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Montag, 23. August 2010

Tante Teichmann oder Rettung in der Not

Tante Teichmann ist nicht nur einfach Tante Teichmann, Tante Teichmann ist die Rettung in der Not, Gute Seele des Hungers, die stützende Hilfe für Faule, vielleicht auch die Zweigstelle für die Dittsches am Rande des Ruhrgebiets.
Die Dönninghaus ist ja DIE Wurst im Pott, aber Tante Teichmann hat ihren Post Grill ja nicht mitten in der Currywursthochburg, sondern wie erwähnt, am Rande.
Außerdem ist sie mit Ihrem Laden in der Hitliste der Imbisse vertreten, der so genannten Feinschmeckerwürstchenbuden. Nicht nur die Würstkes sind genial, die Soße, die Pommes, die Mayo, die Schnitzel, die Hähnchen und die Frikadellen, Echte selbstgemachte, ach was schreib ich hier, einfach alles echt lecker.

Aber das Geniale noch obendrein, Tante Teichmann ist nicht weit entfernt, ich könnte sogar hin laufen, wenn der große Hunger und der Rückweg nicht wäre. Wenn Tante Teichmanns Küche gefordert wird, ist immer Notsituation angesagt.
Katastrophe Nummer eins, Hunger, er ist eindeutig bei jeder Notsituation vorhanden. Er übernimmt das Kommando von Körper und Geist. Eh man sich versieht, sitzt man gemütlich vor einem Schälchen Currywurst, Pommes, mit Mayo und die Wurst ein bisschen nachgeschärft. Meistens sind auch noch ein Bohnen- und ein Gurkensalat mit nach Hause gewandert, denn man soll sich ja gesund ernähren.
Wie schon geschrieben ist Tante Teichmann die stützende Hilfe für Faule, förmlich die rechte Hand der Bequemlichkeit, der Beistand der Trägheit. Wer kennt es nicht, der Arbeitstag war wieder ohne Ende, nur umgeben mit nörgelnden Mitmenschen, nicht eine Minute Zeit für sich, na, und erst recht nicht den Kopf fürs „Was essen wir heute“. Kommt man ohne Essensplan nach Hause, ist garantiert nichts passendes im Kühlschrank, alles Leckere tiefgefroren, die Kartoffeln haben gekeimt, Nudeln hatte man gestern und Reis ohne was, geht nur wenn man entwässern möchte. Aber bei dem Bürostress kam man ja nicht zum Trinken, also ist auch nichts zu entwässern. In solchen Situationen blinkt der Name „Tante Teichmann“ wie Leuchtreklame vor meinen Augen und ich schmecke schon förmlich das Post-Grill-Menü. Da gibts kein langes Fackeln, zack ins Auto und schwupp mit lecker Essen wieder zurück. Laufen ginge ja auch, aber der Rückweg ist doof. Entweder isst man dort und dann muss man mit vollem Magen zurück laufen, oder man schleppt die Menüs nach Hause und lecker Essen ist kalt und Pommes sind Matsche. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob Pommes Matsche sind, oder ob Matsche auf den Pommes ist. Matsche nennt man Mayo und Soße zusammen auf den Pommes. Ja, es soll Leute geben, die so ein Gematsche mögen.
Aber es gibt auch die niederschmetternden Erlebnisse mit Tante Teichmann, wenn sie einfach Urlaub macht und ihren Grill vorübergehend schließt ohne Rücksicht auf Hunger, Faulheit und evtl. die Stamm-Dittsches, ob es die bei uns hier in der Gegend auch gibt? Nach den Ferien muss ich Tante Teichmann unbedingt fragen, bei dieser Gelegenheit könnte ich ja dann auch von ihr etwas zu essen mitbringen...
Rezept: Currysoße fürs Würstchen mein Rezept
(hoffentlich schlägt Tante Teichmann nicht die Hände über den Kopf zusammen

300 g Zwiebeln
1 kg geschälte Tomaten in kleine Stücke schneiden
1 daumengroßes Stück frischer Ingwer
2 ½ Esslöffel Zucker
125 ml aromatischer Weißweinessig
½ Teelöffel Pimentpulver
1 1/2 Teelöffel Currypulver
2 Nelken
1 Loorbeerblatt
Muskat, Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden. Den Zucker in einen Topf mit großem Durchmesser karamellisieren lassen. Dazu sollte der Zucker auf den Topfboden gestreut werden und bei mittlerer Hitze zum schmelzen bringen bis er flüssig ist. Nicht umrühren!
Die Hitze herunterschalten und den Zucker goldbraun karamellisieren und anschließend mit dem Essig ablöschen. Hierbei sehr vorsichtig vorgehen, kann spritzen und ist höllisch heiß. Nun wird der Karamell erstmal hart, löst sich allerdings im Essig relativ schnell wieder auf. Kurz kacheln lassen und die Zwiebelwürfel dazugeben, anschließend die gehäuteten Tomatenstücke mit den Gewürzen zufügen. Das Ganze ca. 2 bis 2 ½ Stunden köcheln lassen. Die Flüssigkeit dabei gut verkochen lassen. Die Gewürze herausfischen und die zerkochten Tomaten mit einem Mixer oder einem Pürierstab pürieren und durch ein Sieb streichen. Die Soße nochmals mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Heiß oder kalt zur Brat- bzw. Grillwurst reichen.