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Montag, 29. November 2010

Der Geschmack ändert sich, was bleibt sind Schnitzel...

manchmal geht’s im Büdchen zu, wie in einem Beobachtungszentrum oder Forschungsinstitut. Wie mittlerweile sicher jedem bekannt ist, wird im Büdchen gebrutzelt und experimentiert bis der Ofen glüht. Die Ergebnisse sind immer wieder aufs Neue interessant. Gerne probiere ich herum und der Gatte muss kosten, das war vor guten 25 Jahren undenkbar. Wollte ich aufzählen was der Gatte nicht aß, wäre ich schon einige Zeit beschäftigt. Die Liste, was er mochte, wäre wesentlich kürzer. Kein Urlaub im fernen Ausland verging ohne Suche nach einem passenden Restaurant, das zu den einheimischen Gerichten auch ein Wiener Schnitzel auf der Karte anbot. Ja richtig, es musste das Wiener Schnitzel sein, das ist international.
War manchmal gar nicht so einfach, aber verhungert ist mein Liebster zum Glück trotzdem nicht.
Jetzt viele Jahre später ist das ganz anders, sein Geschmack hat sich so verändert, da bekomme ich dann doch manchmal untertassentellergroße Augen. Er verspeist Dinge die früher wahrscheinlich eher Alpträume bei ihm ausgelöst hätten. Natürlich liebt er unverändert sein Wiener Schnitzel, nur da hat er ganz genaue Vorstellungen wie das sein muss. Das Schnitzelchen ist nur dann richtig, wenn die Panade luftig das Fleisch umgibt, es darf weder nach Fett schmecken, noch sollte es fetttriefend sein. Es ist genial, wenn man einen leichten Buttergeschmack auf der Zunge verspürt. Das es feines Kalbfleisch sein sollte, versteht sich von selbst und wichtig, es muss zart und dünn sein, also schön dünn geklopft, aber die Fleischfasern dürfen nicht zerschlagen sein. Der Gatte will auch keine Wagenräder auf seinem Teller haben, sondern lieber kleine anschauliche Schnitzel, können auch ruhig mehrere kleine sein. Ich habe ihm den Schnitzelwunsch erfüllt...

Schnitzelfleisch klopfen, ein Ei mit ca. 2 Esslöffel Schlagsahne verschlagen. Mehl und Paniermehl jeweils auf einen Teller geben. Das Fleisch mit Pfeffer und Salz würzen, in Mehl wenden, dann in dem verschlagenen Ei und anschließend noch in Paniermehl wenden. In einer großen Pfanne Butterschmalz oder Öl mit Butter erhitzen und die panierten Fleischstücke schwimmend darin goldbraun braten.


Sicher sind Schnitzel in Deutschland Alltagsessen, aber ich dachte, da ich niemanden kenne der Schnitzel nicht mag, muss es Schnitzel auch im Büdchen geben.