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Montag, 4. August 2014

Käsetrüffel, oder wie wir unsere Nudeln verfeinern…

…ist Dir ja nichts Neues dass wir nach Möglichkeit nur selbstgemachte Nudeln essen. Wenn Du sie einmal frisch zubereitet hast verfolgt Dich dieser Geschmack und Du möchtest Deine Nudeln nur noch so essen. (Diesen Satz habe ich jetzt zum gefühlten tausensten Male wiederholt) Unsere Nudelmaschine möchte ich im Leben nicht missen und ich überlege ernsthaft, ob ich nicht in den sauren Apfel beißen soll und für die Kitty auch noch den Pastamaker besorge.
Solange der Röhrennudelvorsatz noch nicht ins Büdchen eingezogen ist, solange gibt es hier eben nur einfach Bandnudeln und Spagetti. Nicht zu vergessen die Lasagne und sämtliche Variationen der geliebten Nudeltaschen.
Wobei ich die Bandnudeln den Spagetti ja sogar noch vorziehe, aber das ist reine Geschmackssache.
Einer meiner Lieblingsadressen für spannende Nudelvariationen ist ja unverändert lamiacucina. Der Robert hat geniale Ideen und zaubert auch die dollsten Zutaten aus dem Ärmel. Bis die, also die dollen Zutaten, bei mir hier im Pott angekommen sind vergehen Jahre.
Jetzt endlich habe ich auch diesen Käsetrüffel bekommen, Robert hat ihn direkt in Belp gekauft und das schon vor zig Jahren. Dank ihm weiß ich auch, dass Kühe keine Trüffel herstellen, aber diese Knolle ist auch schon etwas Feines und durchaus konkurrenzfähig.
Ich habe Roberts Tipp mit den in Öl geschwenkten Nudeln beherzigt und den Käse fein wie einen Trüffel gehobelt, aber erst musste ich den blöden Hobel suchen, wir haben ja nicht jeden Tag einen Trüffel auf dem Teller und den Hobel zur Hand.
Fein über die Nudeln gehobelt war es schon recht genussreich, und ich muss Robert zustimmen, er ist mit der edlen Erdknolle, weder mit der Schwarzen noch mit der Weißen, nicht zu vergleichen. Wobei unsere Knolle nicht so krümelig war wie seinerzeit Roberts. Aber der Geschmack war schon klasse.
Aussage von Herrn GB, der Geschmack ist so cremig und dann die feine Schärfe, er war ganz begeistert, ich brauchte gar nicht großartig fragen ob er noch Nachschlag haben wollte. Ein Rest ist wieder in den Kühlschrank gewandert und wartet jetzt auf den nächsten Einsatz. Und eins verspreche ich Dir jetzt schon, wenn ich wieder in den Laden komme wo ich die Knolle bekomme, dann kaufe ich sie nochmals.
Also Du weißt jetzt Bescheid, Nudeln kochen, in Öl schwenken (ich habe Albaöl verwendet), einen Hauch Maldonsalz drauf und Oreganoblättchen aufstreuen, jetzt noch die hauchdünnen Scheiben von der Knolle daran, fertig. Super schnell und super lecker, probier es doch auch mal.

Freitag, 1. August 2014

Der Salat wächst, die Pilze sprießen…

…und die Quote steigt. Im letzten Jahr im Juli waren es 39Komma-dingenskirchen und in diesem Monat, also ein Jahr später 54,8 %, na das nenne ich doch mal eine Steigerung. Woran das wohl liegt!? Ach Du weißt gar nicht von was ich hier gerade rede? Na von der Männerquote hier bei mir im Büdchen, also um genau zu sagen die männlichen Leser hier auf meinem Büdchen-Blog. Die Analyse hat es gezeigt. Ich sehe das zwar alles eher als einen Spaß an, aber ich frage mich was ist neuerdings für die männlichen Wesen so interessant an meinem Blog. Also, ich und meine Statistik freuen sich ja über jeden Click, aber wenn sich hier jetzt schon mehr Leute des anderen Geschlechts tummeln, dann will ich Ihnen ja auch was bieten. Und wenn wir mal ehrlich sind, schauen wir uns doch auch eigentlich nur das an, für das wir uns brennend interessieren, wieso sollte ich sonst immer wieder dort nachsehen und schnüffeln ob es etwas Neues gibt.
Also will ich die steigende männliche Leserschaft nicht enttäuschen und Euch mein zauberhaftes, von Herrn GB eigens für seinen Sonnenschein, also mich sein Klärchen, gebautes Gewächshaus zeigen.
Das A und O in meiner Küche sind die frischen Kräuter und die werden in solchen Mengen hier verarbeitet, so schnell kann man sie gar nicht heranschleppen. Also habe ich etwas gequengelt und bin Herrn GB  mit meinem Wunsch auf die Nerven gegangen. Frische Kräuter haben wir immer im Sommer, aber durch die unterschiedlichen Wetterlagen leiden sie auch sehr und sind schnell verbrannt oder haben bei Sturzregen zu viel Wasser abbekommen.
Mein Schatz hatte ein offenes Ohr für mich, las in meinen Augen im Prospekt und hat das Dingen für mich und die Kräuter gebaut.
Der fast ungenutzte Schlafzimmerbalkon wurde also umgestaltet. An die Brüstung hat mir mein Goldstück Balkonkästen angebracht, da wächst mein Salat, ach was sag ich, der sprießt da wie verrückt und in luftiger Höhe hat er auch Ruhe vor den Schnecken.
Im Häuschen gedeihen die Kräuter, die Tomaten und die Paprika, jetzt wird noch ein etwas größerer Kübel angeschafft, weil ich von einer ganz lieben Freundin Samen für „ewigen Lauch“ bekommen habe. Aber das mit dem Kübel weiß Herr GB noch nicht, davon werde ich ihn am Wochenende, wenn wir im Blumenmarkt sind, überzeugen.
Weil ich so stolz auf meinen Salat bin muss ich Euch das Grünzeug doch unbedingt mal präsentieren.
Gebratener Lachs an Salat und marinierten Pfifferlingen:
300 g Pfifferlinge
2 Schalotten fein gehackt
1 Esslöffel Olivenöl
50 ml Gemüsebrühe
3 Esslöffel weißen Balsam-Essig
3 Esslöffel Traubenkernöl
3 Esslöffel fein geschnittenen Schnittlauch
Pfeffer und Salz
Pfifferlinge sehr  sorgfältig säubern. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Pilze zusammen mit den Schalottenwürfeln im Olivenöl anbraten und mit den Gemüsebrühe ablöschen. Die Pilze gar ziehen lassen in eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen.
Wenn die Pilze gut abgekühlt sind können nun der Essig, das Traubenkernöl und die Schnittlauchröllchen zugegeben werden. Alles gut durchmischen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die Pilze einige Stunden, oder noch besser über Nacht marinieren.
Dazu ein Stück Lachsfilet braten und zusammen auf frischen Salatblättern anrichten. Für den Salat brauchst Du kein weiteres Dressing machen. Die Marinade der Pfifferlinge ist sehr geschmackvoll und völlig ausreichend.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Grillzeit ist Dipzeit, Aprikosen-Chili-Dip…

…öfter mal was Neues habe ich mir gedacht als wir neulich mal wieder grillten. Nein, nein, keine Sorge, es gab nicht nur Dip. Ein Würstchen haben wir immer auf dem Grill, zumal Würstchen auch nicht gleich Würstchen ist. Da gibt es die Würstchen die sich geschmacklich durchsetzen und dann auch wieder die mickrigen kleinen die eh keiner will. Hier bei uns im Büdchen haben wir auch lieber die tollen, die kleinen Würstchen ziehen hier erst gar nicht ein. Sind eben nicht gerne gesehen. Die Vielfalt der Würstchen ist so groß, Du könntest den Sommer durchgrillen und müsstest nun wirklich nicht immer die gleiche Wurste auf den Grill schmeißen. Genauso ist es auch bei den, ja genau, bei den Dips, wir hier im Büdchen lieben Dips. Ein Stück selbstgebackenes Brot frisch aus dem Backofen mit etwas „Guter Butter“ oder halt eben einen tollen Dip ersetzt mir ja schon fast das ganze Grillzeugs.
Herr GB besteht natürlich weiterhin auf sein heißgeliebtes Grillwürstchen, da können die Dips noch so klasse schmecken. Meine neueste Dip-Kreation kannst Du aber nicht nur zum Brot oder zur Kartoffel essen, sie passt auch ganz genial zu einem gegrillten Steak und selbst zur Wurst. Ich habe Aprikosen und Chili kombiniert, süß und scharf, was sagste jetzt? Zum ersten Mal hatte ich diesen Dip als kleinen Appetizer vor einem Menü gemacht, da wurde er schon gerne gegessen, aber zum Grillen passt er genauso ausgezeichnet. Außerdem ist es eine super Alternative zu Kräuterbutter, Supermarktajioli und Co. allemal. Versuchs doch mal.
Aprikosen-Chili-Dip:
5 getrocknete Aprikosen
150 g frische Aprikosen (schau mal ob Du die Sorte Sweetheart oder Goldrich bekommst)
250 g Fetakäse, hier kann ich den echten aus Schafsmilch empfehlen
100 g Frischkäse, Vollfett
Salz, Prise Chili, einige Chiliflocken, rosa Pfefferbeeren alles zusammen gemörsert
für die Deko eine getrocknete Aprikose fein gehackt und einige ganze rosa Pfefferbeeren
Beide Sorten Aprikosen fein hacken und zusammen mit den restlichen Zutaten zu einer geschmeidigen Paste verrühren.
Vor dem Servieren gut eine Stunde durchziehen lassen. Mit Rosa Pfefferbeeren und der gehackten Aprikose verzieren und servieren.

Montag, 28. Juli 2014

Bald ist das nächste Kochtreffen und mir fällt nichts ein als Kohlrabispagetti…

…seit Tagen wälze ich hier Bücher und Hefte, ich suche nach etwas richtig tollem womit ich mein Kochfreunde, die gefräßige Bande, verwöhnen kann. Im August ist wieder ein Kochtreffen angesagt und mir will einfach nichts Richtiges einfallen. Ich glaub ja das liegt an den warmen Temperaturen, man hat zwar hier und da ein Hüngerchen, aber eigentlich isst man nur Kleinigkeiten. Ich kann doch unmöglich mit Kleinigkeiten bei denen aufkreuzen und wer weiß wie das Wetter im August ist, vielleicht sollte ich mir bis dahin doch besser ein schmackhaftes Schmorgericht überlegen. Doch noch genialer wäre es, ich hätte für jede Wetterlage etwas im Ärmel Kochtopf.
Gestern war es ja auch so warm, obwohl eigentlich Gewitter angesagt waren die Abkühlung bringen sollten. Aber nix da, hier ging noch nicht einmal ein leichtes Lüftchen. Also habe ich die Ochsenbäckchen, die ich durch Zufall am Samstag ergattern konnte, in Rotwein und Madeira eingelegt und die Garnelen, die eigentlich für heute vorgesehen waren, wurden hemmungslos gedämpft. Es waren schon recht hübsche Tierchen die ich da gekauft hatte.
Mit Haut und Haaren, oder doch eher mit Kopf und Darm. Und genau das ist ja so mein Problem. Eine ganz liebe Kochfreundin macht die kleinen Flutschis ja ruck zuck sauber, entfernt Kopf und Darm und stört sich nicht im Geringsten an dieser, na sagen wir mal, unangenehmen Arbeit. Ich muss mich da schon etwas mehr überwinden, doch wer genießen will muss auch mal so die eine oder andere Hürde nehmen und die Freundin wohnt eh am gefühlten Ende der Welt, die kommt nicht mal eben vorbei und hilft. Nachdem ich die Garnelen aufgehübscht hatte kamen sie noch schnell für 5 Minuten in den Dampf. So fertig, jetzt waren die Kohlrabis dran.
Kohlraben haben selbstverständlich keinen Darm und das macht sie mir auch so sympathisch. Schälen ging schnell und dann wurden sie in den Lurchi eingespannt und zu Spagetti gedreht.
Heißes Wasser stand schon bereit und die Spagetti wurden mal eben schnell 5 Minuten ins heiße Wasser geschmissen. Ich sag doch, schnelle leichte Kost.

Eine Sauce wurde noch so ganz nebenbei schnell aus etwas Gemüsebrühe (bitte koche Dir Gemüseschalen aus und verwende nicht das Fertigzeugs), Weißwein, Noilly Prat, einer Schalotte, und einem Bund gehacktem Basilikum geklöppelt. Aufmontiert mit eiskalter Butter und mit Salz abgeschmeckt.
Die Kohlrabispagetti zusammen mit den gedämpften Garnelen auf Teller anrichten, etwas Sauce darüber und servieren, ach ja ein Basilikumblättchen als Deko macht sich auch noch ganz gut…

Mittwoch, 23. Juli 2014

Grün, Weiß, Rot oder Tomate-Mozzarella und doch ganz anders…

…Insalata capresees kennt ja eigentlich jeder, den haben wir hier im Büdchen auch gerne gegessen, aber das war damals, damals als man ihn nicht zu jeder Gelegenheit bekam und er nicht auf jedem Partybuffet zu finden war. Ganz schlimm ist er ertränkt mit diesem dicken süßen Balsamicoessigersatz, so findest Du ihn in ganz Italien nicht. Aber die Geschmäcker sind unterschiedlich und deshalb probieren wir gerne andere Versionen aus und überlassen die genannte Variante gerne den die nicht von lassen können. Lange konnte ich dem Mozzarella nichts abgewinnen, er schmeckte immer so nach, na sagen wir mal, nach nix. Bis ich dann mal den Richtigen essen durfte, aber das war direkt in Italien und in ganz Deutschland würdest Du vergebens nach diesem Gaumenkitzel suchen. Doch als Alternative ist der hier erhältliche Büffelmozzarella ganz okay. Für mein heutiges Gericht solltest Du auch wirklich auf gute Zutaten achten, Du wirst es schmecken. Als Tomatenpart gibt es Tomatengnocchi, keine aufgeschnittenen Tomatenscheiben, ich hab doch gesagt Tomaten-Mozzarella ganz anders. Die Basilikumblätter werden gegen Rucola eingetauscht. Die Tomatengnocchi brauchen einen starken Partner deswegen Rucola. Die Bitterstoffe mag nicht nur der Stoffwechsel, auch die Gnocchi werden mit ihm ins rechte Licht gesetzt. Du brauchst noch kleine aromatische Erdbeeren und schwarzen grob gemahlenen Pfeffer. Besorge Dir schwarzen Malabar-Pfeffer, er kommt aus Indien und zählt zu den aromatischsten unter den schwarzen Sorten. Die Süße der Erdbeeren unterstreichst Du indem Du die Erdbeeren ganz kurz in einer heißen Pfanne karamellisierst. Gute Erdbeeren bringen genug Eigensüße mit, die in der heißen Pfanne schmilzt und von den Erdbeeren wieder aufgesogen wird. Doch eh Du den Rucola wäscht, aus dem Büffelmozzarella mit einem Melonenausstecher kleine Kugeln ausstichst, die Erdbeeren karamellisierst und sie großzügig mit Malabar-Pfeffer berieselst, musst Du Tomatengnocchi machen.
Das geht so und Du brauchst folgendes: 600 g mehlige Kartoffeln 100 g getrocknete Tomaten in Öl 200 g Mehl 50 g Grieß 50 g Butter Salz und Pfeffer 3 Esslöffel Tomatenmark 2 Dotter etwas Olivenöl Die Kartoffeln in der Schale kochen, abkühlen lassen, pellen und sich dabei die Finger verbrennen. Anmerkung: Frische Pellkartoffeln sind immer heiß. Die Tomaten abtropfen lassen, erst in kleine Würfel schneiden, dann fein hacken. Die Kartoffel schälen und pressen. Pressen, nicht stampfen! Mit Mehl, Grieß und weicher Butter in eine Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Tomatenwürfel, Tomatenmark und Eidotter hinzufügen, jetzt noch einen kleinen Schuss Olivenöl für den Geschmack und alles zusammen zu einem Teig verarbeiten. Den Teig zu Rollen, von ca. 1,5 cm Durchmesser drechseln.
In Scheiben schneiden und zu Gnocchi formen (lassen). Herr GB hat mich grandios unterstütz und kleine zierliche Gnocchi geformt, wohlgemerkt bei 28°C. Wunder Dich nicht über die Gnocchi auf den Tellern, die habe ich geschnitzt, ich sage ausdrücklich geschnitzt, denn die Wohlgeformten hatten die Gäste gegessen und für die nächste Partie war Herr GB nicht greifbar und mal so ganz unter uns, für diese feine klebrige Fummelarbeit bin ich einfach nicht geschaffen. Also gab es fürs Foto Scheiben und keine hübschen Miniwürstchen.
Nun lässt Du die kleinen Dinger (Deine sind natürlich wunderschön) in einem großen Topf mit gekochtem Salzwasser sieden, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Übrigens Du kannst Sie auch im gelochten Einsatz im Dampfgarer garen, vorausgesetzt Du hast einen Dampfgarer. Im Dampf brauchen sie 12 Minuten bei 100°C, das weiß ich von einer lieben Bloggerkollegin. Irene Du bist ein Schatz, es hat super geklappt. Eh Du in eine Pfanne etwas Olivenöl gibst um die Gnocchi darin zu erhitzen, solltest Du alles andere jetzt vorbereiten was vorhin noch Zeit hatte. Also Erdbeeren, Mozzarella und Rucola präparieren. Du richtest jetzt alles nett an und beträufelst es noch mit bestem Aceto Balsamico Tradizionale di Modena, bitte nicht mit diesem billigen Balsamicoessigersatz, damit tust Du Dir keinen Gefallen und Du ruinierst die ganzen anderen Zutaten. Also kauf Dir immer gute Zutaten, dann wird das auch was mit dem Rot-Weißem Zeug.
Ich sag ja, Tomaten-Mozzarella, aber eben doch nicht wie gewohnt.



Freitag, 9. Mai 2014

Keulchen in der Sonne und Ananas auf dem Teller…

Da hab ich ja was angestellt. Ich wusste gar nicht dass es so viele Ananas-Liebhaber gibt. Wie ich auf diese Idee komme? Pass auf, ich erzähl es Dir mal von Anfang an. Letztes Wochenende gab es Hähnchenkeulen im Büdchen. Ja richtig „nur“ Keulen, Du weißt doch, ich kaufe immer ganze Hähnchen, lasse sie mir zerteilen und je nachdem welches Gericht ich basteln möchte, wird der Rest, den ich vom Ganzen nicht brauche, eingefroren. Also habe ich mal Keulen gesammelt und sie waren jetzt fällig. Eingelegt in einer leichten asiatisch angehauchten Marinade durften sie über Nacht entspannen.
Aber nur Keulen finde ich jetzt nicht so prickelnd, ich brauche etwas dazu, nur was?
Asiatische Keulen und Kartoffelsalat –muss nicht sein.
Asiatische Keulen und Nudelsalat – nee, das ist auch nicht das was ich will.
Es muss etwas Frisches her, etwas mit Obst, etwas mit Gemüse. Irgendetwas was man auch in Asien zu Keulchen essen würde. Ananas wäre z.B. ein Obst was passen würde.
Die Idee war geboren, die Idee musste jetzt nur noch umgesetzt werden. Du weiß ich habe Kochbücher, viele Kochbücher, eigentlich sehr viele Kochbücher und aus dieser ganzen Sammlung habe ich aus zig Rezepten eins zusammengeschraubt und eins meiner Lieblingsbücher hat mich bei der Geschmacksfindung noch so ganz nebenbei unterstützt.
Also gab es gegrillte Keulen mit Ananassalat. Ich habe die Vorarbeit gemacht und Herr GB hat gegrillt, zwar nur auf dem Elektrogrill, aber für so kleine Schenkel verheizen wir doch nicht  unsere ganze Kohle.
Leichtsinnig wie ich war habe ich meinen Mitstreitern bei FB (Du weißt dieses Social Network) ein Bild von unserem Frühlingsschmaus gegönnt und dann nahm alles seinen Lauf. Jetzt frag mich nicht wer alles das Rezept haben wollte, am liebsten sofort und noch besser gleich und gestern. Sie ließen auch nicht eher locker bis ich ihnen versprach, noch diese Woche wird das Rezept freigeschaltet. So und jetzt ist es soweit, aber dass im Moment kein Grillwetter ist, dafür kann ich bitteschön auch nichts.
Grillkeulchen asiatisch mit Ananasgurkensalat
Pro Person 2-3 Hähnchenkeulen
4 Esslöffel Rapshonig (der ist wunderbar aromatisch)
2 Esslöffel Fischsauce (Asialaden)
1 ½ Esslöffel helle Sojasauce
Saft einer Zitrone
2 Esslöffel Reisessig (Asialaden)
1 ½ Esslöffel Sesamöl (Asialaden)
Aus allen Zutaten eine Marinade herstellen und die Keulen einige Stunden, oder über Nacht, einlegen. Die Keulen grillen oder im Backofen garen, geht also doch auch bei schlechtem Wetter.
Den Salat solltest Du frisch machen, denn je länger er steht umso schärfer wird er. 
Ananasgurkensalat
1 große Ananas geschält, den Strunk entfernt und in kleine Würfel geschnitten
1 große Salatgurke, geschält und ebenfalls in kleine Würfel geschnitten
1 rote Chilischote, entkernt und fein gehackt
Von einem ½ Bund Koriandergrün die Blätter fein hacken
1 Handvoll Minze-Blätter fein gehackt
1 Esslöffel Sesamöl
2 Esslöffel Olivenöl
1 ½ Teelöffel vietnamesische Chilisauce (Asialaden)
1 Teelöffel Worcestersauce
½ Teelöffel Honig
Saft und Schale einer ½ Bio-Limette
Alle Zutaten vermischen und ziehen lassen, wie schon gesagt, je länger der Salat zieht umso schärfer wird er.

Montag, 5. August 2013

Man sind die dick, die Dicke Bohnen, Ackerbohnen…

…aber auch Saubohnen genannt sind fast in Vergessenheit geraten, aber nicht hier bei uns im Büdchen. Wir essen sie ja auch sehr gerne ganz klassisch mit Specksoße, aber jetzt wo in ganz Deutschland mediterranes Klima herrscht tritt die deftige Küche doch eher in den Hintergrund. Weiß Du eigentlich wieso die Dicke Bohne auch Saubohne heiß?
Erstens weil sie sauteuer ist.
Zweitens weil sie sauviel Arbeit macht.
Drittens weil sie saulecker sind.
Du meinst der Name rührt eher davon, dass die leckeren Bohnen an Schweine bzw. an Vieh verfüttert werden? Ich glaube du könntest recht haben.
Du fragst Dich wie ich zu meinen Erkenntnissen gekommen bin?

1. Sauteuer? Auf den Punkt gebracht habe ich für ein knappes essbares Kilo 6 Euro bezahlt, das ist ja nicht gerade wenig, oder? Aber ich will es Dir mal genau erklären. Für 3 Kilo frische Bohnen in Hülsen habe ich 6 Euro bezahlt.
Nachdem pahlen (also Bohnen aus der Hülse lösen) werden die Bohnen 5 Minuten gekocht. Abgießen und in kaltem Wasser abschrecken.
2. sauviel Arbeit? Weil es für mein heutiges Rezept etwas feiner zugehen soll, müssen die zarten Bohnenkerne noch aus ihrer Schale geschält werden. Das ist zwar etwas mühsam, aber es lohnt sich. Übrig bleibt von den ursprünglichen 3 Kilos noch knapp ein Kilo übrig. Der ganze Aufwand lohnt sich, glaub mir, du wirst es nicht bereuen.
3. Saulecker? Und somit erklärt sich Punkt drei von ganz alleine, es bleibt nur der feine grüne Bohnenkern übrig. Ein unglaublich feiner Geschmack, saulecker eben. Nichtmehr vergleichbar mit dem Geschmack der derben Dicke Bohne wie man sie eigentlich kennt.
So, nun willst Du sicher noch wissen wie ich die Sau Dicke Bohnen zubereitet habe!? Okay, hier kommt jetzt das Rezept zu meinen mediterranen Bohnen.
Dicke Bohnen mit Schinken:
1 kg ausgelöste Bohnenkerne wie oben beschrieben.
150 g Zwiebeln, feingehackt
100 ml Weißwein, trocken
4 Esslöffel Olivenöl
50 g geräucherte Schinkenwürfel
1 Knoblauchzehe, feingehackt
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 hartgekochte Eier, feingehackt
50 g glatte Petersilie, gehackt
4 kleine Tomaten, gehäutet, entkernt und in Würfel geschnitten
Öl erhitzen, die Schinkenwürfel kurz anbräunen und die Zwiebelwürfel zufügen. Die Temperatur herunterschalten und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Die Bohnenkerne zufügen, mit dem Weißwein ablöschen alles zusammen erhitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tomatenwürfel und die Petersilie unterrühren. Die gehackten Eier mit dem Bohnengemisch vermengen und die SauBohnen auf Teller anrichten.