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Mittwoch, 1. Juni 2011

Avocadosalat, auch für richtigen Hunger…

Monoman, kaum habe ich den dritten Tag Urlaub, schon bekomme ich eine derartige bequeme Einstellung, ich als wäre Urlaub gleichzusetzen mit nichts tun. Wie meine Stammleser wissen, ist hier im Büdchen im Moment mehr los bzw. Arbeit wie sonst an den ganzen anderen Tagen. Gestern habe ich Nudeln für die Gefriertruhe fabriziert. Eh ich hier irgendetwas auf die Arbeitsplatte legen kann, muss ich erst mal allen Staub entfernen. Also putzen, Nudeln basteln, putzen. Wer schon mal Nudeln gebastelt hat, weiß was ich meine. Der feine Mehlstaub verteilt sich auch auf Arbeitsbereiche die nicht annähernd jemals eine Nudel gesehen haben. Ich glaube jetzt kann es sich jeder vorstellen. Dieser feine Mehlstaub verzieht sich aber auch in jede Ecke. Na, als alles wieder schön glänzte und die Nudeln im Gefrierschrank verstaut waren, tauchte wie aus dem Nichts mein Ernährungsgewissen auf. Bei Frau Lenor in der Werbung war es immer das schlechte Gewissen, aber das scheine ich nicht zu haben. Aber mich besucht gelegentlich das Ernährungsgewissen und diesmal war es wieder da. Ich muss dazu sagen, es kommt gänzlich unangemeldet. Außer der Postboote oder der Paketdienst taucht hier keiner, oder sagen wir mal selten jemand unangemeldet im Büdchen auf. Natürlich ist jeder Gast hier gerne gesehen, aber da Herr GB und ich häufig auf Tour sind, ist ein kurzes Telefonat zu Abstimmung nicht verkehrt. So kommt keiner vor verschlossene Tür und wir haben kein schlechtes Gewissen, oder ärgern uns gar, dass wir einen lieben Besuch verpasst haben.Aber mein Ernährungsgewissen kommt wie es will, geht bei mir ein und aus ohne Rücksicht auf Termine. Ja und so war es auch als die Nudeln ganz frisch in der Gefriertruhe lagen. Nun musste ich wieder das Spontan-Gen einschalten. Nach kurzem Blick in den Kühlschrank und ins Vorratsregal stand fest, es gibt einen Avocadosalat. Der ist gesund, lecker und schnell gemacht. Alle Zutaten habe ich meistens da, naja okay, die Avocado lungert hier nicht dauernd herum.
Für zwei Personen benötigt man eine Avocado, 4 Tomaten, 3 Eier, ein Glas Thunfisch in Öl, Saft einer halben Zitrone, Pfeffer und Salz. Vielleicht einige Salatblätter auf denen man den Avocadosalat anrichten kann.
Die Avocado sollte gut reif sein, aber noch nicht matschig. Tomaten in kleine Würfel scheiden, die Eier fest kochen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Den Thunfisch etwas abtropfen lassen und in kleinere Stücke zupfen. Die Zitrone auspressen und zur Seite stellen. Die Avocado schälen und auch würfeln. Alle Zutaten zusammen vermischen und mit dem Zitronensaft beträufeln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, etwas ziehen lassen und in die ausgehölten Avocadoschalen geben.
Auf Salatblättern anrichten und ggf. mit frischen Weißbrot servieren.
Herr GB hat sich gefreut, denn der hatte richtig Hunger…

Montag, 24. Januar 2011

Der Alltag hat mich noch nicht ganz zurück, gut dass es Vorräte gibt…

Also die Koffer sind ausgepackt, die Wäsche ist gewaschen und nun höre ich komische Geräusche!!! Ups, das war wohl der Magen des Herrn GB, der scheint Hunger zu haben. Ich bin es gar nicht mehr gewohnt zu kochen, ich wurde im Urlaub ja täglich wundervoll verwöhnt. Nein, nein, mein Schatz hat im Urlaub nicht das Kochen übernommen. Das kulinarische Verwöhnprogramm haben ansässige Köche und Köchinnen in Tirol übernommen.
Aber nun wieder zurück zum Magenknurren.
Während ich mir Gedanken über besagte Geräusche machte, überlegte ich mir so, ich könnte mal was kochen. Mit Entsetzen fiel mir ein es ist Sonntag und ich habe nichts eingekauft! Wo auch, auf der Autobahn? Okay, Okay, ich weiß, dass es durchaus Zeitgenossen gibt die ein komplettes Menü an der Tanke kaufen, die verwöhnten Schnuten aus dem Büdchen aber nicht.
Also, das Shoppen haben wir uns bei den Spritanbietern geschenkt, stattdessen habe ich die Gefriertruhe überfallen.
Ihr glaubt nicht welch ein edles Fleischstückchen mir in die Hände fiel! Ein bereits fertiggegartes Kalbsnüsschen! Na wenn das nicht für ein geniales Mittagessen herhalten könnte.
Mein Schatz liebt Vitello tonnato. Thunfisch lag noch im Keller rum, Sardellen und Kapern waren auch im Hause. Also rucki zucki eine Mayonnaise gemacht, die restlichen Zutaten untergemischt, das Nüsschen aufgetaut und noch etwas gefrorenes Weißbrot aus der Gefriertruhe gekramt, das konnte auch noch schnell auftauen.
Tja, was soll ich sagen, die komischen Geräusche waren nach dem Essen auch weg. Gut dass es Vorräte gibt…

Vitello tonnato:
Eine gekochte Kalbsnuss (ca. 400g bis 500g)
1 Glas Thunfisch in Olivenöl (Fischgewicht ca. 230 g netto)
2 Sardellenfilets
2 Eigelbe
1 Teelöffel Zitronensaft
Salz
Frisch gemahlenen Pfeffer
2 Esslöffel trockenen Weißwein
2 Esslöffel Kapern
2 Teelöffel Kapernlake
1 Teelöffel Weißweinessig
Olivenöl
Zitronenscheibe
Weißbrot


Die Kalbsnuss nach Möglichkeit mit einer Aufschnittmaschine ganz fein aufschneiden. Die dünnen Scheiben auf einem Teller auslegen.
Für die Soße den Fisch abtropfen lassen und dabei das Olivenöl auffangen. Das Olivenöl vom Fisch mit einem guten anderen Olivenöl auf 200 ml auffüllen.
Eigelbe mit Zitronensaft, Weißwein, Lake, Essig, Salz und Pfeffer mit dem Olivenöl zu einer Mayonnaise mit einem Pürierstab verrühren. Einen Esslöffel Kapern und den Thunfisch in die Mayonnaise geben und mit dem Pürierstab zerkleinern. Die Soße dabei geschmeidig glatt rühren.
Die fertige Soße auf die Fleischscheiben streichen, sie sollen komplett bedeckt sein. Mit dem restlichen Esslöffel Kapern bestreuen, die Zitronenscheibe darauf anrichten und gut eine Stunde abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.
Mit Weißbrot servieren.