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Donnerstag, 28. April 2016

Kleines Buch mit geballter Ladung, oder geschmorte Kalamare mit Tomaten…

…ich weiß, der April ist kein Tomatenmonat, aber im Rahmen des näher zusammen rücken der ganzen Welt, sind die Tomaten mittlerweile ganzjährig allerorts vertreten. Nein, ich werde jetzt keine Grundsatzdiskussion initiieren um den Sinn, oder Unsinn. Ich möchte nur gelegentlich darauf aufmerksam machen, dass eine Tomate im April durchaus in die Kategorie Luxus gehört.
Wenn Du in meinem heutigen Rezept noch die anderen Zutaten liest, stehst Du knapp vor der Schnappatmung was die Regionalität angeht. Was hältst Du von kleinen Kalmaren, roter Paprika, frischen Thymianzweig und Piment d’Espelette.
Das Rezept kommt nicht von mir ich wasche meine Hände in Unschuld, ich habe es mir aus einem kleinen Buch gefischt. Ein kleines handliches Buch mit 72 Seiten im Hardcover und den Maßen 19 x 19 cm. Das Buch ist im Jan ThorbeckeVerlag erschienen und dort war man so freundlich und hat mir dieses nette Büchlein zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle herzlichen Dank.
Wenn Du meinst dieses kleine Format kann ja so unglaubliche Überraschungen nun nicht gerade beherbergen, dann täuscht Du Dich gewaltig. Wunderbare Rezepte habe ich direkt beim ersten durchblättern gefunden und wie Du mich kennst, entsprechend nachgebastelt. Demnächst werde ich Dich mit Carpaccio von gemischten Gemüse, Mini-Blechkartoffel und einer exzellenten Kartoffelpizza überzeugen.
Aber heute bringe ich dich auf den Geschmack dieser schönen Lektüre und natürlich den geschmorten Kalmar.
Doch eh ich zum Rezept komme möchte ich Dir noch etwas über das Buch bzw. die Autorin erzählen.
Bérengère Abraham, die Autorin, hat Kunst studiert und arbeitete als Hauswirtschaftlerin für zahlreiche französische Zeitschriften. Sie hat mehrere Bücher über französische Küche veröffentlichtunter anderen mir drei bekannte im Thorbecke Verlag. Eins der Drei ist meine heutige Vorstellung mit dem Titel „Tomaten, Bohnen und Paprika“. Kochen mit Sommergemüse. Okay der Sommer ist noch verdammt weit weg, zumal der Frühling ja noch nicht einmal richtig Einzug gehalten hat. Aber meine Devise, man kann ja den Ernstfall proben. Also bestaune ich das kleine Buch mit den 72 Seiten wie auch die reizenden Bilder von Valérie Lhomme. Ein Vorwort gibt es nicht, aber dafür startet es gleich mit einem Inhaltsverzeichnis. Die Erste Rubrik heißt „Sommergemüse“, was mich etwas verunsichert, denn ich dachte im ganzen Buch geht es um Sommergemüse. Na okay, im zweiten Kapitel werden „Hülsenfrüchte“, im dritten „Gemüse im Bund“ und im vierten „Noch mehr Gemüse“ unter die Lupe genommen. Es ist ein reines Rezeptbuch. Einige Rezepte sind durch Produktwissen oder diversen Tipps aufgepeppt. Bei jedem Rezept ist jeweils eine Zeitangabe zur Zubereitung und zur Garzeit. Ebenfalls eine Angabe der Personenzahl für die das Rezept reichen soll. Ich denke diese Angabe hätte man sich schenken können, da ich lediglich drei Rezepte gefunden habe wo die Personenzahl von vier Personen abwich. Eine entsprechende Bemerkung bei diesen einzelnen Rezepten hätte meines Erachtens gereicht. Ich konnte 30 Rezepte ausmachen, von denen ich im Hieb, wie schon erwähnt, vier nachgearbeitet habe.
Eh ich Dir das Rezept verrate noch schnell die ISBN 978-3-7995-1033-2, Du bekommst das Buch mit dem Titel „„Tomaten, Bohnen und Paprika“ für 12,99 € im Fachhandel.
Geschmorte Kalamare mit Tomaten und Piment d’Espelette:
Zutaten:
1,5 kg kleine Kalamare
1 Rote Paprika
5 Tomaten
1 Zwiebel in dünne Scheiben geschnitten (das geht gut auf einem Hobel)
2 Knoblauchzehen fein gehackt
3 Esslöffel Olivenöl
2 frische Thymianzweige
2 Rosmarinzweige
1 Teelöffel Paprikapulver
1 Prise Piment d’Espelette
Salz und Pfeffer frisch aus der Mühle
Die kleinen Kalamare putzen und speisefertig säubern. Die Paprika putzen, Strunk und Kerner entfernen und in Streifen schneiden. Die Tomaten entkernen und in grobe Stücke teilen. Die Zwiebelringe zusammen mit dem gehackten Knoblauch in Olivenöl anschwitzen.
Die Tuben und Tentakel der Kalamare dazu geben und gute 5 Minuten anbraten. Restliche Zutaten zugeben durchrühren mit Salz und Pfeffer abschmecken und 20 Minuten im geschlossenen Topf dünsten. Den Deckel vom Topf nehmen und weitere 20 Minuten köcheln lassen. Eventuell nochmals abschmecken und sofort servieren.
Mein ganz persönlicher Tipp: kalkuliere für 4 Personen die doppelte Menge ein. Das ist so unglaublich geschmackvoll, da willst Du garantiert einen Nachschlag. Ich warte jetzt auf den Sommer und dann werde ich das Gericht für zwei Tage kochen und alles an einem Abend aufessen, schwöre!

Donnerstag, 11. Februar 2016

Keine Zusätze, kein Fleisch, keine Tüte, kein Gedöns, oder ganz einfach eine schlichte Minestrone…

…auf dem Weg vom Büro zum Parkplatz (keine 500 Meter) schaue ich gerne nochmal eben schnell ins Smartphone. Manchmal gebe ich in die große Suchmaschine Tante Gockel oder so ähnlich, ein-zwei Zutaten/Begriffe ein und schaue was die große Tante ausspuckt. Neulich hab ich nach Suppe mit Tomaten gesucht. Die Tante faselte etwas von italienischer Gemüsesuppe. Plötzlich musste ich an den Kochunterricht damals in der Schule denken. Die Lehrerin, Fräulein Jellinghaus. Ja, Du kannst ruhig grinsen, aber damals sagte man tatsächlich noch Fräulein und so manches Fräulein legte auch äußerst großen Wert darauf ein Fräulein zu sein und durchaus auch zu bleiben. Wie das damals bei dem Lehrerinnen-Fräulein war kann ich Dir gar nicht mehr sagen.
Ich kann Dir auch nicht mehr sagen, ob ich sie nett oder blöd fand. Sie war für mich einfach nur ein Fräulein, irgendwie ganz ohne Bewertung. Das Fräulein unterrichtete Kunst, Religion und Hauswirtschaft und im Letzteren haben wir gekocht. Und gar nicht mal so schlecht.
Es stand nicht viel Geld zur Verfügung (ja auch damals hatten die Kassen für Bildung schon einen engen Gürtel), also musste preiswert gekocht werden.
Es wurden einfache Gerichte gekocht, einfach, schnell und gut, denn schließlich hatten wir lediglich 2 Unterrichtsstunden zur Verfügung und in den 90 Minuten wurde z.B. Gemüse gewaschen, geschnibbelt, gekocht, gegessen.
Am Anfang der Stunde 10 Minuten Theorie. Es musste noch gegessen werden und die Küche wurde auch noch tip top gereinigt.
Versteht sich von selbst dass keine Braten geschmort wurden, oder wir Torten backten. Nee, da gab es mal Arme Ritter mit Kompott, Gurkengemüse mit Kartoffeln oder eine Minestrone.
Ich glaube es war sogar die beste Minestrone meines Lebens. Es kann aber auch sein ich fand sie nur deshalb so klasse, weil es eh die Erste war die ich in meinem Leben aß.
Auf jedem Fall ist sie mir in unvergessener Erinnerung. In der Suppe waren Tomaten, Nudeln und Käse. Zutaten die selbst heute noch von Kindern geliebt werden. Aber es war auch Weißkohl im Suppentopf und jetzt mal ehrlich, es ist schon ein außergewöhnliches Kind das gerne Weißkohl isst, oder!?
Versteht sich von selbst, dass meine Schulfreundin und ich in einer Kochgruppe waren. Wir mussten uns nur einen Blick zuwerfen, um zu wissen was jeweils die Andere über die Zutaten und das Rezept von Fräulein Jellinghaus dachte.
Bei der ersten in Augenscheinnahme kam damals das Süppchen auch nicht wirklich gut weg.
Fräulein Jellinghaus hatte sicher in den 60gern einige Länder bereist, aber ob sie wusste wie eine echte italienische Gemüsesuppe zu schmecken hatte bezweifelten wir doch stark. Nach unseren Vorstellungen gehörte Paprika dort hinein und kein Weißkohl.
War Weißkohl nicht auch typisch deutsch!? Nein, war er nicht. Wenn überhaupt, dann ist er heutzutage vielleicht typisch deutsch, aber seinen Ursprung hat er im Wildkohl und der kommt aus dem Mittelmehrraum. Einen Teil meiner Weisheiten habe ich auf Planet Wissen gefunden. Dort steht auch, dass die Römer ihn als Gartengemüse anbauten und ihn in Suppen aßen.
Hatte Fräulein Jellinghaus womöglich gar nicht so unrecht? Na eigentlich ist es heute ja auch egal und so ganz unter uns, sie war schließlich damals die Lehrerin. Sie musste es doch quasi wissen!
Das Rezept von damals habe ich leider nicht mehr, was ich sehr bedauere, aber mein Rezept kommt der Suppe von einst schon sehr nahe.
Minestrone nach Klärchen Kompott:
2-3 Möhren in kleine Würfel
Ca. 80 – 100g Sellerie in kleine Würfel
1 Stange Porree in Ringe
Eine Petersilienwurzel in Würfel
Einen kleinen Weißkohl, ohne Strunk fein gehobelt
½ Bund glatte Petersilie, fein gehackt
1 Zwiebel in Würfel
Wasser
2 Lorbeerblätter
2-3 Esslöffel Oregano getrocknet
Salz, Pfeffer, 1 Esslöffel Paprikapulver mild
2 Esslöffel Tomatenmark
1 große Dose geschälte Tomaten
2 Esslöffel Olivenöl
100 – 120 g Gabelspaghetti
Parmesankäse gerieben
Einige Scheiben Ciabatta
½ Bund glatte Petersilie fein gehackt als Deko
Alles Gemüse bis auf die geschälten Tomaten in dem erhitzen Olivenöl anbraten. Tomatenmark zugeben und auch kurz auf dem Topfboden anschwitzen. Mit den geschälten Tomaten ablöschen. Die Tomatendose mit Wasser auswaschen und das Wasser zum Gemüse geben. Alles Gemüse soll gut mit Wasser bedeckt sein, ggf. weiteres Wasser angießen. Die Gewürze zugeben und unterrühren. Das Gemüse garen bis es gut bissfest ist. Nun die Gabelspaghetti zum Gemüse geben und garen. Bis die Nudeln weich sind dauert es jetzt nochmals ungefähr 10 bis 15 Minuten. Zwischenzeitlich die Ciabatta-Scheiben auf ein Backblech legen und mit dem Käse bestreuen. Bei 180°C im Backofen unter dem Grill bräunen.
Die Suppe in großen Tellern anrichten und jeweils eine Scheibe Brot in die Mitte setzen.

Übrigens wie schon oben erwähnt, auch in Fräulein Jellinghaus´s Suppe kam Käse. Ob es Parmesan war wage ich zu bezweifeln, den gab es damals noch nicht in unserem Dorf und Brot reichte das Fräulein auch dazu, allerdings war es ganz normales Weißbrot, aber lecker muss es gewesen sein, denn sonst wüsste ich das nicht mehr und hätte sie auch nicht so gut in Erinnerung.


Dienstag, 21. April 2015

Ich sage es jetzt nicht, dass es schon wieder kein Fleisch gab - Blumenkohl in roter Sauce an Kräuterkartoffelpüree mit Backofentomaten…

Eigentlich wäre der Blumenkohl heute noch gar nicht dran gewesen. Aber ich habe eins der bunten Bilder vom Blumenkohl bei Frazebuck veröffentlicht und damit war schon klar, das Rezept muss so schnell wie möglich online.
Jeder kennt sicher Blumenkohl mit brauner Butter oder einer Holländischen Sauce, auch Schinkensahnesauce ist nicht unbekannt, aber wer isst Blumenkohl schon in Tomatensauce!? Tja, und dann auch noch mit einem Kräuterkartoffelpüree. Ein hübscher Teller in den Farben Italiens. Aber es hat nicht nur hübsch ausgesehen, der Geschmack war ebenfalls sehr außergewöhnlich gut und nicht zu Letzt alles in allem recht Figur freundlich und gesund. Ich würde mal sagen, so geht vegetarische Küche, endlich das Zeitalter vorbei, wo Gemüse paniert in Fritteusen baden musste, oder bis zur Unkenntlichkeit in Auflaufschalen geschichtet und mit dicker Sahnesauce überbacken wurden. So jetzt aber genug der Ansprache, hier endlich das Rezept:
Blumenkohl in roter Sauce an Kräuterkartoffelpüree mit Backofentomaten
Kräuterkartoffelpüree:
600 g Kartoffeln
2 Esslöffel gehackte Petersilie
1 Esslöffel gehackte Basilikumblätter
1 Esslöffel fein geschnittener Schnittlauch
1 Teelöffel Thymianblätter, fein gehackt
100 ml Olivenöl
Pfeffer und Salz
Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Die Kräuter mit etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl mischen und mit einem Mixstab fein pürieren. Die Kartoffeln abgießen und etwas Kartoffelwasser auffangen.
Die Kartoffeln stampfen und die Kräuterölcreme zu den gestampften Kartoffeln geben.
Alles gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ggf. etwas Kartoffelwasser angießen und unter das Kartoffelpüree rühren. Aber wirklich nur so viel zugeben, bis das Püree schön geschmeidig und eine einheitliche Masse ist.
Blumenkohl in Tomatensauce:
1 Blumenkohl
1 Zwiebel
1 Esslöffel Öl
1 Esslöffel Butter
500 ml passierte Tomaten
1 Esslöffel Öl
Pfeffer und Salz
Den Blumenkohl putzen und in kleine Röschen teilen, gute 100 g Blumenkohlröschen zurückhalten und in ganz kleine Röschen teilen. Den Blumenkohlstrunk schälen und in kleine Würfel schneiden.
1 Esslöffel Öl mit der Butter in einen Topf geben und erwärmen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und im Ölbuttergemisch glasig dünsten. Die Passierte Tomaten zugeben und mit den Zwiebeln vermischen. Nun die großen Blumenkohlröschen in die Tomatensauce geben und auf kleiner Hitze gar kochen.
Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die kleinen Blumenkohlröschen mit den Blumenkohlwürfeln zugeben. Mit Pfeffer und Salz würzen und kräftig anbraten und anschließen gar ziehen lassen.
Backofentomaten:
Ca. 20 Cherrytomaten
Einige Blätter Basilikum
2 Esslöffel Thymianblätter
3-4 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, Zucker
Olivenöl, oder noch besser wäre Knoblauchöl
Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, abgießen und sofort in Eiswasser geben. Abgießen und die Haut der Tomaten abpellen.
Die Tomaten in eine Auflaufschale dicht nebeneinander legen. Die Kräuter aufstreuen, mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen. Die geschälten Knoblauchzehen zwischen die Tomaten stecken und mit dem Öl beträufeln. Bei 130°C im vorgeheizten Backofen gute 60 Minuten garen. (Übrigens, die Tomaten kann man auch sehr gut auf Vorrat machen, die schmecken auch so sehr lecker)

Anrichten:
Das Kräuterkartoffelpüree in die Mitte eines Tellers geben. Darauf die Blumenkohlwürfel geben. Den Blumenkohl mit der Tomatensauce rund herum zum Püree geben. Darauf noch kleine gebratene Blumenkohlröschen verteilen. Zwischen den Blumenkohl noch die Tomaten anrichten. Fertig, Essen kommen!!!

Samstag, 18. April 2015

Fleischlos aber glücklich, Linsen-Bolo(gnese) in Rot…

Klar weiß ich was Du jetzt denkst, genau das hat Herr GB sicher auch gedacht- Klärchen spinnt! Aber Klärchen spinnt nicht, Klärchen kocht und zwar Bolognese! Mit roten Linsen!
Okay, okay, alles gut, alles gut, reg Dich nur nicht auf.
Sicher ist das keine Echte, also so ein Original aus Italien, aber durchaus lecker. Eigentlich bin ich auch eher ein Verfechter der Originalen. Nicht umsonst gibt es Traditionsgerichte, wie auch Vorgaben, wie eine Speise zubereitet wird. Klar kannst Du einen Schmorbraten im Dampfgarer, oder Pudding im Backofen machen, aber dann wird es eben *räuspern* äh anders, punkt aus. Und mit den Grundtechniken des Kochen hat das so viel zutun, wie eine Kuh fliegen kann.
Wie oft habe ich in einschlägigen Foren von vegetarischer Bolognese gelesen und mir meinen Teil gedacht. Fast jedes Mal hatte ich den Entschluss gefasst, Klärchen probiere es aus und urteile dann. Ich habe ausprobiert und ich schwenke in diesem Fall die weiße Fahne, lecker. Selbst der fleischverwöhnte Gatte hat Nachschlag verlangt. Eine tolle Alternative für ein fleischloses Mittagessen. Wer fleischlos essen möchte, benötigt also keine Fleischersatzprodukte, es geht auch so, aber das weißt Du ja eh.
Das Einzige was mich jetzt noch störte, war der Namen. Der Begriff Bolognese ist im Büdchen eigens für das Original reserviert. Es widerstrebt mir etwas zu betiteln, das in seinem Ursprung etwas ganz anderes darstellt. Deshalb heißt meine Sauce auch Rote Linsenbolo!
Rote Linsenbolo:
30 ml Olivenöl
200 g Möhren, in kleine Würfel geschnitten
50 g Petersilienwurzel, in kleine Würfel geschnitten
50 g Selleriewurzel, in kleine Würfel geschnitten
100 g Porree in, fein gehackt
1 rote Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 kleine Chilischote, fein gehackt
2 Esslöffel Tomatenmark
200 g Rote Linsen
500 g gehäutete, entkernte Tomaten, in kleine Würfel geschnitten
250 ml Gemüsebrühe
2 Esslöffel Thymianblätter, fein gehackt
2 Esslöffel Rosmarinnadeln, fein gehackt
Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer
Das Öl erhitzen und Möhren, Petersilienwurzel, Selleriewurzel, Porree, Zwiebel, Knoblauchzehe, Chilischote zugeben und leicht anschwitzen. Tomatenmark unter das Gemüse mischen und leicht anbraten. Linsen und Tomatenwürfel zugeben und alles unterheben.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und mit den Kräutern würzen. Alles gut 15 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Mit Pfeffer, Salz und Cayennepfeffer abschmecken.
Logisch dass Du die Sauce mit Nudeln servierst. Was zu einer richtigen Bolognese gehört, hat auch bei der Linsenbolo Gültigkeit.

Freitag, 27. März 2015

Fremdländische Tomatensuppe mit einheimischen Hühnchen…

Ich hatte es ja neulich hier verkündet, mindestens einmal in der Woche gibt’s einen Teller oder eine Tasse Suppe. Zwar ist im Moment nun absolut keine Tomatenzeit, aber ich hatte bei meinem Gemüsehändler Herrn Weitz auf dem Markt Aromatomaten gekauft. Die stammten zwar aus dem Gewächshaus aber machten ihrem Namen trotzdem alle Ehre. Okay, die eigentliche Suppe war wirklich etwas blass, warum das jetzt so war, weiß ich auch nicht, aber im Sommer werde ich die Suppe nochmals kochen, na vielleicht jetzt nicht ganz genau die gleiche Suppe, aber auch eine Tomatensuppe und dann will ich mal sehen, ob sie im Sommer auch so blass ist. Glaubst Du es liegt an der Jahreszeit dass sie so blass geblieben ist?
Als Einlage bei einer Tomatensuppe war mir bisher Reis oder Nudeln bekannt, aber Hühnchenfleisch war mir neu, fand ich aber eine tolle Idee. Ich habe dem Hühnchenfleisch durch Sojasoße eine kleine Asianote verliehen. Herr GB war erst sehr skeptisch, Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch im Asiastyle hatte er noch nie gehört, geschweige denn je gegessen und jetzt würde ich wieder mit solch einer Nummer um die Ecke kommen. Ja, ich weiß, Herr GB hat es im Büdchen wirklich nicht einfach, aber ich kann Dir versichern, nicht ein Löffel Suppe ist übrig geblieben und glaub nicht dass ich alles gegessen habe.
Tomatensuppe mit Hühnchenfleisch
1 rote Zwiebel, ca. 50 g
1 Schalotte
1 Esslöffel Butter
1000 g geschälte und entkernte Tomaten
400 g Gemüsebrühe
2 Esslöffel Tomatenmark
1Teelöffel Paprikapulver
1 Prise Zucker
Pfeffer und Salz zum abschmecken
Zwiebel und Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Restliche Zutaten zufügen und gute 30 Minuten garen. Die Suppe pürieren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
1 Hühnerbrustfilet
1 Teelöffel englisches Currypulver
1 Teelöffel dunkle Sojasauce
1 Teelöffel Akazienhonig
Frischhaltefolie
Currypulver mit Sojasauce und Honig vermischen. Das Hühnchenfilet komplett mit der Marinade bestreichen und ganz stramm in Frischhaltefolie einwickeln. Einige Zeit, mindestens 60 Minuten, marinieren lassen und anschließend in einem Dampfkörbchen oder Dampfgarer 15 bis 20 Minuten garen.
Das Hühnchenfleisch aus der Folie nehmen und in Scheiben schneiden. Jeweils eins- zwei Scheiben Hühnchenfleisch in einen Suppenteller legen und mit Tomatensuppe auffüllen. Mit Basilikum- oder Petersilienöl dekorieren.

Mittwoch, 18. März 2015

Das Auge isst mit, schön sollte es werden, Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation…

…man hatte ich mir Mühe gegeben und dann war es doch nicht so wie ich es gerne gehabt hätte. Herr GB war ganz begeistert, aber mir war es nicht genug frühlingsfröhlich. Wenn ich an Frühling denke kommt mir sofort ein helles leuchtendes Grün in den Sinn und so sollten auch eigentlich meine Crêpes werden. Aber dafür hätte ich dann wohl eher Lauch statt Spinat verwenden sollen. Aber der Spinat war jetzt fällig, also wurde er auch ins Spiel gebracht.
Vor ewigen Zeiten konnte ich die Schokoladenschwester von einem Dörrgerät überzeugen und jetzt macht sie nicht nur ihre Gemüsebrühe selber, sondern sämtliches Gemüse findet den Weg in den Dörrautomaten. So auch Spinat. Sie trocknete einen ganzen Schwung Spinatblätter und anschließend wurden die getrockneten Blätter zu feinem Pulver gemahlen. Ein Teil ihrer Ausbeute wanderte ins Büdchen und nun in meine Crêpes.
Das Spinatpulver war so farbintensiv, dass der Crêpesteig nach dem Abbacken ein tiefes dunkelgrün hatte, also nicht frühlingsfröhlich, aber durchaus ein guter Vorschlag für Karfreitag.
Ja, bald ist Ostern und so langsam kann man mal an ein Ostermenü denken, oder aber mal zumindest an ein Karfreitag-Essen.
Spinatcrêpes mit gebackener Quarkfüllung auf Gemüsevariation:
Crêpes:
1 Ei, groß
40 g Mehl
200 ml Milch
1 Esslöffel Spinatpulver
Salz
Die Milch mit dem Spinatpulver vermischen und aufkochen, abkühlen lassen und ca. 2 Stunden ziehen lassen. Die Milch durch ein Sieb geben.
Die restlichen Zutaten vermischen und nach und nach die grüne Milch zufügen. Mit Salz würzen. Mit einem Crêpes-Eisen oder in einer Crêpes-Pfanne vier Crêpes backen.

Quarkfüllung:
200 g Quark
1 Ei
100 g Frischkäse
1 Esslöffel Orangenöl
½ Teelöffel Orangenschale, gerieben.
Salz und Pfeffer
Alle Zutaten zu einer geschmeidigen Creme verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Crêpes einzeln jeweils auf ein großes Stück hitzebeständige Frischhaltefolie legen, Quarkcreme aufstreichen und mit Hilfe der Folie aufrollen. Jede Crêpesrolle stramm einzeln in Frischhaltefolie einpacken. Die eingepackten Rollen in ein Dampfkörbchen, oder wenn Du hast in einen Dampfgarer geben und 15 bis 20 Minuten dämpfen. Ich habe es im Dampfgarer bei 85°C gute 15 Minuten gemacht.
Für die Gemüsevariation benötigst Du folgende Zutaten:
1 große Aubergine
1 Thymianzweig
1 großen Zucchino
Zitronensalz
1 Teelöffel Rapsöl
200 g Prinzessbohnen
Bohnenkraut
50 g geräucherter Schinken, fein gewürfelt
Etwas Butter
500 g Tomatenwürfel, (unbedingt die Tomaten häuten und entkernen)
2 Esslöffel Basilikumstreifen
Zucker
Blütensalz
Fleur de Sel, Pfeffer
Olivenöl
Bergkäse oder Parmesan gerieben

Aubergine:
Aubergine in kleine Würfel schneiden und mit Zitronensalz mischen, den Thymian fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Auberginenwürfel zusammen mit dem Thymian gute 10 Minuten weich dünsten.

Zucchino:
Zucchino in kleine Würfel schneiden und in einen Topf geben. Mit Blütensalz vermischen und Wasser ziehen lassen, das dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten. Rapsöl zugeben und ebenfalls wie die Aubergine gute 10 Minuten weich dünsten.
Bohnen:
Bohnen putzen und ca. 10 Minuten in Salzwasser garen. Abgießen und in kleine Stücke schneiden. Den Schinken mit ganz wenig Butter auslassen und die Bohnenstücke zufügen. Mit Bohnenkraut, Fleur de Sel und Pfeffer würzen.
Tomaten:
Etwas Olivenöl erhitzen und die Tomatenwürfel darin kurz anschmelzen bis sie warm sind. Mit einer Prise Zucker, Fleur de Sel und einem Hauch Pfeffer würzen. Kurz vor dem Servieren die Basilikumstreifen untermischen.
Teller anwärmen. Mit einem Dessertring jeweils von jedem Gemüse kleine Taler formen. Die Crêpesrollen schräg in Stücke schneiden und auf jedem Gemüsetaler ein Stück von der Crêpesrolle legen.
Leicht mit geriebenem Käse bestreuen. Schnell servieren denn es kühlt schnell aus.
PS: Soll es vegetarisch sein, einfach auf den Schinken verzichten ;-)