freundin war´s…

Neulich während der Pause im Büro: Ganz leger in der einen Hand das Schnittchen, die andere Hand an der Tastatur, griffbereit daneben die Kaffeetasse. Ach da fällt mir gerade ein, ich muss doch noch meine Kaffeetasse fotografieren, okay, andere Baustelle. Wieder zurück zum Schnittchen oder besser gesagt zur Freundin, nein nicht zur Freundin vom Büdchen, sondern zur Freundin des guten Geschmacks, wobei sie ist auch mit dem Büdchen befreundet, allerdings anders. Ach menno, das heutige Thema hat aber Stolpersteine, ich muss doch mal beim Thema bleiben!
Also nochmal, Pause, Schnittchen, Tastatur, Kaffeetasse und dieser Eintrag von der Freundin d.g.G.. Ihr wisst jetzt welche ich meine??? Die Freundin d.g.G. schreibt da was von eingefrorenen Jakobsmuscheln und Ende der Muschelzeit und sowas wie, nur noch versteckt lecker.
War ich froh, dass ich alleine in meinem Büro war, ich hätte wahrscheinlich mit meinem schockierten Gesichtsausdruck jedes Gegenüber zur Erstarrung erschreckt. Nein nicht wegen dem leckeren Rezept von der Freundin d.g.G., das hörte sich alles ganz toll an. Ich erinnerte mich an meine eingefrorenen Jakobsmuscheln, wahrscheinlich sind es wieder solche Teile die bis zur Unkenntlichkeit eingefroren sind.
Ihr könnt Euch denken was meine erste Amtshandlung war als ich nach der Arbeit in die Küche stürmte? Richtig, Inspektion der Gefriertruhe und ich habe sie auf Anhieb gefunden und noch besser, direkt erkannt!!! Die Jakobsmuscheln sahen auch noch aus wie Jakobsmuscheln.
Und jetzt erst mal ein großes Danke an die Freundin d.g.G., ich habe zwar nicht ihr Rezept nachgekocht, aber die erste Lage Jakobsmuscheln sind verarbeitet weil sie mich wachgerüttelt hat. Die Zweite Lage Jakobsmuscheln, die noch ihren Winterschlaf in der Truhe hält, könnte ich mir aber in ihrer Version gut vorstellen.
Versteckt habe ich meine Muscheln genauso wie die Freundin d.g.G. es auch gemacht hat, nur habe ich sie nicht kleingehackt. Bei mir bekamen sie einen Speckmantel…
Jakobsmuscheln im Speckmantel mit Käseschaum und Rucola:
12 ausgelöste Jakobsmuscheln
12 dünne Scheiben würzigen Schinkenspeck
2 Esslöffel Öl
100 g würzigen Bergkäse gerieben
50 ml Sahne
2 Esslöffel Creme fraiche
Etwas Milch
Zitronensaft, Cayennepfeffer und Salz zum Abschmecken
200 g Rucola
8 Cherrytomaten
6 Esslöffel Olivenöl
3 Esslöffel Weißweinessig
2 Teelöffel Senf
1 Esslöffel frische Salatkräuter gehackt
1 Schalotte fein gewürfelt
Jede Jakobsmuschel mit je einer Scheibe Schinkenspeck umwickeln. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Jakobsmuscheln von beiden Seiten schnell und zügig braten. Noch kurz die Cherrytomaten in der Pfanne schwenken und warm stellen.
Aus Bergkäse, Sahne und Creme fraiche mit dem Pürierstab einen Schaum herstellen. Die Käsecreme ggf. mit etwas Milch verdünnen. Mit Zitronensaft, Cayennepfeffer und Salz abschmecken.
Den Rucola säubern und aus Olivenöl, Weißweinessig, Senf, Salatkräutern und der Schalottenwürfel eine Vinaigrette mischen.
Die gebratenen Jakobsmuscheln mit dem Rucola und den Tomaten anrichten. Den Käseschaum zu den Muscheln geben, die Vinaigrette auf den Rucola träufeln.
Ich habe dazu gebratene Polenta gereicht.