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Mittwoch, 17. Juli 2013

Tatar vegetarisch, aber nix mit Soja oder so…

…nee, einfach mit Kartoffeln. Mit schönen frischen festkochenden Kartoffeln und frischen Champignons, die Pfifferlinge waren aus. Die Champignons kamen aus der Zucht aus NRW so hat es mir mein Gemüsedealer gesagt. Ja und die Kartoffeln waren aus dem Münsterland. Ich hätte welche aus Israel, von Zypern oder sogar von Arizona haben können, aber nein, ich entschied mich für die aus dem Münsterland. Als Beilage gab es eine Blattsalatmischung. Natürlich frisch!!! Nicht diese Mischungen aus dem Beutel, wobei ich mir vorstellen kann, dass diese Beutelmischungen für Singlehaushalten so verkehrt nicht sind, denn selbst bei zwei Personen isst Du eine Woche Salat, meinst Du es mal gut und machst Dir eine Mischung selber. Für meine Mischung benötigte ich schon gleich drei Sorten. Der Radicchio ist ja recht klein, aber da er auch viele Bitterstoffe hat ist er jetzt bei uns nicht der Favorit Nummer eins, also gibt’s von ihm nur einige Blättchen. Der Feldsalat in meiner Mischung ist mal ebenschnell auf dem Markt gekauft, dort bekomme ich ihn fast blätterweise. Nicht nur hübsch sondern auch wirklich lecker ist der Endiviensalat, allerdings hat auch er Bitterstoffe. Um die Bitterstoffe etwas zubinden eignen sich übrigens ganz hervorragend Kartoffeln. Sicher hast Du schon mal von einer Kartoffel-Vinaigrette gehört, aber auf die habe ich verzichtet, denn als Beilage gab es ja das Kartoffeltatar.
Für das Tatar brauchst Du auch nicht viel, vor allem brauchst Du wenig Zeit.
Kartoffeltatar mit Pfifferlinge Champignons
200 g Kartoffeln in feine Würfel geschnitten
500 g Pfifferlinge Champignons fein gehackt
1 Esslöffel Knoblauchöl von den confierten Zehen
Ein Zwiebel, in feine Würfel gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Salz, Pfeffer, 1 Bund glatte Petersilie fein gehackt
Olivenöl
Gemischter Salat
Salatvinaigrette aus Olivenöl, Akazienhonig und Zitronensaft
Die Kartoffelwürfel zusammen mit der gehackten Zwiebel und den Knoblauchwürfeln im Knoblauchöl anbraten und auf kleiner Temperatur garen. In einer weiteren Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Champignonwürfelchen darin gar braten. Die Pilzwürfel zu den Kartoffelwürfeln geben uns alles gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Hälfte der gehackten Petersilie unterheben.
Das Tatar mit Hilfe von Portionsringen auf Teller geben, mit dem Salat anrichten und das Dressing auf den Salat geben. Das Kartoffeltatar mit Petersilie bestreuen, mit etwas größeren gebratenen Pilzen dekorieren und servieren. Total vegetarisch, es fehlt nichts und man benötigt auch keinen sogenannten Fleischersatz.


Dienstag, 9. April 2013

Linsen bringen Glück, aber wohl nur in Italien und zum Jahreswechsel…


…wie ich auf diese wahnwitzige Idee komme willst Du wissen? Kann ich Dir ganz genau sagen, ich hatte neulich Linsen gekocht, aber mein Glück hält sich in Grenzen. Wobei die Definition von Glück ja doch sehr auf die Perspektive ankommt aus der man die Situation gerade betrachtet. Neulich als ich in der Küche meine ungeschickten Turnübungen machte, ja da, da hatte ich Glück. Das ich endlich alle Daten meiner unterschiedlichen Computer bzw. Notebooks auf eine Festplatte abgespeichert und die einzelnen Rechner aufgeräumt habe, da fühlte ich mich auch irgendwie glücklich etwas geschafft zu haben. Aber jetzt ist dieses portable schei.. Dingen abgeschmiert und jetzt frag mich bitte nicht nach Glück. Meine kompletten Daten sind weg, wobei sie eigentlich nicht weg sind, also sie sind noch da, aber diese Festplatte die per USB-Anschluss gestartet wird, fährt nur kurz an und dann bleibt sie hängen. Ich könnte schreien. Ich habe das komplette Internet schon nach Reparaturmöglichkeiten abgesucht, aber egal was ich gefunden habe, ganz gleich mit welchem Experten ich gesprochen habe, alle sagen mir das Gleich das ich nicht hören will. Ich könnte heulen, ach nee schreien. Ich habe beschlossen mein Linsengericht das ich neulich gekocht habe jetzt mal so aus dem Kopf aufzuschreiben. Vielleicht bringt es mir ja doch etwas Glück und einer von Euch hat noch einen Tipp, was ich wegen meiner defekten Festplatte veranstalten könnte.

Jetzt schreibe ich auf jedem Fall mal das Rezept von den Linsen auf die ich neulich gekocht habe, vielleicht möchtest Du sie nachkochen und ich wünsche diese Linsen bringen Dir Glück.

Sahnekartoffeln mit Tellerlinsen

500 g festkochende Kartoffeln
100 g mehlige Kartoffeln
2 Esslöffel Olivenöl
250 g Tellerlinsen
3 rote Zwiebeln in feine Würfel
30 g geriebenen Ingwer
1 Teelöffel gemahlenen Koriander
½ Teelöffel gemahlene Nelken
½ Teelöffel gemahlenen Muskatblüte
1 Teelöffel gemahlenes Ingwerpulver
½ Teelöffel gemahlenen Zimt
Pfeffer und Salz
2 Teelöffel getrocknetes Korianderkraut
1 Prise Chilipulver
500 g Sahne
750 ml Gemüsebrühe
Die Linsen in kaltem Wasser innerhalb von 15 bis 20 Minuten bissfest kochen. Inzwischen die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen, die Kartoffeln mit den Zwiebelwürfeln und dem geriebenen Ingwer anschmoren. Sämtliche Gewürze zugeben und mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen. Die Kartoffeln in dem Sahnegemisch knappe 20 Minuten garen.
Die gegarten Linsen abgießen und zu den Sahnekartoffeln geben.
Evtl. nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mittwoch, 3. April 2013

Fastenzeit ist vorbei, jetzt beginnt *Grüner Kochen*….


Du meinst bestimmt mir sind die Ostertage zu Kopfe gestiegen, habe zu viele Ostereier gegessen, oder mein Küchensturz neulich ist mir schlecht bekommen. Stimmt alles nicht! Also meinen Küchensturz habe ich mittlerweile gut überstanden, ach Du weiß von nichts? Ich habe in der Küche das Fenster geputzt und dabei bin ich auf der Arbeitsplatte auf der ich gestanden habe ausgerutscht. Im freien Fall bin ich ungebremst Richtung Fußbodenfliesen geflogen. In der Spüle bin ich mit dem linken Arm hängengeblieben und wurde so zum Glück in meinem Flug etwas gebremst und habe den Fußboden, Gott sei Dank, nicht geküsst. Es gab Stimmen die behaupteten, ich wollte das Bodenküssen üben um mich als Anwärterin als Päpstin zu bewerben. Aber ich kann Euch beruhigen, ich bleibe Euch im Büdchen erhalten und ich kann auch wieder auf Düvel komm raus tippen bis die Balken krachen. Ich kann Euch was sagen, ich habe gekocht und gelesen, dann wieder gelesen und gekocht. Tja und eins der ganz tollen Bücher liegt vor mir und ich muss sagen da sind so schöne Rezepte drin, im Moment ist das mein ganz großer Favorit.

Der Titel lautet *Grüner Kochen* und ist aus dem Jan Thorbecke-Verlag. Nicht das Du bei dem Titel falsche Schlüsse ziehst, es ist kein Vegetarisches Kochbuch, es animiert lediglich dazu weniger Fleisch und mehr Gemüse zu essen. Das ist genau das was mir vorschwebt, Fleisch als Beilage zu sehen, aber nicht gänzlich darauf verzichten zu wollen, oder gar müssen. Dieses Buch hängt sich nicht missionarisch an die Fersen der Verbote, sondern ist eher in Sachen Aufrüttelung zum bewussten Umgang mit Fleisch. Informationen zu *Statussymbol Fleisch*, *Verantwortungsvoller Tierhaltung*, *weniger Fleisch – mehr Gesundheit*, aber auch zum *Umweltaspekt* sind in diesem Buch zu finden. Die Autoren Juliana Neumann und Alexandra Medwedeff möchten mit diesem Buch an die Essgewohnheiten unserer Großeltern anknüpfen. Sie weisen darauf hin, dass regional und saisonal gekocht wurde, dass die Woche am Freitag mit Fisch endete, am Sonntag ein guter Braten auf dem Tisch stand und mit viel Glück die Woche mit Fleischresten startete. Sie verdeutlichen wie wichtig Gemüsegerichte sind um Krankheiten vorzubeugen.

Wie gesagt, ein Buch ganz nach meinem Geschmack.
Es startet mit einer Einleitung in der der Sinn und der Zweck des Buches aufgeführt wird, welches Ziel die Autorinnen verfolgen.
Dann geht es auch schon gleich weiter mit Kleinen Köstlichkeiten. Suppen, verschiedene Sorten Bruschette, Aufstriche und Dips, wunderschöne Salate, eben Einiges um die Sinne für einen genussvollen Hauptgang zu locken.
Dann hat Gemüse in einigen Rezepten seinen Auftritt als Hauptgang. Nicht ein Rezept das ich aus diesem Bereich ausprobiert habe, dem Fleisch fehlte. Das Rezept vom Blumenkohl ist auch aus diesem Buch und wie lecker es war hast Du bestimmt schon im März gelesen.
Nach den Gemüsehauptrezepten kommen Rezepte für den Freitagsfisch und da das Buch ja an Großmutters Gewohnheiten angelehnt ist, folgt logischerweise das Kapitel mit den Sonntagsbraten. Als Abschluss dürfen natürlich auch die süßen Genüsse nicht fehlen und auch hier gibt es eine wirklich köstliche Auswahl.
Am Ende wirst Du in diesem Buch noch mit Anregungen für Wochenmenüs für jede Jahreszeit verwöhnt. Also nur für den Fall das sich mal die Kochleere in Deinem Kopf breit macht. Wie in jedem guten Buch findest Du natürlich auch hier ein richtig gutes Register das keine Wünsche offen lässt.
Nun zu den Rezepten die mit hübschen natürlichen Bildern begleitet werden. Wie schon erwähnt, ich habe reichliche Rezepte nachgebastelt die ich hier im Gourmet-Büdchen bei Gelegenheit auch immer mal wieder vorstellen werde. Die Rezepte sind gut verständlich, schnell nachzuarbeiten und auch für überzeugte Fleischesser äußerst schmackhaft und wie ich von Herrn GB (der aus der Fraktion Fleischesser stammt) erfahren habe, fehlte ihm einfach nichts.
Das Buch ist als Erstauflage 2013 erschienen, hat ein Format von 22 x 25 cm mit 160 Seiten und zahlreichen Fotos. Es hat ein Hardcover mit Schutzumschlag und ist unter folgenden Daten zu erwerben:
ISBN: 978-3-7995-0228-3

Als kleinen Leckerbissen habe ich heute Polenta mit Kräuterkruste für Euch
4 rote Paprika
3 Esslöffel Schlagsahne
Thymianblättchen von 6 Zweigen
500 ml Gemüsebrühe
125 g Maisgries für Polenta
2 Esslöffel geriebenen Parmesan
50 g gemischte Kräuter
Kräutersalz, Pfeffer
4 Esslöffel geriebenen Parmesan
Olivenöl
Die Paprika putzen und in Stücke schneiden. Mit der Schnittseite nach unten auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 250° C solange braten bis die Haut braun ist und Blasen wirft. Die Paprikastücke mit nassem Küchenpapier, das unter kaltem Wasser angefeuchtet wurde, abdecken. Die Paprikahaut lässt sich jetzt ganz leicht abziehen. Die abgezogene Paprikastücke mit den Thymianblättchen und der Sahne pürieren.

Den Maisgries mit der heißen Gemüsebrühe übergießen und quellen lassen. Die zwei Esslöffel Parmesankäse unterrühren und in eine eckige Schale füllen, die vorher mit Backpapier ausgelegt wurde. Wenn man das am Tag vorher macht, wird sie in aller Ruhe schon fest zum Ausstechen.

Aus den Kräutern, dem Olivenöl und dem Parmesan eine schöne Kräuterpaste rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Aus der Polenta Blumen, oder andere Formen ausstechen in eine gebutterte Auflaufschale legen und mit der Kräuterpaste bestreichen. Die Polentablumen gute 20 Minuten im Backofen bei 220° C im vorgeheizten Backofen backen.
Zwischenzeitlich die Paprikasauce erwärmen. Alles zusammen auf Teller anrichten und servieren. Bei solch tollen Rezepten kann die Fastenzeit doch ruhig weitergehen, oder!?


Mittwoch, 31. Oktober 2012

Herzliche Pilztörtchen…

Im Moment kreist hier noch der Federweiße und gelegentlich muss er auch mal Platz für den Apfelcidre machen. Beide sind süffig und in den Flaschen stecken kleine Teufelchen die beim Einschenken ins Glas springen. Während des Trinkens lassen sie sich aufschlürfen und dann ist ihr Weg vom Mund in den Kopf auch nicht mehr weit. Je mehr man von diesem Teufelszeug trinkt, umso mehr nimmt man von diesen kleinen Teufelchen zu sich und umso größer wird der Klamauk den sie im Kopf veranstalten. Sie klopfen und hämmern, sie schlagen und pochen und verstecken sich gerne hinter der Bezeichnung Kopfschmerzen.
Aber ich habe jetzt ein Gegenmittel. Du musst nur ausreichend von diesen kleinen herzigen Pilztörtchen essen und die Chance der kleinen Teufel minimiert sich locker auf die Hälfte dich ärgern zu können. Ich vermute mal dass sie auf den saftigen gehaltvollen Törtchen ausrutschen und es deshalb nicht in den Kopf schaffe. Ich meine ganz genau kann ich es jetzt nicht sagen, aber ich bleibe an dem Thema dran, opfere mich noch einige Male für einen Selbstversuch und sobald ich zu neuen Erkenntnissen gekommen bin, werde ich wieder von den Teufelchen berichten.
Solltest Du auch den Versuch machen wollen, dann backe Dir die Törtchen und besorge Dir Federweiße oder Apfelcidre. Ach ja, ich würde mich freuen mal zu hören, ob in Deinen Getränken auch diese komischen Teufelchen waren und Du sie in Schach halten konntest.
Herzige Pilztörtchen
375 g Mehl
½ Hefewürfel
½ Teelöffel Zucker
200 ml Wasser, lauwarm
1 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Speiseöl
Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken und die Hefe hinein krümeln. Den Zucker zugeben und mit etwas Wasser angießen. Gehen lassen bis die Hefe leicht aufschäumt. Dann alle weiteren Zutaten zufügen und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Gehen lassen bis er sich um das Doppelte vergrößert hat. Nochmals kräftig durchkneten und in 12 Portionen teilen. In kleine Herzformen, oder Torteletts, die mit Backpapier ausgelegt sind, jeweils eine Portion Teig geben und glatt hinein drücken. Nochmals gehen lassen.
Für die Füllung 3 würzige Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und 750 g braune Champignons in Blätter.
Beides in etwas Öl ca. 15 Minuten bei geringer Wärme dünsten.
In einer Schüssel drei Eier mit 200 g Creme fraiche, Salz, Pfeffer, Thymianblättchen und Muskatnuss verschlagen. Das Pilz-Zwiebelgemisch und 100 g geriebener Parmesan in die Eiercreme mischen.
Die Mischung auf die, mit Teig ausgelegten, Formen verteilen.
Bei 180°C im vorgeheizten Backofen 35 bis 40 Minuten backen. Sie sollen goldbraun sein.


Montag, 22. Oktober 2012

Vegetarisch am Montag

Eigentlich will ich seit Wochen bei Kerstin von "VerbotenGut" mitmachen und mit einem Rezept mitmischen. Bei "Verboten gut" läuft so ein Event zum Thema Veggitag. Im letzten Jahr hatte ich dieses Kochbuch zum selbigen Thema vorgestellt und seitdem ist es zum Standard geworden, mindestens einmal in der Woche ohne Fleisch über den Tag zukommen. Bei Kerstin gibt es meistens Donnerstag kein Fleisch, bei uns im Büdchen oftmals montags. Gerade wenn man am Wochenende essen war oder selbst mal etwas üppiger gekocht hat, gefällt mir ein Veggitag.
Heute gab es deshalb auch ein Gericht mit Eiern, ein Eierkokoscurry!
Für ein Curry für 4 Personen braucht man folgende Zutaten:
8 Eier
1 Zwiebel
1-3 Knoblauchzehen
250 g schnittfeste Tomaten
2 Esslöffel Butterschmalz
1 Esslöffel rote Currypaste
200 ml Gemüsebrühe
200 ml Kokosmilch
200 g tiefgekühlte Erbsen
Salz, Zucker
Chilipulver
2 Esslöffel Limettensaft
Die Eier hart kochen, abschrecken und pellen.
Die Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, häuten und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden.
Im Butterschmalz die Zwiebel- und Knoblauchwürfel glasig dünsten, die Tomatenwürfel zugeben und die Brühe angießen. Die Currypaste zufügen und alles gut verrühren. Die Kokosmilch angießen und nochmals aufkochen. Die tiefkühl Erbsen in die Sauce geben und innerhalb von 5-7 Minuten garziehen lassen. Die Sauce mit Salz, Zucker, Chilipulver und Limettensaft abschmecken.
Die Eier halbieren und in die Sauce legen.
Zusammen mit Duftreis servieren.


Mittwoch, 28. März 2012

Chili mit ohne Fleisch...

Eine Pleite kommt selten allein. Den Spruch kennt doch jeder, wobei eigentlich heißt es ja ein Unglück kommt selten allein. Na okay, so ein richtiges Unglück ist es natürlich nicht, aber eine Pleite. Lange habe ich überlegt ob ich diesen Beitrag hier überhaupt einstellen soll, denn ich habe mich echt geärgert. So schön sollte es aussehen, Chili hübsch auf dem Teller angerichtet und im Schüsselchen daneben den Tomatenreis. So war es gedacht, doch dann lief diese blöde Sauce über den Teller und die Schälchen hatten ein "Fußbad". Eh es kalt wird noch schnell Bilder machen. Plötzlich bei mir großes Stutzen, was für ein komischen Format?! Moment, das ist mir doch gestern schon aufgefallen. Breitbild!!! Eindeutig!!! Schnell mal eben das Format an der Kamera ändern. Doch was war das denn jetzt für ein Mist! Nix mal eben schnell ändern. Ohne Anleitung geht hier mal gar nichts. Verdammt wie hab ich das nur wieder hinbekommen. Wie Ihr euch vorstellen könnt, stand Herr GB mit Besteck auch schon in der Poleposition. Selbstverständlich zeigte er demonstrativ seine Geduld und seine Bereitwilligkeit durchaus auch kaltes Chili zu essen, war ja eh vegetarisch. Ja richtig, Chili geht auch ohne Fleisch und ist sogar mega lecker…
Vegetarisches Chili mit Pep für 2
1 Esslöffel Öl
2 Zwiebeln
1 Chilischote
1 rote Paprika
1 Knoblauchzehe
1 Esslöffel Tomatenmark
250 g passierte Tomaten
140 g Maiskörner, evtl. TK-Kost
250 g Kidneybohnen, gegart
50 ml Wasser
Majoran
Oregano
Paprika edelsüß
Salz und Pfeffer
1 Spritzer Tabasco
1 Prise Kreuzkümmel
Öl erhitzen, die Zwiebeln und die Knoblauchzehe fein hacken und zusammen in dem heißen Öl glasig dünsten. Die Chilischote ebenfalls fein hacken und die Paprikaschote in grobe Stücke schneiden. Chili und Paprika zu den Zwiebeln geben und mitdünsten. Tomatenmark zufügen, verrühren und mit den passierten Tomaten und dem Wasser ablöschen. Gewürze zugeben und 5 Minuten köcheln. Mais und Kidneybohnen zugeben und weitere 5 Minuten köcheln.
Tomatenreis:
8 Esslöffel gegarten Reis
250 g passierte Tomaten
1 Esslöffel Tomatenmark
Pfeffer, Salz, Majoran
Den Reis mit den passierten Tomaten vermischen und 3 Minuten unter rühren köcheln. Das Tomatenmark unterrühren und mit den Gewürzen abschmecken.
Tomatenreis zusammen mit dem Chili auf vorgewärmten Tellern anrichten.

Herr GB hatte im Kühlschrank dünngeschnittene Hähnchenbrust gefunden.
"Die passt genial dazu, außerdem musste die weg!"
"Ach was!"


Montag, 22. August 2011

Heute ist Veggitag...

Eigentlich heißt es ja Donnerstag ist Veggitag, aber ich denke vegetarisch kann man täglich essen. Diese Aussage soll sich jetzt auch nicht nur auf donnerstags beschränken, sondern es soll ein Anreiz sein einmal in der Woche bewusst einen vegetarischen Tag einzulegen um vom unkontrollierten Fleischkonsum wegzukommen. Es ist eine Initiative des Deutschen Vegetarierbundes und ich finde diese Aktion klasse. Sicherlich werden wieder genau die darauf aufmerksam, die sich eh schon mit diesen Themen auseinandersetzen, aber wie sag ich immer so schön: ...und konnte man nur einen überzeugen, so hat es sich gelohnt.
Zu dieser Aktion hat der
Vegetarierbund Deutschland ein Buch herausgebracht das im Südwestverlag unter gleichem Titel erschienen und hier ins Büdchen eingezogen ist. Donnerstag ist Veggitag!
Der erste Eindruck des Buches, es liegt ein stabiles Format mit Hardcover vor mir. Von der Höhe und Breite recht handlich und das Papier der einzelnen Seiten nicht zu dünn. Im vorderen Teil wird auf die Aktion vom Deutschen Vegetarierbund eingegangen und erklärt, was man mit dieser Aktion erreichen möchte. Es wird nicht nur erklärt, es wird auch aufgeklärt und mit mancher Crux aufgeräumt.
Die Rezepte sind unterteilt in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Aus meiner Sicht hätte man auf die Rezepte, die mit Alternativprodukten wie Tofu, Tempeh oder Seitan zubereitet wurden, durchaus verzichten können. Sicherlich gehen hier die Ansichten auseinander. Aber da am Anfang des Buches auf den immensen Anbau von Soja, der für Fleischproduktion benötigt wird, hingewiesen wurde, macht es mir nicht wirklich Sinn das Eine durch das Andere auszutauschen, dadurch wird der Sojaanbau nicht besser. Aber ich möchte hier nicht zu tief in die Thematik rutschen, es soll lediglich als Hinweis dienen.
Zurück zum
Buch, nach der Rubrik Winter werden auf zwei Seiten aus den vorhergegangenen Rezepten Büfetts und Menüs vorgeschlagen. Auch wieder nach Jahreszeiten geordnet.
Im Anschluss geht man auf die Vorratshaltung ein und gibt noch Aufschluss zu frische Produkte. Am Ende des Buches findet man zwei Register in dem einmal die Rezepte nach Jahreszeiten aufgelistet sind und einmal alphabetisch.
Das
Buch ist übersäht mit wirklich schönen Bildern der Rezepte die durchaus nachzumachen sind, aber auch sehr appetitanregend wirken. Vom Augen zum Gaumenschmaus.
Natürlich wollte ich mir ein Bild über die Handhabe der Rezepte machen und habe mir eine entsprechende Anleitung ausgesucht. Es wird sicherlich nicht das letzte Gericht sein dass ich aus diesem schönen Buch nachkoche. Es unterstützt mein Vorhaben mindestens einen Tag in der Woche fleischfrei aber auch sojafrei zu essen. Macht doch mit, Gemüse ist doch lecker!

Als erstes habe ich eine Lasagne ganz ohne Sahne oder Bechamelsauce gemacht. Also auch noch etwas für die schlanke Linie, es geht eben doch auch anders. Nur auf die selbst gemachten Lasagneblätter habe ich nicht verzichtet, sie hatten auch den Vorteil ich konnte mir meine Nudelplatten entsprechend auf benötigte Größe meiner Auflaufform schneiden.

Lasagneblätter:
200 g Hartweizengrieß (
ich nehme natürlich das tolle Mehl das ich beim Italiener kaufe)
1 Ei
1 Teelöffel Salz
4-6 Esslöffel heißes Wasser
Das Ei mit dem Mehl in eine Schüssel geben. Das Salz direkt in das Eigelb geben. Das verstärkt die Eigelbfarbe. Wasserzugabe nach Bedarf. Alle Zutaten kräftig durchkneten bis man einen geschmeidigen Teig erhält. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie verpacken und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Die Kugel in 4 Teile schneiden und nacheinander durch die Nudelmaschine geben oder von Hand schön dünn ausrollen. Aus den ausgewalzten Nudelplatten Lasagneplatten in gewünschter Größe schneiden. Die einzelnen Platten gut bemehlen und zur Seite stellen.


2 gelbe Paprikaschoten
1 Fenchel
4 Teelöffel Olivenöl
2 g Safranfäden
Pfeffer, Salz
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe (
wer will nimmt wieder den Confierten)
2 rote Paprikaschoten
2 Auberginen
375 g frischen Blattspinat (oder ggf. TK-Ware)
1 gehäuften Teelöffel Kräuter der Provence
75 g Pinienkerne in einer Pfanne angeröstet
Die gelben Paprikaschoten und den Fenchel waschen putzen, trocknen und in kleine Würfel schneide. 2 Teelöffel Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Würfel einige Minuten anbraten.

Dann das Gemüse mit Wasser bedecken. Die Safranfäden, Pfeffer und Salz zugeben und auf kleiner Hitze weiter garen bis alles weich ist. Anschließend mit dem Mixstab pürieren. Evtl. noch etwas einkochen lassen damit eine gelbe Sauce entsteht.
Zwiebel und Knoblauch schälen und in kleine Würfel schneiden. Die roten Paprikaschoten und die Auberginen ebenfalls waschen, putzen, trocknen und in Würfel schneiden. Den Spinat grob hacken. Das Öl in einem weiteren Topf erwärmen, die Zwiebel- und Knoblauchwürfel glasig dünsten, das restliche Gemüse zufügen und kräftig mit den Kräutern der Provence, Salz und Pfeffer würzen. Das Gemüse auf kleiner Hitze fertig garen. Den Spinat unterheben und kurz mitkochen.
In eine gefettete Auflaufform erst etwas gelbe Sauce geben, darauf Gemüse und Lasagneblätter.

Dann wieder gelbe Sauce, Gemüse Lasagneblätter.
Alles immer im Wechsel.
Den Abschluss sollte die gelbe Sauce bilden.
Nun noch die angerösteten Pinienkerne aufstreuen und für 20 Minuten in den bereits auf 180°C vorgeheizten Backofen geben.


Der Verlag stellt das Buch wie folgt vor:

DONNERSTAG IST VEGGIETAG
Genuss und Abwechslung mit vegetarischen Rezepten
Die besten Donnerstag-Rezepte für Vegetarier
Vegetarische Ernährung ist mehr als ein Trend: Lebensmittelskandale, die ökologischen Auswirkungen der Fleischproduktion sowie ein verbessertes Gesundheitsbewusstsein unterstützen die Bewegung einer bewussten Ernährungsweise. Auch zahlreiche Prominente – unter ihnen Thomas D., Nena oder Charlotte Link – bekennen sich zum Fleischverzicht. Die bundesweite Kampagne „Donnerstag Veggietag“ fordert Menschen auf, nur ein Mal wöchentlich konsequent vegetarisch zu essen, weil allein dadurch Umweltverschmutzung und Massentierhaltung reduziert werden. Sie folgt dem Aufruf von Paul McCartney, der einen fleischfreien Tag in der Woche fordert, und wird in Deutschland u. a. vom Vegetarierbund und der Albert-Schweitzer-Stiftung organisiert. Dieses Kochbuch unterstützt die Aktion und zeigt, wie genussvoll vegetarisches Essen ist. Die Rezepte für 52 Wochen machen Appetit auf verlockende Gerichte mit Tofu, Gemüse, Käse, Getreide & Co.. die satt und zufrieden machen. Die abwechslungsreichen Jahreszeiten-Rezepte erleichtern mit saisonalen und regionalen Produkten. Wenn Verzicht nur immer so schmackhaft wäre!

Miki Duerinck und Kristin Leybaert sind seit 25 Jahren leidenschaftlich als vegetarische Köchinnen tätig. Ihr kreativer Kochstil ist gekennzeichnet durch große Offenheit und kulinarischem Abenteuersinn. Mit ihrer neuen Initiative „Das vegetarische Kochstudio“ bieten sie die vielen Möglichkeiten des vegetarischen Kochens an: Rezeptentwicklung, Kochkurse, Küchenpartys, Catering und Vorführungen. Über das Kochen zu schreiben ist genau ihr Ding: So schreibt Miki eine zweiwöchig erscheinende Kolumne über Bioprodukte in der belgischen Zeitung „De Standaard Magazine“. Zusammen haben Miki Duernick und Kristin Leybaert bereits zwei vegetarische Kochbücher im Standard Uitgeverij Verlag veröffentlicht. Für das Buch „Donnerstag ist Veggietag“ haben sie superleckere Rezepte entwickelt, mit denen ein Jahr lang jeder Donnerstag zum kulinarischen Höhepunkt wird.