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Freitag, 18. Juli 2014

Die Dampfnudel ist mit dem Rhabarber liiert…

Es ist Wochen her, aber das muss jetzt noch sein und vielleicht hast Du Dir im Gefrierfach auch noch etwas Rhabarber gesichert. Erst war im Fernsehen der Dampfnudelblues, dann fand ich bei Schnuppschnüss die Pflaumenmus-Buchteln mit Birnenkrautfüllung und jetzt zu guter Letzt fällt mir auch noch dieses uralt Büchlein in die Hände das ich vor gefühlten 30 Jahren, mal beim Kauf eines gusseisernen Schmortopfes, als Zugabe bekam. Das Rezept mit den Dampfnudeln will ich schon so lange machen, wie ich das Buch habe. Zwischenzeitlich hat der Schmortopf allerdings nicht überlebt und ich weiß noch nicht einmal ob der Topfhersteller überhaupt noch existiert. Ich weiß nur er hatte damals seinen Stammsitz irgendwo im Sauerland. Doch auch das ist nichts ungewöhnliches, denn im Sauerland sind so einige Hersteller die sich auf Kochgeschirr spezialisiert haben.
Was ich an diesem Rezept so super interessant fand war zum Ersten, das die Dampfnudeln nicht wie üblich im Backofen, sondern in dem Schmortopf gemacht wurden und zum zweiten, dass der Topf nicht gefettet wurde, aber statt dessen die Hefeklöße in einer Zuckerlösung gegart wurden. Die Zuckerlösung kochte etwas ein und dadurch karamellisierte der Boden der Dampfnudel. Du glaubst nicht wie köstlich diese Zuckerkruste war. Bisher kannte ich es nur vom Hörensagen, doch wie heißt es so schön, probieren geht über studieren.
Da ich ja jetzt das Buch mit dem Dampfnudelrezept eh schon am Wickel hatte, ich im Moment sowieso gerne mit Hefe bastel und Herrn GB mit einer Süßspeise bespaßen wollte, hab ich nicht lange gefackelt und ratz fatz wurde das Rezept ausprobiert. Laut Anleitung hätte es klassisch Pflaumenmus oder gerösteten Mohnsamen dazu gegeben, gab es aber nicht.
Was der Schnuppschnüss ihr Birnenkraut ist, ist mir mein Rhabarberkompott. Du merkst schon ich musste auch improvisieren, allerdings nicht weil ich kein Pflaumenmus hatte, sondern weil Rhabarberkompott meinen Kühlschrank belagerte und das musste weg. Wie gesagt es ist Wochen her.
Als kleines Schmankerl gab es noch zusätzlich eine Vanillepuddingcreme mit Jogurt. Dampfnudel auf Vanillepudding-Joghurtcreme mit Rhabarberkompott ist eine Kombination die mal wieder zeigt dass es gelegentlich ganz sinnvoll ist mal von der klassischen Version abzuschweifen. Probier es aus und Du wirst mir Recht geben.
Dampfnudel:
500 g Mehl
25 g Hefe
60 g Butter
60 g Zucker
2 Eier
1 Prise Salz
¼ Liter lauwarme Milch
Hefe in etwas lauwarmer Milch auflösen und kurz stehen lassen, sie schäumt ein wenig auf. Butter, Zucker, Eier und Salz mischen. Die restliche warme Milch einrühren. Nun noch die aufgelöste Hefe zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Gründlich kneten bis er nicht mehr klebt. Nun den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und in einem warmen Eckchen ohne Zugluft gute 1 ½ Stunden gehen lassen.
Mit einer kleinen Suppenkelle kleine Kugeln ausstechen und auf ein bemehltes Brett legen. Die Teigkugeln mit Mehl bestäuben, nochmals mit einem Tuch abdecken und wieder ruhen lassen.
Jetzt in eine große Pfanne (mit Deckel) eine Tasse Zuckerwasser mit einem kleinen Stück Butter geben. Das Wasser zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht die Teigkugeln in die Pfanne geben. Jetzt die Pfanne mit dem Deckel verschließen und die Teigkugeln gute 10 Minuten dämpfen.
Die Dampfnudeln gehen schön auf. Wenn man den Decken abnimmt, darauf achten, dass kein Kondenswasser vom Deckel auf die Dampfnudeln tropft. Am Boden der Dampfnudel gibt es eine herrliche braune Zuckerkruste und innen sind sie genial fluffig.
Rhabarberkompott mit Holunderblütensirup:
Rhabarber putzen und mit Holundersirup marinieren. In einem Topf auf kleiner Hitze zu Kompott kochen.

Vanillepudding-Joghurtcreme:
500 ml Milch
Mark einer Vanillestange
3 Esslöffel Zucker
2 Eier
40 g Speisestärke
Prise Salz
250 g Joghurt 10% (griechischer Joghurt eignet sich sehr gut)
Die Milch, 5 - 6 EL zurückhalten, mit dem Vanillemark und dem Zucker aufkochen. Die Eier trennen. Das Eigelb mit der Milch und der Speisestärke gut verrühren. Das Eiweiß mit der Prise Salz zu Schnee schlagen und kühl stellen.
Sobald die Milch kocht, die angerührte Stärke in die Milch rühren und kurz aufkochen. Den Pudding gut durch rühren und gut abkühlen lassen. Gelegentlich immer mal wieder umrühren, dann kühlt er auch schneller ab. Den Joghurt unterrühren. Jetzt noch vorsichtig das Eiweiß unterheben und fertig.

Die warmen Dampfnudeln auf Teller verteilen und zusammen mit dem Rhabarberkompott und der Vanillepudding-Joghurtcreme anrichten.

Dienstag, 17. Januar 2012

Birnencrumble gegen Urlaubsstress...

Kennt Ihr das, die Koffer sind gepackt, die Fingernägel manikürt, die letzten Blüschen gebügelt und im Schrank verstaut, der ganzen Wohnung noch den letzten Feinschliff verabreicht und zum guten Schluss wird noch eben ein Blick in den Kühlschrank geworfen, um ggf. Verderbliches noch irgendwie einzufrieren oder anders loszuwerden. Ihr fragt Euch gerade, ob ich irgendwie Fieber habe oder sonst wie geistig auf Abwegen taumel? Natürlich nicht, das ist die allübliche Situation im Büdchen kurz vor Abreise in den Urlaub. Als es neulich, also vor knappen 14 Tagen, mal wieder soweit war, fand ich bei der Überprüfung des Kühlschranks noch 3 Birnen. Hmmm, was soll ich jetzt mit diesen drei Birnen anfangen? Herr GB hatte die Idee sie für die Reise einzupacken. Was bitte schön soll ich mit Drei Birnen im Gepäck? Wenn ich Obst auf der Reise esse, dann in Form von einem Obsttörtchen mit einem Tässchen Kaffee und zwar in einem schicken Gasthaus auf Einladung von Herrn GB, und nicht einfach mal so auffe Hand! Ich kenn das doch, ich packe das Obst ein, Herr GB rührt es nicht an und wer isst es? Ich, einer muss sich ja opfern! Aber ich mag kein herumkutschiertes Obst, das vom ständigen transportieren Druckstellen bekommt. Gerade Birnen sind dafür ja sehr gerne anfällig und dann werden sie matschig und glitschig. Das hat nun keine Birne verdient! Also habe ich mal eben kurzerhand noch schnell umdisponiert und eine Leckerei für Herrn GB und mich gezaubert.
Birnenmarzipancrumble:
3 Birnen
4 Teelöffel Zitronensaft
4 Teelöffel Vanillezucker
110 g Mehl
70 g Butter, flüssig
60 g Zucker
50 g Marzipanrohmasse
Birnen schälen, in kleine Würfel schneiden und auf vier kleine Auflaufportionsformen verteilen.
Jeweils einen Teelöffel Zitronensaft und einen Teelöffel Vanillezucker über die Birnen streuen.
Mehl, mit Zucker und der flüssigen Butter verkneten. Die Marzipanrohmasse in kleine Stücke teilen und unter den Teig kneten. Den Teig in Krümel zerteilen und über die Birnen streuen. Bei 180°C im vorgeheizten Backofen 30 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen mit Zimt bestäuben und warm servieren.
Dazu schmeckt Zimtsahne oder ein Zimtquark. Solche Eskapaden gab es bei uns natürlich nicht, wir standen schließlich kurz vor der Abreise in unsere Ferien.