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Samstag, 18. April 2015

Fleischlos aber glücklich, Linsen-Bolo(gnese) in Rot…

Klar weiß ich was Du jetzt denkst, genau das hat Herr GB sicher auch gedacht- Klärchen spinnt! Aber Klärchen spinnt nicht, Klärchen kocht und zwar Bolognese! Mit roten Linsen!
Okay, okay, alles gut, alles gut, reg Dich nur nicht auf.
Sicher ist das keine Echte, also so ein Original aus Italien, aber durchaus lecker. Eigentlich bin ich auch eher ein Verfechter der Originalen. Nicht umsonst gibt es Traditionsgerichte, wie auch Vorgaben, wie eine Speise zubereitet wird. Klar kannst Du einen Schmorbraten im Dampfgarer, oder Pudding im Backofen machen, aber dann wird es eben *räuspern* äh anders, punkt aus. Und mit den Grundtechniken des Kochen hat das so viel zutun, wie eine Kuh fliegen kann.
Wie oft habe ich in einschlägigen Foren von vegetarischer Bolognese gelesen und mir meinen Teil gedacht. Fast jedes Mal hatte ich den Entschluss gefasst, Klärchen probiere es aus und urteile dann. Ich habe ausprobiert und ich schwenke in diesem Fall die weiße Fahne, lecker. Selbst der fleischverwöhnte Gatte hat Nachschlag verlangt. Eine tolle Alternative für ein fleischloses Mittagessen. Wer fleischlos essen möchte, benötigt also keine Fleischersatzprodukte, es geht auch so, aber das weißt Du ja eh.
Das Einzige was mich jetzt noch störte, war der Namen. Der Begriff Bolognese ist im Büdchen eigens für das Original reserviert. Es widerstrebt mir etwas zu betiteln, das in seinem Ursprung etwas ganz anderes darstellt. Deshalb heißt meine Sauce auch Rote Linsenbolo!
Rote Linsenbolo:
30 ml Olivenöl
200 g Möhren, in kleine Würfel geschnitten
50 g Petersilienwurzel, in kleine Würfel geschnitten
50 g Selleriewurzel, in kleine Würfel geschnitten
100 g Porree in, fein gehackt
1 rote Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 kleine Chilischote, fein gehackt
2 Esslöffel Tomatenmark
200 g Rote Linsen
500 g gehäutete, entkernte Tomaten, in kleine Würfel geschnitten
250 ml Gemüsebrühe
2 Esslöffel Thymianblätter, fein gehackt
2 Esslöffel Rosmarinnadeln, fein gehackt
Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer
Das Öl erhitzen und Möhren, Petersilienwurzel, Selleriewurzel, Porree, Zwiebel, Knoblauchzehe, Chilischote zugeben und leicht anschwitzen. Tomatenmark unter das Gemüse mischen und leicht anbraten. Linsen und Tomatenwürfel zugeben und alles unterheben.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und mit den Kräutern würzen. Alles gut 15 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Mit Pfeffer, Salz und Cayennepfeffer abschmecken.
Logisch dass Du die Sauce mit Nudeln servierst. Was zu einer richtigen Bolognese gehört, hat auch bei der Linsenbolo Gültigkeit.

Freitag, 27. März 2015

Fremdländische Tomatensuppe mit einheimischen Hühnchen…

Ich hatte es ja neulich hier verkündet, mindestens einmal in der Woche gibt’s einen Teller oder eine Tasse Suppe. Zwar ist im Moment nun absolut keine Tomatenzeit, aber ich hatte bei meinem Gemüsehändler Herrn Weitz auf dem Markt Aromatomaten gekauft. Die stammten zwar aus dem Gewächshaus aber machten ihrem Namen trotzdem alle Ehre. Okay, die eigentliche Suppe war wirklich etwas blass, warum das jetzt so war, weiß ich auch nicht, aber im Sommer werde ich die Suppe nochmals kochen, na vielleicht jetzt nicht ganz genau die gleiche Suppe, aber auch eine Tomatensuppe und dann will ich mal sehen, ob sie im Sommer auch so blass ist. Glaubst Du es liegt an der Jahreszeit dass sie so blass geblieben ist?
Als Einlage bei einer Tomatensuppe war mir bisher Reis oder Nudeln bekannt, aber Hühnchenfleisch war mir neu, fand ich aber eine tolle Idee. Ich habe dem Hühnchenfleisch durch Sojasoße eine kleine Asianote verliehen. Herr GB war erst sehr skeptisch, Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch im Asiastyle hatte er noch nie gehört, geschweige denn je gegessen und jetzt würde ich wieder mit solch einer Nummer um die Ecke kommen. Ja, ich weiß, Herr GB hat es im Büdchen wirklich nicht einfach, aber ich kann Dir versichern, nicht ein Löffel Suppe ist übrig geblieben und glaub nicht dass ich alles gegessen habe.
Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch
1 rote Zwiebel, ca. 50 g
1 Schalotte
1 Esslöffel Butter
1000 g geschälte und entkernte Tomaten
400 g Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
1Teelöffel Paprikapulver
1 Prise Zucker
Pfeffer und Salz zum abschmecken
Zwiebel und Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Restliche Zutaten zufügen und gute 30 Minuten garen. Die Suppe pürieren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
1 Hühnerbrustfilet
1 Teelöffel englisches Currypulver
1 Teelöffel dunkle Sojasauce
1 Teelöffel Akazienhonig
Frischhaltefolie
Currypulver mit Sojasauce und Honig vermischen. Das Hühnchenfilet komplett mit der Marinade bestreichen und ganz stramm in Frischhaltefolie einwickeln. Einige Zeit, mindestens 60 Minuten, marinieren lassen und anschließend in einem Dampfkörbchen oder Dampfgarer 15 bis 20 Minuten garen.
Das Hühnchenfleisch aus der Folie nehmen und in Scheiben schneiden. Jeweils eins- zwei Scheiben Hühnchenfleisch in einen Suppenteller legen und mit Tomatensuppe auffüllen. Mit Basilikum- oder Petersilienöl dekorieren.

Mittwoch, 18. März 2015

Das Auge isst mit, schön sollte es werden, Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation…

…man hatte ich mir Mühe gegeben und dann war es doch nicht so wie ich es gerne gehabt hätte. Herr GB war ganz begeistert, aber mir war es nicht genug frühlingsfröhlich. Wenn ich an Frühling denke kommt mir sofort ein helles leuchtendes Grün in den Sinn und so sollten auch eigentlich meine Crêpes werden. Aber dafür hätte ich dann wohl eher Lauch statt Spinat verwenden sollen. Aber der Spinat war jetzt fällig, also wurde er auch ins Spiel gebracht.
Vor ewigen Zeiten konnte ich die Schokoladenschwester von einem Dörrgerät überzeugen und jetzt macht sie nicht nur ihre Gemüsebrühe selber, sondern sämtliches Gemüse findet den Weg in den Dörrautomaten. So auch Spinat. Sie trocknete einen ganzen Schwung Spinatblätter und anschließend wurden die getrockneten Blätter zu feinem Pulver gemahlen. Ein Teil ihrer Ausbeute wanderte ins Büdchen und nun in meine Crêpes.
Das Spinatpulver war so farbintensiv, dass der Crêpesteig nach dem Abbacken ein tiefes dunkelgrün hatte, also nicht frühlingsfröhlich, aber durchaus ein guter Vorschlag für Karfreitag.
Ja, bald ist Ostern und so langsam kann man mal an ein Ostermenü denken, oder aber mal zumindest an ein Karfreitag-Essen.
Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation:
Crêpes:
1 Ei, groß
40 g Mehl
200 ml Milch
1 Esslöffel Spinatpulver
Salz
Die Milch mit dem Spinatpulver vermischen und aufkochen, abkühlen lassen und ca. 2 Stunden ziehen lassen. Die Milch durch ein Sieb geben.
Die restlichen Zutaten vermischen und nach und nach die grüne Milch zufügen. Mit Salz würzen. Mit einem Crêpes-Eisen oder in einer Crêpes-Pfanne vier Crêpes backen.

Quarkfüllung:
200 g Quark
1 Ei
100 g Frischkäse
1 Esslöffel Orangenöl
½ Teelöffel Orangenschale, gerieben.
Salz und Pfeffer
Alle Zutaten zu einer geschmeidigen Creme verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Crêpes einzeln jeweils auf ein großes Stück hitzebeständige Frischhaltefolie legen, Quarkcreme aufstreichen und mit Hilfe der Folie aufrollen. Jede Crêpesrolle stramm einzeln in Frischhaltefolie einpacken. Die eingepackten Rollen in ein Dampfkörbchen, oder wenn Du hast in einen Dampfgarer geben und 15 bis 20 Minuten dämpfen. Ich habe es im Dampfgarer bei 85°C gute 15 Minuten gemacht.
Für die Gemüsevariation benötigst Du folgende Zutaten:
1 große Aubergine
1 Thymianzweig
1 großen Zucchino
Zitronensalz
1 Teelöffel Rapsöl
200 g Prinzessbohnen
Bohnenkraut
50 g geräucherter Schinken, fein gewürfelt
Etwas Butter
500 g Tomatenwürfel, (unbedingt die Tomaten häuten und entkernen)
2 Esslöffel Basilikumstreifen
Zucker
Blütensalz
Fleur de Sel, Pfeffer
Olivenöl
Bergkäse oder Parmesan gerieben

Aubergine:
Aubergine in kleine Würfel schneiden und mit Zitronensalz mischen, den Thymian fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Auberginenwürfel zusammen mit dem Thymian gute 10 Minuten weich dünsten.

Zucchino:
Zucchino in kleine Würfel schneiden und in einen Topf geben. Mit Blütensalz vermischen und Wasser ziehen lassen, das dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten. Rapsöl zugeben und ebenfalls wie die Aubergine gute 10 Minuten weich dünsten.
Bohnen:
Bohnen putzen und ca. 10 Minuten in Salzwasser garen. Abgießen und in kleine Stücke schneiden. Den Schinken mit ganz wenig Butter auslassen und die Bohnenstücke zufügen. Mit Bohnenkraut, Fleur de Sel und Pfeffer würzen.
Tomaten:
Etwas Olivenöl erhitzen und die Tomatenwürfel darin kurz anschmelzen bis sie warm sind. Mit einer Prise Zucker, Fleur de Sel und einem Hauch Pfeffer würzen. Kurz vor dem Servieren die Basilikumstreifen untermischen.
Teller anwärmen. Mit einem Dessertring jeweils von jedem Gemüse kleine Taler formen. Die Crêpesrollen schräg in Stücke schneiden und auf jedem Gemüsetaler ein Stück von der Crêpesrolle legen.
Leicht mit geriebenem Käse bestreuen. Schnell servieren denn es kühlt schnell aus.
PS: Soll es vegetarisch sein, einfach auf den Schinken verzichten ;-)

Montag, 27. Oktober 2014

Getrocknete Tomaten, oder ich spiele Eichhörnchen…

…die letzten heimischen Tomaten konnte ich ergattern und ich weiß ja nicht wie es Dir geht, aber ich meine sie gehören ins Vorratsregal. Jetzt sind Tomaten ja nicht so pflegeleicht wie Kartoffeln, oder Äpfel die man mal eben so überwintern kann. Wenn Du Glück hast, bleiben sie bei kühler Lagerung mal so knappe 14 Tage fest und frisch. Wenn ich von kühler Lagerung spreche meine ich natürlich nicht den Kühlschrank. Um Gotteswillen auf keinen Fall in den Kühlschrank. Der kalte Diener ist der totale Aromakiller bei Tomaten. Wenn Du einen kühlen Keller hast, oder womöglich eine Speisekammer, ist das schon die halbe Miete. Aber ich will Dir ja heute zeigen wie Du Deine Tomaten über den Herbst hinaus retten kannst, damit Du im Winter auch noch etwas von den roten Früchtchen hast.
Ganz einfach, Du trocknest sie! Klar kannst Du sie als Tomatensauce verarbeiten, oder als Tomatenpaste, aber mit getrockneten Tomaten kannst Du viel mehr anfangen und all diese anderen Sachen kannst Du auch mit getrockneten Tomaten machen. Ich finde Tomaten trocknen ist eine geniale Methode wenn es schnell gehen soll. Du wäschst die Tomaten, schneidest den Stielansatz heraus, viertelst sie, entfernst die Kerne, die Kammerwände und natürlich auch das Glibberzeugs. Wenn Du auch stolzer Besitzer eines Dörrgerätes bist, hast Du es gut, denn Deine Tomaten benötigen mit einem Dörrautomaten wesentlich weniger Strom wie ein Backofen. Hast Du kein Dörrgerät, geht das Trocknen im Backofen genauso gut.
Du legst jetzt Deine Tomatenviertel entweder in Deine Körbe vom Dörrdingens oder auf ein Backblech das Du vorher mit Backpapier ausgelegt hast. Den Backofen stellst Du auf 80°C, Du lässt die Backofentür einige Millimeter geöffnet und trocknest die Tomaten gute 10 bis 12 Stunden. Deinen Dörrknecht bedienst Du nach Anweisung Deiner Bedienungsanleitung. Ich stelle mein Gerät immer auf 70°C und das dauert dann auch gut 10 bis 12 Stunden.
Die getrockneten Tomaten schichtest Du entweder in Twist-off-Gläser und begießt sie mit einem guten aromatischen Olivenöl, oder verpackst sie gut in Klarsichttüten. Das Olivenöl wird von den Tomaten noch aromatisiert und ist sehr schmackhaft auf Salaten. Beide Versionen der getrockneten Tomaten sind übrigens auch sehr gern gesehene Mitbringsel.
Du kannst die getrockneten Tomaten auch als Ersatz für Chips knabbern, das ist bestimmt gesünder und nicht weniger schmackhaft. Probier es mal aus, ich gehe jetzt auch wieder Eichhörnchen spielen…

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Leber OHNE Äpfel und Zwiebel…

…der September ist vorbei und die FaulenzerUrlaubszeit ebenfalls. Endlich kann ich wieder kochen, wobei ich mich ja gelegentlich auch sehr gerne kulinarisch bedienen lasse. Natürlich rein zu Lernzwecken und um Anregungen zu sammeln.
Auf der letzten Reise waren so manche Schmankerl dabei, von der ganz feinen Küche bis zur deftigen rustikalen.
Tja und gesehen haben wir wieder so einige richtig schöne Ecken. Eigentlich ist der September normal immer für Südtirol reserviert, aber dieses Mal wollten wir die heimischen Weinregionen unsicher machen.
Unsere Tour begann mit dem Rhein, dann ein Stück entlang der Ahr, rüber gehüpft zur Mosel, hinunter (auf der Landkarte)zur Saar, dann quer hin nach Neustadt a.d. Weinstraße. Irgendwo haben wir dann den Rhein wieder aufgegabelt um den richtigen Weg zum Kaiserstuhl zu finden. Der Schwarzwald wurde auch etwas durchkreuzt um schließlich wieder am Rhein zu landen.
Das eigentliche Ziel war der Bodensee, den wollten wir umrunden und vorher wollten wir von Bad Säckingen mal eben kurz nach Basel hoppen, ach und Begrenz stand auch noch auf dem Plan, aber irgendwie wurde es langsam immer knapper mit den Urlaubstagen und wir mussten ja auch wieder zurück.
Also wurde Basel, Stein am Rhein, Arbon und Bregenz auf die Liste „noch zu bereisende Ziele“ geschrieben. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Die Tour zurück führte uns über Titisee-Neustadt nach Lauterecken über Idar-Oberstein wieder Richtung Mosel um schließlich am Rheinufer entlang wieder an der Ahr zu landen.
Unterwegs habe ich Augen und Ohren offen gehalten um an ein außergewöhnliches Leberrezept zu kommen, doch kennst Du die Situation wenn Du nach etwas Bestimmtes suchst?
Mir und meinen Leidensgenossinnen passiert das ja häufig, wenn sie nach DEM Paar Schuhen suchen. Aber diesmal ging es eben nicht um Schuhe sondern einfach nur um ein Leberrezept.
Natürlich hörten sich die Angebote auf den Speisekarten sehr genussvoll an, aber Leber mit Püree und Sauerkraut, oder Leberknödelsuppe fand ich jetzt nicht so spektakulär. Auch die bekannt Berliner Leber, oder berliner Art holte mich jetzt nicht vom Hocker.
Du fragst Dich die ganze Zeit warum ich unbedingt Leber auf den Tisch bringen wollte!? Kann ich Dir sagen, Anfang September war doch dieses Kochtreffen im Saarland und ich hatte meine gekauften Zutaten im Gefrierschrank bzw. im Kühlschrank vergessen. Einen Vorteil hatte es ja, die Zutaten konnten unterwegs auf dem Weg zum Treffen nicht verderben.
Also wie gesagt, ich hatte noch diverse Dinge gebunkert und die mussten jetzt mal so langsam verwertet werden.
Unter anderen lagerte noch Geflügelleber im Tiefkühler. Eine wunderschöne Mischung von Enten-, Hühner- und Putenleber wartete, also verstehst Du jetzt die Suche nach dem ultimativen Rezept.
Dann kam der Geistesblitz. Vor Jahren habe ich einem Fernsehkoch im Frühstücksprogramm zugeschaut wie er Leber zubereitete und das Rezept war mit Balsamicoessig, Perlzwiebeln und Tomaten. Wie ich finde ein recht ausgefallenes Durcheinander das zur Krönung auch noch mit Bandnudeln serviert wurde.
 Balsamicoleber mit Tomaten und Silberzwiebeln:
750 g Geflügelleber
Mehl
1½ Esslöffel Olivenöl
3 Rosmarinzweige, superfein gehackt, als Alternative funktioniert aus Rosmarinpulver
Salz und Pfeffer
350 g -Cherrytomaten
212 ml Glas Silberzwiebeln (ich hatte die Zwiebeln von Kühne, aber es gibt zig andere gute Marken)
200 ml Geflügelfond
75 ml Balsamico
Leber säubern, in mundgerechte Stücke schneiden und großzügig in Mehl wälzen.
Das Öl erwärmen und die melierte Leber von allen Seiten langsam braten. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Hälfte des feingehackten Rosmarins ebenfalls zur Leber geben. Sobald die Leber gar ist, auf einen angewärmten Teller geben und im vorgeheizten Backofen warm halten.
In das restliche Fett die Cherrytomaten zusammen mit den Silberzwiebeln geben, beides kurz anbraten und mit dem Fond und dem Balsamicoessig ablöschen.   in etwas Milch 1 Stunde einlegen, mit Küchenkrepp abtrocknen.
Salbeiblätter hacken.
Die Leber in Öl langsam braten, mit Salz, Pfeffer und mit der Hälfte der Salbeiblätter würzen. Silberzwiebeln zugeben und kurz mit dünsten, mit Fond und Essig ablöschen. Mit dem restlichen Rosmarin würzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Leber zurück in die Sauce geben und nochmals kurz warm ziehen lassen.
Zwischenzeitlich Bandnudeln kochen.

Die Balsamicoleber mit Tomaten und Silberzwiebeln auf Bandnudeln servieren.
....ich weiß, es gibt Dinge die sehen nicht schön aus, sind aber unglaublich schmackhaft :-)

Mittwoch, 10. September 2014

Kuchen mit Käse und Tomaten, nichts für Süßmäuler…

…eigentlich war ich neulich mit meinem Käse noch gar nicht richtig durch. Irgendwie wurde mein Plan durch das Kochwochenende im Saarland durchkreuzt und abrupt beendet. Dabei hatte ich doch noch das eine oder andere Rezept ausprobiert, für gut befunden und beschlossen es im Büdchenblog zu präsentieren. Eins der Rezepte ist eine Tomatentarte die ich bei Juliane gefunden habe. Sie hatte die Tarte ebenfalls nachgebacken und demnach musste sie ja gut sein, waren schließlich schön zwei Schleckermäulchen denen sie gefiel. Das alleine ist ja schon Anreiz genug und ratz fatz war klar, ich musste sie nachbasteln. Oder mal zumindest so ähnlich, genauso wäre ja Langweilich und außerdem muss das Internet nicht x-mal mit ein und demselben Rezept vollgetackert werden.
Die Grundlage war ein Mürbeteig mit Parmesan, das hörte sich klasse an, also wurde der fast übernommen.
Du brauchst 250 g Mehl, 125g Butter, 40 g Parmesan und eine Prise Salz
Im Originalrezept wurde das Mehl Typ 550 verwendet, das hatte ich aber neulich beim Brotbasteln verarbeitet, also musst das ganz normale Mehl Typ 405 herhalten. Das hat ganz prima funktioniert. Für den Teig verknetest Du alle Zutaten zu einer Teigkugel und diese Kugel gibst Du für 30 bis 40 Minuten in den Kühlschrank zum abbinden.
Während der Teig kühlt kannst Du die Tomaten waschen und für die Tarte vorbereiten. Ebenfalls kann die Käsemasse vorbereitet werden.
Für die Käsemasse benötigst Du
30 g getrocknete Tomaten
1 Bund Basilikum
500 g Ricotta
2 Eier
Die getrockneten Tomaten in kleine Würfelhacken. Die Eier werden verschlagen und dann wird der Ricotta dazugegeben und kräftig untergerührt. Das Basilikum wird in kleinste Stücke gezupft und zur Käsemasse gegeben. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.
300 g Tomaten wenn möglich in verschiedenen Farben
Schale einer halben Zitrone
Saft einer halben Zitrone
3 EL Honig (Eichenwaldhonig)
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
½ Bund Basilikum fein zerpflückt
Die Tomaten waschen und quer durchschneiden. Sollten sie innen sehr feucht sein, etwas ausdrücken.
Die Schale und den Saft der Zitrone, mit dem Honig und dem Olivenöl verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das zerpflückte Basilikum zufügen und verrühren.
Jetzt stehst Du kurz vor der Vollendung. Du fettest eine Springform, rollst zwischen zwei Blätter Fischhaltefolie den Teig aus und legst die Springform mit dem Teig so aus, dass der Boden bedeckt ist und der Teig noch gute 2 bis 3 cm am Rand hochsteht. Füllst die
Käsecreme auf den Mürbeteig und gibst die Tomaten mit der Schnittfläche nach oben in die Käsecreme und backst die Tarte im vorgeheizten Backofen 40 Minuten bei 210°C Ober- und Unterhitze goldbraun.
Die Tarte aus dem Backofen holen und die Honigsauce auf die Tomaten träufeln.
Die Tarte in Stücke schneiden. Sie schmeckt warm und kalt.