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Dienstag, 13. August 2013

Wo man auch hinschaut, eine wahre Blütenpracht, gefüllte Zucchiniblüten…

…der Gemüsehändler ist der Schuldige, er hatte sie da herumliegen. Ja was hätte ich denn da machen sollen? Vielleicht ohne Blumen meinen Marktbesuch beenden? Hätte ich, hab ich aber nicht. Der einzige Nachteil an diesen Blumen, Du hast wirklich nur einen Tag etwas von ihnen. Mit Frischblumendingenszeuchs brauchste erst gar nicht anfangen und über Nacht komplett in Wasser legen?! Vergiss es! Bringt alles nichts, aber Du kannst sie essen! Jawohl, und sie sind wirklich sehr schmackhaft und obendrein auch noch eine Schau fürs Auge. Ist doch immer mein Reden, lasst Blumen sprechen.
Im Büdchen plapperten gefüllte Zucchiniblüten….
Gefüllte Zucchiniblüten als Vorspeise (4 Pers.)
Pro Person 2 Zucchiniblüten mit Miniaturzucchini
Olivenöl
250 g Cremechampignons
1 Schalotte, fein gehackt
50-100 ml spritzigen Weißwein
½ Bund glatte Petersilie, fein gehackt
250 g Mascarpone
2 Esslöffel geriebenen Parmesan
1 Ei
Pfeffer, Salz
Etwas Öl für die Auflaufform
Champignons reinigen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die feingehackte Schalotte kurz andünsten bis sie glasig ist. Die Champignonwürfel dazugeben und auf kleiner Temperatur garen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Den Weißwein angießen und die Champignons damit ablöschen. Den Wein einkochen. Die Hälfte der Pilze abkühlen lassen. Die anderen warmhalten.
Mascarpone mit dem Ei und dem geriebenen Parmesan verschlagen und die abgekühlten Champignons zur Mascarpone geben. Großzügig einen Teil der gehackten Petersilie untermischen.
Die Zucchiniblüten vorsichtig säubern und den Blütenstempel aus der Blüte herausbrechen. Das sollte wirklich ganz behutsam geschehen, nicht das die Minizucchini abbricht. In jeweils eine Blüte 1-2 Esslöffel Pilzmasse geben und die Blütenblätter an der Spitze leicht zusammendrehen, damit die Masse nicht herausfließt. Eine Auflaufschale mit etwas Öl einfetten und die gefüllten Zucchini hineinlegen.
Die Blüten 15-20 Minuten bei 160°C Umluft im vorgeheizten Backofen garen. Die restliche Petersilie unter die warmgestellten Champignons mischen. Die gegarten Blüten zusammen mit den Champignons anrichten.


Freitag, 3. August 2012

Als sommerliche Vorspeise vielleicht ein Gemüsesülzchen?

Im Büdchen ist leichte Küche angesagt. Wir wollen den Sommer solang wie möglich genießen. Doch wenn ich ganz ehrlich bin fällt es mir, bei den nicht gerade hochsommerlichen Temperaturen, auch nicht einfach. Ich habe mich jetzt dazu entschloss öfters Vorspeisen auszuprobieren. Idealerweise mit einer Mengenangabe für 4 Personen, das ist häufig genau das richtige Maß für einen Hauptgang für zwei Personen. Die meisten Vorspeisen sind richtig schön leicht und somit ein geniales Sommeressen. Die Auswahl an Vegetarischen Gerichten ist schier unendlich und sollte Herr GB mal wieder jenseits der fleischlosen Speisen flanieren wollen, sind Kombinationen mit Schinkenröllchen oder Kurzgebratenen immer möglich. Außerdem habe ich so auch immer wieder mal die Gelegenheit meinem Schatz unliebsames Gemüse unterzuschieben. Diesmal war es der Fenchel der fast unbemerkt verspeist wurde. Doch weil Fenchel sehr gesund sein soll musste Herr GB da durch. Das Rezept hatte ich wieder aus dem Buch „Meine Küche“ vom Vinc, ähhh, ich meine natürlich von Herrn Klink.
Für die Sülze brauchte ich Agar-Agar. Ein pflanzliches Geliermittel aus dem Reformhaus oder Bio-Laden. Ich verwende es auch immer nur in Pulverform, da soll es gelingsicher sein. Dieses Sago ist nicht mein Fall und wird nicht mehr über unsere Schwelle getragen. Als Alternative greife ich gelegentlich auch noch auf Gelatine zurück, zugegeben immer seltener.
Für vier Sülzchen braucht man je einen ½ grünen und ½ roten Paprika. Den putzen und in 3 cm große Stücke schneiden. Eine Fenchelknolle waschen, in Scheiben schneiden und dann die Scheiben vierteln. Das Gemüse in 500 ml kochender Gemüsebrühe innerhalb von 4 Minuten garen.
In der Zwischenzeit die Vorbereitungen für die Sülze treffen. 125 ml Weißwein mit einem Teelöffel Agar-Agar verrühren. Nun das gegarte Gemüse aus der Brühe nehmen und ablaufen lassen. Im Anschluss das Gemüse auf Tassen oder Portionsformen verteilen. In die Gemüsebrühe den Weißwein mit dem Geliermittel geben und 2 Minuten kochen lassen. Einen Esslöffel gehackter Petersilie, ein Esslöffel Schnittlauchröllchen und einen Teelöffel fein gehackter Thymianblättchen in die Brühe geben. Noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf die Gemüsetassen gleichmäßig verteilen.
Ich habe die Tassen etwas stehen lassen, dann mit Frischhaltefolie abgedeckt und über Nacht im Kühlschrank erstarren lassen. Genau nach Anweisung von Herrn Klink habe ich natürlich auch einen Dip dazu gereicht. Dafür wurden 150 ml saure Sahne mit 50 ml Joghurt verrührt. Je einen Esslöffel gehackter glatter Petersilie und ein Esslöffel feiner Schnittlauchröllchen untergemischt. Mit einem Spritzer Zitronensaft, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
Mit etwas Brot ein tolles Sommeressen.

Dieses Rezept habe ich nach einem Rezept von Vinzent Klink gebastelt und es passt super zu dem Event von foodfreak. Ein Ganzjahresevent den die Eigentümerin von Foodfreak ins Leben gerufen hat. Liebe Petra, herzlichen Dank dafür.


Dienstag, 22. Mai 2012

Spargeltöpfchen, mein Schatz isst mit…

Ich habe es geschafft, in minimal Portionen isst Herr GB Spargel. Am vorletzten Wochenende haben wir einen Abstecher nach Herten gemacht, ich wollte meiner Schwester unbedingt den schönen Hofladen zeigen, den wir im letzten Jahr ausfindig gemacht hatten. Außerdem stand noch eine Spritztour mit dem neuen Auto aus, Ihr wisst schon, die Karre die ich aus Wolfsburg mitgebracht habe.
Also die Gedankenübertragung funktionierte schon einmal, ich habe an meine Schwester gedacht um sie unbedingt anrufen zu müssen und schwupps ging am Samstag um 09:10 Uhr bei uns das Telefon. Sie hatte es geahnt und ist mir zuvorgekommen. Also, lange Rede… schnell hatten wir in einer ¾ Stunde (das war für unsere Verhältnisse wirklich schnell) alles Wichtige vereinbart. Am Sonntag, es war ja Wähltag in NRW, saßen wir zusammen, natürlich mit unseren Anhängseln, im Auto und ab ging es auf die Autobahn. Zack, zack die Adresse vom Spargelbauern eben schnell per Smartphone aus dem Internet gesucht und ins Navi eingegeben. Klasse diese Technik von heute.
Unser Navi heißt „rote zorra“ hat aber mit lebenden Personen nicht die geringste Ähnlichkeit und ist auch nicht verwandt mit bekannten Persönlichkeiten.
Also führte uns unsere Zorra nach Herten. Irgendwann musste ich Herr GB aber dann doch darauf hinweisen, dass alles etwas anders aussieht als im letzten Jahr. Nein, nein, das hatte ich alles falsch in Erinnerung, wir sind schon richtig, sagte die Zorra ja auch.
Am Hof angekommen staunte Herr GB jetzt auch nicht schlecht. Das war nie und nimmer der Hof vom letzten Jahr, er war zwar auch sehr hübsch, aber er war es einfach nicht. Männer!
Der Hof voller Ausflugtouristen und wir mittendrin, na klasse! Jetzt muss ich gestehen, wir hatten dann doch noch ein richtig schönes Plätzchen ergattert und in aller Gemütlichkeit Kuchen gegessen und Kaffee getrunken. Der eigentliche Hofladen entpuppte sich als wirklich nette Einkaufsoase und einige Schlemmereien sind in den Kofferraum gewandert. Natürlich gab es auch Spargel, nur für Herrn GB da habe ich mal vorsichtshalber Kohlraben mitgenommen.
Zuhause angekommen haben wir uns Spargel, neue Kartoffeln, Kohlraben und Fisch, den Fisch hatte ich am Samstag auf dem Markt gekauft, schmecken lassen.
Aber wenn ich ganz ehrlich bin, ist mit dieser einen Mahlzeit mein Spargelappetit erstrichtig angestoßen worden. Es war mit Abstand einer der besten Spargel die ich je gegessen habe. War wohl klar dass ich unbedingt zum Wiederholungstäter mutierte, oder?
Also wieder Spargel gekauft, allerdings nicht in Herten sondern in direkter Nachbarschaft vom Büdchen. Okay, der war jetzt zwar nicht so bahnbrechend wie der aus Herten, aber für mein Rezept war er genau richtig. Am Samstag habe ich dann noch den Grünen besorgt und schon konnte es losgehen. Erst ein Spargelmousse, Herr GB konnte die Schüssel ausschlecken und sieh an, es schmeckte ihm. Mit dem grünen Spargel und einem Spargelsalat komplettierte ich meinen Spargelgang. Der Anblick der Spargelvorspeise gefiel im so gut, dass er sich nicht zweimal bitten ließ zu probieren. Mein Fazit, solange ich Herrn GB nicht einfach nur die schnöden Spargelstangen mit Soße serviere, isst er auch dieses leckere Erdgewächs. Auf die Machart kommt es an, er ist einfach zu verwöhnt…
Wer es nachbasteln will, hier ist die Anleitung für das Spargeltöpfchen:

500 g Spargel
6 Blatt Gelatine
2 Teelöffel Gemüsebrühe
200 ml geschlagene Sahne
Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft
Den Spargel schälen. Den Spargel zusammen mit den Spargelschalen in einen Topf geben mit Wasser bedecken, die Brühe zugeben mit Salz, Pfeffer und Zucker leicht würzen und in wenigen Minuten gar ziehen lassen. Die Spargelstangen mit einem Schaumlöffel aus den Topf heben und zur Seite stellen. Das Wasser mit den Schalen abgießen und dabei das Spargelwasser auffangen. Die Spargelschalen können jetzt entsorgt werden. Das Spargelwasser auf 250 ml bei mittlerer Temperatur einkochen. Die Gelatine in Wasser einweichen und quellen lassen. Anschließend ausdrücken und in die Spargelflüssigkeit geben. Den Spargelfon abkühlen lassen und die geschlagene Sahne unterheben. Mit Salz, Pfeffer einer Prise Zucker und einige Spritzer Zitronensaft abschmecken. Die Sahnemasse auf Gläser verteilen und zum aushärten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

½ Bund glatte Petersilie gehackt
Die gegarten Spargelstangen die zur Seite gestellt wurden
125 g Krabben
2 Esslöffel Olivenöl
2 Esslöffel weißen Balsamessig
1 Esslöffel Vejus oder Apfelessig
Pfeffer und Salz und Zucker
500 g grünen Spargel
Den grünen Spargel in verwendbare Länge schneiden und in Salzwasser garen, (Ich bevorzuge die Dampfgar- oder die Bratenschlauchmethode)
Die gehackte Petersilie mit den Krabben vermischen, die weißen Spargelstangen in kleine Stücke schneiden und ebenfalls zu den Krabben geben. Mit Olivenöl, Balsamessig, Vejus, Pfeffer, Salz und Zucker würzen bzw. abschmecken.
Die Gläser in dem bereits das Spargelmousse fest geworden ist, mit einmal durchgeschnittene grüne Spargelstangen auskleiden.
In die Mitte den Spargelsalat füllen und servieren.
Für Spargelliebhaber eine herrliche Vorspeise und für die Nichtgernespargelesser ein schöner Weg sich an Spargel zu trauen.