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Montag, 15. Oktober 2012

Was Biertrinker wohl dazu sagen, wir haben Bier gegessen...

könnt Ihr Euch noch erinnern, hier habe ich Euch versprochen dass ich Euch mit noch weiteren Rezepten, aus einem wirklich schönen, modernen und handlichem Backbuch verwöhnen werde.
Und genau heute werde ich Euch ein weiteres sehr schönes Rezept, aber auch das Buch selbst, vorstellen.
Als ich in diesem charmanten Buch von den Bier-Cremeschnitten las, erinnerte ich mich, dass meine Mutter früher für uns Kinder Biersuppe machte. Nein, wir wurden nicht zu Alkoholikern erzogen, die Biersuppe wurde mit alkoholfreien Dunkelbier gekocht. Die Grundlage der Biersuppe ist Milch. Unverzichtbar waren die Rosinen. Als Kind möchte ich die weichen Rosinen sehr gerne, heute ist mir die Konsistenz eher unangenehm. Herr GB mag eh keine Rosinen, also bleiben sie im Packet. Die Suppe habe ich selbst noch nie gekocht, aber zum Glück konnte ich mir das Rezept vor ewigen Zeiten sichern. Ihr könnt gespannt sein, ich werde es Euch demnächst verraten.
Doch jetzt sind die Bier-Cremeschnitten an der Reihe, oder bessergesagt dieses schöne neue Backbuch mit dem netten Titel „Komm zum Kaffeeklatsch“.
Komm zum Kaffeeklatsch ist im Kosmos-Verlag erschienen und die Autorin Dagmar Reichel hat sogar einen eigenen Blog

Das Kochbastelbuch ist handlich und hat ein ansprechendes, romantisches Cover in der Trendfarbe –flieder- gehalten. Der Inhalt des Buches präsentiert sich in gleicher sympathischer Art. Wer gerne dem derzeitigen nostalgischem Trend des Kaffeklatsches wie zu Omas Zeiten folgt, findet in diesem Buch den richtigen Partner. Nicht das es altbacken ist, nein ganz im Gegenteil. Es ist voll mit klassischen Rezepten die modern überarbeitet sind und an dem heutigen Geschmack angepasst sind. Im Vorwort wird schon klar auf was die Lektüre hinaus will. Carpe Diem!!! Man entschleunigt schon beim durchblättern und bekommt mal wieder richtig Lust einen Mädelsnachmittag mit Gebäck und Likörchen zu veranstalten. Für mich ist es genau zur passenden Zeit erschienen. Warum zur richtigen Zeit? Ich schaue gerade aus dem Fenster und es ist klar, wir stecken mitten im Herbst. Mit Puschelsocken, heißem Tee und Wolldecke macht es mir in dieser Zeit besonders Spaß solche Seelenbalsambücher zu blättern. Allerdings wäre ich nicht das Klärchen das Ihr kennt, wenn jetzt nicht die berühmten Lesezeichen ins Buch geklebt würden und ich das eine oder andere nachbasteln würde, oder!? Wie Ihr merkt, ich freunde mich immer mehr mit dem Backen an. Wobei eigentlich ist diese Buch kein reines Backbuch, denn es wartet nicht nur mit Torten und Gebäck auf. Auch mit grandiosen Rezepten zu Likören, Desserts wie Banoffee oder Maronenbratapfel und außergewöhnlichen Kaffee- und Teezubereitungen trumpft es auf. Hübsche Dekorationsideen für die Kaffeetafel zaubert die Autorin auch noch so ganz nebenbei aus dem Ärmel.
Die Publikation ist in den Kategorien >Hast Du morgen Zeit<, >Klatsch am Buffet<, >Wir wollen feiern<, >Lass die Sonne rein<, >Wir machen es uns gemütlich<, >Komm zur Backparty< eingeteilt und jede Rubrik hat gleich interessante Anleitungen.

Wie schon erwähnt, mich haben unter anderen die Bier-Cremeschnitten gelockt. Ein Genuss bei dem meine Neugierde und mein Appetit mal richtig befriedigt wurden.
Was den Geschmack angeht war ich so skeptisch, doch ich wurde eines Besseren belehrt. Genauso schmackhaft wie die Biersuppe von damals, die habe ich auch so sehr gerne gemocht.
Eh ich Euch das Rezept verpetze möchte ich Euch noch eben schnell verraten was der Verlag zu diesem Buch zu sagen hat:

Komm zum Kaffeeklatsch
Einladen, Dekorieren, Genießen
144 Seiten, Integralband
120 Farbfotos
€/D 14,95 / €/A 15,40 / sFr 21,90
ISBN 978-3-440-13286-9
Kosmos Verlag, Stuttgart
ET: August 2012

Ein gemütlicher Nachmittag mit Freunden, eine festlich gedeckte Kaffeetafel oder eine fröhliche Backparty – wer hätte darauf nicht Lust? Wie man so eine Runde mit Freunden gekonnt zelebriert, verrät Dagmar Reichel in ihrem neuen Buch Komm zum Kaffeeklatsch. Eine bunte Mischung leckerer Rezeptideen – von traumhaften Torten über moderne Backtrends wie Cake-Pops bis hin zu Kuchenklassikern – bieten für jeden Anlass und jeden Geschmack genau die richtige Leckerei. Und auch für den Trinkgenuss ist gesorgt: In die Gläser kommen neben Kaffee- und Teevariationen auch selbstgemachte Limonaden, fruchtige Drinks und leckere Liköre. Zusätzlich sorgen zahlreiche liebevolle Ideen für schön gestaltete Einladungen, stilvolle Tischdekorationen und ein stimmungsvolles Ambiente dafür, dass schon die Vorbereitung des Nachmittags zum vollen Genuss wird.

Dagmar Reichel ist Oecotrophologin und Foodstylistin. In ihrem Blog www.einbisschensonntag.de ist sie ständig den neuesten Genusstrends auf der Spur und legt besonders viel Wert auf die kulinarischen Kleinigkeiten, die den Alltag lebens- und liebenswert machen. 

Jetzt aber endlich zu den Bier-Cremeschnitten…
2 Packungen TK-Blätterteig (á 275g)
300 ml Milch
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
2-3 Esslöffel Zucker
100 ml dunkles Bier (alkoholfreies Malzbier)
200 g Schmand

150 g Puderzucker
3 Esslöffel dunkles Bier bzw. Malzbier

Den Backofen auf 200° C Umluft aufheizen.
Die Blätterteigplatten in 7 x 6 cm große Stücke schneiden. Die Stücke auf Backbleche legen die vorher mit Backpapier belegt wurden. Im heißen Backofen 10-12 Minuten backe, herausnehmen und abkühlen.
Jetzt ist die Biercreme dran. Dafür das Puddingpulver mit dem Zucker mischen und mit etwas Milch glattrühren. Die restliche Milch erwärmen, dann das Puddingpulver einrühren und kurz aufkochen lassen. Das Bier sorgfältig untermischen und den Pudding etwas abkühlen lassen. Erst wenn er gut abgekühlt ist den Schmand unterrühren.
Aus dem Puderzucker und dem Bier einen Zuckerguss herstellen. Die Abgekühlten Blätterteigkissen quer durchschneiden.
Die obere Hälfte mit dem Zuckerguss verzieren und den Guss antrocknen lassen. Auf die Unterhälfte die Biercreme streichen, die verzierte Oberhälfte aufsetzen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Zwei Anmerkungen habe ich:
1. Statt Puddingpulver ist mir 40 g Speisestärke, ein Eigelb und echte Vanille angenehmer.
2. Erwarte nicht dass der Zuckerguss so dunkel wird wie auf den Bildern im Buch. Dort hat er die Färbung wie Schokoladenzuckerguss, will man diese Farbe erreichen muss man entweder mit Schokolade arbeiten, oder mit Lebensmittelfarbe tricksen. Ich habe auf beides verzichtet.





Montag, 21. Februar 2011

Frucht des Winters, Vitamin C ohne Ende…

Die Grippeschutzimpfung im letzten Herbst hab ich total verpasst, wobei diese Impfung ja auch nicht vor Erkältung schützt und erkältet waren in meinem Umfeld so Einige. Da gab es kaum noch jemanden der nicht gehustet oder herum geschnupft hat. Im Büdchen war von alledem nichts zu vermelden. Puppenlustig und quietschfidel geht’s hier im Büdchen zu. Aber ich habe da auch so meine Vermutung, das liegt bestimmt am vielen Vitamin C. An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Aussage medizinisch nicht von unserer Seite belegbar ist.
Wie ich auf die Idee komme, dass wir hier alle so gesund und vergnügt sind liege am Vitamin C? Also:
Wir nehmen dieses Zeugs ständig zu uns, mal in Zitronen, mal im Gemüse und natürlich in Orangen. Die Säure macht lustig und das Vitamin hält gesund, so einfach ist das.
Orangen so ganz normal als Obst essen finde ich einfach nur langweilig und außerdem Gemansche pur. Das ist nix für mich. Eine Birne, einen Apfel oder eine Kiwi kann man auch mal gut mit ins Büro nehmen, aber Orangen???
Nee, lieber nicht, also gibt’s die nur im Büdchen, Punkt, Aus, Ende.
Wir kaufen die immer Kistenweise und deshalb war ich für das Kochevent zu dem Sus vom Gärtnerblog aufgerufen hat, bestens gerüstet.
Alles was ich brauchte war im Hause. Ja und dann hab ich es wieder getan, ich habe den Kochlöffel geschwungen. Ach hat das wieder Spaß gemacht.
Sag ich doch, puppenlustig und quietschfidel, sicher wegen Vitamin C ohne Ende…

Garten-Koch-Event Februar 2011: Orangen [28.02.2011]

Ich habe mal wieder etwas fürs Dessert gemacht, eine Orangentrilogie
Orangen-Dattel-Süppchen mit Vanille, Orangenmousse mit Orangenlikör und Orangenparfait mit Tonkabohne

Geeistes Orangen-Dattel-Süppchen mit Vanille:


4 Orangen
5Datteln fein gehackt
250 ml Weißwein
250 ml Orangensaft frisch gepresst
60 g Zucker
2 cm Zimtrinde
Mark einer Vanilleschote
3 Blatt Gelatine
Etwas Zitronensaft


Zwei Orangen filetieren. Die Filets zur Seite stellen und den Saft auffangen. Die restlichen zwei Orangen auspressen.
Den Wein mit dem Orangensaft, den fein gehackten Datteln, der Zimtrinde, dem Zitronensaft und dem Zucker aufkochen. Die Gelatine in etwas Wasser quellen lassen, ausdrücken und zu dem Wein-Orangensaft-Gemisch geben. Gute 30 Minuten ziehen lassen. Den Zimt entfernen und nun das Mark der Vanilleschote zufügen. Unterrühren und die Orangenfilets in das Süppchen legen. Im Das Süppchen im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. In kleinen Gläsern anrichten und je nach Festigkeit etwas Sekt angießen.



Orangenmousse mit Orangenlikör auf Biskuitboden:
Für den Boden:
1 Ei
1 Esslöffel Zucker
40 g Mehl
1 Prise Salz
40 g Orangenmarmelade
Das Ei mit dem Zucker und eine Prise Salz zu einer luftigen Creme schlagen. Das Mehl sieben und vorsichtig unter die Eiercreme heben.
Die Masse auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist, streichen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-Unterhitze knappe 10 Minuten backen. Bitte auf die Bräunung achten, er soll goldgelb sein. Auf einem Tuch stützen und etwas auskühlen lassen. Mit einem Dessertring, oder Glas passende Kreise zu den Portionsformen ausstechen. Die kleinen Gebäckplatten mit der Orangenmarmelade bestreichen und zur Seite stellen.



Für die Creme:
2 Eigelbe
2 Esslöffel Zucker
1 Orange unbehandelt
2 Esslöffel Orangenlikör
Etwas abgeriebene Orangenschale
100 ml Sahne
100 ml Schmand
1 Eiweiß
1 Prise Salz
4 Blätter Gelatine

Die Eigelbe mit dem Zucker auf einem Wasserbad schaumig schlagen. Anschließend auf Eiswasser wieder kalt schlagen. Die Orange auspressen, die Schale abreiben. Die Gelatineblätter in Wasser einweichen und quellen lassen. Sahne schlagen. Eiweiß mit einer Prise Salz ebenfalls aufschlagen. Den Schmand mit dem Orangensaft und der Orangenschale glattrühren und unter die Eiercreme mischen. Den Orangenlikör erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Ebenfalls in die Creme geben. Geschlagene Sahne und den Eischnee unter die Creme heben.



Nun die Creme in Portionsformen füllen und einige Stunden im Kühlschrank erstarren lassen.
Kurz vor dem Servieren die Creme mit einem Messer vorsichtig aus die Formen lösen und jeweils auf ein mit Marmelade eingestrichenes Gebäckteil stürzen.



Orangenparfait mit Tonkabohne:


2 Eigelbe
50 g Akazienhonig
25 ml Milch
1 Teelöffel Tonkabohnenabrieb
200 ml Sahne
2 Eiweiß
1 Prise Salz
1 Esslöffel Zucker
1 Esslöffel Orangenlikör
Abrieb einer unbehandelten Orange


Eigelbe mit dem Honig und der Milch im warmen Wasserbad zu einer dicklichen Masse aufschlagen. Anschließend in Eiswasser wieder kalt schlagen. Tonkabohnenabrieb, Abrieb der unbehandelten Orange und den Likör dazugeben. Sahne schlagen und unterheben. Das Eiweiß mit Salz und Zucker zu Schnee schlagen und ebenfalls unter die Masse ziehen.
Die Parfaitmasse in Portionsformen geben und im Gefrierschrank 4-5 Stunden gefrieren lassen.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Rote Lippen soll man küssen...

Neulich als ich mein Himbeersorbet einstellte und Robert in seinem Kommentar schrieb, dass das schönste Rot das Himbeerrot ist, fiel mir sofort mein erster Lippenstift wieder ein. Er hatte die Farbe Himbeerrot und es war von haus aus (in diesem Fall meine Mutter) streng verboten ihn auf der Straße zu tragen. Okay, ich war auch erst gerade 14 Jahre oder so...
Aber was mir seit Roberts Kommentar auch nicht mehr aus dem Kopf geht, ist dieses uralte Lied von Cliff Richard, man oh man, das ist ja schon peinlich.
Kennt Ihr das? Ich meine jetzt nicht das Lied, sondern man wehrt sich total dagegen, will einfach nicht an den Song denken und schwupp hat man wieder diese dämliche Melodie im Kopf. Grausig, einfach nur grausig.
Nun war letztens im Hause der Schokischwester ein Geburtstag und damit der Gastgeber unter der Flut der Vorbereitungen nicht zusammenbricht, ist es bei uns üblich, dass jeder etwas mitbringt. Mal einen Kuchen, Fingerfood, Salat oder wie ich das Dessert.
Nun hieß es wieder, was soll ich nur machen.
Was ist bei der Schokischwester naheliegender als ein Schokodessert. Also habe ich dieses Schokodessert gemacht, das liebt sie.
Aber es waren ja auch noch andere Gäste da und nicht jeder schmilzt vor sich hin bei dem Wort Schokolade.
Ihr könnt es Euch schon denken, richtig? Genau, ich hatte ja dieses Lied im Kopf und schnell war die Brücke zu Himbeerrot geschlagen. Na und wenn ich an Himbeerrot denke, ist der Übergang zum Himbeerdessert auch nicht ganz so abwegig. Neben dem Schokidessert gab es noch ein Himbeerpannacotta. Wie ich das gemacht habe könnt Ihr im Rezept lesen.


Zutaten:
500 g gefrorene Himbeeren
200 ml Sahne
100 ml Schmand
Mark einer Vanillestange
Saft einer ½ Zitrone
75 g Puderzucker
6 Blatt Gelatine
Für die Dekoration Himbeermarmelade oder Himbeergelee und Zitronenmelisse

Die Himbeeren auftauen lassen und anschließend pürieren. Das Himbeerpüree durch ein Sieb streichen. Das Himbeermark mit dem Puderzucker verrühren.
Die Sahne mit dem Schmand und dem Vanillemark glatt rühren. Die Gelatine einweichen und quellen lassen. Den Zitronensaft erwärmen und die gequollene Gelatine darin auflösen. Das Sahne-Schmand-Vanillegemisch mit dem Himbeermark verrühren und löffelweise mit dem Zitronensaft und der aufgelösten Gelatine mischen. Alles gut verrühren. Zum Schluss die Masse auf kleine Portionsgläser verteilen. Das Pannacotta mindestens 3 Stunden im Kühlschrank kühlen, besser über Nacht. Kurz vor dem Servieren einen kleinen Klecks von der Himbeermarmelade/ -gelee aufsetzen und mit einem Blättchen Zitronenmelisse verzieren.