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Montag, 24. Juni 2013

Sommersturm oder Windbeutel mit Limocellocreme...

Das Unwetter von letzter Woche haben wir überstanden, der Kirschbaum hinterm Haus ist in kleine Stücke gesägt und entsorgt. Der Bach ist wieder zurück in seinem Bett und der Nachbar wird wohl demnächst drei Meter weniger Rasen mähen müssen.
Ach Du weiß gar nicht wovon ich rede? Aber das Unwetter in der letzten Woche hast Du schon mitbekommen und dass das halbe Ruhrgebiet abgesoffen ist weißt Du auch, oder?
Du glaubst nicht wie es hier in der letzten Woche zuging, es regnete und hörte einfach nicht auf. Mittags um 13:00 Uhr war es so dunkel, als hätten wir es bereits 22 Uhr. Ich war logischerweise im Büro. Ich kann ja schließlich nicht nur Urlaub machen. Tja, aber das Wetter vergönnte mir einen frühen Feierabend durch Stromausfall. Telefonanlage fiel aus, Computer aus und wir saßen kurz im Dunkeln. Wie gesagt die Helligkeit entsprach 22 Uhr. Doch was soll ich da wenn nichts funktioniert? Also ich ab nach Hause. Noch um einiges vom trauten Heim entfernt sah ich schon was ich eigentlich nicht glauben wollte. Einige Felder bzw. Wiesen waren überschwemmt wo am Morgen noch ein hübsches Bächlein plätscherte. Der Bauer sammelte sein herunter gespültes Feld von der Straße ein. Eine ortsansässige Firma war komplett überflutet der sonst plätschernde Bach rauschte wie ein kleines Flüsschen über das Firmengelände. Ich ahnte Böses.
Aber was soll ich sagen, obwohl der Bach der hinter unserem Haus her fließt, von 1 Meter auf locker 5 Meter Breite gewachsen ist, war zum Glück das Wasser vom Haus noch weit entfernt. Beim Nachbarn links ist ein Kirschbaum umgekippt, aber vorher haute noch ein Blitz rein um das ganze Dorf in Angst und Schrecken zu setzen. Der Garten des Nachbarn von rechts verkürzte sich vorrübergehend um gute drei Meter. Alles überschwemmt und die gepflanzten Blumen schwimmen jetzt sicherlich in der Ruhr als Wasserpflanzen.
Ich weiß, das Alles ist ein Sandkorn gegen das was im Süden bzw. im Osten unseres Landes passiert ist.  Ich glaube nicht annähernd zu wissen was die Menschen dort durchmachen, aber was es heißt vor einer Naturgewalt Angst zu haben und keinen Einfluss nehmen zu können, das ist mir mehr als klar geworden.
Der Regen hat Gott sei Dank nicht so lange angehalten wie in den anderen Bundesländern, dafür haben wir jetzt seit Samstag einen Dauerwind. Passend zum Wind draußen gibt es heute im Büdchen Windbeutel. Ein Brandteiggebäck mit einer wundervollfrischen Füllung.
Windbeutel mit Limoncellocreme
200 ml Milch
60 g Butter
Eine Prise Salz
120 g Weizenmehl
3 Eier
Die Milch mit der Butter und dem Salz aufkochen. Das Mehl auf einmal in die kochende Milch geben und mit einem Holzkochlöffel kräftig verrühren. So lange rühren bis sich eine Brandteigkugel gebildet hat und der Topfboden mit einer weißen Schicht überzogen ist. Diese Kugel in eine Rührschüssel geben und etwas abkühlen lassen. Die Eier nach und nach mit den Knethaken des Handrührgeräts in den Teig arbeiten. Den Brandteig in einen Spritzbeutel mit gezackter Tülle füllen.
Auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist, 20 kleine Teigtürmchen spritzen. Die Windbeutel auf mittlerer Schiene bei 180°C gute 40 Minuten backen. Sie sollen goldbraun werden.

(Super Wichtig: auf keinem Fall während des Backvorgangs den Backofen öffnen!!!)
Die gebackenen Windbeutel auf einem Rost geben und auskühlen lassen.

Für die Limoncellocreme benötigst Du folgende Zutaten:
2 Eigelbe
2 Esslöffel Vollmilch
2 Esslöffel Vanillezucker
1 Esslöffel Puderzucker
4 Blatt Gelatine, weiß
125 ml Limoncello (italienischer Zitronenlikör)
250 ml Sahne, schlagen
Die Eigelbe mit dem Vanillezucker, dem Puderzucker und der Milch in einem warmen Wasserbad schaumig schlagen und zu einer Rose abziehen. Zwischenzeitig hast Du die Gelatineblätter in etwas Wasser quellen lassen. Die Gelatine entweder in der warmen Eiercreme auflösen (mir gelingt das nicht wirklich), oder kurz im Wasserbad erwärmen und dabei auflösen. Nun kannst die aufgelöste Gelatine in die Eiercreme gegeben werden. Gut unterrühren und einige Minuten kaltstellen. Sobald die Creme anfängt zu gelieren, die geschlagene Sahne unter die Creme rühren. Die Creme in einen Spritzbeutel geben, die Windbeutel aufschneiden und die Windbeutel mit der Creme aus dem Spritzbeutel füllen.
Als kleines i-Tüpfelchen kannst Du noch feingehackte kandierte Zitronenschale auf die Creme streuen und dann setzt Du erst das Deckelchen wieder auf.
Windbeutel schmecken auch bei Sturm und mit Limoncellocreme bringen sie etwas Sommer zurück.


Dienstag, 9. April 2013

Linsen bringen Glück, aber wohl nur in Italien und zum Jahreswechsel…


…wie ich auf diese wahnwitzige Idee komme willst Du wissen? Kann ich Dir ganz genau sagen, ich hatte neulich Linsen gekocht, aber mein Glück hält sich in Grenzen. Wobei die Definition von Glück ja doch sehr auf die Perspektive ankommt aus der man die Situation gerade betrachtet. Neulich als ich in der Küche meine ungeschickten Turnübungen machte, ja da, da hatte ich Glück. Das ich endlich alle Daten meiner unterschiedlichen Computer bzw. Notebooks auf eine Festplatte abgespeichert und die einzelnen Rechner aufgeräumt habe, da fühlte ich mich auch irgendwie glücklich etwas geschafft zu haben. Aber jetzt ist dieses portable schei.. Dingen abgeschmiert und jetzt frag mich bitte nicht nach Glück. Meine kompletten Daten sind weg, wobei sie eigentlich nicht weg sind, also sie sind noch da, aber diese Festplatte die per USB-Anschluss gestartet wird, fährt nur kurz an und dann bleibt sie hängen. Ich könnte schreien. Ich habe das komplette Internet schon nach Reparaturmöglichkeiten abgesucht, aber egal was ich gefunden habe, ganz gleich mit welchem Experten ich gesprochen habe, alle sagen mir das Gleich das ich nicht hören will. Ich könnte heulen, ach nee schreien. Ich habe beschlossen mein Linsengericht das ich neulich gekocht habe jetzt mal so aus dem Kopf aufzuschreiben. Vielleicht bringt es mir ja doch etwas Glück und einer von Euch hat noch einen Tipp, was ich wegen meiner defekten Festplatte veranstalten könnte.

Jetzt schreibe ich auf jedem Fall mal das Rezept von den Linsen auf die ich neulich gekocht habe, vielleicht möchtest Du sie nachkochen und ich wünsche diese Linsen bringen Dir Glück.

Sahnekartoffeln mit Tellerlinsen

500 g festkochende Kartoffeln
100 g mehlige Kartoffeln
2 Esslöffel Olivenöl
250 g Tellerlinsen
3 rote Zwiebeln in feine Würfel
30 g geriebenen Ingwer
1 Teelöffel gemahlenen Koriander
½ Teelöffel gemahlene Nelken
½ Teelöffel gemahlenen Muskatblüte
1 Teelöffel gemahlenes Ingwerpulver
½ Teelöffel gemahlenen Zimt
Pfeffer und Salz
2 Teelöffel getrocknetes Korianderkraut
1 Prise Chilipulver
500 g Sahne
750 ml Gemüsebrühe
Die Linsen in kaltem Wasser innerhalb von 15 bis 20 Minuten bissfest kochen. Inzwischen die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen, die Kartoffeln mit den Zwiebelwürfeln und dem geriebenen Ingwer anschmoren. Sämtliche Gewürze zugeben und mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen. Die Kartoffeln in dem Sahnegemisch knappe 20 Minuten garen.
Die gegarten Linsen abgießen und zu den Sahnekartoffeln geben.
Evtl. nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dienstag, 28. August 2012

Verboten gute Geschenke, oder Schweinefilets räkeln sich in Honigpfeffer.

Vor kurzem trudelte hier im Büdchen ganz unverhofft ein Päckchen ein. Also eigentlich vergeht keine Woche in der nicht ein Päckchen hier bei uns abgegeben wird, doch in 99,9% der Sendungen handelt es sich um erwartete bzw. bestellte Waren. In aller Regel sind es Bücher, doch diesmal war es alles ganz anders. Das Päckchen hatte die Größe einer Armbanduhrenbox. Also eher kein Buchformat. Außerdem hatte es einen wunderschönen Duft, es roch etwas nach Weihnachten. Hallo, wir haben Sommer! Meine Geruchsnerven spinnen. Herr GB drängelte, was ist es denn, erwartest Du ein Wichtelpaket? Nein Schatz, im Winter wird gewichtelt. Außerdem steht in aller Regel kein Absender auf Wichtelpaketen, doch auf dieser Sendung war ein Absender und zwar von "Verboten gut"
Also nicht jetzt die Adresse des Blogs, sondern von der Kerstin, der Autorin von "Verboten gut"
In Windeseile habe ich das Päckchen geöffnet und was zum Vorschein kam seht ihr hier:
Da war nicht nur der leckere Tannenspitzenhonig drin auf dem ich im letzten Jahr schon so scharf war, eine liebevoll geschriebene Karte und kleine Tütchen gefüllt mit verschiedenen Zucker und Gewürzen kamen noch zum Vorschein.
Ein X-mas-Zucker löste das Rätsel des Weihnachtsduftes und das Tütchen mit Waldmeisterzucker ist gleich in die Kiste für meine Pralinenherstellung gewandert. Zitronentrüffel in Waldmeisterzucker gewälzt wird bestimmt köstlich.
Das dicke fette Glas mit dem Tannenspitzenhonig war kaum zu übersehen und ein innerer Zwang drängte mich es zu öffnen. Ich kann gar nicht beschreiben welch prachtvoller Duft mir entgegen kam. Eins stand fest, diesen Honig musste ich umgehend vor Herrn GB verstecken.
Ganz unten im Kästchen lag noch ein kleines Beutelchen. Honigpfeffer!!! Also darunter konnte ich mir nun wirklich nichts vorstellen.
Gleich als ich mich bei Kerstin bedankte habe ich bei ihr um Aufklärung gebeten und um ein Rezept wie ich den Honigpfeffer am Besten verwende.
Schweinefilet in Champignonrahmsoße sollte ich damit zubereiten. Es ist Jahre her wann im Büdchen Schweinefilet in Sahne eingelegt wurde um es am nächsten Tag zu garen, doch ich habe es genau nach Kerstins Anleitung gemacht und es war schweineoberlecker. Hat schon was so ein Sahnesößchen.
Obendrein musste ich eine neue Bratpfanne einweihen und da kam mir das Schweinefilet gerade recht.
Die Kerstin hat gesagt ich darf Euch das Rezept geben, allerdings wie der Honigpfeffer gemacht wird muss sie erklären vorausgesetzt er ist nicht selbstgekauft und solange wie Du diesen Honigpfeffer nicht hast, brauchst Du das Nachkochen gar nicht erst starten.
So liebe Kerstin, rück das Honigpfeffer-Rezept raus oder verrate uns Deine Bezugsquelle, ich steh auf heißen Kohlen, Herr GB will es noch mal essen ;-)

Für alle die nachbasteln wollen:
Schweinefilet mit etwas Öl einreiben und mit dem Gewürz von allen Seiten ordentlich würzen.
Anschließend in einer Pfanne kross anbraten, heraus nehmen und zum Parken auf einen Teller geben, oder wie Kerstin rät, in eine Auflaufform legen. Frische Pilze und 2 Schalotten in die Pfanne geben, weich dünsten und Sahne angießen.
Zu einem Sahnesößchen einkochen und wieder mit dem guten Honigpfeffer würzen. Die heiße Soße abkühlen lassen und über das Filet geben, oder das Filet in die abgekühlte Soße legen. Nun über Nacht durchziehen lassen und am nächsten Tag bei 160°C im Backofen fertig garen. Den Tipp von Kerstin dazu Spätzle zu essen haben wir direkt in die Tat umgesetzt und ich muss sagen, auf Anhieb würde mir nichts einfallen was besser passen könnte.
Nochmals herzlichen Dank an Kerstin.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Wenn jetzt Sommer wäre…Fru(s)chtbecher mit Bananeneis

Laut Wetterfrosch im Radio ist in dieser Woche am heutigen Tag Sommer! Meine Planung sah also wie folgt aus:
Leichte Hose, Shirt mit kurzen Ärmeln, Sandalen, ist ja heute Sommer!
Mit geöffnetem Dach zur Arbeit fahren, ist ja heute Sommer!
Im Büro alle Fenster aufreißen, ist ja heute Sommer!
Die Heizung komplett auf Null schalten, ist ja heute Sommer!
Das Wasser ausnahmsweise mal in den Kühlschrank stellen, ist ja heute Sommer!
Den Arbeitstag recht früh beenden, ist ja heute Sommer!
Eben kurz beim Metzger schnell noch Würstchen und Kotelett besorgen, ist ja heute Sommer!
Grill anschmeißen ----- lassen, ist ja heute Sommer!
Salat anrichten, ist ja heute Sommer!
Gut gekühlten Weißwein süppeln, ist ja heute Sommer!
Eine kühle Überraschung servieren, ist ja heute Sommer!

Die Realität sah dann so aus:
Hose, dicke Strickjacke, feste Schuhe mit Socken, ich warte auf den Sommer!
Klimaanlage im Auto aus, dafür Heizung an, ich warte auf den Sommer!
Fenster nur kurz zum Lüften geöffnet, dann schnell wieder zu, ich warte auf den Sommer!
Die Heizung auf mittlere Stufe, aber dafür auch noch die beheizbare Fußmatte unterm Schreibtisch angeschaltet, ich warte auf den Sommer!
Mehrere Kannen heißen Tee verkonsumiert, ich warte auf den Sommer!
Einiges vom Schreibtisch abgearbeitet, wegen der Kälte nicht nach draußen getraut, ich warte auf den Sommer!
Beim Metzger Gehacktes besorgt um gefüllte Paprikaschoten zu kochen, etwas Warmes braucht der Mensch, ich warte auf den Sommer!
Auf Salat verzichtet, gab ja Paprika, ich warte auf den Sommer!
Vom Glühwein abstand genommen, dafür einen wärmebringenden Roten getrunken, ich warte auf den Sommer!
Eine kühle Überraschung serviert, jawohl! Das habe ich mir nicht nehmen lassen. Außerdem schmeckt so ein toller Fruchtbecher auch klasse, ist man selbst eingerollt in einer warmen Decke, ist mir doch egal was mit dem Sommer ist.

Fruchtbecher mit Bananeneis
500 g Bananen
300 ml Sahne
200 ml Milch
150 ml Joghurt
100 ml Eissirup =Invertzucker
50 ml Löwenzahnhonig
Alle Zutaten in eine hohe Schüssel geben und mit einem Mixstab pürieren bis eine cremige Masse entstanden ist. Die Eismasse in die Eismaschine geben und nach Angaben des Herstellers der Eismaschine das Eis gefrieren.
Verschiedene Obstsorten der Jahreszeit waschen, ggf. in kleine Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Mit Erdbeersirup und Bananenlikör marinieren.
Abgedeckt gute 30 bis 60 Minuten ziehen lassen.
Bananeneis zusammen mit dem marinierten Obst anrichten und servieren.


Donnerstag, 5. Juli 2012

Zitronenbasilikum, zuckersüß und eisgekühlt…

So, endlich kann ich jammern dass mir total warm ist, mir die drückende Schwüle nicht gefällt und wir den langersehnten Sommer haben, dem wir seit Wochen entgegengefiebert haben. Auf dem Markt habe ich ein dickes Bund Zitronenbasilikum ergattert, das ist natürlich viel zu schade für ein Basilikumpesto oder einen schnöden Tomaten-Mozzarella-Salat.
Diesen wunderbaren Duft von dem Zitronenbasilikum konnte ich mir herrlich in Form von Eis vorstellen. Ein ähnliches Dessert hatte ich vor einigen Jahren mal gegessen und nun war der Tag gekommen an dem ich mal wieder Eis basteln musste.
Für diese frischen Törtchen durfte Gina, die Eismaschine, faulenzen, dafür musst die Kitty ran und auch noch der bezaubernde Mixstab, auch Zauberlehrling genannt.
Uns hat dieses Eisdessert so sehr gefallen, dass ich jetzt Zitronenbasilikum selbst ausgesät habe. Zitronenbasilikum ist in unserer Region relativ schwierig zu bekommen
Basilikumeistörtchen:
1 Bund Zitronenbasilikum
2 Esslöffel Zucker
Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
4 Eigelbe
3 Esslöffel Akazienhonig
200 g Mascarpone
200 ml Sahne
Himbeeren und Honig für die Dekoration
Zitronenbasilikum, Zitronenschalenabrieb, Zitronensaft und den Zucker vermischen und mit dem Mixstab pürieren. Mascarpone in das Basilikumpüree rühren und gut vermischen.
Eigelbe mit dem Akazienhonig über einem warmen Wasserbad kräftig schaumig schlagen. Sahne steifschlagen. Das Basilikumpüree mit der aufgeschlagenen Eiercreme vermischen.
Vorsichtig die geschlagene Sahne unterheben und die Creme in kleine Förmchen oder Tassen füllen.
Jede einzelne Form mit Frischhaltefolie abdecken und gute 5 Stunden gefrieren.
Zum Servieren jeweils ein Törtchen stürzen mit je einem kleinen Teelöffel Honig beträufeln und mit Himbeeren dekorieren.


Freitag, 8. Juni 2012

Erdbeerdessert mit Erdbeeren!!!

Ich sag Euch, was ich bei Frau Kampi gelesen habe glaubt mir keiner, aber Ihr könnt es ja selber lesen! Eigentlich wollte ich es auch nicht glauben, aber dann habe ich mich erinnert, dass Herr GB mal einen Eisbecher mit Rumtopffrüchten bestellt hat und soll ich Euch sagen was er bekam? Einen Eisbecher mit Rumrosinen! Der Hammer, Herr GB mag keine Rosinen! Herzensgut wie ich ja sein kann, hat er meinen Schokoladenbecher bekommen und ich seinen Eisbecher mit Rumtopffrüchten. Seitdem bestellt er nur noch Erdbeerbecher, ich stell mir gerade vor meinem Herrn GB wäre dieser Eisbecher serviert worden. Bei der Vorstellung bekomme ich einen Lachkrampf, ich weiß, das ist jetzt gemein. Aber ganz so sehr gemein bin ich nun auch wieder nicht, weil Herr GB Erdbeeren in allen Variationen liebt habe ich ihm eine Erdbeerdessertvariation serviert. Außerdem sind Erdbeeren ja sooo gesund und ich glaube das ist schon eine der Lieblingsfrüchte von den ganz kleinen Menschenkindern. Oder kennst Du jemanden der keine Erdbeeren mag? Ich liebe dieses rote Zeug auch. Wusstest Du dass die Erdbeere eine Sammelnussfrucht und eigentlich gar keine Beere ist? Oder dass in einer Erdbeere 150 bis 300 Samenkörnchen stecken, auch sogenannte Nüsschen? Du musst also nur eine Erdbeere trocknen und die kleinen Kernchen (Nüsschen) lösen sich von selbst und schon hast Du Erdbeersamen. Aber ich will sie nicht anbauen sonder in der Küche verarbeiten und anschließend essen. Wie eben schon erwähnt, Herr GB liebt Erdbeeren genauso sehr wie ich sie liebe, aber leider gehören wir beide zu den Auserwählten die dem Erdbeergenuss nur in Maßen frönen können und zur Erdbeerunverträglichkeit neigen. Was wir auch noch beim Kauf beachten, dass wir die Gezüchteten aus Deutschland ergattern. Vielleicht ist es ja wirklich Einbildung, aber erstens sind wir der Meinung wir vertragen sie besser, zweitens sie sind aromatischer und schmecken auch wirklich wie Erdbeeren schmecken müssen und zum Dritten, sie werden reif geerntet und nicht halb grün. Außerdem sind sie auch nicht mit Wasser bis zum Platzen aufgequollen und sehen auf dem Teller richtig toll aus.
Erdbeer-Shooter:
1 Orange, unbehandelt
1 Limone, unbehandelt
250 g Erdbeeren
1 Esslöffel Zucker
2 EL Zucker, braun
2 cl Pitú
Mineralwasser oder Sekt
Die Erdbeeren waschen und putzen. Viertel und mit einem Esslöffel Zucker mischen. Gute 30 Minuten Saft ziehen lassen.
Den Saft in Eiswürfelformen geben und einfrieren.
Die Schale der Orange und der Limone abreiben und in einen Blender geben. Beide Früchte ausdrücken und den Saft ebenfallt in den Blender geben. Noch Pitú zufügen und die Erdbeereiswürfel in den Blender geben. Alles zusammen kurz auf höchster Stufe pürieren. Auf kleine Gläser verteilen und mit Sekt oder Mineralwasser auffüllen. Mit einem Strohhalm servieren.
Marinierter Erdbeersalat
125 g Erdbeeren
Schale 1 Orange
2 Esslöffel Orangenlikör
Erdbeeren waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Die Schale der Orange unter die Erdbeerscheiben mischen und den Orangelikör zugeben. Die Erdbeeren gut eine Stunde ziehen lassen.
Erdbeermousse
150 ml Erdbeerpüree ohne Kerne
250 ml Joghurt
200 ml Sahne
2 Esslöffel Zucker
6 Blatt Gelatine (oder Agar-Agar)
Erdbeerpüree mit dem Zucker und dem Joghurt verrühren. Die Gelatine mit etwas Wasser quellen lassen, ausdrücken und leicht erwärmen bis sie sich aufgelöst hat. Die aufgelöste Gelatine unter den Erdbeerjoghurt mischen. Die Sahne schlagen und auch noch zu dem Erdbeerjoghurt geben. Vorsichtig unterheben. Auf kleine Gläser verteilen und im Kühlschrank erstarren lassen.
Erdbeer-Shooter mit Erdbeersalat und dem Erdbeermousse auf Teller anrichten und servieren.


Dienstag, 28. Februar 2012

Traumhafte genussvolle Traumtorte...

Versprochen ist versprochen! Gestern habe ich Euch ja eine wundervolle Traumtorte angekündigt und heute werde ich mein Versprechen mit dem Rezept natürlich einhalten.Eine Schokoladen-Passionsfrucht-Torte aus dem tollen Buch der Damen Geisler und Sitzwohl. Das Restaurant das die Damen führen, hat selbigen Namen einer Köchin. Frau Sitzwohl.
Ja, Sitzwohl ist so vielversprechend da mussten die Damen mit außergewöhnlich schmackhaften Rezepten auftrumpfen. Ich kann nur sagen, das ist ihnen gelungen. Selten ein Kochbuch in dieser Kategorie das tatsächlich als Anleitung verwendet werden kann. Hier ist es anders. Ein super Buch für den Hobbykoch, aber das habe ich Euch ja gestern schon alles erzählt.
Heute ist ein weiteres Rezept dran. Erst das Rezept für die Garnelen und jetzt eine Torte. Na ich trau mich was. Ausgerechnet wo ich doch eher der Backbanause bin, traue ich mich an die professionelle Anleitung und dann gleich auch noch mehrschichtig.
Aber ich kann nur sagen, selbst für Backdilettanten wie mich, ist das Rezept leicht zu verstehen und das Ergebnis war keine Torte, es war eine Komposition für Zunge und Gaumen.
Zartschmelzender Schokoladengenuss des Bodens kombiniert mit der leichten fruchtigen Säure der Passionsfrucht, unterstrichen vom cremigen softigen Geschmack der verschiedenen Mousseschichten und als i-Tüpfelchen der knusprig, nussige Kick durch die Passionsfruchtkerne.
Kennt Ihr das Gefühl wie sich ein Happs im ganzen Mund verteilt und quasi eine Wolke von Geschmack hinterlässt? Man möchte nicht aufhören zu essen und nur der Gedanke, es wolle womöglich jemand etwas von EURER Torte abhaben, versetzt Euch in pure Geizlage. Verstehen könnt ihr das Ganze eigentlich überhaupt nicht, da Ihr sonst eher zur Kategorie herzhaft gehört? Euch sonst nach einem Stück Kuchen noch unbedingt etwas Handfestes essen müsst, um den Süßgeschmack aus dem Mund zu bekommen?
Ihr wisst was ich meine? Dann ist diese Torte garantiert etwas für Euch. Nie wieder möchtest Du auf diesen Geschmack verzichten und solltest du dieses beschriebene Erlebnis noch nie gemacht haben, ist es an der Zeit dich in die Küche zu begeben, zu backen und dieses Genusserlebnis wahrzunehmen.
Schokoladen-Passionsfruchttorte:
Schokoladenbiskuit:
2 Eier
25 g Zucker
70 g Kuvertüre
50 g Butter
Die Eier trennen. Das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen. Kuvertüre mit der Butter im Wasserbad schmelzen. Überkühlt (so steht es im Rezept) zum Eiweiß geben und mit dem Dotter vorsichtig unterheben. Den luftigen Teig in eine vorbereitete Backform geben und 10 Minuten im Vorgeheizten Backofen auf 170°C backen.

Schokoladenmousse braun
125 g dunkle Kuvertüre (min 70% Kakaogehalt)
1 Dotter
1 Ei
280 g Schlagsahne
Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Dotter und Ei im Wasserbad dickschaumig aufschlagen. Die Sahne halbfest schlagen. Die geschmolzene Kuvertüre mit den dickschaumig geschlagenen Eiern mischen und die Sahne unterheben.
Die Mousse auf den ausgekühlten Schokobiskuit streichen und im Kühlschrank auskühlen lassen.

Weiße Passionsfruchtmousse
125 g weiße Kuvertüre (keine weiße Schokolade!!!)
2 Blatt weiße Gelatine
1 Dotter
1 Ei
100 ml Passionsfruchtsaft
280 g Schlagsahne
Die Kuvertüre auch hier wieder schmelzen, Dotter und Ei im Wasserbad dickschaumig aufschlagen. Die Gelatine zum quellen einweichen, anschließend ausdrücken und im Passionssaft erwärmen und auflösen. Die Sahne halbfest schlagen. Die geschmolzene Kuvertüre mit den dickschaumig geschlagenen Eiern mischen, die Sahne unterheben und vorsichtig den Passionsfuchtsaft mit der aufgelösten Gelatine einrühren.
Die Mousse auf die ausgekühlten Schokoladenmousse streichen und wieder im Kühlschrank auskühlen lassen.

Passionsfruchtgelee:
1 frische Passionsfrucht
200 ml Passionsfruchtsaft
2 Blatt weiße Gelatine
Die Passionsfrucht halbieren. Saft und Kerne auslösen und kurz erwärmen. So löst sich die Haut um den Kern. Den Passionsfruchtsaft dazugeben und das ganze leicht erwärmen. Die eingeweichte und ausgedrückte Gelatine zum Saft geben und auflösen. Das Gelee auskühlen lassen und auf die Passionsfruchtmousseschicht geben. Wieder kaltstellen. Im Rezept stehen 30 Minuten, aber ich habe Sie nochmals einige Stunden gekühlt.
Als Tipp steht außerdem, man soll zwischen den Schichten leicht Kakao aufstäuben. Das macht die Torte besonders hübsch. Okay, den Tipp habe ich erst nach Fertigstellung meiner Torte gelesen.
Als Zusatz steht noch unter dem Rezept „Das Geschmackserlebnis ist sensationell“ Das kann ich nur bestätigen.
Zitat eines Kollegen der die Torte probiert hat: Darf ich meiner Frau ein Stück zum Probieren mitnehmen? Die Torte schmeckt so klasse, die kann man nicht beschreiben, die muss man
gegessen haben!


Mittwoch, 25. Januar 2012

Weiß, weißer geht’s nicht. Farblos aber geschmackvoll...

Irgendwie bin ich infiziert. Nein, abgesehen von meinem blöden Schnupfen der kommt und geht wie er will, habe ich keine ansteckende Krankheit. Ich bin ganz anders infiziert. Die keine Farbe hat mich inspiriert. Ach Ihr wisst doch, dieses Farbenevent vom Uwe, habe ich Euch doch schon gestern von erzählt.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Also okay nochmal, der Uwe hat zu einem Event auf seinem Blog highfoodality aufgerufen. Es geht um einen Jahresevent in dem in jedem Monat eine andere Farbe als Speisemotto Pate steht. In diesem Monat ist es weiß. Weiß steht für Januar und alles was auf den Teller kommt sollte weiß sein. Ich kann Euch was erzählen, erst saß ich ratlos im Büdchen rum und kaute meinen Bleistift an. Ja Ihr habt richtig gelesen ich habe noch einen Bleistift und darüber bin ich auch verdammt froh, denn wenn ich alles mit dem Computer schreiben würde, was sollte ich anknabbern in Situationen in den mir nichts einfällt? Vielleicht den Monitor, oder soll ich in die Maus beißen. Spätestens wenn ich das machen würde, würde sich Herr GB ernsthaft Sorgen machen und ich dürfte sicher nicht mehr bloggen.
Mein leeres Blatt vor mir sah wirklich interessant aus, so weiß! Es wollte einfach keine Idee zustande kommen und dann plötzlich! Ihr kennt es ja bereits von mir, meine Blitzgedanken. Kurzum gab es ja dann die Schwarzwurzeln. Aber ich brauchte noch ein Dessert! Dessert in Weiß ist leicht. Da fällt selbst mir etwas Vernünftiges ein, passend zur Jahreszeit gibt es Litschis. Die Litschis schmecken jetzt am besten, sie sind schön saftig und der Preis für frische Litschis ist gerade tragbar. Sie wachsen jetzt zwar nicht in unserer Region, aber als Importobst haben sie jetzt Saison. Damit es jetzt nicht zu gesund ist, gibt es noch Panna Cotta dazu.
Eine runde Sache, Panna Cotta mit Litschis…
200 ml Milch
250 ml Sahne
Schale eine Biozitrone
50 g Zucker
Ein Päckchen Agartine (Agar Agar)
Pro Person 5 Litschis
1 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel weißen Rum
Etwas geriebene weiße Schokolade
100ml Milch und die komplette Sahne erwärmen. Das Päckchen Agartine mit der restlichen Milch nach Anweisung des Herstellers in die Milch-Sahne-Mischung rühren. Den Zucker und die Schale der Biozitrone untermischen. Alles etwas abkühlen lassen und in Portionsformen füllen. Im Kühlschrank mindestens 3 Stunden auskühlen lassen. Zwischenzeitlich die Litschis schälen, entkernen und halbieren. Mit Zucker und dem weißen Rum marinieren.
Panna Cotta mit den marinierten Litschis anrichten und mit der geriebenen weißen Schokolade bestreuen.