Posts mit dem Label Suppe ist fertig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Suppe ist fertig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 14. April 2015

Alle Jahre wieder, Radieschenblättersuppe…

Am letzten Samstag war es wieder soweit, die Augen waren wieder viel größer als der Kühlschrank und der ist schon groß.
Herr GB hatte sich als Brotaufstrich einen Frischkäse mit Frühlingszwiebeln und Radieschen gewünscht. Ein echtes Wagnis, zumal er ja eigentlich nicht wirklich für die kleinen scharfen Dinger schwärmt, also so pur nicht, viel zu scharf und sowieso und überhaupt. Wenn solche Wünsche geäußert werden nehme ich die Gelegenheit beim Schopfe und lege sofort los, okay sofort nur dann, wenn alle Zutaten im Hause sind. Waren sie aber nicht. Also erstmal Food shoppen. Herr GB meinte es besonders gut mit den Radieschen und kaufte gleich 2 Bunde.
Hallo, wir sind noch immer keine Großfamilie! Hätte ich die ganzen Radieschen für den Brotaufstrich verarbeitet, würden wir wohl locker noch den Rest der Woche davon essen. Nein, ich habe mich gebremst und den Gegebenheiten angepasst ein kleines Schälchen hergestellt. Aber jetzt kommt’s, ich kann ja nichts wegschmeißen und die Blätter sahen sooooo wunderschön saftig grün aus, ich konnte einfach nicht anders.
Richtig, ich habe Radieschenblättersuppe geklöppelt. Nicht das ich noch nie eine Suppe aus Radieschenblättern gemacht habe, fast pünktlich vor drei Jahren gab es schon mal eine Suppe aus Radieschenblättern, aber diese war eindeutig noch einen Tick besser. Wie heißt es doch so schön, man entwickelt sich weiter.
Radieschenblättersuppe:
1 Esslöffel Olivenöl
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 rote Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
40 g Dinkelmehl
750 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
2 Bund Radieschenblätter
3 Esslöffel Creme Frâiché
70 g Parmesan, gerieben
Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch andünsten. Mit dem Mehl bestäuben und leicht goldgelb anbräunen.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen. Etwas mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss würzen. Die gründlich gewaschenen Radieschenblätter in die Suppe geben. Die Suppe gute 10 Minuten köcheln lassen und anschließend mit dem Mixstab fein pürieren. Creme Frâiché unterziehen und nochmals kurz aufkochen lassen. Den Parmesan in die Suppe rühren und somit etwas andicken. Auf Suppentassen verteilen und mit Radieschen anrichten.

Montag, 6. April 2015

Heute ist wieder Suppentag, ja, auch Ostern isst man Suppe und Champignons gehen immer, auch als Suppe…

…wie man es macht, macht man´s verkehrt. Besonders gut sollte es werden, das Süppchen. Du weißt ja, einmal in der Woche ist im Büdchen Suppentag. Etwas Leichtes aber Genussvolles muss her. Diesmal eine Suppe aus Champignons. Wie ich gelesen habe, soll es bis zu 50 verschiedene Arten von Champignons geben unterteilt in giftige und essbare. Wir kennen nur zwei verschiedene Sorten und zwar die Weißen und die Braunen, auch Cremechampignons genannt aus dem Supermarkt, oder wie wir sie kaufen, vom Markt. Angeblich sollen die Braunen aromatischer sein und genau da lag die Falle in die ich hinein getappt bin. Eine aromatische, leckere Suppe sollte es werden, also kauft man logischer Weise die Besten, die Braunen. Die Suppe sollte auf jeden Fall als Einlage geräuchertes Forellenfilet bekommen. Forellenfilet geräuchert ist jetzt nicht gerade ein geschmackliches Leichtgewicht und deshalb mussten es Champignons sein die dagegenhalten konnten. Die Braunen konnten geschmacklich mithalten, aber farblich! Ich hätte es mir ja denken können, dass die braune Farbe der Pilze, das Süppchen nicht gerade in ein farblich ansprechendes Frühlings-Highlight verwandeln würde. Eine euphorisch ansprechende Farbkombination sieht etwas anderes aus, aber wie so oft, es war trotz des Aussehens sehr schmackhaft und nicht ein Löffel ist übrig geblieben.
Champignoncremesuppe mit geräuchertem Forellenfilet:
500 g Champignons, in Blätter geschnitten, einige Pilze für die Dekoration zurück halten
1 Zwiebel fein gehackt
1 Esslöffel Butter
1 gehäufter Esslöffel Mehl
750 ml Gemüsebrühe
100 ml Milch
100 ml Sahne
2 - 3 Esslöffel Frischkäse
4 Esslöffel fein gehackte glatte Petersilie
1 geräucherte Forelle, filetiert
Die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit den Champignon-Blätter in der Butter andünsten. Die Zwiebel soll glasig sein. Das Gemischt mit Mehl bestäuben und leicht anbräunen.
Mit Gemüsebrühe, Milch und Sahne ablöschen. Die Suppe 15 bis 18 Minuten garen. Nach der Garzeit die Suppe pürieren. Den Frischkäse und 2 Esslöffel der gehackten Petersilie unterrühren. In Suppentassen jeweils ein Stück Forellenfilet geben und mit Suppe aufgießen. Zurückbehaltene Championblätter in etwas Butter anbräunen und auf die Suppe geben, noch etwas Petersilie aufgestreut und schnell servieren, weil Cremesuppen schnell kalt werden.

Freitag, 27. März 2015

Fremdländische Tomatensuppe mit einheimischen Hühnchen…

Ich hatte es ja neulich hier verkündet, mindestens einmal in der Woche gibt’s einen Teller oder eine Tasse Suppe. Zwar ist im Moment nun absolut keine Tomatenzeit, aber ich hatte bei meinem Gemüsehändler Herrn Weitz auf dem Markt Aromatomaten gekauft. Die stammten zwar aus dem Gewächshaus aber machten ihrem Namen trotzdem alle Ehre. Okay, die eigentliche Suppe war wirklich etwas blass, warum das jetzt so war, weiß ich auch nicht, aber im Sommer werde ich die Suppe nochmals kochen, na vielleicht jetzt nicht ganz genau die gleiche Suppe, aber auch eine Tomatensuppe und dann will ich mal sehen, ob sie im Sommer auch so blass ist. Glaubst Du es liegt an der Jahreszeit dass sie so blass geblieben ist?
Als Einlage bei einer Tomatensuppe war mir bisher Reis oder Nudeln bekannt, aber Hühnchenfleisch war mir neu, fand ich aber eine tolle Idee. Ich habe dem Hühnchenfleisch durch Sojasoße eine kleine Asianote verliehen. Herr GB war erst sehr skeptisch, Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch im Asiastyle hatte er noch nie gehört, geschweige denn je gegessen und jetzt würde ich wieder mit solch einer Nummer um die Ecke kommen. Ja, ich weiß, Herr GB hat es im Büdchen wirklich nicht einfach, aber ich kann Dir versichern, nicht ein Löffel Suppe ist übrig geblieben und glaub nicht dass ich alles gegessen habe.
Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch
1 rote Zwiebel, ca. 50 g
1 Schalotte
1 Esslöffel Butter
1000 g geschälte und entkernte Tomaten
400 g Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
1Teelöffel Paprikapulver
1 Prise Zucker
Pfeffer und Salz zum abschmecken
Zwiebel und Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Restliche Zutaten zufügen und gute 30 Minuten garen. Die Suppe pürieren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
1 Hühnerbrustfilet
1 Teelöffel englisches Currypulver
1 Teelöffel dunkle Sojasauce
1 Teelöffel Akazienhonig
Frischhaltefolie
Currypulver mit Sojasauce und Honig vermischen. Das Hühnchenfilet komplett mit der Marinade bestreichen und ganz stramm in Frischhaltefolie einwickeln. Einige Zeit, mindestens 60 Minuten, marinieren lassen und anschließend in einem Dampfkörbchen oder Dampfgarer 15 bis 20 Minuten garen.
Das Hühnchenfleisch aus der Folie nehmen und in Scheiben schneiden. Jeweils eins- zwei Scheiben Hühnchenfleisch in einen Suppenteller legen und mit Tomatensuppe auffüllen. Mit Basilikum- oder Petersilienöl dekorieren.

Sonntag, 15. März 2015

Leichte Frühlingskost, Erbsenfenchelsuppe…

…es hätte auch heißen können, leichte Frühlingskost, oder wie mache ich Herrn GB das Nichtessen schmackhaft.
Nein, nein, mach Dir keine Sorgen, wir im Büdchen sind weder dem Diät- noch dem Fastenwahn verfallen. Um es mal gleich klar zu stellen, wir machen keinen Trend mit, aber das weißt Du ja bereits. Im Büdchen wird sich nach gesundem Wissen und Gewissen ernährt.
Und jetzt kommt das große ABER.
Da wir ja auch nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt sausen und für neue Erkenntnisse immer ein offenes Ohr haben, so lockte mal wieder der Selbstversuch. Vor fast 9 Jahren habe ich schon einmal einen Selbstversuch gemacht, da hatte ich aufgehört zu rauchen. Den damaligen Versuch habe ich mit Bravur abgeschlossen und meine letzte Zigarette liegt noch heute ungeraucht irgendwo in einer Schachtel.
Bei dem jetzige Selbstversuch baue ich wieder auf meinen Eigensinn und bin auf dem besten Weg zu gewinnen. Gewinnen an Gesundheit. Seit Januar ist an drei Tagen der Woche für Herrn GB und mich Schmalkost angesagt. Das hat hervorragende Auswirkungen auf Cholesterin und Leberwerte. Selbst der Kreislauf und der Blutdruck ticken im Takt.
Soweit, so gut. Also an drei Tagen ist Schmalhans zu besuch. Zu diesem System gibt es vielseitige Lektüre und so vielseitig sind auch die Ratschläge wie man diese Ernährungsumstellung durchführen sollte/kann. Ich denke das muss jeder für sich heraus finden. Wir haben uns auf das Dreitagesystem eingeschossen. Herr GB bekommt ein Süppchen, einen Salat oder sonst eine Mahlzeit am Abend, aber nicht mehr wie 600 kcal und ich greife nur zu, wenn mich der Hunger fast umbringt. Bisher ist das noch nicht passiert.
Bei Herrn GB ist das schon etwas anders. Er versicherte mir zwar immer, er würde nicht einen Gedanken an Essen verschwenden, aber dafür klappte abends dann doch erstaunlich oft die Kühlschranktür. Also musste ich für Abhilfe sorgen.
Du wirst jetzt zukünftig öfters hier ein Rezept für ein Süppchen lesen.
Süppchen deshalb, weil Süppchen schnell gehen, weil Süppchen wenig Arbeit machen, weil Süppchen nicht schwer im Magen liegen, weil Süppchen mit wenig Zutaten gekocht werden können, weil Süppchen wenig Kalorien haben, weil Süppchen satt und zufrieden machen.
Dann fange ich gleich mal heute an.
Erbsenfenchelsuppe:
2 Schalotten in kleine Würfel
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Teelöffel Butter, ausgelassen
500 g Fenchelknollen, in Streifen geschnitten, etwas Fenchelgrün zurück behalten
250 g Erbsen (wahlweise gefrorene)
2 Kartoffeln, mehlige, in kleine Würfel
1 Bund Petersilie, ebenfalls fein gehackt
1 Liter klare Gemüsebrühe
Zesten einer halben Bio-Zitrone
2 Sternanis, 2 Pimentkörner, Salz, Pfeffer, Zucker
50 g Frischkäse
Die Schalottenwürfel mit dem gehackten Knoblauch und der Petersilie in ausgelassener Butter glasig dünsten. Die Fenchelstreifen, die Erbsen und die Kartoffelwürfel zugeben und ebenfalls kurz mit anschwitzen. Aber bitte keine Farbe annehmen lassen. Mit der Brühe ablöschen. Die Gewürze zugeben und die Suppe gute 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln und das restliche Gemüse gar sind. Den Sternanis und die Pimentkörner aus der Suppe entfernen. Nun noch den Frischkäse und die Zitronenzesten unterrühren und die ganze Suppe kräftig pürieren. Ggf. nochmals mit Pfeffer, Salz und Zucker abschmecken.
Die fertige Suppe in Tassen füllen und mit Fenchelgrün dekorieren.

Freitag, 20. Februar 2015

Wiedereinstieg mit leichter Kost, Blumenkohlsüppchen…

Ja, ja, ich weiß, mit mir hast Du schon seit ewiger Zeit nicht mehr gerechnet. Doch dazu kann ich nur eins sagen, mit mir muss man immer rechnen. Okay, ich gebe zu ich hatte jetzt hier eine etwas längere Blogpause, aber zu meiner Entschuldigung, das geht ganz vielen Bloggern so und wie ich selbst festgestellt habe, sind derzeit so einige Blogger von dem Virus der Schreibblockade betroffen.
Nach knappen 15 Wochen Winterschlaf habe ich beschlossen wieder voll durchzustarten.
Heute als Einstieg mit Leichter Kost. Die Wahl traf auf ein leichtes Blumenkohlsüppchen. Es ist nicht nur leicht, sondern auch super schnell gemacht.
Auch wenn ich hier durch Abwesenheit glänzte, war ich nicht ganz untätig. Es ist auch ein neues Gerät ins Büdchen gezogen. Zwar hatte ich schon seit ewigen Zeiten mit dem Spielzeug geliebäugelt, aber doch habe ich mich immer gewehrt und behauptet ich brauche so ein Teil nicht, denn schließlich kann ich ohne kochen.
Du kannst Dir sicher schon denken um welche Spielerei es sich handelt, oder!? Genau, es ist der TM5 von Vorwerk der mich hier seit November letzten Jahres bespaßt.
Allen Spekulationen vorweg, ich habe ihn selbst bezahlt und mich aus freien Stücken entschieden. Na gut, das mit den freien Stücken stimmt nicht so ganz, Herr GB drängte mich nahezu und meinte ich sollte ihn endlich kaufen. Ich glaube er konnte meine Argumente, die ganzen Fürs und Wider, schon im Schlaf herunter predigen. Abrupt wurde meine Zeit der Vorfreude durch die Bestellung beendet und jetzt bin ich glücklich und zufrieden mit dem neuen Küchengerät. Eine optimale Ergänzung zu meiner Kitty.
Nun aber zu meinem angekündigten Blumenkohlsüppchen. Sicher kann man sie auch in dem neuen Küchengerät zubereiten, aber hier in meinen Rezepten bleibt es bei der konservativen Zubereitung.
Blumenkohlcremesüppchen:
50 g Zwiebelwürfel
1 Teelöffel Öl
500 g Blumenkohlröschen
700 g Gemüsebrühe
Spritzer Zitronensaft
1 TL Salz
Pfeffer nach Geschmack
Muskatnuss frisch gemahlen nach Geschmack
2 Esslöffel Frischkäse
Zwiebelwürfel mit dem Öl in einen Topf geben und glasig dünsten. Die Blumenkohlröschen und den Zitronensaft zugeben, mit der Gemüsebrühe angießen.
Gute 15 Minuten köcheln lassen bis die Röschen weich sind. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Den Blumenkohl pürieren und den Frischkäse in die Suppe rühren und nochmals mit dem Mixstab aufschlagen.In Suppentassen füllen und servieren, Ach ja, vielleicht vor dem Pürieren noch einige Blumenkohlröschen für die Dekoration zurück behalten, die machen sich gut oben auf der Suppe.


Freitag, 10. Oktober 2014

Kürbiscremesuppe mit Krönung…

…wenn Du jetzt glaubst ich habe eine Suppe gekocht und als Krönung Kürbiskernöl aufgeträufelt und dann noch die arme Suppe mit gehackten Kürbiskernen beworfen, dann hast Du dich in den Finger geschnitten! Also so sinnbildlich!
Die Kerne und das Öl kannst Du getrost vergessen im Schrank stehen lassen.
Klar habe ich eine Kürbiscremesuppe gekocht, aber mal ganz anders. Nicht dass Du glaubst ich verteufel jetzt alle anderen delikaten Kürbissuppenrezepte, nee ganz sicher nicht, aber ich denke es ist einfach mal Zeit dem Kürbis andere Partner zu präsentieren.
Die besten Rezepte sind eh meistens Zufallsprodukte und mit meiner Suppe war es eigentlich auch so. Ich hatte noch zwei richtig dicke Süßkartoffeln und dann lungerte hier auch noch ein Minikörbchen voll Pfifferlinge herum. Obendrein war ich auch noch derart im Rapsölrausch, dass alles was mir unter die Finger kam die Bekanntschaft mit Rapsöl machte.
Echt schade dass ich schon zwei Rezepte bei Peggy eingereicht habe, denn ich denke dieses Süppchen hätte auch noch hervorragend zu ihrem Event gepasst. Aber ist egal, Hauptsache es geht nicht verloren und hier im Büdchen ist das Rezept gut aufgehoben.
Aber jetzt kommt das Rezept, ich will Dich mal nicht zu lange auf die Folter spannen.
Kürbissuppe mit frittierten Süßkartoffelscheiben und Pfifferlingen
500 g Hokkaido Kürbis, in grobe Würfel
2 faustgroße Süßkartoffeln, eine Kartoffel in Würfel und eine in Scheiben schneiden
1 große Zwiebel, in kleine Würfel (oder 2 kleinere)
Rapsöl
½ Teelöffel Korianderkörner
½ Teelöffel Fenchelsamen
Eine Prise Cayennpfeffer
Salz und Pfeffer
2 Teelöffel Gemüsebrühe
750 ml Wasser
250 g Pfifferlinge
Pfeffer und Salz
Thymianblätter
Die Kürbiswürfel zusammen mit den Süßkartoffelwürfeln und den Zwiebelwürfel in Rapsöl andünsten. Das Gemüsebrühpulver zugeben und mit dem Wasser ablöschen. Koriander, Fenchel, Cayennpfeffer und Salz mit Pfeffer ganz fein mörsern. Die Gewürzmischung zur Suppe geben. Die Suppe gute 15 Minuten kochen bis das Gemüse gar ist. Nach der Garzeit die Suppe mit einem Mixstab nur so eins – zwei Mal pürieren, es sollen noch ganze Stücke in der Suppe sein.
Während die Suppe gar zieht kannst Du die Süßkartoffelscheiben im Rapsöl frittieren. Nach dem Frittieren die einzelnen Scheiben auf Küchenpapier abfetten lassen.
Die Pfifferlinge putzen und in heißem Rapsöl anbraten, das muss schnell gehen, nicht dass sie Wasser ziehen, denn dann werden sie wie Gummi. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Thymianblätter untermischen.
Jetzt geht’s ans anrichten, Suppe in einen tiefen Teller geben, einige Scheiben Süßkartoffeln auf der Suppe verteilen und oben auf die Süßkartoffelscheiben Pfifferlinge verteilen. Mal so ganz unter uns, wenn Du jetzt gerne noch etwas grünes körniges auf dem Teller haben willst, dann streue fein gehackte Kürbiskerne auf die Suppe, aber nur ganz wenig! Hörst Du, ganz wenig!!!

Montag, 21. Juli 2014

36°C und wir kühlen mit einer grünen Gazpacho…

 …war das ein schönes Wochenende! Herr GB hat ganz liebe Freunde eingeladen und ich konnte mich in der Küche austoben. Menschen die wir schon über dreißig Jahre kennen und bei denen Verwöhnen einfach Spaß macht. Herrn GB´s Geschmack kenne ich ja in und auswendig, aber Leute zu bekochen die man nicht täglich um sich hat, dessen Gusto zu treffen, ist ja immer etwas schwieriger. In solchen Fällen bastel ich gerne unterschiedliche Kleinigkeiten, irgendetwas Passendes wird dann schon dabei sein.
Man hatte ich ein Glück, so dankbare Esser, an nichts hatten sie etwas auszusetzen, ganz im Gegenteil, Komplimente habe ich gehört. Das macht Stolz und spornt an, mit 6 unterschiedlichen Gängen wurden unsere Gäste gequält. Einer der Gänge stellte eine Gazpacho dar, jetzt halt dich fest, eine GRÜNE Gazpacho.
Angestiftet haben mich die modernen Smoothies und wenn man mal ganz ehrlich ist, sind Smoothies abgewandelte Gazpachos nur eben nicht so gewürzt wie eine Gazpacho. Wie heißt eigentlich die Mehrzahl von Gazpacho? Vielleicht könnten mich die Insider mal aufklären.
Also weiter im Text mit dem Gemüse. Für mein grünes Gedöns brauche ich Salat, ich nehme Eichblattsalat. Das ist ein Lattichgewächs genauso wie der Kopfsalat, hat einen dezenten Geschmack mit den Aromen von Haselnuss und in Verbindung mit Knoblauch entfaltet er erst einmal so richtig seinen Geschmack.
Ein Smoothie wird mit kaltem Wasser gemixt, meine Suppe bekommt eine kalte Gemüsebrühe. Die habe ich vorher zu Eiswürfel gefroren und so wie sie waren kamen die Eiswürfel mit in den Blender. Soll ich Dir was sagen, das war die schnellste Suppe die ich in meinem Leben gekocht zubereitet habe. Eigentlich gehört in eine Gazpacho etwas Weißbrot ohne Rinde, altbackenes Brötchen oder auch Semmelbrösel. Ich denke das Brot soll Bindung bringen, doch jetzt kommt der Hammer, während wir die Suppe löffelten fiel mir siedend heiß das altbackene Brötchen ein. Das lag vergessen im Küchenschrank und vegetierte jetzt so vor sich hin und wir ließen es uns ohne schmecken.
Ich schreibe Dir mal das ganze Rezept auf, in den nächsten Tagen soll uns der Sommer ja noch so manch ein warmes Stündchen bescheren. Glaub mir, Du wirst Dich über diese flotte Anleitung freuen, gerade wenn es wieder heißt: 36° Grad und es wird noch heißer…
Grüne Gazpacho:
100 g Babyspinat (da kannst Du auch die kleinen Stängel mit verwenden)
100 g Eichblattsalat
10 Blätter Rucola
1 kleine Minigurke (das sind diese Salatgurken, die nur noch halb so groß sind und die Du mal eben so auch aus der Hand essen kannst)
1 grüne Paprika
1 frische Knoblauchzehe
Schale einer ½ unbehandelten Zitrone
Salz und schwarzer Pfeffer (natürlich frisch gemahlen)
500 ml Gemüsebrühe (eisgekühlt oder direkt als Eiswürfel eingefroren)
einen guten Schuss Olivenöl
Sherryessig
½ altbackenes Brötchen, das Du getrost vergessen kannst
1 hart gekochtes Ei in Scheiben schneiden
1 kleine rote Naschpaprika fein hacken
Ei und Naschpaprika benötigst Du für die Deko
Gemüse putzen und grob in kleine Stücke schneiden. Alles zusammen mit der Gemüsebrühe und den Gewürzen in einen Blender geben. Mit Olivenöl und Essig abschmecken. Einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Zum Servieren die Suppe in Suppenteller geben und mit Eierscheiben und dem fein gehackten Naschpaprika dekorieren.

Montag, 20. Januar 2014

Rote Beete Suppe, geprägt bis in alle Ewigkeit…

…ja genauso könnte man es bezeichnen. Du fragst Dich gerade welch eine Geschichte dahinter steckt? Du glaubst ich verabscheue seit Kindheit an Rote Beete, oder Herr GB ist wieder der Abscheutäter? Okay, Herr GB und Rote Beete sind jetzt nicht die besten Freunde, aber ich muss ihm mit nichts drohen damit er Rote Beete isst. Gelegentlich gibt es im Büdchen die rote Knolle, aber es hält sich in Grenzen. Als Suppe hatte sie hier noch nie ihren Auftritt und nur weil ich durch eine Geschichte geprägt bin, die ich selbst noch nicht einmal erlebt habe. Ich kenne sie nur vom hören aus meiner Familie.
Es geschah einst vor meiner Zeit, dass ein Familienvater für seine Kinder etwas zum Mittagessen kochen musste weil die Gattin im Krankenhaus lag. Dieser Vater der sich ganz fürsorglich und aufopfernd um seine Blagen kümmerte wollte natürlich etwas ganz außergewöhnlich Gutes auf den Tisch bringen. Er hatte eine enorme Aufgabe, denn die eigentliche Köchin, wie bereits erwähnt, lag im Krankenhaus und er wollte sie jetzt mit Bravur ersetzen. Anstatt sich ein Kochbuch zur Hand zu nehmen, ließ er seine spontanerrungene Kochkunst walten. Er kochte Frühlingssuppe mit Rote Beete. Die wohlerzogenen Kinder meuterten und der fürsorgliche Familienvater löffelte die Suppe alleine aus die er sich eingebrockt hatte. Aus sicheren Quellen weiß ich dass sie ihm selbst wohl auch nicht so geschmeckt hatte wie er es seinen Kindern weiß machen wollte.
Der Familienvater war mein eigener und die lieben Kinderchen meine Geschwister. Sag ich doch, als Nesthäkchen geht so manch ein Krug an einem vorbei, auf den man auch gut verzichten kann. Außerdem verbirgt die Stellung der Jüngsten noch so andere angenehme Vorteile, aber das ist eine andere Geschichte.
Soweit ich denken kann habe ich die erste Rote Beete Suppe erst vor zwei oder drei Jahren gegessen und ich konnte nichts Geschmackloses daran finden, allerdings war es auch keine rote Frühlingssuppe. Zurückblickend kann ich mir die Frühlingssuppe meines Vaters nur so erklären, dass er vielleicht die bekannte Suppe Borschtsch kochen wollte. Da er sie bis dato sicherlich nur gegessen hatte, aber selber nie gekocht hatte, musste das Experiment wohl in die Hose gehen.
Was das Kochen angeht bin ich dann wohl doch eher meiner Mutters Tochter und schlage dann mehr nach ihr.
Diese Rote Beete Suppe hat mir aber einfach keine Ruhe gelassen und deshalb musste Herr GB sich jetzt opfern. Ich habe ihn ganz fürsorglich bekocht wie einst mein Vater meine Geschwister. Zwar hat Herr GB die Suppe probiert, aber er und die Beete werden einfach keine innigen Freunde, wobei die Steinpilzravioli, die ich als Einlage in der Suppe hatte, großen Anklang fanden. Herr GB entschied sich gegen einen Nachschlag von der Suppe, aber gegen die restlichen Ravioli in Butter geschwenkt hatte er nichts und verputzte die Teigtäschchen ohne mit der Wimper zu zucken. Was ich aber als absoluten Erfolg verzeichne, Herr GB isst immer häufiger auch Speisen ganz ohne Fleisch und das Schöne, er vermisst es auch nicht.
Rote Beete Suppe:
500 g Rote Beete, bereits geschält
15 g getrocknete Steinpilze,
etwas Rapsöl
1 rote Zwiebel in Würfel geschnitten
1 Knoblauchzehe fein gehackt
10 Pimentkörner
4 Lorbeerblätter
8 schwarze Pfefferkörner
Salz, ½ Teelöffel Zucker
1 Esslöffel Zitronensaft
1 Stück Zitronenschale einer Bio-Zitrone
1 bis 2 Esslöffel Petersilie fein gehackt
1,5 Liter Wasser plus zusätzlich Wasser um die Pilze einzuweichen
Die Steinpilze mit Wasser einweichen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
Das Rapsöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel und Knoblauchwürfel darin glasig andünsten.
Die Rote Beete als Knolle zugeben und mit dem Wasser ablöschen. Die Gewürze zugeben und auch das Pilzwasser angießen. Die Suppe aufkochen und gute 35 bis 40 Minuten bei milder Hitze die Rote Beete garen.
Die Beete aus der Suppe nehmen, in Scheiben schneiden und anschließend in schmale Streifen. Die Brühe durch ein Sieb filtern und die Rote Beete Streifen wieder zurück in die Brühe geben. Evtl. nochmals mit etwas Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Teigtaschen:
100 g Mehl
1 Ei
Salz
Etwas Öl
1 fein gehackte Schalotte
Eingeweichte Steinpilze
Pfeffer und Salz
Eiweiß
Aus Mehl, dem Ei und Salz einen Nudelteig herstellen. Den Teig gründlich kneten und gut eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Die Steinpilze fein hacken und zusammen mit den Schalottenwürfeln in etwas Öl weich dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das gedünstete Gemisch abkühlen lassen.
Den Teig dünn ausrollen, Ravioli in Größe von 5 -6 cm ausstechen.
Jeweils ein Teelöffel von der Steinpilzfüllung auf eine Teigplatte geben, die Ränder mit Eiweiß bepinseln und eine gleichgroße Teigplatte auflegen. Die Ränder fest zusammendrücken.
Die Ravioli 2-3 Minuten im Salzwasser garen bis sie oben schwimmen.
 
Anrichten:
Jeweils 3 Ravioli in einen Suppenteller geben und mit der Rote Beete Suppe auffüllen.

In die Mitte einen Esslöffel Saure Sahne geben und ein kleines Büschel Dill hineinstecken.

Freitag, 15. November 2013

Herbst, Kastanien, Suppe oder einfach nur Buch 4...

Passend zur Bücherwoche "Jeden Tag ein Buch" und natürlich zur Jahreszeit ist ein außergewöhnliches Buch im Büdchen eingetroffen.
Alle Rechte: Ariane Bille
Also eingetroffen ist es schon vor Wochen, aber irgendwie war der richtige Zeitpunkt die Rezepte auszuprobieren noch nicht gekommen. Erst war es noch zu sommerlich, dann fehlte das Equipment, die Maronenernte hatte noch nicht begonnen und zum guten Schluss wollte ich mir dieses Buch als eins meiner kleinen Schmankerl für meine Rezensionen in dieser Woche aufheben.
Du kennst den 99Pages Verlag? Nicht? Hmm, das ist schade denn es ist ein Verlag der, so jung er selbst auch ist, seine Bücher entsprechend frisch und modern darbietet. Ein Verlag der von außergewöhnlicher Art geprägt ist sich zu präsentieren.
Das Buch das ich jetzt in Händen halte ist überaus interessant aufgemacht. Von Langeweile keine Spur, was ich recht witzig finde, dass 99Pages nicht nur der Name des Verlags ist, sondern die Bücher nach diesem Konzept aufgelegt werden. Jedes Buch aus diesem Verlag hat meines Wissens 99 Seiten. Bei diesem Buch findest Du auf 99 Seiten alles zum Thema Kastanie und genauso ist auch der Titel des Buches und das möchte ich Dir heute vorstellen. Was der Unterschied zwischen Kastanie und Marone ist, weiß ich zwar noch immer nicht, dafür habe ich aber fantastische Anregungen und Rezepte zur Verarbeitung dieser fast vergessenen Baumfrucht bekommen. Also Vergessen im Sinne der Kulinarik, Kastanienmännchen zu basteln hat in Deutschland mindestens genauso Tradition wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Sicher findet man heutzutage wieder mehr Maronistände auf Weihnachtsmärkten als früher.
Auch ist sie beim Gänseessen eine Wichtige Komponente die genauso wenig fehlen darf wie die Klöße und der Rotkohl, evtl. gibt es noch ein Dessert mit einer Maronencreme, aber dann hört es meistens auch schon auf. Okay, in Deiner Region nicht? Wohnst Du evtl. in Frankreich, im Süden Deutschlands oder gar in Italien?
In Südtirol gibt es traumhafte Speisen mit Maronen, im Ruhrgebiet musst Du für derartige Gaumenkitzel selber sorgen.
Mit diesem Buch alles kein Problem mehr.
ClaudeBrioude, der Meister der Rezepte in diesem Buch hat die Kastanie in allen Facetten auferstehen lassen. Als rustikale Bratenfüllung, kräftige Konfitüre, Süppchen, Pasta, Cremes und Kuchen, der Vielseitigkeit Kastanie hat er keine Grenzen gesetzt.
Jedes seiner Rezepte plante er mit einer kleinen Skizze. Aber die Krönung, diese reizenden Skizzen sind ebenfalls abgedruckt. Sehr liebevoll und wunderhübsch.
Zwischen den Rezepten ist das Buch immer wieder mit Wissenswertes und auch Historisches über die Kastanie ausgestattet. Natürlich auch da wieder gefolgt von reizvollen Bilder die auf diese wiederbelebte Frucht aufmerksam machen. Wusstest Du dass die Kastanie mal als Zahlungsmittel, als Tauschwährung und Witwenrente diente?
Für die ansprechenden Fotografien ist Ansgar Pudenz verantwortlich. Sie drücken Behaglichkeit und Wohlgefallen aus. Sie machen Lust auf Herbst für die die Marone ja regelrecht Sinnbild ist.
In den Texten ist immer wieder die Rede davon, dass die Kastanie derzeit ihre Renaissance erlebt, dem kann ich nur zustimmen. Die Texte stammen aus der Feder Rainer Schillings und sind wunderbar interessant aufgeführt. Ein tolles Trio das sich da gefunden hat. Das Ergebnis ist ein rundum sympathisches Werk im schwarz/weiß gehaltenen Hardcover mit Schutzumschlag. Das handliche Format von 25,6 x 20 x 1,8 cm ist gerade so groß das es in der Küche auf der Arbeitsfläche nicht zuviel Platz einnimmt. 17 Rezepte auf 99 Seiten verteilt (okay es sind 104 Seiten, aber nur weil am Anfang noch das Register hinein musste.
Im Handel ist es unter der ISBN: 978-3942518130 erhältlich und wie schon erwähnt, im 99PAGES Verlag erschienen.
Wie schon geschrieben, mit diesem ansprechenden Buch sind die Maronen auch wieder ins Büdchen eingezogen und werden mit Sicherheit noch einige Male in diesem Winter zum Speisenhauptdarsteller avancieren.
Für heute habe ich ein Maronensüppchen mitgebracht. Meine anderen Experimente, wie Ravioli mit Kürbis-Maronenfüllung,  stelle ich Euch demnächst vor.
Kastanien-Samtsuppe mit Sellerie-Gemüsewürfeln und Nuss-Schäumchen:
500 g frische Kastanien
8 gekochte Kastanien
1 Liter Vollmilch
1 Selleriestaude
8 hauchdünne Scheiben Brot
Einige Sellerieblättchen
Salz und Pfeffer
Die Kastanien schälen, ein Drittel der Selleriestaude in feine Würfel schneiden und zusammen mit den Kastanien in der Milch kochen bis die Kastanien zerfallen. Den restlichen Sellerie ebenfalls würfeln und in einer Pfanne dünsten. Die vorgekochten Kastanien in Scheiben schneiden und kurz in einer Pfanne mit etwas Nussöl anbraten. Die Suppe mit einem Purierstab aufmixen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die Brotscheiben toasten
Für das Nuss-Schäumchen:
250 ml Wasser
25 ml Nussöl
3 g Soja-Lezithin
Wasser mit Nussöl und Soja-Lezithin in einem Topf eine Minute lang aufkochen. Danach mit dem Pürierstab kräftig aufschäumen.


Vor dem Servieren die gedünsteten Selleriewürfel in die Suppe geben, Suppe auf Teller verteilen und mit den Brotscheiben, gebratenen Kastanienstücken, dem Nuss-Schäumchen und Sellerie- oder Petersilienblättern servieren. Ich habe übrigens noch ein Jakobsmuschelspieß dazugemogelt, der ganz fantastisch passte.