Posts mit dem Label Sauerkraut werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sauerkraut werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 15. Januar 2014

Heute gibt es was aus dem Sauerkrautvorrat…

…kann ja nicht angehen, dass das gute Zeug schlecht wird. Außerdem soll Sauerkraut gesund sein, das wusste schon Pfarrer Kneip und die Hildegard von Bingen sowieso. Sauerkraut hat einen hohen Anteil an Vitamin C, empfiehlt sich für jede Frühjahrskur, soll Blut und Darm reinigen und das alles bei ca. 17 kcal auf 100 Gramm.
Bei soviel geballter Gesundheit musste das Kraut im Büdchen unbedingt auf die Teller kommen.
Wie in jedem Jahr steht in den kalten Monaten des Jahres hier ein Steintopf mit Sauerkraut herum und wartet darauf verarbeitet zu werden. Jetzt in den ersten Tagen des Jahres ist man ja nicht wirklich traurig wenn auch mal ein Pfündchen von den Hüften fällt und das Kraut hilft, glaub es mir. Ich liebe Sauerkraut, sogar roh könnte ich es essen. Ich verwende nur das selbst Gestampfte, oder das Frische vom Metzger oder Bauern. Du kennst ja meine Einstellung zu Dosenfutter und soweit mir bekannt, wird dem industriell hergestelltem Kraut Milchsäure zugeführt und bei dem langsam gegorenen Kraut wächst es langsam. Aber das könnte ein Chemiker, die Maus oder Planet Wissen sicher besser erklären.
Ich hatte das Kraut zusammen mit Mettwürstchen, okay die sind jetzt nicht so hilfreich für eine Entschlackungs-Kur, in dem neuen Kocher über Nacht gebrutzelt. Es war butterzart und super toll durchgezogen. Aber bei so einer langen Schmorzeit ist das ja auch kein Wunder und es ist ja auch der Sinn so eines Slow Cockers. Trotzdem ist ein Rest vom Sauerkraut übrig geblieben, die Mettwürstchen sind wohl während des Garvorgangs verdunstet. Ich glaube Herr GB war Augenzeuge.
So, nun stand ich da mit meinen Sauerkrautresten, nur was sollte ich jetzt damit anfangen?
Schnell waren Kartoffeln gekocht und gepellt. Du hast richtig gelesen, es gab Stampfkartoffeln und zwar aus Pellkartoffeln, das hab ich von Herrn Lafer gelernt.
Die gepellten Kartoffeln wurden gestampft. Milch und Gemüsebrühe zugefügt und einige Löffel Senf untergerührt, mit Salz abgeschmeckt und fertig. Nein keine Butter, die kommt später, wir wollen doch Entschlacken.
Den Kartoffelmatsch habe ich in einen Spritzbeutel gegeben und kleine Nester auf ein, mit Backpapier, ausgelegtes Backblech gespritzt. In die Mitte der Nester den Sauerkrautrest verteilt. Der Rand des Kartoffelpürees mit einer Mixtur aus Milch und Ei bestrichen und anschließend ab damit in den Backofen. Mit wenig Umluftwärme (140°C) und einer schwachen Grillstufe wurde es erwärmt bzw. gratiniert bis der Kartoffelring leicht gebräunt war.
Für das Topping wurden kleine Schinkenwürfel in einem Butter/Öl-Gemisch zusammen mit gelben Senfkörnern leicht angebraten.
Die Sauerkrautnester auf Teller drapiert und mit dem Schinkengemisch bestreut serviert. Gar nicht so schlecht das Resteessen, oder?


Montag, 4. Februar 2013

Ich habe wieder gebacken, Sauerkrautkuchen…

…für Herrn GB habe ich natürlich auch Kuchen gebacken, aber ich muss ja auch mal an meinen Geschmack denken und der geht nun mal eindeutig in die herzhafte Richtung. Kannst Du Dich erinnern? Herr GB musste doch im November so elendig schuften und stampfen. Er musste Kohlköpfe schleppen nur weil ich unbedingt selbstgemachtesSauerkraut im Keller bevorraten wollte. Ach ja, unter den Lesern gibt es ja tatsächlich Anhänger die regelrechtes Mitleid mit Herrn GB haben. Aber auch ihm hat der Sauerkrautkuchen sehr geschmeckt. Mein Schatz hat sich so eine Arbeit gemacht, da hatte sich das Sauerkraut ein besonderes Rezept verdient. Sicher ist Sauerkraut mit Kassler und Kartoffelpüree ein sehr beliebtes Gericht im Büdchen, aber es sollte einfach etwas Außergewöhnliches geben. Dann bin ich fündig geworden, ich musste mich entscheiden zwischen Sauerkrautauflauf, Sauerkrautsuppe und Sauerkrautkuchen. Der sauerkrautauflauf ist auch sehr interessant, er wird mit Reis gemacht. Die Sauerkrautsuppe finde ich klasse bei sehr kaltem Wetter, naja und der Sauerkrautkuchen hat letztendlich gewonnen, weil ich ihn sehr gut vorbereiten konnte. Jetzt darfst Du raten wo ich das Rezept gefunden habe! Richtig, wieder war es Vincent Klink der mit seinem Rezept meine Sinne ansprach. Ich habe zwar mal wieder einiges geändert, aber der Grundgedanke stammt von ihm. Wenn Du es nachbasteln willst, hier kommt die Anleitung…
Du machst erst einmal einen Teig. Dafür brauchst Du 150 g Magerquark, 150 g Mehl, 150 g Butter und Salz. Diese Zutaten verknetest Du sorgfältig und schlägst den Teig in Frischhaltefolie ein. Den eingeschlagenen Teig gibst Du mindestens für eine Stunde in den Kühlschrank.
Die Stunde nutzt Du für die Füllung. Du schälst 3 Zwiebeln und eine Knoblauchzehe. Die geschälte Zwiebel und die Knoblauchzehe hackst Du in feine Würfel. In eine Pfanne lässt Du 1 Esslöffel Butter aus und brätst die Würfel leicht braun an. Nun gibst Du noch 100 g feine Schinkenwürfel hinzu und dünstest auch diese an. Du verschlägst 5 Eier mit 200 g Frischkäse. Du würzt mit einem Esslöffel Brühpulver, Salz, Pfeffer, gemahlenen Kümmel und frisch geriebene Muskatnuss. Jetzt mischt Du 300 g Sauerkraut und die angedünsteten Zwiebel-, Knoblauch- und Schinkenwürfel unter die Eiermasse.
Ist der Teig gut durchgekühlt, schlägst Du eine Springform mit Backpapier aus, rollst den Teig aus und legst den Teig in die ausgekleidete Springform.
Auch die Seitenwände der Form sollen gut ausgekleidet sein. Du legst auf den Teig wieder Backpapier und beschwerst ihn mit Hülsenfrüchten. Nun backst Du den Teig bei 200°C ca. 15 Minuten blind.
Nach dem Backen entfernst Du Papier und Hülsenfrüchte. Auf den vorgebackenen Teig gibst Du nun die Sauerkrautfüllung. Die Form stößt Du ein- bis zweimal auf den Tisch damit sich Luftblasen aus der Füllung entfernen.
Du backst den Sauerkrautkuchen noch weitere 30 bis 40 Minuten. Du könntest den Kuchen in kleine Tortenstücke schneiden und ihn als Vorspeise servieren, aber in größeren Stücken mit einem Salat ist es bei uns eine willkommene Hauptspeise geworden.
Sauerkraut mal ganz anders aber sehr zu empfehlen.

Montag, 26. November 2012

Herrn GB verfolgte Sauerkraut, da war ihm der ganze Tag versaut…

…nee, nicht wirklich. Aber jetzt erstmals wieder alles zurück auf Anfang. Also neulich war ja mal wieder Kappesmarkt in Raesfeld und wie in jedem Jahr musste Herr GB Kappes schleppen.
Er fragte mindestens dreimal, ob ich sicher bin dass ich Weißkohl mitnehmen möchte, weil im Moment ich doch eh so wenig Zeit hätte. Außerdem kann der ja auch nicht ewig liegen, er würde sicher schnell vergammeln würde er nicht so schnell wie möglich verarbeitet. Bis zu diesem Moment wusste Herr GB noch nichts von seinem Glück, oder er befürchtete in seinem Hinterstübchen schon was ihm blühen sollte. Um meine Zeit machte ich mir gar keine Sorgen, eher um seine. Aus dem Weißkohl, der mit ins Büdchen geschleppt wurde, sollte nämlich Sauerkraut werden und für Sauerkraut ist Herr GB zuständig, zumindest für das Stampfen. Früher kam das Kraut in ein Fass und dort wurde es mit den Füßen gestampft, sagt man so, ob das stimmt weiß ich nicht so genau. Herr GB stampft es mit einem eigens angefertigten Sauerkrautstampfer in einem eigens angeschafften Sauerkrauteimer.
Den Kohl musste ich natürlich hobeln, doch dabei war mir mein Börner wieder die beste Hilfe und ratzfatz war der Kappes gehobelt.
Portionsweise kam er jetzt in den Sauerkrauteimer und wurde mit etwas Salz vermischt. Herr GB stampfte dann auf Deifel komm raus und sobald das Kraut etwas Flüssigkeit gezogen hatte, wurde es in den Sauerkrautsteingut umgefüllt.
Auf jede Lage einige Wachholderbeeren, Prise Zucker, etwas Kümmel und einige Würfel einer rohen Möhre. Nun mit der nächsten Lage genauso verfahren. Ist der Steinguttopf bis obenhin gefüllt wird ein Pressstein aufgelegt und kräftig angedrückt. Ist es richtig gemacht worden, dann schwappt etwas Kohlwasser hoch und bedeckt den Kohl. Die Flüssigkeit wurde regelrecht aus dem Kohl gestampft.
Jetzt noch den Deckel aufsetzen und in die Rille abgekochtes Wasser gießen. Jetzt muss der Steinguttopf kühl gestellt werden, ideal ist ein kühler Keller, und mindestens 5 bis 6 Wochen stehen. Dabei muss das Wasser in der Rille aber regelmäßig kontrolliert und wenn nötig aufgefüllt werden. In manchen Anleitungen liest man, es sollte auf den Kohl ein Tuch gelegt werden und dann erst der Pressstein, aber ich mache es einfach mal so wie es früher die Nachbarin meiner Mutter machte. Mit der Nachbarin schaute ich übrigens früher immer die Drehscheibe im ZDF in der Max Inzinger kochte, aber das nur so am Rande.
Auf 5 Kilo gehobelten Weißkohl gibt man 100 g Salz. Nach Geschmack fügt man Wachholderbeeren, Kümmel, Prise Zucker und Möhrenwürfel von rohen Möhren zu. Wer mag fügt Apfelstückchen zu und deckt das gestampfte Kraut mit Weinblättern ab. Eine weitere Möglichkeit den Kohl abzudecken, eh der Pressstein aufgelegt wird, sind Weißkohlblätter, aber spätestens nach der ersten Krautentnahme nerven die Blätter und so wirklich hygienisch einwandfrei dürfte es dann auch nicht mehr sein.
Wie ich Herrn GB das von ihm gestampfte Sauerkraut serviere erzähle ich Euch dann in ca. 6 Wochen. Hoffentlich!!! Denn die Herstellung vom selbstgemachten Kraut geht auch manchmal daneben. Mir ist ein Topf auch schon schlecht geworden, also sauer, aber anders sauer als er sollte. Ich kann Euch was sagen, da war ich dann aber sauer.


Freitag, 9. März 2012

Verstecktes Ananassauerkraut...

Es war im letzten Dezember da schwirrte das Sauerkraut durch den einen oder anderen Blog und machte mich schon ganz sauerkrautnervös. Herr GB freute sich auf Weihnachten und hatte einfach keinen Antrieb zum Sauerkrautstampfen. So ein schöner ungenutzter Sauerkrauttopf steht im Keller und ist erstarrt zu Steingut, sicher weil er keine Beachtung findet. Es ist schon fast ein Skandal Sauerkraut kaufen zu müssen, obwohl hier im Büdchen ein Equipment für perfekte Herstellung a la Urgroßmutter deponiert ist.Damit es wenigsten einmal in diesem Winter Sauerkraut im Büdchen gibt, musste ich wohl oder übel Sauerkraut kaufen. Ganz Frisches konnte ich ergattern. Nun stellte sich wieder die obligatorische Frage, was mache ich damit? Ich konnte jetzt Rahmsauerkraut machen, das macht die Kampi auch und es hörte sich richtig klasse an. Ein Sauerkrautstrudel ist auch nicht schlecht, aber dafür müsste ich erst einmal ein Rezept suchen. Außerdem musste die frische Ananas noch verwurschtelt werden und nach meinen Ravioli neulich hatte ich erstrecht Appetit auf Nudeln bekommen. Also doch Sauerkrautkrapfen ähnlich wie bei Schnuppschnüss im Dezember nur ohne Speck, dafür mit Ananas.
Krautkrapfen mit Ananas
Den Nudelteig habe ich von hier genommen.
Für die Füllung brauchte ich
500 g Sauerkraut (wenn es sehr sauer ist, gut abtropfen lassen)
1 Esslöffel Schmalz
2 Schalotten
½ frische Ananas in Würfel geschnitten
125 ml Cidre
75 ml Wasser
1 Lorbeerblatt
5 Wachholderbeeren
2 Nelken
1 Esslöffel Gemüsebrühepulver
Salz und Pfeffer
Das Schmalz in einem Topf erhitzen, Schalotten in kleine Würfel schneiden und kurz im Fett glasig dünsten. Das Sauerkraut zu den Schalottenwürfeln geben und braun anschwitzen.
Die Ananaswürfel dazugeben und mit Cidre ablöschen. Etwas einkochen lassen, das Wasser und die Gewürze zugeben und weich dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Nudelteig in vier lange Lagen ausrollen, diese jeweils einmal der Länge nach durchschneiden. Lorbeerblatt, Nelken und ggf. Wachholderbeeren aus dem Kraut entfernen, das Kraut auf den einzelnen Lagen verteilen und aufrollen.
In eine Pfanne ½ Gemüsebrühe gemischt mit 100 ml Cidre zum Kochen bringen und die Sauerkrautrollen hineinsetzen.
Die Flüssigkeit gut zur Hälfte einkochen lassen, die Rollen umdrehen und noch knappe 5 Minuten weitergaren. Kurz vor dem Servieren mit Butter bestreichen und im Backofen unter dem Grill 3 Minuten bräunen.
Rollen auf Teller verteilen und wer mag, kann sich einen Klecks Creme Fraiche auf die Krapfen geben.
Kleiner Tipp, das Braune unten in der Pfanne ist besonders schmackhaft.


Freitag, 5. November 2010

Gemüsepflanze trifft Fleischfresser

Nahrung sollte ja ausgewogen sein, also von allem etwas, aber auch nicht zuviel. Ich mag ja Gemüse bis zum platzen, wobei es mir erst so richtig gut mit einem Stich Butter schmeckt, oder aber auch in einem feinen Sößchen, vielleicht noch mit einem kleinen Kartöffelchen. Der Gatte ist da ja etwas anders, er mag Fleisch. Wenn ich mal so ganz fleisch- bzw. fischlos koche schmeckt´s ihm schon, aber ich merke auch, wenn ein Stückchen Fleisch, Wurst, oder aber auch Fisch seinen Teller ziert, wie er sich freut. Mit einem schönen Braten und Gemüsebeilage treffe ich sein Genießerherz. Gulasch kommt auch immer an, aber das ist ja schon wieder nur Fleisch, ich will Gemüse. Bei Gemüsegulasch fehlt dann doch wieder eindeutig der Fleischgeschmack und Gulasch ohne Fleisch ist auch kein richtiges Gulasch, auf jedem Fall für die Esser im Büdchen. Gulasch kommt aus Ungarn und eigentlich ist es eine Suppe, das was die Ungarn als Gulasch kochen, hat in Ungarn einen ganz anderen Namen, aber ganz genau kann man es auch hier nachlesen.


Es gibt ja zig verschiedene Gulascharten, doch jedes Land hat irgendwie sein eigenes Gulasch, ach was, jeder Haushalt. Im Büdchen wird Gulasch mal mit Paprika, mal mit Kümmel (nicht zuviel, mag sonst keiner im Büdchen essen) oder auch mit Sauerkraut gekocht. Wenn es mit Sauerkraut gekocht wird, ist für jeden was dabei, Fleisch und Gemüse. Dann heißt es aber nicht nur einfach Gulasch, sondern Szegediner Gulasch.
Und genau das habe ich auch mal wieder gekocht, aber nicht nur mit Fleisch und Sauerkraut, ich nahm noch Paprika und Kümmel. Wenn schon, denn schon...


Rezept Szegediner Gulasch
1 kg Rindergulasch
500 g frisches Sauerkraut
1 Zwiebel in Würfel
125 g geräucherter Speck in Würfel
500 g gehäutete, entkernte und passierte Tomaten
250 ml kräftigen Rotwein
250 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Bratfett
1 rote Paprikaschote in Würfel
1 Teelöffel Chiliflocken
1 Prise Zucker
Salz und Pfeffer
200 ml Creme fraiche

In einem Bräter das Bratfett auslassen und die Fleischstücke darin rundherum braun anbraten. Nach einiger Zeit die Speck- und Zwiebelwürfel zufügen und auch mit anbraten. Dann das Sauerkraut und die Paprikawürfel unter die Fleischwürfel mischen und auch noch mit anbraten. Die Tomaten zugeben und alles mit dem Wein und der Brühe ablöschen. Mit Chiliflocken, Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Den Topf mit einem Deckel abdecken und gute 90 Minuten auf mittlerer Hitze garen.
Kurz vor dem Servieren die Creme fraiche unterziehen und gut durchrühren.
Mit Salzkartoffeln anrichten.