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Mittwoch, 25. Februar 2015

Jäger, Sammler, Männeressen, oder einfach Büdchenschnitzel …



Frage jeden Mann den du kennst, ob er Schnitzel mag und ich bin überzeugt der eine oder andere bekommt leuchtende Augen und Speichelfluss. Männeressen!
Herr GB ist auch so einer, er liebt Schnitzel und es gab Zeiten, da hätte er wohl kaum eine Woche überstanden, ohne nicht wenigstens einmal ein Schnitzel gegessen zu haben. Natürlich ganz klassisch das Wiener. Heutzutage ist der Speiseplan wesentlich vielseitiger geworden und der Fleischkonsum weitaus geringer. Aber wenn es ein Schnitzel sein soll, dann gibt es unverändert ganz klare Vorgaben. Kalb, Panade und Buttergeschmack. Dem Drumherum sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, da darf ich meinen Phantasien freien Lauf lassen.
Passend zur Schnitzeljagd beim Peter, lag im Büdchen ein Schnitzel auf dem Teller. Was für ein Zufall.
In Peters Kochtopf wurde zur Schnitzeljagd aufgerufen und ihm ist jedes Schnitzel willkommen.
Blogevent Schnitzeljagd
Da hat der eine oder andere schon ganz schön gezaubert und bei jeder weiteren Schnitzelpräsentation lief mir das Wasser im Mund zusammen. Denn nicht nur Herr GB liebt Schnitzel.
Also vom Peter animiert, habe ich nicht nur für den Gatten und für mich ein Schnitzel gebraten, sondern der Peter bekommt auch etwas ab. Wenn auch nur den Beitrag und die Bilder, aber er wollte es ja so und nun kann er alle Beiträge beherzt sammeln.
Aus dem Büdchen gibt es Büdchenschnitzel auf Wildkräutersalat mit Kirschenvinaigrette und Polentanocken
Zutaten Schnitzel:
2 Kalbschnitzel aus der Oberschale
Mehl
Ei
Paniermehl
1 - 2 Esslöffel geschlagene Sahne
Gewürzmischung: Salz, Pfeffer, Senfkörner, Koriandersamen, etwas Chili, Paprika, Knoblauch
Butterschmalz, oder halb Öl und Butter, aber reichlich!
Die Gewürzmischung mörsern oder fein mahlen. Das Ei zusammen mit der Gewürzmischung und der Sahne verschlagen.
Die Schnitzel gut mit Küchenrolle abtrocknen.
Jetzt baust Du Dir eine Panierstraße.
Einen Teller mit Mehl, einen mit dem verschlagenen Ei und den Dritten mit Paniermehl. Das Kalbfleisch erst in Mehl wenden und etwas abklopfen, dann in dem Ei wenden und zu guter Letzt ab ins Paniermehl. Die Panade nicht andrücken, sonst geht sie nicht auf!
Das Fett hast Du bereits in einer großen Pfanne erhitzt. Nun die Schnitzel hinein, sie müssen schwimmen können. Du denkst jetzt sicher, boah so viel Fett! Ja, so muss das, keiner hat gesagt dass Schnitzel ein Diätessen ist!!!
Also die Dinger schwimmen und nun kommt der richtige Trick, mit einem Esslöffel schaufelst Du immer wieder das heiße Fett auf die Oberseite der Schnitzel, selbstverständlich drehst Du sie auch mal um und lässt sie von der anderen Seite braten. Schließlich muss sich ja die ganze Panade mit Fett vollsaugen! *hüstel*
Aber wie gesagt, immer wieder mit heißem Fett begießen! Ein richtig gutes Schnitzel erkennst Du an der luftigen Panade, richtige Luftblasen müssen entstehen. Dieses angeklatschte gepresste Zeugs ist nicht richtig. Sind die Schnitzel goldbraun gibst Du sie auf einen Teller den Du mit Küchenrolle ausgelegt hast. Die Küchenrolle saugt einiges von dem Fett auf. Also Du kannst Dich wieder beruhigen.
Jetzt kommt der diätische Ausgleich, Wildkräutersalat:

Wildkräuter pro Person eine Handvoll (Sauerampfer, Löwenzahn, Giersch etc.)
1 Teil Zitronensaft
1-2 Esslöffel Kirschbalsamessig, oder Himbeeressig
Salz, Pfeffer,
½ Teelöffel Zucker
3 Teile Walnussöl
½ Schalotte kleingewürfelt
2 Esslöffel Gartenkräuter (Petersilie, Dill, Schnittlauch, Kerbel etc.)
Wildkräuter waschen und trockenschleudern. Salz, Pfeffer und Zucker im Zitronensaft auflösen. Kirschbalsamessig zugeben. Das Walnussöl unterschlagen.
Die Gartenkräuter und die Schalottenwürfel hinzufügen und über die Wildkräuter geben.
Kleiner Tipp: Wildkräuter mögen Frucht und Süße, also es ist auch durchaus okay etwas mehr zu süßen. Probiere es einfach aus.

Für die Polentanocken kochst Du 500 ml Wasser und da rührst Du 100 g Polentagrieß hinein. Polenta wird kräftig mit Salz gewürzt und dann muss er ausquellen. Eh die Polenta zu fest wird müssen schnell noch zwei Esslöffel Butter untergerührt werden und dann die Polenta luftig aufschlagen.

Den Salat mit der Vinaigrette beträufeln und zusammen mit den Schnitzeln und den abgestochenen Polentanocken anrichten. Na, dann lass es Dir mal schmecken.

Montag, 29. November 2010

Der Geschmack ändert sich, was bleibt sind Schnitzel...

manchmal geht’s im Büdchen zu, wie in einem Beobachtungszentrum oder Forschungsinstitut. Wie mittlerweile sicher jedem bekannt ist, wird im Büdchen gebrutzelt und experimentiert bis der Ofen glüht. Die Ergebnisse sind immer wieder aufs Neue interessant. Gerne probiere ich herum und der Gatte muss kosten, das war vor guten 25 Jahren undenkbar. Wollte ich aufzählen was der Gatte nicht aß, wäre ich schon einige Zeit beschäftigt. Die Liste, was er mochte, wäre wesentlich kürzer. Kein Urlaub im fernen Ausland verging ohne Suche nach einem passenden Restaurant, das zu den einheimischen Gerichten auch ein Wiener Schnitzel auf der Karte anbot. Ja richtig, es musste das Wiener Schnitzel sein, das ist international.
War manchmal gar nicht so einfach, aber verhungert ist mein Liebster zum Glück trotzdem nicht.
Jetzt viele Jahre später ist das ganz anders, sein Geschmack hat sich so verändert, da bekomme ich dann doch manchmal untertassentellergroße Augen. Er verspeist Dinge die früher wahrscheinlich eher Alpträume bei ihm ausgelöst hätten. Natürlich liebt er unverändert sein Wiener Schnitzel, nur da hat er ganz genaue Vorstellungen wie das sein muss. Das Schnitzelchen ist nur dann richtig, wenn die Panade luftig das Fleisch umgibt, es darf weder nach Fett schmecken, noch sollte es fetttriefend sein. Es ist genial, wenn man einen leichten Buttergeschmack auf der Zunge verspürt. Das es feines Kalbfleisch sein sollte, versteht sich von selbst und wichtig, es muss zart und dünn sein, also schön dünn geklopft, aber die Fleischfasern dürfen nicht zerschlagen sein. Der Gatte will auch keine Wagenräder auf seinem Teller haben, sondern lieber kleine anschauliche Schnitzel, können auch ruhig mehrere kleine sein. Ich habe ihm den Schnitzelwunsch erfüllt...

Schnitzelfleisch klopfen, ein Ei mit ca. 2 Esslöffel Schlagsahne verschlagen. Mehl und Paniermehl jeweils auf einen Teller geben. Das Fleisch mit Pfeffer und Salz würzen, in Mehl wenden, dann in dem verschlagenen Ei und anschließend noch in Paniermehl wenden. In einer großen Pfanne Butterschmalz oder Öl mit Butter erhitzen und die panierten Fleischstücke schwimmend darin goldbraun braten.


Sicher sind Schnitzel in Deutschland Alltagsessen, aber ich dachte, da ich niemanden kenne der Schnitzel nicht mag, muss es Schnitzel auch im Büdchen geben.