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Dienstag, 29. Januar 2013

Gaumenkitzel zur Kaffeezeit, Birnenkuchen mit Sirup…

…Du weißt, ich backe jede Woche zum Wohlwollen verschiedener Schleckermäulchen die sich dienstags schon auf den nächsten Montag freuen. Irgendwie versuche ich zwar jede Woche mindestens ein Rezept zu posten, das in die süße Richtung geht, aber trotz unerschöpflicher Emsigkeit meinerseits habe ich das Gefühl der Stapel mit den Süßrezepten nimmt kein Ende. Jetzt sach mal, hier im Büdchen gibt es doch eher herzhafte Dinge, wo kommen die ganzen Süßgeschichten her? Ich hinke mit mindestens 5 bis 10 Süßrezepten hinterher, deshalb gibt’s heute wieder was Süßes, Kuchen bis zum abwinken. Nur bei diesem Kuchen winkt keiner. Selbst mir schmeckt er gut. Eigentlich ist trockener Kuchen ja nun gar nicht mein Ding, aber bei diesem entscheidest Du wie trocken oder wie saftig Dein ganz persönliches Stückchen ist. Magst Du es lieber saftig nimmst Du einfach ein Löffelchen mehr vom Sirup. Solltest Du lieber sparsam mit dem Sirup umgehen, rührst Du den restlichen Sirup einfach in Naturjoghurt oder Du verfeinerst Deinen Quark damit. Na Dir wird schon was einfallen, aber eh Du Dir Gedanken über Sirupreste machen musst, solltest Du erst einmal den Kuchen backen und den dazugehörigen Sirup. Also fangen wir mal an:
Du brauchst 3 Birnen, ich habe die Sorte Abate genommen, die bleiben schön schnittfest und werden nicht so matschig.
750 ml Weißwein, nimm einen den Du auch so trinken würdest.
500 ml Wasser
250 g Zucker
4 Gewürznelken
3 Sternanise
2 große Stücke Zimtstange
grüne Kardamomkapseln
Diese Zutaten vermischt Du und kochst die Mischung einmal auf. Du schälst die Birnen, lässt das Birnengehäuse wo es ist und auch den Stiel lässt Du dran. Du entfernst lediglich die Blüte unten an der Frucht. Die Birnen legst Du in den Weinsud und lässt die sie innerhalb 30 bis 35 Minuten gar ziehen. Nun nimmst Du die Birnen aus dem Weinsud und lässt sie abtropfen.
Jetzt hast Du Zeit für den Teig.
200 g Butter mit
200 g Zucker schaumig schlagen.
4 Eier nach und nach in den Teig geben und mit dem Butterzuckergemisch verschlagen.
200 g Mehl mit 2 Teelöffeln Backpulver und 1 Esslöffel Kardamompulver vermischen und in den Teig geben. Alles gut verrühren.
Eine Kastenform ausfetten und mit Backpapier auskleiden.
Den Teig füllst Du in die Form. Die drei abgetropften Birnen schneidest Du vorsichtig von der Blüte in Richtung Stiel bis ca. 1,5 cm kurz vor dem Stiel auf. Du entfernst das Kerngehäuse, das geht am besten mit einem Melonenausstecher.
In die Aushöhlung wo vorher das Kerngehäuse saß legst Du eine Praline, einen Trüffel oder ein Stück Schokolade. Oder einfach das was Du am liebsten magst.
Klappst die Birnen fest zusammen und drückst sie tief in den Teig. Achte darauf dass du so Pi mal Daumen die Abstände zwischen den Birnen gleichmäßig einhältst.
Den Backofen hast Du auf 170°C aufgeheizt. Du backst den Kuchen jetzt gute 40 Minuten. Hin und wieder wirfst Du einen Blick auf die Birnen, die kippen gerne mal um und Du solltest sie dann einfach wieder aufrichten.
Du prüfst mit einem Holzstäbchen nach 40 Minuten ob der Kuchen gar ist. Ist die Garprobe erfolgreich, nimmst Du den Kuchen aus dem Backofen und lässt ihn in der Form erst einmal auskühlen. Jetzt läutest Du den vorletzten Schritt ein, du schmilzt im Wasserbad ca. 100 g weiße Kuvertüre und bestreichst die Birnen und die Oberfläche des Kuchens damit.
Während die Schokolade auskühlen kann kochst Du den Sirup etwas ein. Du erinnerst Dich!? Der Weinsirup in dem Du die Birnen gekocht hast. Diese Flüssigkeit kochst du jetzt auf gut die Hälfte ein.
Den Kuchen schneidest Du in Scheiben, gibst jeweils ein Kuchenstück auf einen Dessertteller und beträufelst das Stück mit Sirup ganz nach Bedarf. Na, was sagst Du, ist doch echt lecker.


Montag, 21. Januar 2013

Schweinebäckchen auf Polenta als Belohnung für lange Wartezeit…

… da habe ich neulich am Samstag eine Telefonaktion starten müssen weil ich Freitagabends ein Rezept fand für das ich einen Ochsenschwanz brauchte. Außerdem hatte ich nur noch eins oder zwei Tage Zeit, denn ich hatte mir fest vorgenommen beim Elsass Event teilzunehmen. Also musste ich am Samstag den Ochsenschwanz besorgen. Mehrere Telefonate bei verschiedenen Metzgern waren nicht sehr erfolgreich bis ich dann endlich eine Zusage hatte. Doch dafür musste ich Herrn GB mobilisieren und wir fuhren in die Nachbarstadt. Eigentlich lohnt sich so eine „Reise“ nur für einen Ochsenschwanz natürlich nicht, aber ich wusste vorher schon der wird nicht alleine in den Einkaufskorb landen und richtig. Wunderschöne Schweinebäckchen von Duroc-Schweinen. Durocschweine ist eine Schweinerasse die ursprünglich aus USA kommt. In regionaler Aufzucht mit Futtermittel aus eigenem Anbau werden sie aber auch in Thüringen gezüchtet. Und genau von diesen Schweinen fielen mir jetzt die Bäckchen förmlich in die Hände. Jetzt sei mal ganz ehrlich, hättest Du die ignoriert? Jaaaa, echt jetzt? Das wäre ein Fehler, denn dann hättest Du etwas verpasst und Du hättest Dich mal megamäßig geärgert.
Ich erzähl Dir mal wie ich die Bäckchen gemacht habe und dann kannst Du immer noch sagen dass Du die im Leben nicht hättest essen wollen. Also Vegetarier mal außen vor.
Du kaufst natürlich nur ausgelöste Bäckchen. Alles was noch an Fett oder dünnen Häutchen an den Bäckchen ist schneidest Du vorsichtig ab. Das nennt man übrigens auch parieren. Die abgeschnittenen kleinen Fett- und Hautstückchen brätst Du in einer Pfanne kräftig an, die geben Geschmack für die Sauce. Die kleinen angebratenen krossen Stücke stellst Du zur Seite. Jetzt schnippelst Du zwei Möhren, 2 Petersilienwurzeln, eine Stange Porree und ein großes Stück Sellerieknolle in mittelgroße Stücke. Die Bäckchen legst Du in eine Schüssel mit Deckel. Den Deckel brauchst Du, weil Du die Schüssel verschließen musst. Ach habe ich Dir schon gesagt dass Du Zeit brauchst? Du brauchst Zeit!!! Du brauchst viel Zeit, mindestens eine Woche.
So jetzt im Rezept aber weiter. Also die Bäckchen in die besagte Schüssel und sämtliche Gemüsewürfel darauf verteilen. Jetzt gibst Du noch Pimentkörner, 5-8 Stück, einen Teelöffel schwarze Pfefferkörner, 3-4 Nelken, 3 Lorbeerblätter, Rosmarinzweig, reichlich Thymianzweige und wenn Du hast Majoranzweige in die Schüssel. Leg die Gewürze ruhig zwischen die Bäckchen, denn wenn sie nur obenauf schwimmen sind sie weniger wirkungsvoll. Nun kommt ein ganz besonderer Moment. Du gießt 500 ml Sherry an und locker ein Liter guten aromatischen Rotwein.

Jetzt fragst Du was ist besonderes an diesem Moment? Du probierst den Sherry und den Wein natürlich eh Du ihn in die Schüssel gibst. Nimm ruhig einen super Guten. Nein nicht Schluck sondern Wein.
Jetzt stellst Du die Schüssel, die Du mit dem Deckel verschlossen hast, für eine Woche in den Kühlschrank.
Nach einer Woche lässt Du Butterschmalz in einem Topf aus, fischt die Bäckchen aus der Marinade und die Marinade gießt Du durch ein Sieb und fängst diese köstliche Marinade auf.
Das Gemüse kannst Du leider für Nichts mehr gebrauchen. Du brätst die Bäckchen von allen Seiten braun an. Du hattest eine Woche Zeit um zwei Möhren, ein Stück Sellerie, ein kleines Stück Porree und eine Petersilienwurzel  in grobe Stücke zu schneiden. Du hast auch noch 5 Zwiebeln in kleine Würfel geschnitten. Die Zwiebelwürfel gibst Du zu den angebratenen Bäckchen und schmorst sie auch leicht an. Noch zwei Esslöffel Tomatenmark andünsten und dann ab mit den anderen Gemüsestücken in den Topf. Nun gießt Du die Marinade an und lässt die Bäckchen vier bis fünf Stunden auf kleiner Hitze schmoren. Du stellst Dir Gemüsebrühe parat, damit Du den Flüssigkeitsverlust ausgleichen kannst. Einfach ab und zu mal schauen und etwas brühe bei Bedarf angießen.
Nach der genannten Schmorzeit nimmst Du die Bäckchen aus der Soße. Gießt die Sauce durch ein Sieb, schüttest die Sauce wieder zurück in den Topf und dickst die Sauce bei Bedarf mit Stärkemehl oder mit Pfeilwurzelmehl an. Die Bäckchen zurück in die Sauce und warm halten.
Polenta geht schnell. 100 g Polentagrieß in 500 ml kochenden Wasser einrühren, kräftig salzen und quellen lassen. Zwei gute Esslöffel Butter unterrühren und die Polenta luftig aufschlagen.
Am besten passen Buttermöhren dazu. Dafür kochst Du kleine Möhren und legst sie im Anschluss nur ganz kurz in Butter, würzt mit etwas Salz und etwas Zucker und fertig.
Nun kannst Du alles zusammen anrichten und servieren. Leckere Sauerei oder was meinst Du!?

Freitag, 22. April 2011

Heute tu ich mal Seezungenfiletröllchen machen...

Hier im Büdchen bin ich ja oft am Scheideweg, tu ich es oder tu ich es nicht. Wobei meine Lehrerin in der Grundschule früher immer sagte, das Wort „tu“ gibt es nicht, das steht noch nicht einmal im Duden! Soll ich Euch was sagen, die hat gelogen!!! Das steht drin! Ich meine, ich muss zwar etwas kleinlaut zugeben, dass meine Grundschulzeit schon etwas länger, ähhhm, oder vielleicht auch etwas sehr lange her ist, aber kann es denn echt möglich sein, dass dieses Wort erst später in den Duden aufgenommen wurde und ich es heute erst finde? Eh irgendwelche Fragen kommen, ja zu meiner Grundschulzeit gab es schon den Duden! Wenn ich das damals gewusst hätte das es das Wort doch gibt und in ihm steht, na ich kann Euch was verraten, dann hätte ich ihr aber den Duden auf die Nase gesetzt. Naja, eigentlich ist es ja auch egal, durch sie habe ich ja doch das eine oder andere gelernt. Ich kann es ja auch anders formulieren. Wie z.B.: nicht ich habe es getan, sondern, ich habe ihn gedämpft und zwar in meinem geliebten Dampfgarer. Genau, ich habe mir nicht einfach nur die Zeit in der Küche vertrieben, nein, ich habe für das leibliche Wohl im Büdchen gesorgt und weil der Gatte gerne Fisch ist, gab es Zunge. Seezunge, wie immer selbstverständlich Filet.
Mit Grätengedöns hat mein Schatz es ja nicht so, also gab es gefüllte Seezungenfiletröllchen auf grünem Spargel mit Weißweinsauce und Drillingen. Eigentlich isst der Gatte auch keinen Spargel, aber der Grüne ist ja nur so ein entfernter Verwandter, der schmeckt ja nicht so penetrant nach Spargel wie der Weiße (Worte des Gatten).
Damit mein Schätzchen sich langsam an den Spargelgeschmack gewöhnt, bekommt er natürlich nur die ganz zarten Spitzen, aber ich fange mit dem Rezept mal von Vorne an.
8 Seezungenfilets
120 g Lachsfilet
100 ml Sahne
1 - 2 Esslöffel Milch
Salz, Pfeffer
Grüner Spargel pro Person ca. 5-6 Stangen
Drillinge gekocht mit Schale
150 ml Weißwein
150 ml Fischfond
1 Esslöffel Zitronensaft
100 ml Sahne
2 - 3 Esslöffel eiskalte Butter
Pfeffer, Salz, Zucker


Aus dem Lachsfilet, der Sahne und der Milch eine Face herstellen. Wie das genau funktioniert habe ich hier schon mal erklärt. Nun die Seezungenfilets damit einstreichen und aufrollen. Mit Rouladennadeln feststecken oder mit Schnittlauch umwickeln und verknoten. Die Fischröllchen bei 85°C im Dampfgarer garen. Den Spargel kochen wie gewohnt, ich habe ihn auch im Dampfi gemacht, und wer einen Dampfgarer hat, kann sich schon denken, dass die Kartoffeln auch dorthinein gewandert sind.
Die Kartoffeln habe ich anschließend in Olivenöl gebraten, das war so lecker, noch schön gesalzen und fertig.
Für die Sauce Weißwein, Fischfond, Zitronensaft auf ca. 150 ml einkochen. Die Sahne zugeben und leicht köcheln lassen. Mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen. Die Butter unterschlagen bis die Sauce bindet. Ggf. nochmals mit den Gewürzen abschmecken.
Den Spargel auf Teller anrichten, die Seezungenfiletröllchen aufsetzen, die gebratenen Drillinge auf dem Teller anrichten und mit der Sauce garnieren.

Sonntag, 17. April 2011

Aus dem Bücherregal, Stumpfe Zähne-Zeit…

Es ist wieder da, dieses Gefühl im Mund, alles ist so stumpf, unangenehm, geschmacklos. Ich kann es mir nur mit Säure erklären. Wir mögen es ja auch gerne spritzig, säuerlich frisch, aber nicht so stumpf. Ich weiß was dahintersteckt, es ist diese Oxalsäure und er ist voll damit. Und was ich auch nicht wusste, nicht nur in ihm steckt diese Säure, nöö, in Spinat, Mangold, Sauerampfer und Kakao. Je mehr ich darüber nachdenke wird mir bewusst, dass das alles Lebensmittel sind, die im Büdchen oft mit Milchprodukten verwendet werden und das ist sicher auch der Grund, warum mir das bei diesen Produkten noch nie so gravierend aufgefallen ist wie eben bei ihm. In Milchprodukten steckt Calcium und Calcium bindet Oxalsäure und macht einen gefälligen Geschmack. Ach, ich habe noch gar nicht erwähnt um wen es sich handelt? Um den Rhabarber!
Den gibt es doch jetzt überall frischer als frisch. Jeder der schon mal Rhabarber pur gegessen hat, weiß wovon ich rede.Erst ist es total lecker und dann, von jetzt auf gleich geht nichts mehr. Der Wunsch, jetzt müsste der Mund geölt bzw. gefettet werden, stellt sich ein. Im Büdchen lieben wir die Rhabarberzeit, aber nicht dieses stumpfe Gefühl. Nee, das ist kein Genuss, iiiihhhh, neeee, das mögen wir gar nicht.
Schuld ist eigentlich Herr Elverfeld, der 3 * Koch aus dem Aqua. Eine Kochklasse allererster Sahne. Ich habe sein erster Kochbuch, Kochen der Gefühle
und ich lauer gerade auf sein Neues.
In seinem ersten Buch hat er eine Komposition von Rhabarber veröffentlich. Ich habe bei ihm das Rhabarbermousse geklaut und ein eigenes Arrangement zusammengestellt. Total lecker. Sag ich doch allererste Sahne was er kocht. Ja Sahne ist in diesem Fall das Stichwort, in Sahne ist Calcium und in dem Mousse ist Sahne, also kommt ins Mousse Calcium, deshalb ist das sicher auch so lecker und geschmeidig, keine Spur von stumpf.
Zu der Mousse gab es noch ein Rhabarber-Crumble und eine Rhabarbersauce, zusammen schön rund und abgestimmt. Die stumpfe Zähne-Zeit ist nun vorbei…

Rhabarber-Crumble:
400 g Rhabarber (wenn möglich den Roten, der hat weniger Säure)
2 x 2 Esslöffel Vanillezucker
100 g Mehl
1 Messerspitze Zimt gemahlen
1 Prise Salz
50 g flüssige Butter
Rhabarber schälen und die Schalen aufheben. Den geschälten Rhabarber in Stücke schneiden in eine kleine Auflaufform geben und mit 2 Esslöffel Vanillezucker bestreuen.
Das Mehl mit den anderen 2 Löffel Vanillezucker mischen, den Zimt zugeben, ebenfalls das Salz. Nun die flüssige Butter zugeben und alles zu dicken Krümeln verarbeiten. Die Krümel auf dem Rhabarber verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C gute 30 Minuten backen.

Rhabarbermousse:
400 g Rhabarber
Mark von einer Vanillestange
Ein Stück Zimtrinde
1 Nelke
150 g Zucker
300 g Sahne geschlagen
4 Blätter Gelatine
Wasser für die Gelatine zum quellen
Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. Das Mark der Vanillestange zum Rhabarber geben. Ebenfalls den Zucker und die Gewürze. So zwei bis drei Esslöffel Wasser zufügen etwas stehen lassen und anschließen Garen bis der Rhabarber zerfällt.
Die Zimtrinde und die Nelke herausnehmen und den Rhabarber mit dem Mixstab pürieren. Die Gelatine mit Wasser quellen lassen, ausdrücken und erwärmen bis sie flüssig ist. Gelatine in den Rhabarber rühren. Anschließend die geschlagene Sahne unterheben.
Das Mousse 3 bis 4 Stunden kühlen.

Rhabarbersauce:
Rhabarberschalen von 400 g Rhabarber

Zimtrinde
Vanillestange
150 ml Weißwein, trocken
150 ml Wasser
2 Esslöffel Vanillezucker
1 Nelke
1 Sternanis
Schalen mit Zucker, Wasser, Wein und allen Gewürzen in einen Topf geben, aufkochen und gute 45 Minuten ziehen lassen. Den Sud abseihen und bis auf ca. 160 ml einkochen.
Jeweils Rhabarbermousse mit Rhabarber-Crumble und Sauce auf einen Teller anrichten, mit einigen Beeren und Schokoraspel dekorieren.

Freitag, 26. November 2010

Das ist ja der Brüller...

Egal welches Restaurant mein Schatz und ich aufsuchen, der wichtigste Blick ist der, den der Gatte auf die Dessertkarte wirft. Mit diesem Blick steht und fällt die Entscheidung, ob dieses Restaurant nochmals aufgesucht wird. Ich denke das ist auch der Grund warum Chinarestaurant es nicht in die Hitliste der Favoritenrestaurants bei Herrn GB schaffen. Natürlich haben die auch Desserts auf der Karte, aber eben nicht diese mit dem cremigen zarten Schmelz, mit dem schokoladigen Genuss, oder diese fluffigen Gebäckstückchen. Nöö, die schlagen eher die obstige Richtung ein. Da gibt’s kein Pana Cotta, Creme Karamell oder ein Cremè Brûlèe.
Ja, Cremè Brûlèe, der Brüller jedes Schlemmerrestaurants, der Obst einfach in den Schatten stellt. Nicht etwa das im Büdchen kein Obst gegessen wird, nein, nein, aber als Nachtisch einfach “nur“ Obst servieren, wäre jetzt doch, na sagen wir mal, einfach zu einfach.
Herr GB mag nun mal gerne Cremes, Puddings, etwas rahmiges, es kann auch durchaus mit Obst kombiniert werden. Das ist dann der frische Ausgleich, aber Obst ohne was cremiges, ist im Büdchen schwierig an den Mann zu bringen, außer zwischendurch so auf die Hand. Also das ideale Dessert ist schokoladig, cremig, frisch fruchtig.
Birne mit Schoko-Cremè Brûlée fiel mir dazu ein und was soll ich sagen, das war im Büdchen der Brüller...
Birnen mit Schoko-Cremè Brûlée
4 Birnen
250 ml Weißwein
75 g Zucker
2 Stangen Zimt
1 Vanilleschote

Schokoladen-Crème brûlée:
100 ml Milch
100 ml Sahne
1 Prise Salz
35 g Zucker
2 Teelöffel Speisestärke
1 Teelöffel Kakao
50 g Zartbitterschokolade
2 Esslöffel Creme fraiche
4 Teelöffel brauner Zucker
Birnen schälen, halbieren und entkernen. Mit einem Kugelausstecher die Birnen etwas aushöhlen. Die Vanilleschote auskratzen. Vanillemark, Vanillestange, Wein, Zimt und Zucker in einem Topf aufkochen. Die halbierten Birnen hineinlegen und gut 8 Minuten garen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Milch, Sahne und die Prise Salz verrühren. Die Hälfte davon aufkochen, die andere Hälfte mit der Speisestärke und dem Kakao verrühren und in die kochende Flüssig geben. Rührend aufkochen bis eine dickflüssige Creme entsteht. Die Schokolade hacken und in der warmen Creme schmelzen lassen. Zu einer glatten Creme verrühren. Die Creme fraiche untermischen.
Die Birnenhälften mit der Creme füllen und kalt stellen. Nach frühestens 2 Stunden die Birnen mit dem braunen Zucker bestreuen und mit einem Brenner karamellisieren. Sofort servieren.

Sonntag, 26. September 2010

Der Rémy ist kein Cognac

Genuss ist eine Sinnesempfindung die ich mit Wohlbefinden gleichsetze. Die Bedeutung dieser Sinnesempfindung ist bei den Menschen allerdings sehr unterschiedlich. Ein Schnitzel, das die Größe eines Wagenrades hat, erzeugt bei dem Einen unermessliche Essensgelüste und dem Anderen wird bei einem derartigen Anblick eher Speiübel.
Ich mag ja eher die kleinen Portionen, lieber etwas weniger, dafür aber schmackhaft, vielleicht noch mit einem klitzekleinen Nachschlag. Denn satt werden sollte man schon.
Etwas anders wie beim Essen verhält es sich, wenn es ums Trinken geht. Nein, nein, da gibt es jetzt nichts miss zu verstehen.
Ich meine Durst, also wenn ich Durst habe und mir setzt jemand ein 0,1 l gefülltes Miniglas vor, fange ich beim Anblick schon an zu kollabieren wegen Austrocknungsgefahr. Im Durstzustand müssen die Trinkgefäße überproportional groß sein, ein halber Liter ist da gerade richtig.
Aber auch das Trinken kann man nicht über einen Kamm scheren. Ich genieße am Nachmittag gerne mal ein Tässchen Espresso mit einem Gläschen Wasser und einem Mandorla, oder aber auch mal ein Tässchen Kaffee mit einem Gläschen Sherry oder Cognac.
Die Genussgetränke kaufen wir immer beim Rémy, ja richtig, beim Rémy. Um genau zu sagen , heißt er für mich immer noch Herr Ernenwein, oder noch besser Monsieur Ernenwein, Direktimport aus Frankreich. Das Einzige was Monsieur Rémy Ernenwein mit Cognac verbindet, er verkauft ihn. Seine Handelsware besteht allerdings eher aus Weinen.


In unserer Gegend einer der besten Weinhändler und sein Name ist schon fast Programm. (Er möge mir diesen Satz verzeihen)
Er weiß was schmeckt und was die Sinne kitzelt. Er trifft mit seiner empfohlenen Auswahl meistens den Nagel auf dem Kopf.


Von Günstig bis zum edelsten aller Tröpfchen, darunter angesehene Schnäppchen, beherbergt das selten schöne Fachwerkhaus so einiges, was sich der Weinliebhaber erträumt.

Seine „Collage“, das ist das Magazin von Rémy´s Weinhaus für Genießer, ist eine interessante und informative Schrift die nicht jeder Weinhändler aufweisen kann.
Ich bekomme dieses Magazin automatisch, weil ich seit zwei Jahren in seinem Weinklub bin. Hatte ursprünglich null Ahnung vom Wein...trinken, habe mich förmlich heran getrunken wie man so schön auf Neudeutsch sagt.



Bin ja lange noch kein Kenner, aber ich übe und genieße und Monsieur ist die beste Unterstützung die ich mir wünschen kann.


Jetzt ist Federweißerzeit und Monsieur hat in der Pfalz an seine Kunden gedacht und eingekauft. Nun bin ich an der Reihe und mache mal schnell einen Flammkuchen...

Rezept: Flammkuchen


250 g Mehl
2 Esslöffel Öl
125 ml Wasser
Salz
200 g Schmand oder Creme fraiche
200 g Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln
200 g Schinkenwürfel, geräuchert
etwas Sahne
Pfeffer, Salz
Mehl, Öl, Wasser und Salz zu einem glatten Teig verkneten und auf einem Backblech dünn ausrollen. Sollte der Teig kleben etwas Mehl zusätzlich verwenden.

Schmand oder Creme fraiche in einer kleinen Schüssel mit der Sahne, Salz und Pfeffer vermischen und glatt rühren. Es sollte eine cremige, nicht zu dünne Masse sein. Auf den ausgerollten Teig streichen.
Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln in Ringe oder Stücke schneiden und auf die Schmandschicht geben. Anschließend noch die Schinkenwürfelchen verteilen.

Bei 180° C im vorgeheiztem Backofen ca. 30 Minuten backen.