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Freitag, 30. November 2012

Rote Bete gefüllt und wieder musste er leiden…

...so langsam wisst Ihr ja über Herr GB und mich Bescheid. Ich bin die, die kocht und den Gatten mit den Dingen quält, die er nicht mag. Die Zutaten die auf seiner roten Liste stehen werden immer weniger. Hihihi!!!
Von seiner Rote-Bete-Abneigung habe ich ja schon irgendwann berichtet, aber wie sehr er die Bete ablehnt habe ich erst gemerkt als ich sie auf den Einkaufszettel schrieb. Was willste denn mit dem Zeug? Das angewiderte Gesicht kann ich Euch gar nicht beschreiben, dabei hatte er sie in den letzten zwei Jahren schon das eine oder andere Mal serviert bekommen. Also jetzt nicht von mir, neeeeiiiiin das hätte ich mich nie nicht getraut. Immer malwieder sprengte die Bete ein Menü im Restaurant und weil Herr GB gut erzogen ist, hat er sich den Gang servieren lassen und selbstverständlich auch probiert. Okay, er ist zwar auch mal passiert dass er so ein kleinen Rest auf dem Teller ließ, aber dann auch nur mit dem Argument, dass ja noch einiges kommt und er sich etwas Platz lassen möchte. Nachtigall ick hör Dir trapsen.  Naja, auf jedem Fall stand die Rote Bete auf dem Einkaufzettel und ich ließ mich auch nicht von bösen Blicken einschüchtern. Zum Glück war die Bete vor den Blicken von Herrn GB immun und wurde nicht auf Anhieb faul.
Nachdem sie von Herrn GB widerwillig ins Büdchen geschleppt wurden, bekamen sie von mir umso mehr fürsorgliche Aufmerksamkeit. Sie wurden gefüllt!
Also eh sie gefüllt wurden, wurden sie gekocht und geschält. Ich habe sie abkühlen lassen (natürlich unter Beobachtung, damit ihnen kein Unglück zustoßen konnte) und mit einem Melonenausstecher ausgehöhlt.
Drei Esslöffel rote Linsen wurden mit kochendem Wasser übergossen bis sie bedeckt waren. Die konnten jetzt erst einmal 10 Minuten baden. Bei Linsen nennt man das auch quellen.
Zwischenzeitlich habe ich 200 g Schafskäse zerbröckelt und mit 200 ml saurer Sahne verrührt. Eine confierte Knoblauchzehe mit einem ½ Bund feingehackten Majoran vermischt und in die Käsecreme gegeben. Die Linsen habe ich abgegossen und ebenfalls zu der Creme gegeben. Alles mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
Eine Auflaufschale mit Olivenöl ausgepinselt und bereit gestellt.
Die ausgehöhlten Rote Bete Kugeln mit der Käsecreme gefüllt und in die Auflaufschale gesetzt.
Als kleines Highlight servierte ich noch gebratene Hähnchenleber zu den gefüllten Kugeln und Herr GB ist wieder einmal von mir bekehrt worden. Das kannst Du gerne noch einmal machen, so gut hat mir Rote Bete noch nie geschmeckt, die ist ja total lecker, waren seine Worte!!! Watt sachse jetzt? Hast Du damit gerechnet?


Freitag, 29. Juli 2011

Neue Folge: Ravioli aus Hartweizengrieß - das Dreamteam!!! Oder wie mache ich Nudelteig?

Habt Ihr ne Ahnung wie oft ich in meinem Leben schon Nudeln gemacht habe? Ha, viel öfter! Habt Ihr ne Ahnung wie oft ich schon an diesem ...... hmm, sagen wir mal Hartweizengrieß gescheitert bin? Ha, noch öfter! Doch damit ist jetzt Schluss!
Ich habe ihn gefunden, jawohl, in einem kleinen italienischen Laden. Ich wollte es erst nicht glauben, aber dort waren sogar zwei unterschiedliche Hersteller im Angebot. Die junge Frau in diesem wunderschönen Laden riet mir zu dem Preiswerteren. Ich konnte es kaum glauben, diesen Laden gibt es bereits seit 30 Jahren und immer in derselben Straße und im selben Haus. Leider hatte ich wenig Zeit und konnte nicht richtig durch die Regale schnüffeln, aber was ich so auf einen Blick erkennen konnte, war schon klasse. Verschiedene Käse und Wurstsorten im Angebot, das alleine ist ja jetzt nicht so spektakulär, aber es waren alles Produkte aus Italien, wie sollte es auch anders sein, wenn es ein italienischer Laden ist. Salze von verschiedenen Regionen, Reis für Risotto, die unterschiedlichsten Oliven, gesalzene Kapern, Sardellen und eben Hartweizengrieß. Ich stehe mit Hartweizengrieß bei meiner Nudelherstellung ja sehr auf Kriegsfuß. Er mag mich nicht und ich ihn eigentlich auch nicht. So gerne wie wir Nudeln aus Hartweizen essen, so sehr verabscheu ich die Nudelherstellung mit ihm. Das war bisher so, wie schon erwähnt, ist das Vergangenheit. Mit dem richtigen Mehl und den richtigen Tipps von lieben Bloggerkollegen klappte es wie am Schnürchen. Sach ich doch immer, es kommt auf die richtigen Zutaten an und diesmal waren sie richtig.
Allerdings darf ich meine leichte Kost nicht aus den Augen verlieren und trotz lauter Euphorie lauert täglich der Lügenbaron auf mich und will mir einen Dämpfer geben. Das lasse ich erst gar nicht zu und fabriziere direkt wieder etwas für die Figur, aber leicht muss es sein.
Das Rezept ist für 4 Personen

Schafskäseravioli mit Tomatensauce
Für den Nudelteig:
260g Hartweizenmehl
1 Ei
½ Teelöffel Salz
max. 120 ml Wasser
Etwas Mehl zum ausrollen
Das Mehl mit dem Ei und dem Salz vermischen und nach und nach etwas Wasser angießen. Alles zu einem elastischen, aber festen Teig verkneten. Bei der Wasserzugabe muss man selbst entscheiden wann genug ist, je nach Mehl benötigt man mehr oder weniger Flüssigkeit. Wenn der Teig fertig zu einer Kugel geknetet ist, in Frischhaltefolie verpackt in den Kühlschrank legen. Dort sollte er eine gute Stunde ruhen. Ich habe mir sagen lassen, noch besser wäre es über Nacht.
Für die Füllung;
10 grüne entkernte Oliven
120 g Frischkäse
120 g Schafskäse
2 Esslöffel Creme fraiche
1 Teelöffel Honig
1 gehäufter Teelöffel fein gehackter frischer Rosmarinnadeln
Oliven hacken. Frischkäse, Schafskäse, Creme fraiche und Honig mit den fein gehackten frischen Rosmarinnadeln glatt rühren.
Für die Tomatensauce:
8 mittelgroße Tomaten
200 ml Gemüsebrühe
1 gehäufter Esslöffel fein gehackter frischer Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei, Basilikum, glatte Petersilie)
Pfeffer, evtl. Salz
1 Esslöffel Balsamicoessig
1 Prise Zucker
1 confierte Knoblauchzehe
Tomaten würfeln, Knoblauch zerdrücken und zusammen mit der Gemüsebrühe in einen Topf geben. Aufkochen lassen und nun die Kräuter, den Balsamicoessig und die Prise Zucker zufügen.
Mit Pfeffer und vielleicht etwas Salz abschmecken. Nun weitere 10 Minuten köcheln lassen.
Ravioli-Herstellung:
1 verschlagenes Eiweiß
Zwischenzeitlich den Nudelteig ausrollen und die Füllung auf die Nudelplatten geben.
Die Ränder mit dem Eiweiß einpinseln, die nächste Nudelplatte auflegen und den Teig fest aufeinander drücken. Jetzt Ravioli ausstechen oder ausradeln.
Die Ravioli in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten garen. Ravioli mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen und mit der Tomatensauce anrichten.
Wenn es figurfreundlich sein soll versteht sich die Verwendung von fettreduzierten Produkten wohl von selbst.