Posts mit dem Label Skrei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Skrei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 14. Januar 2014

Kabeljau im Winter auch als Skrei bekannt…

…ist immer wieder total lecker. Wieso heißt er eigentlich Skrei, das hab ich mich ja so einige Male gefragt. Du kennst diese wiederkehrenden Fragen, die Dir einfach keine Ruhe lassen und Dir permanent im Kopf herumschwirren bis Du Dir endlich die Mühe gemacht hast und dem Geheimnis auf die Schliche gekommen bist? Ich habe für mich und auch für jeden den es interessiert das Rätsel gelöst.
Der Skrei ist ein Winterkabeljau und wird in Norwegen Skrei genannt. Er hat ein wundervoll zartes und ein sehr weißes, festes Fleisch. Das kommt daher, weil er eine lange Reise hinter sich hat. Wenn er ab Januar im Gewässer rund um die Lofoten ankommt ist er durchtrainiert. Schwimm Du mal jeden Tag! Seine Reise hat er hoch oben im Norden, in der kalten Barentssee, angetreten. Ich denke er wird wissen wie sehr er erwartet wird, zumal er im Januar den kulinarischen Höhepunkt des norwegischen Winters darstellt.
Soll ich Dir sagen was Skrei bedeutet? Es soll Wanderer heißen! Macht ja irgendwie Sinn zumal er ja auch eine ganze Ecke auf Achse ist. Tja und wie schon erwähnt, wenn er dann in den Lofotengewässern plantscht, freuen sich alle da oben und  nicht zuletzt auch wir hier unten. Er ist bekannt, mittlerweile weit über die Grenzen von Norwegen und beliebt ist er auch. Und was meinst Du was den kulinarischen Höhepunkt hier im Büdchen darstellte?
Genau, es gab den zarten, weißen Winterkabeljau, denn Wanderer, im Salat und zwar lauwarm. Sicher ganz anders als Du Dir vorstellen kannst. Ich habe ihm mediterrane Zutaten, wie Oliven und Kapern zugemutet. Und Herrn GB der keine Oliven ist, hat er ausgezeichnet geschmeckt. Sogar die aromatischen schwarzen Kalamataoliven hat er in den höchsten Tönen gelobt. Ich sag ja, auf die Zutaten und die Kombination kommt es an, dann eroberst Du Herzen im Sturm. Der Skrei die Norweger und ich Herrn GB….
Lauwarmer Kabeljausalat:
Pro Person 100 g Kartoffeln, vorwiegend mehlig
Pro Person 100 g Kabeljau, im Winter natürlich Skrei
Pro Person 10 g Kapern
Pro Person 5 Kalamataoliven, schwarz ohne Stein
Pro Person 40 g kleine rote Zwiebeln, (ich habe die Zwiebeln im Asialaden gekauft, das ist eine spezielle Sorte)
Saft einer frischen Zitrone
Salz, Pfeffer, frische Petersilie gehackt, Olivenöl, Butter
Friséesalat,
Feldsalat
Portulakblätter
Die Kartoffeln in der Schale kochen, pellen und in Achtel teilen. Die Oliven in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den Kartoffeln und Olivenöl braten ohne dass die Kartoffeln Farbe bekommen.
Den Kabeljau in einer Pfanne in heißer Butter garziehen lassen.
Die Zwiebeln in einer weiteren Pfanne mit etwas Butter glasig dünsten.
Die Kapern fein hacken und zusammen mit dem Zitronensaft, mit Pfeffer und Salz vermischen.
Den Salat waschen und auf Teller verteilen. Das Zitronendressing auf den Salat verteilen, die Kartoffeln mit Oliven, die glasigen Zwiebeln und den Kabeljau auf den Salat geben.
Das Fett von den gebratenen Kartoffeln, wie auch das Fett von den Zwiebeln ist völlig ausreichend.

Freitag, 3. Februar 2012

Wir sind im Fischrausch, der Skrei ist aufgetaucht…

Na, wisst Ihr schon was Ihr am Wochenende kochen wollt? Ich weiß noch nichts. Außerdem wird es auch ein recht sparsames Kochwochenende im Büdchen. Der Samstag ist ausgebucht mit einer Geburtstagsfeier, allerdings darf ich Kuchen mitbringen. Tja, ob das jetzt ein Segen für die Gäste wird, muss sich noch herausstellen. Ich denke ich mache da mal lieber etwas in Richtung Kleingebäck. In kleinen Dingen bin ich groß. Kuchen und Torten –wenn diese nicht gerade im Kühlschrank gebacken werden- können sich bei mir eher in die Rubrik Fiasko einreihen. Das wäre überhaupt einmal eine Überlegung, vielleicht sollte ich mal explizit auf einer Seite hier im Büdchen meine Kochkatastrophen sammeln. Da gäbe es bestimmt so einiges zu lachen. Damit sich meine Küchenpannen minimieren, ist der Sonntag auch schon gleich ausgebucht. Da steht mal wieder ein Kochkurs auf Klärchens Terminkalender. Diesmal geht’s um Fleisch. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen und überzeugt, es wird höchst interessant. Ich erzähle Euch wie es war und ob meine Erwartung gehalten wurde. Nur für Herrn GB, da sehe ich am Sonntag schwarz. Entweder er hat großes Glück und kann sich am Samstag auf der Geburtstagsparty gleich für Sonntag mit satt essen, oder er wird wohl aus der Kühltruhe essen müssen. Wobei diese Alternative jetzt auch keine so schlechte ist. Da sind durchaus ganz passable Dinge zu finden. Neulich erst hatte ich eine Kürbiscremesuppe herausgefischt. Und die besagten Forellen dösen dort ja auch gelegentlich so vor sich hin bis sie zum zweiten Leben erweckt werden.Aber wo wir doch gerade bei Fisch sind, am letzten Wochenende ging es hier im Büdchen auch recht fischig zu. Von Januar bis April hat er Saison. Er ist so zart und schneeweiß vom Fleisch, auf der Haut gebraten ein Gedicht. Ich rede vom Skrei. Der Skrei ist der erste halbe Schritt in Richtung Frühling. Wenn der Fischhändler mit dem "Wanderer“ wedelt, sind auch bald die Tulpen im Anmarsch. Übrigens, die Schneeglöckchen treiben aus. Naja, auf jedem Fall konnte ich nicht widerstehen und habe mich zu Skrei auf Olivenkartoffelpüree mit gerösteten Chorizowürfel hinreißen lassen. Na? Wäre das nichts für Euch am Wochenende? Ich mein ja nur, schnell ist die Skreisaison vorbei und der Wanderer hat das Weite gesucht...
Skrei auf Olivenkartoffelpüree mit gerösteten Chorizowürfel
800g Skrei (kann auch 1 kg sein je nach Appetit)
Olivenöl
Salz
Kartoffeln
Grüne Oliven, ca. 100 g, ich habe Zitronenoliven bekommen, die werden mit Zitronensaft und Zitronenstücken eingelegt.
Pfeffer, Zitronensalz
Ca. ½ Teelöffel geriebene Zitronenschale einer Biozitrone
Butter
Gemüsebrühe
100 g Chorizo in kleine Würfel
Kartoffeln schälen und kochen, anschließend die Kartoffeln stampfen.
Oliven fein hacken und mit Butter und Zitronenschale unter die Kartoffeln mischen. Brühe zugeben und kurz mit dem Pürierstab durch mixen. Wirklich nur kurz, sonst wird es Kleister! Mit Pfeffer und Zitronensalz abschmecken.
Die Chorizowürfel in einer beschichteten Pfanne leicht braun und knusprig rösten.
Den Skrei portionieren. In ca. 1 Liter Wasser 5 Esslöffel Salz auflösen und die Skreiportionen gute 15 Minuten hineinlegen. Herausnehmen trocken tupfen und in einer weiteren Pfanne Olivenöl erhitzen und den Skrei auf der Hautseite kross anbraten, den Fisch wenden und weiter braten. Den Fisch in eine ofenfeste Form mit der Hautseite nach oben legen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C noch ungefähr 4 Minuten weiterbraten bis sie gerade durchgegart sind.
Die Fischstücke mit dem Püree und den Chorizowürfeln anrichten. Wer glatte Petersilie hat kann diese noch fein hacken und darüber streuen. So einen kleinen Farbtupfer kann der Fisch durchaus vertragen…