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Dienstag, 18. Juni 2013

Kartoffelspaghetti ohne Eier und ohne Mehl...

Gleich hinter dem Reschenpass das kleinste Städtchen Südtirols ist Glurns. Es ist nicht nur das kleinste hinterm Reschenpass, es ist auch das Kleinste von ganz Südtirol und laut unterschiedlichsten Reiseführern wäre es sogar das Kleinste von ganz Italien.
Ein wirklich kleines Städtchen, doch in verschiedener Hinsicht sehr beachtenswert.
Es hat eine Stadtmauer, drei Stadttore, ein tolles Schuhgeschäft, drei Hotels, eine richtig tolle Konditorei und noch einige andere Geschäfte, wie auch diverse Lokalitäten. Natürlich darf ich die Kirche nicht vergessen und den wunderschönen Laubengang. Dass auch hier die Landschaft traumhaftschön ist, muss ich wohl nicht extra erwähnen.
Es war ganz lustig wie wir auf dieses Örtchen gekommen sind. Im letzten Jahr habe ich mir das Buch von Monika Kellermann „Südtirol kulinarisch“ besorgt. Ein Buch mit wirklich schönen Bildern und Reisevorschlägen. Herr GB und ich hatten die Idee wir nehmen das Buch mit auf unsere Südtirol Reise.
Das war schon mal eine sehr gute Entscheidung. An verschiedenen Vorschlägen orientierte ich mich schon bei der Tourenausarbeitung. Was sich wiederum als ein Pluspunkt darstellte, denn so entstand eine eigens für uns gebastelte kulinarische Südtirol Reise.
Glurns war ein Stopp auf unserer Fahrt und zwar mussten wir Mäuse besorgen. Du glaubst uns wäre die Kohle direkt am Anfang ausgegangen und wir brauchten Nachschub? Weit gefehlt, hier ist nicht die Rede von Kies, Kröten, Moneten, Zaster oder auch Geld genannt. Nein, richtige Mäuse. Da es eine Genussreise war, versteht sich wohl von selbst das es sich um eine Art Gaumenschmaus handeln musste, oder?!
Göttlich schmeckende Mäuse, nicht gekocht, gebraten oder gegrillt, sondern vom handwerklich geschickten Konditor, ehemals Bürgermeister persönlich hergestellt.
Hochglänzende Schokoladenmäuse gefüllt mit einer zartschmelzenden Nougatcreme und in der Creme zwei geröstete Haselnüsse.

Meister Riedl der Ex-Bürgermeister orientierte sich bei der Erfindung seiner Mäuse an den berühmten Glurnser Mäuseprozess und trifft mit der Herstellung dieser Leckerei eine wunderbare Entscheidung. Wenn Du wissen willst was es mit diesem Mäuseprozess auf sich hat, musst Du hier lesen. In meiner Reisebibliothek fand sich auch noch eine Empfehlung für das Hotel bzw. das Restaurant Grüner Baum. Unsere Wahl war treffsicher, gut dass wir auch diesem Tipp folgten.
Ein wirklich nettes Lokal. Für Herrn GB gab es Tomatensuppe und einen butterzarten Zwiebelrostbraten. Mir wurde die erste Vinschgauer Weißweinsuppe meines Lebens serviert und im Anschluss noch Spargel, ich kam einfach nicht an ihm vorbei.
Dessert schafften wir nicht, wir mussten ja noch Mäuse essen.

Jetzt lange nach unserem Urlaub, während ich mir die ganzen Urlaubsbilder anschaute, viel mir ein, dass ich auf irgendeiner Speisekarte etwas von Kartoffelnudeln  gelesen habe.  Ob das im Grünen Baum war weiß ich nicht mehr so ganz genau. Also gemeint war Nudelteig aus Kartoffeln. Ein Rezept für derartige Nudeln habe ich persönlich von Monika Schölzhorn, sie führt den Schlosswirt Juval, bekommen, aber das ist eine andere Geschichte.
Doch da Kartoffeln in Südtirol eine der Hauptzutaten ist und wir noch etwas in den Urlaubswogen schwelgen wollen, gibt es heute im Büdchen Kartoffelspaghetti. Na, was sagste jetzt?

Kartoffelspaghetti:
1,2 kg Kartoffeln, festkochend
1 große Zwiebel (ca.40 – 50g) in feine Würfel schneiden
Zu gleichen Teilen Butter und Öl
Etwas Olivenöl
150 g Schinkenwürfel
1 Esslöffel Knoblauchöl (dafür nimmst Du vielleicht das Öl von dem confierten Knoblauch)
½ Bund glatte Petersilie, fein gehackt
100 ml Gemüsefond
200 g Butter, eiskalt
Parmesan oder würziger Bergkäse
Kartoffeln schälen und mit dem Spirali in feine Spaghetti schneiden. Die Kartoffelnudeln in reichlich Salzwasser 2 Minuten kochen.
Die Zwiebelwürfel in dem Butter-Ölgemisch glasig dünsten.
Die Schinkenwürfel in Olivenöl andünsten. Knoblauchöl, Zwiebeln und Petersilie vermengen.
Gemüsefond erhitzen und mit der eiskalten Butter zu einer Buttersauce verschlagen bzw. einkochen. Die Speckmischung mit der Buttersauce vermischen und die gut abgetropften Spaghetti in die Saucenmischung geben. Alles verrühren und 15 Minuten im geschlossenen Topf auf kleinster Hitzezufuhr garen.
Zum Anrichten die Kartoffelspaghetti auf Teller verteilen und mit frisch geriebenem Parmesan oder würzigem Bergkäse servieren.



Montag, 17. Juni 2013

Speck, Knödel, Salat – Speckknödelsalat ohne Speckknödel…

Hallihallo, ja mich gibt es auch noch. Eigentlich wollte ich mir nur eine Auszeit von einer Woche nehmen, aber dann wurde aus einer Woche ganz ruck zuck zwei Wochen und drei und, und, und…
Irgendwann stand der erste lange Urlaub in diesem Jahr vor der Tür, eine Hochzeit in der Familie und obendrein hat meine jüngste Nichte ihr erstes Baby bekommen.
Du hast also vollstes Verständnis für mich und meine Schreibunlust?!
Wenn Du glaubst ich hätte das Genießen ebenfalls eingestellt, dann glaubst Du das auch nur. Nee, ganz im Gegenteil, wir reisten wieder mit dem Wohnmobil durch die Lande und unsere Fahrt ging durch keine geringere Genussregion wie durch das wunderschöne Südtirol.
Das Wetter wollte uns mit Regen ohne Ende ärgern, aber der Regen machte uns nicht zu schaffen, schlimmer war die Kälte. Es soll der kälteste und nasseste Frühsommer seit Wetteraufzeichnung gewesen sein. Also in Südtirol. Knapp die Hälfte unseres Urlaubs war verregnet, aber glaub nicht, dass uns das hätte die Stimmung vermiesen können. Ganz im Gegenteil, irgendwie hatte es auch was sehr angenehmes, denn wir hätten uns sicherlich nicht auf all die leckeren, aber auch sehr deftigen Hochgenüsse eingelassen, wenn das Thermometer hochsommerliche Grade angezeigt hätte. Klar liegt Südtirol in Italien und so Pi mal Daumen ist die Küche in Italien auch sehr leicht und mediterran, aber in Südtirol ist es anders. Im Norden von Italien ist alles genauso italienisch, wie alle Einwohner in Deutschland Sauerkraut essen.

Kulinarisch wird die Region Südtirol von Krapfen, Knödel, Tirteln, Schüttelbrot, Kasnocken, Speck, Käse, Obst und nicht zu vergessen Wein geprägt.
Du kannst Dir vorstellen dass wir uns unbedingt bei dem kalten herbstlichen Wetter an den ganzen Schmackhaftigkeiten laben mussten, oder? Von der Seite her hatte es auch etwas Gutes, bei 30°C hätten wir sicher lieber Salat und Co auf dem Teller gehabt, aber so wurden wir ja förmlich genötigt auf die herzhaften Dinge zurückzugreifen. Und soll ich dir was sagen, es war alles super genial. Einige Genüsse verfolgen uns heute noch.
Obwohl ja so langsam aber sicher auch bei uns die sommerlichen Temperaturen ansteigen ist der Appetit auf Südtiroler Küche geblieben. Die üppige gehaltvolle Küche geht auch anders, aber nicht weniger verführerisch.

Was hältst Du von einem Speckknödelsalat? Hört sich auch deftig an, oder? Ist aber sicher ganz anders als Du jetzt glaubst. Im Knödel ist nicht ein winziges Fitzken Fleisch und auch wenn hier die Rede von Speck ist, ist das nicht gleichzusetzen mit Fett. Ach, was soll ich Dir noch groß erzählen, schau Dir einfach das Rezept an und vielleicht macht es Dir ja auch Lust auf diese Küche. Auf Südtiroler Kost der leichten Art…
Speckknödelsalat
350 g Weißbrot (ich habe einen Brötchenstuten aus meinem bevorzugten Bioladen genommen)
170 g geschmorte Zwiebeln (halb Öl, halb Butter auslassen und die Zwiebeln auf geringer Wärme darin glasig dünsten. Die Zwiebeln sollen keine Farbe bekommen. Man kann sie auch gut auf Vorrat herstellen und in einem Glas im Kühlschrank eine Woche aufheben.)
20 g Schnittlauchröllchen
10 g glatte Petersilie, fein gehackt
50 ml Milch
3 Eier
Salz, etwas Muskat
Das Brot schneidest Du in kleine Würfel, gibst die abgekühlten Zwiebeln dazu, schlägst die Eier mit der Milch auf und gibst die Eiermilch ebenfalls zu den Brotwürfeln und den Zwiebeln. Fügst noch die Schnittlauchröllchen und die gehackte Petersilie hinzu, würzt mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss und dann vermengst Du alle zu einem Teig. Aus dem geschmeidigen Teig formst Du einen Serviettenknödel, wickelst ihn in ein Küchentuch oder in Frischhaltefolie ein. Gut verschlossen lässt Du den Knödel 1 Stunde im heißen Salzwasser ziehen, oder Du hast einen Dampfgarer, machst es wie ich und garst ihn darin.
Den Knödel lässt Du eingewickelt gut auskühlen, idealerweise über Nacht dann bekommt er gut Festigkeit und Du kannst ihn für den Salat ganz dünn aufschneiden.
Für den Salat brauchst Du jetzt noch hauchdünn geschnittenen Schinken. Wir haben Kaiserspeck in Meran besorgt, der musste für den Salat herhalten. Leicht geräuchert, von der Struktur sehr zart und ganz ohne Fettrand. Du nimmst am besten Deinen Lieblingsschinken.

Da es ja ein sommerlicher Genuss werden soll gehört natürlich auch noch Grünzeugs dazu.
Ruccola war meine erste Wahl. Und als kleines i-Tüpfelchen krönen Pfifferlinge, die mit einer gewürfelten Schalotte in etwas Butter gedünstet werden den Salat.

Ein Salatdressing wird aus einem Teil Balsamico-Essig und drei Teilen Olivenöl gemischt. Jetzt noch mit Salz und Pfeffer würzen.
Der Knödel und der Speck werden in dünnen Scheiben aufgeschnitten und zusammen mit dem Ruccola auf Teller arrangiert. Das Dressing aufträufeln und die gedünsteten Pfifferlinge als topping auf den Salat verteilen.
Dazu Schüttelbrot und einen spritzigen Weißwein. Schüttelbrot gibt es ja nicht überall, aber als Alternative passen auch Grissini.



Mittwoch, 6. Februar 2013

Es ist noch Suppe da…

…es ist noch Suppe da, wer hat noch nicht, wer will nochmal, wer hat noch nicht wer will nochmal…*lalalalalalalala* wir stecken mitten in der Karnevalszeit und der Countdown läuft, in einer Woche fängt die Fastenzeit an. Machst Du mit? Also, nicht dass Du denkst ich wäre jetzt unter die Heilfastenden gegangen, ne bin ich nicht, aber fasten werde ich auch. Ich werde von Aschermittwoch bis Ostern auf etwas verzichten, nur weiß ich noch nicht auf was. Ich könnte auf Alkohol verzichten, aber das wäre kein wirkliches entbehren. Schokolade wäre auch eine Möglichkeit, doch da ich ja keine wirklich Süße bin, ist diese Idee auch doof. Bis Ostern keine Kochbücher kaufen, das wäre eher eine Bestrafung als Verzicht. Auch nicht so wirklich klasse. Hättest Du vielleicht Ideen auf was ich verzichten könnte? Internet, Computer und Fleisch ist auch nicht ganz so clever. Internet und Computer geht nicht, weil ich ja irgendwie meine Brötchen verdienen muss und Fleisch geht schlecht, weil Herr GB dann von mir genötigt würde mitzumachen. Da ich eh nicht viel Fleisch esse, wäre das auch kein richtiger Verzicht für die Fastenzeit. Ich könnte auf alles verzichten und mich ausschließlich von Suppe ernähren. Das könnte ich mir super gut vorstellen, vor allem wenn ich mich mit so leckeren Suppen ernähren würde, wie mit dem Maronensüppchen das ich neulich gekocht habe. Ein Maronensüppchen mit gebratenen Pilzen und Schinkenspieße. Lecker, sättigend und schnell gekocht.
Du brauchst eine Zwiebel die Du in kleine Würfel schneidest, 250 g gegarte Esskastanien. Beides dünstest Du in etwas Butter mit 7 Muskatnussblüten ungefähr 5 Minuten. Du löscht die Kastanien mit 150 ml Portwein ab, gießt noch gute 600 ml Brühe an und köchelst die Zutaten gute 15 Minuten gar. Du gibst 250 ml Sahne in die Suppe, lässt alles einmal aufkochen und pürierst die Suppe. Du musst jetzt die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Jetzt gibst Du etwas Butter in eine Pfanne und brätst 500 g gemischte Pilze an. Ich habe Champignons, Austernpilze und Kräutersaiblinge bekommen. Auch die Pilze würzt Du mit Salz und Pfeffer. Lässt sie in der Pfanne bis sie goldbraun sind. Auf ein Holzspießchen schiebst Du Schinken. Die Spieße kannst Du wunderbar in der Mikrowelle kross braten. Einfach Küchenpapier auf einen Teller legen die Spieße darauf und bei voller Mikrowellenleistung ca. 40 Sekunden garen.
In ein Glas gibst Du die gebratenen Pilze. Du füllst das Glas mit der Suppe auf, streust noch Schnittlauchröllchen auf die Suppe und legst den Schinkenspieß oben auf. Wenn Du schöne große Pilze bekommst sieht es nett aus, wenn Du an das Ende der Spieße einen dicken Pilz steckst. Sag ich doch, es ist noch Suppe da, es ist noch Suppe da….


Freitag, 6. Juli 2012

Zucchini-Häppchen gehen immer…

Neulich als wir grillten konnte ich es malwieder nicht abwarten. Grillen ist ja nichts für Hungrige bis da mal die Kohle durchgeglüht ist und das Würstken endlich gar ist, bin ich fast verhungert. Ich muss es ja schließlich wissen, wer kommt von uns denn nun aus der Hochburg der Kohle, Du oder ich? Na wie gesagt, neulich war es mal wieder soweit, ich hatte Hunger und die Kohle wollte einfach nicht glühen. Klar ich hätte mich jetzt an Brot, Soßen und Salat satt essen können, aber das war jetzt auch nicht so das was mir vorschwebte. Außerdem wollte ich ja nur eine winzige Kleinigkeit.
Nachdem ich den Kühlschrank und alle anderen Vorratsschränke inspiziert hatte, blitzte es wieder und meine Ideen überschlugen sich.
Als kleinen Snack vorweg gab es Zucchiniröllchen mit Grissini in Schinken eingehüllt. Jetzt sag doch mal selbst mit so kleinen Leckereien kann man doch gut die Wartezeit überbrücken, oder?
Zucchini in dünne Streifen schneiden und leicht salzen. Frischkäse mit etwas Quark und Sahne glattrühren.
Minze fein gehackt unterheben und mit Pfeffer, Salz und Sumach abschmecken. Die Zucchinistreifen aufrollen und mit einen Zahnstocher feststecken.
Die Käsemasse einfüllen und auf Teller anrichten. Grissinistangen mit gekochten Schinken umhüllen und zu den Zucchinihäppchen legen.
Ein kleiner Snack der noch Platz für Grillgut lässt…


Freitag, 17. Juni 2011

Mozzarella im Schinkenmantel auf Bandnudeln in Tomatensoße…

Ich hab mal wieder geklaut, diesmal bei unseren Freunden, die haben ein Restaurant. Der Renovierungsstress geht ja nun in die Endphase aber nichtsdestotrotz muss man sich ja auch während Renovierungszeiten ernähren. So langsam ist jetzt auch die hinterste Ecke wieder sauber, wobei ich gestehen muss, zwischenzeitlich hat mich auch mal wieder die Hexe erwischt. Klar das blöde Weib taucht hier auf wenn ich eh schon Arbeit bis zum Stehkragen habe, die Hände aufgequollen von Wischwasser, die Haare grau vom Baustaub und mit den Fingernägeln, die ich im Moment habe, könnte man meinen ich wäre Vorarbeiter des Buddeltrupps beim Friedhofsamt. Durchaus ein ehrenwerter Beruf der garantiert auch nicht aussterben wird, aber nicht wirklich mein Ding, nur alleine schon wegen der Hexe die an jeder Ecke auf mich lauert. Eh mich die Hex diese Woche erwischte war die Welt noch in Ordnung. Tagsüber wurde renoviert, abends sind wir essen gegangen und haben die lauen Sommerlüftchen genossen. An einem dieser Abende waren wir bei Freunden, die haben ein Restaurant. Herr GB hatte nachmittags schon angekündigt er wolle einen Salat essen, er kann essen was er will, ich esse Nudeln. Das habe ich dann auch gemacht und mein Schatz hatte sich seinen Salat bestellt, genauso wie er es ja auch angekündigt hatte, aber dann wurden seine Augen immer größer und ich meine er hat auch etwas neidisch rüber geschaut. Sicher habe ich ihn probieren lassen, aber das wäre fast ein Fehler gewesen. Nein, nein, nein, heute stelle ich ihm nicht die Frage „sollen wir tauschen“ nein, ich wollte Nudeln. Solange wie noch etwas auf meinem Teller war schaute ich ihn einfach nicht an, dann hab ich auch kein schlechtes Gewissen. Aber soll ich euch was sagen, ich habe mindestens noch 3-4-mal gefragt ob er nochmal probieren will. Einmal hat er mein Angebot nochmal angenommen, aber das war fast ganz am Ende da war ich ja auch schon soooo satt. Naja, hinterher flutschte noch so ein Dessert rein, aber alles in allem war es wieder ein super schöner Abend. Kaum saßen wir im Auto und wollten nach Hause fahren als mein Schatz so ganz beiläufig erwähnte, beim nächsten Mal esse ich aber diese leckeren Nudeln.Jetzt sind wir, wie schon erwähnt, auf der Zielgeraden mit unserer Renovierung und haben für Restaurantbesuche logischer Weise wenig bis keine Zeit. Aber da ich meinen Schatz bei Laune halten will, habe ich mal selbst gebastelt, einfach die Idee geklaut und mein Schatz verwöhnt mit Mozzarella im Schinkenmantel auf Bandnudeln in Tomatensoße…

Nudeln:
200 g Mehl
2 Eier
1 Esslöffel Öl
Salz
Mehl mit Salz, Öl und Eier zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Ganz dünn Ausrollen und in schmale Bänder schneiden. (oder mit einer Nudelmaschine arbeiten).
Die Nudeln ca. 3-5 Minuten in Salzwasser gar ziehen lassen. Abschütten und mit etwas Öl beträufeln.
Mozzarella im Schinkenmantel:
Pro Person einen Mozzarella
Geräucherten Schinken (pro Person 4 große Scheiben)
Mozzarella in 4 Teile schneiden, jedes Teil in Schinken einschlagen und in Olivenöl von allen Seiten braten.

Tomatensoße:
1,2 kg Tomaten
1 große Zwiebel
4 Möhren
3 Esslöffel Olivenöl
2 Esslöffel Tomatenmark
500 ml Gemüsebrühe
1 Zweig Thymian
1 Lorbeerblatt
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Zucker
2 Esslöffel kalte Butter
Tomaten waschen und die Stielansätze entfernen. In Stücke schneiden und zur Seite stellen. Zwiebel schälen und auch in kleine Würfel schneiden. Die Möhren schaben auch diese würfeln.
Möhrenwürfel und Zwiebelwürfel im Olivenöl anbraten. Die Tomatenstücke dazugeben. Ebenfalls das Tomatenmark einrühren. Alles zu einer breiigen Masse einköcheln lassen. Nun mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Kräuter und die Knoblauchzehe zugeben. Den Soßenansatz gute 45 Minuten köcheln lassen. Anschließend durch die flotte Lotte geben und den Soßenbrei auffangen. Den Soßenbrei nochmals aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
Nudeln auf einen Teller geben, die gebratenen Mozzarella-Schinkenstücke oben auflegen und um die Nudeln die Tomatensoße geben.


Mittwoch, 13. April 2011

Strammer Max in homöopathischer Dosis macht auch satt...

Wir hier im Büdchen lieben essenstechnisch ja Kleinigkeiten, Kinkerlitzchen, Miniportionschen. Sie sehen nicht nur schön aus, sie sind auch gut zu essen und das Geniale, man kann auch unterschiedliche Dinge probieren. Außerdem ist es bei „nicht mögen“ nicht ganz so unangenehm, wenn noch ein kleiner Haps übrig bleibt. Na ja und viel kann es ja eh nicht sein, weil die Portion ja vorher schon klein war. Ich weiß, hier wird jetzt so der eine oder andere schmunzeln, im Pott und Miniportionen ist eigentlich so weit von einander entfernt, wie der Mond von der Erde. Aber das stimmt nun ganz und gar nicht, das war mal so, doch seit wir Kulturhauptstadt im letzten Jahr waren, weiß jetzt fast jeder was alles Kultur ist und das geht bei weitem über das berühmte Kulturtäschchen hinaus.
Nun ist es aber so, da gibt es Leute aus dem Süden, Norden oder Osten die glauben tatsächlich Städte wie Düsseldorf oder Köln gehören auch noch zum Pott. So ist das aber nicht, nee bei weitem! Die Rheinländer zählen sich nicht zum Pott, aber ich kenne auch keinen aussem Pott dem man einen Gefallen erweist, indem man ihn zum Rheinland mischt.
Fein essen können sie beide und wenn es mal so richtig lecker schnell und deftig sein soll, greifen auch beide gerne mal zum strammen Max. Schnittchen Brot mit Butter bestreichen, schön lecker Schinken drauf, hier im Pott den rohen Schinken, aber ich glaube im Rheinland geht auch beides. Dann noch Gurkenscheibchen von der Essiggurke und obendrauf das gebratene Spiegelei. Das Weiße schön fest, zum Rand hin etwas knusprig, aber das Gelbe darf nur von unten leicht gebraten sein. Im Idealfall ist das Eigelb oben weich und noch etwas flüssig. Sticht man hinein, muss es wie warmer Wachs über das Brot laufen.
Tja, aber wie bekommt man einen Strammen Max in homöopathischer Dosis?
Der Trick ist, Brotscheiben in der gewünschten Größe ausstechen, Butter drauf, Schinken in kleine Stücke reißen und auf dem Schnittchen verteilen, dann auch Gurkenscheibchen, nur weniger und obenauf ein kleines Spiegelei! Wie wäre es mit einem Wachtelspiegelei?
Dieser kleine stramme Max ist auch mal ein nettes Amuse-Gueule und sollten nur Leute aussem Pott und aus dem Rheinland zum speisen kommen, macht man einfach etwas mehr...
Der Auslöser für den kleinen strammen Max hat eigentlich Zorra geliefert, oder doch eher der Edekaner von Chef, der Metzger hat gesagt, denn der ist noch bis zum 15.04.2011 der Gastgeber für das Event auf Zorra´s Blog. Das Thema ist "eine kulinarische Reise durch das Rheinland" da wir vom Büdchen gerne mal an den Rhein fahren, obwohl wir vor der Haustür die Ruhr mit ihren herrlich schönen Stauseen haben, wollten wir uns diesen Event nicht entgehen lassen.
Blog-Event LXVI  - Eine kulinarische Reise durch das Rheinland (Einsendeschluss 15.04.2011)

Erst sollte es der Have Hahn werden, aber der stramme Max in homöopathischer Dosis macht auch satt...