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Montag, 21. Juli 2014

36°C und wir kühlen mit einer grünen Gazpacho…

 …war das ein schönes Wochenende! Herr GB hat ganz liebe Freunde eingeladen und ich konnte mich in der Küche austoben. Menschen die wir schon über dreißig Jahre kennen und bei denen Verwöhnen einfach Spaß macht. Herrn GB´s Geschmack kenne ich ja in und auswendig, aber Leute zu bekochen die man nicht täglich um sich hat, dessen Gusto zu treffen, ist ja immer etwas schwieriger. In solchen Fällen bastel ich gerne unterschiedliche Kleinigkeiten, irgendetwas Passendes wird dann schon dabei sein.
Man hatte ich ein Glück, so dankbare Esser, an nichts hatten sie etwas auszusetzen, ganz im Gegenteil, Komplimente habe ich gehört. Das macht Stolz und spornt an, mit 6 unterschiedlichen Gängen wurden unsere Gäste gequält. Einer der Gänge stellte eine Gazpacho dar, jetzt halt dich fest, eine GRÜNE Gazpacho.
Angestiftet haben mich die modernen Smoothies und wenn man mal ganz ehrlich ist, sind Smoothies abgewandelte Gazpachos nur eben nicht so gewürzt wie eine Gazpacho. Wie heißt eigentlich die Mehrzahl von Gazpacho? Vielleicht könnten mich die Insider mal aufklären.
Also weiter im Text mit dem Gemüse. Für mein grünes Gedöns brauche ich Salat, ich nehme Eichblattsalat. Das ist ein Lattichgewächs genauso wie der Kopfsalat, hat einen dezenten Geschmack mit den Aromen von Haselnuss und in Verbindung mit Knoblauch entfaltet er erst einmal so richtig seinen Geschmack.
Ein Smoothie wird mit kaltem Wasser gemixt, meine Suppe bekommt eine kalte Gemüsebrühe. Die habe ich vorher zu Eiswürfel gefroren und so wie sie waren kamen die Eiswürfel mit in den Blender. Soll ich Dir was sagen, das war die schnellste Suppe die ich in meinem Leben gekocht zubereitet habe. Eigentlich gehört in eine Gazpacho etwas Weißbrot ohne Rinde, altbackenes Brötchen oder auch Semmelbrösel. Ich denke das Brot soll Bindung bringen, doch jetzt kommt der Hammer, während wir die Suppe löffelten fiel mir siedend heiß das altbackene Brötchen ein. Das lag vergessen im Küchenschrank und vegetierte jetzt so vor sich hin und wir ließen es uns ohne schmecken.
Ich schreibe Dir mal das ganze Rezept auf, in den nächsten Tagen soll uns der Sommer ja noch so manch ein warmes Stündchen bescheren. Glaub mir, Du wirst Dich über diese flotte Anleitung freuen, gerade wenn es wieder heißt: 36° Grad und es wird noch heißer…
Grüne Gazpacho:
100 g Babyspinat (da kannst Du auch die kleinen Stängel mit verwenden)
100 g Eichblattsalat
10 Blätter Rucola
1 kleine Minigurke (das sind diese Salatgurken, die nur noch halb so groß sind und die Du mal eben so auch aus der Hand essen kannst)
1 grüne Paprika
1 frische Knoblauchzehe
Schale einer ½ unbehandelten Zitrone
Salz und schwarzer Pfeffer (natürlich frisch gemahlen)
500 ml Gemüsebrühe (eisgekühlt oder direkt als Eiswürfel eingefroren)
einen guten Schuss Olivenöl
Sherryessig
½ altbackenes Brötchen, das Du getrost vergessen kannst
1 hart gekochtes Ei in Scheiben schneiden
1 kleine rote Naschpaprika fein hacken
Ei und Naschpaprika benötigst Du für die Deko
Gemüse putzen und grob in kleine Stücke schneiden. Alles zusammen mit der Gemüsebrühe und den Gewürzen in einen Blender geben. Mit Olivenöl und Essig abschmecken. Einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Zum Servieren die Suppe in Suppenteller geben und mit Eierscheiben und dem fein gehackten Naschpaprika dekorieren.

Montag, 20. Januar 2014

Rote Beete Suppe, geprägt bis in alle Ewigkeit…

…ja genauso könnte man es bezeichnen. Du fragst Dich gerade welch eine Geschichte dahinter steckt? Du glaubst ich verabscheue seit Kindheit an Rote Beete, oder Herr GB ist wieder der Abscheutäter? Okay, Herr GB und Rote Beete sind jetzt nicht die besten Freunde, aber ich muss ihm mit nichts drohen damit er Rote Beete isst. Gelegentlich gibt es im Büdchen die rote Knolle, aber es hält sich in Grenzen. Als Suppe hatte sie hier noch nie ihren Auftritt und nur weil ich durch eine Geschichte geprägt bin, die ich selbst noch nicht einmal erlebt habe. Ich kenne sie nur vom hören aus meiner Familie.
Es geschah einst vor meiner Zeit, dass ein Familienvater für seine Kinder etwas zum Mittagessen kochen musste weil die Gattin im Krankenhaus lag. Dieser Vater der sich ganz fürsorglich und aufopfernd um seine Blagen kümmerte wollte natürlich etwas ganz außergewöhnlich Gutes auf den Tisch bringen. Er hatte eine enorme Aufgabe, denn die eigentliche Köchin, wie bereits erwähnt, lag im Krankenhaus und er wollte sie jetzt mit Bravur ersetzen. Anstatt sich ein Kochbuch zur Hand zu nehmen, ließ er seine spontanerrungene Kochkunst walten. Er kochte Frühlingssuppe mit Rote Beete. Die wohlerzogenen Kinder meuterten und der fürsorgliche Familienvater löffelte die Suppe alleine aus die er sich eingebrockt hatte. Aus sicheren Quellen weiß ich dass sie ihm selbst wohl auch nicht so geschmeckt hatte wie er es seinen Kindern weiß machen wollte.
Der Familienvater war mein eigener und die lieben Kinderchen meine Geschwister. Sag ich doch, als Nesthäkchen geht so manch ein Krug an einem vorbei, auf den man auch gut verzichten kann. Außerdem verbirgt die Stellung der Jüngsten noch so andere angenehme Vorteile, aber das ist eine andere Geschichte.
Soweit ich denken kann habe ich die erste Rote Beete Suppe erst vor zwei oder drei Jahren gegessen und ich konnte nichts Geschmackloses daran finden, allerdings war es auch keine rote Frühlingssuppe. Zurückblickend kann ich mir die Frühlingssuppe meines Vaters nur so erklären, dass er vielleicht die bekannte Suppe Borschtsch kochen wollte. Da er sie bis dato sicherlich nur gegessen hatte, aber selber nie gekocht hatte, musste das Experiment wohl in die Hose gehen.
Was das Kochen angeht bin ich dann wohl doch eher meiner Mutters Tochter und schlage dann mehr nach ihr.
Diese Rote Beete Suppe hat mir aber einfach keine Ruhe gelassen und deshalb musste Herr GB sich jetzt opfern. Ich habe ihn ganz fürsorglich bekocht wie einst mein Vater meine Geschwister. Zwar hat Herr GB die Suppe probiert, aber er und die Beete werden einfach keine innigen Freunde, wobei die Steinpilzravioli, die ich als Einlage in der Suppe hatte, großen Anklang fanden. Herr GB entschied sich gegen einen Nachschlag von der Suppe, aber gegen die restlichen Ravioli in Butter geschwenkt hatte er nichts und verputzte die Teigtäschchen ohne mit der Wimper zu zucken. Was ich aber als absoluten Erfolg verzeichne, Herr GB isst immer häufiger auch Speisen ganz ohne Fleisch und das Schöne, er vermisst es auch nicht.
Rote Beete Suppe:
500 g Rote Beete, bereits geschält
15 g getrocknete Steinpilze,
etwas Rapsöl
1 rote Zwiebel in Würfel geschnitten
1 Knoblauchzehe fein gehackt
10 Pimentkörner
4 Lorbeerblätter
8 schwarze Pfefferkörner
Salz, ½ Teelöffel Zucker
1 Esslöffel Zitronensaft
1 Stück Zitronenschale einer Bio-Zitrone
1 bis 2 Esslöffel Petersilie fein gehackt
1,5 Liter Wasser plus zusätzlich Wasser um die Pilze einzuweichen
Die Steinpilze mit Wasser einweichen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
Das Rapsöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel und Knoblauchwürfel darin glasig andünsten.
Die Rote Beete als Knolle zugeben und mit dem Wasser ablöschen. Die Gewürze zugeben und auch das Pilzwasser angießen. Die Suppe aufkochen und gute 35 bis 40 Minuten bei milder Hitze die Rote Beete garen.
Die Beete aus der Suppe nehmen, in Scheiben schneiden und anschließend in schmale Streifen. Die Brühe durch ein Sieb filtern und die Rote Beete Streifen wieder zurück in die Brühe geben. Evtl. nochmals mit etwas Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Teigtaschen:
100 g Mehl
1 Ei
Salz
Etwas Öl
1 fein gehackte Schalotte
Eingeweichte Steinpilze
Pfeffer und Salz
Eiweiß
Aus Mehl, dem Ei und Salz einen Nudelteig herstellen. Den Teig gründlich kneten und gut eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Die Steinpilze fein hacken und zusammen mit den Schalottenwürfeln in etwas Öl weich dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das gedünstete Gemisch abkühlen lassen.
Den Teig dünn ausrollen, Ravioli in Größe von 5 -6 cm ausstechen.
Jeweils ein Teelöffel von der Steinpilzfüllung auf eine Teigplatte geben, die Ränder mit Eiweiß bepinseln und eine gleichgroße Teigplatte auflegen. Die Ränder fest zusammendrücken.
Die Ravioli 2-3 Minuten im Salzwasser garen bis sie oben schwimmen.
 
Anrichten:
Jeweils 3 Ravioli in einen Suppenteller geben und mit der Rote Beete Suppe auffüllen.

In die Mitte einen Esslöffel Saure Sahne geben und ein kleines Büschel Dill hineinstecken.

Freitag, 15. November 2013

Herbst, Kastanien, Suppe oder einfach nur Buch 4...

Passend zur Bücherwoche "Jeden Tag ein Buch" und natürlich zur Jahreszeit ist ein außergewöhnliches Buch im Büdchen eingetroffen.
Alle Rechte: Ariane Bille
Also eingetroffen ist es schon vor Wochen, aber irgendwie war der richtige Zeitpunkt die Rezepte auszuprobieren noch nicht gekommen. Erst war es noch zu sommerlich, dann fehlte das Equipment, die Maronenernte hatte noch nicht begonnen und zum guten Schluss wollte ich mir dieses Buch als eins meiner kleinen Schmankerl für meine Rezensionen in dieser Woche aufheben.
Du kennst den 99Pages Verlag? Nicht? Hmm, das ist schade denn es ist ein Verlag der, so jung er selbst auch ist, seine Bücher entsprechend frisch und modern darbietet. Ein Verlag der von außergewöhnlicher Art geprägt ist sich zu präsentieren.
Das Buch das ich jetzt in Händen halte ist überaus interessant aufgemacht. Von Langeweile keine Spur, was ich recht witzig finde, dass 99Pages nicht nur der Name des Verlags ist, sondern die Bücher nach diesem Konzept aufgelegt werden. Jedes Buch aus diesem Verlag hat meines Wissens 99 Seiten. Bei diesem Buch findest Du auf 99 Seiten alles zum Thema Kastanie und genauso ist auch der Titel des Buches und das möchte ich Dir heute vorstellen. Was der Unterschied zwischen Kastanie und Marone ist, weiß ich zwar noch immer nicht, dafür habe ich aber fantastische Anregungen und Rezepte zur Verarbeitung dieser fast vergessenen Baumfrucht bekommen. Also Vergessen im Sinne der Kulinarik, Kastanienmännchen zu basteln hat in Deutschland mindestens genauso Tradition wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Sicher findet man heutzutage wieder mehr Maronistände auf Weihnachtsmärkten als früher.
Auch ist sie beim Gänseessen eine Wichtige Komponente die genauso wenig fehlen darf wie die Klöße und der Rotkohl, evtl. gibt es noch ein Dessert mit einer Maronencreme, aber dann hört es meistens auch schon auf. Okay, in Deiner Region nicht? Wohnst Du evtl. in Frankreich, im Süden Deutschlands oder gar in Italien?
In Südtirol gibt es traumhafte Speisen mit Maronen, im Ruhrgebiet musst Du für derartige Gaumenkitzel selber sorgen.
Mit diesem Buch alles kein Problem mehr.
ClaudeBrioude, der Meister der Rezepte in diesem Buch hat die Kastanie in allen Facetten auferstehen lassen. Als rustikale Bratenfüllung, kräftige Konfitüre, Süppchen, Pasta, Cremes und Kuchen, der Vielseitigkeit Kastanie hat er keine Grenzen gesetzt.
Jedes seiner Rezepte plante er mit einer kleinen Skizze. Aber die Krönung, diese reizenden Skizzen sind ebenfalls abgedruckt. Sehr liebevoll und wunderhübsch.
Zwischen den Rezepten ist das Buch immer wieder mit Wissenswertes und auch Historisches über die Kastanie ausgestattet. Natürlich auch da wieder gefolgt von reizvollen Bilder die auf diese wiederbelebte Frucht aufmerksam machen. Wusstest Du dass die Kastanie mal als Zahlungsmittel, als Tauschwährung und Witwenrente diente?
Für die ansprechenden Fotografien ist Ansgar Pudenz verantwortlich. Sie drücken Behaglichkeit und Wohlgefallen aus. Sie machen Lust auf Herbst für die die Marone ja regelrecht Sinnbild ist.
In den Texten ist immer wieder die Rede davon, dass die Kastanie derzeit ihre Renaissance erlebt, dem kann ich nur zustimmen. Die Texte stammen aus der Feder Rainer Schillings und sind wunderbar interessant aufgeführt. Ein tolles Trio das sich da gefunden hat. Das Ergebnis ist ein rundum sympathisches Werk im schwarz/weiß gehaltenen Hardcover mit Schutzumschlag. Das handliche Format von 25,6 x 20 x 1,8 cm ist gerade so groß das es in der Küche auf der Arbeitsfläche nicht zuviel Platz einnimmt. 17 Rezepte auf 99 Seiten verteilt (okay es sind 104 Seiten, aber nur weil am Anfang noch das Register hinein musste.
Im Handel ist es unter der ISBN: 978-3942518130 erhältlich und wie schon erwähnt, im 99PAGES Verlag erschienen.
Wie schon geschrieben, mit diesem ansprechenden Buch sind die Maronen auch wieder ins Büdchen eingezogen und werden mit Sicherheit noch einige Male in diesem Winter zum Speisenhauptdarsteller avancieren.
Für heute habe ich ein Maronensüppchen mitgebracht. Meine anderen Experimente, wie Ravioli mit Kürbis-Maronenfüllung,  stelle ich Euch demnächst vor.
Kastanien-Samtsuppe mit Sellerie-Gemüsewürfeln und Nuss-Schäumchen:
500 g frische Kastanien
8 gekochte Kastanien
1 Liter Vollmilch
1 Selleriestaude
8 hauchdünne Scheiben Brot
Einige Sellerieblättchen
Salz und Pfeffer
Die Kastanien schälen, ein Drittel der Selleriestaude in feine Würfel schneiden und zusammen mit den Kastanien in der Milch kochen bis die Kastanien zerfallen. Den restlichen Sellerie ebenfalls würfeln und in einer Pfanne dünsten. Die vorgekochten Kastanien in Scheiben schneiden und kurz in einer Pfanne mit etwas Nussöl anbraten. Die Suppe mit einem Purierstab aufmixen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die Brotscheiben toasten
Für das Nuss-Schäumchen:
250 ml Wasser
25 ml Nussöl
3 g Soja-Lezithin
Wasser mit Nussöl und Soja-Lezithin in einem Topf eine Minute lang aufkochen. Danach mit dem Pürierstab kräftig aufschäumen.


Vor dem Servieren die gedünsteten Selleriewürfel in die Suppe geben, Suppe auf Teller verteilen und mit den Brotscheiben, gebratenen Kastanienstücken, dem Nuss-Schäumchen und Sellerie- oder Petersilienblättern servieren. Ich habe übrigens noch ein Jakobsmuschelspieß dazugemogelt, der ganz fantastisch passte.

Dienstag, 5. November 2013

Selleriesüppchen mit Crackerstangen und einem Wurm...

Also so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Du fragst dich was ich meine? Na die anscheinende Vernachlässigung des Büdchens. Du hattest dich schon gesorgt, ich hätte das Schreiben eingestellt? Oder gar das Kochen? Alles nicht!
Computertechnisch ist 2013 nicht wirklich mein Glücksjahr. Erst meine portable Festplatte und nun noch ein Virus!
Es scheint es ist der Wurm drin und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Wurm der mein komplettes Netz befallen hat und selbst meinen Internetrouter lahm gelegt hat
Auf den Punkt gebracht: es ging nichts mehr in der virtuellen Welt!!!
Um alles was mit Computern zutun hatte, habe ich privat einen großen Bogen gemacht.
Hätte mich Herr GB nicht motiviert, ich glaube Du würdest nie, nie wieder etwas aus dem Büdchen lesen. Er hat immer wieder angeregt mein ganzes Netzwerk mit allen Komponenten zu erneuern und mit dem Blog wieder durchzustarten.
Material für Beiträge habe ich mehr als genug, denn das Kochen und Essen haben wir ja schließlich nicht aufgegeben. Ganz im Gegenteil, zwischenzeitlich waren wir auch mal wieder in Südtirol und mit der Freundin war ich in Paris.
Aber das sind andere Geschichten, zu denen komme ich in den nächsten Tagen.
Ich habe megaviel vor! Hier liegen einige Bücher die rezensiert werden wollen und Weine zu denen ich entsprechend gekocht habe.
Doch für heute habe ich eher leichte Kost auf dem Speiseplan. Jetzt im Herbst kommen bei uns Suppen in allen Formen gut an und da jetzt auch die Zeit der Wurzelgemüse beginnt, starte ich im November mit einem Selleriecremesüppchen das im Schlepptau mit Crackerstangen daher kommt.
Selleriecremesüppchen mit Crackerstangen
1 mittelgroße Sellerieknolle
1 Zwiebel
1 große Kartoffel (mehlig)
2 – 3 Stangen Porree
2 Liter Hühnerbrühe (oder Gemüsebrühe)
Pfeffer, Salz, Currypulver (das Englische ist sehr aromatisch)
Olivenöl
Etwas Sahne
Das Gemüse in kleine Würfel schneiden und im Olivenöl andünsten. Mit Pfeffer, Salz und Currypulver würzen. Die Brühe angießen und das Gemüse in der Brühe gute 30 bis 35 Minuten auf kleiner Flamme weich garen.
Die Sahne zur Brühe geben und die Suppe mit einem Mixstab pürieren.
Crackerstangen:
1 Packung fertiger Blätterteig
1 Eigelb
Mohnsaat
Meersalz
Parmesankäse fein gerieben
Den Blätterteig ausrollen und in 2 bis 3 Zentimeter breite Streifen schneiden. Die Streifen auf ein Backblech legen das vorher mit Backpapier ausgelegt wurde. Die Teigstreifen mit dem Eigelb bestreichen. Einen Teil der Streifen mit Mohnsaat und Meersalz betreuen, die restlichen Streifen mit dem geriebenen Parmesan bestreuen. Den Backofen auf 150° C aufheizen und die Blätterteigstangen ca. 15 Minuten goldbraun backen.
Die Suppe auf Suppentassen oder – schalen verteilen und mit den Crackerstangen servieren. So schlecht ist der Einstieg in den Herbst doch gar nicht, oder!?

Montag, 15. Juli 2013

Erbsenminzsuppe mit Blümchencroutons…

…war ja abzusehen dass mich die Leserei in der letzten Woche nicht ganz so schnell loslässt. Es ist einfach unmöglich fünf tolle Bücher durchzublättern, zu lesen, sie zu beschreiben, sich eins-zwei oder drei Rezepte herauszufischen und ihnen dann, nach der Kochaktion, ein Plätzchen im Bücherregal zuzuweisen. Ich bin zwar über diese Leseaktion sehr dankbar, denn auf diese Art ist mein Stapel mit ungelesenen Büchern geschrumpft, aber dafür ist meine Nachkochliste jetzt wieder so unglaublich lang, da muss will ich unweigerlich wieder viele Stunden in meinem Hobbyraum Küche verbringen. Aber damit Herr GB und ich nicht mal irgendwann platzen, muss es auch mal etwas Leichtes geben. Im Küchenkrambuch habe ich ein sehr schönes aber auch schnelles Rezept für eine Erbsensuppe gefunden. Das Geniale an dem Rezept, in die Suppe kam als Zutat Minze. Unter unserer Clematis wuchert Marokkanische Minze.
Eine Minze die für eine Tasse süßen Minztee einfach super klasse ist. Du brauchst 3-4 Stiele Minze, gießt heißes Wasser drüber, lässt den Aufguss 5-10 Minuten stehen, entfernst die Minze, gibst jede Menge Zucker hinein den Du sorgfältig auflöst, nun ab mit dem Tee in den Kühlschrank und richtig gut durch kühlen. Je kälter der Tee ist, umso besser. Jetzt servierst Du ihn bei 25°–30°C und Du wirst sehen es gibt nichts was erfrischender ist wie dieser phantastische Tee. In Marokko oder Tunesien ist dieser Tee eine Selbstverständlichkeit und nur Original mit genau dieser Minze. Also, solltest Du im Garten noch ein Eckchen freihaben, oder einen Blumenkübel der unbedingt noch bepflanz werden könnte, besorg Dir das Zeug und sollte sie alles überwuchern, kochst Du Tee oder isst sie auf. Gesund ist sie übrigens auch und der absolute Begleiter von Erbsen.
Wie super Erbsen und Minze zusammenpassen kannst Du mit der Erbsenminzsuppe ausprobieren, sie geht total fix, lecker und für einen Sommertag genauso geeignet wie der kalte Tee, nur die Suppe wird warm gegessen.
Erbsenminzsuppe mit Blümchencroutons:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1,5 Liter Hühnerbrühe (aus einem ½ Huhn gekocht, die Mühe schmeckt man)
Olivenöl
900 g Erbsen (es gehen auch Tiefkühlerbsen)
200 ml Milch (wer es etwas fetter mag nimmt Sahne)
1 Bund frische Minze (bei mir waren es 2 Esslöffel gehackte Minze)
Salz und Pfeffer
Toastbrot
Butter
Ausstechform in Blumenform
Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und im Olivenöl anschwitzen.
Die Erbsen zufügen, mit den Zwiebelringen gut vermischen und mit der Brühe ablöschen. Gute 15 bis 20 Minuten kochen bis die Erbsen gar sind. Mit einem Mixstab die Suppe pürieren. Die Suppe von der Hitzequelle nehmen, Milch oder Sahne und Minze zufügen. Die Suppe darf jetzt nicht mehr kochen nur noch warm gehalten werden. Noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aus den Toastbrotscheiben mit einer Blumenausstechform kleine Blumen ausstechen, etwas Butter in einer Pfannes auslassen und die Blumen von beiden Seiten goldbraun rösten.
Die Suppe in Suppentassen füllen, die Croutons aufsetzen und servieren. Na jetzt sag mal das war doch jetzt megaschnell, oder?



Mittwoch, 6. Februar 2013

Es ist noch Suppe da…

…es ist noch Suppe da, wer hat noch nicht, wer will nochmal, wer hat noch nicht wer will nochmal…*lalalalalalalala* wir stecken mitten in der Karnevalszeit und der Countdown läuft, in einer Woche fängt die Fastenzeit an. Machst Du mit? Also, nicht dass Du denkst ich wäre jetzt unter die Heilfastenden gegangen, ne bin ich nicht, aber fasten werde ich auch. Ich werde von Aschermittwoch bis Ostern auf etwas verzichten, nur weiß ich noch nicht auf was. Ich könnte auf Alkohol verzichten, aber das wäre kein wirkliches entbehren. Schokolade wäre auch eine Möglichkeit, doch da ich ja keine wirklich Süße bin, ist diese Idee auch doof. Bis Ostern keine Kochbücher kaufen, das wäre eher eine Bestrafung als Verzicht. Auch nicht so wirklich klasse. Hättest Du vielleicht Ideen auf was ich verzichten könnte? Internet, Computer und Fleisch ist auch nicht ganz so clever. Internet und Computer geht nicht, weil ich ja irgendwie meine Brötchen verdienen muss und Fleisch geht schlecht, weil Herr GB dann von mir genötigt würde mitzumachen. Da ich eh nicht viel Fleisch esse, wäre das auch kein richtiger Verzicht für die Fastenzeit. Ich könnte auf alles verzichten und mich ausschließlich von Suppe ernähren. Das könnte ich mir super gut vorstellen, vor allem wenn ich mich mit so leckeren Suppen ernähren würde, wie mit dem Maronensüppchen das ich neulich gekocht habe. Ein Maronensüppchen mit gebratenen Pilzen und Schinkenspieße. Lecker, sättigend und schnell gekocht.
Du brauchst eine Zwiebel die Du in kleine Würfel schneidest, 250 g gegarte Esskastanien. Beides dünstest Du in etwas Butter mit 7 Muskatnussblüten ungefähr 5 Minuten. Du löscht die Kastanien mit 150 ml Portwein ab, gießt noch gute 600 ml Brühe an und köchelst die Zutaten gute 15 Minuten gar. Du gibst 250 ml Sahne in die Suppe, lässt alles einmal aufkochen und pürierst die Suppe. Du musst jetzt die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Jetzt gibst Du etwas Butter in eine Pfanne und brätst 500 g gemischte Pilze an. Ich habe Champignons, Austernpilze und Kräutersaiblinge bekommen. Auch die Pilze würzt Du mit Salz und Pfeffer. Lässt sie in der Pfanne bis sie goldbraun sind. Auf ein Holzspießchen schiebst Du Schinken. Die Spieße kannst Du wunderbar in der Mikrowelle kross braten. Einfach Küchenpapier auf einen Teller legen die Spieße darauf und bei voller Mikrowellenleistung ca. 40 Sekunden garen.
In ein Glas gibst Du die gebratenen Pilze. Du füllst das Glas mit der Suppe auf, streust noch Schnittlauchröllchen auf die Suppe und legst den Schinkenspieß oben auf. Wenn Du schöne große Pilze bekommst sieht es nett aus, wenn Du an das Ende der Spieße einen dicken Pilz steckst. Sag ich doch, es ist noch Suppe da, es ist noch Suppe da….


Freitag, 19. Oktober 2012

Vitamine für den Winter…

Letztens hatten wir im Büdchen noch die letzten Nachwirkungen von unserem Tomatenanbau. Erst blühten die Pflanzen wie verrückt und ich befürchtete schon ich müsste auf dem Markt einen Verkaufsstand anmieten, dann kam ein leichter Kälteeinbruch und die Blüten verkümmerten.
Acht Tomaten und eine kleine, aber die Kleine ist noch immer nicht rot. Ich habe sie schon in eine dunkle Schublade eingeschlossen und sie mit totaler Finsternis bestraft, doch die schert sich einen feuchten Kehricht darum. Jetzt mach mir bitte nicht den Vorschlag und biete mir ein Rezept für Grüne Tomaten an, es geht tatsächlich nur um eine Grüne.
Mit den anderen Tomaten habe ich frisches Brot belegt und eine köstliche Tomatensuppe war auch noch drin.
Der einzige Vorteil an den verfrühten Weihnachtsauslagen in den Geschäften, dass darunter auch richtig frische saftige Orangen zu finden sind. Genau die richtige Zutat die ich für meine Tomatensuppe brauche.
So sehr viel mehr brauchte ich fast schon gar nicht. Okay, Zwiebeln, Gemüsebrühe und für das Häubchen noch Schlagsahne und da das Auge ja bekanntlich mit isst noch etwas Schnittlauch.
So und jetzt die Bastelanleitung mal ganz von vorne und nach Plan.
Orangen-Tomaten-Suppe
200 g Zwiebeln würfeln und in Öl glasig dünsten. Von einer unbehandelten Orange die Schale in Zesten abschälen und den Saft ausdrücken.
Die Hälfte der Zesten sehr fein hacken. Orangensaft und Orangenschale zur Seite stellen. Ca. 800 g Tomaten schälen und in kleine Würfel schneiden.
Die Tomatenwürfel zusammen mit ca. 300 ml Gemüsebrühe und mit der Hälfte des Orangensaftes zu den Zwiebeln geben. Zwei Teelöffel Zucker und die gehackte Schale zugeben und alles gründlich umrühren.
Nun die Suppe gut 15 Minuten auf kleiner Temperatur garen. Die Suppe pürieren, den restlichen Saft angießen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Sahne schlagen. Die Suppe auf Tassen verteilen ein Sahnehäubchen aufsetzen mit Schnittlauchröllchen und Orangenzesten bestreuen.
Schade dass meine Tomatenausbeute so gering war, von dieser leckeren Suppe hätte ich mich auch gut über den Winter bringen lassen.