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Freitag, 9. Dezember 2011

Munsterkäse, Sie meinen Münsterkäse, nein ich sage was ich meine und ich meine Munsterkäse...

Ja wie hammwas denn??? Normal kaufe ich meinen Käse nicht in unserem Supermarkt in unmittelbarer Nähe, sondern habe meine generellen Einkäufe in andere Stadtteile verlagert. Ich weiß, das ist jetzt nicht gerade umweltfreundlich, weil nun die Produkte von LD (Lebensmitteldealer) nach GB (gourmet-büdchen) einen weiteren Transportweg zurücklegen müssen. Als Begründung für meinen Entschluss nicht im Laden vor meiner Haustür zu kaufen, führe ich eigene Einkaufserlebnisse an. Meine Spontanhandlung doch diesen Laden zu betreten, kann ich nur immer mit Zeitmangel entschuldigen. So auch gestern mal wieder. Auf dem Speiseplan stand Kartoffelauflauf mit Munsterkäse. Den Käse wollte ich mir vom Markt mitgebracht haben, aber da ich am letzten Samstag zum Kochkurs war und nicht zum Shopping Trip auf meinem geliebten Markt, war jetzt auch kein Munsterkäse im Haus. Die Kartoffeln und das ganze andere Lebensmittelgedöns lungerten in diversen Ecken im Büdchen herum und warteten gelangweilt auf den ultimativen Kocheinsatz.Klärchen nach der Arbeit im Zeitdruck, aber voller Zuversicht schnurstracks Richtung Käsetheke zur Käsefachverkäuferin.
Ich freundlich „Guten Tag, bitte 200 g Munsterkäse“
Käsefachverkäuferin angenervt: Tach, Sie meinen Münsterkäse!
Ich freundlich lächelnd: Wenn sie ihn mit Münsterkäse bezeichnen und wir beide denselben meinen, dann bitte 200 g vom Münsterkäse.
Käsefachverkäuferin angenervt: Welchen Käse meinen Sie denn?
Ich freundlich aber irritiert: Ähm ich meine den Munsterkäse aus dem Elsass, ähm, den aus Frankreich.
Käsefachverkäuferin angenervt: Ob der Münsterkäse aus Frankreich kommt weiß ich nicht!
Ich freundlich leicht amüsiert: Naja, ist ja jetzt auch eigentlich egal woher er kommt, ich will ihn ja nicht nach Hause bringen. *kicher*
Käsefachverkäuferin angenervt: Wollen Sie den Hier essen?
Ich noch freundlich: Ähhh, nein, ich will ihn nicht hier essen, ich brauche ihn für einen Auflauf.
Käsefachverkäuferin angenervt: Dann nehmen Sie doch Gouda...
Ich, jetzt nicht mehr freundlich: Herr im Himmel, jetzt geben Sie mir bitte 200 g Münster-, oder Munsterkäse, das ist ein Rohmilchkäse mit einer Rotschimmelrinde, und langsam muss ich nach Hause sonst haben meine Kartoffeln gekeimt.
Käsefachverkäuferin angenervt: Den haben wir im Moment nicht, schauen Sie mal im Käsekühlregal, vielleicht ist da etwas dabei was Sie gebrauchen können...
Okay, ich habe nicht auch noch meine Zeit am Käsekühlregal vertrödelt, sondern den Laden mal wieder gewechselt, die überbackenen Kartoffeln hat es dann zum Glück doch noch gegeben...
Kartoffelauflauf:
500g Topinambur Süßkartoffeln
500g Kartoffeln, festkochend
1 rote Zwiebel in Ringe geschnitten
1 ½ Esslöffel Majoran getrocknet
200 g Speck in dünne Scheiben
200 g Munsterkäse oder einen anderen Rohmilchkäse mit Rotschimmelrinde
Salz, Pfeffer frisch aus der Mühle
2 Esslöffel Knoblauchöl
Topinambur und Kartoffeln schälen, in dicke Scheiben (5-7 mm dick) schneiden und in Salzwasser ca. 10 bis 12 Minuten angaren. Kartoffeln abgießen und ausdämpfen. Eine Auflaufschale leicht mit Öl einpinseln und die Kartoffelscheiben einschichten.
Die einzelnen Lagen mit Salz und Pfeffer würzen. Die oberste Lage mit Majoran bestreuen. Zwiebelringe verteilen und den Munsterkäse in dünne Scheiben schneiden, die dann auch oben aufgelegt werden.
Speckscheiben auf dem Käse verteilen und in die Zwischenräume etwas Knoblauchöl träufeln. Als Knoblauchöl bietet sich das Öl der konfierten Knoblauchzehen super an.
Den Auflauf gute 20 Minuten bei 180-200° C backen bis der Speck cross und der Käse zerlaufen ist. Dazu haben wir einen spritzigen Riesling getrunken, wobei ich denke ein nicht zu lieblicher Gewürztraminer wäre auch sehr passend...


Mittwoch, 3. August 2011

Kalbsgeschnetzeltes mit Speckpfifferlingen für Chefhansen

Normal müssten Pilze in diesem Sommer sprießen wie Unkraut und am letzten Samstag gab es keinen Gemüsestand auf dem Markt, der nicht Pfifferlinge im Angebot hatte. Boah, war das verführerisch und Ihr könnt Euch sicher schon denken, dass ich nicht wiederstehen konnte. Jahaaaa, ich habe wieder zugeschlagen und wunderschöne Pfifferlinge gekauft. Das war sowieso so ein richtig toller Einkaufstag. Die Schokischwester ist mit ihrem Schatz recht früh ins Büdchen gekommen und dann haben wir zusammen eine Foodshoppingtour gestartet. Angefangen haben wir mit dem Weinhändler, wie sich herausstellte ein schlechter Start auf nüchternen Magen, denn das Frühstück war für später angesagt. Also mit einem leichten Weingeschmack im Mund, den hatten allerdings nur die Mädels vom Wein kosten, chauffierte Herr GB uns weiter Richtung Bochum Wochenmarkt. Dort wurde kein Stand ausgelassen. Fast an jedem Stand haben wir etwas gefunden, was in unseren Einkauftrolli wanderte. Beim Fleischer gab es noch fertig belegte Brötchen. Also mit belegten Brötchen bewaffnet ging es dann zu einem Stand bei dem es leckeren Kaffee gab. Wir brauchten eine kleine Stärkung, denn die Taschen waren voll bis obenhin und wir waren noch lange nicht fertig. Die nächste Station war der schöne italienische Laden in der Herner Str., den ich in der letzten Woche ausfindig gemacht habe. Der hat samstags nicht so ewiglange geöffnet, also nur ein kurzer Zwischenstopp. Nicht weit vom Italiener entfernt ist der supertolle Edeka-Einkaufsmarkt in der Alleestraße. Da die Schokischwester und ihr Schatz den Laden nicht kannten, wurde es ein etwas längerer Aufenthalt. So kurz vor knapp noch schnell in die Rottstraße zum Asiaten und bei ihm auch noch das eine oder andere Regal plündern. Mit Unmengen an Einkaufstaschen behangen ging es jetzt wieder Richtung Büdchen. Klar hatten wir mehr gekauft als wir wollten, oder sogar brauchten. Aber mit Zutaten wie frischem Zitronengras, Thaibasilikum, Aromatomaten, und na was??? Richtig, Pfifferlingen im Gepäck waren wir rundum glücklich und bereit für nächste Schandtaten.
Alles wurde sorgfältig verstaut und dann kümmerten sich die Schokischwester und ich mich um unser Rezept, das wir zusammen ausgesucht hatten. Nun kam die Ernüchterung, Mensch was hatten wir denn da für ein Rezept ausgesucht? Weder Zitronengras noch Thaibasilikum und erstrecht keine Pfifferlinge tauchten in den Angaben auf. Blumenkohl, Möhren und Hähnchenbrust standen da in der Anweisung, das hatten wir zwar auch alles gekauft, aber verdammt für was waren denn die anderen Dinge gedacht. Dieses Rätsel wird wohl immer vor uns verschlossen bleiben. Wir haben nicht lange gezaudert und schwupp unser Blumenkohl-Dingens-Rezept nachgebastelt. Es hat nicht nur uns hervorragend geschmeckt, auch unsere Männer waren begeistert. Nur vor lauter Quasselei haben wir ganz vergessen schöne Bilder zu machen, aber da es eh super lecker war, werde ich es nochmals kochen und Euch dann Bilder mitbringen. Wie Ihr mich kennt, habe ich heute aber trotz allem für Euch ein Rezept, sogar mit Bildern. Die Pfifferlinge mussten doch weg und außerdem ist Alex von chefhansen in diesem Monat Gastgeber auf Zorra´s Blog und jetzt haltet Euch fest wenn ich Euch das Thema sage: Ran an den Speck!!!
Blog-Event LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)
Erst hatte ich gedacht der Hansen will in seine alte Badehose wieder rein, Ihr wisst schon ich will ja auch gerade Speck loswerden. Aber beim Chefhansen geht’s um einen ganz anderen Speck.
Das hält mich aber nicht ab mitzumachen und ihm mein Geschnetzeltes mit Pfifferlingen anzubieten…

500 g Pfifferlinge, gut gesäubert
2 Teelöffel Pflanzenöl
300 g Kalbsschnitzelfleisch, in schmale Streifen
50 g Speck, gewürfelt
2 rote Zwiebeln in kleine Würfel geschnitten
Thymian, frischer Lorbeer
Pfeffer, Salz
300 ml Gemüsebrühe
200 ml Milch
evtl. Speisestärke oder Pfeilwurzmehl zum andicken
glatte Petersilie fein gehackt.
Pflanzenöl erhitzen und die Kalbfleischstreifen mit den Speckwürfeln und Zwiebelwürfeln anbraten. Pfifferlinge zufügen und ebenfalls mit anbraten. Mit Gemüsebrühe und Milch ablöschen.
Das Thymian-Lorbeersträußchen zugeben und alles ca. 10 Minuten einkochen. Soll die Sauce zu dünnflüssig sein, mit wenig Speisestärke oder Pfeilwurzmehl binden.