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Samstag, 28. Februar 2015

Halb Winter- und halb Frühlingsessen, Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse...

Also bei aller Liebe, aber der Februar ist definitiv ein Wintermonat und auch wenn die Schneeglöckchen sich der Sonne entgegen recken, es ist und bleib noch Winter. Ja, ich habe eigentlich auch keine Lust mehr auf Schnee und Kälte, aber zum Glück haben wir ja noch keine Wettermaschine an der man mal eben auf Frühling schalten kann. Sicherlich könnte man schon in der Küche das Frühlingsprogramm abspulen, aber das wollen wir nicht. Im Moment genießen wir noch Wintergemüse. Rote Beete, Steckrübe und als kleine Schmuggelware noch Kohlraben. Lange habe ich überlegt, ob ich tatsächlich Skrei kaufen will. Er hat schon ein ganz besonderes saftiges Fleisch, die Skreizeit ist kurz und es könnte sein, dass ich mich hinterher ärgere, wenn die Saison für Skrei vorbei ist.
Keine langen Diskusionen, ich habe ihn gekauft.
Bei dem Rote Bete-Kauf stand Herrn GB ganz geduldig neben mir. Ich möchte gar nicht wissen was er so dachte als ich total begeistert auf die Bete stürmte. Du weißt schon, er isst sie zwar mittlerweile, aber enge Freunde werden die zwei nie.
Aber ich kann Dir versichern, Herrn GB hat der Skrei samt Beilagen auch Spaß gemacht und selbst bei der roten Bete hat er Nachschlag verlangt.
Skrei auf mariniertem Wintergemüse mit Meerrettichmousse
Skrei, pro Person 200 g. mit Haut
Rote Beete, pro Person eine ½ Beete
Steckrübe, pro Person ca. eine Scheibe von 1 cm dicke
Kohlrabi, pro Person eine ½ Knolle
Rote Beete mit Schale in einem Topf mit Salzwasser garen. Achte darauf dass die Schale auf keinem Fall beschädigt ist, sonst blutet sie aus und wird unschön. Ist sie gar, schäle sie,, aber ziehe Dir vorher Handschuhe an!!! Das Zeug färbt! Geschält schneidest Du sie in fingerdicke Stücke.
Steckrübe und Kohlraben schälen und ebenfalls in fingerdicke Stifte schneiden. Wenn Du einen Dampfgarer hast dann gare sie 10 Minuten im Dampf, sonst wie gewohnt in wenig Wasser.
Für die Marinade vermischt Du einfach einen Teil Balsamessig mit 3 Teilen gutem Olivenöl. Diese Mischung würzt Du mit Salz und Pfeffer. Sobald das Gemüse gegart ist, gießt Du es ab und gibst es jeweils in eine Schale. Nun löffelst Du etwas von der Marinade über jede Gemüsesorte. Das kann man gut vorbereiten.

Für die Meerrettichmousse benötigst Du:
50 g Meerrettich aus dem Glas
100 g Joghurt mit hohem Fettanteil
150 g Sauerrahm
50 g geschlagene Sahne
2 Blatt Gelatine
Pfeffer und Salz
Alle Zutaten bis auf die Gelatine gründlich verrühren. Die Gelatine nach Anweisung in Wasser quellen lassen. Ausdrücken und im Wasserbad oder Mikrowelle kurz erwärmen bis sie flüssig ist. Etwas Meerrettichgemisch in die Gelatine geben, verrühren und zurück in die Meerrettichcreme geben. Gut untermischen, mit Folie abdecken und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden erstarren lassen.

Petersilienöl:
200 ml Olivenöl
100 g Petersilienblätter
Beides in einen Mixer, oder Blender geben und fein pürieren.
Kleiner Tipp, in Petersilienöl kannst Du auch wunderbar Nudeltaschen schwenken, oder Du kannst es als Grundlage für eine Salatsauce verwenden.

Den Skrei schneidest Du in schmale Streifen. Er wird lediglich mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Butterschmalz gebraten. Zuerst einige Minuten auf der Hautseite, dann 1-2 weitere Minuten auf der Fleischseite.

Fürs Anrichten hast Du auch noch pro Person eins bis zwei Büschchen Feldsalat besorgt.
Nun geht es los. Von jeder Sorte Gemüse legst Du 3 Stifte auf den Teller. Von der Meerrettichmousse stichst Du pro Person mit zwei Esslöffeln eine Nocke ab. Nun legst Du den Feldsalat an und träufelst über den Teller einige Tropfen von dem Petersilienöl.
Jetzt noch auf jedes Gemüsepäckchen ein Stück Fisch legen und schnell servieren eh der Fisch kalt ist.

Freitag, 9. November 2012

Worschtsalat wäre ihm lieber gewesen…

Die Zeit zwischen Oktober und Weihnachten ist die stressigste Zeit vom ganzen Jahr, finde ich. Die Straßen sind schon morgens früh brechendvoll und glaube jetzt nicht, dass es nachmittags besser wäre. Da kommt dann noch die frühzeitige Dunkelheit hinzu. Geht sie Dir auch so auf die Nerven? Ich mein jetzt die Dunkelheit. Außerdem hetze ich wie ein Flummi durch die Gegend. Wie Du weißt nicht was ein Flummi ist? Das sind diese kleinen Gummibälle die total unkontrolliert umher hüpfen, sich selten in eine Bahn lenken, oder gar einfangen lassen.
Angeblich fängt ja jetzt so langsam die ruhige Zeit an (doch nicht für Flummis) doch ich habe jeden Tag etwas anderes auf dem Kalender von dem ich eigentlich mal dringend berichten müsste.
Du erinnerst Dich, ich war in diesem Jahr mal irgendwann im Paradies, nicht ein Sterbenswörtchen habe ich davon berichtet.
Erst mit Herrn GB am Rheinfall
und dann weiter auf Robert´s Schritten geradewegs ins Paradies. Danke Robert für diesen tollen Tipp, es war dort nicht nur wunderschön, sondern auch lecker.
Erst wollten sie uns dort verscheuchen weil wir mit diesem "Monsterauto" angefahren kamen,
aber nach kurzem Smalltalk hatte es auch der Gärtner (Aufseher aller Park- und Gartenplätze) begriffen, dass wir keine unzivilisierten Wandervögel sind, sondern einfach nur gemütlich und gut essen wollten. Wir haben weder unseren Müll abgeladen noch die Chemietoilette im Rhein ausgeleert.
Wir haben einfach nur dort nett gesessen und hervorragend gegessen. Herr GB nutzte die Gelegenheit und bestellte sich Schnitzel, er liebt Schnitzel, (ach das hatte ich schon erwähnt) ich stürzte mich auf einen Schweizer Wurstsalat. Lecker, es war einfach nur lecker. Es ist erstaunlich wie man sich an so einem "einfachen" Salat ergötzen kann.
Zuhause im Büdchen kann Herr GB ja nicht einfach wählen was er zu essen haben möchte, da muss er sich schon mal den Launen seinem Klärchen ergeben. Und meine Laune stand in Richtung Salat. Nee, ich habe jetzt keinen Worschtsalat gemacht, mein Salat ging in Ziel Herbst. Steckrüben mit Linsen. Obwohl dem Gatten der Linsensalat sehr gut geschmeckt hat, hätte er sicher den Worschtsalat bevorzugt. Doch wenn er einen Worschtsalat essen will, dann wird er mich wohl oder übel mal wieder ins Paradies ausführen müssen…
Steckrüben mit Linsensalat
100 g Linsen von der Schwäbischen Alb
1 große Möhre
Von einer Stange Lauch nur das zarte Hellgrüne und Weiße
1 rote Zwiebel
4 Datteln
6 Esslöffel Olivenöl
Saft einer Zitrone
Salz, Pfeffer
½ Teelöffel gemahlenen Kreuzkümmel
400 g Steckrübe
1 Teelöffel Fenchelsamen
2 Esslöffel Honig
Die Linsen in einem halben Liter Wasser innerhalb von 20 Minuten gar kochen.
Die Möhre schälen und fein würfeln. Den Lauch putzen und auch in kleine Würfel schneiden. Beides ca. 3 Minuten kochen, abgießen und eiskalt abspülen. Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden und die Datteln ebenfalls fein würfeln. Das Gemüse mit den Zwiebeln und Datteln zu den Linsen geben.
Aus vier Esslöffeln Öl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer ein Dressing mischen. Mit Kreuzkümmel abschmecken und über die Linsen geben. Die Linsen mit dem Dressing gut vermischen und ca. 2 Stunden ziehen lassen.
Die Steckrübe schälen, achteln und in Scheiben schneiden. Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die Steckrübenscheiben darin von beiden Seiten 5 Minuten goldbraun anbraten.

Etwas Wasser angießen und bei starker Hitze innerhalb von 2 Minuten garen. Das Wasser sollte fast komplett verkocht sein. Die Steckrübenscheiben mit dem Fenchelsamen würzen und den Honig zugeben. Alles zusammen leicht karamellisieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zusammen mit dem Linsensalat anrichten.


Mittwoch, 16. Februar 2011

Die Scheune kocht...

Heute muss ich doch mal über ein Event quatschen, dass bereits zum dritten Mal veranstaltet wird. Eins meiner Lieblingsrestaurant, die Burgstuben Kemnade in Bochum/Hattingen am Kemnader Stausee veranstaltet wieder ein Kochspektakel in ihrer Scheune. Ich kann gar nicht beschreiben wie sehr ich mich darauf freue. Es ist eine Veranstaltung zum Mitkochen und Zuschauen. Untereinander befreundete Köche kochen und brutzeln an vier Kochstationen und versprechen viel Abwechslung. Das Angebot ist so vielseitig, da findet garantiert jeder das Passende für seinen Geschmack. Ein Winzer und ein Bier-Sommelier kredenzen die begleitenden Getränke. Wer möchte kann den Profis zur Hand gehen, sich Tipps und Tricks holen oder sich einfach nur bekochen lassen und genießen. Ein Spaß der pro Person für 49,00 € inkl. Verkostung und Getränke zuhaben ist.

Hier tauscht sich der Hobbykoch mit dem Profi aus, hier knüpft der Experte Kontakt zum Gast. Ich bin schon so gespannt und freue mich schon jetzt auf das, was diesmal an zukunftsweisenden Speisen gekocht wird. Es ist ein idealer Treffpunkt für Hobbyköche sich auszutauschen. Eine Genießerrunde in der man gute Bezugsquellen aus der näheren oder besser gesagt, aus der regionalen Umgebung wechselt. Wer Spaß an geselligem Kochen hat, sollte sich den Abend von dem 24.03., 25.03. oder 26.03.2011 vormerken.
Für weitere Informationen und zur Anmeldung einfach mal hier weiter lesen.

So, aber jetzt muss ich in die Küche, vor lauter Freude hätte ich fast unser Mittagessen vergessen, aber das geht heute schnell. Der Rest der Steckrübe von neulich muss weg. Dabei fällt mir gerade ein, ob früher in der Scheune an der Burg auch Steckrüben gelagert wurden?
Bei mir lagerte sie jedenfalls im Kühlschrank im Frischefach und ist noch topp okay.
Mein Süppchen habe ich wie folgt gemacht:


Steckrübensuppe, für fleischfressende Pflanzen mit Hähnchenspieß
Zutaten:
400 g Hähnchenfilet
Pfeffer, Salz, etwas Currypulver
Bratenfett
500 g Steckrübe
300 g mehlige Kartoffeln
1 großer säuerlicher Apfel
5 mittelgroße Möhren
3 Esslöffel gehackte Sellerieblätter
1 Zwiebel
½ Stange Lauch
2 Esslöffel Olivenöl
250 ml Apfelsaft
2 Lorbeerblätter
1 Esslöffel getrockneter Thymian
Pfeffer, Salz
2 Esslöffel Gemüsebrühepulver selbstgemacht
50 ml Sahne
4 Teelöffel Schmand
Einige Knoblauchcroutons


Steckrübe, Kartoffeln, Apfel, Möhren, Lauch und Zwiebel säubern, ggf. schälen und in kleine Würfel schneiden. Das Olivenöl erhitzen, die Gemüsewürfel und die Sellerieblätter zugeben und alles kurz anschwitzen. Immer wieder rühren da es gerne schnell anbrennt. Mit dem Apfelsaft ablöschen und mit Wasser auffüllen bis das ganze Gemüse bedeckt ist. Mit Lorbeerblätter, Thymian, Pfeffer und Salz würzen. Das Brühpulver einrühren und die Suppe gute 40 Minuten köcheln lassen.
Nachdem das Gemüse weich gegart wurde, bitte die Lorbeerblätter entfernen und mit einem Pürierstab die Suppe mixen. Die Sahne unterziehen.
Zwischenzeitlich das Hähnchenfilet in kleine Stücke schneiden, auf Spieße stecken und mit Salz, Pfeffer und Currypulver würzen. Das Bratfett erhitzen und die Spieße von allen Seiten anbraten.
Die Suppe in Tassen füllen, jeweils mit einem Teelöffel Schmand und Croutons verzieren und mit Hähnchenspieß servieren.



Montag, 7. Februar 2011

Sein Gemüse war ein Tier, es sah verdammt lecker aus...

Ich gebe mir ja alle Mühe es zu verstehen, aber irgendwie kann ich ihm manchmal einfach nicht folgen.
Ich erzähl am besten mal alles.
Mir spukt ja seit Wochen die Steckrübe im Kopf herum, also ist es naheliegend etwas daraus zu basteln. Ich habe mich für einen Steckrübenauflauf ganz ohne Fleisch oder Wurst entschieden. Also vegetarisch!!!
Das Rezept bekommt Ihr wieder zum Schluss, aber erst mal wird hier jetzt gelesen.
Für den Auflauf brauchte ich noch Apfelsaft, Kartoffeln und Äpfel, alles andere war im Büdchen. Die paar Zutaten habe ich dann noch auf meinem täglichen Weg besorgt und konnte starten.
Alles musste klein geschnippelt werden, dabei hat mich mein Börner unterstützt. Nicht mit Börne aus dem Tatort zu verwechseln, wobei schade eigentlich... mal mit ihm zu kochen wäre so schlecht nun auch wieder nicht. Er soll ja ein guter Weinkenner sein, nur deshalb würde ich schon mal gerne mit ihm plauschen...
Aber das hat ja alles nichts mit meinem Steckrübenauflauf zutun.

Also, nach schnippeln, rühren und schichten kam alles in den Backofen und anschließend habe ich angerichtet. Sah lecker aus und schmeckte uns sehr gut, bis, ja bis Herr GB aufstand und zum Kühlschrank ging. Okay, ich war jetzt nicht ganz unschuldig daran, weil ich nämlich unvorsichtiger Weise die Blutwurst, die im Kühlschrank lag, erwähnte. Ich sprach aus was ich dachte, die würde hervorragend zu unserem Essen passen.
Komisch, gehen meine Gedanken in Renovierung unseres Büdchens, werden die nie so schnell in die Tat umgesetzt.
Na auf jedem Fall habe ich mich der Blutwurst verweigert und einen vegetarischen Part eingelegt. Herr GB kann jetzt mal ein schlechtes Gewissen haben weil er nicht konsequent war, na er mag eben Fleisch und Wurst und soll ich Euch was sagen, es sah verdammt lecker aus...


Steckrübenauflauf:
1-2 Knoblauchzehen
200 ml Sahne
120 ml Apfelsaft
Salz, Pfeffer
500 g Steckrüben
500 g Kartoffeln mehlige
2 Äpfel
150 g Cambozola (Weichkäse mit Edelschimmel)
Fett für die Form


Eine Auflaufform einfetten. Den Knoblauch schälen, in kleine Stücke schneiden und in einen Mixbecher geben. Den Käse ebenfalls in Stücke schneiden und zum Knoblauch geben. Nun den Apfelsaft angießen und alles fein pürieren. Die Sahne zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Steckrübe und die Kartoffeln schälen, beides fein hobeln. Äpfel schälen das Kerngehäuse mit einem Kerngehäuse-Ausstecher entfernen ebenfalls hobeln. Steckrüben, Kartoffeln und Äpfel schichtweise in die Form geben, nochmals etwas salzen und pfeffern.. Obenauf die Sahne-Käsemischung gießen.
Den Backofen auf 200° vorheizen. Die Schale mit Alufolie abdecken und im Backofen (Mittlerer Einschub, 200 ° oder Umluft 180°) 40 Minuten garen. Nun die Alufolie vom Auflauf entfernen und weitere 5-10 Min. backen, bis der Käse geschmolzen ist. Ein frischer Salat hierzu wäre passend, na ja und wer ganz ohne Fleisch nicht kann, wird sicher mit einem Stück Blutwurst glücklich.