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Dienstag, 10. Juli 2012

Mit Tortilla machst Du noch lange keine Tacos…

Ich will jetzt nicht sagen Tacos sind in aller Munde, aber ich denke, wüsste jeder wie einfach diese kleinen Dinger anzurichten sind, hätten sie schon längst einen festen Platz in unseren schnellen Küchen. Wie ich jetzt auf die Tacos gekommen bin? Bei mir ist ein nettes kleines Buch über Tacos aus dem Hädecke Verlag eingezogen.
Handlich ist es mit seinen geringen Maßen von 195 x 195 mm allemal. So klein wie das Buch auch ist, jedoch es hat Unmengen an appetitanregenden Fotos. Es startet mit einem Inhaltsverzeichnis. In weiteren Rubriken sind Erklärungen zu "alles über Tacos & Co", Rezepte zu Tacos, Burritos, Quesadillas, Beilagen & Salsas und das Finale bildet ein Rezeptverzeichnis.
In dem 64seitigen Buch mit Hardcover sind 30 Rezepte aufgeführt und werden von 45 Fotos begleitet. Die Autorin Laura Washburn kennt diesen Zweig der mexikanischen Küche aus ihrer südkalifornischen Heimat. In Mexico sind Tacos Fast-Food und wahrscheinlich so verbreitet wie die Currywurst im Ruhrgebiet.
Die Grundlage für Tacos ist Tortilla. Das sind kleine mexikanische Fladenbrote und keinesfalls mit der bekannten spanischen Tortilla zu verwechseln. Denn Tortilla in Spanien ist ein Omelett und kein Fladenbrot. Diese Ausdrucksart hatte mich am Anfang etwas verwirrt, bis ich dann hier die Aufklärung fand.
Mit diesem Wissen konnte ich mich nun an die Rezepte begeben. Tacos aus dem Ärmel zu schütteln ist dann einfach, wenn man einige Vorbereitungen getroffen hat. Dazu gehören unter anderem Beilagen und Salsas vorzubereiten. Hat man die griffbereit, sind die eigentlichen Tacos eine Miniübung. Die Rezepte sind modern und frisch genauso wie die angegebenen Zutaten. Vielfältige Füllungen mit Fleisch, Kartoffeln, Gemüse oder Fisch. Selbst Obst wird nicht ausgeschlossen. Wichtig für die mexikanische Küche sind die bekannten Chilischoten, grüne wie auch roet sind vertreten. Eins der wichtigsten Kräuter scheint frischer Koriander zu sein. Das war mir jetzt so nicht bekannt, ich würde mich freuen es könnte mir jemand Aufschluss darüber geben ob Frau Washburn den Koriander gerne verwendet, oder ob es tatsächlich in Mexico so verbreitet ist.
Wie schon erwähnt, werden auch Rezepte zu Burritos und Quesadillas vorgestellt. Auch sehr ansprechend, allerdings vom Aufwand entsprechend umfangreicher und sie fallen eher in die Kategorie sattmachende Hauptmahlzeiten.
Was mir sehr gut gefallen hat, dass die Autorin in ihrer Einleitung daraufhingewiesen hat, dass die Rezepte zur Inspiration und als Vorlage gesehen werden sollen. Sie animiert den Leser eigene Ideen ganz nach Geschmack zu entwickeln. Das ist doch wirklich toll, zumal man auf diesem Weg regionales und saisonales einfließen lassen kann und sich nicht dogmatisch an Rezepte halten muss.
Da ich aber auch wissen wollte wie es um die Handhabe der Rezepte steht, habe ich natürlich wieder das eine oder andere nachgebastelt. Ich finde die Rezepte sind Anfängertauglich und auch durchaus mal etwas für einen Mädels-, Herrenabend oder eine bunte Runde im Garten wenn mal nicht gegrillt wird.

Im Büdchen wurde folgendes serviert:


Guacamole




Chipotle-Hähnchen und Tacos mit Rajas



Tacos mit Hackfleisch (die schwarzen Bohnen habe ich selbst zum Rezept zugefügt)

So ganz nebenbei hat der Hädecke-Verlag auch noch etwas dazu gesagt:
Traditionelle mexikanische Tacos, Burritos und Quesadillas bestehen meist aus lange geschmortem Fleisch oder Geflügel, das mit knackigem Gemüse belegt, in einen weichen Mehl- oder Maisfladen gefüllt und mit einer scharfen Sauce serviert wird. Das Buch bietet eine Auswahl der besten Füllungen (darunter auch einige vegetarische) – modern interpretiert und mit hohem „Suchtpotenzial“.
Beilagen und Salsas runden die Rezeptideen ab, denn ein Taco ist nur so gut wie die dazu gereichten kleinen Extras


Laura Washburn, Isobel Wield
Tacos, Quesadillas & Burritos
mexikanisch genießen
ISBN 978-3-7750-0635-4
1. Auflage, Gebunden, 64 Seiten, 45 Farbfotos

12,95 € (D), 18,00 Fr. (CH), 13,40 € (A)

Laura Washburn wurde in Los Angeles, Südkalifornien, geboren. Sie studierte in Paris und ließ sich an der bekannten Kochschule École de Cuisine La Verenne ausbilden. Später arbeitete sie mit Patrizia Wells zusammen, der Beststellerautorin von A Food Lover’s Guide. Heute lebt sie in London und arbeitet als Kochlehrerin und Food-Journalistin.

Kleine Anmerkung aus dem Büdchen für Wissenshungrige: meine Internetrecherche ergab dass die Weizentortilla eher in USA und in anderen Teilen der Welt für Tacos verwendet wird und die Mexikaner die Fladen aus Mais bevorzugen. Weizentortilla sollen fettiger und weicher sein.