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Montag, 25. Februar 2013

Ententerrine mit Geschnatter…

hier hatte ich Dir ja schon erzählt, dass ich auf Reisen war und eine Ententerrine geklöppelt hatte. Nein, die habe ich nicht auf dem Kochevent gezaubert, dafür habe ich mir drei Tage vor Abreise Zeit genommen. Besser wäre eine knappe Woche, dann hätte sie herrlich durchziehen können, aber so konnte sie vor den kritischen Zungen und Augen auch Stand halten. Unter den verrückten kochbegeisterten Teilnehmern war auch der Gastrojournalisten Rolf Klöckner ein Unikat dessen Meinung ich sehr zu schätzen weis. Nicht überheblich, nicht abschätzend, kein besserwisserischer Koch-Junkie, nein, einfach bodenständig, humorvoll, sympathisch, liebenswert. Ebenso wie die ganze Crew von Käptn´s Dinner, Du weißt schon eine Food begeisterte, genusssüchtige, verfressene Gruppe bei Facebook. Für die hatte ich mir schließlich die Arbeit gemacht, wobei große Arbeit war es nicht wirklich. Ratz Fatz war sie fertig. Das einzig Wichtige ist lediglich, Du brauchst einen Fleischwolf. Einen Guten!!! Mit Plastikspielkram brauchst Du erst gar nicht anfangen, da bekommst Du keine Ente durchgejagt. Mir hat die Kitty mit ihrem Fleischwolfaufsatz geholfen. Endlich ist der Fleischwolf mal so richtig in Aktion getreten. Bisher gab es für ihn meistens nur Gemüse zu verarbeiten, aber warum heißt er wohl Fleischwolf?!
Also erst einmal habe ich mir die Zutaten besorgt, ich hab mir eine Ente geschossen.
Natürlich nicht, selbstverständlich habe ich die Entenbrüste auf dem Markt gekauft. Dafür habe ich mir extra frei genommen und meine elenden Überstunden abgebaut, die kamen mir genau richtig.
Das Klöppelrezept für die Terrine hatte ich mal eben locker verdoppelt. Schließlich waren wir 21 Personen. Das Rezept das Du jetzt von mir bekommst ist für ca. 6 Personen.

1 ½ Entenbrustfilets mit Haut (waren so knappe 500 g)
5 Esslöffel Milch
1 Esslöffel frisch gehackten Salbei
1 Teelöffel frisch gehackten Majoran
2 Teelöffel frisch gehackten Thymian
1 Stück Ingwer ca. 2 cm lang und daumendick, fein gerieben
3 Esslöffel gesalzene Pistazien
3 Teelöffel Salz
7 Pimentkörner
½ Teelöffel Pfefferkörner
Pistazien, Salz, Piment- und Pfefferkörner ganz fein gemörsert oder in einer Mühle gemahlen.
30 ml Portwein
1 Esslöffel Cognac oder Weinbrand
1 Ei (Größe L)
150 g Crème Fraîche

Knapp 150 g geklärte Butter
Salbeiblätter zur Dekoration

Die Entenbrustfilets lässt Du Dir häuten, oder machst es selber. Aber nicht vergessen, Du brauchst das Fleisch UND die Haut. Die Haut verpackst Du in Frischhaltefolie und legst sie für gut 90 Minuten in den Tiefkühler. Sie soll angefroren, aber nicht durchgefroren sein. Das Filet schneidest Du in feine Würfel. Die jagst Du durch Deinen Fleischwolf und die angefrorene Entenhaut gleich hinterher. Jetzt hast Du eine schöne Hackmasse. Sollte sie Dir zu grob sein, schick das Hackfleisch nochmals durch. Hoffentlich hast Du auch die kleine Wolfscheibe genommen.
Jetzt gibst Du alle anderen Zutaten, bis auf die geklärte Butter und die Salbeiblätter, zu Deiner Entenhackmasse. Vermische es zu einem gleichmäßigen Fleischteig. Jetzt füllst Du die Masse in eine feuerfeste Terrinenform und stellst sie abgedeckt in den Kühlschrank. Idealerweise lässt Du sie über Nacht durchziehen. Am nächsten Tag holst Du sie aus dem Kühlschrank und lässt sie Zimmerwärme annehmen. Du heizt den Backofen auf 125° C auf und lässt die Terrine gute 2 Stunden garen. Je nach dem wie groß die Terrinenform ist, oder vielleicht hast Du auch mehrere kleine genommen, kann die Garzeit auch kürzer sein. Auf jedem Fall solltest Du mit einem Messer testen und wenn sie sich fest anfühlt ist sie gar. Du hattest 2 Stunden Zeit in dem Du die Butter klären konntest. Das geht ganz einfach. Du erwärmst die Butter in einem Topf bis sie flüssig ist und sich das Fett von der Molke trennt. Die Molke brauchst Du nicht, deshalb gießt Du das Butterfett vorsichtig in einen anderen Topf ab und die Molke kannst Du entsorgen. (Sollte jemand ein Rezept für übriggebliebene Molke haben, bitte ich darum) Das Butterfett erwärmst Du und die Salbeiblätter frittierst Du in dem Fett.
Die Salbeiblätter legst Du als Dekoration oben auf die Ententerrine und mit dem Butterfett wird die Terrine bis zum Rand aufgefüllt.
Sobald die Butter abgekühlt ist deckst Du die Terrine wieder ab und bewarst sie bis zum Verzehr im Kühlschrank auf.
Irgendwo habe ich neulich mal gelesen, dass solche Terrinen gut vier Wochen haltbar sind, aber ich denke nur solange sie nicht angeschnitten sind.
Also wir haben die Terrine angeschnitten und die Schnatterenten Teilnehmer haben sie super gelobt. Mein nächstes Projekt wird sein, sie in Schraub- oder Weckgläser einzukochen, mal sehen, wenn es klappt werde ich sicher den einen oder anderen Abnehmer finden.

Mittwoch, 27. April 2011

Ist es nicht eine herzige Terrine???

Wir haben Ostern und sämtliche andere Festlichkeiten gut überstanden und zwar mit unvergleichlichen Frühlingstagen, die eher schon frühsommerliche Temperaturen mit sich bringen. Ich will ja nicht unken, aber es wäre nicht das erste Mal, dass wir im April schon laue Lüftchen verspüren können und prompt sind die Monate Mai, Juni, Juli zur neuen Europäischen Regenzeit mutiert. Wollen wir ja mal nicht hoffen, dass die ganzen Sommerblüschen, die hier bereits vorbereitet abhängen, wieder eingemottet werden müssen. Zum ersten Mal dass Flieder zu Ostern auf dem Tisch steht.
Aber jetzt betrachten wir mal die Gegenwart und die flüstert, es ist Draußen essen angesagt!
Wir wollen was Schönes, Leichtes, Leckeres. Da hatte ich die Idee ich mache uns eine Blumenkohl-Broccoli-Terrine mit Hähnchenfilet an Spaghetti und Orangensauce. Die Kombination ist mal wieder aus der Not heraus geboren, aber ausgesprochen lecker und empfehlenswert. Natürlich habe ich für die Terrine wieder meine hübschen Herzen ausgegraben. Ist es nicht eine herzige Terrine???
Übrigens, für die Terrine habe ich mir bei den Bäuerinnen Anregungen geholt.
Broccoli-Blumenkohl-Terrine
200 g Broccoli
200 g Blumenkohl
2 Stangen Porree
8 Blatt Gelatine
125 ml Sahne
Salz, Pfeffer, Musskatnuss
Einige Spritzer Zitronensaft
Blumenkohl und Broccoli waschen und in Röschen teilen. In Salzwasser bissfest dünsten. Als Alternative ca. 10 Minuten im Dampf bei 100°C garen. Porree in einzelne Blätter teilen und in Salzwasser einige Minuten weichkochen und kalt abschrecken. Blumenkohl und Broccoli pürieren und mit den Gewürzen abschmecken. Gelatine in etwas Wasser einweichen, quellen lassen, ausdrücken und in der Sahne geben. Gelatine mit der Sahne erwärmen bis sich sie Gelatine aufgelöst hat. Die Gelatinesahne zu der Blumenkohl-Broccolimasse geben.
Terrinenförmchen mit Porree ausschlagen und die Kohlmasse in die Formen geben.
Die Formen über Nacht in den Kühlschrank zum Erstarren stellen.
Ich habe dazu Spagetti gekocht, Hähnchenfilet gebraten und eine Orangensauce gereicht. Die Kombination war ausgesprochen toll.