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Dienstag, 9. Juli 2013

Jeden Tag ein Buch, die Zweite. Heute aus der Landküche der Provence...

Wie du weißt ist diese Woche Lesewoche. Genussbücher die auf ihre Rezension (bei diesem Wort will mir mein Textverarbeitungsprogramm immer Rezession schreiben) warten liegen hier noch ordentlich gestapelt in der Ecke. Solche Rezensionsbücher sind total praktisch, weißt Du mal nicht was Du kochen sollst, einfach einen Blick in eins der Bücher und schon hast Du zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn erst wenn Du tatsächlich ein Buch benützt, merkst Du was Dir dieses Buch gibt. Das Buch das ich im Moment am Wickel habe ist so schön, das möchte ich nicht aus der Hand legen. Die Rezepte in diesem Buch sind ganz nach meinem Geschmack. Mediterran, relativ schnell, ländlich und einfach köstlich. Ein Buch aus dem Kosmos-Verlag über die Landküche der Provence. Genauso ist auch der Titel *Die Landküche der Provence* geschrieben von Reinhardt Hess und mit Bildern von Manuela Rüther.
Die Bücher aus der Reihe “WIR KOCHEN“ die ich bisher in die Finger bekommen habe, fanden direkt immer gleich den Weg in meine Küche. So ist es auch mit diesem Werk passiert. Dem Kosmos-Verlag ist wieder ein anregendes, aber bodenständiges Buch gelungen. Eine sehr schöne Serie für die ich immer wieder gerne etwas Platz im Kochbuchregal schaffe.
Ein leicht zu reinigendes Cover schützt die nachahmenswerten Rezepte die in vier Bereiche eingeteilt sind. Das Vorwort mit der Überschrift, Sonne auf dem Teller, gibt schon einen guten Einblick auf die provenzalische Richtung der Anleitungen. Dort kommen mediterrane Gewürze zum Einsatz und alles Gemüse das Du dir vorstellen kannst, eben Gemüse das die Sonne liebt. Tomaten, Auberginen, Kürbisse, Artischocken, Knoblauch und Zwiebeln. Oliven und Zitronen verstehen sich schon fast von selbst. Unterstützt werden die fantastischen Gemüsesorten durch Fisch und Meeresfrüchte in der Nähe der Küste und in der Bergregion sorgen Ziege- und Lammfleisch für Ergänzung. Nahrung aus einer Region die von der Farbe des Lavendels geprägt ist.
Nach dem Vorwort geht es mit der Rubrik Casse-croûtes, Feine Kleinigkeiten, weiter. Hier spielen die würzigen Aromen und das Gold der Provence die Hauptrolle. Kräftige Gewürze und die Oliven sind die Stars der Rezepte.
In dem nächsten Bereich geht es um das Mittagessen, Déjeuners. Die Vielfalt der Ausbeute der Felder, die Hülsenfrüchte, der bekannte rote Reis werde hier in den Rezepten verarbeitet. Die Würze kommt von Kräutern und Salzen.
Bis jetzt war es schon sehr ansprechend gestaltet und das eine oder andere Rezept trieb schon die Pfützchen im Mund hin und her. Doch jetzt kommen wir in die etwas gehobene Kategorie. Hier geht es ums festliche Essen, Dîners. Glaub nicht dass Du jetzt Dein Equipment in der Küche verändern müsstest. Es sei denn, Du besitzt keinen vernünftigen Schmortopf und auch keinen Grill. Das Landhaus musst Du jetzt nicht wirklich haben, würde allerdings ausgezeichnet zum Essen passen. Denn jetzt werden Goldbrassen großzügig mit Würzöl vor dem Grillen eingepinselt, Tintenfische gefüllt (siehe unten), Lammkeulen gebraten und Schmortöpfe fabriziert.
Ein süßer Abschluss wird auch in der Provence nicht fehlen und in diesem Buch ist selbst-verständlich ein Bereich ausschließlich dem Thema Desserts gewidmet.
Süßes Obst und Zitrusfrüchte sind genauso wenig vergessen wie Schokoküchlein, Mandelcreme mit Lavendel oder ein Mandarinensorbet mit Thymian. Auch hier wieder intensive Aromen die den Hauptzutaten schmeicheln.
Die Anleitungen dürften auch eiligen Koch und Köchinnen entgegenkommen. Die Zubereitungszeiten sind wirklich überschaubar und es ist schon faszinierend mit welch einer Geschwindigkeit ein hervorragender Gaumenkitzel auf dem Tisch steht.
Der Autor Reinhardt Hess kommt gebürtig aus dem Hessenland und ist am Rand der Hessischen Bergstraße aufgewachsen. Seine Interessen galten schon sehr früh dem Kochen. Nach einem Ökologiestudium, vielen Reisen nach Frankreich orientierte es sich zum Journalismus. Thema Essen und Wein. Er machte sich nach einigen Jahren als Autor selbständig und hat zwischenzeitlich bereits über 60 Koch – und Weinbücher geschrieben. Die Küchen der Provence schätzt er ganz speziell, was in diesem Buch zum Ausdruck kommt.

Resümee für mich:
Ein handliches Buch mit einer gelungenen Mischung unterschiedlichster Rezepte. In dem liebevoll gestalteten Buch wird der Vegetarier genauso fündig wie der Fleischesser, oder der Herzhafte. Aber auch der Süße kommt auf seine Kosten und da ist es ebenso egal ob man purer Anfänger ist, oder die schwierigsten Küchenexperimente beherrscht.
Wenn ich Dich jetzt neugierig gemacht habe, dann zu recht. Denn für den Preis von 14,95 € bekommst Du ein sehr schönes Buch das man so schnell nicht aus der Hand legt, vorausgesetzt man mag die kulinarische Richtung der Provence.

Mit 144 Seiten im Integralband, mit den Abmaßen von 220 x 193 mm (LxB) ist dieses Buch als 1. Auflage 2013 im Kosmos-Verlag erschienen. Es ist bestückt mit 120 ansprechenden Fotos von Manuela Rüther
Erhältlich unter der ISBN: 978-3-440-13008-7

Dieses ist mein zweiter Beitrag zur Themenwoche die vom 08.07 bis zum 14.07.2013 läuft und was es genau damit auf sich hat kannst Du hier lesen.
Nun geht es weiter mit den versprochenen, gefüllten Tintenfischen, auch wenn ich sie schon vor einiger Zeit gemacht habe, jetzt im Sommer sind sie aktueller denn je.
Gefüllte Tintenfische:
8 küchenfertige Tintenfischtuben (ca. 500-800g)
Salz
300 g Mangold
1 dicke Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten
2 in Salz eingelegte Sardellenfilets
4 Knoblauchzehen, fein gehackt
50 g Ziegenfrischkäse
2 Esslöffel Thymianblättchen, gehackt
1 Ei
1 Teelöffel abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
3 Esslöffel Semmelbrösel
Pfeffer aus der Mühle
8 Esslöffel Mehl
4 Esslöffel Olivenöl
150 ml trockener Weißwein
150 ml Gemüsebrühe
400 g reife Tomaten
Die Tintenfischtuben nach dem Säubern in Salzwasser ca. 30 Minuten gar ziehen lassen. Zwischenzeitlich den Mangold putzen und in Salzwasser blanchieren. Die Mangoldstiele, wie auch die Blätter mit kaltem Wasser abschrecken und kräftig ausdrücken. Anschließend den Mangold fein hacken.
Den Mangold mit den Frühlingszwiebelringen, den Sardellenfilets, den gehacktem Knoblauch, Frischkäse, Thymianblättchen, Ei, Zitronenabrieb und den Semmelbröseln kräftig vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Tintenfischtuben abtropfen lassen, mit der Mangoldmasse füllen und mit einem Zahnstocher verschließen.
In Mehl wälzen, leicht abklopfen und in Öl von allen Seiten braun braten. Den Weißwein und die Gemüsebrühe angießen. Nun mit geschlossenem Deckel die gefüllten Tintenfische gute 20 Minuten garen.
Zwischenzeitlich die Tomaten häuten, die Stielansätze entfernen und in kleine Würfel schneiden. Nach 20 Minuten die Tomaten dazugeben und weitere 10 Minuten garen. Mit Brot oder Kartoffeln einfach nur lecker.
 


Freitag, 25. Mai 2012

Jetzt sag nicht Du kennst keine Schokoladentomaten…

Ich hatte es ja geahnt, auch in diesem Jahr geht der Kelch der Waage nicht an mir vorbei. Wie heißt noch gleich der Film „und ständig singt mein Schweinhund“ oder wohl eher „und täglich pfeift das Murmeltier“ Es ist wieder soweit, mein Schweinehund aalt sich siegessicher am liebsten in allen Schleckereien und macht auch vor Drogen wie Alkohol nicht halt. Er zerrt mich zum Kühlschrank und zur Süßigkeitenschublade, stupst mich in den Keller zu Wein, Sekt und Eingekochtem, drängt mir die Gläser mit dem eingekochten Kuchen auf und macht bei Pesto und Konsorten noch lange nicht halt. Aber jetzt hat die Vernunft wieder die Oberhand gewonnen und das Einzige das von mir akzeptiert wird und das sich nicht gesund anhört sind Schokoladentomaten. Das sind keine Tomaten mit Schokoladenüberzug, sondern es ist eine Züchtung die wirklich süßer schmeckt als ihre Mitbewerber und auch nicht durch helles Rot hervorsticht sondern sich eher in Dunkel kleidet. Als gesundes kalorienarmes Essen sind Tomaten durchaus bekannt, war doch klar das ich die jetzt auf den Speisezettel bringe, auch wenn ich nur den Schweinehund damit ärgere…

Nudeln an Tomatentrio und Tintenfischtuben…
Pro Person 2 Schokoladentomaten
2 Frühlingszwiebeln
2 Schalotten
1 gelbe Paprikaschote
250 g Champignons
250 g Aromatomaten
Pro Person ½ Rispe Kirschtomaten
Pro Person 5 kleine Tintenfischtuben in Olivenöl eingelegt
2 konfierte Knoblauchzehen
2 Esslöffel Tomatenmark
½ Bund Petersilie
3 Zweige Oregano
1 Handvoll Basilikumblätter gehackt
200 ml Weißwein
Salz, Pfeffer
Nudeln (Penne)
Die Schokoladentomaten in feine Scheiben schneiden und fächerartig im Kreis auf Teller legen.
Nudeln in Salzwasser garen.
Paprikaschote, Champignons und Aromatomaten würfeln und in etwas Öl von den Tintenfischen anbraten. Die Tintenfischtuben zugeben und mit anbraten. Alle restlichen Zutaten zufügen und zu einer sämigen Sauce einkochen, evtl. noch mit den Gewürzen abschmecken.
Die Tomatenrispen in wenig Olivenöl in einer weiteren Pfanne anbraten.
Die gekochten Nudeln in die Mitte des Tellers geben und mit der Tomatensauce und der Tomatenrispe anrichten. Die Schokoladentomaten erst zusammen mit den anderen Speisezutaten probieren, sollte dann tatsächlich Würze fehlen kann ja nach gesalzen werden.