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Donnerstag, 6. November 2014

Nicht jedes Rezept ist zu gebrauchen, oder Schoko-Shooter statt Marshmallow…

…ganz großes Kino sollte es werden, jahaaa ganz großes Kino und was war es? Na, was glaubst Du? Genau das mega Fiasko der Woche. Nee Herr Pranschke, das war nix. Eigentlich bin ich ja von Ihrem neuen Buch überzeugt, so wie von den vielen anderen Büchern die aus Ihrer Feder stammen, aber das Rezept mit den Marshmallows war einfach nur, gelinde ausgedrückt, Mist! Wabbeliges Glibberzeugs das zwar nach Marshmallows schmeckte, aber weit von der Konsistenz echtem Mäusespeck entfernt ist.
Gut ausgesehen haben sie ja, die Glibberdinger, aber ich wollte sie zu einem Dessert meinem Besuch anbieten. Nee, mit dem Zeugs hätte ich mir komplett meinen guten Ruf in Sachen Geschmack ruiniert. Das konnte ich keinem anbieten, selbst vor Herrn GB habe ich mich irgendwie geschämt.
Aber mal so ganz unter uns, ich weiß ja welche Rolle ich im Leben bei Herrn GB spiele, aber das er echt soweit gehen würde, sich für so ein Quaddelzeugs opfern würde, wäre mir im Traum doch nicht eingefallen.
Einen Teil des Zeugs hat er tatsächlich gegessen, oder sagen wir mal probiert, aber der Hauptteil ist dann wirklich in den Abfall gelandet. Kannst Du Dir vorstellen wie weh mir das tat? Die wertvollen Zutaten, die Arbeit und ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich habe mich so sehr über die Bilder gefreut. Jetzt schau mal selbst, die sind doch so schlecht nicht geworden.
Wieder mal ein Beweis wie sehr in so manch einem Kochbuch gefuscht wird. Schöne Bilder alleine bringen es eben auch nicht.
Herrn GB konnte ich jetzt nicht mit den Bildern einfach mal so abspeisen. Als kleine Entschädigung habe ich ihm auf die Schnelle einen Schoko-Shooter serviert. Den habe ich übrigens auch in dem Schokoladenbuch gefunden. Allerdings habe ich da von vorneherein das Rezept abgewandelt, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich 2 cl Sahne mit 6 cl Whisky-Creme-Likör zu einem Sahneschaum schlagen kann. Meine Befürchtung dass die Sahne gerinnt bestätigte sich übrigens bei einem Versuch den ich einen Tag später ausprobierte.
Hier jetzt mein Rezept mit Gelinggarantie:
150 ml geschlagene Sahne
8 cl Sahnelikör
2 Teelöffel süßes Kakaopulver
4 Espresso
Wenn Du hast, 4 Espressotassen aus Glas
Den Sahnelikör mit einem Pürierstab schaumig aufschlagen. Die geschlagene Sahne mit dem aufgeschlagenen Sahnelikör vermischen.
Jeweils einen halben Teelöffel Kakaopulver in eine Espressotasse geben und einen heißen Espresso aufgießen. Dann obenauf auf jeden Espresso einen großen Löffel von der Likörsahne geben.
Mit diesem kleinen Trostpflaster konnte ich Herrn GB wieder fröhlich stimmen.
Nichtsdestotrotz werde ich sicherlich viele weitere Rezepte aus dem Buch ausprobieren, denn die Backrezepte hören sich richtig gut an.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Ein schönes Buch und Schokolade, oder New-York-Cheese-Cake with Chocolate…

…Pünktlich zur kalten Jahreszeit ist im Kosmos-Verlag ein Buch erschienen das uns die dunklen Monate im Jahr nicht nur erhellen will, sondern auch kräftig versüßen möchte. Womit könnte das Versüßen besser gelingen wie mit Schokolade.
Als Autor steht Rafael Pranschke dahinter. Herr Pranschke ist mir bereits aus anderen Büchern bekannt und konnte mit seinen Bücher schon in der Vergangenheit kräftig punkten.
Wie aus anderen Büchern aus dem Kosmos-Verlag gewohnt, gibt es auch in dieser Lektüre ersteinmal etwas Wissen über das Buch Thema. In diesem Fall über die Schokolade. Woher sie stammt, wie sie nach Europa gekommen ist und aus was sie hergestellt wird. Es werden die unterschiedlichen Sorten erklärt, praktische Helfer, die man in der Schokoladenküche gut gebrauchen kann, vorgestellt und natürlich wie man mit ihr richtig umgeht. Das Buch ist voller hübscher Geschenke und Leckereien die man gerne anbietet, verschenkt und auch selber gerne verzehrt.
Für diese Menge an Ideen ist eine Winterzeit definitiv viel zu kurz. Das ganze Buch ist Hüftgold pur. Cupcakes, Getränke, Dekorationen, Kleingebäck, Desserts & Eis, Trüffel, Pralinen & Konfekt, Torten & Tartes, Sossen und Kuchen, Süßigkeiten und Tafelschokoladen, wie man sieht, alles ist dabei. Was ich an den Büchern von Herrn Pranschke mag, er hält einige Joker im Ärmel und gibt richtig gute Küchentechniken preis.
Du merkst schon, ich bin begeistert.
Aber wer hier im Büdchen die eine oder andere Rezension schon gelesen hat der weiß auch, dass ich mir erst eine Meinung erlaube, sobald ich verschiedene Rezepte selber ausprobiert habe.
Vorher gebe ich Dir aber eben noch schnell von diesem kleinen handlichen Buch die ISBN und die Maße durch. Ach ja, dieses Schokoladenwerk hat ein 144 Seiten und 85 wunderschöne Farbfotos. Es ist in der 1. Auflage im Oktober 2014 erschienen. Es ist 221 mm lang und 195 mm breit.
So und nun gibt es einen ganz fantastischen New-York-Cheese-Cake. Der ist wirklich super toll und wird fest ins Büdchenprogramm aufgenommen.
Zutaten:
1 kg Quark
125 g weiche Butter
300 g Zucker
3 Eier
3 Esslöffel Hartweizengrieß
1 Päckchen Backpulver
60 g Kakaopulver
3 – 5 Esslöffel Milch
Etwas Butter zum Einfetten
Der Quark in einer Schüssel glatt rühren. Butter, Zucker und Eier in einer weiteren Schüssel ganz besonders cremig rühren und nun den Quark unterheben. Hartweizengrieß und das Backpulver untermischen.
Den Backofen auf 180°C (Umluft160°C) vorheizen. Eine Springform gut fetten, oder mit Backpapier auskleiden und 2/3 der Käsekuchenmasse in die Form geben.
Die restliche Käsekuchenmasse mit dem Kakaopulver und der Milch vermischen. Die dunkle Teigmasse auf die helle Kuchenmasse geben und mit einer Gabel beide Teige musterartig miteinander vermischen.
Den Kuchen 60 Minuten auf mittlerer Schiene backen, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Er ist herrlich cremig und wunderbar fluffig.

Anmerkung: ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und erkläre dass meine Meinung davon komplett unbeeinflusst ist und ich hier mit eigenen Worten meine freie Meinung veröffentliche.

Donnerstag, 7. August 2014

Ich schleppe es schon seit Monaten mit mir herum, Schokomousse…

….haha, Du denkst ich hätte mal so richtig zugeschlagen und seit Monaten werde ich die Schokosünde nicht los und die Mousse hängt mir auf den Hüften? Falsch!!! Ich habe sie, die Mousse, lediglich probiert. Das richtige Naschen habe ich Herrn GB überlassen. Kannst Du Dir ja denken, der ließ sich nicht lange bitten.
Was ich seit Monaten mit herumschleppe ist ein ganz reizendes Buch aus dem Kosmos Verlag. Wie hätte es auch anderes sein können, zumal ich hier ja schon häufig bekundet habe, dass mir die Bücher als praktische, mal schnell nachlesende, Ratgeber aus dem Kosmos Verlag sehr gefallen. An dieser Stelle möchte ich mich für die Verfügungstellung des Buches bedanken. Gleichzeitig versichere ich frei in meiner Meinung und unbeeinflusst zu sein.
Diesmal geht es um Fingerfood und die Autorin ist Christina Kempe. Ich weiß das Buch ist bereits Anfang des Jahres auf den Markt gekommen, aber verschiedene Umstände verhinderten bis heute die Vorstellung. Doch muss ich gestehen, es ist aktueller denn je, denn Fingerfood ist immer im Trend. Immer wieder habe ich mir Anregungen für diverse Kleinigkeiten geholt und ich werde nicht müde dieses Buch zu lesen.
Es startet mit einem Inhaltsverzeichnis mit der Bezeichnung Häppchen, Tapas & Fingerfood. Die einzelnen Rubriken unterteilen sich in Handlich, Aromatisch, Knusprig, Edel, wie auch Süß und fruchtig. Also für jeden etwas. Im Bereich Handlich findest Du Fingerfood & kleine Snacks, bunte Salate, Blitz Häppchen mit Dips & Co.
Cracker, Grissini, Brot und marinierte Häppchen ist im Fach für Aromatisch eingeteilt. Ja und so setzt sich das ganze Buch fort. Jede Sparte Ideenreich und spannend. Leichte Anleitungen, mit kreativen Rezepten. Die Zutaten gekonnt zusammen gestellt und teilweise sehr raffiniert gewürzt. Aber auch die einfache, schlichte Version ist vertreten.
Du weißt wie ich zum Salat Caprese stehe, aber wenn es sich dann doch einmal nicht umgehen lässt Tomaten mit Mozzarella zu servieren, dann ist die Idee Caprese-Spießchen zu basteln nicht wirklich die Schlechteste. Dort werden sie obendrein noch in Gläser serviert und das sieht noch sehr ansprechend aus.
Die Vielzahl und die Variationen der Ideen ist so umfangreich, da werden noch einige Anregungen von umgesetzt. Auch wenn im ersten Moment der Eindruck entsteht, es sind alles bekannte Speisen erkennt man gleich beim zweiten Blick, dass selbst die klassischen Häppchen modernisiert und aufgepeppt sind.
Herr GB erfreute sich ganz besonders an der süßen Rubrik. Mohn-Panna-Cotta, Beeren-Pavlova und Kirsch-Rahm-Ecken mit Marzipan ließen sein Herz höher schlagen. Für den Anfang habe ich ihm ein weißes Schokomousse mit Macadamia-Krokant gemacht. Aber eh ich dir jetzt von dem Rezept erzähle, schreibe ich dir mal vorher noch die ISBN und die nötigen Infos auf, damit Du die schon einmal hast. Wenn Du dann demnächst in die Buchhandlung Deines Vertrauens gehst, um dir dieses nette Buch zu besorgen, bist Du bestens ausgerüstet.
Das Buch ist als gebundene Ausgabe mit 144 Seiten im Kosmos Verlag erschienen. Es hat einen Integralband und die ISBN lautet 978-3440130056. Wie Du schon weiß ist die Autorin Christina Kempe. Christina Kempe ist erfolgreiche Kochbuchautorin, gestaltet und lektoriert Bücher und macht als Foodstylistin vom kleinen Häppchen bis zur großen Torte die verschiedensten Gerichte schick für ihren Auftritt vor der Kamera. Die Bilder in dieser Lektüre sind richtig hübsch und anregend. Mal klassisch modern, dann wieder stilvoll und edel, aber auch frühlingshaft und frisch.
So jetzt komme ich endlich zum Schokomousse.
Ein kleines Dessert das nicht zu schwer ist und doch einen schönen Abschluss bildet und den süßen Zahn auch noch schnell stillt.
Weisse Schokomousse mit Macadamia-Krokant:
Mark einer Vanillestange
200g weiße Schokolade
200g Creme fraîche
2 Esslöffel weißer Portwein oder Sherry (ersatzweise Birnensaft)
100 ml Sahne
50 g geröstete und gesalzene Macadamia
50 g Zucker
Creme fraîche mit dem Portwein, dem Vanillemark und der Schokolade erwärmen. Während des Erwärmens ständig rühren sodass sich die Schokolade langsam auflösen kann. Auf keinem Fall zu stark erhitzen, damit die Schokolade nicht klumpt. Die Schokocreme in eine Metallschüssel füllen und diese in ein eiskaltes Wasserbad stellen und kalt rühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Schokocreme heben.
Die Mousse in kleine Portionsförmchen füllen und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
Die Macadamia grob hacken. Den Zucker in einer beschichteten Pfanne karamellisieren lassen und die Nüsse hineingeben.
Zusammen verrühren und sofort auf Backpapier verteilen. Erkalten lassen und den harten Krokant grob hacken. Kurz vor dem Servieren der Schokomousse den Krokant aufstreuen.


Mittwoch, 29. Januar 2014

Matte Mohrenköpfe zum Kaffee…

…ein Wochenende ohne Gebäck wäre ja kein richtiges Wochenende meinte neulich Herr GB. Nur jetzt habe ich das Problem nicht ständig mit hervorragenden Ideen für kleine spontane Gebäckteilchen gesegnet zu sein. Rezepte gibt es wie Sand am Meer, aber die ganz große Bäckerin bin ich ja nun wirklich nicht. Das bestätigen auch übrigens die heutigen Gebäckstückchen die ich präsentiere. Ich brauche Backanleitungen die kurz und bündig sind. Die Zutaten überschaubar und nach Möglichkeit sollen sie auch vorrätig sein. Die Mohrenköpfe die ich für Herrn GB gebastelt habe gingen eigentlich recht einfach, nur diese Schmiererei mit der Schokolade, oh man, ich kann Dir was erzählen. Erst musste ich die Halbkugeln noch etwas zurechtschnitzen damit sie in meine Rosetten passten und anschließend auch noch mit Schokoladenglasur aufhübschen. Wegen der Buttercreme mussten sie in den Kühlschrank, in den sie eigentlich wegen dem Glanz der Schoki gar nicht hätten hinein gedurft. Aber beides geht eben nicht. Die Gefahr dass die Buttercreme schlecht würde war mir dann doch zu hoch, also opferte ich den Glanz.
Die Halbkugeln wurden aus einem Biskuitteig gebacken und die Hauptzutaten der leichten Buttercreme waren Pudding und Nussnougat. Nur für den Stand brauchte ich die Butter.
Herr GB war von den Mohrenköpfen ganz begeistert und ich befürchte ich werde sie wegen besagtem Mangel an Ideen wiederholen müssen.
Ich gebe Dir mal das Rezept, vielleicht brauchst Du ja auch mal einen Joker für Kleingebäck.
Mohrenköpfe:
3 Eiweiß
Zucker
Prise Salz
3 Eigelbe
80 g Mehl
30 g Speisestärke
Messerspitze Backpulver
Als Zubehör benötigst Du eine Mohrenkopfbackform
Die Eiweiße mit der Prise Salz zu steifen Schnee schlagen. Nach und nach den Zucker einrühren. Die Eigelbe einzeln unter den festen Eischnee rühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver auf die Eiercreme sieben und gründlich unterheben. Es dürfen sich keine Mehlnester bilden. Jeweils einen Esslöffel Teig in die gut gebutterte Mohrenkopfform füllen und 12 bis 15 Minuten bei 180° C Heißluft im vorgeheizten Backofen backen. Diesen Vorgang so oft wiederholen bis der Teig verbraucht ist.
Von den Halbkugeln einen Boden von ca. 0,5 cm Dicke abschneiden und in Rosetten setzen.
Die obere Halbkugel in flüssige Kuvertüre tauchen. Auf einem Gitter abtropfen lassen.
Füllung:
200 g Schokoladenpudding
100 g Haselnussnougat
125 g Butter
Einen Schokoladenpudding kochen und ihn ständig rühren damit er keine Haut bildet. In dem warmen Pudding den Nougat auflösen. Den Nougatpudding kalt rühren.
Die Butter auf Zimmertemperatur bringen und schaumig schlagen. Nach und nach den Pudding in die Butter geben und alles zusammen gründlich verrühren. Ganz wichtig!!! Die Butter und der Pudding sollten die gleiche Temperatur haben.
Die Creme auf die unteren Hälften der Mohrenköpfe streichen und die schokoladenüberzogene Oberhälfte aufsetzen.
Noch mit kleinen Schokoröllchen verzieren und auskühlen lassen.

Für die spontane Kaffeetafel eine garantierte Bereicherung.


Mittwoch, 13. November 2013

Ich mag durchaus Schokolade und ein schönes Buch dazu...

Gleich vorweg, dieses Buch ist sicher nicht nur etwas für Schokoholiker sondern ich würde eher sagen es ist "das" Schokobuch für den Genießer.
Alle Rechte: Ariane Bille
Eine gelungene Kooperation einer Chefredakteurin, eines Spitzenkochs und einer Starfotografin. Da haben die Drei schon was Tolles gezaubert, jeder auf seinem Gebiet, und alles unter dem Dach eines ganz exzellenten Verlags. Du überlegst von wem die Rede ist? In diesem Fall haben Elisabeth Ruckser, Oliver Hoffinger und Luzia Ellert mit Hilfe des Collection Rolf Heyne Verlags gezaubert.
Für die Einführung hat Frau Elisabeth Ruckser gesorgt. Sie erzählt die Geschichte des Kakaos, wie die Schokolade Einzug in Europa gehalten hat, erklärt die vier wichtigsten Kakaosorten. Gibt ihr Statement zur Warenkunde, geht auf "moderne" Schokoladenherstellung ein und gibt dem Leser Tipps was er beim Kauf berücksichtigen sollte, erklärt wichtig Unterschiede und nicht zuletzt gibt sie natürlich auch Tipps zur Verwendung in der Küche. Nur schon die Einleitung ist so interessant geschrieben, man kann es kaum glauben dass hier die Rede von einem Produkt die Rede ist die Kiloweise verzehrt wird. Und genau da sind wir auch schon an dem besagten Knackpunkt. Wer sich darüber nicht im Klaren ist welch ein besonders edles Produkt Schokolade ist, wird spätestens jetzt aufgeklärt. Gute Schokolade ist ähnlich zu betrachten wie guter Wein. Die Vielseitigkeit des Geschmacks kommt beim der Verkostung. Nach der Theorie kommt die Praxis.
Genau dafür sorgt Oliver Hoffinger mit tollen Rezepten. Es geht pikant, scharf, süß, cremig, schaumig und flüssig weiter. Jetzt heißt es kochen mit der süßen Verführung.
Die Rezepte sind für 4 Personen gedacht und zu jedem Rezept gibt es die Angabe der Zubereitungszeit. Die Zutaten sind überwiegend im gängigen Handel zu bekommen, was die Rezepte sehr sympathisch machen. Viele Rezepte sind wunderschön bebildert, hier sorgte Luzia Ellert mit ihrem Einsatz für das I-Tüpfelchen. Wieder einmal wurden die Speisen so toll in Szene gesetzt, dass man gleich mit dem Einsatz von Messer und Gaben beginnen möchte.
Die Rubrik pikant wartet mit herzhaften Rezepten auf. Penne mit Radicchio, Pignoli und Schoko-Rotwein-Sauce, oder Kapaun mit weißem Bohnen-Schokoladen-Püree und rotem Zwiebelconfit.
Scharf: Geeiste Joghurt-Schoko-Cayenne-Suppe mit Rinderfilet, oder Karamellisierte Orangen mit Wasabi und Schokoschaum
Süß: Pumpernickel-Schokoladen-Tarte, oder Weiße Schokoladen-Panna-cotta mit Grapefruit
Cremig: Ingwer-Schokoladen-Creme mit Hasenpfeffer, oder Himbeer-Brownie-Creme
Schaumig: Crème-fraîche-Schaum mit Schoko-Kalbsbackerln, oder Schokoschaum mit Tarte von der Lachsforelle
Die Rubrik flüssig ist genau das Richtige für die genussreiche Winterzeit: Heiße Azteken-Schokolade, Pralinentraum oder Kiss in the Dark
Aus allen Rubriken ein Menü zusammengestellt wäre sicher etwas für ein ganz großes Galamenü. Nach soviel Inspiration folgt das Glossar in dem Begriffe wie Grand Cru oder Kakaonibs ihre Erklärung finden. Das Register ist wiederum sehr aufschlussreich zumal es mit eigenen Gruppierungen aufwartet.
Wer jetzt neugierig geworden ist, dem möchte ich die ISBN nicht vorenthalten.   
Das Buch gehört zu den Bändern „Die andere kulinarische Bibliothek“
Es hat 223 Seiten, 100 Abbildungen, 80 illustrierte Rezepte und ist im handlichen Format von 16x24 cm. Das Flexcover mit Leinenstruktur wirkt stabil und fein
Erhältlich unter der ISBN-13: 978-389910577-3 
Logisch das ich es mir nicht hab nehmen lassen etwas nachzubasteln, oder? Im Büdchen gab es Steinbeißer mit Orangen und Schokoladen-Polenta.
4 unbehandelte Orangen
1 Esslöffel Olivenöl
4 Steinbeißerfilets (ca. 600 g)
Salz
Schwarzer Pfeffer frisch gemahlen
250 ml trockener Weißwein
250 ml Gemüsebrühe
250 ml Milch
120 g Instand-Polentagrieß
50 g weiße Kuvertüre
20 g frisch geriebener Parmesankäse
3 Esslöffel Butter
10 Basilikumblätter
Die Orangen schale abreiben und zur Seite stellen. Die Orangen anschließend schälen und filetieren. In eine gefettete Auflaufform die Steinbeißerfilet legen, darauf die Orangenfilets und die abgeriebene Orangenschale geben. Den Weißwein angießen und 10-12 Minuten im vorgeheizten Backofen auf 190°C garen.
Die Gemüsebrühe mit der Milch mischen und aufkochen. Unter ständigem Rühren den Polentagrieß einrieseln lassen. Die Polenta aufkochen, vom Herd nehmen und im geschlossenen Topf 5-10 Minuten ziehen lassen.
Die Kuvertüre fein hacken mit dem Parmesan und der Butter in die Polenta rühren. In eine mit Öl ausgepinselte Form streichen, auskühlen lassen, in Stücke schneiden und in Butter anbraten.

Die Steinbeißerfilets zusammen mit der Schokoladenpolenta anrichten und mit Basilikumblätter bestreut servieren.

Montag, 8. April 2013

Schokoladen-Karamell-Tarte mit Walnüssen für den süßen Zahn…


…von Herrn GB. Von dem schönen Kochbuch "Grüner Kochen" habe ich Dir ja erzählt und ich habe Dir ja auch vorgeschwärmt wie schön ich es finde. Die Rezepte die ich bisher nachgebastelt habe sind bei uns sehr gut angekommen. Wunderbar einfache Anleitungen mit schmackhaftem Ergebnis. Doch eine ganz bestimmte Besonderheit möchte ich Dir auf keinem Fall vorenthalten, eine himmlische Verführung. Es ist schon eine gewaltige Portion Hüftgold und auch nicht im Handumdrehen gemacht, doch die Arbeit lohnt. Ich verspreche Dir, solltest Du für einen besonderen Anlass eine Köstlichkeit benötigen, dann ist diese Tarte genau das Richtige. Also probiere diesen Leckerbissen und sag mir ob ich recht hatte.
Schokoladen-Karamell-Tarte mit Walnüssen
Für den Teig:
100 g Mehl
20 g gemahlene Walnüsse
15 g Puderzucker
75 g kalte Butter in kleine Würfel
1 kleines verquirltes Ei
Einige Tropfen kaltes Wasser
Aus allen Zutaten einen Mürbeteig kneten, dabei beachten, dass die Butter ganz zum Schluss unterkneten. Den Teig in Frischhaltefolie geben und im Kühlschrank mindestens 30 Minuten kühlen. Anschließend in einer eckigen Form, die mit Backpapier ausgelegt ist, ausrollen. Seitenlänge der Form ca. 22 Zentimeter. Nochmals 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
Den Teigboden mehrmals mit einer Gaben einstechen und gute 15 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 175°C blindbacken. (Blindbacken: Den ausgerollten Teig mit Backpapier abdecken und mit Hülsenfrüchten, wie Erbsen oder Bohnen, beschweren und backen.)

Nach 15 Minuten das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und den Teig weitere 15 bis 20 Minuten fertigbacken. Für den Belag:
400 g gesüßte Kondensmilch, die gibt es in der Dose fertig zu kaufen.
150 g dunkle gehackte Schokolade
115 ml Schlagsahne
100 g grob gehackte Walnüsse
In einem kleinen Topf gibst zu Wasser und bringst es zum Kochen. Die Dose mit der gesüßten Kondensmilch stellst Du ungeöffnete in das heiße Wasser. Das Wasser lässt Du jetzt nur noch leise köcheln, allerdings gute 3 ½ Stunden. Dann lässt Du die Dose abkühlen. In der Dose hast Du jetzt eine wunderbare Karamellcreme. Aber Vorsicht, diese Creme hat Suchtfaktor.
Diese Karamellcreme streichst Du auf den gebackenen Boden.
Jetzt musst Du die Sahne aufkochen und die Schokolade löst Du in der Sahne auf. Lass die Sahne etwas abkühlen und verteile die Schokosahne löffelweise auf der Karamellcremeschicht. Die gehackten Walnüsse streust Du oben auf die Schokoladenschicht. Jetzt stellst Du die Schokoladentarte zum durchkühlen in den Kühlschrank, dort sollte sie auch bis zum Verzehr bleiben. Leicht gekühlt serviert ist die Tarte ein wundervoller Hochgenuss, mit einer Tasse Kaffee eine vollendete Köstlichkeit.

Montag, 26. März 2012

Dem Whiskey auf der Spur, Schokoladentorte mit Käsecreme...

Was man mit Whiskey so alles machen kann ist ja unglaublich und fragt man die Insider hast Du eine Idee für ein Rezept mit Whiskey, leuchten die Augen.Alt bekannt ist es ja, dass man beim Fotografieren Cheese sagen soll, also der Fotografierte soll das sagen. Würde der Fotograf das sagen hätte man ja nicht den gewünschten Effekt. Also den Effekt dass das Wort Cheese die Zähne blitzen lässt und man unwillkürlich aussieht, als würde man lächeln, ob man will oder nicht. Möchte Mann – ich schreibe ausdrücklich Mann- erreichen dass bei seinem Objekt der Fotobegierte –Frau- auch die Augen glänzen, sollte er sie 750ger Gold sagen lassen. Glaubt mir, das gesagt, zaubert spätestens beim Word Gold so ein bezauberndes Lächeln und ein Glanz in die Augen wie Mann es mit Käse nieee erreichen würde. Es sei denn es wäre Käsecreme, aber dazu später mehr.
Möchte der oder die Fotografin einen ähnlichen Erfolg bei einem männlichen Fotomotiv erreichen, sollte er Bier, Wein oder Whiskey sagen, natürlich ganz nach Vorliebe. Okay es wird evtl. ein verhaltenes Lächeln sein, aber die Augen werden glänzen wie bei 750ger Gold. Ich hätte da jetzt etwas vorzuschlagen, allerdings wird man den Glanz in den Augen wohl kaum sehen. Jeder der sie isst, ist geneigt genussvoll die Augen zu schließen und nur noch schmecken zu wollen. Eine schokoladige Torte in der ich Whiskey versteckt habe und dazu eine ausgleichende sahnige Käsecreme.
Schokoladentorte mit Käsecreme
175 g Zartbitter Schokolade
6 Esslöffel starker Espresso
4 Esslöffel irischer Whiskey (Ihr wisst noch, der mit dem "e“)
75 g Zucker
125 g Süßrahm Butter
3 Eier, trennen
Prise Salz
50 g Mandeln mit Schale, gemahlen
1 Teelöffel Vanillesirup
Mark einer Vanilleschote
50 g Mehl
Schokolade, Espresso, Vanillesirup mit Vanillemark und Whiskey in eine Schüssel geben und über einem warmen Wasserbad die Schokolade schmelzen, dabei alles gut verrühren. Wenn alles aufgelöst und vermischt ist, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
1 Esslöffel Zucker abmessen und zur Seite stellen. Den restlichen Zucker mit der Butter schaumig schlagen. Wirklich recht lange schlagen, sie wird richtig toll schaumig. Nach und nach die Eigelbe unterrühren. Eiweiß mit der Prise Salz kräftig zu Schnee schlagen und den restlichen Zucker langsam hinzufügen und dabei weiter schlagen.
Schokoladenmasse mit dem Butter-Eierschaum vermengen. Nun die Mandeln mit dem Mehl zum Schokoschaum geben und verrühren. Den Eischnee löffelweise unter den Schokoteig heben.
Den Teig in eine 18ner Backform geben und 30 Minuten im vorgeheiztem Backofen bei 180°C backen. Wenn man eine Silikonform benutzt, den Kuchen vollständig in der Form auskühlen lassen.
Schokocreme:
125 g zartbitter Kuvertüre
2 Esslöffel starker Espresso
125 g Süßrahm Butter in Würfel und Zimmertemperatur
100 g Puderzucker
Schokolade und Kaffe in eine Schüssel geben und über einem warmen Wasserbad schmelzen lassen. Zur Seite nehmen und nach und nach die Butter unterrühren. Den gesiebten Puderzucker hinzufügen und so lange aufschlagen die alles abgekühlt und dicklich geworden ist.
Wenn der Kuchen komplett ausgekühlt ist und die Buttercreme etwas angezogen hat, den Kuchen vollständig damit bestreichen und noch mindestens 2 Stunden bis zum Verzehr im Kühlschrank kühlen.
Käsecreme:
1 Esslöffel Zucker
125 g Frischkäse, vollfett
150 g Sahne, geschlagen
Zerstoßene karamellisierte Kaffeebohnen (die hatte ich noch von neulich)
Zucker zum Frischkäse geben und unter Rühren den Zucker auflösen. Die steif geschlagene Sahne unterheben und im Kühlschrank noch einige Zeit nachkühlen.
Je kühler sie ist umso besser harmoniert sie mit der Schokotorte.
Die Torte in Stücke schneiden, einzelne Stücke mit der Käsecreme anrichten und zur Dekoration die zerstoßenen Kaffeebohnen aufkrümeln.